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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

1994

Bevor Mitte Januar die Punktspiele wieder beginnen, fahren die Reserveteams zum Internationalen Münchener Hockeyturnier, dagegen müssen die ersten Teams, Damen wie Herren, unter "Doppeltrainer" Berti Rauth in der Sporthalle Dicker Busch ein Trainings-Wochenende absolvieren. Dann beginnt wieder der Ernst des Alltags. Die RRK-Damen halten den ersten Tabellenplatz und stehen am Ende der Runde als Südmeister mit 25:3 Punkten und 111:42 Toren in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Vom zweiten auf den ersten Platz schieben sich die RRK-Herren und klopfen am Ende der Runde als Südmeister erneut an das Tor der Bundesliga.

Die Ib-Damen mit Trainer Volker Schädel zielen auf die Meisterschaft in der Oberliga, doch am Ende zeigen sie Schwäche und müssen mit dem 2. Platz vorlieb nehmen. Und auch die Ib-Herren belegen in der 1. Verbandsliga den 2. Platz, was zum Aufstieg in die Oberliga reicht, dagegen werden die 3. Herren in der 3. Verbandsliga nur Vierter. Ebenfalls nicht Meister werden die RRK-Senioren im Hessenpokal, sie belegen hinter Höchst und Offenbach den 3. Platz.

Erstes Großereignis des Jahres 1994 ist für die Hockeyabteilung des RRK und die RRK-Damen das Turnier um den Hallenhockey-Europacup wie schon im Jahr 1992 erneut in der heimischen Walter-Köbel-Halle. Größter Widersacher im Kampf um die europäische Krone wird der Titelverteidiger Berliner HC sein, es wird ein Zweikampf zwischen dem BHC und dem RRK erwartet. In der Vorrunde schlägt der RRK Amiens mit 13:0, Groningen mit 8:1 und Hightown mit 7:1. Edinburgh, Hightown, Berlin und der RRK stehen im Halbfinale. Die "FAZ" berichtet:

Zum Schluss des Hallenturniers noch ein richtiges, spannendes Hockeyspiel: RRK gegen Berliner HC

Rüsselsheim gewinnt mit Maßarbeit aus der Ecke den Europapokal

Die Hockeyanhänger in Rüsselsheim und Umgebung müssen es geahnt haben. Es wird zwei Tage dauern, bis es zum einzigen interessanten Spiel des 5. Hallenhockey-Europacups kommt. Am Freitag und am Samstag sahen sich nur jeweils 130 Zuschauer die ersten Begegnungen in der Walter-Köbel-Halle an. Die Vorrundenspiele gerieten – wie erwartet – zu einer höchst einseitigen und überaus langweiligen Demonstration deutscher Hockeykunst. Ernsthaft gefordert wurden die Spielerinnen des Berliner HC und des Rüsselsheimer RK nicht einmal in den beiden Halbfinalspielen. Die Rüsselsheimerinnen besiegten auf dem Weg ins Endspiel die Damen aus Edinburgh 11:2, die Berlinerinnen die englische Mannschaft LHC Hightown 11:1. Zweistellige Resultate im Halbfinale beweisen, dass auch am 5. Europacup-Turnier nicht die besten acht europäischen Hallenhockeyteams teilgenommen haben. Vermutlich hätte auch jede andere Bundesligamannschaft die unbedarften, nicht an das Spiel in der Halle gewöhnten Teams aus Großbritannien, Irland, Holland, Frankreich und Litauen mehr oder weniger deutlich geschlagen. Spannend wurde es erst am Sonntag – im Finale zwischen Rüsselsheim und Berlin. Und das haben die Fans gewusst. Denn plötzlich waren 1.000 von ihnen da, was den Veranstalter ein wenig beruhigte. Der drohende große finanzielle Verlust war ein bisschen kleiner als befürchtet. Zudem sicherten sich die Rüsselsheimerinnen nach einem 6:5-Sieg zum dritten Mal den Europapokal.

Hallenhockey-Europacup 1994 für die RRK-Damen durch ein 6:5 im Finale über den Berliner HC (Stefanie Rinderer, Katrin Schmidt, Britta Becker, Bianca Weiß, Eva Hagenbäumer, Marja Busch, Susanne Müller, Sybille Breivogel und Denise Klecker; es fehlen: Tanja Dickenscheid und Manuela Schneider)

Diejenigen, die sich trotz des olympischen Fernsehwochenendes für ein Hockeyspiel entschieden, haben es nicht bereut. Nach all den enttäuschenden, bisweilen dilletantischen Darbietungen sahen sie endlich ein richtiges und vor allem spannendes Hockeyspiel. Die Rüsselsheimerinnen führten nach Treffern von Britta Becker (drei Strafecken), Sybille Breivogel und Susanne Müller schon 5:2, gerieten in der zweiten Halbzeit allerdings noch einmal in Bedrängnis. In der Schlussphase kamen die Berlinerinnen, die den RRK im vergangenen Jahr im Europacup-Endspiel bezwungen hatten, auf 5:6 heran. Und als Trainerin Uschi Schmitz ihre Torfrau zugunsten einer weiteren Feldspielerin auswechselte, waren sie sogar dem Ausgleich nahe. Doch die erst 16 Jahre alte Natascha Keller, die bei vielen Experten als das größte deutsche Hockeytalent gilt, hatte im entscheidenden Moment nicht den Mut, eine Torchance egoistisch zu nutzen. Sie gab die Kugel und die Verantwortung ab. Zum Glück für den Rüsselsheimer RK.

