Home

Allgemein

Hockey

Rudern

Tennis

Archiv Kontakt Sitemap Impressum

Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

2016

Der Achter mit FRV- und RRK-Ruderern bei der Eierfahrt auf dem Weg zur Mainzer RG

Der Mitgliederstand des RRK liegt am 1. Januar 2016 bei 653. Es ist der höchste Mitgliederstand der Klubgeschichte zum Jahresbeginn, der damit 2006 mit 651 und 2015 mit 643 knapp überflügelt. 379 Hockeyspielern stehen 105 Ruderer, 50 Tennisspieler und 148 passive Mitglieder gegenüber.

Wie schon 2015 beginnt das Jahr am 3. Januar 2016 mit dem "6. Olli-Domke-Cup", geschossene Tore sind wichtiger als gewonnene Spiele und entscheiden damit über den Turniersieg. Bei diesem Traditionsturnier zu Ehren des früheren RRK-Nationalspielers Oliver Domke in der Sporthalle Bauschheim spielen vier Herrenmannschaften um den Turniersieg. Es siegt die HG Nürnberg mit 28 geschossenen Toren vor dem SC Frankfurt 1880 mit 23, dem Dürkheimer HC mit 21 und dem RRK mit 16 Toren.

Am 10. Januar geht der RRK-Gigachter "Mir friehjer" aufs Wasser, besetzt mit Ruderern des RRK und des FRV, mit dem Ziel, die Mainzer RG 1898 anzusteuern, die zur 50. Eierfahrt der Mittelrhein- und Untermain-Rudervereine eingeladen hat. Zunächst 16 km flussabwärts rudern, dann bei der MRG hart gekochte Eier, Brezeln, Glühwein und Punsch genießen. Anschließend die Heimreise mit erneut 16 km jedoch gegen den Strom rudern ‒ natürlich ist das aus verschiedenen Gründen beschwerlicher als die Hinfahrt am Morgen.

Beim traditionellen "Neujahrs-Ruderbrunch" der Ruderabteilung treffen sich am 17. Januar nur sehr wenige "Bruncher" im "Bootshaus". Abteilungsleiter Horst Ackermann lässt launig das Jahr 2015 Revue passieren, die wenigen sportlichen Erfolge werden gewürdigt und die Fahrtenpreise 2015 übergeben. Fahrtenpreise erhalten: Sebastian Göbel 1.585 km, Silvia Reitz 960 km, Rudi Reitz 820 km, Kiyomi Mitschke 531 km und Ulrich Vorfalt 508 km.

Im Trainingsbereich der RRK-Ruderer vollzieht sich Ende Februar eine einschneidende Änderung. Da Ruderleitung sowie Trainer nicht "auf einer Wellenlänge liegen", zieht Trainer Andreas Stork die Konsequenz und beendet seinen Vertrag mit dem RRK. Da der Trainer weiterhin die Ruderer des Flörsheimer RV betreut, verlassen leider auch die beiden aktiven Rennruderer ‒ ein Jugendlicher und ein "Master" ‒ den RRK in Richtung Flörsheim.

Bei den beiden RRK-Spitzenmannschaften im Hockey ist in der Halle der Zug abgefahren. Die Ersten Damen müssen bei noch vier ausstehenden Spielen unbedingt punkten, damit nicht am Ende noch Abstiegsangst aufkommt (fünf Punkte bis zum letzten Tabellenplatz). Mit zwei Heimsiegen am ersten Spiel-Wochenende und einem Sprung von Rang fünf auf drei der Tabelle sichern sie den Verbleib in der Hallen-Bundesliga Süd. Die beiden letzten Spiele der Runde, eine Niederlage beim Süd-Champion Mannheimer HC und ein Sieg beim Tabellenzweiten und DM-Viertelfinalisten Münchner SC Platz drei der Tabelle, so dass Trainer Philipp Tangerding seinen positiven Gesamteindruck so ausdrückt: "Wir haben 15 Punkte geholt und damit unser Saisonziel erreicht. Das heute war das Finale der Entwicklung, die dieser homogene Haufen in der Saison genommen hat. Das Team hat einfach einen ganz tollen Spirit."

Die weibliche A-Jugend des RRK ist hessischer Vizemeister im Hallenhockey 2016 (hinten: Co-Trainerin Rebecca Schneider, Maike Pinger, Juliane Kunz, Clara Buchholz, ..., Fabienne Werner, Lara Kaltbeitzel, Antonia Tiedtke, Trainer Christian Zimmermann; davor: Kristin Rapp, Vanessa Keller, Isabel Scherer, Charlotte Steiner, Selina Windgaß; vorn: Torfrau Lisa Viebrantz)

In Hessen ungeschlagen durch die Hallenrunde spaziert: Die weibliche B-Jugend des RRK wird ihrer Favoritenrolle bei der Endrunde gerecht. Zum Titelgewinn tragen bei (hinten) Trainer Volker Schädel, Greta Willisch, Charlotte Steiner, Maike Pinger, Stella Tegtmeier, Kristin Rapp, Anna Stumpf (verdeckt), Marie Sommer, Betreuerin Tanja Sommer sowie (vorn) Ina Kircher, Jessie Steffl, Clara Buchholz, Pauline Heinz und Torfrau Paula Schmidt.

Auch die Ersten Herren haben in der Hallenrunde der Zweiten Bundesliga Süd noch vier Spiele vor der Brust. Durch eine 3:5-Heimniederlage gegen den Kreuznacher HC, eine 4:6-Heinniederlage gegen den HC Ludwigsburg, dann ein 5:5 in der Pfalz beim Dürkheimer HC und am Ende eine 6:7-Heimniederlage gegen die HG Nürnberg reicht es für das Team von Trainer Jonathan Elliott zu guter Letzt nur zum fünften oder vorletzten Tabellenplatz. Damit ist die weitere Teilnahme am Spielbetrieb der Zweiten Bundesliga Süd gesichert.

Doch nicht nur die beiden RRK-Spitzenmannschaften "reißen keine Bäume aus". Die Zweiten Herren erreichen in der Oberliga Hessen den dritten Platz, die Dritten Herren werden Zweiter in der 3. Verbandsliga Hessen. Die Zweiten Damen belegen in der Oberliga Hessen nur den vierten Platz. Eine Ausnahme sind die Dritten Damen, die die Punktrunde in der 3. Verbandsliga Hessen auf dem ersten Platz beenden und in die 2. Verbandsliga Hessen aufsteigen.

Bei den Hallenhockey-Hessenmeisterschaften der Jugend ist der RRK zwar in allen acht Wettbewerben vertreten, doch entgegen den Vorjahren kann nur die weibliche B-Jugend den Titel holen, Vizemeister werden weibliche A-Jugend und A-Mädchen, einen Bronzeplatz belegen männliche A- und B-Jugend. Damit haben sich nur drei weibliche Jugendmannschaften des RRK für die Süddeutschen Hallenhockey-Meisterschaften qualifiziert, bei denen auch die Teilnehmer für die Deutschen Meisterschaften ermittelt werden. Doch kein RRK-Team kommt mit dem "Schwarzen Wimpel" des Süddeutschen Meisters an den Main zurück. Die weibliche A-Jugend wird Sechster, die weibliche B-Jugend Vierter. Nur die A-Mädchen können sich mit ihrem dritten Platz für die Deutsche Meisterschaft in Bad Kreuznach qualifizieren. Lassen wir Helmut Popp am 25. Februar 2016 in der "Frankfurter Neue Presse" berichten:

Hessischer Vizemeister, Dritter bei der "Süddeutschen" und Siebter bei der "Deutschen" im Hallenhockey 2016, die A-Mädchen des RRK (hinten: Betreuerin Brit Scherer, Ella Mittnacht, Lucie Hoyer, Nina Minowsky, Pauline Heinz, Sarah Gövert, Trainerin Violeta Smirnova; davor: Lea Sack, Laura Starz, Viktoria "Viky" Zimmermann, Marie Henke, Carla Anagnostou; vorn: Torfrau Katharina Selbach, Torfrau Emily Streib)

Spielerisch verbessert, taktisch dazu gelernt

Zwar nur Siebter geworden, aber nicht enttäuscht. Erhobenen Hauptes kehrten die Hockey-Mädchen A des Rüsselsheimer RK von den deutschen Titelkämpfen aus Bad Kreuznach zurück.

