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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

2009

Die verhinderten RRK-"Eierfahrer": Cihan Aydin, Rudolf Axthelm, Benjamin Michel, Ragnar Otto, Christian Kunkel, Laura Schmidt, Udo Hild, Steffen Zwiener, Karin Scheelke, Martin Kraft, Kirsten Pooch, Harald Czerwenski, Rudi Reitz, Werner Alt, Ulrich Vorfalt; es fehlt Oliver Pooch, der Fotograf

Nach dem Jubiläumsjahr 2008 mit vielen Veranstaltungen "sehnt" man sich im RRK nach etwas Ruhe. Doch die Ereignisse lassen keine Ruhe aufkommen, der RRK ist weiterhin ein Sportverein mit den Sportarten Hockey, Rudern und Tennis und mit Ambitionen insbesondere im Hockey und Rudern.

Der RRK hat am 1. Januar 2009 629 Mitglieder, 369 Hockeyspielern stehen 110 Ruderer, 59 Tennisspieler und 122 passive Mitglieder gegenüber.

Für die aktiven RRK-Ruderer mit Trainer Udo Hild beginnt das Jahr, so wie das Jubiläumsjahr zu Ende gegangen ist, mit Bootstraining auf dem Main, mit Hantel- und Lauftraining. Sechzehn RRK-Ruderer, weibliche wie männliche, wollen am 11. Januar 2009 trotz seit Tagen bitterkalten Wetters im Rahmen der traditionelle "Eierfahrt" der Mittelrhein- und Untermainruderer zum Ruderverein Eltville 1919 (etwa 24 km) rudern. Doch nach kurzer Ruderstrecke wendet der Doppeldreier, ein Problem? Man ist mit einer Eisscholle kollidiert, hat einen Bootsschaden. Das Eis schwimmt unsichtbar unter der Oberfläche. Kurze Diskussion! Es ist klar, man kann unter diesen Bedingungen nicht rudern. Die Boote kommen wieder in die Halle und die Rudermannschaft fährt mit dem Auto nach Eltville, das ist Ehrensache. Man ist angemeldet und will die Eltviller Ruderfreunde nicht enttäuschen. Aber auch Glühwein, gekochte Eier und Laugenbrezeln locken ...

Nachdem der erste "Neujahrsbrunch" der RRK-Ruderabteilung im Jahr 2003 stattfand, ist am 25. Januar 2009 somit der 7. "Neujahrs-Ruderbrunch" im Bootshaus angesagt. Die erfolgreichen Ruderer der vergangenen Regattasaison werden geehrt, Trainern und Betreuern wird Dank gesagt und auch die Fahrtenpreise für das Jahr 2007 werden verliehen. Nach der Begrüßung durch Abteilungsleiter Martin Kraft und dem Rückblick auf die Veranstaltungen des vergangenen Jubiläumsjahres werden die Fahrtenpreise des Jahres 2007 verteilt. Sieger im Fahrtenwettbewerb bei den Männern ist Benjamin Michel mit 2.498 Ruder-km vor Cihan Aydin mit 2.104 km und Hans-Peter Wagner mit 1.619 km. Bei den Frauen liegt Laura Schmidt mit 1.483 Ruder-km vor Silvia Reitz mit 726 km und Sigrid Schäfer mit 687 km. Bei den "Alten Herren" hat Oliver Pooch mit 764 Ruder-km vor Wolfgang Vorfalt mit 748 km und Ulrich Vorfalt mit 701 km die meisten Kilometer gerudert. Weiterhin haben die Bedingungen erfüllt: Christian Kunkel mit 808 km, Kiyomi Mitschke mit 537 km, Christine Brossier mit 510 km und Kirsten Pooch mit 455 km.

Ruder-Fahrtenpreise des Jahres 2007 für Christian Kunkel, Hans-Peter Wagner, Benjamin Michel, Cihan Aydin, Laura Schmidt, Silvia Reitz, Oliver Pooch und Kirsten Pooch

In den beiden Hallenhockey-Bundesligen Süd der Damen und Herren machen die beiden RRK-Mannschaften da weiter, wo sie Ende 2008 aufgehört haben, die Damen nach 8 von 10 Spielen mit 16 Punkten noch gefordert im Kampf um den 1. Platz, die Herren nach 8 von 10 Spielen mit 24 Punkten quasi schon am Ziel. Und was kaum jemand am Untermain erwartet, tritt ein. Die RRK-Damen "begnügen" sich am abschließenden Doppelspieltag gegen die beiden Mannheimer Vereine mit zwei Unentschieden, was den neunfachen Titelträger RRK völlig unerwartet auf den bedeutungslosen dritten Tabellenplatz durchreicht und damit die Meisterschaftsambitionen zunichte macht. Dagegen haben die RRK-Herren leichtes Spiel, nach einem Sieg und einem Unentschieden erwartet der RRK als Südgruppen-Erster im DM-Viertelfinale vor eigenem Publikum den Nordzweiten Club an der Alster Hamburg.

Doch dann die Überraschung! Der RRK hat gegen die Wertung des Spiels der Damen zwischen dem RRK und dem TSV Mannheim Einspruch (4:4) eingelegt. Nach einer Strafecke für den RRK wenige Sekunden vor Schluss wird zunächst auf Siebenmeter für den RRK entschieden, nach einer Unterredung zwischen den beiden Schiedsrichterinnen wird die Entscheidung zurückgenommen und das Spiel abgepfiffen. Ein klarer Regelverstoß, wie auch der zuständige DHB-Ausschuss entscheidet. Das Spiel muss wiederholt werden. Die RRK-Damen nutzen diese Chance, siegen 4:1 und stehen wie die RRK-Herren auch im DM-Viertelfinale – Heimspiel gegen den UHC Hamburg.

Deutscher Hallenhockey-Vizemeister 2009, die Ersten Herren des RRK nach dem Viertelfinalsieg über den Club an der Alster (hinten: Christian Domke, Thomas Jost, Tobias Wuttke, Andreas Späck, Jan Petersen, Frank Trautmann, Betreuer Torben Stalmach, Trainer Kai Stieglitz; vorn: Sven Wohlfahrt, Mirco Fuchs, Falk May, Lorenz Klee, Christian Minar, Oliver Domke, Physio Diana Czerwonka)

Beide RRK-Teams dürfen ihre Viertelfinal-Spiele am 17. Januar 2009 vor eigenem Publikum in der Rüsselsheimer Dicke-Busch-Halle austragen. Die Zuschauer hält es an diesem Tag nicht mehr auf den Sitzen. Mit lauten Gesängen feiern die Fans die Spielerinnen des RRK, die im Viertelfinale den UHC Hamburg in einer an Dramatik kaum zu übertreffenden Partie mit 6:5 (5:5, 3:4) nach Verlängerung in die Knie zwingen. Noch ausgelassener geht es nur knapp zwei Stunden später auf den Rängen zu, als auch die Männer des RRK mit 7:5 (5:1) gegen den Club an der Alster die Oberhand behalten. Als einziger Verein in Deutschland hat sich der RRK damit mit beiden Bundesligateams für die Endrunde qualifiziert, die eine Woche später in Duisburg ausgetragen wird.

Die Endrunde um die Deutschen Hallenhockey-Meisterschaften am 24. und 25. Januar in Duisburg erleben einen wahren Aufmarsch der erfolgreichsten Hockeyspieler Deutschlands und sogar der Welt. Nicht weniger als acht aktuelle Olympiasieger, sechs amtierende Weltmeister sowie Europas beste Vereinsmannschaft geben sich in der Rhein-Ruhr-Halle die Ehre. Dazu kommen eine Vielzahl erfolgreicher Nationalspieler sowie einige der größten Hockeytalente Deutschlands. Nach den beiden Halbfinalspielen ist der RRK drauf und dran, Hockeygeschichte zu schreiben. Bei der Endrunde um die Deutsche Hallenmeisterschaft greifen erstmals zwei Mannschaften eines Vereins nach dem Titel. Die RRK-Herren setzen sich wie 2008, als die Mannschaft nach 29 Jahren erstmals wieder ein Endspiel gewann, in der Vorschlussrunde gegen den Berliner HC durch. Nach einem 3:4-Rückstand zur Halbzeit bleibt das RRK-Tor für die Hauptstädter in den zweiten dreißig Minuten "geschlossen", so dass es am Ende 6:4 heißt. Den hessischen Freudentag in der Rhein-Ruhr-Halle haben jedoch die RRK-Damen eingeläutet. Nach dem in der Verlängerung erzwungenen 6:5-Erfolg im Viertelfinale gegen UHC Hamburg lässt sich der RRK auch von Schwarz-Weiß Neuss nicht aufhalten. Nach frühem 0:2-Rückstand ist am Ende dank Toren von Silke Müller, Lena Jacobi und Vera Battenberg zum zwölften Male das Finale erreicht. Im Endspiel treffen die Damen auf den Club an der Alster Hamburg, die Herren auf Rot-Weiss Köln. Lassen wir Christian Stör in der "Frankfurter Rundschau" berichten:

Doppelte Enttäuschung

Beide Teams des Rüsselsheimer RK verlieren das Finale um die deutsche Hallenhockey-Meisterschaft

Die Entscheidung fiel fünf Minuten vor Schluss. Da zog der Kölner Nationalspieler Christopher Zeller vom Kreisrand ab, der Rüsselsheimer Torwart Andreas Späck kam zu spät, der Ball lag im Kasten. Das war der letzte Treffer im Endspiel um die deutsche Hallenhockey-Meisterschaft zwischen dem Rüsselsheimer RK und Rot-Weiss Köln, das mit 5:3 (1:2) verdient die Oberhand behielt und die Hessen damit als Titelträger ablöste. Eine Finalniederlage kassierten auch die Spielerinnen des RRK, die dem Club an der Alster mit 2:7 (1:5) unterlagen.

Deutscher Hallenhockey-Vizemeister 2009, die Ersten Damen des RRK nach dem Viertelfinalsieg über den UHC Hamburg (hinten: Betreuer Thomas Blivier, Co-Trainerin Lisa Jacobi, Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Meike Acht, Vera Battenberg, Petra Ankenbrand, Eva-Maria Frank, Charlotte van Bodegom, Lena Schüder, "Physio" Hanne Zöller; vorn: Sonja Thüner, Lena Jacobi, Helena Faust, Lotta Hof, Irene Balek, Silke Müller)

"Wir hatten am Ende etwas weniger zuzusetzen als die Kölner", sagte Trainer Kai Stieglitz, der vor allem die "überragenden Individualisten" der Rheinländer lobte. Zu Beginn hatte in der Duisburger Rhein-Ruhr-Halle tatsächlich alles auf einen erneuten Titelgewinn des RRK hingedeutet, führte er doch nach Treffern von Christian Minar (12.) und Tobias Wuttke (24., jeweils nach einer Strafecke) mit 2:0. Zu dem Zeitpunkt sah es so aus, als sollte sich selbst die mit sieben Olympiasiegern gespickte Kölner Mannschaft am Abwehrbollwerk der Hessen die Zähne ausbeißen. Immer wieder in dieser Saison war ja auf die Defensive Verlass gewesen, die dank der "sensationellen Saison" (Stieglitz) von Torwart Späck erneut die wenigsten Gegentreffer aller Bundesligateams kassiert hatte. Doch Köln wurde mit zunehmender Spieldauer immer stärker, ging durch Christopher Zeller, Marcel Meurer und Timo Weß in Führung, ehe Thomas Jost (48.) Rüsselsheim noch einmal hoffen ließ. Tibor Weißenborn und Zeller sorgten aber für die Entscheidung.

Zuvor hatten sich schon die Spielerinnen des RRK mit dem zweiten Platz zufrieden geben müssen. Mit vier Treffern binnen sechs Minuten entschieden die seit zwei Jahren in der Halle ungeschlagenen Hamburgerinnen das Spiel kurz vor der Pause zu ihren Gunsten. Dennoch war RRK-Trainer Benedikt Schmidt-Busse stolz auf sein Team, das stets "mit Leidenschaft" gekämpft habe. In der Tat warf Rüsselsheim in der zweiten Halbzeit noch einmal alles nach vorne, doch außer Irene Balek (35., Siebenmeter), die bereits das 1:1 erzielt hatte (13.), gelang keiner Spielerin ein Torerfolg.