Mit Glück allerdings ist der abermalige Titelgewinn nicht zu erklären. Wofür vor allem drei Spielerinnen verantwortlich sind. Wenn Tanja Dickenscheid, Eva Hagenbäumer und Britta Becker antreten, um eine Strafecke auszuführen, ist ihnen der Torerfolg fast sicher. Die drei Nationalspielerinnen reproduzieren die Präzisionsarbeit immer wieder. Tanja Dickenscheid spielt die Kugel in das Feld, Eva Hagenbäumer stoppt und Britta Becker schießt. Mit 25 Treffern war sie die mit Abstand erfolgreichste Torschützin. Auch der Blick in die Statistik des europäischen Hockey-Wochenendes spricht für die Rüsselsheimerinnen. 27 von 45 Treffern fielen im Anschluss an Strafecken. Die Berlinerinnen brachten es auf 57 Tore und nutzten nur 16 Ecken.

Diese spielentscheidende Maßarbeit beeindruckte auch die Berliner Trainerin. "Die schießen eben gewaltige Ecken. Das ist die große Waffe. Das muss man erst einmal hinkriegen", sagte Uschi Schmitz. Eigentlich hatte sie ihre Spielerinnen auf diese Gefahr hingewiesen. "Man kann nur gewinnen, wenn man die Ecken vermeidet." Doch es gelang den jungen Berlinerinnen nicht, die Taktik des Rüsselsheimer Trainers Berti Rauth ("Ecken bekommen. Ecken reinmachen") zu widerlegen. Viel mehr Komplimente allerdings wollte Uschi Schmitz dem Gegner nicht machen. "Spielerisch waren sie nicht besonders stark. Wir haben das schönere und attraktivere Hockey gespielt." Was sich anhört wie die Ausrede eines schlechten Verlierers, entsprach den Tatsachen. Auch im Endspiel zeigten die Berlinerinnen das ansehnlichere und sicherere Kombinationsspiel. Und dies fällt den Rüsselsheimerinnen in dieser Saison überaus schwer. Was keineswegs an mangelhafter Fertigkeit, sondern an Verletzungen wichtiger Spielerinnen liegt. "Wir haben fünf Stürmerinnen. Und drei von ihnen waren immer nicht dabei", sagt Berti Rauth. Nationalspielerin Susanne Müller war beim Europacup erstmals seit langer Zeit wieder dabei. Tanja Dickenscheid konnte drei Monate lang nicht in der Halle spielen. Da verwundert es den Trainer nicht, dass das Rüsselsheimer Aufbauspiel noch zu "statisch und sehr passiv" ist. "Fehlerminimierend" nennt Rauth die aktuelle Spielweise seiner Mannschaft.

Am nächsten Wochenende wird es sich in Essen erweisen müssen, ob die minimalistische Rüsselsheimer Hockeykunst zum wiederholten Gewinn der deutschen Hallenmeisterschaft reichen wird. Am Samstag treffen die Rüsselsheimerinnen im Halbfinale auf den Großflottbeker THGC. Die Berlinerinnen müssen sich mit der Frankfurter Eintracht auseinandersetzen. Möglicherweise stehen sich die Endspielgegner des Europacups auch im Meisterschaftsfinale wieder gegenüber. Vieles spricht dafür. Und vieles spricht auch dafür, dass die Rüsselsheimerinnen wieder das beherzigen werden, was sie derzeit am besten können. "Ecken bekommen. Ecken reinmachen."

Für den RRK spielen Bianca Weiß, Stefanie Rinderer, Britta Becker, Denise Klecker, Eva Hagenbäumer, Katrin Schmidt, Tanja Dickenscheid, Marja Busch, Susanne Müller, Sybille Breivogel und Manuela Schneider. Im Anschluss an das Turnier wird die 20-jährige Britta Becker von der Jury der schreibenden Journalisten zur besten Turnierspielerin gekürt. Auch bei den Törjägerinnen belegt sie mit 25 Treffern den ersten Platz vor der Ex-Rüsselsheimerin Anke Wild mit 13 Toren.

Bereits eine Woche später spielen die Hockeydamen in Essen-Kupferdreh die 33. Deutschen Damen-Hallenhockey-Meisterschaft aus. Für den RRK meldet Trainer Berti Rauth folgende Mannschaft: Bianca Weiß, Stefanie Rinderer, Britta Becker, Denise Klecker, Eva Hagenbäumer, Katrin Schmidt, Tanja Dickenscheid, Marja Busch, Susanne Müller, Sybille Breivogel, Angela Müller und Manuela Schneider. Nur mit Glück, Pfosten und Latte helfen kräftig mit, siegt der RRK im Halbfinale über den Großflottbeker THGC 7:5, das zweite Halbfinale holt sich nach Verlängerung und Siebenmeter-Schießen der Berliner HC gegen Eintracht Frankfurt. Wir zitieren die "FAZ":

6:3 im Hallenhockey-Finale gegen den Berliner HC / Denise Klecker überrascht als treffsicherste Schützin

Dem Rüsselsheimer RK fällt sein Meisterstück leichter als erwartet

Eine Woche nach dem Europacup gewinnen die Damen des RRK auch die Deutsche Meisterschaft im Hallenhockey durch einen 6:3-Finalsieg, wieder über den Berliner HC (Angela Müller, Susanne Müller, Tanja Dickenscheid, Sybille Breivogel, Britta Becker, Eva Hagenbäumer, Bianca Weiß, Katrin Schmidt)