Mannheim ist in diesem Jahr die Hockey-Hochburg im weiblichen Nachwuchsbereich. Bei den drei Endrundenturnieren um die deutsche Meisterschaft unter dem Hallendach setzten sich ausnahmslos Teams aus der Stadt am Neckar durch: Die A-Jugend des Mannheimer HC nutzte den Heimvorteil, die B-Jugend gewann in Hamburg. Und die Mädchen A vom Lokalrivalen TSV Mannheim hatten in Bad Kreuznach die Nase ganz vorne.

Die Mädchen A des Rüsselsheimer RK landeten in Bad Kreuznach zwar nur auf dem siebten – und damit vorletzten – Platz. Doch enttäuscht mussten die Spielerinnen von Trainerin Violeta Smirnova deswegen nicht sein. Kam die Qualifikation zum Turnier der acht Besten ihrer Altersklasse (Jahrgänge 2001/2002) schon unerwartet, so legten sie in Bad Kreuznach noch mal eine Schippe drauf. Zwei Siege und zwei Niederlagen – die Rüsselsheimerinnen stellten unter Beweis, dass sie sich spielerisch enorm verbessert und auch taktisch mächtig dazugelernt haben. So weit entfernt waren sie jedenfalls nicht von der Konkurrenz. Um ein Haar wäre dem RRK sogar als Gruppenzweiter der Einzug ins Halbfinale geglückt.

Am Ende fehlten nur Nuancen. Überhaupt ging in der stimmungsvollen Konrad-Frey-Halle eine ausgeglichene Konkurrenz an den Start. Sämtliche Spiele waren spannend. So auch der Turniereinstieg der Rüsselsheimer Mädchen, die dem späteren deutschen Meister TSV Mannheim alles abverlangten. Mussten sie sich zwei Wochen zuvor bei den süddeutschen Titelkämpfen den Mannheimerinnen noch mit 0:4 geschlagen geben, boten sie nun Paroli. Angefeuert von den zahlreich mitfiebernden Eltern auf den Rängen, hielt Rüsselsheim bis zur Pause ein 0:0, ehe am Ende eine achtbare 1:2-Niederlage zu Buche stand. Sarah Gövert hatte den RRK-Treffer erzielt. Gegen Eintracht Braunschweig glückte nach dem 1:2-Pausenrückstand noch ein 4:2-Sieg (Tore: Pauline Heinz 3 und Viky Zimmermann). Im letzten Vorrundenspiel gegen den Crefelder HTC hätte ein Unentschieden zum Einzug ins Halbfinale gereicht. Doch ausgerechnet da zeigten die RRK-Talente Nerven und verloren mit 2:4. Viky Zimmermann hatte zum 1:3 verkürzt, Pauline Heinz zum 2:4-Endstand eingeschossen. Ein Tor, das ihrem Team zwar nichts mehr nutzte, aber dem Bezwinger das Weiterkommen vermasselte – und folglich von Eintracht Braunschweig (zuvor überraschender 4:2-Sieger gegen Gruppensieger Mannheim) euphorisch bejubelt wurde.

Pauline Heinz trumpfte auch im letzten Spiel noch mal so richtig auf. Die Tochter der früheren Nationaltorhüterin Bianca Heinz (geb. Weiß) erzielte im Spiel um Platz sieben alle drei Treffer zum 3:2-Erfolg gegen den Berliner HC.

Rüsselsheimer RK: Emily Streib, Katharina Selbach; Marie Henke, Nina Minowsky, Ella Mittnacht, Pauline Heinz, Lucie Hoyer, Lea Sack, Carla Anagnostou, Sarah Gövert, Laura Starz, Viktoria "Viky" Zimmermann.

"Der Busch brennt ein letztes Mal": Hier ein Teil der Teilnehmer des Abschiedsturniers von Christian Domke (hinten: Bastian Reisch, RRK-Trainer Jonathan Elliott, Phil Bosche, Anton Kleinpaul, Konstantin Foohs, Kai Stieglitz, Florian Krupa, Nils Büttner, Paul Günster, Patrick Schaffarczyk, Alex Hupf, Niklas Isselhard, Christian Domke, Frank Trautmann, Tobias Wuttke, "Physio" Diana Czerwonka, Andreas Späck, Oliver Domke, Moritz Frank, Thomas Jost, Torsten Küffner, RRK-Abteilungsleiter Martin Müller; vorn: Conny Böhmer, Jonas Hof, Yannick Rapp, Mounir Hajri, Jan Petersen, Finley Schwarz, Felix Rippel, Falk May, Nicholas Bachtadse, Felix Seitz, Julius Kaus, Lorenz Klee, Mirco Fuchs)

Unter dem Motto "Der Busch brennt ein letztes Mal" feiert der fast 38-jährige, ehemalige Nationalspieler Christian Domke am 20. Februar in der "Sporthalle Dicker Busch" Abschied vom Leistungssport. Vier Mannschaften, durchweg bestehend aus langjährigen Hockey-Weggefährten in Domkes Karriere, stehen sich in einem Turnier gegenüber. Natürlich steht der Spaß im Vordergrund. Doch angesichts der vielen bekannten Namen, kann auch manch sportliches "Schmankerl" bestaunt werden. Nach dem Turnier wird gemeinsam bei der "Players Party" in der Rüsselsheimer Festung gefeiert, wobei Spieler und Fans die mit vielen Erfolgen und Titeln gespickte Karriere von Christian Domke noch einmal Revue passieren lassen. Christian Domke bestritt für die deutsche Hockey-Nationalmannschaft 63 Länderspiele, wurde 2003 mit ihr Weltmeister sowie 2001, 2003 und 2006 dreimal Europameister. 33 Jahre lang schwang er auf Vereinsebene ausnahmslos im Trikot des RRK den Schläger und konnte dabei ebenfalls zahlreiche Erfolge bejubeln: Höhepunkte sicher die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft 2008 und ein Jahr später der Gewinn des Hallen-Europacups.

Am 12. Februar 2016 ehrt die Stadt und der Sportbund Rüsselsheim im Rüsselsheimer Stadttheater seine erfolgreichen Sportler des Jahres 2015. Ingesamt wird 115 Athleten eine Ehrung zuteil, darunter sind 40 Hockeyspielerinnen des RRK. Nur einige Tage später, am 26. Februar, ehren Stadt und Sportbund den talentierten Nachwuchs bei der Jugend-Sportlerehrung im Rathaussaal der Stadt. Von 67 geehrten Schülersportlern gehören hier 33 dem weiblichen und männlichen Hockeybereich des RRK an.

