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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

1977

Am 1. Januar 1977 hat der RRK 48 Mitglieder mehr als im Vorjahr, das sind 458. Wichtigster Beschluss bei der Generalversammlung ist zur Förderung von Familienmitgliedschaften die Einführung eines Familienbeitrags. 

In "HOCKEY, der Wochenzeitung des deutschen Hockeysports" wird der "Hunderter-Klub" veröffentlicht, das sind die Hockey-Nationalspieler, die auf dem Feld und in der Halle in mehr als 100 Länderspielen eingesetzt wurden. Die "Ewige Rangliste" hat Ende des Jahres 1976 folgendes Aussehen: 1. Fritz Schmidt (RRK) 119 + 26 = 145 − 1. Uli Vos (Stuttgarter Kickers) 133 + 12 = 145 − 3. Carsten Keller (Berliner HC) 133 + 2 = 135 − 4. Michael Peter (Stuttgarter Kickers) 89 + 21 = 110 − 5. Wolfgang Strödter (Gladbacher HTC) 80 + 27 = 107 − 6. Peter Trump (TG Frankental) 73 + 27 = 100.

Anfangs Januar nehmen die RRK-Herren am 19. Internationalen Städteturnier in Berlin teil. Neben dem RRK sind Städteauswahl-Mannschaften aus Berlin, Köln, Wien und Amsterdam am Start, wobei jeder gegen jeden spielt. Nach Siegen gegen Wien und Amsterdam sowie Niederlagen gegen Berlin und Köln liegt der RRK ohne Wolfgang Beck und Rainer Seifert, dafür mit dem 16-jährigen Norbert Mexner sowie den 18-jährigen Berthold Rauth, Christoph Krehl und Alfred Segner, am Ende hinter Berlin und Köln auf dem dritten Platz.

Am 22. und 23. Januar 1977 veranstaltet die Hockeyabteilung in der Walter-Köbel-Halle ein Jugend-Hockeyturnier, an dem Jungen- und Mädchenmannschaften aus acht Vereinen teilnehmen. Im Februar verabschiedet sich Fritz Schmidt gemeinsam mit Dieter Freise, Michael Krause und Wolfgang Rott beim Hallenhockey-Länderspiel gegen Holland in Köln aus der deutschen Nationalmannschaft, der er vierzehn Jahre angehörte und in der er 146mal das Nationaltrikot trug.

Da dem RRK die Ausrichtung der Hallenhockey-Meisterschaft übertragen ist, muss das erste Ziel im Verlauf der Bundesliga-Hallenrunde sein, sich die Teilnahme an der Endrunde vor eigenem Publikum zu sichern, damit die Veranstaltung auch finanziell ein Erfolg werden kann. Lange Zeit sieht es so aus, als könne dieses Ziel eventuell nicht erreicht werden, doch in der entscheidenden Phase läuft es beim RRK wieder und die Mannschaft mit Peter Kraus, Dr. Randolf Renker, Manfred Liebig, Fritz Schmidt, Wolfgang Beck, Rainer Seifert, Martin Müller, Alfred Segner, Roland Segner, Christoph Krehl und Berthold "Berti" Rauth wird sogar Gruppenerster vor der TG Frankenthal. In der Nordgruppe qualifizieren sich der DHC Hannover und Schwarz-Weiß Köln. Diese Konstellation macht den RRK als Titelverteidiger und Mannschaft mit der größten Endrunden-Erfahrung vor eigenem Publikum zum Favoriten. Im Halbfinale zieht der RRK gegen Schwarz-Weiß Köln auch zunächst sein gewohntes Spiel auf und führt 15 Minuten vor Spielschluss 13:8. Doch dann läuft nichts mehr, Köln fightet bis zum Umfallen und entreißt dem RRK mit 14:16 einen Sieg, an dem es schon keinen Zweifel mehr gegeben hat. Im Endspiel siegt Frankenthal 11:8, der RRK verliert schließlich auch noch das Spiel um den 3. Platz gegen Hannover mit 8:12. Nach dieser Vorstellung ist die Zahl derer groß, die das Ende der RRK-Hockeyära für gekommen sehen. Wir zitieren das "Rüsselsheimer Echo" mit einem etwas ironischen Kommentar zum Ausscheiden des RRK bei dieser Meisterschaft:

Gesetz der Serie

Im Hallenhockey werden sich die Vereine der Bundesliga vielleicht überlegen, ob sie noch auf den Gruppensieg spielen sollen. Seit Jahren gilt das Gesetz der Serie, dass immer ein Zweitplatzierter deutscher Titelträger wird. Am Samstagabend kam in der Rüsselsheimer Köbelhalle die Hoffnung auf, dass diese Serie nun abreißen würde. Zwar blieb der Nordgruppensieger DHC Hannover gegen die TG Frankenthal auf der Strecke, doch lag der Titelverteidiger Rüsselsheimer RK schließlich eine Viertelstunde vor Schluss gegen den amtierenden Feldmeister Schwarz-Weiß Köln mit 13:8 in Front. Was sollte da noch schief gehen, zumal in eigener Halle, in der die Rüsselsheimer in dieser Saison nicht einen einzigen Punkt abgegeben haben.

