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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK) von 1942 bis heute

2008

Der RRK wird im Jahr 2008 100 Jahre alt. Am 25. Juli 1908 wurde der Ruderverein Rüsselsheim, einer der Vorgängervereine des RRK, gegründet. Bereits seit dem Jahr 2007 laufen die Vorbereitungen für die mannigfaltigen Veranstaltungen des Jubiläumsjahres. Ursula Alt, im RRK-Gesamtvorstand zuständig für Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit, koordiniert in überzeugender Weise alle Aktivitäten, so dass Mitglieder und Freunde des RRK sich auf ein ereignisreiches Jahr freuen können.

Der Mitgliederstand des RRK zum 1. Januar liegt mit 627 leicht unter dem Stand des Vorjahres. 372 Hockeyspielern stehen 106 Ruderer, 61 Tennisspieler und 121 passive Mitglieder gegenüber.

Zur ersten Veranstaltung des Jubiläumsjahres empfängt die Ruderabteilung am 13. Januar im Rahmen der "Eierfahrt" der Mittelrhein- und Untermain-Rudervereine etwa 160 Ruderer, die mit knapp 20 Booten aber auch zu Fuß oder mit dem Auto das Bootshaus des RRK ansteuern. Organisator Werner Alt hat mit seinen Helfern ganze Arbeit geleistet, in einem Umkleideraum und in einer Bootshalle sind Tische gedeckt, um die Gäste von Flörsheimer RV, Mainzer RV, Weisenauer RV, RV Eltville, Kasteler RuKG und RG Wiesbaden-Biebrich traditionell mit Glühwein und heißem Orangensaft sowie bunten gekochten Eiern und Brezeln zu bewirten.

In Erwartung der "Eierfahrer", das "RRK-Bewirtungsteam" mit Ursula Alt, Elke Schumacher, Helmut Schumacher, Melanie Berger und Karin Scheelke

Ankunft von etwa 20 Booten der Mittelrhein- und Untermain-Rudervereine am RRK-Bootshaus bei der "Eierfahrt" am 13. Januar 2008

Die Boote nähern sich im Morgendunst der RRK-Pritsche

Bei den Hockeyspielern stehen die letzten Rundenspiele der Hallenhockey-Bundesligasaison 2007/08 an. Während die RRK-Damen als Tabellenerster bereits die Play-offs erreicht haben, die beiden letzten Spiele im Januar mit zwei Siegen souverän beenden und damit im Viertelfinale Heimrecht haben, sind die RRK-Herren in den beiden letzten Spielen noch extrem gefordert. Einem knappen 4:3-Heimsieg gegen Rot-Weiß München folgt ein 4:4 in Frankenthal, so dass man als Tabellenzweiter in den Play-offs reisen muss. Damit erreicht der RRK wie schon 2005, 2006 und 2007 im vierten Jahr nacheinander erneut mit beiden Spitzenmannschaften das Viertelfinale um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft.

Dank an Helfer und im Jahr 2007 erfolgreiche Ruderer beim "Neujahrs-Ruderbrunch": Fabian Rosenfelder, Luca Haible (Flörsheimer RV), Cihan Aydin, Hans-Peter Wagner, Christian Kunkel, Laura Schmidt, Hendrik Flöhr (Hellas Offenbach), Benjamin Michel (verdeckt), Harald Czerwenski, Georg Gagel, Melanie Berger, Martin Kraft und Udo Hild

Für den 20. Januar lädt die Ruderabteilung Mitglieder und Freunde zum "Neujahrs-Ruderbrunch" ins Bootshaus. Die erfolgreichen Ruderer der Regattasaison 2007 werden geehrt, Trainern und Betreuern wird Dank gesagt und auch die Fahrtenpreise für das Jahr 2006 werden verliehen. Der stellvertr. Abteilungsleiter, Martin Kraft, ehrt die Sieger im Fahrtenpreis-Wettbewerb 2006, das sind Hans-Peter Wagner mit 1.847 km, Oliver Pooch mit 764 km, Rudi Reitz mit 749 km, Silvia Reitz mit 715 km, Sigrid Schäfer mit 692 km und Christine Brossier mit 635 km. Trainer Udo Hild lässt in einem Rückblick das Ruderjahr 2007 mit seinen Ereignissen Revue passieren und ruft die Erfolgreichen nach vorn: Benjamin Michel – 16 Siege, Cihan Aydin – 9 Siege, Hans-Peter Wagner – 4 Siege, Christian Kunkel – 2 Siege und Laura Schmidt – als Nachwuchsruderin 1 Sieg. Anschließend dankt er allen Helfern und Ausbildern, hier insbesondere Harald Czerwenski, Lutz Dörsam, Melanie Berger und Georg Gagel.

Am gleichen Wochenende spielt Nico Jacobi, der Torhüter der RRK-Hockeyherren, mit der deutschen Nationalmannschaft im russischen Jekaterinburg um die Hallenhockey-Europameisterschaft. Doch nach zwölf Titelgewinnen in Folge muss sich das deutsche Team im Finale der Mannschaft des Gastgebers mit 2:3 beugen und wird "nur" Vize-Europameister. Schon eine Woche später ist die deutsche Damen-Nationalmannschaft mit Lena Jacobi vom RRK im spanischen Almeria bei einer entsprechenden Veranstaltung gefordert. Im Finale trifft das deutsche Team auf die Mannschaft von Weißrussland, macht es besser als die Herren, siegt 5:1 und ist damit Europameister.

Dann stehen am ersten Februar-Wochenende die Viertelfinals um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft auf dem Programm von RRK-Damen und -Herren. Die RRK-Damen erwarten zu Hause den Westzweiten Schwarz-Weiß Neuss, die RRK-Herren müssen zum Westmeister Uhlenhorst Mülheim reisen. Im Gleichschritt qualifizieren sich die beiden Hockeyteams des RRK für die Endrunde um die deutsche Hallen-Meisterschaft. Männer- und Frauenmannschaft des RRK gewinnen ihre Viertelfinalspiele und stehen damit erneut gemeinsam in Hamburg im Halbfinale der Titelkämpfe. Die RRK-Damen besiegen Schwarz-Weiß Neuss mit 11:5 (6:1), die RRK-Herren halten sich bei Uhlenhorst Mülheim mit einem 6:4 (3:0) schadlos.

Berlin, Hamburg, Köln, Neuss oder Rüsselsheim: Aus diesen Städten werden die 47. Deutschen Hallenhockey-Meister kommen, die zum zweiten Mal hintereinander per Doppelveranstaltung für Damen und Herren in der Alsterdorfer Sporthalle in Hamburg ermittelt werden. Die Aufzählung der Örtlichkeiten, die durch ihre Vereine bei den Endrunden in der Freien- und Hansestadt vertreten sein werden, spricht unter Berücksichtigung der Einwohnerzahlen für sich. Dass der RRK es abermals geschafft hat, zwei Teams zum so genannten "Final Four" zu bringen, ist nicht hoch genug zu bewerten.

Während die RRK-Damen im Halbfinale scheitern, gelingt den RRK-Herren nach 29 Jahren ein meisterlicher "Coup". Lassen wir Hans-Joachim Leyenberg für die "FAZ" berichten:

Nach 29 Jahren: Der meisterliche Coup des RRK

Pünktlich zum hundertjährigen Bestehen belohnt sich der RRK mit dem Gewinn des "Blauen Wimpels"

Diesem Titel sind die Hockeyherren sommers wie winters hinterhergerannt. Irgendwann muss er ihnen so unerreichbar vorgekommen sein wie ein Phantom. Jetzt, 29 Jahre nach dem letzten Meistertitel, haben sie es doch noch geschafft. Der Rüsselsheimer RK ist in den Morgenstunden des Montags mit dem Blauen Wimpel, der Trophäe für den deutschen Hallentitel, von der Endrunde in Hamburg zurückgekehrt. Mit an Bord des Reisebusses die Damen des RRK, die ihr Halbfinale am Samstag 2:7 gegen den späteren Champion Club an der Alster verloren hatten. Verglichen mit der selbst auf die zuvor noch enttäuschten Damen übergreifenden Glückseligkeit im Rüsselsheimer Lager, war der Jubel der Titelverteidigerinnen aus Hamburg allenfalls ein laues Lüftchen.

Die Damen des RRK sind nach dem Abpfiff des Halbfinales gegen Alster Hamburg sichtlich enttäuscht! Dennoch, die Niederlage im Halbfinale der Deutschen Hallenhockey-Meisterschaft bedeutet der Bronzeplatz für Sonja Thüner, Irene Balek, Meike Acht, Charlotte van Bodegom, Viktoria Krüger, Eva Frank, Nina Günther, Hannah Pehle, Vera Battenberg, Silke Müller, Lena Schüder und Lena Jacobi

Mit 6:3 Toren gewann der RRK das Finale am Sonntagnachmittag gegen Schwarz-Weiß Neuss, ohne jemals in Bedrängnis gekommen zu sein. Das sah beim 6:5 im Halbfinale gegen den Berliner HC noch ganz anders aus. Am Sonntag ging diese hessische Meistermannschaft ihren Weg zum Gipfel mit einer Konsequenz zu Ende, die den Westdeutschen keine Chance ließ. "Eine Supermannschaftsleistung", schwärmte die ehemalige Nationalspielerin Britta Becker, die einst die Damen des RRK anführte. Völlig aufgelöst und losgelöst registrierte Martin Müller die Sternstunde des Klubs. Beim letzten Titelgewinn war der heutige Hockey-Abteilungsleiter noch als Stürmer dabei und 29 Jahre später emotional noch mehr angerührt als damals, als es den dritten Hallentitel innerhalb von sechs Jahren zu feiern galt. Dann begann eine lange Durststrecke, die ausgerechnet jetzt, nach schweren Monaten für den RRK, beendet wurde. Im August verunglückte Herrentrainer Kai Stieglitz auf der Rückfahrt von einem Hockeyspiel schwer, lag wochenlang im künstlichen Koma. Seit acht Jahren ist er ihr Mann auf der Trainerbank, und seit acht Wochen ist er wieder mit an Bord.