"Mit Euch zurück in die Zukunft", so ist die Einladung zur Informationsveranstaltung am 29. Februar 2016 überschrieben. Dieses Motto soll auffallen und neugierig machen ... und das funktioniert: Über 140 Klubmitglieder und interessierte Gäste strömen ins Bootshaus und können sich glücklich schätzen, wenn sie einen Sitzplatz ergattern. Der RRK-Vorstand und eine Projektgruppe aus RRK-Mitgliedern ‒ Dr. Dietmar Klausen, Horst Ackermann, Wilfried Hoffmann, Martin Müller, Bianca Heinz, Fritz Schmidt jr. und Wolfgang Freimuth ‒ haben die Präsentation und die Ideen für einen neuen Weg des RRK ausgearbeitet. Wolfgang Freimuth, Leiter der Projektgruppe, gelingt es, mit präziser Wortwahl und mit Hilfe klar strukturierter Charts zu verdeutlichen, worum es bei der Informationsveranstaltung im Kern geht: Der RRK muss neu strukturiert und für zukünftige Herausforderungen aufgestellt werden. Unter dem Arbeitstitel "Führungswechsel und Neuausrichtung" wird also ein ambitioniertes Konzept vorgestellt und um Mitarbeit bei der Durchsetzung dieses Vorhabens gebeten. Als erfreulicheres Ergebnis dieses Aufrufs bleibt festzuhalten, dass im Verlauf der Veranstaltung eine Reihe von Klubmitgliedern und Gästen sich selbst für eine Mitarbeit vorschlagen oder durch Dritte empfohlen werden.

"Mit Euch zurück in die Zukunft" ‒ es geht los: Blick in den vollen Bootshaus-Saal

"Mit Euch zurück in die Zukunft": Begrüßung durch den RRK-Vorsitzenden

Am 18. März 2016 ehrt der Kreis Groß-Gerau in der Stadthalle von Walldorf seine erfolgreichen Sportler, die im Jahr 2015 auf Bezirks-, Landes-, nationaler und internationaler Ebene Titel errungen haben. Wenn auch der RRK 2015 keine herausragenden Leistungen zu bieten hat, so sind doch unter den insgesamt fast 400 ausgezeichneten Aktiven 42 Sportler des RRK. Am 19. April folgt dann im Landratsamt die Schüler-Sportlerehrung des Kreises, bei der 115 Schüler geehrt werden, darunter 12 junge Hockeyspieler des RRK.

In die zweite Hälfte des März oder anfangs April fallen traditions- und satzungsgemäß die Jahres-Hauptversammlungen der Sportabteilungen und des Gesamtklubs. Am 1. April beginnt die Ruderabteilung mit ihrer Hauptversammlung, bei der erneut Wahlen anstehen, da in der außerordentlichen Hauptversammlung im Mai 2015 die Ruderleitung nur für ein Jahr gewählt wurde. 25 Mitglieder der Ruderabteilung sind anwesend, hören den Jahresbericht des Abteilungsleiters Horst Ackermann, der von 14 Siegen auf 13 Regatten berichtet, aber auch von weiterhin fehlendem Rudernachwuchs und von der Trennung vom seitherigen Trainer im Februar 2016. Bei den Neuwahlen der Ruderleitung werden Horst Ackermann als Abteilungsleiter, Harald Blum als Stellvertreter, Ulrich Vorfalt als Kassenwart, Melanie Lehmann als Schriftführerin sowie Lutz Beyer und Alexander Kühn als Beisitzer gewählt, die Ämter des Bootswarts und des Pressewarts können nicht besetzt werden.

Am 8. April trifft sich die Tennisgruppe zu ihrer Hauptversammlung, bei der, da keine Wahlen anstehen, neben dem Bericht über die Aktivitäten des Vorjahres nur die Festlegung von Terminen im laufenden Jahr auf der Tagesordnung stehen. Es folgt am 11. April die Hauptversammlung der Hockeyabteilung mit fast 40 Anwesenden. Neuwahlen stehen keine an, sportlich gesehen war das Jahr 2015 nicht so, dass Euphorie aufkommen könnte, und finanziell muss trotz eines positiven Jahresabschlusses weiterhin sparsam gewirtschaftet werden.

Bei der am 15. April folgenden, bei knapp 40 anwesenden Mitgliedern abgehaltenen RRK-Jahreshauptversammlung bestimmen die Berichte des Vorsitzenden, des Schatzmeisters und der Sportabteilungen sowie natürlich das Thema des Workshops "Ausrichtung des RRK auf die Zukunft und Führungswechsel", der Bericht des "Prüfungsausschusses Beitragsrückstände" sowie die Neuwahlen des Gesamtvorstands den Ablauf. Die sportlichen Erfolge bei Hockeyspielern wie auch Ruderern, die Finanzsituation sind Themen. Da der im letzten Jahr eingesetzte Ausschuss in der Frage der Beitragsrückstände mittlerweile Klarheit geschaffen hat und auch viele Außenstände eingetrieben wurden, wird der Gesamtvorstand für die Jahre 2014 und 2015 von der Versammlung entlastet. Bei der Wahl des neuen Gesamtvorstands werden die seitherigen Vorstandsmitglieder bis auf Schriftführerin Elke Schumacher, die nach 40 Jahren in diesem Amt nicht mehr zur Verfügung steht, und auf Hausverwalter Jochen Zimmermann, der nach 28 Jahren ausscheidet, in ihren Ämtern bestätigt. Da nicht alle Vorstandsämter besetzbar sind, besteht der reduzierte Gesamtvorstand nun aus Dr. Dietmar Klausen, Horst Ackermann, Wilfried Hoffmann, Martin Müller, Helmut Robl, Ann-Paulin Heist und Thomas Voigt sowie den Kassenprüfern Wolfgang Gummersbach und Gerhard Ketter. Das Amt des Kassierers wird nicht neu besetzt, da die Geschäftsstelle mit Katja Hosang zusammen mit dem Controller/Kassenprüfer Wolfgang Gummersbach diese Aufgaben übernimmt. Die Vorstandswahl erfolgt für maximal ein Jahr, da eine Veränderung der Führungsstrukturen und eine Verjüngung der Führungsmannschaft angestrebt werden, so dass nach der Infoveranstaltung Ende Februar nun aus interessierten und willigen Mitgliedern vier Arbeitsgruppen ‒ Vermögensverwaltung, Finanzen/Controlling/Steuern, PR/Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring ‒ besetzt werden sollen.

Die im Herbst 2015 begonnene Feldhockey-Runde 2015/16 wird mit den RRK-Damen in der Zweiten Bundesliga und mit den RRK-Herren in der drittklassigen Regionalliga Ende April fortgesetzt. Die Damen mit Trainer Philipp Tangerding stehen nach der Winterpause mit 21:0 Punkten, 42:5 Toren und 10 Punkten Vorsprung bei noch sieben ausstehenden Spielen auf dem 1. Tabellenplatz, so dass der Wiederaufstieg nicht fern scheint. Und auch die Herren beginnen bei noch zehn ausstehenden Spielen unter Trainer Jonathan Elliott als Tabellenführer mit 12:0 Punkten, 11:3 Toren und 5 Punkten Vorsprung in der Hoffnung, endlich wieder in die Zweite Bundesliga aufzusteigen.

Doch die Fortsetzung der Feldhockey-Runde verläuft für Damen und Herren sehr unterschiedlich. Die RRK-Damen stürmen weiter in Richtung Aufstieg, aber nicht alles verläuft optimal. Lassen wir nach dem letzten Punktspiel Helmut Popp im "Rüsselsheimer Echo" zu Wort kommen:

Im ICE-Tempo zurück in die Bundesliga: Die RRK-Hockeydamen können bereits nach dem zehnten Sieg im zehnten Saisonspiel den Wiederaufstieg bejubeln. Zum Erfolg trugen bei (hinten) Co-Trainer Christian Zimmermann, Betreuerin Linda Namuo-Schneider, Marilena Krauss, Mara Bentscheck, Torfrau Lisa Lahham, Kapitänin Eva Frank, Lotta Hof, Viktoria Krüger, Antonia Wilfer, Trainer Philipp Tangerding, Rebecca Schneider, Ann-Paulin Heist, Antonia Tiedtke, Charlotte Steiner, "Physio" Janine Huver sowie (vorn) Selina Windgaß, Emma Kanz, Celina Hocks, Kimberly Körbel, Viola Becker, Torfrau Lisa Viebrantz und Isabel Scherer. Es fehlen: Petra Ankenbrand und Clara Buchholz.