Zudem brach die Eckenschwäche den Hessinnen das Genick. Zwölf Mal traten sie zur Strafecke an, zwölf Mal verfehlten sie das Ziel. "Über unsere Eckenquote muss man nicht viele Worte verlieren", so Schmidt-Busse. Allerdings konnte die etatmäßige Eckenschützin Balek wegen ihrer Oberschenkelverletzung keine Ecken schießen. Meike Achtmann traf dagegen auf der anderen Seite gleich dreimal im Anschluss an eine Strafecke, zudem waren Anneke Böhmert und Lydia Morgenstern erfolgreich.

Die über 300 Rüsselsheimer Fans wissen zunächst nicht, ob sie sich über die beiden Vizemeisterschaften des RRK bei den Deutschen Hallenhockey-Meisterschaften freuen sollen. RRK-Abteilungsleiter Martin Müller jedenfalls ist trotz der Finalniederlagen nicht enttäuscht: "Wir sind stolz auf unsere beiden Mannschaften."

Für die RRK-Herren ist die Hallensaison noch nicht beendet, ein weiterer Saison-Höhepunkt steht an. Der 20. Europacup-Wettbewerb findet vom 13. bis 15. Februar in der Rüsselsheimer Walter-Köbel-Halle statt. Die besten Mannschaften aus Europa werden zum Abschluss der Hallensaison zu Gast in der Opelstadt sein. Aber nicht nur die RRK-Herren sind gefordert. Ein Organisationsteam unter der Leitung von Abteilungsleiter Martin Müller hat sich eine Menge Arbeit aufgehalst. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Alles soll wie am Schnürchen klappen, peinliche Pannen tunlichst vermieden werden. Ein potenter Turniersponsor ist in Gestalt der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen gefunden. Darüber hinaus ist die Unterbringung der Mannschaften, Schiedsrichter und Offiziellen in örtlichen Hotels zu regeln, zu deren Betreuung ehrenamtliche Helfer zu suchen. Zwei Tage vor dem Anpfiff des ersten Spieles ist aus Sicht der Organisatoren bis auf Kleinigkeiten alles in trockenen Tüchern.

Es kann losgehen! In den Gruppenspielen bekommt es der RRK mit Dynamo Jekaterinburg aus Russland, dem Luzerner SC sowie mit Menzieshill aus Schottland zu tun. Alles andere als ein Erreichen des Halbfinales wäre eine Enttäuschung. Gut möglich, dass der RRK dort auf den HC Rotterdam oder den Club de Campo de Madrid trifft, die sich gegen Pocztowiec Poznan und den Wiener AC durchsetzen sollten. Ein 6:1-Sieg über die Russen, ein 6:0-Sieg über Luzern und ein 7:4-Sieg über die Schotten, der RRK steht im Halbfinale dem Vorjahresfinalisten Poznan gegenüber, der beim 7:2 keine Chance hat. Im zweiten Halbfinale siegen die Madrilenen 5:3 über Luzern. Das Endspiel um den Hallenhockey-Europacup bestreiten der RRK und der Club de Campo de Madrid, in dessen Reihen zwei ehemalige Rüsselsheimer – Adriaan Kühn (Torhüter) und Oliver Markowsky (Stürmer) besetzen Schlüsselpositionen bei den Spaniern. Wir zitieren Hans-Joachim Leyenberg in der "FAZ":

Spaziergang, Schwerstarbeit, Siegerparty

Die Hockey-Herren des Rüsselsheimer RK gewinnen erstmals den Europapokal der Landesmeister. Ein Golden Goal beschert in letzter Sekunde den 3:2-Sieg.

Mit der Leichtigkeit des Seins war es im Finale vorbei. Bis zum Schlusstag kam der Hallenhockey-Europapokal der Landesmeister einem Spaziergang gleich. Jedenfalls für den Rüsselsheimer RK. Aber am Sonntag geriet er zur Schwerstarbeit. Gerade deshalb wurde das Golden Goal zum 3:2 in der Verlängerung gegen den Club de Campo Madrid tatsächlich als goldwerter Vorteil empfunden. Die Herrenabteilung des RRK schmückt jetzt ein internationaler Titel, der ihr in all den Jahren der nationalen Dominanz nicht vergönnt gewesen war. Die Hockeycracks triumphierten viermal als Meister in der Halle, gar fünfmal als nationaler Champion auf dem Feld, doch im Europacup blieb der Triumph drinnen wie draußen aus. Jetzt ist es geschafft.

1.500 Zuschauer in der Walter-Köbel-Halle standen unter Schockwirkung, als die Spanier am Sonntag gegen den ausgemachten Favoriten in Führung gingen. Dem 1:0 per Siebenmeter durch Eduardo Aguilar ließ der ehemalige Rüsselsheimer Oliver Markowsky in der zweiten Halbzeit das 2:0 folgen. Für die Rüsselsheimer, mit der Trefferbilanz von 32:9 ins Finale gestürmt, war die Spielfläche plötzlich winzig klein. Die Madrilenen taten alles, um dem Gegner den Weg zum Tor abzuschneiden. Ein Ensemble von technisch herausragenden Profis, die allesamt noch motivierter wirkten als die Hessen. Es war RRK-Torhüter Andreas Späck, der sein Team in heiklen Szenen vor einem noch höheren Rückstand bewahrte. Und es war der Treffer von Tobias Wuttke zum 1:2, der die Wende in fortgeschrittenem Stadium einleitete. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 24 von 40 Endspielminuten vorbei. So lange sahen sich die Hessen meistens in die Defensive gedrängt, wirkten wie blockiert. Wuttkes Solo hatte die Wirkung eines Befreiungsschlags. Hinzu kam ein Quäntchen Glück, als Aguilar einen weiteren Siebenmeter verschoss, wenig später auch noch den Pfosten traf. Da machte es Frank Trautmann beim 2:2 in der 34. Minute entscheidend besser. Als die Schiedsrichter in der Schlussminute auf Strafecke für Rüsselsheim entschieden, standen die Zeichen auf ein Happyend in letzter Sekunde. Die 40-Minuten-Frist war zwar abgelaufen, aber die Strafecke wurde noch ausgeführt. Ein kollektiver Seufzer ging durch die Halle, als Kapitän Jan Petersen den Ball am Torpfosten vorbeischlenzte.

Also Verlängerung von zweimal fünf Minuten, sofern ein Golden Goal nicht das abrupte Ende bringt. So kam es dann in der 49. Minute, als Christian Minar per Strafecke eine erst spät in den Morgenstunden endende Siegerparty einläutete. Der Schütze war sich sicher, Torhüter Adriaan Kühn überwinden zu können. Man kennt ihn am Main aus gemeinsamen Tagen in Rüsselsheim. Letztlich entschied der Österreicher in Diensten des RRK eine Partie, von der sich sagen ließ, dass sie keinen Verlierer verdiente. "Die Spanier hätten es auch verdient gehabt zu gewinnen", sagte Trainer Kai Stieglitz, "sie waren nicht schwächer als wir." Das ist das größtmögliche Kompliment für die Männer aus Madrid. Sie waren mit nur zehn Spielern angereist, hatten sich zuvor gerade mal für zwei Trainingseinheiten in der Halle verabredet und steigerten sich in den Tagen von Rüsselsheim von Spiel zu Spiel. Am Finaltag agierten sie wie im Rausch, noch eine Spur aggressiver als der Platzhirsch in Rüsselsheim. Heraus kam eine jederzeit intensive, spannende Partie, die selbst Stephan Abel, den Präsidenten des Deutschen Hockey-Bundes, schwärmen ließ: "Ein tolles Finale – der eigentliche Gewinner ist das deutsche Hallenhockey und Hockey allgemein." Dann hob er noch zu einem Loblied auf Rüsselsheim als Gastgeber des Europacups an und klang so, als habe er nichts anderes erwartet. "Die wissen, wie es geht", sagte Abel in Erinnerung an Rüsselsheim als Organisator des Europacups der Landesmeister für die Damen. Die RRK-Mannschaft hatte sich weder daheim noch auswärts um den Titel bringen lassen. Für den Klub rechnete sich die Mission Europacup der Herren sportlich und finanziell. Mit der Gastgeberrolle wurden Reisekosten in potentielle Ausrichterstädte wie Posen in Polen oder Ekaterinburg in Russland vermieden. Letztlich war es vielleicht die Rückendeckung der Zuschauer, die die Hessen entscheidend mobilisierte. Ohne das späte Erfolgserlebnis Europapokal "hätte es einen Knacks gegeben für die Vorbereitung auf die Feldsaison", sagte Stieglitz. Stattdessen verleiht der Triumph der Mannschaft einen Schub. Auf dem Feld ist sie nämlich noch zweitklassig. Das soll sich ändern. Europas Nummer eins in der Halle peilt den Aufstieg von der Zweiten in die Erste Bundesliga an. Schließlich wollen die Rüsselsheimer dahin, wo sie im olympischen Feldhockey schon mal lange waren: in die nationale Spitze.

Der RRK gewinnt durch ein "Golden Goal" (3:2, 2:2, 0:2) in der Verlängerung den Europapokal der Landesmeister gegen den spanischen Meister Club de Campo de Madrid !!! (hinten: Masseur Adolf Katzenmeier, Masseur Lajos Fesus, Physio Diana Czerwonka, Teamarzt Dr. Dag Steeger von Keitz, Kapitän Jan Petersen, Frank Trautmann, Thomas Jost, Trainer Kai Stieglitz, Christian Minar, Sven Wohlfahrt, Oliver Domke; vorn: Christian Domke, Tobias Wuttke, Andreas Späck, Mirco Fuchs, Lorenz Klee, Falk May, Physio Hanne Zöller)

Die fairste Mannschaft des 20. Hallenhockey-Europapokals in der Walter-Köbel-Halle ist der HC Rotterdam. Mit elf Treffern ist Maurits Hertzberger vom HC Rotterdam der erfolgreichste Torschütze des Turniers. Oliver Domke vom RRK bringt es auf acht Treffer. Einen unvergesslichen Moment erlebt Andreas Späck. Er wird von der Jury zum besten Torhüter des Europacup-Wochenendes gewählt. Mit Andres Mir wird ein Spanier vom Club de Campo de Madrid zum besten Spieler des Turniers erkoren. Stolz, trotz der Finalniederlage seines Teams, nimmt er die Auszeichnung entgegen.

Nicht nur die Spitzenmannschaften des RRK laufen mit dem "Krummstock" durch die Halle. Während die Zweiten Damen in der Hallen-Oberliga den 2. Platz belegen, erreichen die Zweiten Herren in der 2. Regionalliga den 7. Platz, die Dritten Damen werden in der 1. Verbandsliga Erster, die Dritten Herren in der 3. Verbandsliga Dritter.

Deutlich bessere Ergebnisse erspielen die Jugendmannschaften des RRK, denn von acht möglichen Hessenmeisterschaften im Hallenhockey holt der RRK sechs Titel an den Untermain, einen 2. und einen 3. Platz. Die Hessenmeisterschaft erringen weibliche A- und B-Jugend sowie A-Mädchen, männliche B-Jugend sowie A- und B-Knaben.