Es sollte. Und nach den Gründen braucht niemand zu suchen. Es war nicht das hohe vorgelegte Tempo der ersten Halbzeit, keine falsche Taktik oder zu geringes Auswechseln, nicht der Leistungsabfall und schon gar nicht Konditionsschwächen oder gar eine gute Form des Gegners schuld an der 14:16-Niederlage, sondern das Gesetz der Serie. Dabei schien es lange, als sollte es erstmals seit 1972 in Hannover (SC Frankfurt 1880 gegen Rüsselsheimer RK) wieder zu einem süddeutschen Finale kommen.

Rund 2.200 Zuschauer hatten sich zum Halbfinale eingefunden und verließen, soweit sie aus dem Rüsselsheimer Lager kamen, enttäuscht die Halle. Nicht nur über den Spielausgang, sondern auch darüber, dass die Sitzplatzkarten nicht nummeriert waren. Wer zwischen den beiden Begegnungen oder in der Halbzeit einmal seinen Platz verließ, musste damit rechnen, dass er dann anderweitig besetzt war. Dies war sicherlich das einzige, das man dem Ausrichter ankreiden konnte.

Doch die Mannschaft kann die Enttäuschung überwinden und wird in der von der Spielstärke her sehr ausgeglichenen Süd-Bundesliga im Feldhockey sogar Staffelsieger vor den Stuttgarter Kickers. Damit spielt der RRK im Halbfinale am Sommerdamm gegen Schwarz-Weiß Köln, allerdings als Außenseiter. Und diese Rolle bekommt der Mannschaft sehr gut. In einem spannenden und technisch auf hoher Stufe stehenden Spiel werden die Kölner deutlicher, als es das Ergebnis von 1:0 sagt, bezwungen. Mit der Endspielberechtigung hat sich der RRK auch das Heimrecht für das Endspiel am 12. Juni 1977 gesichert, in dem er auf den HTC Stuttgarter Kickers, den Angstgegner, trifft. Hans-Joachim Leyenberg berichtet in der "FAZ":

Rüsselsheim nach 4:1 über Stuttgart wieder deutscher Hockeymeister

Die Jugend als die große Stütze des Alters

Gespritzt wurde vor und nach dem 35. Deutschen Hockeyfinale der Männer. Vorher mit Medikamenten, hinterher mit Sekt. Die Rüsselsheimer hatten mal wieder Grund, zu ihren Hockeyspielern aufzublicken. Zum vierten Mal nach 1968, 1971 und 1975 erhielten sie den gewaltigen Meisterpokal überreicht. Es dürfte nicht das letzte Titelzeremoniell gewesen sein. Nachdem die Rüsselsheimer schon verschiedene Male abgefeiert worden sind, traut sich jetzt niemand mehr, ein Ende der Erfolgsserie zu prophezeien, zumal es ja auch den Hallenwettbewerb gibt, den die Hessen 1973 und 1976 als Primus beendeten. 

"Die Meisterschaft und der Pott gehören uns!" (Alfred Segner und Manfred Liebig)

Als der Rüsselsheimer RK in diesem Winter in eigener Halle im Halbfinale scheiterte, da waren die Nachrufe flugs geschrieben, die Prognose von Mannschaftskapitän Fritz Schmidt, der versprach, sich bei der Feldmeisterschaft schadlos zu halten, eher als Durchhalteparole und Lippenbekenntnis gewertet. Durch den 4:1-Finalsieg am Sonntagmorgen über den HTC Stuttgarter Kickers sind auch die letzten Zweifler verstummt. "Die Mannschaft ist zwar älter geworden", so Martin Müller, einer der glorreichen Sechs, die schon im ersten Meisterjahr dabei waren, "aber die Einstellung ist jung geblieben". Das Erfolgsgeheimnis einer von Bäcker- und Konditormeister Schmidt zusammengehaltenen verschworenen Gemeinschaft. 