Den ersten Meistertitel bei den Herren nach 29 Jahren sowie die 50. Deutsche Hockeymeisterschaft des RRK bejubelt die RRK-Herrenmannschaft nach dem Gewinn der Deutschen Hallenhockey-Meisterschaft 2008 in Hamburg (oben: Physio-Therapeutin Diana Czerwonka, Trainer Kai Stieglitz, Christian Minar, Thomas Jost, Frank Trautmann, Christian Domke, Sven Wohlfahrt, Jan Petersen und Betreuer Torben Stalmach; unten: Oliver Domke, Mirco Fuchs, Falk May, Julian Hofmann-Jeckel, Andreas Späck und Nicolas Jacobi)

Reichlich geehrt: Deutsche Meisterschaft, Silberne Hockeykugel für den besten Spieler, bester Torschütze und bester Torwart, Oliver Domke und Nicolas Jacobi

"Unsere gute Jugendarbeit zahlt sich aus", sagte Stieglitz in Anspielung auf jene 83er-Generation, die deutscher A-Jugendmeister wurde und jetzt das Kunststück auf höherer Ebene wiederholte. Mit sieben Aktiven, die damals schon dabei waren. "Sie haben ihren Willen durchgedrückt, waren am besten organisiert, mit einer überragenden Torhüterleistung", stellte Bundestrainer Markus Weise den Rüsselsheimern das beste Zeugnis aus. Die Wahl von Nicolas Jacobi zum besten Torhüter und von Oliver Domke zum besten Spieler der Endrunde unterlegten das Kompliment des Bundestrainers. Zudem glänzte der 31 Jahre alte Routinier als effektivster Torschütze des Turniers. Jetzt ist er auf den Geschmack gekommen, auch in der nächsten Saison dabei zu sein, wenn nach dem Meisterstück der Europapokal ansteht. Das Team um Kapitän Jan Petersen präsentierte sich als unbezwingbare Einheit – mal abgesehen von der Damen-Mannschaft.

Mit Berti Rauth wäre das Malheur für die RRK-Damen nicht passiert. Vielleicht ist diese These extrem ungerecht gegenüber Benedikt Schmidt-Busse. Der ist nämlich der Trainer der Hockeydamen des Rüsselsheimer RK und damit Nachfolger von Rauth. Unter dessen Regie hat sich der Klub zum Rekord-Europapokalsieger aufgeschwungen. Auch im Vorjahr, noch mit Rauth auf der Trainerbank, ist das Damenteam im Halbfinale der deutschen Meisterschaft gescheitert. Aber nicht mit dem verheerenden Resultat von 2:7. Spielführerin Irene Balek, inzwischen am längsten in den Reihen des RRK dabei, konnte sich nicht erinnern, ob es dem Team schon jemals widerfahren war, innerhalb einer Halbzeit kein einziges Tor zustande zu bringen. Die Hanseatinnen brachten es in dieser Zeitspanne im Gegenzug auf sechs Treffer. Es gibt halt Tage, an denen nichts zusammenpasst. Der Tag begann mit der Hiobsbotschaft, dass vier Spielerinnen mit einem grippalen Infekt kämpften. "Abhaken, nach vorne schauen", gab Irene Balek als Losung für die kommenden Wochen aus. Am ersten April-Wochenende wird die Freiluftsaison fortgesetzt, nehmen die Damen wie die Herren des RRK einen neuen Anlauf, der Konkurrenz etwas vorzumachen. "Irgendwelche Siebzehn-, Achtzehnjährige kommen nach", beschreibt Irene Balek das Verfahren, den alljährlichen Aderlass zu kompensieren. So war es schon unter Berti Rauth. Der war nicht unter den Zuschauern, obwohl er als Jugend-Koordinator von Alster Hamburg inzwischen Hamburger Bürger ist. Rauth hat sich im Vorfeld zwar – politisch korrekt – als "neutral" bezeichnet, aber der Untergang seiner ehemaligen "Mädels", auch wenn er zum Vorteil seines neuen Arbeitgebers gereichte, hätte ihn mit Sicherheit nicht kalt gelassen. Genauso wenig wie das Comeback der Rüsselsheimer Herren. In der Stunde der Rüsselsheimer Dominanz war er auf Tour mit den A-Mädchen des Clubs an der Alster. In Sachsen ging es um die nordostdeutsche Meisterschaft. Wie man Rauth kennt, wird er sich für die Rüsselsheimer gefreut haben. Er hat auch mit den Herren versucht, den Meistertitel nach Rüsselsheim zu holen. Nun ist es so weit.

Doch nicht nur die Spitzenmannschaften des RRK spielen Hockey. Während die Zweiten Damen in der Oberliga den 3. Platz belegen, erreichen die Zweiten Herren in der 2. Regionalliga den 4. Platz, die Dritten Damen werden in der 2. Verbandsliga sogar Erster und steigen in die 1. Verbandsliga auf, die Dritten Herren werden in der 2. Verbandsliga nur Siebter.

Deutlich besseres Hockey mit auch besseren Ergebnissen spielen die Jugendmannschaften des RRK, denn von acht möglichen Hessenmeisterschaften im Hallenhockey holt sich der RRK vier Titel und einen 3. Platz. Hessenmeister werden weibliche A- und B-Jugend, A-Mädchen sowie A-Knaben, den 3. Platz belegt die männliche B-Jugend.

Die folgenden Süddeutschen Hallenhockey-Meisterschaften sollen für den weiblichen Hockeynachwuchs des RRK, der mit seinen Hessenmeistern dabei ist, nur Durchgangsstation zur DM-Endrunde sein. Und so kommt es auch. Weibliche A- und B-Jugend holen sich in Stuttgart und Darmstadt den schwarzen Meisterwimpel, die A-Mädchen müssen sich in Limburg hinter dem Mannheimer HC mit der Vizemeisterschaft begnügen. Und auch die A-Knaben des RRK wollen zur DM-Endrunde, erreichen in Bad Kreuznach mit etwas Glück den 3. Platz und haben damit ihr Ziel erreicht.

Süddeutscher Meister 2008 im Hallenhockey der weiblichen A-Jugend, der RRK (hinten: Valerie Rau, Eva-Maria Frank, Charlotte van Bodegom, Lotta Hof; davor: Franziska Eckhard, Ann-Paulin Heist, Victoria zu Dohna, Anna Lippa, Hannah Pehle; vorn: Torfrau Lisa Lahham)

Die A-Mädchen des RRK, hier als Hessenmeister im Hallenhockey 2008, dann noch Süddeutscher Vizemeister (hinten: Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Sophie Ritter, Hannah Schuhmann, Lotte Kanz, Nathalie Krätsch, Co-Trainer Uwe Krätsch; davor: Rebecca Schneider, Anne Schröder, Selina Wagner; vorn: Torfrau Larissa Limmer)

Süddeutscher Meister 2008 im Hallenhockey, die weibliche B-Jugend des RRK (hinten: Christina Schröder, Saskia Behr, Leonie Schell, Petra Ankenbrand, Marilena Krauss, Coach Lisa Jacobi; davor: Marleen Tentscher, Helena Faust, Larissa Freibert, Sophia Schmidtmer, Vanessa Hartlep; vorn: Torfrau Lidia Utz)

Damit haben sich vier RRK-Teams für die Deutschen Hallenhockey-Meisterschaften der Jugend qualifiziert. Obwohl alle drei weiblichen Teams das Zeug zum Titelträger haben, lässt sich der Traum von einem weiteren blauen Meisterwimpel nicht erfüllen. Doch lassen wir Martin Krieger in der "Main-Spitze" berichten:

Die A-Knaben des RRK sind Hessenmeister 2008 im Hallenhockey, erreichen den 3. Platz bei der "Süddeutschen" und fahren zur "Deutschen" (hinten: Hendrik Burmeister, Marc Syväri, Niklas Isselhard, Marius Knoll, Niklas Grimm, Trainer Volker Schädel; vorn: Torwart Frederik Gürtler, Hendrik Jordan, Konstantin Brandt, Tobias Hoff)

Das Zeug zum Titelträger gehabt

Alle drei RRK-Mädchenteams bei Hockey-Endrunden aber ohne Fortune

Der Traum von einem weiteren blauen Meisterwimpel für die "Bootshaus"-Wand hat sich nicht mit Leben füllen lassen. Alle drei weibliche Hockey-Nachwuchsteams des Rüsselsheimer RK hatten bei den DM-Endrunden aber durchaus das Zeug zum Titelträger.

Deshalb gibt es auch keinen Grund zur Unzufriedenheit. Ein dritter Rang (A-Jugend) und zwei vierte Plätze (B-Jugend/A-Mädchen) belegen, dass der RRK in der Breite weiterhin hervorragend aufgestellt ist. Und dass die A-Knaben die Hallensaison als bundesweit sechstbestes Team beendeten, nährt obendrein die Zuversicht, dass auch im männlichen Bereich wieder Talente heranreifen.

Weibliche A-Jugend: Für die mit drei Bundesliga-Stammkräften angetreten Hessen sah es in Neunkirchen lange Zeit gut aus. Trotz der 1:4-Pleite gegen den Düsseldorfer HC wurde der erste Gruppenplatz belegt. Doch dann wendete sich Fortuna im Halbfinale von den Hessinnen ab: Der neue Titelträger Klipper Hamburg siegte im Siebenmeterschießen 3:2. Ein 2:1-Erfolg gegen Vorrunden-Bezwinger Düsseldorf sorgte aber für einen versöhnlichen Abgang.

Weibliche B-Jugend: Auch in Wuppertal lief zunächst alles nach Plan. Zwar tat sich der RRK gegen Eintracht Frankfurt unerwartet schwer (4:3), doch das 3:2 über die Zehlendorfer Wespen sicherte Platz eins. In der Vorschlussrunde fehlte dann analog zu den Älteren ein wenig Glück: Der spätere Meister Berliner HC setzte sich in der Verlängerung 2:0 durch. Der Frust saß darob offenbar tief, denn in der Partie um Bronze ging gegen den Großflottbeker THGC nichts mehr (0:5).

A-Mädchen: Am meisten dürften die jüngsten Mädels in Pinneberg mit dem Schicksal gehadert haben. Schließlich hatte die Auswahl in der makellos gestalteten Vorrunde unter anderem mit Club Raffelberg den kommenden Champion besiegt (2:1). Doch dann wollte ausgerechnet gegen den Süddritten Münchner SC im Halbfinale nichts laufen (0:2). Zu allem Überfluss scheiterte auch noch der Versuch, sich im Spiel um Bronze am Mannheimer HC für die Niederlage im Südfinale zu revanchieren, vom Siebenmeterpunkt ...