In der Halle die besten Hessens: Die B-Knaben dokumentieren mit dem Hessenmeister-Titel in der Hallenhockey-Saison 2008/09 die gute Nachwuchsarbeit des RRK (hinten: Trainer Volker Schädel, Yaron Drischler, Adrian Mitter, Cedrik Untergasser, Calvin Schneider, Betreuerin Andrea Kleinpaul, Betreuerin Elke Göring-Rapp; vorn: Yannick Rapp, Jan Erik Dudel, Mounir Hajri, Julian Burghardt, Torwart Anton Kleinpaul)

Hessenmeister 2009 in der Halle, die A-Knaben des RRK (hinten: Marc Papenburg (verletzt), Betreuerin Pia Bosche, Phil Bosche, Betreuerin Andrea Kleinpaul, Christian Horneck, Yannick Rapp, Jan Syväri, Hendrik Jordan, Patrick Schaffarczyk, Trainer Volker Schädel; davor: Jan-Erik Dudel, Adrian Wesp, Stefan Maurer, Patrick Schellin, Cedrik Untergasser; vorn: Torwart Anton Kleinpaul; es fehlt: Calvin Schneider)

Bei den folgenden Süddeutschen Hallenhockey-Meisterschaften sind zunächst die drei weiblichen Hessenmeister-Teams des RRK in Schweinfurt, Höhenkirchen und Mannheim gefordert. Die "Main-Spitze" berichtet über den Verlauf:

Hallenhockey-Hessenmeisterschaft 2009 für die A-Mädchen des RRK (hinten: Emma Kanz, Isabel Machel, Talea Meierhöfer, Lena Mischlich, Franziska Ruhland, Antonia Wilfer, Trainer Volker Schädel; davor: Mara Bentscheck, Janine Huver, Camilla Schön, Celina Hocks, Anne Schröder, Hannah Schuhmann; vorn: Torfrau Emma Seng)

Zwei Teams erreichen souverän die Endrunde

Hallensaison nur für A-Mädchen des RRK vorbei

Ein Titel, eine weitere Endrunden-Qualifikation und eine Enttäuschung: Die süddeutschen Hallenmeisterschaften sind für den weiblichen Hockeynachwuchs des Rüsselsheimer RK positiv, aber nicht optimal verlaufen. Während die A-Jugend in Schweinfurt nicht zu schlagen war und die B-Jugend im oberbayrischen Höhenkirchen nur das Endspiel verlor, hatte sich das Thema DM-Endrunde für die A-Mädchen in Mannheim früh erledigt.

Man muss ganz klar sagen, dass wir unsere Leistung nicht abgerufen und nicht konstant genug gespielt haben. Und wenn man dann in einer Gruppe mit den Finalisten steht, kann es halt mal passieren, dass man Dritter ist", so RRK-Chefcoach Benedikt Schmidt-Busse nach dem fünften Platz. Pech kam freilich auch hinzu, denn das 2:3 im Auftaktspiel gegen den späteren Südmeister TSV Mannheim fiel bei einer Schlussecke.

Gleichwohl nur zu siebt unterwegs, war die mit vier Bundesligaspielerinnen durchsetzte A-Jugend über jeden Zweifel erhaben und kann sich auch bei der DM-Endrunde am 28. Februar/1. März in Dortmund etwas ausrechnen. Nach 19:3 Toren in der Vorrunde hatte auch der Münchner SC im Halbfinale einen schweren Stand (8:1). Obwohl die Kräfte schwanden, war selbst der finale 4:3-Triumph − nach 4:1-Führung − gegen TSV Mannheim nicht wirklich bedroht. Haupttorschützin Petra Ankenbrand traf auch im Finale, und die beste Turnierspielerin, Helena Faust, führte toll Regie.

Ähnlich leicht und locker spazierte die B-Jugend ins Endspiel. Nach 21:2-Vorrundentreffern war im Halbfinale auch TSV Schott Mainz keine Aufgabe (7:2). Diese wartete erst im Endspiel mit dem Mannheimer HC. "Das war ein Spiel mit offenem Visier. Leider hat es nicht gereicht, obwohl wir noch genügend Chancen hatten", so Trainerin Lisa Jacobi zum 3:6 (2:4). Ob's in 14 Tagen, bei der Endrunde in Bad Kreuznach, Gelegenheit zur Revanche gibt?

Damit qualifiziert sich die weibliche A- und B-Jugend für die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaften in Dortmund und Bad Kreuznach. Dann eine Woche später kämpfen zwei männliche RRK-Teams bei den Süddeutschen Hallenhockey-Meisterschaften in Trier und Wiesbaden um die Tickets zur "Deutschen". Lassen wir auch hier die "Main-Spitze" berichten:

Vierter Platz bei der "Süddeutschen" für den Hallenhockey-Hessenmeister 2009, die männliche B-Jugend des RRK (hinten: Trainer Volker Schädel, Marc Syväri, Niklas Isselhard, Torwart Frederik Gürtler, Konstantin Brandt, Hendrik Burmeister, Betreuer Albrecht Gürtler; davor: Jan Sachtleben, Marius Knoll, Tobias Hoff, Marius Wassermeyer; vorn: Hendrik Jordan)

"Glück im letzten Gruppenspiel aufgebraucht"

Hockey-B-Jugend des Rüsselsheimer RK verpasst DM-Endrunde hauchdünn / Jungen A-Knaben bleibt Platz acht im Süden

Es bleibt dabei: Wenn die besten Mannschaften den Deutschen Meister ermitteln, sind zumindest die männlichen Hockey-Nachwuchsteams des Rüsselsheimer RK weiterhin außen vor. Viel hat diesmal freilich nicht gefehlt, denn die B-Jugend des Ruderklubs hatte bei den süddeutschen Titelkämpfen in Trier durchaus das Zeug dazu, die Fahrkarte zur Endrunde zu lösen. Dagegen bezahlten die sehr jungen A-Knaben des RRK in Wiesbaden Lehrgeld. Aber der Reihe nach.

In Trier sollte sich das Rüsselsheimer Schicksal im Halbfinale entscheiden. Nach einer Vorrunde, die mit einer knappen Niederlage begann, mit einem souveränen Sieg fortgesetzt wurde und mit einem Remis endete, hatte der RRK den HC Ludwigsburg eigentlich im Griff. "Das haben wir selbst verbockt; wir waren im Abschluss nicht konsequent genug", so RRK-Trainer Kai Stieglitz zum 3:4 (3:3/2:2) nach Verlängerung. Drei Mal hätten seine Schützlinge Pfosten wie Latte getroffen und dann in der Verlängerung einmal nicht aufgepasst.

"Wir hatten unser Glück im letzten Gruppenspiel wohl aufgebraucht", sinnierte Stieglitz in Erinnerung an das 2:2 (nach 0:2) gegen den Nürnberger HTC. Die letzte Option, das DM-Ticket noch zu erwischen, ging dann im Spiel um Platz drei beim 3:5 gegen den Mannheimer HC dahin. Stieglitz: "Da waren die Jungs am Ende ganz einfach platt."

Während dieses Scheitern aufgrund des Zustandekommens und angesichts der Qualität des Teams schmerzt − Stieglitz sieht fünf Kandidaten für die erste Mannschaft −, tut der achte und letzte Platz der A-Knaben in Wiesbaden kaum weh. Sieht man davon ab, dass Gastgeber WTHC zwei Ränge vor dem Hessenmeister vom Untermain landete. Da das Team von RRK-Trainer Volker Schädel aber fast zur Hälfte aus B-Knaben bestand und entsprechend körperlich benachteiligt war, kann es im nächsten Jahr deutlich besser aussehen. Zumal die Rüsselsheimer Buben großen Eifer sowie Spielfreude an den Tag legten und etwa um Spiel um Platz sieben nur an ihrer Eckenschwäche scheiterten.

Nun zum Höhepunkt der Hallenhockeysaison 2009. Die weibliche B-Jugend des RRK gibt in Bad Kreuznach ihr Bestes, wird Gruppenerster. Und auch in Dortmund beginnt die weibliche A-Jugend in der Vorrunde mit Siegen, muss dann aber gegen den Uhlenhorster HC eine empfindliche 5:1-Niederlage verkraften. Lassen wir Martin Krieger zum DM-Turnier in der "Main-Spitze" berichten:

Deutscher Meister 2009 im Hallenhockey, die weibliche A-Jugend des RRK (hinten: Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Lotta Hof, Hannah Pehle, Petra Ankenbrand, Leonie Schell, Valerie Rau, Torfrau Isabelle Gerz; vorn: Helena Faust, Ann-Paulin Heist, Anna Lippa, Marleen Tentscher, Larissa Freibert)

Das "Wunder von Bern" in Dortmund

Weibliche A-Jugend des Rüsselsheimer RK macht´s wie anno 1954 die Sepp-Herberger-Elf

Noch einer fehlt, dann wäre die Fünfzig voll: Wie gemeldet hat die weibliche Hockey-A-Jugend bei der Hallenendrunde in Dortmund mit einem finalen 5:4-Sieg nach Siebenmeterschießen über UHC Hamburg dafür gesorgt, dass sich der Rüsselsheimer RK mit dem 49. Wimpel des Deutschen Meisters schmücken kann.

Während der dritte Triumph in dieser Altersklasse eine famose "Indoor"-Runde des Ruderklubs abrundete, deutete die B-Jugend parallel dazu in Bad Kreuznach an, dass es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, bis der 50. blaue Wimpel die Wände im RRK-Vereinsheim "Zum Bootshaus" ziert. Im Halbfinale am späteren Titelträger Schwarz-Weiß Neuss etwas unglücklich gescheitert, war der Kampf um die Bronzemedaille gegen HC Essen eine eindeutige Angelegenheit.

Weibliche A-Jugend

Wer sich den Rüsselsheimer Werdegang hin zum neuen Meister genauer anschaut, könnte sich an einen historischen deutschen Sporttriumph erinnert fühlen. Analog zur Sepp-Herberger-Elf, die sich anno 1954 in der WM-Vorrunde vom Favoriten Ungarn 8:3 "einmachen" ließ, um dann bekanntlich im Endspiel in Bern beim 3:2 ihr wahres Gesicht zu zeigen, durften auch die RRK-Mädels den finalen Jubel anstimmen, obwohl sie in der Gruppenphase UHC Hamburg 1:5 unterlegen gewesen waren. "Das war zwar auch eine taktische Niederlage, aber anders motiviert. Da es das vorletzte Spiel des Tages war, war alles klar. Und da wir den Eindruck hatten, dass es egal ist, gegen wen wir im Halbfinale kommen und unser Kader zudem in der Breite nicht so stark besetzt ist, haben wir uns nicht unnötig verausgabt", erläutert Benedikt Schmidt-Busse.

Dass nicht nur dieser Ansatz, sondern auch eine "insgesamt etwas ökonomischere Spielweise" richtig war, wurde in der Vorschlussrunde offenkundig. Nach einem etwas mühsamen 2:1-Sieg über den Münchner SC und dem souveränen 6:2 gegen RTHC Leverkusen sollte das frühe Kontertor der starken Hannah Pehle genügen, um Klipper Hamburg 1:0 auszuschalten und sich die Chance auf eine Revanche gegen UHC Hamburg zu eröffnen.

Dritter Platz bei der "Deutschen" für den Hallenhockey-Hessenmeister und Süddeutschen Vizemeister 2009, die weibliche B-Jugend des RRK (hinten: Sophie Ritter, Lotte Kanz, Nathalie Krätsch, Rebecca Schneider, Vanessa Hartlep, Marilena Krauss; davor: Isabelle Gerz, Sophia Schmidtmer, Louisa Willems, Christina Schröder, Maike Cartsburg; vorn: Lidia Utz)

Das Endspiel war dann nichts für schwache Nerven. Der RRK führte in der Pause nach einem Doppelschlag 2:1, geriet dann aber 2:3 ins Hintertreffen. Ein "sensationeller Treffer von Petra Ankenbrand" (Schmidt-Busse) brachte den RRK gegen den mit sieben Spielerinnen aus dem Bundesligakader angetretenen Favoriten in die Verlängerung, in der Isabelle Gerz – neben Pehle und Lotta Hof ins DM-Turnierteam gewählt – einen Siebenmeter parierte und den Traum am Leben hielt. Rüsselsheims Torhüterin sollte dann auch im Siebenmeterschießen mit zwei abgewehrten Versuchen den Weg ebnen. Da zwei andere Hanseatinnen das Ziel verfehlten, fielen die Fehlschüsse von Petra Ankenbrand und Helena Faust nicht ins Gewicht. Hannah Pehle sowie Ann-Paulin Heist trafen und machten das "Wunder von Bern" in Dortmund perfekt.

Weibliche B-Jugend

Im Schatten der Älteren gaben auch die etwas jüngeren Mädels in Bad Kreuznach ihr Bestes. Das Team von Trainerin Lisa Jacobi wurde ebenfalls nur einmal bezwungen, bloß hatte diese Niederlage einen anderen Stellenwert. Die Vorrunde wurde nach einem Auftaktremis gegen HC Essen mit Siegen über die Zehlendorfer Wespen (3:0) und den Großflottbeker THGC (3:2) als Gruppenerster beendet.