Normalerweise schießt Britta Becker die meisten und entscheidenden Tore für den Rüsselsheimer Ruder-Klub. Als nach dem Finale der Endrunde um die deutsche Hallenhockey-Meisterschaft in Essen die beste Torschützin des Turniers bekanntgegeben wurde, konnte sich eine Spielerin freuen, deren Nachname sich nur so ähnlich anhört. "Ja, schön war es schon", sagte Denise Klecker nach dem 6:3-Sieg im Finale gegen den Berliner Hockey-Club. Sieben Tore gelangen der 21 Jahre alten Junioren-Nationalspielerin insgesamt, drei davon im Endspiel. In der gesamten Hallensaison brachte sie es in 14 Spielen auf "nur" 15 Tore. Die Erklärung, wie sie plötzlich zur Treffsicherheit gefunden habe, war einfach. "Ich stand eben im richtigen Moment an der richtigen Stelle", sagte Denise Klecker. Genugtuung darüber, ein wenig erfolgreicher als ihre ein Jahr jüngere, aber viel berühmtere Kollegin gewesen zu sein, empfand Denise Klecker keineswegs. "Das wird mich ein bisschen beflügeln. Das war schon Neuland für mich."

Nichts Neues indes gibt es aus dem Hallenhockey der Damen zu vermelden. Außer, dass der Rüsselsheimer Sieg gegen Berlin deutlicher als erwartet ausgefallen ist. Das haben die Rüsselsheimerinnen gehofft, die Mannschaften aus dem Norden Deutschlands befürchtet. Der RRK hat im vergangenen Jahr alle Titel gewonnen, die es im Hockeysport überhaupt zu gewinnen gibt. Die Feldsaison begann mit dem überraschenden Gewinn des Europacups, und endete mit der Titelverteidigung der deutschen Meisterschaft. Die Hallensaison endete mit dem Sieg beim Europapokal am vergangenen Wochenende und der Titelverteidigung in Essen. Klagten die Berlinerinnen vor acht Tagen noch, im Europacupfinale einer spielerisch schwächeren Mannschaft unterlegen zu sein, so mussten sie diesmal anerkennen, selbst sehenswert ausgespielt worden zu sein. Die Strafecken, von der die Berliner Trainerin Uschi Schmitz sagt, sie seien die "stärkste Rüsselsheimer Waffe", spielten im Meisterschaftsendspiel eine untergeordnete Rolle. Die Hessinnen nutzten nur drei von acht Ecken und bewiesen damit, dass sie auch Feldtore erzielen können. Vor allem aber brachten sie es fertig, das hochgelobte Berliner Kombinationsspiel schon im Ansatz zu unterbinden. Aggressiv und mutig stellten sie sich der Berliner Mannschaft entgegen. Was vor allem Eva Hagenbäumer zu spüren bekam. Zweimal traf sie ein Schläger, einmal die Kugel. Dreimal ging sie zu Boden, konnte jedoch weiterspielen. Im Vergleich zum mühsamen 7:5-Halbfinalsieg gegen den Großflottbeker THGC waren die Rüsselsheimerinnen auch in kämpferischer Hinsicht kaum mehr wiederzuerkennen. Doch das hat Tradition. "Halbfinalspiele sind nicht gerade unsere Stärke. Das haben wir als gutes Omen betrachtet", sagte Tanja Dickenscheid.

Als drittes Highlight der Hallensaison folgen wieder eine Woche später die erstmals im "K.-o.-System" ausgetragenen Spiele der RRK-Herren um den Bundesliga-Aufstieg in Hanau. Der RRK möchte im dritten Anlauf unbedingt zurück ins Rampenlicht der Bundesliga. Wir zitieren nochmals die "FAZ":

Trainer Berti Rauth hält auch nach dem Aufstieg in die Hallenhockey-Bundesliga an seiner Linie fest

Der Rüsselsheimer RK setzt mit Erfolg auf die eigene Jugend

Nach sechsjähriger "Verbannung" in die Regionalliga ist den Hockeymännern des RRK der Wiederaufstieg in die Hallen-Bundesliga gelungen (hinten: Abteilungsleiter Fritz Schneider, Patrick Honnef, Holger Klein, Jan-Erik Reitz, Volker Schädel, Torben Stalmach, Björn Emmerling, Masseur Pit Bulajic, Betreuer Martin Müller, Trainer Berti Rauth; vorn: Glenn Eifert, Thomas Susenburger, Oliver Domke, Klaus Eberts, Christopher Reitz, Jens George)

Gut möglich, dass es die lockere Einstellung war, die am Ende den Erfolg bescherte. "Die Kontinuität unserer Nachwuchsförderung garantiert uns irgendwann den Aufstieg. Die Frage ist nur der Zeitpunkt", hatte Berti Rauth vor der Aufstiegsrunde zur Hallen-Bundesliga gesagt. Entsprechend groß war der Jubel beim Hockeytrainer des Rüsselsheimer Ruder-Klubs (RRK), als seine junge Männermannschaft ihm drei Tage später die zeitliche Unsicherheit genommen hatte. Mit einer selbst für den Trainer verblüffend abgeklärten Spielweise hielt der RRK in der entscheidenden Partie den früheren Erstligaklub Stuttgarter Kickers mit 7:4 in Schach und nimmt den Platz in der Südstaffel der Hallen-Bundesliga ein. "Wir haben damit ein klares Zeichen für die Zukunft gesetzt. Unsere jungen und sehr talentierten Spieler werden nun wissen, dass sie beim Rüsselsheimer RK an der richtigen Stelle sind', sagte Trainer Rauth und gewann dem Wiederaufstieg nach sechsjähriger Regionalliga-Zugehörigkeit gleich einen gewichtigen Nebeneffekt ab. "Da waren einige nur in der Halle, um uns verlieren zu sehen und um dann konkrete Angebote machen zu können", glaubt Rauth, der als Spieler den Abstieg des dreimaligen Hallenmeisters in der Saison 1987/88 miterlebt hatte.