A-Knaben: Insgeheim hatte sich Trainer Volker Schädel etwas mehr als Platz sechs erhofft. Dessen Einschätzung indes, Gastgeber HC Ludwigsburg "auf der Schippe zu haben", war falsch. Nach dem 1:3 auf süddeutscher Ebene hieß es nun 0:4. Es folgte ein Mut machendes 3:2 über Hannover 78, doch gegen Uhlenhorst Mülheim kam der Ruder-Klub nach 1:4-Rückstand nur noch auf 3:4 heran. Und obwohl RRK-Keeper Frederik Gürtler später als bester Torwart der Endrunde ausgezeichnet wurde, ging auch die Partie um Platz fünf gegen den Berliner HC 1:4 verloren.

Am Aschermittwoch, dem 6. Februar, lädt der RRK traditionsgemäß zum "Heringsessen", das von Werner Alt sowie seinem bewährten Team mit Ilse und Arno Wild, Ingrid Zimmermann und Rudi Reitz organisiert wird. Heringe aus Krummhörn-Greetsiel mit in halbfester Konsistenz kredenzter Sauce aus Gewürzgurken, Creme-fraiche, Sahne, Äpfeln und gehörig Zwiebeln, dazu "Bauschemer" Pellkartoffeln, bieten auch dem anspruchsvollen Fischfan keinen Grund zu irgendeiner Beanstandung.

28. Februar 2008: Die anstehenden Arbeiten am alten Teil des Bootshauses sind in vollem Gang

29. März 2008: Die Sanierungsarbeiten am alten Bootshausteil sind beendet – das Bootshaus strahlt in neuem Glanz

Von Anfang Februar bis Mitte März werden am alten Teil des Bootshauses Sanierungsarbeiten durchgeführt – das Dach wird neu gedeckt, Schallschutzfenster werden eingebaut, der Putz wird ausgebessert und neu angestrichen, Regenrinnen und Fallrohre werden erneuert und eine Blitzschutzanlage wird installiert. Bei der Sportlerehrung des Kreises Groß-Gerau am 7. März erfahren 62 Hockeysportler des RRK eine Würdigung ihrer sportlichen Leistung im Jahr 2007 durch den Landrat. Oberbürgermeister Stefan Gieltowski zeichnet drei verdienstvolle langjährige Vorstandsmitglieder des RRK mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen aus, den Vorsitzenden Prof. Dr. Dietmar Klausen, den Schatzmeister Wilfried Hoffmann sowie die Schriftführerin des Hauptvereins und Kassenwartin der Ruderabteilung Elke Schumacher. Am 5. April findet der 62. Hessische Rudertag des Hessischen Ruderverbandes im RRK-Bootshaus statt. Grund zur Freude gibt´s für den Ausrichter RRK, erhält doch sein Rudertrainer Udo Hild für 50-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Ruderverband von DRV-Ehrenpräsident Henrik Lotz die Goldene Ehrennadel des DRV überreicht.

Lutz Dörsam, 24. Ehrenmitglied im RRK, mit "RRK-Präsident"

Ende März und Anfang April werden die Jahresversammlungen der Sportabteilungen und des Gesamtklubs abgewickelt. Es beginnt die Tennisgruppe am 27. März, wobei der Jahresbericht 2007 des TA-Vorsitzenden Kurt Maurer und die Festlegung der Termine 2008 Hauptthemen sind. Es folgt die Hauptversammlung der Ruderabteilung am 4. April, bei der neben Jahres- und Kassenbericht die Neuwahl der Ruderleitung ansteht. Hauptproblem ist dabei die Wahl eines Abteilungsleiters, das nicht gelöst werden kann. So übernimmt der Stellv. Abteilungsleiter Martin Kraft kommissarisch bis auf weiteres auch dieses Amt. Weiterhin werden gewählt: Elke Schumacher, Michael Schindler, Georg Gagel, Benjamin Michel, Laura Schmidt, Harald Czerwenski, Lutz Dörsam, Kirsten Pooch und Rudi Reitz. Die Hockeyabteilung blickt bei ihrer Hauptversammlung am 11. April wieder auf ein sportlich sehr erfolgreiches Jahr zurück. Trotz der im Jahr 2007 beschlossenen Beitragserhöhung sind die finanziellen Probleme nicht vom Tisch, obwohl die Lücke zwischen Ausgaben und Einnahmen kleiner geworden ist.

Zum Schluss, am 18. April, treffen sich die Mitglieder zur RRK-Jahreshauptversammlung im Bootshaus. Neben den Berichten des 1. Vorsitzenden, des Schatzmeisters und der Abteilungsleiter nehmen die anstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten sowie die Neuwahlen des Gesamtvorstands großen Raum ein. Höhepunkte des Jubiläumsjahres sollen die Akademische Feier am 26. Juli im "Opel Forum", der Jubiläumsabend im kleinen Innenhof der Festung mit den "MotorCityRollers" und DJ Heiko Heß am 2. August sowie der Musikalische Frühschoppen tags darauf mit Horst Aussenhof und seinen "Hot Four" werden. Bei den Neuwahlen gibt es keine Überraschungen, da die alte "Mannschaft" fast vollständig in ihren Ämtern bestätigt wird. Gewählt werden für die Jahre 2008 und 2009: Prof. Dr. Dietmar Klausen zum 1. Vorsitzenden, Horst Ackermann zum 2. Vorsitzenden, Wilfried Hoffmann zum Schatzmeister, Jochen Zimmermann zum Hausverwalter, Martin Kraft zum Kassierer, Helmut Robl zum Koordinator für Steuern und Beschäftigte, Ursula Alt zur Koordinatorin für Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und Presse, Elke Schumacher zur Schriftführerin sowie Werner Alt, Peter Kraus und Karin Scheelke zu Beisitzern. Eine besondere Ehre wird Lutz Dörsam zu Teil. Er wird von der Versammlung zum 24. Ehrenmitglied im RRK ernannt. Seit 1957 im RRK, wirkte er nach erfolgreicher Ruderzeit elf Jahre als Trainer, zehn Jahre als Jugendleiter, war im Ruderausschuss vertreten und widmet sich seit 18 Jahren der Anfängerausbildung im Rudern.

Die Teilnehmer des RRK-Hockey-Klubturniers am 1. Mai 2008

Bereits anfangs April wird bei den RRK-Damen in der Ersten und bei den RRK-Herren in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga die schon 2007 begonnene Meisterschaftsrunde fortgesetzt. Die Herren trennen 10 Punkte von dem makellosen Spitzenreiter Mannheimer HC, so dass es bei den ausstehenden 10 Spielen ein extremes Wunder wäre, wenn dem RRK der eigentlich angepeilte Wiederaufstieg gelänge. Die Damen haben nach der Winterpause als Rangfünfte 18 Punkte auf dem Konto, liegen damit noch in Reichweite der Play-offs und haben noch sieben Spiele zu bestreiten. Doch RRK-Herren wie auch RRK-Damen können ihre Ziele nicht verwirklichen. Während die Herrenmannschaft sich zunächst näher an den führenden Mannheimer HC schieben kann, dann das Duell mit dem Kontrahenten siegreich beendet und nur noch 4 Zähler hinter dem MHC liegt, entscheidet sich die Aufstiegsfrage quasi im Hessenderby des RRK mit dem alten "Erzrivalen" SC Frankfurt 1880, das der RRK mit 2:4 verliert. Auf und ab geht es bei den Spielen der RRK-Damen, so dass auch ein Kantersieg am letzten Spieltag von 9:0 über die HG Nürnberg nicht ausreicht, um die DM-Endrunde zu erreichen.

Vor und während der Punktrunde passieren natürlich noch andere Dinge im "Hockeylager". Bereits Ende März teilt Nico Jacobi, der Torwart der RRK-Herren, "seinem" RRK mit, dass er zur Feldsaison 2008/09 zum Deutschen Vizemeister und Europacup-Sieger, UHC Hamburg, wechseln wird. Am 1. Mai veranstaltet die Hockeyabteilung zum zweiten Mal ein Hockey-Klubturnier, bei dem jüngere und ältere Hockeyspieler zum Schläger greifen, in gemischten Mannschaften spielen und dabei viel Freude haben. Dann folgt die zweite Hiobsbotschaft, der RRK verliert auch seinen jungen, hoffnungsvollen Stürmer Julian Hofmann-Jeckel an einen Hamburger Verein, an den Club an der Alster.

Die Zweiten Damen des RRK sind Oberliga-Meister im Feldhockey 2007/2008 (hinten: Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Katharina Knodt, Ann-Paulin Heist, Marleen Tentscher, Jennifer Herrlich, Mareike Thomas, Leonie Schell, Valerie Rau, Eva-Marie Golke, Katharina Bak; davor: Lisa Faust, Henrike Stopfkuchen, Franziska Eckhard, Irena Japec, Anja Meisner, Nadin Özkol, Lotta Hof, Linn Tremmel; vorn: Susanne Drexler)

Die Zweiten Herren des RRK sind, bereits einen Spieltag vor Saisonende, Hessischer Oberliga-Meister 2008 und steigen in die 2. Regionalliga auf (hinten: Kai Nissen, Konstantin Foohs, Jonas Hof, Philipp Tangerding, Nico Lange, Holger Gerlach, Sebastian Körber, Tim Schmuck, Stefan Braner, Trainer Kai Stieglitz; vorn: Tristan Lange, Jan Stulken, Alexander Knoll, Andreas Späck, Lukas Eckhard, Simon Schmidt-Hentwig, Gregor Theis)

In den beiden Oberligen Hessen, wo die Zweiten Damen und auch die Zweiten Herren des RRK auf dem Feld spielen, kann die Damenmannschaft die Meisterschaft erringen, darf jedoch nicht in die nächsthöhere Klasse aufsteigen. Die Herrenmannschaft sieht dies offensichtlich als Ansporn, sichert sich bereits einen Spieltag vor Saisonende ebenfalls die Oberliga-Meisterschaft und spielt in der nächsten Feldsaison in der Zweiten Regionalliga.

Der kleine Kader der RRK-Ruderer hat sich unter Trainer Udo Hild im Winter für die Regattasaison 2008 fit gemacht. Zu den aktiven Rennruderern gehören Laura Schmidt, Benjamin Michel, Hans-Peter Wagner, Cihan Aydin, Christian Kunkel und der Trainer selbst, Udo Hild. Bereits Mitte April testet der Trainer die Frühform seiner Ruderer in 12 Rennen auf der Regatta in Mannheim, doch nur "Benny" Michel kann einen Sieg in einem Rgm.-Vierer holen. Dann startet Udo Hild erfolgreich bei der Langstreckenregatta in Frankfurt ebenfalls in einem Rgm.-Vierer.