Eigentlich sprach vor der Vorschlussrunde einiges für die Hessinnen. Schwarz-Weiß Neuss war nämlich in der zweiten Staffel nach zwei Auftaktpleiten erst dank eines 4:0 im abschließenden Spiel gegen SB Rosenheim aufgrund des besseren Torverhältnisses weitergekommen. Gegen den RRK zeigten die Westdeutschen dann aber ihr wahres Gesicht und erzielten vom Anpfiff weg das 1:0. Als Marilena Krauss nach 27 Minuten erstmals für den Hessenmeister traf, hatte Neuss schon drei Treffer vorgelegt. "Das war schon ein bisschen schade und unnötig, denn wir waren spielerisch stärker und hatten zudem ein klares Chancenplus", so Jacobi.

Hätte das Ausscheiden demnach nicht sein müssen, so gab es am verdienten Triumph im "kleinen Finale" gegen HC Essen kein Vertun. Nach der Führung durch Nathalie Krätsch stand es analog zum 2:2 in der Vorrunde zwar in Minute 19 wieder pari, doch Lotte Kanz und Vanessa Hartlep (2) sorgten in der Endphase für den 4:1-Endstand. Besondere Ehre wurde Louisa Willems zuteil: Die sechsmalige Nationalspielerin wurde ins DM-"Allstarteam" gewählt.

Heringe aus Krummhörn-Greetsiel, Gekwellde aus Bauschem, Sauce aus Gewürzgurken, Creme-fraiche, Sahne, Äpfeln und gehörig Zwiebeln – wenn das zusammen im RRK-Bootshaus auf den Tisch kommt, dann ist Aschermittwoch und das traditionelle "Heringsessen" angesagt. Werner Alt und seine Mannschaft machen diesen Abend am 25. Februar für etwa 50 RRKler zu einem gelungenen Abschluss der Faschingszeit.

Dann platzt quasi eine "Bombe" in der RRK-Hockeyabteilung! Wenige Tage nach dem Gewinn des Hallenhockey-Europapokals kündigt der RRK überraschend den Vertrag mit Herrentrainer Kai Stieglitz zum 31. August 2009. Auslöser ist die erfolgreiche Herrenmannschaft, die nach fast zehn Jahren mit ihrem Erfolgstrainer nicht mehr zusammenarbeiten will. "Das Vertrauensverhältnis zwischen Mannschaft und Trainer ist nicht mehr vorhanden", heißt es aus der RRK-Hockeyabteilung. "Die Chemie stimmt nicht mehr", so äußert sich Martin Müller. Kommunikationsprobleme und Verschleißerscheinungen nach so langer Zeit haben ihr Übriges getan. Die Herrenmannschaft wird damit ohne Trainer das Ziel "Aufstieg in die Bundesliga" angehen müssen. Mit viel Herzblut übte Kai Stieglitz das Traineramt beim RRK aus. Er hat vieles erreicht mit dem RRK. Mit dem Abschied von Kai Stieglitz geht beim RRK auch eine Ära zu Ende.

Schatzmeister Wilfried Hoffmann, das 25. Ehrenmitglied in der Geschichte des RRK Rudi Reitz, der zum 4. Ehrenvorsitzenden des RRK ernannte Prof. Dr. Dietmar Klausen und Vize-Vorsitzender Horst Ackermann bei der "RRK-Generalversammlung" am 3. April 2009

Am 13. März 2009 ehrt der Kreis Groß-Gerau in der Stadthalle von Walldorf seine erfolgreichen Sportler, die im Jahr 2008 auf Bezirks-, Landes-, nationaler und internationaler Ebene Titel errungen haben. Wenn auch der RRK bei der Verleihung der Titel "Sportler oder Mannschaft des Jahres" dieses Mal nicht dabei ist, so sind doch unter den insgesamt etwa 400 ausgezeichneten Aktiven 62 Hockeyspieler des RRK. Einige Tage später, am 20. März 2009, wird Jörg-Dieter Häußer, dem Vorsitzenden des Sportbundes Rüsselsheim und seit 28 Jahren Mitglied der Tennisgruppe des RRK, im Rüsselsheimer Rathaus durch OB Stefan Gieltowski der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.

In der 2. Hälfte des März bis in die ersten Apriltage haben die Sportabteilungen des RRK und der RRK-Gesamtverein seine Hauptversammlungen terminiert. Am 20. März beginnt die RRK-Hockeyabteilung mit ihrer JHV, bei der etwa 60 Mitglieder anwesend sind. Die Berichte zeigen, dass der RRK erneut auf ein sehr erfolgreiches Hockeyjahr zurückblicken kann und dass die finanziellen Probleme, insbesondere auch durch den Rückzug von Opel aus der Sportförderung, weiter anhalten oder sich sogar vergrößern. Bei den anstehenden Neuwahlen gibt es keine großen Änderungen. Die Abteilungsleitung besteht für die nächsten zwei Jahre aus: Martin Müller – Abteilungsleiter, Ralf-Peter Rausch – stv. Abteilungsleiter Finanzen, Glenn Eifert – stv. Abteilungsleiter Sport und Recht, Birgit Jacobi – Bereichsleiterin weibliche Jugend, Bianca Heinz und Simone Schneider – Bereichsleiterinnen männliche Jugend, Wilfried Schwanke – Medien, Jürgen Kaul – Sponsoring und Werbung, Sebastian Körber – Öffentlichkeitsarbeit, Walter Isselhard – Schiedsrichterwesen, Thomas Blivier – Teammanager 1. Damen, Rolf Lange – Teammanager 1. Herren und Claudia Schlicht – Geschäftsstelle.

Einige Tage später, am 25. März 2009, treffen sich einige Mitglieder der RRK-Tennisgruppe, um zurückzublicken, einen neuen Tennisausschuss zu wählen und um Termine für 2009 festzulegen. Bei der Neuwahl des Vorsitzenden gibt es eine Veränderung, Kurt Maurer übergibt sein Amt an Thomas Susenburger, dagegen bleiben Gerlind Liebig als Stellvertreterin und Manfred Liebig als Hüttenwart in ihren Ämtern.

Da bei der RRK-Ruderabteilung keine Wahlen anstehen, liegt der Schwerpunkt der JHV am 27. März bei den Rechenschaftsberichten und dem Thema "Achterprojekt", zu dem der Trainer des RRK, Udo Hild, auf Befragen einen ausführlichen Bericht, außerdem eine ausführliche Stellungnahme zu seinen Beweggründen und seiner Motivation abgibt, die nun im Kauf eines neuen Rennachters münden.

Am 3. April beschließt die "RRK-Generalversammlung" die Reihe der Jahreshauptversammlungen im RRK. Da auch hier keine Wahlen anstehen, nehmen der Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2008, der Kassenbericht sowie die Sportberichte den meisten Raum ein. Dann soll es zur Überraschung der Betroffenen zu besonderen Ehrungen kommen. Auf Antrag des Gesamtvorstands beschließt die Versammlung einstimmig zunächst, Rudi Reitz, der sich seit vielen Jahren und noch heute in der Ruderleitung engagiert, darunter acht Jahre als Abteilungsleiter, zum 25. Ehrenmitglied des RRK sowie anschließend, den 1. Vorsitzenden des RRK, Prof. Dr. Dietmar Klausen, der dieses Amt seit 1982 ausübt, zum vierten Ehrenvorsitzenden in der Geschichte des RRK zu ernennen. Großer Beifall der Versammlung dankt den beiden Geehrten für ihr Engagement zum Wohle des RRK.

Die Ersten Herren des RRK nach dem gelungenen Aufstieg in die 1. Feldhockey-Bundesliga (hinten: "Physio" Diana Czerwonka, Coach Christian Domke, Coach Marcel Nold, Tobias Wuttke, Simon Schmidt-Nentwig, Moritz Frank, Frank Trautmann, Thomas Jost, Jonas Hof, Timo Lehner, Jan Petersen, Sven Wohlfahrt; vorn: Oliver Domke, Falk May, Felix Seitz, Christopher Eggert, Mirco Fuchs, Lorenz Klee, Andreas Späck, Christian Minar)

Für den 21. April 2009 lädt der Kreis Groß-Gerau zu seiner Schüler-Sportlerehrung für Erfolge im vergangenen Jahr 147 Mädchen und Jungen ein, die zumindest eine Hessische Meisterschaft errungen haben. 40 Hockeyspieler/innen vom RRK sind unter den Geehrten.

Mitte April wird bei den RRK-Damen in der Ersten und bei den RRK-Herren in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga die schon 2008 begonnene Meisterschaftsrunde fortgesetzt. Die Herren liegen nach sieben Spielen mit drei Punkten Rückstand auf dem 3. Tabellenplatz, nicht komfortabel, aber auch nicht aussichtslos im Hinblick auf den erstrebten Aufstieg! Da ohne Trainer, versucht ein Spielerrat diese Lücke zu schließen. Und auch die Damen besetzen nach neun Spielen mit 16 Punkten den 3. Tabellenplatz mit wenig Abstand nach oben aber auch mit wenig Abstand nach unten. Das Damenteam um Trainer Benedikt Schmidt-Busse will die letztjährige Platzierung unbedingt korrigieren und an der Endrunde teilnehmen.

Die RRK-Herren kommen mit einer Niederlage und einem Sieg nicht optimal aus den Startlöchern. Es folgen drei Siege. Dann ist es endlich so weit. Zum ersten Mal, nach 14 von 18 Spielen übernehmen die RRK-Herren Ende Mai die Tabellenführung der Zweiten Bundesliga Süd und dürfen ernsthaft vom Aufstieg in die Erstklassigkeit träumen. Voraussetzung dafür ist das erfolgreiche Wochenende im heimischen Stadion am Sommerdamm, wo der RRK dem 3:2 vom Samstag gegen die Zehlendorfer Wespen tags darauf ein 1:0 im Penalty-Schießen gegen den bisherigen Spitzenreiter BW Berlin folgen lässt. Doch der Rückschlag folgt, aus zwei Heimspielen gegen den "Angstgegner" SC 80 und Lichterfelde holt der RRK nur zwei Punkte. Vor dem letzten Doppelspieltag ist der RRK mit einem bzw. zwei Punkten Rückstand auf BW Berlin und den Münchner SC auf fremde Hilfe angewiesen, um den Aufstieg noch zu schaffen. Mit einem 5:2 über die Stuttgarter Kickers und einem 5:4 über den Dürkheimer HC schafft der RRK die Voraussetzung für ein am Ende doch noch glückliches Ende. Woran am Untermain kaum noch einer ernsthaft glaubt, wird dank einer Verkettung glücklicher Umstände (punktgleich mit besserer Tordifferenz gegenüber dem Münchner SC) doch noch Realität: Die Hockeyspieler des RRK beenden ihre Degradierung ins zweite Glied nach drei Jahren und gehören in der Feldsaison 2009/10 wieder zum erlauchten Kreis der zwölf national besten Mannschaften.

Bei den RRK-Damen macht Meike Acht eine berufsbedingte Pause und Lotta Hof hat Fersenprobleme, dafür brennen Christina Schröder und Marilena Krauss, zwei nachgerückte Talente, auf ihren Einstand im Bundesliga-Team. Der Rückrundenbeginn lässt sich zäh an, einem knappen Heimsieg folgen zwei knappe Niederlagen in Hamburg, dann ein mühsamer Sieg über den Münchner SC, dann jedoch ein 3:1-Sieg beim Tabellenzweiten Köln, zu Hause eine Niederlage gegen den Berliner HC und ein Sieg über Lichterfelde, der RRK steht wieder auf dem 3. Tabellenplatz und schließt hier mit zwei Siegen in Hamburg die Punktrunde auch ab. Somit fahren die RRK-Damen nach Düsseldorf zur Endrunde um die Deutsche Meisterschaft im Feldhockey 2009 und treffen im Halbfinale auf den Club an der Alster Hamburg. Das junge RRK-Team  geht nur als Außenseiter in dieses Halbfinale. Wir zitieren die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung":

Die RRK-Damen vor dem Halbfinale um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft 2009 mit Irene Balek, Sonja Thüner (verdeckt), Eva-Maria Frank, Helena Faust, Hannah Pehle, Vera Battenberg, Charlotte van Bodegom, Petra Ankenbrand, Christina Schröder, Marilena Krauss, Silke Müller, Lena Schüder, Lena Jacobi, Cora Eilhardt, Ela Tarlan und Nina Günther

Golden Goal: Bitteres Aus für die RRK-Damen

Enttäuschung nach 1:2 im Hockey-Halbfinale

Die Hockey-Damen des Rüsselsheimer RK haben den Einzug in das Finale der deutschen Feldhockey-Meisterschaft verpasst. Das Team von Trainer Benedikt Schmidt-Busse musste sich dem deutschen Hallenmeister vom Club an der Alster nach Verlängerung 1:2 (1:1, 1:1) geschlagen geben. Das entscheidende Golden Goal erzielte Lydia Morgenstern in der dritten Minute der Extrazeit. "Das war ein sehr anstrengendes und zähes Spiel, bei dem ich sehr gelitten habe. Am Ende habe ich deshalb auch meine Sonnenbrille aufgelassen, dass man die Tränen nicht so sieht", sagte Schmidt-Busse.