Im Hurrastil durch die Saison gestürmt

13 Siege in 14 Spielen, souveräner Zweitliga-Meister, beste Torschützin der Liga: Der Rüsselsheimer RK hatte die Konkurrenz im Griff. Doch kurz vor Saisonschluss gab's die Hiobsbotschaft: Trainer Philipp Tangerding hört auf.

Sprichwörtlich ist Berlin natürlich immer noch stets eine Reise wert. So auch für die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK, für die in der Bundeshauptstadt das knapp einjährige Gastspiel in der 2. Feldhockey-Bundesliga Süd endete. Dort fegten die schon lange als Meister feststehenden Rüsselsheimerinnen den Absteiger SC Charlottenburg mit einem standesgemäßen 8:1 vom Platz. Für den RRK der 13. Erfolg im 14. Saisonspiel. Nur eine 2:3-Heimniederlage gegen den Nürnberger HTC hatte drei Wochen zuvor die makellose Endbilanz vermasselt.

Öfter als Marilena Krauss traf keine

Allerdings leicht verschmerzbar. Und nicht mehr als eine Randnotiz. Praktisch im Hurrastil ist der Ruderklub mit dem erst im August 2015 verpflichteten neuen Trainer Philipp Tangerding durch die Saison gestürmt: Bereits nach zehn Spieltagen waren die RRK-Frauen Ende April durch den 3:0-Heimerfolg gegen die Frankfurter Eintracht auch rechnerisch nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen. 39 Punkte, eine beeindruckende Tordifferenz von 70:10 und 16 Zähler Vorsprung zum Tabellenzweiten Feudenheimer HC unterstreichen letztlich die Dominanz. Dazu wurde noch mit Marilena Krauss die beste Torschützin der Liga gestellt. 19 Mal konnte die ehemalige Nationalspielerin das kleine Spielgerät im gegnerischen Kasten versenken. Je 14 Treffer hatten Eva Frank und Rebecca Schneider beigesteuert, die sich damit Rang drei in der Liste der Torjägerinnen teilen.

Doch so ganz ungetrübt ist die Freude über die souverän errungene Meisterschaft nicht geblieben. Kurz vor Saisonschluss hatte der allseits beliebte Trainer für einen unerwarteten Paukenschlag gesorgt: "Nach reiflichen Überlegungen und schweren Herzens" verkündete Philipp Tangerding seinen Abschied. Beruf und das Engagement als Trainer einer Hockey-Bundesligamannschaft seien für ihn nicht unter einen Hut zu bringen. Schon kurz vor Pfingsten hatte er den Vorstand informiert. Als er einige Tage später die Spielerinnen hiervon in Kenntnis setzte, blickte er in entsetzte und verständnislose Gesichter. Stürmerin Marilena Krauss zog es nach eigener Aussage fast den Boden unter den Füßen weg: "Grundsätzlich ist es auch schlecht, wenn man sich praktisch jedes Jahr an einen neuen Trainer gewöhnen muss", sagte sie. Im Übrigen wolle sie sich jetzt sowieso erst mal auf ihren Studienabschluss an der Uni konzentrieren. Und erst danach entscheiden, wie es für sie sportlich weiter geht. Auch Spielführerin Eva Frank ist geschockt: "Ich kann Philipps Argumente zwar verstehen, aber ich hätte trotzdem nie gedacht, dass er aufhört." ...

Obwohl auch die RRK-Herren verlustpunktfrei in den zweiten Teil der Feldrunde gehen und den Wiederaufstieg in die Zweite Bundesliga im Blick haben, kommt es ganz anders. Sie beginnen Ende April in Limburg und Erlangen mit zwei Siegen, es folgt ein überraschendes Unentschieden gegen Schlusslicht Darmstadt, dann fünf "Pleiten" in Dürkheim, bei Rot-Weiß München, bei TuS Obermenzing, gegen Limburg und in Darmstadt. Die Aufstiegsträume sind trotz eines folgenden Siegs gegen Kreuznach, jedoch noch einer Niederlage gegen Dürkheim, vorbei ‒ ein 5. Platz im Endergebnis ist nach dem hoffnungsvollen Zwischenergebnis mehr als unbefriedigend.

Die Ersten Herren des RRK mit Trainer Jonathan Elliott streben in der Feldrunde 2015/2016 den Aufstieg in die Zweite Bundesliga an. Verlustpunktfrei gehen sie in die Winterpause, doch im Frühjahr bei noch zehn ausstehenden Spielen folgen drei Siege, ein Unentschieden sowie sechs Niederlagen. Anstatt des Aufstiegs führt das im Endergebnis zu einem 5. Tabellenplatz in der drittklassigen Regionalliga.

Aufstieg der Zweiten Damen nach der Feldsaison 2015/16 von der Verbandsliga in die Oberliga (hinten: Lucie Kösling, Mara Benedetta Teodoro, Leonie Schell, Lena Mischlich, Franziska Ruhland, Lisa Becker, Sarah Seibel und Teresa Hoff; davor: Saskia Welsch, Carina Wolf, Lara Kaltbeitzel, Kim Treutner, Stella Baron, Nicole Baumgärtner und Vanessa Keller; vorn: Sonja Petrovic, Trainerin Ann-Paulin Heist, Rebecca Passlack, Jessie Steffl und Maxime Helbig Lopez; weiter beteiligt: Nina Ankenbrand, Rachel Bergmann, Clara Buchholz, Jasmin Chulie, Nathalie Edler, Franziska Kirst, Maike Pinger, Isabel Scherer, Camilla Schön, Kijara Sosic, Charlotte Steiner, Kara Tiedtke, Lisa Viebrantz, Selina Windgaß, Trainer Ralf Becker)

Die Zweiten Herren des RRK spielen in der Oberliga Hessen und liegen am Ende nach 14 Spielen mit zwanzig Punkten auf dem 4. Platz. Dagegen erreicht das Zweite Damenteam des RRK in der Verbandsliga Hessen nach acht Spielen mit 24 Punkten und 31:2 Toren den 1. Platz ‒ der Aufstieg in die Oberliga ist geschafft.

Nach der Trennung von Trainer Andreas Stork muss die Ruderleitung zunächst einmal den entstandenen Engpass überbrücken. Der Ruder-Abteilungsleiter und ein Trainerteam aus vier erfahrenen Rennruderern vergangener Tage bringen zunächst einmal Ordnung in Bootshallen sowie Bootspark und bieten den noch verbliebenen jungen Ruderern sowie auch Anfängern Trainingszeiten an, um vielleicht bei den Herbstregatten wieder Präsenz zeigen zu können. Vordringliche Aufgabe ist es natürlich, einen neuen Übungsleiter für Training und Anfängerausbildung zu finden. Mit dem Anrudern im Rahmen des Rüsselsheimer Mainfestes eröffnen die wenigen aktiven RRK-Ruderer am 30. April bei herrlichem Frühlingswetter die Rudersaison.

Das Ende April angesetzte "Ankleppern" der Tennisgruppe wird von der Tennisleitung abgesagt. Dagegen erfreut sich das nun schon zum fünften Mal ausgetragenen "Frühjahrskegeln" − ein Teamwettbewerb Damen gegen Herren − am 5. Juni im Keglerheim der TuS wieder guter Beteiligung und endet nach ständig wechselnder Führung mit einem knappen Sieg des Damenteams. Dagegen holt sich den Tagesbesten-Titel ein Herr ‒ bester Kegler und Gewinner des Wanderpokals ist Alfred Segner.