RRK-Achter "Mir friehjer" beim Anrudern am 3. Mai 2008 mit dem Stadtoberhaupt von Rüsselsheim, Oberbürgermeister Stefan Gieltowski, und auch dem kompletten RRK-Vorstand im Boot (Stm. Rudolf Müller, Wilfried Hoffmann, Dr. Dietmar Klausen, Horst Ackermann, Stefan Gieltowski, Rudi Reitz, Werner Alt, Dieter Lang, Wolfgang Freimuth)

Am 3. Mai findet im Rahmen des Mainfestes der Stadt Rüsselsheim das traditionelle Anrudern des RRK, verbunden mit gleichzeitigem Ankleppern der RRK-Tennisgruppe, auf dem Main und vor dem RRK-Bootshaus statt. Bei einer Bootsauffahrt, die gemeinsam mit den Ruderfreunden vom Flörsheimer RV durchgeführt wird, sind vom RRK drei Achter, ein Doppelfünfer, ein Doppelvierer, ein Riemenvierer und ein Doppelzweier sowie vom FRV ein Doppelfünfer und ein Doppelvierer auf dem Wasser. In einem der drei Achter beim RRK rudert das Stadtoberhaupt von Rüsselsheim, OB Stefan Gieltowski, – im Doppelfünfer des FRV sitzt der Chef des Main-Taunus-Kreises, Landrat Berthold Gall. Nach kurzen Reden des RRK-Ruder-Abteilungsleiters Martin Kraft, von OB Stefan Gieltowski, des RRK-Vizepräsidenten Horst Ackermann mit Verleihung der Silbernen Ehrennadel des Hessischen Ruderverbandes an Werner Alt, des Landrats Berthold Gall, des FRV-Vorsitzenden Norbert Herzog und des RRK-Präsidenten Prof. Dr. Dietmar Klausen wird von Sigrid Schäfer ein Gig-Doppelzweier auf den Namen "Zu Zweit Sigrid und Maggi" getauft. Das Boot erinnert an den Lebensgefährten von Sigrid Schäfer, den vor zwei Jahren verstorbenen, begeisterten Ruderer Dr. Wolfgang Mack, und wird durch private Spenden und die öffentliche Hand finanziert. Anschließend können die zahlreichen Ruderfreunde sich bei Gegrilltem, Salaten, Kuchen und diversen Getränken sowie bei schönstem Frühlingswetter von dem durch die "Main-Spitze" verpflichteten "Trio Nardis" berieseln lassen.

Schon einen Tag später starten die RRK-Ruderer bei der Offenbacher Regatta, allerdings ohne einen Sieg herausfahren zu können. Es folgen die Gießener Pfingstregatta mit drei Masterssiegen für Udo Hild im Rgm.-Vierer, zwei Masterssiegen für Hans-Peter Wagner im Einer und einem Sieg von Benjamin Michel im Ersten Einer. Weiter drei Siege errudert Udo Hild im Bamberg, dazu kommt erneut ein Sieg von Benjamin Michel im Ersten Einer und ein Sieg des Nachwuchsskullers Christian Kunkel im Rgm.-Doppelzweier mit dem Flörsheimer RV. Zwei Mal als Erster über die Ziellinie rudert Benjamin Michel in Heidelberg im Einer, bevor Udo Hild am letzten Mai-Wochenende in Werder an der Havel beim DRV-Masters-Championat startet und bei vier Starts vier Rgm.-Siege für den RRK, zwei Vierer-ohne und zwei Achter, holt. Vor der Sommerpause folgen noch die Kurzstrecken-Regatta in Offenbach-Bürgel (zwei Siege für Christian Kunkel, ein Sieg für Benjamin Michel) und die "German Masters Open" auf dem Baldeneysee, wo Udo Hild bei drei Start drei Mal siegt.

Sigrid Schäfer tauft beim RRK-Anrudern am 3. Mai 2008 eine Gig-Zweier auf den Namen "Zu Zweit Sigrid und Maggi"

Vierzehntägige Ausstellung "100 Jahre RRK" im Juli 2008 in der Zweigstelle der Kreissparkasse am Europaplatz

Zwischenzeitlich sind die Ruderfreunde von RaB und RRK ab Fronleichnam bei ihrer jährlichen Ruder-Wanderfahrt auf dem Main von Aschaffenburg nach Rüsselsheim unterwegs, es ist die 36. gemeinsame Wanderfahrt, organisiert von den RRKlern Rudi Reitz, Wolfgang Gummersbach und Werner Alt. Man rudert insgesamt 79 km, zunächst von Aschaffenburg nach Hanau, dann nach Frankfurt, wo man abends den Essenern beim "Wagner" das "Ebbelwoidrinke" beibringt, und am letzten Tag gemeinsam mit zwei Damenvierern des RRK und einem Fünfer des Flörsheimer RV nach Rüsselsheim, wo im Bootshaus gemeinsam der Abschluss gefeiert wird.

Auch ein RRK-Golfmasters mit zwei Turnieren findet wie schon in den beiden Vorjahren im Jubiläumsjahr statt. Das erste Turnier am 26. Mai vereint 19 golfspielende RRKler bei einer 18-Loch-Runde auf dem Meisterschaftsplatz "Nessie" im Golfpark Bachgrund. Sieger der Bruttowertung wird Fritz Schmidt, in der Nettowertung bis Hcp 28,0 siegt Werner Schmidt vor Walter Leichtweiß und Silvia Schmidt und ab Hcp 28,1 Manfred Liebig vor Ellen Weidmann und Helmut Robl. Wird Manfred "Polo" Liebig, der achtfache deutsche Hockeymeister, den schon zwei Mal gewonnenen Wanderpreis auch 2008 gewinnen?

Zu den Besonderheiten im 100. Gründungsjahr des RRK gehört die vierzehntägige Ausstellung "100 Jahre RRK", die Klub-Chef Professor Dr. Dietmar Klausen Mitte Juli in der Schalterhalle der Kreissparkasse am Europaplatz eröffnet. Die gezeigten Gegenstände können ohne Übertreibung als sportgeschichtliche Kostbarkeiten bezeichnet werden, zusammengestellt von den RRKlern Rudolf Müller, Wolfgang Vorfalt und Georg Gagel. Dabei ist es, so sagt der Professor bei der Eröffnung, außerordentlich schwierig gewesen, an die Ausstellungsgegenstände heranzukommen, "denn das Material war verstreut, es war daher eine Riesenarbeit".

Die gesamte Crew von RaB und RRK in "RRK-Jubiläumsshirts" beim Start am Fronleichnamstag in Aschaffenburg zur Ruder-Wanderfahrt nach Rüsselsheim (hinten: Wilfried Hoffmann, Wolfgang Freimuth, Werner Alt, Gerhard Ketter, Dr. Bernd Grafflage, Dieter Lang, Wolfgang Gummersbach, Uwe Hurlin, Gerd Hesse, Ragnar Otto, Jürgen Kleine, Jochen Wichelhaus, Werner König, Georg Gagel, Dr. Claus Holzapfel, Karl Heinz Ampütte; vorn: Jochen Rudloff, Dr. Dietmar Klausen, Klaus Schellbach, Rudi Reitz, Detlev Welters)

Die Teilnehmer des 1. Turniers beim "RRK-Golfmasters 2008" (stehend: Manfred Diehl, Wolfgang Freimuth, Ellen Weidmann, Helmut Robl, Thomas Blivier, Werner Schmidt, Ursula Alt, Werner Alt, Walter Leichtweiß, Heidi Seifert, Rainer Seifert, Fritz Schmidt, Karl-Heinz Wagner, Thomas Susenburger, Wilfried Hoffmann; knieend: Silvia Schmidt, Annette Susenburger, Manfred Liebig, Joachim Heydweiller)

Die Hauptereignisse des Jubiläumsjahres rücken immer näher, die Akademische Feier im "Opel Forum", der Jubiläumsabend mit den "MotorCityRollers" und DJ Heiko Heß in der Rüsselsheimer Festung sowie der sich anschließende Frühschoppen mit Horst Aussenhof und den "Hot Four" ebenfalls in der Festung. Die Vorbereitungen im Jubiläumsausschuss laufen auf Hochtouren. Auch das Festbuch "100 Jahre RRK", das zur Akademischen Feier vorgestellt werden soll, liegt "in den vorletzten Zügen" und fordert den RRK-Vorsitzenden, den "Macher", enorm, zeitlich wie auch geistig.

 

Der Gesamtvorstand des RRK mit den beiden Kassenprüfern im Jubiläumsjahr 2008 (hinten: 2. Vorsitzender Horst Ackermann, Tennisausschuss-Vorsitzender Kurt Maurer, Hausverwalter Jochen Zimmermann, Ruder-Abteilungsleiter (komm.) Martin Kraft, Schatzmeister Wilfried Hoffmann, Kassenprüfer Gerhard Ketter, Kassenprüfer Ludwig Kraft, Beisitzer Werner Alt; vorn: Beisitzer Peter Kraus, Schriftführerin Elke Schumacher, Beisitzerin Karin Scheelke, Koordinatorin für Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und Presse Ursula Alt, 1. Vorsitzender Prof. Dr. Dietmar Klausen; es fehlen: Hockey-Abteilungsleiter Martin Müller, Koordinator für Steuern und Beschäftigte Helmut Robl)

 

Hockey-Abteilungsleiter
Martin Müller

Koordinator für Steuern
 und Beschäftigte
Helmut Robl

Eine Woche vor der Akademischen Feier veranstaltet der RRK unter der Leitung von Rolf Lange (Hockey), Martin Kraft (Rudern) und Rainer Seifert (Tennis) einen vereinsinternen Triathlon mit den Sportarten Rudern, Tennis und Hockey. Da es mehr um den Spaß und das Kennenlernen geht als um den Sieg, macht die Sache den 25 Teilnehmern (5 Mannschaften) sowie auch den nicht ganz wenigen Zuschauern enormen Spaß. Zunächst müssen die Mannschaften im Doppelvierer-mit auf Zeit 500 Meter rudern, dann folgt Tennis – Rundlauf und "Eimertreffen" – und am Schluss spielen die 5 Mannschaften jeder gegen jeden 10 Minuten Kleinfeld-Hockey. Insbesondere in den fremden Sportarten werden die Teilnehmer enorm gefordert, so dass bei der folgenden Greyhound-Fete ausgelassen gefeiert wird. Die Hockeyer feiern, nicht ertrunken zu sein, die Ruderer sind froh, noch unversehrte Schienbeine zu haben, und die Tennisspieler freuen sich über beides.