Den Schwaben war nach dem kessen 4:2 bei Rot-Weiss Köln ein ähnlicher Schwabenstreich in Rüsselsheim zugetraut worden. Aber jene Mannschaft, die unter fast schon profihaft zu nennenden Bedingungen trainiert, blieb an diesem heißen Vormittag im Stadion am Sommerdamm kalt. Die Betreuer Würsch und Wüterich predigten vergeblich größeren "Biss". Die Stuttgarter, erst seit zwei Jahren mit Bundesliga-Erfahrung, Senkrechtstarter in dieser Sportart, blieben auf dem großen Sprung in den Startlöchern stecken. Für ihre eigene Vorstellung hatten sie nur ein Achselzucken als Erklärung; sie erkannten sich selbst nicht wieder. Erst als sie sich bei der Ehre gepackt fühlten, schon mit 0:3 hinten lagen, rafften sie sich trotz aller Unzulänglichkeiten zu energischer Gegenwehr auf. Unterschwellig, so gab Nationalspieler Michael Peter zu, habe ihn seine vor zwei Wochen gebrochene Rippe gehemmt. Uli Vos laborierte an einem Hexenschuss und war wie der durch eine Muskelzerrung gehandicapte Schmidt nur per Spritze fit gemacht worden. So fehlte neben der Spiellust auch der Spielwitz. Neben den Rüsselsheimern fühlten sich die Stuttgarter nicht nur in der Position der Zukurzgekommenen, sie waren auch tatsächlich einen Schritt langsamer, kombinierten auf engstem Raum und fabrizierten unverhältnismäßig viele Fehlpässe. Für die Schwaben war es auf absehbare Zeit möglicherweise die letzte Chance zum Griff nach dem Titel. Wer letztlich den Verein verlässt oder aufhört, darüber ist, so Peter, "noch nicht das letzte Wort gesprochen". Namen, die in diesem Zusammenhang gefallen sind: Massa, Ganser, Dr. Leiber und Zolder haben die imaginäre Altersgrenze erreicht, die Prominenz wie Michael Peter und Uli Vos pokert noch. Jetzt kommt erschwerend hinzu, dass die Enttäuschung die Mannschaft mehr trennt als der Teilerfolg der Endspielteilnahme sie eint. 

Bei den Rüsselsheimern hat der erste der "glorreichen Sechs" standesgemäß Abschied genommen: Wolfgang Beck, dem in der 12.  Minute nach Vorarbeit von Seifert das 1:0 gelang. Eine Zugabe in Form eines Siebenmeters nutzte er nicht. Es stand nach weiteren Treffern durch Müller (23.) und Liebiq (39.) schon 3:0, und Beck jagte den Ball über die Querlatte. Der Verdacht auf Absicht ist völlig aus der Luft gegriffen, aber er zeigt, wie einseitig das Spiel zweier ungleicher Kontrahenten verlaufen ist.

Erst in der Schlussphase, als Peter, mittlerweile vom Liberoposten in die Sturmmitte gerückt, das 1:3 erzielte (64.), die Stuttgarter entweder an Torhüter Kraus oder am eigenen Unvermögen scheiterten, wurde den 3.000 Zuschauern im Zeitraffer vor Augen geführt, wie fahrlässig der Herausforderer mit den eigenen Möglichkeiten verfahren war. Den Schlusspunkt setzte Rainer Seifert in der Schlussminute, als er einen Fehlpass erlief und den Ball zum 4:1 ins Tor schlenzte. Sämtliche Treffer hatten noch einmal die "Altgedienten" erzielt, aber die wesentliche Vorarbeit hatten drei geleistet, die noch keine zwanzig sind: Alfred Segner, Berthold Rauth und Christoph Krehl. Eine Verjüngungskur, die unter die Haut gegangen ist, aber nichts am Charakter der Rüsselsheimer verändert hat.

Deutscher Feldhockey-Meister 1977, der RRK (hinten: Masseur Karl-Heinz Bog, Christoph Krehl, Joachim Ziemer, Roland Segner, Wolfgang Beck, Michael Heuß, Coach Walter Leichtweiß, Norbert Mexner, Martin Müller, Manfred Liebig, Fritz Schmidt; vorn: Rainer Seifert, Berthold Rauth, Peter Kraus, Dr. Randolf Renker, Michael Walz, Alfred Segner)

Endspiel um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft 1977 in Rüsselsheim am Sommerdamm vor großer Kulisse (Gegner, Wolfgang Beck, Fritz Schmidt)

Ehrung der Meister und ihrer Frauen bei der Meisterschaftsfeier im Bootshaus anlässlich der nach 1968, 1971 und 1975 zum vierten Mal errungenen Deutschen Feldhockey-Meisterschaft durch einen 4:1-Sieg über den HTC Stuttgarter Kickers

Der RRK ist nach 1968, 1971 und 1975 zum vierten Mal Deutscher Feldhockeymeister. Bereits wenige Wochen später findet die Meisterschaftsfeier im Bootshaus mit Vertretern aus Politik, Sport und Wirtschaft und anschließendem Sommernachtsfest statt.