Die RRK-Tennisgruppe beim Frühjahrskegeln (hinten: Jürgen Kaul, Thomas Susenburger, Winfried Bosche, Cornelia Segner, Alfred Segner, Nicole Hardt, Mirko Gabler, Thomas Späck, Gernot Scherer, Kurt Maurer, Josephine Kolb; vorn: Rainer Seifert, Heidi Seifert, Karl-Heinz Wagner, Jeannette Wagner, Kerstin Schmitt, Bernd Schmitt, Brit Scherer, Annette Susenburger, Gerlind Liebig)

Die Ruderfreunde des RaB und des RRK mit ihrem Kirchboot bei der Ruderwanderfahrt 2016 auf dem Bodensee

Nach 49 Jahren Ruderfreundschaft treffen sich acht Ruderkameraden des RK am Baldeneysee und sechs des RRK in den Tagen vom 8. bis 12. Juni 2016 zu einer gemeinsamen Ruderwanderfahrt ‒ seit 1973 zum 44sten Mal, um im Kirchboot auf dem Bodensee mit Start auf der Insel Mainau, über den Untersee nach Radolfzell, über Gaienhofen, über die Insel Reichenau, über Konstanz zurück zur Mainau zu rudern. An drei Tagen werden 82 km gerudert.

Bei einer Sport-Projektwoche der Immanuel-Kant-Schule (IKS) anlässlich des 120-jährigen Bestehens der IKS wird vom 7. bis 13. Juli neben Hockey, Tennis und Volleyball in Kooperation mit dem RRK auch Rudern angeboten. An fünf Vormittagen haben Schüler der IKS die Möglichkeit, den Rudersport kennen zu lernen. Initiiert und gefördert wird das Ruderprojekt durch den IKS-Lehrer und früheren Rennruderer Horst Aussenhof, der neben mehreren RRK-Mitgliedern auch täglich vor Ort ist. Als positives Ergebnis des Projekts ergibt sich, dass IKS-Schüler Interesse am Rudern bekunden und nach den Sommerferien das Training des RRK besuchen wollen ‒ sogar eine "AG Rudern IKS" ist im Gespräch.

Bei der Sport-Projektwoche der Immanuel-Kant-Schule (IKS) haben Schüler unterschiedlicher Altersgruppen die Möglichkeit, an fünf Vormittagen beim RRK das Rudern auf dem Main kennen zu lernen.

Zum "Hans-Jürgen-Pabst-Pokal" für U14-Auswahlmannschaften werden vier junge RRKlerinnen für den Hessenkader nominiert (Lea Sack, Viktoria Zimmermann, Carla Anagnostou, Marie Henke)

Aus der kleinen RRK-Trainingsgruppe der jugendlichen Ruderer kristallisiert sich in den Sommermonaten nur Kristine Berkovica heraus, die im Herbst auf den anstehenden Kurzstrecken-Regatten im Einer an den Start gehen soll. Unter der Trainingsleitung von Wolfgang Vorfalt werden die Regatten in Limburg, Schierstein und Großauheim besucht, wobei die junge Ruderin bei ihren ersten Regattastarts mit zwei Siegen überzeugen kann. Außerdem trainieren die Mastersruderer Lutz Beyer und der für Germania Frankfurt startende Harald Blum im RRK/Germania-Masters-Team für Starts auf der "FISA World Rowing Masters Regatta" in Kopenhagen, wo sie mit vier Siegen im Zweier-ohne, in zwei Vierern-mit und im Achter erfolgreich sind. 6 Regattasiege errungen durch zwei Ruderer im Jahr 2016 sind für die RRK-Ruderabteilung sicher nicht zufrieden stellend.

Vier Wochen nach der letzten Regatta findet am 15. Oktober 2016 bei jahreszeitgemäßem Herbstwetter das traditionelle Abrudern mit der Taufe eines Renneiners und gemütlichem Beisammensein der Ruderfamilie statt. Nach Begrüßung und Rückblick auf das vergangene Ruderjahr durch Abteilungsleiter Horst Ackermann und nach Vorstellung einer Trainerin aus Frankfurt für das vakante Traineramt durch "Vize" Harald Blum tauft Melanie Lehmann den neuen Einer auf den Namen "Orion", bevor Kristine Berkovica das Boot erstmals auf dem Main rudert.

Bereits an Pfingsten feiern zwei RRK-Hockeytalente ihre Länderspiel-Premiere. Stella Tegtmeier und Anna Stumpf nehmen im U16-Nationalteam des DHB am Drei-Nationen-Turnier in Mannheim teil. Pauline Heinz, ebenfalls für die Länderspiel-Feuertaufe in Mannheim vorgesehen, muss nach einer Knöchelverletzung im DHB-Training schweren Herzens passen. Und auch für den Hessen-Kader werden Spielerinnen und Spieler des RRK nominiert, die anfangs Juli beim alljährlich stattfindenden "Hans-Jürgen-Pabst-Pokal" für U14-Auswahlmannschaften den RRK erfolgreich präsentieren: Viktoria Zimmermann, Lea Sack, Marie Henke und Carla Anagnostou sind dabei und Marten Ambach als einziger Vertreter aus dem männlichen Bereich.

Mitte Juli fällt in der RRK-Hockeyabteilung eine ganz wichtige Entscheidung. Norman Hahl wird neuer Coach des Damen-Bundesligisten RRK. Der 27-jährige Lehramtsstudent aus Frankenthal, der auf Philipp Tangerding folgt, trainierte zuletzt die Oberliga-Damen des Dürkheimer HC und war gleichzeitig Spieler der DHC-Herrenmannschaft.

Lutz Beyer und Harald Blum bei der "FISA World Rowing Masters" in Kopenhagen nach dem Sieg im Zweier-ohne

Sekt für ein "spritziges" Boot: Melanie Lehmann tauft den neuen Renn-Einer beim Abrudern auf den Namen "Orion".

Während Mitte August in Rio die Deutsche Nationalmannschaft um olympische Medaillen kämpft, trainiert am Sommerdamm der Hockey-Nachwuchs. Rund 90 Kinder und Jugendliche, so viele wie noch nie, sind 2016 beim Hockey-Sommercamp des RRK dabei und haben sichtlich Spaß am Hockeyspielen. Schon zum neunten Mal findet dieses Camp auf den Hockeyplätzen im Rüsselsheimer Stadion statt. Die Teilnehmer im Alter von sechs bis 15 Jahren werden von neun Spielern der Herren- und Damenmannschaften betreut. Dadurch können sich die jungen Hockey-Spieler etwas von ihren Vorbildern aus dem Leistungssport abgucken und wertvolle Tipps und Kniffe der Könner mitnehmen. In den fünf Tagen stehen Technik- und Konditionstraining auf dem Programm. Jeden Tag konzentrieren sich die Teilnehmer auf einen bestimmten Aspekt des Spiels, trainieren Torschüsse, Zweikampfverhalten oder taktische Finessen. Gegen Ende jedes Tages wird das neu Erlernte dann direkt im Spiel umgesetzt.

Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft der weiblichen B-Jugend: RRK gegen Crefelder HTC 2:4

Nach dem Gewinn nur einer Hessenmeisterschaft und nur einer Vizemeisterschaft 2015 zeigt der RRK-Hockeynachwuchs auch 2016 bei den Feldhockey-Hessenmeisterschaften leider weiter keine aufsteigende Tendenz. Kein Titel, jedoch drei Vizemeisterschaften der weiblichen A- und B-Jugend sowie der B-Knaben sind vom Anspruch her einfach zu wenig. Während die weibliche A-Jugend die erreichte Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft wegen Überschneidung mit Bundesligaspielen absagt, ist die weibliche B-Jugend für die Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft qualifiziert, spielt zu Hause am Sommerdamm unter Trainer Volker Schädel gegen den Westvierten Crefelder HTC, führt 2:0 und muss sich doch am Ende noch mit 2:4 geschlagen geben. Die Presse titelt "Drama am Sommerdamm" und der RRK ist im "Rennen" um die Meisterschaft nicht mehr dabei.