   Rudern

     

Die Teilnehmer des RRK-Triathlons 2008, links im sportlichen Wettstreit und oben nach "getaner Arbeit" (hinten: Kurt Maurer, Harald Czerwenski, Andreas Späck, Stefan Braner, Björn Fuchs, Ursula Alt, Doro Kattin, Melanie Berger, Phil Bosche, Winfried Bosche, Annette Susenburger, Alfred Segner, Oliver Domke, Daniela Grahl, Wilfried Schwanke; vorn: Thomas Voigt, Mirco Fuchs, Claudia Schlicht, Ralf-Peter Rausch, Karin Scheelke, Thomas Susenburger, Martin Kraft, Manuel Gierth, Benjamin Michel)

   Tennis

   Hockey

Dann ist es soweit! Das Hauptereignis des Jubiläumsjahres, die Akademische Feier führt am 26. Juli 2008, einhundert Jahre und einen Tag nach der Gründung des Rudervereins Rüsselsheim am 25. Juli 1908, mehr al 150 Personen ins "Opel Forum". Mitglieder, Freunde, Verbandsobere und Politprominenz blicken gemeinsam auf "100 Jahre RRK" zurück und auch in eine ungewisse Zukunft. Das A-capella-Ensemble "Weird Voices" lockert zwischen den Redebeiträgen auf und erfreut. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Dietmar Klausen folgt "Der RRK im Wirbel der Zeiten" – Hans Wilhelm Gäb, Spitzensportler und Manager in der Industrie und im Sport, überzeugt in seinem Festvortrag mit zeitgeschichtlicher Revue durch Lokal- und Weltgeschichte bei besonderem Fokus auf die Entwicklung von Sport, Politik und Wirtschaft. Mit langanhaltendem Beifall dankt ihm ein begeistertes Auditorium. Grußworte und Ehrungen folgen – Oberbürgermeister, Landrat, Verbands- und Vereinsvertreter ergreifen das Wort – der RRK ist in aller Augen ein bekannter und erfolgreicher Verein, ein "Aushängeschild". Der RRK erhält die Silberne Plakette des Hessischen Ministerpräsidenten, er erhält die Jubiläums-Verbandsflagge mit Goldrand des DRV, 1. Vorsitzender Prof. Dr. Dietmar Klausen und Hockey-Abteilungsleiter Martin Müller werden mit der LSBH-Verdienstnadel in Gold ausgezeichnet. Nach drei Stunden ist die Zeremonie beendet, eine gelungene und meist kurzweilige Veranstaltung, doch es reicht, denn seit mehr als einer Stunde wartet bei tropischen Temperaturen ein Büfett auf die Gäste. Auch das leibliche Wohl will befriedigt werden! Und das Festbuch "100 Jahre RRK", das wie geplant fertiggestellt werden konnte, soll präsentiert und verkauft werden.

Das Auditorium der Akademischen Feier bei der Begrüßungsrede des RRK-Vorsitzenden

Hans Wilhelm Gäb hält bei der Akademischen Feier die Festrede: "Der RRK im Wirbel der Zeiten"

Nun geht es Schlag auf Schlag. Die "MotorCityRollers" und DJ Heiko Heß unterhalten beim Jubiläumsabend in der Festung am 2. August 2008 Jung und Alt, insbesondere aber Jung, mit ihrer Musik. Während die Jugend rockt, lassen sich die Älteren im Innenhof der Festung vom Festungsgastronom bewirten. Schon am nächsten Morgen kommen die Älteren mehr auf ihre Kosten. Beim Musikalischen Frühschoppen in der Festung bietet Horst Aussenhof mit seinen "Hot Four" gediegenen Jazz und Swing. Es ist ein wundervoller Morgen mit tollem Wetter, einer tollen Band mit toller Musik, tollem Service und tollen Gästen – was will man mehr?

„The MotorcityRollers“ um Rainer Friedrich und Lee Tylor beim RRK-Jubiläumsabend in der Festung

Horst Außenhof mit seinen "Hot Four" beim Musikalischen Frühschoppen des RRK in der Festung

Am 9. und 10. August 2008 wird auf den Hockeyplätzen am Sommerdamm der dritte "Kurt Becker Cup" für weibliche und männliche B-Jugend ausgetragen. Während die männliche B-Jugend des RRK auf dem dritten Platz landet, Sieger ETUF Essen, geht der Cup mit einem 3:0-Finalsieg der weiblichen B-Jugend des RRK gegen den HC Essen für den Hockeynachwuchs zu Ende. Zum ersten Mal wird auch auf dem zweiten Kunstrasenplatz gespielt, der immer ein Traum des Cup-Namensgebers war.

Dann am 15. August startet starten die beiden Jubiläumsvereine, der Flörsheimer RV und der RRK, die Band "Just for funk" und die "Nautilus" der Primus-Linie zu einer gemeinsamen "Riverboat-Shuffle". Die Skyline von Frankfurt bei Nacht vom Main aus beeindruckt alle. Gegen Mitternacht ist man nach einem schönen gemeinsamen Abend "in einem Boot" wieder an Land.

Ebenfalls im Boot, aber in mehreren Ruderbooten, sind Ende August die Ruderdamen des RRK mit männlicher Begleitung drei Tage auf dem Neckar unterwegs. Die Damen-Ruderwanderfahrt beginnt in Bad Wimpfen und endet in Heidelberg, dazwischen liegen 80 Flusskilometer, die von sechs Damen und vier Herren angegangen und auch gerudert werden.

Ruderinnen mit Steuermann unter RRK-Flagge unterwegs auf dem Neckar: Werner Alt, Kirsten Pooch, Silvia Reitz, Ursula Alt und Sigrid Schäfer

Damen-Ruderwanderfahrt auf dem Neckar mit Christine Brossier, Kirsten Pooch, Silvia Reitz, Oliver Pooch, Kiyomi Mitschke, Wolfgang Gummersbach, Ursula Alt, Rudi Reitz, Sigrid Schäfer und Werner Alt

Ein am Sommerdamm für Damen und Herren geplantes Jubiläums-Hockeyturnier am 30. und 31. August muss leider wegen mangelnder Damenteilnahme auf Herren beschränkt werden. Bei sehr heißen Temperaturen sehen wenige Zuschauer am Sommerdamm torreiche Spiele. Fünf Hockeyteams stellen zwei Wochen vor Rundenbeginn ihr Können unter Beweis – ein kräftezehrendes Turnier, das der RRK mit zwei Siegen und zwei Unentschieden beendet.

Die neue Feldhockey-Saison 2008/09 beginnt für die RRK-Damen in der Ersten und die RRK-Herren in der Zweiten Bundesliga Mitte September. RRK-Damentrainer Benedikt Schmidt Busse erläutert seine Ziele: "Beim Traditionsverein RRK wird die Messlatte ja immer sehr hoch gelegt, das Erreichen der "Play-Offs" ist sozusagen Standard. Natürlich möchte ich auch gerne zur DM-Endrunde fahren, doch meiner Meinung nach ist das Zehnerfeld leistungsmäßig noch enger zusammengerückt. Beispielsweise ist Klipper Hamburg ein sehr starker Aufsteiger. Mein Etappenziel ist es, bis zur Winterpause eine Position in der oberen Tabellenhälfte einzunehmen, so dass im Frühjahr die Option auf das Erreichen der DM-Vorschlussrunde noch besteht." Bei den RRK-Herren sieht es etwas anders aus. Aller guten Dinge sollen ja bekanntlich drei sein. Genau deshalb möchten die RRK-Herren nach zwei vergeblichen Anläufen endlich die Niederungen der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, in Richtung Erste Bundesliga verlassen. RRK-Herrentrainer Kai Stieglitz ist sehr optimistisch: "Die Mannschaft ist hochmotiviert, hat zumindest phasenweise in der Vorbereitung ihre Spielstärke angedeutet und zudem im abschließenden Test gezeigt, dass sie auch gegen schwächere Kontrahenten Vollgas gibt und die Torchancen ausnutzt."

Erste RRK-Herren – Feldsaison 2008/2009 – 2. Bundesliga (hinten: Frank Trautmann, Christian Domke, Sven Wohlfahrt, Tobias Wuttke, Thomas Jost, Justus Kölln, Andreas Späck, Jan Petersen, Jonathan Faust, Marcel Nold, Trainer Kai Stieglitz; vorn: Jonas Hof, Nico Lange, Moritz Frank, Lorenz Klee, Christian Minar, Christian Schmolke, Mirco Fuchs, Christian Kösling, Simon Schmidt-Hentwig, Felix Seitz; es fehlen: Oliver Domke, Falk May, Timo Lehner, "Physio" Diana Czerwonka, Betreuer Torben Stalmach, Robert Heyer)

Erste RRK-Damen – Feldsaison 2008/2009 – 1. Bundesliga (hinten: Cora Eilhardt, Meike Acht, Eva Frank, Lisa Faust, Marleen Tentscher, Lena Jacobi; davor: Betreuer Thomas Blivier, Petra Ankenbrand, Maren Pfefferkorn, Lena Schüder, Vera Battenberg, Irene Balek, Pia Schulze-Schwienhorst, Betreuerin Anja Tillmann; vorn: Silke Müller, Helena Faust, Irena Japec, Lotta Hof, Charlotte van Bodegom, Hannah Pehle; liegend: Sonja Thüner, Lisa Lahham; es fehlen: Franziska Eckhard, Julia Hahn, "Physio" Hanne Zöller, Betreuerin Konstanze Wortmann, Ela Tarlan, Trainer Benedikt Schmidt-Busse)

Die RRK-Damenmannschaft, in der als Neuzugang die Defensivspezialistin Cora Eilhardt und die "Knipserin" Pia Schulze-Schwienhorst auftauchen, startet optimal in die Punktrunde, liegt nach drei Spieltagen an der Tabellenspitze, muss sich dann jedoch vom "Platz an der Sonne" verabschieden und fällt auf den 5. Platz zurück. Doch mit zwei Heimsiegen kehrt man in die Erfolgsspur zurück und beendet die Hinrunde vor der Hallensaison nach 9 Spielen mit 16 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz.