Zu denjenigen, die für die Späher begüterter Bundesligaklubs von gesteigertem Interesse sein dürften, gehört Torhüter Christopher Reitz. Der Goldmedaillengewinner der Olympischen Spiele 1992 steht als einziger Spieler eines Zweitligavereins – auf dem Feld hatte der RRK im vergangenen Oktober im letzten Spiel den Aufstieg verpasst – im Aufgebot der Nationalmannschaft für das 16. Turnier um die "Champions Trophy" vom 17. bis 25. März in Lahore/Pakistan. "Im Moment überwiegt bei mir die Freude über den Aufstieg gegenüber der Vorfreude auf die Champions Trophy", sagte Reitz, wohl wissend, dass ihm als Torwart eines  Erstligaklubs größere Akzeptanz durch Bundestrainer Paul Lissek aus Limburg gewiss sein wird.

Entsprechend sind die Forderungen des Einundzwanzigjährigen, der zur Zeit seinen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr absolviert und die Tradition vorzüglicher Rüsselsheimer Torleute (Peter Kraus, Tobias Frank) fortsetzt: "Dieser Aufstieg darf kein Strohfeuer gewesen sein. Wir müssen unsere Ziele langfristig auf die Erste Liga ausrichten." Dass dafür eine personelle Verstärkung zwingend geboten ist, sieht Reitz indes nicht: "Klar ist in der Bundesliga das Tempo höher, aber solch disziplinierte Leistungen wie hier gegen Stuttgart sollten eigentlich reichen, zumal sich unsere junge Mannschaft sicher noch festigen wird. Sein Trainer Berti Rauth kann mit einem stolzen Unterton in der Stimme ergänzen: "Unsere kontinuierlich weiterbetriebene Jugendarbeit wird uns die Zukunft sichern." Und obwohl Rauth in der Stunde des "ersten exponierten Erfolges der Männer seit Jahren" diesen nicht mit den zahlreichen Meriten seines renommierten Damenteams verglichen haben wollte, so ist die Mixtur des Rüsselsheimer Erfolgsrezepts doch offensichtlich die gleiche geblieben.

Schaffen 1994 den Aufstieg in die Hallen-Oberliga, die Ib-Herren des RRK (hinten: Daniel Voigt, Marcel Janson, Paul Anagnostou, Fritz Schmidt jr., Ernst Hünerfeld; davor: Sebastian Körber, Dr. Christoph Krehl, Kai Stieglitz, Christian Kösling; vorn: Torwart Andreas Leichtweiß)

Auch die Nachwuchsteams des RRK zeigen in der Halle gute Leistungen. Hessenmeister werden B-Mädchen, A-Jugend, B-Knaben und C-Knaben , die weibliche Jugend, die A-Mädchen, die B-Jugend und die A-Knaben werden Vizemeister. Bei den Süddeutschen Meisterschaften der A-Jugend in Mannheim holt sich der mit den Regionalliga-Stammspielern Torben Stalmach, Björn Emmerling und Oliver Domke verstärkte RRK ganz souverän den Meistertitel. Die B-Jugend des RRK fährt nach Limburg, hat etwas Pech und belegt nur den sechsten Platz. In Koblenz steht die weibliche Jugend im Finale gegen Eintracht Frankfurt und muss sich mit 3:1 geschlagen geben.

A-Jugend und weibliche Jugend haben sich damit für die Endrunde der Deutschen Meisterschaft qualifiziert. Während die A-Jugend in Braunschweig ohne die obengenannten Regionalliga-Spieler, die für die Aufstiegsrunde geschont werden, auskommen muss und nur den achten und letzten Platz belegt, spielt die weibliche Jugend ihre Endrunde im niedersächsischen Stadt-Oldendorf. Im Finale kommt es hier zu einer Neuauflage des Endspiels um die Hessen- wie auch um die süddeutsche Meisterschaft. Aber während bei den vorgeschalteten Meisterschaften stets die Frankfurter Eintracht siegreich blieb, dreht der RRK jetzt den Spieß um. Nach Ablauf der regulären Spielzeit steht es 1:1, nach der überaus spannenden Verlängerung 2:2. Im folgenden Sieben-Meter-Schießen sind dann Katrin Gerlach, Sina Fröhlich und Andrea Naß erfolgreich, während "Steffi" Rinderer alle drei Frankfurter Siebenmeter hält, das ist die Deutsche Meisterschaft. "Matchwinnerin" Stefanie Rinderer wird von ihren ausgelaugten Mitspielerinnen fast erdrückt.

Am 23. Februar 1994 tritt erstmals im RRK eine Jugendversammlung zusammen, um nach der vom Gesamtvorstand des RRK verabschiedeten Jugendordnung einen Jugendausschuss zu wählen und damit erstmals eine Selbstverwaltung der Jugend im RRK aufzubauen. Jugendwart wird Harald Czerwenski, sein Stellvertreter Werner Pfeifer, Kassenwart Martin Kraft, Jugendvertreter der Sportabteilungen werden für Rudern Sascha Rachow und Maximilian Otto, für Hockey Sebastian Körber und Jan-Erik Reitz und für Tennis Tim Vorfalt und Thomas Uebel.

Anfangs März treffen sich die Ruderer des RRK zu ihrer Hauptversammlung. Da ein Aufwärtstrend im sportlichen Bereich zu vermerken ist und auch die Kasse ein positives Ergebnis zeigt, gibt es bei der anstehenden Wahl der Abteilungsleitung keine Überraschungen. Abteilungsleiter Rudi Reitz und seine "Mitstreiter" stellen sich fast ausnahmslos der Wahl und werden wiedergewählt.