Die neue Feldhockey-Saison 2016/17 beginnt für die beiden Spitzenmannschaften des RRK Mitte September erneut auf recht unterschiedlichem Niveau, für die Damen mit dem neuen Trainer Norman Hahl nach dem Aufstieg wieder in der Ersten Bundesliga und für die Herren mit Trainer Jonathan Elliott nach dem Abstieg im Jahr 2012 nun die fünfte Spielzeit in der Regionalliga.

Mit einem neuen Trainer an der Seitenlinie beginnt für die RRK-Damenmannschaft der Kampf um den Klassenerhalt. Zwei der elf Konkurrenten muss man hinter sich lassen, um das Ziel zu erreichen. Eine Herkulesaufgabe, die da nun auf den seit gut sechs Wochen am Sommerdamm als Übungsleiter das Kommando führenden Norman Hahl und dessen Spielerinnen zukommt. Die beiden ältesten Spielerinnen des Kaders stehen mit der 27-jährigen Lisa Lahham und deren Ersatz Nina Ankenbrand im Tor. Im Feld verfügen die beiden Ex-Nationalspielerinnen Eva Frank sowie Marilena Krauss über die meiste Erfahrung. Sie sollen die Führungsrolle übernehmen. Viola Becker, Mara Bentscheck, Ann-Paulin Heist, Lotta Hof, Emma Kanz, Rebecca Schneider und Antonia Wilfer haben auch schon mehr oder weniger Bundesligaspiele auf dem Buckel. Talente, wie die aus der Jugend gekommenen Clara Buchholz, Lara Kaltbeitzel, Maike Pinger, Isabel Scherer, Charlotte Steiner, Kara Tiedtke, Fabienne Werner, Selina Windgaß und andere will der Trainer dauerhaft integrieren.

In den bis zur Winterpause anstehenden elf Partien sollen auf dem Weg zum Klassenerhalt möglichst bereits etliche Punkte auf der Habenseite verbucht werden. Doch dieser Wunsch geht nicht in Erfüllung. Es beginnt mit zwei Niederlagen gegen den amtierenden Deutschen Meister Uhlenhorster HC und gegen den Großflottbeker THGC. Es folgen zwei weitere Niederlagen beim Harvestehuder THC und beim Club an der Alster ‒ wohin führt das? Die Tabelle zeigt null Punkte und 2:13 Tore! Dann erwartet der RRK Mitaufsteiger Uhlenhorst Mülheim und den "Hochkaräter" Münchner SC. Erneut zwei knappe Niederlagen, 2:3 und 1:2. Dann geht es am Sommerdamm gegen Altmeister Berliner HC, mit nur zwei Habenpunkten ebenfalls schwach gestartet, doch eine 0:3-Pleite und Eva Frank verletzt. Tags darauf beim Mannheimer HC ein 0:6. Dann zu Hause ein 0:9 gegen den Vizemeister Rot-Weiss Köln, jedoch am Tag darauf ein 4:2-Sieg über TuS Lichterfelde. Die RRK-Damen sind nicht mehr Tabellenletzter! Das letzte Spiel der Hinrunde führt zum Meisterschaftsdritten Düsseldorfer HC ‒ eine "2:8-Packung" und ein Sieg von TuSLi über den BHC führen dazu, dass die ungeliebte "Rote Laterne" bei drei Punkten und 11:46 Toren in der Winterpause im Bootshaus am Main hängt.

Der Kader der Ersten Damen des RRK in der Feldsaison 2016/17 (hinten: Rebecca Schneider, Fabienne Werner, Lara Kaltbeitzel, Emma Kanz, Eva Frank, Lotta Hof; davor: Managerin Linda Namuo-Schneider, Co-Trainer Christian Zimmermann, Torfrau Lisa Lahham, Jessie Steffl, Maike Pinger, Lena Mischlich, Franziska Ruhland, Clara Buchholz, Torfrau Nina Ankenbrand, Trainer Norman Hahl; vorn: Isabel Scherer, Viola Becker, Mara Bentscheck, Kara Tiedtke, Selina Windgaß, Marilena Krauss, Ann-Paulin Heist, Antonia Wilfer; weiter mit dabei: Petra Ankenbrand, Charlotte Steiner, "Physio" Janine Huver, "Athletik" Dennis Hörl)

Der Kader der Ersten Herren des RRK in der Feldsaison 2016/17 (hinten: Marius Knoll, Patrick Schaffarczyk, Paul Günster, Alexander Hupf, Jonas Hof; davor: Julius Kaus, Nicholas Bachtadse, Konstantin Foohs, Lorenz Klee, Jan Petersen, Nils Büttner, Niklas Isselhard, Dominik Miczka, Finley Schwarz, Tim Meierhöfer, Cedric Pabst, Trainer Jonathan "Jon" Elliott; vorn: Constantin Böhmer, Christian Minar, Mirco Fuchs, Torwart Bastian Reisch, Torwart Felix Rippen, Mounir Hajri, Yannick Rapp, Phil Bosche; weiter mit dabei: Jan Erik Dudel, Felix Seitz, Leon Traum, Tim Meierhöfer, "Physio" Diana Czerwonka, "Athletik" Dennis Hörl)

Die RRK-Herren, nun schon die fünfte Spielrunde auf dem Feld in der drittklassigen Ersten Regionalliga Süd, gehen mit einer engagierten Mannschaft in die fünf Spiele der achtköpfigen Liga vor der Winterpause. Obwohl mit Ausnahme von Florian Krupa alle Mann an Bord geblieben sind und kein Zweitliga-Absteiger integriert werden muss, tut Coach Jonathan Elliott nach den Erfahrungen des letzten Jahres gut daran, sich in Sachen Saisonerwartung zurückzuhalten. Natürlich möchte man um den Aufstieg in die Zweitklassigkeit mitspielen ‒ 3:2 gegen TuS Obermenzing, 4:0 gegen den Hanauer THC, 1:5 beim THC Würzburg, ebenfalls 1:5 beim TEC Darmstadt und ein 2:2 gegen Rot-Weiß München ‒, doch mit 7 Punkten und 11:14 Toren liegt der RRK vor der Winterpause nur auf dem vierten Tabellenplatz, ein Aufstieg scheint zunächst utopisch. Doch im Frühjahr stehen noch neun Spiele an, so dass immer noch Chancen gegeben sind.

RRK-Tennisfans im Oktober mit dem Fahrrad unterwegs (Werner Alt, Ursula Alt, Ute Wohlfahrt, Brit Scherer, Alfred Segner, Edgar Wohlfahrt, Bernd Schmitt, Annette Susenburger, Cornelia Segner, Gerlind Liebig, Gernot Scherer, Kurt Maurer, Thomas Späck, Martin Müller)

Die Zweiten Herren des RRK unter dem neuen Trainer Christian Kösling spielen nach dem Abstieg 2011 aus der Zweiten Regionalliga Südwest ihre sechste Feldsaison in der Oberliga Hessen, liegen vor der Winterpause nach sechs von vierzehn Spielen mit 10 Punkten und 18:6 Toren auf dem dritten Tabellenplatz. Dagegen können sich die Zweiten Damen des RRK nach dem sofortigen Wiederaufstieg in die Oberliga nicht in der Spitzengruppe etablieren. Vor der Winterpause nach sieben von 14 Spielen liegen sie mit 6 Punkten und 8:12 Toren auf dem sechsten Tabellenplatz.

In den Sommermonaten trifft sich die Tennisgruppe donnerstags zum gemeinsamen Doppelspiel. Wie schon das "Ankleppern" wird auch das "Abkleppern" abgesagt. Im Oktober sind traditionsgemäß 14 RRK-Tennisfans mit dem Fahrrad unterwegs, um vom Bootshaus mainaufwärts über Eddersheim, Kelsterbach und Flughafen zum Mittagessen im "Gundhof" zu radeln, anschließend über Mönchbruch zurück zum Bootshaus. Beim "Weihnachtskegeln" der Tennisgruppe am 13. November bei der TuS siegt das Herren- gegen das Damenteam ‒ und auch ein Herr ist tagesbester Kegler, Thomas Susenburger.