Die übrigen Hockeymannschaften können zwar keine Meisterschaften erringen, aber auch ihre Erfolge sind beachtlich.  Die Ib- und auch die Damenmannschaft können in der Halle und auf dem Feld einen guten Mittelplatz in der Punktrunde belegen. Die Jugend, die mit acht Mannschaften an der Punktrunde teilnimmt, stellt größte Anforderungen an die Betreuer, hier insbesondere den Jugendleiter Erich Hund. Im September spielt die Herrenmannschaft des RRK unter Flutlicht gegen die polnische Nationalmannschaft 2:2.

Beim nach 1976 zweiten Europameisterschaftsturnier der Hockeyjunioren im englischen Folkstone kann Alfred Segner mit dem deutschen Team durch einen 4:3-Endspielsieg über die Niederlande die Europameisterschaft gewinnen.

Im Rudern zeigen sich die ersten guten Ansätze nach der zwangsläufigen Aufbauphase. Nachdem bereits die ersten Regatten in Zürich, Worms und Flörsheim Erfolge bringen, kann die Ruderabteilung am 14. Mai 1977 zwei neue Boote ihrer Bestimmung übergeben. Gretel Brumme tauft einen Rennvierer mit Stm. auf den Namen ihres verstorbenen Mannes, des erfolgreichen Amateurtrainers und RRK-Ehrenmitgliedes "Fritz Brumme", und Dr. Theodor Grünewald, Mitglied des Vorstandes der Hessen-Nassauischen Versicherung, einen Renneiner auf den Namen "Hessen-Nassau"

Auf den Namen "Fritz Brumme" tauft am 14. Mai 1977 die Witwe des Verstorbenen, Gretel Brumme, einen Rennvierer, daneben Ruder-Abteilungsleiter Klaus Hartmann

Ruderer des RRK und des RaB auf der Ruder-Wanderfahrt 1977 von Celle nach Verden: Jürgen Vacilotto, Detlef Welters, Wilfried Hoffmann, Jürgen Kleine, Rudi Reitz, Willi Platte, Rudolf Müller und Klaus Jeske

Es folgen die Prüfungsregatta in Breisach, die Regatta in Heidelberg und anschließend die Hessenmeisterschaften in Offenbach, bei denen im Jugendvierer und Jugendachter die Vizemeisterschaft erkämpft wird. Nach drei weiteren Siegen in Würzburg startet der RRK bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem Baldeneysee in Essen im Vierer-mit und im Achter. Nach Vor- und Hoffnungsläufen erreicht der Vierer mit Achim Erhard, Andreas Dührssen, Thomas Mildenburger, Stefan Pasura und Stm. Wolfgang Schmidt im Endlauf den 6. Platz und der Achter mit Martin Haas, Harald Richter, Rüdiger Kirsch, Jürgen Klein, Achim Erhard, Andreas Dührssen, Thomas Mildenburger, Stefan Pasura und Stm. Wolfgang Schmidt den 5. Platz, wobei im Achter alle sechs Boote des Endlaufs innerhalb vier Sekunden das Ziel passieren. Es folgen die Regatten in Mainz, Schierstein und Großauheim, wo weitere Siege gelingen, so dass Mannschaften und Trainer am Ende der Saison auf 14 Regattasiege stolz sein können. Achim Erhard und Andreas Dührssen sind mit je acht Regattasiegen die erfolgreichsten Ruderer des RRK.

Endlauf der Achter bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 1977 in München – Der Jugendachter des RRK 
(hinten im hellen Trikot, links auf der Strecke und rechts im Ziel) erreicht in einem Sechs-Boote-Feld den 5. Platz

An der Ruderwanderfahrt an Fronleichnam von RRK und RaB Essen auf der Aller von Celle nach Verden nehmen aus beiden Klubs je zwölf Ruderer teil. Gerudert wird in vier Gig-Vierern, dazwischen wird ab und zu Fußball gespielt oder Bier und Appelkorn getrunken. Es ist wieder ein großes Erlebnis für die Teilnehmer, das geprägt ist "von Schützenfesten, von Kuhärschen und vom Pils".