Gemeinsam mit seinem jungen Team hatte er sich gegen den favorisierten Gegner viel vorgenommen. Den ersten Angriff auf die Vormachtstellung des Clubs an der Alster unternahmen die Rüsselsheimerinnen schon vor dem Anpfiff. Als die Hamburgerinnen den obligatorischen Kreis aus Spielerinnen auf der falschen Seite des Feldes bildeten, liefen die Rüsselsheimerinnen selbstbewusst mitten durch ihre Gegnerinnen hindurch und zwangen das Team zum Rückzug – zumindest vorerst. So einfach gaben sich die Spielerinnen vom Club an der Alster auf dem Feld aber nicht geschlagen. Obwohl bei den Hamburgerinnen immer wieder schmerzlich die verletzte Nationalstürmerin Anneke Böhmert vermisst wurde, konnte der Rüsselsheimer RK über weite Strecken kein Kapital daraus schlagen. "Die ersten 15 Minuten haben wir überhaupt nicht stattgefunden. Auch wenn wir uns zugutehalten müssen, dass wir uns dann wieder in die Partie gekämpft haben", sagte Schmidt-Busse. Und für diesen Einsatz wurden die Rüsselsheimerinnen belohnt. Nach einer Ecke von der erst 16 Jahre alten Marilena Krauss fälschte eine Spielerin vom Club an der Alster den Ball unhaltbar ins eigene Tor zum 1:1-Ausgleich ab.

In der Verlängerung setzte sich dann das routiniertere Team vom Club an der Alster durch. "So ein Fehler darf natürlich nicht passieren", sagte Schmidt-Busse und meinte den letzten Angriff. Fast mühelos konnte sich der Club an der Alster durchsetzen und mit ein wenig Glück das Golden Goal erzielen. "Den Ball hätte man noch anpinseln können, so langsam wie der über die Linie gerollt ist", sagte Schmidt-Busse. "Auch wenn das nach so einer Niederlage erst einmal belanglos ist, muss man natürlich auch sagen, dass wir eine tolle Saison gespielt haben." Der Club an der Alster hat mit seinem Sieg gegen den RRK das Hamburger Finale perfekt gemacht – heute trifft man auf den Uhlenhorster HC, der den Titelverteidiger Berliner HC durch ein 5:2 aus dem Rennen warf.

Damit haben der Berliner HC und der RRK gemeinsam den 3. Platz der Meisterschaft erreicht. Im Finale besiegt der UHC Hamburg überraschend den Club an der Alster mit 1:0.

Die Zweiten Herren des RRK haben nach dem Aufstieg 2008 in der 2. Regionalliga Süd ihre Probleme. Im abstiegsgefährdeten Bereich kämpft die Mannschaft um Kapitän Gregor Theis in den letzten Spielen um den Klassenerhalt und kann sich erst am letzten Spieltag auf dem drittletzten Tabellenplatz in Sicherheit bringen. Das Zweite Damenteam des RRK um Teamsprecherin Franziska Eckhard kann dagegen nach 2007 und 2008 erneut die Runde als Oberliga-Meister beenden, ein Aufstieg ist nicht möglich.

Der RRK-Bootssteg wird nach Reparatur am 4. April 2009 wieder aufs Wasser gebracht

Begrüßung durch Ruder-Abteilungsleiter Martin Kraft beim RRK-Anrudern 2009

Nachdem der Bootssteg am RRK-Bootshaus wegen Beschädigung durch die Berufsschifffahrt Ende Februar aus dem Main gehoben werden muss, im März repariert und anfangs April wieder aufs Wasser gebracht wird, kann auch im Jahr 2009, am 1. Mai, die RRK-Ruderabteilung ihr traditionelles Anrudern im Rahmen des Rüsselsheimer Mainfestes veranstalten. Es beteiligen sich mehr als 50 Ruderer auf dem Wasser, darunter auch Flörsheims Bürgermeister Michael Antenbrink, Rüsselsheims OB Stefan Gieltowski, Flörsheims Erster Stadtrat Markus Ochs sowie die Freunde vom Flörsheimer RV. Die geplante Taufe des neuen Rennachters muss leider ausfallen, da das Boot noch nicht geliefert werden konnte.

Die Sieger im Vierer-mit und Vierer-ohne MDA 65 beim DRV-Masters-Championat in Werder an der Havel (Udo Hild, Dr. Michael Ursprung, Ernst Rühl, Walter Scheller)

Bereits anfangs April weilt Trainer Udo Hild mit seinen Ruderern zu einer Trainingswoche in Erlangen und bereits am Wochenende vor dem Anrudern beginnt für die RRK-Ruderer die Regattasaison mit der Frühregatta in Mannheim. Neben Trainer und Mastersruderer Udo Hild wollen in der Regattasaison 2009 die Senioren Benjamin Michel, Martin Kraft und Hans-Peter Wagner sowie die Junioren Cihan Aydin und Christian Kunkel die Farben des RRK vertreten. Nach RRK-Siegen in Mannheim für Benjamin Michel im Einer (2) und Christian Kunkel im Rgm.-Achter, zwei Siegen für den Doppelzweier Kraft/Michel und einem Sieg für Udo Hild im Rgm.-Achter in Bamberg folgt schon der erste Saison-Höhepunkt für die RRK-Ruderer.

Die Internationale Hügelregatta auf dem Essener Baldeneysee mit dem Deutschen Meisterschaftsrudern im Großboot ist Ziel für Martin Kraft und Benjamin Michel im Doppelzweier. Neben dem RRK sind der RV Weser Hameln, die Potsdamer RG und der Rüdersdorfer RV Kalkberge am Start. Doch die Hoffnungen beim RRK auf eine Medaille erfüllen sich nicht, Kraft/Michel müssen sich, obwohl an der 1.000-m-Marke noch im Feld, nach 2.000 Metern mit dem 4. Platz begnügen.

Es folgen die Kasseler Ruderregatta mit je zwei Siegen für Christian Kunkel im Rgm.-Achter und Udo Hild im Rgm.-Doppelzweier, die Heidelberger Regatta mit einem Sieg von Kraft/Michel im Doppelzweier, dann die Kölner Juniorenregatta in Fühlingen, wo Christian Kunkel und Cihan Aydin in Rgm.-Booten am Start sind, jedoch keinen Sieg an den Untermain holen können.

Dann steht der zweite Saison-Höhepunkt des Jahres für die RRK-Ruderer an, d.h. nur für den Mastersruderer Udo Hild. In Werder an der Havel findet das DRV-Masters-Championat, ein Stelldichein der stärksten deutschen Mastersruderer, statt, bei dem Udo Hild an zwei Tagen in vier verschiedenen Bootsklassen – im Zweier-ohne, im Vierer-ohne, im Vierer-mit und im Achter – mit seinen Bootskameraden in sieben Rennen an den Start geht und sich sechs Siege (!) holt.

Am ersten Juni-Wochenende startet Cihan Aydin in Rgm.-Booten, im Lgw.-Vierer-ohne und im Lgw.-Achter, auf der Internationalen Hamburger Juniorenregatta, zwei zweite Plätze bei leistungsstarken Gegnern sind eine gute Basis für den dritten Saison-Höhepunkt der RRK-Ruderer.

Die Junioren-B-Achter (U17) bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften 2009 in Duisburg etwa 200 Meter vor dem Ziel – Dritter von unten die von Udo Hild trainierte Rgm. Rüsselsheimer RK 08 / Frankfurter RC Fechenheim 1887 / Flörsheimer RV 08 / Mühlheimer RV 1911 / RG Wiesbaden-Biebrich 1888 / Marburger RV von 1911 mit Christian Kunkel (RRK) auf Nr. 3 und Christoph Laudes (FRV) auf Nr. 2

Dieser dritte Saison-Höhepunkt der RRK-Ruderer, d.h. nun der Jugend, sind die Deutschen Juniorenmeisterschaften vom 25. bis 28. Juni auf der Wedau in Duisburg. Cihan Aydin wird hier Im Lgw.-Vierer-ohne und im Lgw-Achter der A-Junioren (U19) starten. Aber auch Christian Kunkel vom RRK ist auf der Wedau dabei, im Achter der B-Junioren (U17) wird der von Udo Hild trainierte Rgm.-Achter versuchen, eine Medaille zu holen. Das erste Rennen für den RRK ist der Vierer-ohne über 2.000 Meter mit Cihan Aydin sowie zwei Ruderern aus Ludwigshafen und einem aus Hanau an Bord. Nach einem packenden Rennen kommen die Vier hinter der Lübecker RG und einer Rgm. aus Essen, Köln und Wanne-Eickel-Herten auf dem Bronzeplatz ins Ziel. Der Kräfteverschleiß dieses Rennens macht sich im späteren Achterrennen bemerkbar. Das Bronze-Quartett, erweitert durch den Silbermedaillengewinner im Vierer-ohne, kann nur Rang vier belegen. Obwohl die Hebeleinstellungen im Boot noch vor dem Rennen verändert werden, um die Druckverhältnisse der körperlichen Verfassung anzupassen, kann die Mannschaft die Schlagzahl im Endkampf nicht mehr steigern. Über die 1.500 Meter errudern Christian Kunkel vom RRK und Christoph Laudes vom FRV, wie schon der Vierer-ohne, ebenfalls einen Platz auf dem Siegespodest. Im von Udo Hild trainierten Rgm.-Achter (U17) holen sich die beiden jungen DM-Debütanten aus Rüsselsheim und Flörsheim gemeinsam mit ihren Partnern aus Frankfurt-Fechenheim, Marburg, Mühlheim und Wiesbaden-Biebrich die Bronzemedaille. Auf den ersten 250 Metern führen die Hessen sogar das Rennen an, müssen letztlich aber im Sechs-Boote-Feld zwei Renngemeinschaften, eine aus dem Norden und eine aus dem Westen der Republik, ziehen lassen.

Bronze bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften für den Lgw.-Junior-A-Vierer (U19) der Rgm. Ludwigshafener Ruderverein von 1878 / Hanauer Ruderclub Hassia / Rüsselsheimer Ruder-Klub 08 mit Julius Pieper (LRV), Cihan Aydin (RRK), Pascal Baumann (LRV) und Simon Schreiber (HRCH)

Die 15 Teilnehmer des 1. Turniers beim "4. RRK-Golfmasters" am 18. Mai 2009 (hinten: Wilfried Hoffmann, Fritz Schmidt, Thomas Blivier, Klaus Köppen, Karl-Heinz Nuffer, Karl-Heinz Wagner, Manfred Diehl, Wolfgang Knoll, Rainer Seifert, Helmut Robl, Walter Leichtweiß; vorn: Werner Schmidt, Heidi Seifert, Annette Susenburger, Manfred Liebig)

Die Dritten im Junioren-B-Achter (U17) bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften 2009 in Duisburg nach der Siegerehrung mit Christian Kunkel (RRK, Dritter von rechts), Christoph Laudes (FRV, Vierter von links) sowie den beiden Trainern Harald Schad (Mühlheimer RV, Zweiter von rechts) und Udo Hild (RRK, rechts)

Vor der Sommerpause der Ruderer startet Udo Hild mit seinen Masters-Ruderkameraden noch auf der traditionsreichen Henley-Regattastrecke (nur zwei Startplätze) bei der "Henley Veteran Regatta", siegt im Masters-Achter, Mindest-Durchschnittsalter (MDA) 60, und belegt im Masters-Doppelzweier, MDA 70, nach Siegen im Viertel- und Halbfinale schließlich im Finale den zweiten Platz.