In diesen Tagen an einem Samstagnachmittag, wo normalerweise Rudern angesagt ist, überrascht Vorstandsmitglied Gerhard Ruppert die Freizeitruderer mit einer jungen Eiche und mit Gartengerät. Sein Plan geht auf. Rudern fällt flach. Stattdessen wird die Westecke des Bootshaus-Geländes in Ordnung gebracht und neben der kurz zuvor zwangsweise abgesägten 70-jährigen Trauerweide die junge Eiche gepflanzt.

Einige Tage später treffen sich die Tennis- wie auch die Hockeyspieler zu ihren Hauptversammlungen. Da keine Wahlen anstehen, liegt der Schwerpunkt der Versammlungen auf den Berichten und dem Blick zurück auf das Vorjahr, das für die Hockeyspieler ein besonders erfolgreiches war.

Die bei der Jubilarenehrung des RRK am 26.03.1994 anwesenden Jubilare der Jahre 1992 bis 1994 stellen sich dem Fotografen (hinten: Frieder Fleck (25 Jahre), Wolfram Rossbach (1992: 40), Willi Klein (1993: 65), Horst Ackermann (1993: 40), Ludwig Stolz (1992: 40), Manfred Wolf (40), Michael Walther (25), Reinhard Kober (1993: 25), Günther Görke (1992: 50), Herbert Britz (1993: 40), Gerd Hartgen (1992: 25), Alfred Segner (1993: 25), Guido Petri (1992: 25), Jürgen Neumann (1993: 25), Walter Petri (1993: 25); vorn: Annemie Cezanne (1993: 50), Gisela Kraft (1993: 25), Margot Müller (1993: 25), Hedwig Traiser (60), Dr. Hans Göllner (25))

Auch die RRK-Generalversammlung Mitte März beschäftigt sich natürlich hauptsächlich mit dem Jahr 1993. Die Berichte des 1. Vorsitzenden ("Auch im Schatten gedeiht Vitales") und des Schatzmeisters ("Wir sollten unsere vorsichtige Ausgabenpolitik fortführen") sowie die Sportberichte Hockey ("Alle nur möglichen Titel sind in der Hand unserer Damen"), Rudern ("Wir sind stolz auf die Hessenmeistertitel") und Tennis ("Wir wissen, dass wir die pflegeleichteste Sportart sind") zeigen im Rückblick auf ein sehr erfolgreiches Jahr, vielleicht im sportlichen Bereich das erfolgreichste in der Geschichte des RRK. Bei den anstehenden Wahlen wird der Gesamtvorstand des RRK unverändert wiedergewählt.

Einige Tage später trifft sich der Vorstand des RRK im Bootshaus mit RRK-Jubilaren der Jahre 1992 bis 1994 zur Jubilaren-Ehrung. Der 1. Vorsitzende kann zwanzig langjährigen Mitgliedern Ehrenurkunden und Ehrennadeln überreichen, sechzehn weitere Jubilare mussten absagen. Unter den anwesenden Geehrten befinden sich einige "ganz treue" Mitglieder: Willi Klein (1993) mit 65 Jahren, Hedwig Traiser (1994) mit 60 Jahren sowie Annemie Cezanne (1993) und Günther Görke (1992) mit 50 Jahren RRK-Mitgliedschaft. Weiterhin sind 65 Jahre Mitglied im RRK Marcel Schopfer (1992), Karl Pöppel (1992), Curt Schrod (1993) und Wilhelm Nold (1994), 60 Jahre Josef Schnur (1992), 50 Jahre Reinhold Brumme (1992) und Ludwig Kraft (1993), 40 Jahre Wolfram Rossbach (1992), Ludwig Stolz (1992), Horst Ackermann (1993), Herbert Britz (1993), Gerhard Ruppert (1993) und Manfred Wolf (1994) sowie 25 Jahre Frieder Fleck (1992), Guido Petri (1992), Dr. Hans Göllner (1994), Manfred Diehl (1992), Gerd Hartgen (1992), Margot Müller (1993), Gisela Kraft (1993), Reinhard Kober (1993), Rolf Dauber (1993), Walter Petri (1993), Klaus Kraft (1993), Michael Walther (1994), Jürgen Neumann (1993), Kurt Hofferberth (1993), Alfred Segner (1993), Jürgen Knoll (1993), Heinz Nold (1993) und Werner Böhme (1994).

Nach intensivem Wintertraining ab November 1993 haben sich die Ruderer auf die neue Regattasaison vorbereitet. In einem Trainingslager über Ostern auf dem heimischen Main gibt Trainer Günter Müller seinen Ruderern den letzten Schliff im rudertechnischen Bereich. Erste Starts unternimmt der RRK auf der Mannheimer Nachwuchsregatta (4 Siege), dann in Flörsheim (6 Siege). Gleichzeitig mit der Flörsheimer Regatta findet beim RRK das Anrudern statt. Melanie Guthmann tauft einen neuen Renneiner auf den Namen "Castor", den Helfer in Seenot gemäß griechischer Mythologie.