Die Teams des Herausforderers RRK (im roten Trikot) und des Pokalverteidigers Uhlenhorst Mülheim (im weißen Trikot bzw. in grüner Jacke) beim Löwenpokal-Spiel am 18. Oktober 2008 im Mülheimer Waldstadion (hinten: Alfred Segner, Ernst Hünerfeld, Harald Eisenacher, Jürgen Kaul, Ralf-Peter Rausch, Joachim Heydweiller, Martin Müller (alle RRK), Wolfgang Bruckmann, Henry Gesche, Carsten Hellwig (alle Mülheim), Martin Krieger (RRK), Thomas Brinkmann, Burghard Laumann, Martin Siebrecht, Dirk Brinkmann, Jens Lüninghöner, Gerd Bachmann (alle Mülheim); vorn: Glenn Eifert, Karl-Heinz Windgaß, Volker Schädel, Klaus Eberts, Thomas Susenburger (alle RRK), Hanns-Peter Windfeder, Hans-Ulrich Oeckinghaus (alle Mülheim), Manfred Liebig (RRK), Andreas Schönfeld, Hartmut Knüppel, Werner Frantzen, Carsten Fischer (alle Mülheim), Wilfried "Willi" Schwanke (RRK))

Hockey-Freilufttitel 2008: Die A-Mädchen des RRK sind Hessenmeister mit (hinten) Ricarda Wein (verletzt), Betreuerin Sabine Wilfer, Isabel Machel, Antonia Wilfer, Lena Mischlich, Anne Schröder, Hannah Schuhmann, Sonja Petrovic, Isabel Bauer, Camilla Schön, Trainerin Lisa Jacobi, (davor) Mara Bentscheck, Franziska Ruhland, Celina Hocks, Viola Becker, Talea Meierhöfer, Janine Huver, Emma Kanz und (vorn) Torfrau Larissa Limmer

Die männliche B-Jugend des RRK in der Feldsaison 2008, Hessischer Vizemeister (hinten: Trainer Andreas Späck, Marius Wassermeyer, Hendrik Burmeister, Niklas Isselhard, Marius Knoll, Yannic Ambach, Jan Sachtleben, Trainer Moritz Seitz; davor: Sven Schlicht, Tobias Hoff, Hendrik Jordan, Niklas Grimm, Konstantin Brandt, Marc Syväri, Christopher Nordkamp, Tim Riedl; vorn: Frederik Gürtler)

Die B-Mädchen des RRK sind Hessenmeister 2008 im Feldhockey (stehend: Co-Trainerin Lotta Hof, die drei Fans Lara Kaltbeitzel, Nathalie Edler und Kim-Marie Treutner, Maike Volk, Mara Teodoro, Emily Schneider, Carina Wolf, Fabienne Werner, Viola Becker, Teresa Hoff, Mara Bentscheck, Trainerin Lisa Jacobi; kniend: Celina Hocks, Julia Jost, Michelle May, Jule Kattin, Lisa Müller, Selina Windgaß; liegend: Torfrau Lena Kraus, Torfrau Lisa Viebrantz)

 

Kai Stieglitz kann bei den RRK-Herren auf einen 28-köpfigen Kader für 1. und 2. Mannschaft zugreifen, in dem Torhüter Andreas Späck gesetzt sein dürfte, da Nico Jacobi wie Julian Hofmann-Jeckel nach Hamburg gewechselt ist. Rückkehrer Christian Kösling sowie die Neuzugänge Tobias Wuttke und Robert Heyer ergänzen den Kader. "Wir wollen in den sieben Hinrunden-Begegnungen eine maximale Ausbeute erzielen", setzt der RRK-Coach die Messlatte sehr hoch. Zwei Siegen folgt eine Niederlage, dann wieder zwei Siege, eine Niederlage, ein Sieg, vor der Hallenpause liegt der RRK nach sieben Spielen mit 14 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz, nicht komfortabel, aber auch nicht aussichtslos im Hinblick auf das vorgegebene Ziel: Aufstieg!

Die Zweiten Herren in der Zweiten Regionalliga Süd liegen zur Halbzeit auf dem 4. Platz, die Zweiten Damen belegen in der Oberliga Hessen nach 4 Spielen den 1. Platz. Am Samstag, 18. Oktober, steigt auf der Anlage des HTC Uhlenhorst Mülheim die 95. Auflage des "Löwenpokals". Titelverteidiger Mülheim stellt sich dem RRK. Im Löwenpokal muss die Mannschaft auf ein Gesamtalter von mindestens 500 Jahren kommen, die Spieler müssen alle in einem Verein der jeweiligen Stadt Mitglied sein, der jüngste Spieler darf nicht jünger als 40 Jahre alt sein. Die intensivste Vorbereitung seit vielen Jahren und eine Testspielserie in der Endphase helfen dem RRK nicht, die Hockey-Senioren des RRK scheitern auch beim zweiten Anlauf, den Löwenpokal, die inoffizielle deutsche Meisterschaft, an den Untermain zu holen. Hieß es vor 14 Jahren 4:2, setzt sich der 15-malige deutsche Feldmeister und neunfache Europapokalsieger HTC Uhlenhorst Mülheim diesmal 3:1 (2:1) durch.

Erfolgreicher in der Feldrunde 2008 sind die Jugendmannschaften des RRK. In der Hessenmeisterschaft holen sich alle vier weiblichen Mannschaften den Titel, männliche B-Jugend und B-Knaben werden Vizemeister. An der Zwischenrunde zur Deutschen Feldhockey-Meisterschaft nehmen für den RRK die weibliche und männliche B-Jugend sowie die A-Mädchen teil, doch nur die weibliche B-Jugend kann sich für die Endrunde in Mannheim qualifizieren. Der RRK mit Trainerin Lisa Jacobi und Co-Trainer Uwe Krätsch, den Betreuerinnen Daniela Hartlep und Iris Willems sowie "Physio" Katja Schröder fährt mit folgenden 17 Spielerinnen nach Mannheim: Lidia Utz, Isabelle Gerz, Anne Schröder, Maike Cartsburg, Nathalie Krätsch, Christina Schröder, Marilena Krauss, Lotte Kanz, Larissa Freibert, Vanessa Hartlep, Louisa Willems, Sophia Schmidtmer, Alana Klettenheimer, Sophie Ritter, Rebecca Schneider, Janine Huver und Hanna Schuhmann. Da nur 16 Spielerinnen eingesetzt werden können, pausiert Isabelle Gerz am Samstag im Halbfinale gegen TuS Lichterfelde und Janine Huver am Sonntag im Finale gegen den Großflottbeker THGC. Im Halbfinale schlägt der RRK zunächst verdient TuS Lichterfelde mit 4:1 und trifft im Finale der Deutschen Feldhockey-Meisterschaft auf den Großflottbeker THGC. Die "Main-Spitze" berichtet:

Zwei Zeitstrafen und ein aberkanntes Tor

RRK-Mädels im DM-Endspiel glücklos

Der zweite blaue Meisterwimpel nach 2003 hätte der weiblichen B-Jugend des Rüsselsheimer RK gut zu Gesicht gestanden. Ein alles andere als wohlgesonnener Schiedsrichter, eine zu geringe Chancenausbeute und schlicht fehlendes Glück führten in Mannheim dazu, dass am Ende der Großflottbeker THGC jubelte.  

Die weibliche B-Jugend des RRK beim entscheidenden Siebenmeterschießen um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft 2008 gegen den Großflottbeker THGC (Anne Schröder, Nathalie Krätsch, Louisa Willems, Christina Schröder, Janine Huver, Rebecca Schneider, Sophia Schmidtmer, Lotte Kanz, Maike Cartsburg, Vanessa Hartlep, Alana Klettenheimer, Hannah Schhmann, Larissa Freibert, Sophie Ritter, Torfrau Isabelle Gerz; Torfrau Lidia Utz steht gerade im Tor, Marilena Krauss fehlt)

Auch drei Tage nach der finalen 2:3 (1:1/1:0)-Niederlage im Siebenmeterschießen hat Lisa Jacobi spürbar Mühe, ihre Gefühle zu kontrollieren. "Natürlich müssen wir uns an die eigene Nase fassen, weil wir unsere Chancen hätten besser nutzen müssen. Und selbstverständlich kann man mit einer Vizemeisterschaft zufrieden sein. Wir haben eine klasse Endrunde gespielt und waren individuell sicher die Stärksten", sagt die RRK- und Jugend-Bundestrainerin. "Aber", hebt Jacobi an, "der eine Schiedsrichter hat schon eine ganz tragische Rolle gespielt."

Die frühe 1:0-Führung von Nathalie Krätsch (8.) hatte auch im zweiten Durchgang Gültigkeit, weil der RRK sicher stand und Torhüterin Lydia Utz gut drauf war. "Völlig unberechtigt", so Jacobi, sei dann ein Einsatz von Nationalspielerin Marilena Krauss mit einer zehnminütigen Zeitstrafe geahndet worden, der eine weitere Gelbe Karte gegen die Bank (Jacobi: "Ich hab' das erste Mal was gesagt.") folgte. In doppelter Unterzahl geriet der RRK stark unter Druck, bekam aber trotzdem eine Strafecke zugesprochen. Diese landete nach feiner Variante am Torbrett, wurde aber von besagtem Unparteiischen "für alle Anwesenden unverständlich aberkannt".

Resultat – 14 Minuten vor Schluss glichen die Hamburgerinnen aus und waren nach torloser Verlängerung im Siebenmeterschießen einen Tick besser. Utz parierte zwar dreimal, doch bei den kräftemäßig strapazierteren Hessinnen traf nur Louisa Willems. Dass Letztgenannte zur besten Abwehrspielerin, Utz zur besten Torhüterin und Krauss zur besten Stürmerin der Endrunde gewählt wurden, war kein wirklicher Trost. Und auch über den famosen 4:1-Sieg im Halbfinale gegen TuS Lichterfelde, nach Toren von Krauss und Maike Cartsburg (je 2) konnte sich kaum noch jemand richtig freuen.