Wie in den letzten drei Jahren wird auch 2009 ein RRK-Golfmasters mit zwei Turnieren stattfinden. Beim ersten Turnier am 18. Mai treffen sich 15 golfspielende RRKler zu einer 18-Loch-Runde auf dem Meisterschaftsplatz "Nessie" im Golfpark Bachgrund. Sieger der Bruttowertung wird Fritz Schmidt, in der Nettowertung bis Hcp 24,8 siegt Karl-Heinz Wagner vor Walter Leichtweiß und Wilfried Hoffmann und ab Hcp 24,9 Manfred Liebig vor Wolfgang Knoll und Helmut Robl sowie Klaus Köppen. Die Entscheidung, wer das 4. RRK-Golfmasters 2009 gewinnt und damit den Wanderpreis für ein Jahr mit nach Hause nehmen kann, entscheidet sich beim zweiten Turnier am 7. September.

Wie seit vielen Jahren treffen sich die Ruderkameraden des RK am Baldeneysee und des RRK auch am Fronleichnams-Wochenende 2009 zu ihrer Ruder-Wanderfahrt. Organisator Jochen Rudloff vom RaB hat sich ein besonderes Highlight einfallen lassen, zwei Tage Rudern auf dem Starnberger See und dann eine Floßfahrt auf Loisach und Isar. Da das Wetter Kapriolen macht – Sturm ist angesagt – können die 16 RaBler und die 12 RRKler an den beiden Rudertagen nur 40 km rudern, doch die Floßfahrt bei herrlichem Sommerwetter entschädigt für alles.

27 von 28 Ruderern des RaB und des RRK bei der Gemeinschafts-Ruderwanderfahrt 2009 vor den Bootshallen des Münchener Ruder- und Segel-Vereins "Bayern" von 1910 am Starnberger See (Dr. Michael Winkels, Peter Riethmüller, Werner Alt, Wolfgang Freimuth, Wolfgang Orlowski, Dr. Bernd Grafflage, Eberhard Borschinsky, Jürgen Kleine, Uwe Hurlin, Klaus Schellbach, Wolfgang Gummersbach, Ragnar Otto, Jochen Zimmermann, Karl-Heinz Wagner, Karl Heinz Ampütte, Jochen Rudloff, Rudi Reitz, Dr. Claus Holzapfel, Wolfgang Vorfalt, Detlev Welters, Udo Renk, Christian von Schneidemesser, Werner König, Jochen Wichelhaus, Dieter Lang, Wilfried Hoffmann, Dieter Korb, es fehlt Helmut Gerds)

Am 4. Juli 2009 wird das Mainvorland vor den Opelvillen und dem RRK-Bootshaus sowie die Festung im Rahmen des Rüsselsheimer Kultursommers zu einem besonderen Event genutzt. "Es wäre doch eine tolle Geschichte, RRK, SC Opel, die Bürgerstiftung Festung und die Stiftung Opelvillen einmal zusammenzuführen. Dann wird man sehen, dass Kunst einen wunderschönen Teil der Freizeitgestaltung ausmacht und nicht nur Sport". Das dachte sich Brigitte Nold vom Förderverein RRK-Hockey und gibt die Initialzündung für "Kunst trifft Sport". Ein voll gefülltes Programm für alle Altersklassen lockt etliche Besucher in die Festung, an die Opelvillen, ins Museum und ans Mainvorland. Den Startschuss gibt ein Fußball-Hockey-Turnier des Nachwuchses von RRK und SC Opel. Auch Rudern können die Besucher testen, denn die Ruderabteilung des RRK hat ein Ruderergometer aufgestellt. Einen Höhepunkt des Tages markiert die Taufe eines Rennachters, den der RRK sich 2009 angeschafft hat. Namensgeber für das neue Boot ist der langjährige RRK-Vorsitzende und seit 2009 auch RRK-Ehrenvorsitzende "Dr. Dietmar Klausen", der den Taufakt auch vornimmt.

 

Taufe des neuen RRK-Rennachters im Rahmen der Veranstaltung "Kunst trifft Sport" auf den Namen des langjährigen RRK-Vorsitzenden und seit 2009 auch RRK-Ehrenvorsitzenden "Dr. Dietmar Klausen" durch den Namensgeber

 

In der ligaspielfreien Sommerzeit vom 3. bis 16. Juli finden in Boston (USA) die 6. Juniorinnen-Weltmeisterschaften statt, an denen vom RRK die Spielerinnen Hannah Pehle, Charlotte van Bodegom und Eva-Maria Frank sowie die Trainer Benedikt Schmidt-Busse und Lisa Jacobi teilnehmen. Doch die deutsche Mannschaft verpasst den Einzug ins Halbfinale und landet schließlich nur auf einem enttäuschenden 6. Platz. Besser macht es die "Ü60" des DHB beim "Grand Masters Europacup" in Amstelveen, wo Martin Müller, Hockey-Abteilungsleiter im RRK, mit seinen Spielkameraden den Bronzeplatz erreichen kann.

Ende August richtet der RRK auf der Hockeyanlage am Sommerdamm im Gedenken an den langjährigen RRK-Jugendleiter den 4. "Kurt Becker Cup", ein Turnier für weibliche und männliche B-Jugend-Mannschaften aus. Vier weibliche und vier männliche Mannschaften zeigen an den drei Turniertagen niveauvolles Hockey. Sieger bei den Jungens wird der UHC Hamburg, bei den Mädchen ist der RRK nicht zu stoppen.

Schon seit einigen Jahren treffen sich am Rüsselsheimer Kerbemontag einige RRK-Ruderer, in diesem Jahr am 24. August 2009 zwei Ruderinnen und zwölf Ruderer unterschiedlichen Alters, um eine gemütliche Ruderfahrt nach Eddersheim und dann zurück zum Bootshaus zu starten. Ein Achter und ein Doppelfünfer machen bei herrliche Wetter am Montagmorgen den Weg nach Eddersheim und legen gegen 12.30 Uhr am RRK-Bootshaus wieder an. Auf der Terrasse des Bootshaus-Restaurants wartet ein zünftiger Kerbe-Frühschoppen mit "Rippchen und Kraut" auf die eifrigen Ruderer/innen.

"Kerberudern" 2009: Der Doppelfünfer startet nach Eddersheim mit Wolfgang Vorfalt, Wolfgang Gummersbach, Silvia Reitz, Ursula Alt und Rudi Reitz

"Kerberudern" 2009: Der Achter vor dem Ablegen mit Wolfgang Freimuth, Werner Alt, Georg Gagel, Wilfried Hoffmann, Karl-Heinz Wagner, Ragnar Otto, Gerhard Ketter und Dr. Dietmar Klausen

Gleichfalls Ende August sind die Ruderdamen des RRK mit männlicher Begleitung zu einer Ruder-Wanderfahrt bei Frankfurt an der Oder, der Heimat von Kirsten und Oliver Pooch, unterwegs. Fünf Damen und vier Herren rudern auf Oder und umliegenden Gewässern an drei Tagen etwa 82 km. Einige Tage später wird im Rahmen des Flörsheimer Drachenboot-Cups erneut, wie schon im vergangenen Jahr, ein "Städteachter Flörsheim – Rüsselsheim" ausgetragen. 2008 konnte sich der Flörsheimer RV bei diesem Achterrennen äußerst knapp den Sieg über den RRK erkämpfen. Und auch in diesem Jahr gelingt es dem RRK-Achter mit Cihan Aydin, Michael Schindler, Hans-Peter Wagner, Harald Czerwenski, Martin Kraft, Oliver Pooch, Lutz Beyer, Benjamin Michel und Steuerfrau Laura Schmidt nicht, das Ergebnis zu ändern. Auch 2009 heißt der Sieger des Städteachters "Flörsheimer RV".

Die Teilnehmer der "Damen-Wanderfahrt" im Achter: Ursula Alt, Sigrid Schäfer, Wolfgang Gummersbach, Silvia Reitz, Werner Alt, Christine Brossier, Rudi Reitz, Oliver Pooch und am Steuer Kirsten Pooch

Die ersten Drei des "4. RRK-Golfmasters 2009" mit Hauptorganisator Fritz Schmidt: Walter Leichtweiß – 3. Platz, Sieger Manfred Liebig mit gewonnenem Wanderpreis und Karl-Heinz Wagner – 2. Platz

Und auch die Golffreunde des RRK entscheiden am ersten September-Wochenende bei ihrem zweiten Turnier 2009, wer das "4. RRK-Golfmasters" gewinnt. Sechzehn "golfverliebte" RRKler spielen im Golfpark Bachgrund bei herrlichem Wetter eine 18-Loch-Runde. Sieger der Bruttowertung wird Fritz Schmidt, in der Nettowertung bis Hcp 24,9 siegt Karl-Heinz Wagner vor Walter Leichtweiß und Wilfried Hoffmann und ab Hcp 25,0 Thomas Susenburger vor Manfred Liebig und Klaus Köppen. Außerdem werden in der Nettowertung die ersten drei der Gesamtwertung aus beiden Turnieren geehrt, der erste Manfred Liebig als "RRK-Golfmasters-Sieger 2009" erhält den 2006 gestifteten Wanderpreis bei der vierten Austragung nun schon zum dritten Mal. Er siegt mit 74 Punkten vor Karl-Heinz Wagner mit 66 und Walter Leichtweiß mit 65 Punkten.

Schon Ende August beginnen für die Ruderer des RRK die Herbstregatten. Auf der Kurzstrecken-Regatta in Mühlheim kann der RRK 5 Siege, in Limburg ebenfalls 5 Siege und in Großauheim 4 Siege erringen.  Mastersruderer Udo Hild startet zwischenzeitlich auf dem "World-Masters-Championat" in Wien, kann dort im Zweier und Achter drei Siege erringen, und dann am Ende der Saison in Würzburg, wo er mit RRK-Steuermann Karl-Heinz Wagner im Achter ebenfalls erfolgreich ist.

Andreas Klepper, Benjamin Michel, Martin Kraft und Jörg Herzog haben auf den Kurzstrecken-Regatten im Herbst ungeschlagen 7 Regattasiege im Doppelvierer an den Untermain geholt. Nun stehen am 10./11. Oktober in Köln-Fühlingen die 13. Deutschen Sprintmeisterschaften auf dem Programm des RRK-Doppelvierers. Ziel des RRK-Vierers auf der 310-Meter-Strecke des Fühlinger Sees ist der Einzug in das Finale der besten Sechs, der bei einem Starterfeld von 15 Booten mit vielen Rudergrößen sicher nicht einfach zu erreichen ist. Nach einem zweiten Platz im Vorlauf mit der zweitbesten Zeit aller Teilnehmer und einem Sieg im Halbfinale hat das RRK-Boot schon sein gestecktes Ziel erreicht, die Qualifikation für das Finale. Lassen wir zum Finale des Doppelvierer-Rennens das "Rüsselsheimer Echo" berichten:

Die Bugspitze ist knapp vorne

Doppelvierer des Rüsselsheimer RK gewinnt gegen viele Größen der Sportart die Deutsche Sprintmeisterschaft

Am Start des entscheidenden Rennens der Doppelvierer waren außer dem RRK die Frankfurter RG Germania, die mit Marcel Hacker, dem fünffachen Deutschen Meister im Einer, antrat, mit dem RV Weser Hameln noch der Titelträger von 2007 sowie die Cochemer RG, der Regatta-Verband Ems-Jade-Weser und die Rennrudergemeinschaft Mülheim.

Alle Boote gingen mit Schlagzahlen von knapp unter 50 vom Start weg, der RRK war sofort mit an der Spitze, aber die Abstände waren minimal, so dass auch das Glück am Ende eine gewisse Rolle spielen sollte. Alle Boote kämpften erbittert um die Führung. Nach etwa 40 Ruderschlägen hatten alle Vierer die Strecke von 310 Metern zurückgelegt. Im Ziel hatte der RRK die Bugspitze knapp vorn, er holte sich den Titel in der Zeit von 49,20 Sekunden mit einem Vorsprung von nur 0,04 Sekunden vor dem "Hacker-Vierer" der Frankfurter Germania.