Es folgt die Regatta in Offenbach (3 Siege) und dann geht es schon zu den Hessischen Rudermeisterschaften nach Eschwege. Drei Meistertitel und zwei Vizemeisterschaften sind schließlich am Ende der Regatta das Ergebnis des RRK-Bemühens. Erfolgreichste Ruderin des RRK ist Maren Heuß mit zwei Titeln; sie gewinnt den Juniorinnen-Doppelzweier und -Doppelvierer in Renngemeinschaft. Thorsten Fett vom RRK und Jörg Herzog vom Flörsheimer RV siegen im Lgw.-Männer-Doppelzweier. Im Männer-Vierer ohne Stm. zeigen Knut Müller und Sven Hoffmann in Renngemeinschaft mit zwei Ruderern aus Offenbach ein beherztes Rennen und erringen die Vizemeisterschaft. Das gleiche gelingt Martin Kraft im Männer-Doppelzweier in Renngemeinschaft mit seinem früheren Partner Marc Bussian, mit dem er hier ohne gemeinsames Training ins Boot steigt. Die Hoffnungen auf eine Einer-Meisterschaft für Martin Kraft erfüllen sich leider nicht.

Beim Anrudern des RRK tauft Melanie Guthmann einen Renn-Einer auf den Namen "Castor"

Marcel Falb und Sascha Lenz, beide erringen 1994 im Einer und Doppelzweier je sieben Siege und dazu die Hessische Schülermeisterschaft für das Max-Planck-Gymnasium im Doppelzweier

Hessenmeisterschaft und 5. Platz bei den Eichkranzrennen im Lgw.-Doppelzweier 1994: Thorsten Fett vom RRK und Jörg Herzog vom Flörsheimer RV

Hessenmeisterinnen 1994 im Juniorinnen-Doppelzweier für die Renngemeinschaft Hanauer RC Hassia / Rüsselsheimer RK 08 mit Clarissa Schwab und Maren Heuß

Margit Schmitt gibt dem neuen Renn-Zweier bei der "Spiel/Sport/Spaß-Fete" des RRK den Namen ihres verstorbenen Ehegatten, des langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Günter Schmitt, daneben Ruder-Abteilungsleiter Rudi Reitz.

RRK-Klubmeister im Renneiner 1994, Martin Kraft

Dritter bei der "Turfschippersregatta" im holländischen Breda über 35 km in 2h 40 min, Michael Schindler

Nach der Mainzer Ruderregatta mit vier Siegen für den RRK zieht es Michael Schindler wie schon 1992 wieder nach Holland zur "Turfschippersregatta" in Breda. Gegenüber 1992 ist die Ruderstrecke von 50 auf 35 km verkürzt, eigentlich ein "Klacks". Nach 2 h 40 min hat der "Marathon-Mann" des RRK die Strecke Roosendaal – Breda im Einer geschafft, doch die Platzierung als Dritter seiner Klasse ist für ihn etwas enttäuschend.

Für die Jugendruderer des RRK folgt dann schon der Höhepunkt der Regattasaison, die Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem Essener Baldeneysee. RRK-Trainer Günter Müller meldet zwei Mannschaften, und die im Skullbereich, also da, wo die Ex-DDR-Vereine besonders stark sind. Im Doppelzweier (17/18 Jahre) starten Marcel Falb und Sascha Lenz gegen vierzehn Gegner. Der Zweier findet im Vor- und auch im Hoffnungslauf auf der 2.000-m-Strecke nicht zu seiner Form und scheidet aus. Trotz fehlender Wettkampfpraxis hat der Trainer auch seinen Doppelvierer (15/16 Jahre) mit Martin Berger, Tim Vorfalt, Lars Kerkmann und Philipp Geppert gemeldet. In diesem Rennen hat der RRK ebenfalls vierzehn Gegner, muss nach einem 4. Platz im Vorlauf in den Hoffnungslauf und hier mindestens den 3. Platz belegen. Doch das gelingt leider nicht. Mit 1,3 sec Rückstand auf das dritte Boot wird man Vierter und die Träume vom Halbfinale sind dahin.

Ein Teil der Masters-Wanderruderer (Begriff für "Alte Herren" beim Rudern) von RaB Essen und RRK 1994 auf der Ruder-Wanderfahrt von Metz nach Trier vor der "Auberge de Marienfloss" im französischen Sierck-les-Bains (stehend: Dr. Claus "Matschi" Holzapfel, Wolfgang "Orle" Orlowski, Wolfgang Wust, Manfred "Männe" Hölzel, Karl Heinz "Lulu" Ampütte, Jochen "Wichelmaus" Wichelhaus, Michael Buschmeier, Helmut Gerds (etwas verdeckt), Ulrich "Uli Moser" Vorfalt, Ragnar "Ragi" Otto, Gerhard "George" Ketter, Wolfgang "Gummi" Gummersbach, Wirtin, Klaus "Hardy" Hartmann, Jürgen Philipp, Detlev "Grille" Welters, Adolf "Atsch" Ketter, Dr. Dietmar "Tünn" Klausen, Rudolf "Mule" Müller; knieend: Rudi "Rommel" Reitz, Jochen "Fels" Zimmermann, Jochen Rudloff)

Am gleichen Wochenende starten einige RRKler bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in München. Thorsten Fett wird mit drei Ruderern des Flörsheimer RV, im Doppelvierer startend, in Renngemeinschaft für drei Fachhochschulen Internationaler Deutscher Hochschulmeister. Es folgen die Eichkranzrennen, die deutschen Meisterschaften der 19 bis 23 Jährigen, in Berlin-Grünau. Martin Kraft und Thorsten Fett sind in Renngemeinschaftsbooten mit dabei. Im Lgw.-Doppelzweier schaffen Thorsten Fett und sein Flörsheimer Partner Jörg Herzog das zunächst anvisierte Ziel, die Finalteilnahme. Doch die Konkurrenz ist stark, so dass es am Ende nur zum 5. Platz reicht. Noch etwas besser macht es der Doppelvierer, in dem Martin Kraft mit Jens Bornemann, Frithjof Thiele und Frank Wilhelmi starten, in seinem Endlauf, wo man knapp an der Bronzemedaille "vorbeirudert" und den 4. Platz belegt.