Die drei Erstplatzierten der Deutschen Sprintmeisterschaft im Doppelzweier 2008: Silber für die RG Speyer mit Christopher Scholze und Peter Faber, Gold für den Wilhelmshavener RC von 1909 mit Florian Maaß und Darg Ingber sowie Bronze für den Flörsheimer RV 08 mit Jörg Herzog und Martin Kraft

Schon Ende August beginnen für die Ruderer des RRK die Herbstregatten. Nach den Kurzstrecken-Regatten in Mühlheim (5 Siege), Großauheim (3 Siege), Limburg und Schierstein für "jung und alt" folgen für Mastersruderer Udo Hild noch Villach, Starnberg und Würzburg mit insgesamt 4 Siegen. Benjamin Michel startet noch bei den Hessischen Rudermeisterschaften auf dem Werratalsee in Eschwege und wird im Senior-Einer Hessischer Vizemeister. Insgesamt beendet die Ruderabteilung des RRK die Regattasaison mit 36 Siegen. Am erfolgreichsten ist Trainer und Mastersruderer Udo Hild mit 18 Siegen gefolgt von Senior Benjamin Michel mit 10 und Junior Christian Kunkel mit 4 Siegen. RRK-Vorstandsmitglied (Kassierer und komm. Ruder-Abteilungsleiter) Martin Kraft startet im Oktober wie schon in den Vorjahren mit seinem Flörsheimer Ruderkameraden Jörg Herzog für den Flörsheimer RV bei den Deutschen Sprintmeisterschaften im Doppelzweier und kann nach 2006 und 2007 auch 2008 Bronze gewinnen.

Bereits vor den letzten Regatten veranstaltet der Flörsheimer RV anlässlich seines Jubiläums am 28. September gemeinsam mit dem RRK in Flörsheim sein Abrudern. Höhepunkte der Veranstaltung sind eine Drachenboot-Regatta mit 24 teilnehmenden Mannschaften sowie ein Achterrennen zwischen den Aktiven des FRV und des RRK, das der FRV äußerst knapp für sich entscheiden kann.

Der Sieger des "RRK-Golfmasters 2008", Werner Schmidt

Einen Tag später, am 29. September, treffen sich 18 RRKler zum 2. Turnier des "RRK-Golfmasters 2008" im Golfpark Bachgrund, auf einem recht schwierigen aber auch sehr schönen Golfplatz. Pünktlich um 13 Uhr geht der erste Dreier-Flight auf die 18-Loch-Runde des Platzes "Nessie", anschließend im 10-Minuten-Abstand weitere fünf Dreier-Flights. Etwa gegen 19 Uhr sind alle Flights nach einem gegenüber den Vortagen etwas kühlen, jedoch zum Glück trockenen Golfnachmittag im Klubhaus des Golfparks Bachgrund eingetroffen, wo ein bestelltes Essen auf die hungrigen Golfer wartet. Sieger der Bruttowertung wird Fritz Schmidt, in der Nettowertung bis Hcp 24,6 siegt Silvia Schmidt vor Werner Schmidt und Karl-Heinz Wagner und ab Hcp 24,7 Wolfgang Knoll vor Thomas Susenburger und Manfred Liebig. Außerdem werden in der Nettowertung die ersten drei der Gesamtwertung aus beiden Turnieren geehrt, der erste Werner Schmidt als "RRK-Golfmasters-Sieger 2008" erhält den 2006 gestifteten Wanderpreis. Er siegt mit 77 Punkten vor seiner Ehefrau Silvia Schmidt und Manfred Liebig, beide 74 Punkte. Der finanzielle Überschuss aus der Golf-Turnierrunde wird wie schon 2006 und 2007 dem RRK-Spendenkonto "Zweiter Kunstrasen" zugeführt.

Bei der Meisterschaftsfeier des RRK am 7. November 2008 werden nicht nur mehr als ein Dutzend Mannschaften sowie zwei Einzelpersonen, der Ruderer Udo Hild für Siege beim DRV-Masters-Championat und der Hockeyspieler Martin Müller für Bronzemedaillen bei der Senioren-EM und -WM geehrt, auch der RRK bekommt eine Auszeichnung. Zum 100. Jubiläum und als Anerkennung für die erfolgreiche Arbeit gibt es die Sportplakette des Bundespräsidenten. Landrat Enno Siehr ist der Überbringer der frohen Botschaft und hohen Auszeichnung: "Die Jugend ist die Basis des erfolgreichsten Vereins im Kreis Groß-Gerau!"

Einige Tage später, am 15. November, findet im festlich geschmückten Saal des RRK-Bootshauses die Jubilarenehrung 2008 statt. Der RRK-Vorstand, d.h. der 1. Vorsitzende Prof. Dr. Dietmar Klausen, hat langjährige RRK-Mitglieder mit ihren Partnern eingeladen, um sie zu ehren sowie auch um Dank und Anerkennung für vielfältiges Engagement und langjährige Treue auszusprechen. Die RRK-Ehrennadel in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft erhalten Harald Blum, Martin Kröner, Ruth Kröner, Uwe Hurlin, Maximilian Otto, Martin Ruf und Brigitte Treber. Auf 40-jährige Mitgliedschaft im RRK können Reinhard Kober, Rolf Dauber, Klaus-Ulrich Kraft, Jürgen Neumann, Kurt Hofferberth, Jürgen Knoll, Heinz Nold und Alfred Segner zurückblicken. 50 Jahre Mitglied im RRK sind Ursula Alt, Claus Birkicht und Helmut Robl. Im Auftrag des DRV erhält Ursula Alt zudem die Goldene Ehrennadel des DRV. 60 Jahre gehören Fritz Schneider, Eugen Treber, Ellen Weidmann und Horst Pöppel, sogar 80 Jahre gehört Willi Klein dem RRK an, ein sicher einzigartiges Ereignis, das mit einem besonderen Geschenk belohnt wird.

Die im Jahr 2008 geehrten RRK-Jubilare mit Claus Birkicht (50 Jahre), Alfred Segner (40), Reinhard Kober (40), Ellen Weidmann (60), Heinz Nold (40), Klaus-Ulrich Kraft (40), Willi Klein (80), Kurt Hofferberth (40), Ursula Alt (50), Helmut Dehn (2007: 60), Horst Pöppel (60), Fritz Schneider (60), Prof. Dr. Philipp Gütlich (2007: 60), Walter Leichtweiß (2007: 50), Maximilian Otto (25) und Martin Kröner (25)

  

Bei der Meisterschaftsfeier des RRK am 7. November 2009: Sportplakette des Bundespräsidenten für den RRK – hier ist Einer "happy" und vielleicht auch überwältigt! Übergabe der Plakette durch Landrat Enno Siehr an den RRK-Vorsitzenden Prof. Dr. Dietmar Klausen

Am Totensonntag, dem 23. November 2008, gedenkt der RRK am Gedenkstein westlich des RRK-Bootshauses seiner in den vergangenen 100 Jahren verstorbenen Mitglieder.

Der RRK gedenkt seiner in den vergangenen 100 Jahren verstorbenen Mitglieder

Nachdem die Stadt Rüsselsheim am 5. Dezember 107 erfolgreiche Jugendliche bei der Schüler-Sportlerehrung in der Walter-Köbel-Halle geehrt hat, darunter 62 junge Hockeyspieler/innen des RRK, findet am 6. Dezember unter der Organisation des Sportbundes Rüsselsheims Sportlerehrung und der Sportlerball an gleicher Stelle statt, einmal mehr der gesellschaftliche Höhepunkt des Jahres in Sportlerkreisen. Im Rahmen der Sportlerehrung erhalten die RRKler Christian Domke, Oliver Domke, Moritz Frank, Mirco Fuchs, Julian Hofmann-Jeckel, Lena Jacobi, Nicolas Jacobi, Thomas Jost, Justus Kölln, Jan Petersen, Timo Lehner, Falk May, Christian Minar, Christian Schmolke, Andreas Späck, Frank Trautmann und Sven Wohlfahrt von OB Stefan Gieltowski den Silbernen Lorbeerzweig. Ehrenurkunden erhalten vom RRK 70 Hockeyspieler. Höhepunkt des Balls ist für den RRK natürlich die Proklamation der Mannschaft des Jahres 2008. Die Herrenmannschaft des RRK, Deutscher Meister im Hallenhockey 2008, schon im Vorfeld als großer Favorit gehandelt, darf diese Auszeichnung entgegennehmen.

Die Hallenhockeysaison 2008/09 in der Süd-Bundesliga beginnt für beide RRK-Mannschaften, Damen wie Herren, am vorletzten November-Wochenende. Beide Trainer, Kai Stieglitz und Benedikt Schmidt-Busse, wollen mit ihren Mannschaften natürlich zunächst die "Play-offs" erreichen, denn die Herren haben den Meistertitel und die Damen Platz 3 zu verteidigen. Vor Weihnachten stehen beide RRK-Mannschaften nach acht von zehn Spieltagen auf dem 1. Platz der Tabelle, die Herren mit optimalen 24 Punkten und 6 Punkten Vorsprung zum Zweiten, die Damen dagegen mit nur 16 Punkten punktgleich mit drei weiteren Mannschaften. Damit haben die Herren das Viertelfinal-Heimrecht schon zu 99 Prozent gebongt, die Damen müssen sich dagegen im neuen Jahr noch richtig anstrengen.

Anstatt eines Weihnachtsgeschenks verteilt die mit wirtschaftlichen Problemen kämpfende Adam Opel GmbH Briefe an vier Rüsselsheimer Sportvereine, darunter auch den RRK, in denen mitgeteilt wird, dass die Vereinsförderung für das Jahr 2009 ausgesetzt wird. Damit hat der RRK das Problem, diesen Ausfall zu kompensieren und die Finanzierung des Sportbetriebs der Hockeyabteilung dennoch sicherzustellen.

Durch den Tod verliert der RRK im Jahr 2008 vier Mitglieder. Ende Januar verstirbt der ehemalige 1. Vorsitzende des RRK (1978 – 1981), Werner Böhme, im 87sten Lebensjahr, Träger der RRK-Ehrennadel in Silber – im August sind es dann Dr. Randolf Renker, einer der erfolgreichsten Hockeyspieler des RRK und Träger der RRK-Ehrennadel in Gold sowie der RRK-Leistungsnadel in Silber, und Margot Müller, Trägerin der RRK-Ehrennadel in Silber, mehr als 40 Jahre Mitglied im RRK und Ehefrau des RRK-Ehrenmitglieds Gerhard Müller, sowie anfangs Dezember ist es Heinz Ihrig, der dem RRK mehr als 61 Jahre angehörte und daher auch Träger der RRK-Ehrennadel in Gold.