Dieser Sieg bedeutete die 28. Deutsche Meisterschaft einer RRK-Mannschaft. Andreas Klepper, Benjamin Michel, Martin Kraft und Jörg Herzog feierten ihren Triumph ausgiebig.

Damit ist die Regattasaison beendet und wird am 24. Oktober mit dem Abrudern auch offiziell beschlossen. Gemütlich in gemeinsamer Runde wird gefeiert, aber auch der Sport kommt nicht zu kurz. In einem hart umkämpften Mixed-Vierer-Rennen über etwa 600 Meter, zu dem vier Mannschaften antreten, siegen im Finale aufgrund "roher Kraft" Stephanie Haupt, Manuel Gierth, Philipp Hauck, Martin Kraft und Michael Schindler. Die Klubmeisterschaft im Einer sieht nur zwei Ruderer, die beiden aus dem "Maschinenraum" des Meisterschafts-Vierers, am Start. Den Wanderpreis als RRK-Klubmeister sichert sich überlegen Benjamin Michel vor Martin Kraft.

Siegerehrung bei der Deutschen Sprintmeisterschaft 2009 im Doppelvierer für Andreas Klepper, Benjamin Michel, Martin Kraft sowie Jörg und Laura Herzog vom RRK

Benjamin "Benny" Michel, nach 2004 und 2007 auch 2009 RRK-Klubmeister im Einer, hier mit dem Klubmeisterschafts-Wanderpreis

Insgesamt beendet die Ruderabteilung des RRK die Regattasaison mit 37 Siegen. Am erfolgreichsten ist der Seniorruderer Benjamin Michel mit 15 Siegen vor Trainer und Mastersruderer Udo Hild mit 14 Siegen, gefolgt von Martin Kraft mit 12 Siegen, der nunmehr stolz auf 104 Regattasiege für den RRK zurückblicken kann.

Die neue Feldhockey-Saison 2009/2010 beginnt für beide RRK-Mannschaften, Damen und Herren – nach dem Aufstieg im Frühjahr, Mitte September in der Ersten Bundesliga. Während RRK-Damentrainer Benedikt Schmidt Busse nun schon seine dritte Feldsaison beim RRK angeht, hat es in der Sommerpause bei den RRK-Herren eine Neuverpflichtung gegeben, der Frankenthaler Stephan Decher übernimmt das Training – die Hockeyleitung bezeichnet ihn als "Wunschkandidaten", für seine neue Mannschaft ist er die "Traumlösung". Im Damenteam herrscht große Fluktuation. Silke Müller verlässt den RRK Richtung Holland, Lena Jacobi und Hannah Pehle gehen nach Südafrika. Viktoria Krüger ist aus Südamerika zurück und wird die Mannschaft verstärken. Nina Günther hat ihre Pause beendet. Nachwuchs wird ebenfalls hochrücken. Der Halbfinalist der vergangenen deutschen Meisterschaft muss wohl "kleinere Brötchen backen" (Schmidt-Busse). Von einem Einzug in die Finalrunde der besten Vier ist daher keine Rede: "Das wäre eine zu hohe Forderung." Im Herrenteam gibt es neben Trainer Stephan Decher weitere personelle Neuzugänge – Thorsten Küffner, Erlangen, und Julian Wuttke, Dürkheim, haben sich der Mannschaft angeschlossen. Oliver Domke wird noch ein Jahr an seine Karriere dranhängen. Trotz allem erwartet den RRK hier sicher ein Kraftakt zur Sicherung der "Ersten Klasse".

Spielerinnen und Spieler des RRK, Damentrainer Benedikt Schmitt-Busse (l.), Hockey-Abteilungsleiter Martin Müller (3.v.r.) und RRK-Sponsorenbeauftragter Jürgen Kaul (2.v.r.) kamen stellvertretend zur offiziellen Verkündung des Hauptsponsorings durch die Kreissparkasse, vertreten unter anderem durch Sparkassendirektor Heiko Dennert (r.)

Die RRK-Damenmannschaft startet mit zwei Niederlagen in die Punktrunde, einem Sieg sowie zwei "Penaltysiegen" folgt ein weiterer Sieg, doch die drei letzten Spiele vor der Winterpause gehen verloren. Damit liegt der RRK zur Halbzeit nach 9 Spielen mit 10 Punkten auf dem 7. Platz. Die Bundesliga-Damen des RRK laufen damit Gefahr, in der Feldrückrunde gegen den Abstieg ankämpfen zu müssen. Das vor der Saison wegen schmerzlicher Abgänge notgedrungen weiter verjüngte Team rangiert nur drei Zähler vor dem Relegationsplatz. "Wir hatten einen Platz zwischen fünf und acht ins Auge gefasst. Nun müssen wir doch arg nach unten schielen", sagt Trainer Schmidt-Busse. "Und das ist völlig unnötig." Ärgerlich ist vor allem, dass die RRK-Damen zuletzt drei Siebenmeter in Serie verschossen – in spielentscheidenden Situationen. Schmidt-Busse ist aber überzeugt, dass das Schusspech bald überwunden sein wird.

Bei den RRK-Herren läuft es noch schlechter. Neben zwei Unentschieden im ersten und dritten Spiel kann in den restlichen sechs Spielen kein Punkt gemacht werden. Desillusioniert sind sie dennoch nicht, die Hockeyherren des RRK. Nur zwei Punkte und acht Tore nach acht Spielen, Vorletzter – es kommt genau so, wie es nach der Rückkehr in die Bundesliga erwartet wurde. Die Realität sieht nur noch etwas schlechter aus als die Prognose. Schon nach der Hälfte der Feldspielzeit, die nach der Hallensaison im April 2010 fortgesetzt wird, steht fest: Die RRK-Herren werden im nächsten Sommer in der Abstiegsrunde mit drei Konkurrenten zwei Absteiger ausspielen. "Wir wussten von vornherein, dass es ein schweres Unterfangen wird", sagt Stephan Decher. "Wir konnten in einigen Spielen schön mitspielen", sagt der frühere Nationalspieler und Weltmeister Oliver Domke. "Unsere Strafecken sind aber noch sehr ungefährlich. So wird es schwer, in der Liga Punkte zu holen." Da aber auch Abstiegskonkurrenten wie Frankenthal und Rheydt ähnliche Probleme plagen, sieht sich der RRK gerüstet für den Verbleib in der Eliteklasse. "Wir wissen, was wir dafür tun müssen", sagt Decher. "Es wird jedenfalls nicht an unserer Motivation scheitern."

Dagegen kann der RRK auf einem anderen Gebiet Erfolg vermelden. Nach dem Rückzug von Opel sind die Hockey-Bundesliga-Mannschaften des RRK bei der Suche nach einem neuen Hauptsponsor fündig geworden. Die Kreissparkasse Groß-Gerau und weitere Partner aus der Sparkassen-Finanzgruppe übernehmen ab dem 1. August 2009 als Hauptsponsor die Partnerschaft mit dem RRK und zwar für die erste Damen- wie die erste Herrenmannschaft. Die Kreissparkasse unterstreicht mit dieser Maßnahme, dass sie nicht nur vielfältige Sportarten in der Region unterstützt, sondern auch den Spitzensport auf nationaler und internationaler Ebene.

Auch die Zweiten Herren des RRK kommen auf dem Feld nicht in Fahrt und müssen in der Zweiten Regionalliga Süd, Gruppe West, nach sechs Spielen mit vier Punkten auf einem Abstiegsplatz überwintern. Dagegen liegen die Zweiten Damen nach vier Spielen mit acht Punkten in der Oberliga Hessen auf dem 2. Platz.

Bevor die Meisterschaften der Jugend in die entscheidende Phase kommen, treffen sich Ende September die U16-Auswahlteams der Länder in Nürnberg, um den Hessenschild und den Franz-Schmitz-Pokal auszuspielen. An den Talenten des RRK hat es kaum gelegen, dass es nichts wird – mit dem neunten Sieg beim Franz-Schmitz-Pokal oder dem siebten Triumph beim Hessenschild. Die U16-Auswahlteams des Hessischen Hockey-Verbandes (HHV) belegen beim Endturnier des Länderpokal-Wettbewerbs die Plätze zwei und drei, wobei die Mädels beim Hessenschild den Titelhattrick knapp verpassen. Sieben der neun männlichen sowie sechs der sieben weiblichen Torerfolge gehen auf das Konto der 18 beteiligten jugendlichen RRK-Hoffnungsträger.

Die B-Mädchen des RRK, hessischer Vizemeister in der Feldhockey-Saison 2009 (hinten: Lea Radotic, Isabel Scherer, Torfrau Lisa Viebrantz, Fabienne Werner, Kristin Rapp, Selina Windgaß, Lea Vor, Carina Wolf, Lisa Müller; vorn: Nathalie Edler, Emily Schneider, Michelle May, Lara Kaltbeizel)

Hessischer Vizemeister 2009, die männliche B-Jugend des RRK (hinten: Marc Papenburg, Sven Schlicht, Luca Müller, Marius Knoll, Niklas Isselhard, Trainer Volker Schädel, Frederik Gürtler, Felix Reinheimer, Tim Riedl; vorn: Patrick Schaffarczyk, Pattrick Schellin, Konstantin Brandt, Hendrik Jordan, Tobias Hoff, Phil Bosche, Christian Horneck)

Die A-Mädchen des RRK, Hessischer Meister in der Feldhockey-Saison 2009 (hinten: Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Emma Kanz, Celina Hocks, Laura Stein, Mara Bentscheck, Antonia Wilfer, Lena Mischlich, Franziska Ruhland, Co-Trainerin Ann-Paulin Heist; davor: Clara von Nathusius, Fabienne Werner, Michelle May, Viola Becker, Talea Meierhöfer, Ricarda Wein, Camilla Schön, Nina Cleve; vorn: Torfrau Emma Seng)

Wieder hervorragende Leistungen zeigt der RRK-Hockeynachwuchs bei den Feldhockey-Hessenmeisterschaften. Hessischer Meister werden weibliche A- und B-Jugend sowie A-Mädchen, hessischer Vizemeister werden B-Mädchen, A-Knaben und die männliche B-Jugend. Mit vier Mannschaften beteiligt sich der RRK an den DM-Zwischenrunden – mit der weiblicher B-Jugend, mit den A-Mädchen, der männlichen B-Jugend und den A-Knaben – und versucht die Endrunden um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen. Das gelingt nur der weiblichen B-Jugend in Mainz durch Siege über den TSV Mannheim und den Münchner SC.

Damit lebt nur eine von vier Hoffnungen weiter: Die weibliche B-Jugend des RRK mischt bei der Endrunde um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft in Mönchengladbach mit. Wir zitieren zur Endrunde die "Main-Spitze":

Ein bitterer Fehlschuss

Weibliche B-Jugend des RRK verliert DM-Endspiel im Siebenmeterschießen

Es scheint wie verhext. Denn wie 2008 verlor die weibliche B-Jugend des Rüsselsheimer Ruder-Klub (RRK) das Finale um die deutsche Feldhockeymeisterschaft auch am Sonntag vom Siebenmeterpunkt aus. Hatte vor Jahresfrist der Großflottbeker THGC mit 3:2 Toren das bessere Ende für sich gehabt, triumphierte nun in Mönchengladbach der Mannheimer HC 4:3. Der Jubel bei den Badenerinnen kannte keine Grenzen. Verständlich, gelang dem MHC gleich bei seiner ersten Finalteilnahme in dieser Altersklasse der Titelgewinn.

Deutsche Feldhockey-Vizemeisterschaft für die weibliche B-Jugend des RRK (hinten: Celina Hocks, Franziska Ruhland, Antonia Wilfer, Emma Kanz, Maike Cartsburg, Laura Stein, Magdalene Michel-Soth, Mara Bentscheck; davor: Janine Huver, Rebecca Schneider, Hannah Jung, Louisa Willems, Lotte Kanz, Anne Schröder; vorn: Torfrau Emma Seng, Torfrau Melissa Knauth)

Die zehnte DM-Endrunde hatte vier gleichwertige Teams erlebt. So wurden auch die Vorschlussrunden-Partien erst im Siebenmeterschießen entschieden. Während sich die Rüsselsheimerinnen gegen Hallenmeister Schwarz-Weiß Neuss durchsetzten, gewann der Mannheimer HC gegen den deutschen A-Mädchen-Meister von 2008, Club Raffelberg Duisburg.