Beim Abrudern mit interner Regatta kann Harald Ruppert zum sechsten Mal Klubmeister im Einer werden. 

Im Herbst wählen die Ruderer Klaus Köppen zum neuen Abteilungsleiter. Das 10. Bayerische Bierfest der Ruderer ist bei "vollgepfropftem" Bootshaus wieder das Stimmungsfest des Jahres mit Holzsägen, Nageln, Brotzeit-Wettessen (Sieger: Marcel Schopfer) und dem RRK-Ballett mit "Daddy Cool". 

Anfangs September beginnt für die RRK-Herren die Feldhockey-Bundesligarunde 1977/78. Natürlich will man wieder vorn mitspielen und wenn möglich, das Endspiel 1978 erreichen. Siege gegen Heidelberg und Frankenthal, ein Unentschieden in Höchst, dann Siege gegen SaFo Frankfurt, Berlin, Limburg und Stuttgart. Der RRK liegt bei Halbzeit mit vier Punkten Vorsprung einsam und allein an der Spitze der Süd-Bundesliga. Wer kann den Titelverteidiger noch gefährden? Die Rückrunde beginnt für den RRK mit einem Sieg gegen Heidelberg, dann spielt ab Mitte November die deutsche Spitzenklasse in der Halle. Beim glanzvollen Hallenturnier in Hürth erreicht der RRK zwar das Halbfinale, verliert hier gegen den amtierenden Deutschen Hallenmeister, die TG Frankenthal, 9:11. In einem hochklassigen Finale siegt Frankenthal mit 12:11 gegen Schwarz-Weiß Köln. Dann finden Ende November die ersten Spiele der Hallenhockey-Bundesliga statt. Vor dem Jahreswechsel siegt der RRK gegen Stuttgart, gegen Kahlenberg und Mülheim, verliert anschließend in Frankenthal und Heidelberg, dann noch ein Sieg in Leverkusen − der RRK geht auf dem dritten Platz der Südgruppe mit 8:4 Punkten ins neue Jahr.

Der "RRK-Präsident" mit seinem RRK-Ballett beim Bayerischen Bierfest 1977 (hinten: Renate Dörsam, Doris Ruf, Birgit Hoffmann, Elke Schumacher; vorn: Maria Hartmann, RRK-Präsident Günter Schmitt, Margarete Kober)

Jubilarenehrung beim Nikolausball des RRK 1977 (RRK-Vorsitzender Günter Schmitt, Wolfram Rossbach, Ludwig Stolz, Gerhard Müller, Maria Helfrich, Karl Pöppel, Marcel Schopfer, Theodor Schmidt)

Am 26. November 1977 steigt der gesellschaftliche Höhepunkt, der Nikolausball mit Sportler- und Jubilarenehrung. Dabei werden Christoph Krehl, Norbert Mexner und Berthold Rauth mit der Silbernen Leistungsnadel des RRK für besondere sportliche Leistungen ausgezeichnet. Maria Helfrich, Karl Pöppel, Marcel Schopfer und Theodor Schmidt erhalten für ihre 50-jährige Mitgliedschaft im RRK die Goldene Ehrennadel überreicht.

Rainer Seifert wird vom Stadtverband für Leibesübungen zum "Sportler des Jahres 1977" in Rüsselsheim gewählt und entsprechend geehrt. Die Deutschen Meister im Feldhockey werden zur "Mannschaft des Jahres" in Rüsselsheim gekürt und erhalten den Silbernen Lorbeerzweig überreicht. Die Stadt Rüsselsheim ehrt Wilhelm Nold mit ihrem Ehrenbrief für sein ehrenamtliches Engagement im RRK.

Der Bau der geplanten zwei Tennisplätze am Bootshaus tritt in ein realistisches Stadium, wobei jedoch der Standort in die öffentliche Diskussion gerät. Die Stadtverordnetenversammlung beschließt am 27. Oktober 1977, dass beim RRK sowie bei vier weiteren Vereinen Tennisanlagen errichtet werden.

Die Zahl der Mitglieder des RRK kann 1977 nochmals gesteigert werden, so dass am 31. Dezember 1977 475 Personen dem RRK angehören. 

Im März verliert der RRK mit dem 41-jährigen Hans "Hennes" Hermann viel zu früh einen Spieler aus der Meisterelf des Jahres 1968 durch den Tod.

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