Am 10. Juli 1994 veranstalten die Sportabteilungen auf den Mainwiesen vor den Bootshallen wieder ihre Spiel/Sport/Spaß-Fete. Mit Schnuppertraining im Rudern, im Hockey und Tennis spielen wird die Zeit verkürzt. Höhepunkt der Veranstaltung ist zweifelsohne die Taufe eines neuen Renn-Doppelzweiers der Nobelmarke vom Neckar, den Margit Schmitt auf den Namen des verstorbenen Ehegatten und des RRK-Ehrenvorsitzenden, auf "Günter Schmitt", tauft.

Vier RRKler starten bei den Hessischen Schülermeisterschaften in Kassel für die Max-Planck-Schule. Melanie Guthmann und Maren Heuß sowie Marcel Falb und Sascha Lenz sind im Doppelzweier nicht zu schlagen und werden beide Hessische Schülermeister. Bei der Mühlheimer Regatta (500 m) mit vier Siegen, der Emser Regatta (1.000 m) mit sechs Siegen, der Limburger Regatta (500 m) mit einem Sieg, der Schiersteiner Regatta (500 m) mit zwei Siegen, der Großauheimer Regatta (500 m) mit zwölf Siegen und der Würzburger Bocksbeutel-Regatta (4.500 m) mit vier Siegen zeigen die RRK-Aktiven ihre gute Form und Kampfbereitschaft. Michael Schindler beschließt die Regattasaison Ende Oktober bei der Handicap-Regatta auf dem Baldeneysee über 21 km. Insgesamt können die RRK-Ruderer 1994 51 Regattasiege erringen. Als erfolgreichste Ruderer des Jahres können Thorsten Fett und Martin Kraft mit je 11 Siegen genannt werden.

Zwischenzeitlich gehen RRK-Ruderer auch auf Ruderwanderfahrt. Die Ruderfreunde von RaB und RRK rudern auf der Mosel durch drei Länder, durch Frankreich Luxemburg und Deutschland. Gestartet wird in Metz, dann über Thionville, vorbei an den Atommeilern von Cattenom, über Nennig bis zum Zielpunkt Trier. 107 km werden an den drei Rudertagen zurückgelegt. Und auch eine Gruppe junger RRK-Ruderer ist in Frankreich auf dem Saar-Kohle- und dem Rhein-Marne-Kanal eine Woche lang unterwegs.

Das traditionelle Abrudern beendet wie üblich die Regattasaison mit einer internen Regatta. Im Rennen um die Klubmeisterschaft im Einer siegt zum vierten Mal in Folge Martin Kraft vor Thorsten Fett.

Die Feldsaison der Hockeyspieler beginnt im April. Obwohl die RRK-Herren mit Verletzungssorgen in die Runde starten, nennt die Deutsche Hockey-Zeitung und das Gros aller Experten sie als Topfavoriten für die Meisterschaft in der Zweiten Bundesliga und den damit verbundenen Aufstieg in die Erstklassigkeit. Während Torsten Althoff, Fritz Schmidt jr. und Harald Eisenacher ihre "Erste-Mannschafts-Karriere" beendet haben, kann Trainer Berti Rauth drei Neuzugänge einsetzen: Jugend-Nationalspieler Benny Schröter aus Dortmund, Sven Schaefer aus Bad Homburg und den RRKler Gerrit Rothengatter von Raffelberg. Hochmotiviert peilt die Mannschaft den Aufstieg an, hat zur Sommerpause 18:0 Punkte, verliert im zehnten Spiel bei Verfolger TSV Mannheim mit 2:0, holt am Ende in Berlin vier Punkte, der Aufstieg bei 26:2 Punkten und 38:10 Toren ist perfekt und die Meisterschaftsfeier beginnt bereits beim Rückflug von Berlin nach Frankfurt. "Better late than never", das steht auf den T-Shirts, mit denen die RRK-Herren im Bootshaus den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit reichlich Sekt begießen.

Nach dem Aufstieg in der Halle nun auch der Wiederaufstieg auf dem Feld in die Erste Bundesliga, also die 1. Herren des RRK rundherum wieder erstklassig (hinten: Gerrit Rothengatter, Holger Kraft, Holger Klein, Klaus Eberts, Jens George, Benny Schröter, Glenn Eifert, Björn Emmerling, Christopher Reitz, Trainer Berti Rauth; vorn: Torben Stalmach, Volker Schädel, Patrick Honnef, Jan-Erik Reitz, Oliver Domke, Sven Schaefer)

"Better late than never", die RRK-Herren feiern ausgelassen den Aufstieg

"Back again", die etwas ruhigere Fraktion: Martin Müller, Klaus Eberts, ..., Torben Stalmach

Mit ganz anderen Zielen gehen die RRK-Damen in die Feldsaison. Können sie den Titelhattrick schaffen? Von sechzehn Bundesligatrainern tippen acht auf den RRK als Meisterschaftsfavoriten. Das kann nicht verwundern, denn die RRK-Damen sind nicht nur Titelverteidiger, sie sind die erfolgreichste Vereinsmannschaft Europas: nationaler Titelträger und Europapokalsieger der Landesmeister auf dem Feld und in der Halle. Nach der Hinrunde und vor der Sommerpause liegt der RRK punktgleich mit dem Berliner HC und Eintracht Frankfurt auf dem dritten Platz der Tabelle.