Lisa Jacobi nahm´s recht gefasst auf, dass die fünfte RRK-Endrundenteilnahme nicht mit dem zweiten Titelgewinn nach 2003 gekrönt wurde. "Natürlich sind wir enttäuscht. Wenn man ein Finale erreicht, will man es schließlich auch gewinnen. Ich bin aber dennoch zufrieden. Denn wir haben zwei ganz starke Spiele abgeliefert. Rein von der spielerischen Leistung her gesehen, wäre es verdient gewesen, wenn wir Deutscher Meister geworden wären", zog die RRK-Trainerin eine positive Bilanz.

Die Rüsselsheimerinnen setzten ihre Gegnerinnen im Finale früh unter Druck und zwangen sie zu Abspielfehlern. Allerdings brachten die Angriffe der Hessinnen wenig ein, mangelte es ihnen doch an Konzentration. Die besten Möglichkeiten besaß Rebecca Schneider, die mit einer argentinischen Rückhand (11.) und einem Stecher (13.) scheiterte. Darüber hinaus fehlten in der ersten Halbzeit die zwingenden Torchancen. Der MHC tauchte in der 32. Minute erstmals im RRK-Schusskreis auf. Direkt nach der Pause hatten die Badenerinnen ihre stärkste Phase. Doch der RRK gestaltete das Duell recht zügig wieder ausgeglichen, hatte aber in der 66. Minute Glück. Ein MHC-Treffer fand richtigerweise keine Anerkennung, weil eine Mannheimerin den Ball zuvor an den Fuß bekommen hatte. Da beide Teams in der Verlängerung nichts riskierten, entschied das Siebenmeterschießen. Da die erste Mannheimerin vergab, brachten Lotte Kanz, Louisa Willems und Hannah Jung den RRK 3:1 in Führung. Als Anne Schröder aber die Latte traf und Maike Cartsburg den Außenpfosten anvisierte, hatte plötzlich Celine Marquet das MHC-Siegtor auf dem Schläger. Doch sie verschoss. Nun ging´s pärchenweise weiter. Während Anissa Korth für die Badenerinnen traf, verschoss ausgerechnet Lotte Kanz ...

Zu einer Ehrung in neuer Form lädt der RRK im November ein. "Meister treffen Jubilare" übertitelt der RRK in seinem 101. Vereinsjahr den festlichen Abend, zu dem der Vorstand rund 200 Sportler, Jubilare, passive Mitglieder und Sponsoren im "Adlerpalast" begrüßen kann. Neben einer langen Reihe an Titeln, Namen und Erfolgen, die der Verein feiert, bleibt auch – so das Ziel der Ideengeberin Bianca Heinz – genügend Zeit, um sich über Altersgrenzen und Abteilungen hinweg kennen zu lernen. Aus der Hockeyabteilung werden die erfolgreichen Jugendmannschaften für Hessen- und Deutsche Meisterschaften geehrt. Bei den aktiven Teams gibt es Ehrungen für zweite und dritte Plätze bei Deutschen Meisterschaften der Damen, bei den Herren für den Deutschen Hallen-Vizemeister und den Sieg im Europacup in der Halle. Auch in der Ruderabteilung gibt es nach einigen ruhigen Jahren wieder diverse Titel zu ehren. Im Juniorenbereich sind es dritte Plätze bei der Deutschen Meisterschaft, bei den Aktiven sogar einen Deutschen Titel im Sprintcup mit dem Doppelvierer.

Ehrung der Jubilare mit Ehrennadeln und Urkunden: "RRK-Vize" Horst Ackermann, Björn Birkicht (25 Jahre), Patrick Birkicht (25), Christian Domke (25), Roland von zur Mühlen (50), Peter Kraus (50), Martin Müller (50), Sybille Friedrich-Breivogel (25), Sebastian Körber (25), "RRK-Präsident" Dr. Dietmar Klausen

"Präsident" Dr. Dietmar Klausen verteilt RRK-Leistungsnadeln an erfolgreiche Sportler: Udo Hild - Silber, Nicolas Jacobi - Gold, Benjamin Michel - Gold, Jörg Herzog - Silber, Andreas Späck - Silber, Thomas Jost - Silber, Jan Petersen - Silber, Mirco Fuchs - Silber, Tobias Wuttke - Silber

Für vieljährige Treue zum RRK werden geehrt: Sybille Friedrich-Breivogel, Petra Vollhardt (abwesend), Christian Domke, Sebastian Körber, Björn und Patrick Birkicht (25 Jahre). 50 Jahre im Verein sind Martin Müller, Peter Kraus, Roland von zur Mühlen und Jochen Zimmermann (abwesend). Eine Ehrung von Hans-Peter Kraft und Sigurd Traiser für 60-jährige Mitgliedschaft ist wegen Abwesenheit leider nicht möglich. RRK-Leistungsnadeln in Silber oder Gold für sportliche Erfolge oder ehrenamtliche Tätigkeit erhalten Udo Hild, Jörg Herzog, Mirco Fuchs, Jan Petersen, Frank Trautmann, Thomas Jost, Andreas Späck, Tobias Wuttke, Glenn Eifert, Lorenz Klee, Andreas Klepper, Falk May, Christian Minar und Sven Wohlfahrt – alle in Silber, sogar in Gold wird sie Nicolas Jacobi, Benjamin Michel, Lena Jacobi, Wilfried Schwanke und Lena Schüder von "Präsident" Prof. Dr. Dietmar Klausen überreicht. Bereits bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde Rudi Reitz zum Ehrenmitglied und Prof. Dr. Dietmar Klausen zum Ehrenvorsitzenden ernannt, wofür sie nun Urkunden von "RRK-Vize" Horst Ackermann erhalten.

Verabschiedung des langjährigen RRK-Herrentrainers Kai Stieglitz am 20. Dezember 2009 durch Martin Müller

Nachdem die Stadt Rüsselsheim am 4. Dezember erfolgreiche Jugendliche bei der Schüler-Sportlerehrung geehrt hat – unter den 97 Geehrten 49 junge Hockeyspieler/innen des RRK – findet am 5. Dezember unter der Organisation des Sportbundes Rüsselsheims Sportlerehrung und Sportlerball in der Walter-Köbel-Halle statt, wieder einmal ein gesellschaftliche Höhepunkt in Sportlerkreisen. Im Rahmen der Sportlerehrung erhalten vom RRK durch OB Stefan Gieltowski den Silbernen Lorbeerzweig, die Hockeyspieler Andreas Späck, Falk May, Mirco Fuchs, Jan Petersen, Christian Minar, Oliver Domke, Lorenz Klee, Tobias Wuttke, Christian Domke, Thomas Jost, Frank Trautmann, Sven Wohlfahrt und Trainer Kai Stieglitz, außerdem die Ruderer Jörg Herzog, Benjamin Michel, Martin Kraft, Andreas Klepper und Trainer Udo Hild. Ehrenurkunden werden viele verteilt, und auch hier ist der RRK wieder häufig (114 mal) vertreten. Höhepunkt des Balls ist natürlich die Proklamation der Wahl zum Sportler und der Mannschaft des Jahres. Markus Schick und Viola von Backhaus werden für ihre Weltmeistertitel im Bankdrücken ausgezeichnet und damit zum Sportler und zur Sportlerin des Jahres 2009 gekürt. Zur "Mannschaft des Jahres 2009" werden die Hockeyherren des RRK für ihre herausragenden Erfolge "gekrönt".

Die Hallenhockeysaison 2009/2010 in den Süd-Bundesligen beginnt für die RRK-Herren Mitte November, für die RRK-Damen erst eine Woche später. Während die Fans glauben, dass beide Mannschaften die DM-Play-offs (Viertelfinale) erreichen und von der Endrunde in Berlin träumen, ist das Ziel von Herrentrainer Stephan Decher ebenfalls klar die Endrunde, während für Damentrainer Benedikt Schmidt-Busse bei dem personellen Aderlass im Sommer nicht das Viertelfinale sondern der Klassenerhalt als erstes Ziel angepeilt wird. Doch für die RRK-Herren, die ihre zehn Spiele alle vor Weihnachten absolvieren, wird die Spielrunde zum Auf und Ab. Siege und Niederlagen wechseln sich ab, so dass erst des letzte Spiel gegen den Tabellenersten Mannheimer HC die Entscheidung bringt – der RRK siegt knapp mit 7:6, sichert sich damit den 2. Platz und die Teilnahme an den Play-offs, wo ihn am 10. Januar der Berliner HC erwarten wird. Die RRK-Damen dagegen, deren Spielrunde erst im Januar mit den beiden letzten Spielen endet, können ihr erstes Ziel, den Klassenerhalt, schon früh verwirklichen. Sie liegen nach fünf Spielen auf dem 2. Platz, nach acht Spielen vor Weihnachten auf dem Dritten, doch die Chance auf den Einzug ins DM-Viertelfinale im neuen Jahr ist gewahrt. Die Entscheidung wird am 9. und 10. Januar in den beiden letzten Spielen – auswärts beim TSV 1846 Mannheim und zu Hause gegen die HG Nürnberg – fallen. Mit zwei Siegen können sich die RRK-Damen eventuell noch den ersten Platz in der Süd-Bundesliga erobern, der für das Viertelfinale Heimrecht bescheren würde. Zwei Niederlagen dagegen werden das Aus und damit das vorzeitige Ende dieser Hallensaison bedeuten.

Erste Damen des RRK in der Halle 2009/2010 (hinten: Betreuer Thomas Blivier, Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Viktoria Krüger, Marilena Krauss, Vera Battenberg, Irene Balek, Charlotte van Bodegom, "Physio" Hanne Zöller, Co-Trainer Christian Zimmermann; davor: Eva-Maria Frank, Helena Faust, Christina Schröder, Nina Günther, Lotta Hof, Charlotte Löhr, Ann-Paulin Heist; vorn: Sonja Thüner, Lisa Lahham; weiter mit dabei: Lena Schüder, Petra Ankenbrand, Betreuerin Anja Tilmanns-Schmidt, Betreuerin Konstanze Wortmann)

Erste Herren des RRK in der Halle 2009/2010 (hinten: Betreuer Rolf Lange, Trainer Stephan Decher, Thomas Jost, Christian Domke, Thorsten Küffner, Julian Wuttke, Timo Lehner, Jan Petersen, Frank Trautmann, Oliver Domke, Tobias Wuttke, Nicolas Lange, "Physio" Diana Czerwonka; vorn: Falk May, Kenny Geiß, Lorenz Klee, Andreas Späck, Moritz Frank; weiter mit dabei: Mirco Fuchs, Christian Minar)

Die Dicke-Busch-Halle erlebt am letzten Heimspieltag der RRK-Bundesligateams einen blendend gelaunten, mit jedem und über alles scherzenden Kai Stieglitz. Der langjährige Trainer der Rüsselsheimer Hockeyherren hat aber auch Gründe, übers ganze Gesicht zu strahlen. Da war die herzliche Verabschiedung vor stattlicher Kulisse, die ihm der RRK mit einigen Monaten Verspätung und nach einem wenig schönen, plötzlichen Ende nach zehn guten Jahren zuteil werden ließ. Von Abteilungsleiter Martin Müller wird ihm ein Bild überreicht, das ihn als Jugend- und aktiven Hockeyspieler zeigt. Und da sind die Erfolge mit seinem neuen Klub, dem Großflottbeker THGC, in der Hallenrunde.

Auch im Jahr 2009 verliert der RRK wieder ein langjähriges Mitglied, einen ehemaliger Hockeyspieler – am 14. Oktober verstirbt im Alter von erst 57 Jahren in seiner neuen Heimat, auf Mallorca, der Arzt Jürgen Neumann, Träger der RRK-Ehrennadel in Silber und mehr als 41 Jahre Mitglied im RRK.

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