Der "Kurt Becker Cup" − zu Ehren des langjährigen RRK-Jugendleiters − wird vom RRK anfangs November 2016, wieder als Hallenhockey-Turnier für A-Mädchen und A-Knaben, zum elften Mal veranstaltet. Sechs Mädchenmannschaften aus Hamburg (2), Berlin, Essen, Frankfurt und Rüsselsheim sowie auch sechs Knabenmannschaften aus Hamburg (2), Düsseldorf, München, Stuttgart und Rüsselsheim kämpfen im Spiel "Jeder gegen Jeden" um den Turniersieg. Am Ende sichern sich die Knaben des DSK Düsseldorf den Turniersieg, der RRK wird Letzter. Bei den Mädchen siegt die Mannschaft des Clubs an der Alster, der RRK wird Vierter.

Nur eine Woche später wird beim RRK der "Olli-Domke-Cup" zu Ehren des langjährigen Nationalspielers, ein Hallenhockey-Vorbereitungsturnier, zum siebten Mal ausgetragen. Die vier Teams − neben dem RRK noch der Gladbacher THC, der Mannheimer HC und die HG Nürnberg − treten über 2 mal 20 Minuten jeweils gegeneinander an. Und da über den Turniersieg nicht die Punkte, sondern die meisten Treffer entscheiden, ist Offensive Trumpf. Am Ende siegt der Gladbacher THC, die torhungrigste Mannschaft, mit 18 Toren vor Mannheim mit 12, dem RRK mit 10 und Nürnberg mit 8 Toren.

Am 3. Dezember 2016 ehrt der RRK im "Adlerpalast" mit einem neuen, von der Arbeitsgruppe "Öffentlichkeitsarbeit" mit Sprecher Paul Anagnostou organisierten Event, der "X-Mas Party", seine erfolgreichen Sportler und seine Jubilare des Jahres 2016. Mehr als 300 Mitglieder und Angehörige feiern bei etwa 100 zu Ehrenden im festlichen Rahmen unter professioneller Moderation durch Eva Frank und Christian Domke. Insbesondere die Hockeyabteilung bildet weiterhin das sportliche Rückgrat des RRK, obwohl man mit den derzeitigen Erfolgen nicht zufrieden sein kann. Sportliches Highlight 2016 war zweifellos der Wiederaufstieg der Ersten Damen in das Oberhaus der Feldhockey-Bundesliga, aber auch der Aufstieg der Zweiten Damen in die Feld-Oberliga sowie bei der Jugend der Gewinn einer Hessenmeisterschaft und von fünf Vizemeisterschaften sind erwähnenswert. Zwischen den Ehrungen gibt es zur Auflockerung ein Quiz und Gesangs-Vorführungen von Mannschaften. Aber auch 22 langjährige Mitglieder sind durch den Vorstand, Dr. Dietmar Klausen und Horst Ackermann, zu ehren, wobei jedoch leider nur 9 Jubilare anwesend sind: Winfried Cezanne und Irene Willnow gehören dem RRK seit 70 Jahren an, Rudi Reitz und Karl-Heinz Wagner seit 60 Jahren. Die Ehrennadel in Silber für 40 Jahre bekommen Marga Blivier, Wolfgang Gummersbach, Klaus Köppen, Holger Kraft, Prof. Dr. Christoph Krehl, Prof. Dr. Reinhard Passing, Werner Pfeifer, Stefan Pöppel, Heike Richter, Heinz Sauer und Detlev Welters. Seit 25 Jahren sind Daniel Burghardt, Elena Cristl, Rainer Dach, Lisa Jacobi, Oliver Markowsky, Gregor Theis und Edgar Wohlfahrt Mitglied des RRK ‒ ebenfalls eine Ehrennadel in Silber. Nach diesem offiziellen Teil folgt eine Tombola mit schönen Preisen, dann heizen die "Goozebumps" mit ihrer Life-Musik der RRK-Familie ein und ab Mitternacht geht es für die Unentwegten weiter mit DJ-Musik.

"RRK-Präsident" Dr. Dietmar Klausen ehrt die Jubilare Rudi Reitz, Winfried Cezanne und Karl-Heinz Wagner

"Richtig was los" bei der "X-Mas Party" des RRK am 4. Dezember 2016 im Adlerpalast

Die Hallenhockey-Saison 2016/2017 beginnt für RRK-Damen und RRK-Herren mit der "X-Mas Party" am ersten Dezember-Wochenende ‒ wie schon in den letzten vier Jahren auf unterschiedlichem Niveau, für die Damen in der Ersten und die Herren in der Zweiten Hallen-Bundesliga.

Die RRK-Damen haben von den zehn Spielen der Hallenrunde der Ersten Bundesliga vor Weihnachten zwei Heim- und drei Auswärtsspiele zu absolvieren. Helmut Popp beschreibt am 3. Dezember 2016 im "Rüsselsheimer Echo" die Situation bei den RRK-Damen vor dem ersten Punktspiel:

Überraschung: Lena Jacobi ist zurück

Mit Ex-Nationalspielerin Lena Jacobi als prominente Rückkehrerin wollen die RRK-Frauen beim heutigen Hallenauftakt gegen Nürnberg gewinnen.

Am Samstag geht es wieder los: Im Hockey wird unter dem Dach um Bundesligapunkte gekämpft. In der Süd-Gruppe starten die Frauen des Rüsselsheimer RK dabei mit einem Heimspiel. Gegner ist in der Sporthalle Dicker Busch das Team des Wiederaufsteigers HG Nürnberg. Für die Rüsselsheimerinnen also zum Auftakt der relativ kurzen Hallensaison eine machbare Aufgabe. Bis zum 22. Januar sind in der Gruppenphase fünf Heim- und fünf Auswärtsspiele zu absolvieren. Danach ziehen die beiden Erstplatzierten ins Play-off-Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft ein, der Letzte muss den Weg in die 1. Regionalliga Süd antreten.

Klar, dass der RRK mit diesem Abstieg nichts zu tun haben will. Es wurmt die Spielerinnen genug, bereits im Feld zur Saison-Halbzeit auf dem letzten Rang der Bundesliga überwintern zu müssen. Allerdings sind Feld- und Hallenhockey zwei völlig verschiedene Sportarten. Unter dem Dach werden die Karten neu gemischt. Und da kann Rüsselsheims Trainer Norman Hahl nach den Eindrücken der Vorbereitung zumindest "ein kleines Maß an Zuversicht" versprühen. Von den fünf Konkurrenten im Süden werden vermutlich der Münchner SC sowie der Mannheimer HC für den RRK eine Nummer zu groß sein. Doch mit den restlichen drei – Eintracht Frankfurt, TSV Mannheim und eben Startgegner Nürnberg – darf man sich mindestens auf Augenhöhe wähnen. An einem guten Tag sollten diese Gegner für den RRK allesamt schlagbar sein. Also werden auch gegen die HG Nürnberg drei Punkte angestrebt. Die Franken kommen zwar als Neuling, verfügen jedoch aus der Vergangenheit über Bundesliga-Erfahrung. Jedoch wurde diese Erfahrung vornehmlich als Fahrstuhlmannschaft gesammelt: In einem Jahr auf-, prompt im nächsten dann wieder abgestiegen.