Zum Abschluss des Jubiläums-Jahres hier ein kurzer Rückblick auf "100  Jahre RRK". Wir zitieren Hans-Joachim Leyenberg in der "FAZ" vom 26. Juli 2008:

Bootshaus des Rudervereins Rüsselsheim im Jahr 1930 mit Bootshalle und Bootssteg von der Flörsheimer Mainseite gesehen

 

Hundert Jahre Rüsselsheimer Ruder-Klub

Gütesiegel mit drei Buchstaben

Vorbei die Zeiten, als Hockeyspieler des RRK noch spöttisch gefragt wurden, ob sie mit dem Boot angereist seien. Inzwischen gilt ihr Klub als eine der besten Adressen im Lande.

Anzeige zum Tag des Rudersports, zur Trainingsverpflichtung der Ruderer und zur Zusammenschlussfeier des Rudervereins Rüsselsheim mit der Rudergesellschaft Undine Rüsselsheim am 26. April 1942 im RVR-Bootshaus

Mit einer Akademischen Feier begeht der Rüsselsheimer Ruder-Klub an diesem Samstag seinen hundertsten Geburtstag. Wollte man arg spitzfindig sein, müsste mit den Feierlichkeiten noch bis in den Frühling 2042 gewartet werden. Denn den Rüsselsheimer Ruder-Klub gibt es unter diesem Namen erst seit dem Zusammenschluss des Rudervereins Rüsselsheim 08 und der Rudergesellschaft Undine Rüsselsheim zum RRK am 25. April 1942. Zur Erinnerung: Es war Krieg, und es war eine Zeit des Mangels. So mancher Pokal aus dem Preisschatz beider Klubs ging als Metallspende für die Front drauf. Von den damals knapp 300 Mitgliedern war nahezu die Hälfte "zur Verteidigung des Vaterlandes" eingesetzt, und nicht alle kehrten heim.

Die drei Buchstaben stehen heute für Leistungs- und Breitensport, für Tradition, für Kontinuität, für nationale und internationale Erfolge im Hockey. Festredner Hans-Wilhelm Gäb dürfte das in seiner Ansprache ebenso betonen wie Stephan Abel, der Präsident des Deutschen Hockey-Bundes. Der Rüsselsheimer Ruder-Klub ist inzwischen so etwas wie die gute, wenn nicht sogar die beste Hockey-Kinderstube der Republik. Hockey im RRK war lange nur eine Beschäftigung für Ruderer, die den Winter überbrücken wollten.

Wer in der Vereinschronik blättert, wird entdecken, das die Rüsselsheimer Ruderer in der Vergangenheit eine ähnliche Rolle einnahmen wie die Hockeyspieler heute: Sie zählten zur deutschen Elite. Heute wünscht sich der 1. Vorsitzende Professor Dietmar Klausen sehnlichst, endlich wieder "einen Achter zusammenzubringen". Die einst dominante Ruder-Abteilung ist längst von der Hockey-Sparte als Nummer 1 im Klub abgelöst worden. In Anlehnung an ein Kirchenlied könnten die heute 630 Mitglieder (davon 400 in der Sparte Hockey) ein Loblied auf ihren Verein mit der Postadresse An der Festung 2 anstimmen: Eine feste Burg ist unser Klub. Allein die Tatsache, dass Klausen ihm samt Führungsmannschaft seit 1982 vorsteht, belegt, in welch ruhigem Fahrwasser der Klub vom Main manövriert. Seit der 75-Jahr-Feier hat es ein Plus von zehn bis 15 Prozent an Mitgliedern vornehmlich im Hockey gegeben. Geblieben ist die Stagnation im Rudern sowie in der Tennisabteilung und die Diskussion, ob der RRK nicht mit der Zeit gehen müsse: Weg vom Ehrenamt, hin zum Dienstleister einer Klientel, die sich als Kundschaft sieht. Als sich am 25. Juli vor hundert Jahren 21 Personen im Gasthaus "Zur Mainlust" versammelten, glich die Runde noch einem exklusiven, elitären Männerbund. Zig deutsche Meisterschaften wurden in der Blütezeit des Ruderns im Bootshaus gefeiert, das ohne Carl von Opel vielleicht nie errichtet worden wäre. Die Autobauer und der RRK sind ein Kapitel, das bis in die Gegenwart reicht. Der Schriftzug "Opel" auf den Trikots der Hockeyspieler ist, verglichen mit der Unterstützung durch den Konzern in früheren Zeiten, schon großzügiger honoriert worden.

Die guten Jahre der Familie von Opel und General Motors waren zugleich gute Jahre für den RRK. "Vereinsführer" Georg von Opel, so der für das Jahr 1942 zeitgenössische Titel des 1. Vorsitzenden, war zugleich der erfolgreichste Ruderer im Klub und sein größter Mäzen. Nur der Traum von der Olympiateilnahme blieb unerfüllt. Wobei vermeintlich leistungssteigernde Mittel schon damals Schlagzeilen machten: "Grüne Pillen, bittere Pillen", hieß es in einer Illustrierten, laut der "die Flörsheimer Olympia-Ruderer" vor den olympischen Ausscheidungskämpfen 1952 vom Olympia-Arzt der Ruderer Testoviron-Tabletten verabreicht bekommen hatten. Statt der favorisierten Hessen (mit Georg von Opel im Boot), die sich wie gelähmt fühlten, siegte der Kölner Achter und qualifizierte sich damit für die Spiele in Helsinki. Als Ruderer, Radfahrer und Rennfahrer war Georg von Opel ein Hans Dampf in allen Gassen.

Die Aktiven des RVR 1925, Ruderer und nun auch Hockeyspieler (hinten: Karl Metz, Albert Meeser, Ludwig Eisele, Paul Diehl, Karl Bersch, Richard Trapp, Fritz Weidmann, Otto Steckermeier, Carl Nebelung, Peter Horle, Albert Meixner, ..., Adam Ihrig, Richard Baer, Wilhelm Horle; davor: Ludwig Traiser, Philipp Kunze, Georg Schmitt, Dr. Theo Brand, Heinrich Klein; vorn: Alfred Körbel, Georg Stieb, Friedrich Traiser)

Damen-Hockeymannschaft des Rudervereins Rüsselsheim 1932 (hinten: Wilhelmine Loos, Elisabeth Schildge, Anni Martin, Aenne Heuß, Margot Herrmann, Mila Fritz, Maria Seibert, Helma Hummel, Lini Fritz; vorn: Pauline Vollmar, Herta Ulrich, Lotte Jurisch, Berta Hartherz)

Längst ist es ruhig geworden vor dem unlängst renovierten Bootshaus in Rüsselsheim. Dafür geht es ein paar hundert Meter weiter, auf den zwei Kunstrasenplätzen der Hockey-Abteilung, umso betriebsamer zu. Als letzter von insgesamt acht deutschen Meistertiteln bei den Herren ist passend zum Jubiläum im Februar der vierte in der Halle hinzugekommen. Die Erfolgsliste der Damen ist ungleich länger: Deutscher Meister auf dem Feld 1992, 1993, 1995, 1997, 2001 und 2004. Deutscher Meister im Hallenhockey 1990, 1991, 1993, 1994, 1998, 2002, 2003, 2004 und 2005. Unerreicht dürfte die Serie im Hallen-Europacup bleiben: Von 1991 bis 2006 wurden die Damen des RRK nur 1993 nicht die Nummer 1 in Europa. Da ist es kein Wunder, dass sie jenen amerikanischen Greyhound-Bus, der seit 1998 als Verpflegungsstation oberhalb des Kunstrasens parkt, mit der Inschrift "Unschlag-BAR" versahen.

Die Erfolge im Hockey sind verbunden mit den Namen von Nationalspielern und Olympiateilnehmern wie Friederike Barth, Wolfgang Beck, Britta Becker, Marja Busch, Tanja Dickenscheid, den Brüdern Oliver und Christian Domke, Björn Emmerling, Tobias Frank, Nina Günther, Mandy Haase, Eva Hagenbäumer, Christian Hense, Lisa Jacobi, Denise Klecker, Peter Kraus, Martin Müller, Silke und Susanne Müller, Christopher Reitz, Fritz Schmidt, Alfred Segner, Rainer Seifert und Bianca Weiß. Zur Tradition des RRK gehört es, stets gute Torhüter hervorgebracht zu haben. Nicolas Jacobi zählt als Mann der Zukunft dazu, doch er hat, wie so mancher und manche vor ihm, mit dem größten Bedauern gerade die Seiten gewechselt. Die verlorenen Söhne und Töchter gehen dorthin, wo es Studien- oder Arbeitsplätze gibt. In Hamburg etwa, in München oder Köln.

Zuschauertribüne der Flörsheimer "Sturm-Regatta" 1950, im Hintergrund das Bootshaus des Flörsheimer RV

Sieg im Seniorachter in Gießen 1963 für den RRK (vom Bug: Dietmar Klausen, Günter Müller, Wolf von zur Mühlen, Klaus Zander, Jochen Zimmermann, Klaus Hartmann, Klaus Köppen, Wilfried Hoffmann, Stm. Karl-Heinz Wagner)

Die Arbeiterstadt Rüsselsheim war in den sechziger und siebziger Jahren, dem goldenen Zeitalter der Hockeyherren des RRK, so etwas wie die proletarische Antwort auf das von Akademikern geprägte elitäre Hockey im Rest der Republik. Mit Peter Kraus stand ein Polsterer im Tor. Die Opel-Kollegen Polo Liebig, Martin Müller und Rainer Seifert erzielten Treffer wie am Fließband, und im Mittelfeld zog Bäckermeister und Kapitän Fritz Schmidt die Fäden. Als Hockey-Abteilungsleiter ist Martin Müller immer noch am Ball. Unaufgeregt registriert und reagiert er auf das Geschehen auf und neben dem Platz. Ein Pragmatiker, der auf die Wettbewerbsfähigkeit des RRK baut, indem er weiter vor allem auf die Jugendarbeit setzt. Ein Reservoir, aus dem der Verein über Jahrzehnte auch dank Trainer Berthold Rauth schöpfen konnte, der mittlerweile an der Alster tätig ist. Er war es, der Britta Becker entdeckte. Mit ihr und ihrer Heirat mit Johannes B. Kerner kam so etwas wie Glamour in diesen Klub. Er schmückte ihn, aber er brauchte ihn nicht. Der Rüsselsheimer Ruder-Klub war ein großer Name im Rudern. Er war und ist immer noch eine der besten Adressen im Hockey.

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