Hahl: "Für uns eine tolle Verstärkung"

Erst vor zwei Wochen, beim "Hallen-Cup des Südens", trafen Rüsselsheim und Nürnberg schon zweimal aufeinander. Beide Partien endeten zugunsten des RRK (2:1 und 6:3). Noch nicht im Rüsselsheimer Aufgebot stand da eine frühere Nationalspielerin, die mittlerweile für die bevorstehende Hallenrunde die Rückkehr zu ihrem ehemaligen Verein verkündet hat: Die 31-jährige Lena Jacobi (72 Länderspiele) wird sich vorübergehend noch mal das Trikot des RRK überstreifen. Aus beruflichen Gründen war sie vor kurzem von Berlin nach Frankfurt gezogen. Hockey wollte sie zwar nicht mehr spielen, hat sich aber nun von ihren früheren Rüsselsheimer Kolleginnen "anbaggern lassen". Voraussichtlich steht Jacobi nur in sechs der zehn Saisonspielen zur Verfügung, aber immerhin. "Für uns auf jeden Fall eine tolle Verstärkung. Lena ist technisch auf einem hervorragenden Niveau", freut sich Trainer Norman Hahl.

Gemeinsam mit Torhüterin Lisa Lahham, Eva Frank und Viktoria Krüger sorgt Lena Jacobi für die nötige Erfahrung in der ansonsten jungen Rüsselsheimer Mannschaft. Sie taugt auf jeden Fall als Leitfigur. Und hilft, zwei schmerzliche Ausfälle zu kompensieren. Stürmerin Marilena Krauss ist zu ihrem Heimatverein Hanauer THC gewechselt, Emma Kanz will aus Studiengründen in der Halle pausieren. Lena Jacobi freut sich auf ihr Comeback: "Es ist schön, noch mal für den Verein zu spielen, bei dem ich aufgewachsen bin." Ein über die bevorstehende Hallenrunde hinausgehendes Engagement schließt die Unternehmensberaterin allerdings ausdrücklich aus: "Für die Feldrunde stehe ich auf keinen Fall mehr zur Verfügung. Die paar Spiele in der Halle sind zum Abschluss gerade noch okay. Alles andere wäre mir dann aber zu viel."

Damentrainer Norman Hahl mit Lisa Lahham, Isabel Scherer und Lena Jacobi

Die RRK-Damen beginnen zu Hause mit einem 9:3 gegen die HG Nürnberg, es folgt ein 7:4-Sieg bei Eintracht Frankfurt, aber dann eine 2:4-Niederlage gegen den Münchner SC. Am letzten Advents-Wochenende vor Weihnachten mit zwei Spielen in Mannheim will Trainer Norman Hahl drei Punkte holen, um auf dem zweiten Play-off-Platz in die Weihnachtspause zu gehen. Doch die RRK-Damen verlieren gegen den TSV Mannheim 4:6 und beziehen gegen den amtierende Deutschen Hallenmeister vom Mannheimer HC sogar eine 0:9-Klatsche. Sie gehen damit nicht nur komplett leer aus, sondern sie sacken mit nur 6 Punkten auch auf den vierten Tabellenplatz ab.

In der Zweiten Hallen-Bundesliga sind von den RRK-Herren insgesamt zehn Spiele zu absolvieren, davon vor Weihnachten zwei zu Hause und zwei auswärts. Die Mannschaft von Trainer Jonathan Elliott hat einen Umbruch mit weiterer Verjüngung zu verkraften, die beiden langjährigen Stützen Christian Domke und Christian Minar sind "weggebrochen", die beiden altgedienten Recken Jan Petersen und Frank Trautmann wollen es noch einmal wissen. Wie die Damen beginnen auch die Herren die Runde mit einem Sieg ‒ allerdings knapp mit 6:5 ‒ gegen die HG Nürnberg. Es folgt ein ebenfalls knapper 4:3-Sieg beim Limburger HC und eine ebenfalls knappe 3:4-Niederlage gegen den Erstliga-Absteiger und Aufstiegsfavoriten SC Frankfurt 1880. Dann im letzten Spiel vor der Weihnachtspause, einem ruppigen und kampfbetonten Zweitliga-Match, beim Dürkheimer HC noch eine 4:5-Niederlage für die RRK-Herren, so dass sie mit 6 Punkten und 17:17 Toren auf dem 2. Tabellenplatz ins neue Jahr gehen.

Die Zweiten Herren spielen nun im dritten aufeinander folgenden Jahr die Hallenrunde in der Oberliga Hessen. Nach fünf von zehn Spielen liegen sie vor der Weihnachtspause mit 6 Punkten und 21:24 Toren auf dem 5. Tabellenplatz. Die Dritten Herren spielen nach dem Aufstieg die Hallenrunde 2016/17 nun in der sechsköpfigen 2. Verbandsliga, liegen nach fünf Spielen mit 6 Punkten und 23:37 Toren auf dem 4. Tabellenplatz. In der Halle Meister der Oberliga zu werden, ist das Ziel der Zweiten Damen ‒ dementsprechend liegen sie nach fünf von zehn Spielen mit 15 Punkten und 37:12 Toren mit 6 Punkten Vorsprung auf dem 1. Platz. Wie die Dritten Herren spielen auch die Dritten Damen in der 2. Verbandsliga gegen vier Kontrahenten und liegen nach vier Spielen ‒ den Zweiten Damen nacheifernd ‒ mit 10 Punkten und 17:4 Toren auf dem Aufstiegsplatz, gute Aussichten für das neue Jahr.

Am RRK-Bootshaus ergeben sich auch 2016 einige Veränderungen. Ab April ist der seit 2012 leerstehende "Alte Saal" im Obergeschoss an ein Fotostudio vermietet. Im Sommer wird das zugewucherte Ehrenmal westlich des Bootshauses wieder sichtbar gemacht, eine Steineinfassung verlegt, der Bereich mit Rindenmulch abgedeckt und die enge Zufahrt zu den beiden Stellplätzen des Wirts vergrößert. Im Herbst wird dann im Trainingsraum die Lüftungssituation durch einen Ventilator verbessert und ein Defibrillator angeschafft sowie in der Geschäftsstelle ein zusätzlicher Heizkörper installiert. Und noch etwas soll hier erwähnt werden. Die im September 2015 eröffnete Geschäftsstelle im Bootshaus erfreut sich bei Vorstand und Mitgliedern steigender Beliebtheit dank der freundlichen Art und der professionellen Arbeit der Leiterin Katja Hosang.

Durch den Tod verliert der RRK im Jahr 2016 vier langjährige Mitglieder. Nach mehr als 88 Jahren RRK-Mitgliedschaft stirbt im Alter von 101 Jahren anfangs Februar Willi Klein ‒ mit allen Ehrennadeln für langjährige Treue zum RRK dekoriert. Anfangs April ist es dann ein Ruderer der "alten Garde", der 77-jährige Rudolf "Rudi" Müller, der den RRK nach langer schwerer Krankheit verlässt ‒ Rennruderer im Einer, Vierer und Achter, später Freizeit- und Wanderruderer, 60 Jahre Mitglied des RRK sowie Träger der Ehrennadel in Gold. Im Mai verstirbt der frühere Hockeyspieler Ludwig Kraft im Alter von fast 86 Jahren. Während seiner fast 73-jährigen Mitgliedschaft im RRK ist er im Hockeybereich immer wieder ehrenamtlich tätig ‒ stellvertretender Abteilungsleiter, Kassenprüfer, Kassierer und Kassenwart. Im Jahr 1993 erhält er für 50-jährige Vereinstreue die Ehrennadel in Gold und in Anerkennung seines ehrenamtlichen Engagements verleiht "sein" RRK ihm 1997 die Leistungsnadel in Gold. Im Alter von erst 54 Jahren verlässt nach langer schwerer Krankheit im November mit Rolf Lange ein weiteres engagiertes Hockey-Mitglied den RRK. In den fast 18 Jahren seiner Mitgliedschaft bringt er sich in die Arbeit der Hockeyabteilung des RRK ‒ sei es als Jugendleiter, Teammanager oder Hallen- und Platzsprecher ‒ immer wieder unterstützend und helfend ein.

Welches Jahr nun? Hier klicken!!!

1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 1950 1951 1952 1953 1954 1955 1956 1957 1958 1959 1960
1961 1962 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979
1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998
1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017