Dann folgt zu Pfingsten das Europacup-Turnier in Bloemendaal, wo der RRK den Titel zu verteidigen hat. In den Gruppenspielen schlägt der RRK Taurus Eurovil (Litauen) mit 3:1, dann Real Sociedad San Sebastian (Spanien) mit 4:0 und trennt sich von Glasgow Western (Schottland) unentschieden 1:1. Das ist der souveräne Gruppensieg und damit die Finalteilnahme gegen den holländischen Meister HGC Wassenaar. Wir zitieren die "Main-Spitze":

Kein Glück im Siebenmeter-Schießen

RRK-Hockeydamen verlieren Europacup an HGC Wassenaar / Verletzungspech

Bianca Weiß war untröstlich und ließ ihren Tränen freien Lauf. Mit zwei glänzend gehaltenen Siebenmetern hatte die Nationaltorhüterin des RRK aufs Neue ihre Qualitäten bei diesem von Können, Nervenkraft und Glück gleichermaßen geprägten Vabanquespiel bewiesen. Allein, es sollte dieses Mal nicht zu einem neuerlichen Triumphzug der RRK-Hockeydamen ausreichen. Nach zuletzt fünf  Endspielsiegen in Serie – darunter zwei erfolgreich gestaltete Siebenmeterschießen auf dem Feld – hatte sich Glücksgöttin Fortuna am Pfingstmontag einen anderen Günstling ausgesucht. Im Finale des 21. Europacup-Wettbewerbs für Landesmeister in Bloemendaal hieß es nach zunächst siebzig torlos gebliebenen Minuten schließlich 4:3 für den HGC Wassenaar Den Haag.

Während die Niederländerinnen, von nahezu 7.000 Landsleuten unterstützt, damit bereits ihren siebten europäischen Vereinstitel gewannen, musste der Ruder-Klub seine wertvollste Trophäe nach einem Jahr wieder abgeben. Für die Mannschaft, die zuvor noch nie ein bedeutsames Siebenmeterschießen verloren hatte, eine besonders schmerzliche Erfahrung. Vor allem deshalb, weil auch diesmal alles für den RRK zu sprechen schien. Nach den beiden Großtaten von Bianca Weiß, und trotz des Pfostenschusses von Nicole Hardt, lag es an Manuela Schneider, mit dem fünften und eigentlich letzten Versuch den begehrten Cup abermals mit an den Main wandern zu lassen. Doch die Ex-Dürkheimerin verfehlte das Tor, und als wenig später Denise Klecker an HGC-Torhüterin Esther Keemink scheiterte, ließen sich die schon geschlagenen Niederländerinnen diese Chance nicht mehr entgehen.

Die RRK-Damen vor dem Endspiel um den Feldhockey-Europapokal der Landesmeister in Bloemendaal, das man am Ende unglücklich im Siebenmeter-Schießen knapp verliert (Eva Hagenbäumer, Stefanie Rinderer, Britta Becker, Tanja Dickenscheid, Sybille Breivogel, Susanne Müller, Sina Fröhlich, Nicole Hardt, Anja Mück, Marloes Rhebergen, Katrin Schmidt, Manuela Schneider, Sabine Lersch, Marja Busch, Denise Klecker und Bianca Weiß)

Über den unmittelbaren Frust hinaus, gibt es indes für den RRK keinen Grund länger Trübsal zu blasen. Angesichts des massiven Verletzungspechs bei Eva Hagenbäumer (Fingerbruch) und Britta Becker (Knöchelverletzung) – später zur besten Turnierspielerin gekürt und obendrein Torschützenkönigin mit fünf Treffern – hat die Mannschaft mit dem zweiten Platz zweifelsfrei das Optimale erreicht. "Wir müssen lernen, auch mal mit einer Niederlage zu leben". Trainer Berti Rauth, der sich schon nach Ende der regulären Spielzeit bei jeder Spielerin "für den aufopferungsvollen Einsatz" bedankte, konnte und wollte nicht unzufrieden sein. Unabhängig davon, dass mit der verletzten Britta Becker und Angela Müller (wird Mutter) zwei seit Jahren erprobte Siebenmeter-Schützinnen nicht zur Verfügung standen, hatte auch er die Mehrzahl hochkarätiger Torchancen bei den Niederländerinnen gezählt. Aber: "Wir hatten auf einmal die Chance zu gewinnen. Und wer weiß, ob wir noch einmal so weit kommen."

Sieht man einmal vom Verlauf des Siebenmeter-Schießens ab, geht der Sieg der mit vier Weltmeisterinnen von 1990, aber ebenfalls nicht optimal – Strafeckenspezialistin Lisanne Lejeune fehlte – bestückten Mannschaft aus der niederländischen Hauptstadt in Ordnung. Bis auf die drei Strafecken, wo Britta Beckers zündende Ideen besonders vermisst wurden, gab es nur eine weitere RRK-Großchance. Nach einem genialen Pass durch die auffälligste Rüsselsheimerin, Susi Müller, setzte Tanja Dickenscheid die Kugel mit der Rückhand nur um Zentimeter am langen Eckpfosten vorbei.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste – mit einer Großchance für die Holländerinnen. Nach wenigen Sekunden spazierte Miranda Van Grimbergen allein auf Bianca Weiß zu. Die wehrte den Schussversuch bravourös ab, konnte dann aber von Glück sprechen, dass eine freigespielte HGC-Akteurin im Abseits stand. Nach einem HGC-Pfostenschuß (39.) und einer gehaltenen Strafecke von Denise Klecker (48.) schien die Wassenaarer Führung in der 56. Minute endgültig fällig zu sein. Nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite musste auch Bianca Weiß die Hereingabe passieren lassen, doch die mitgelaufene Van Grimbergen verfehlte den Ball vor dem leeren Tor. Der RRK, dessen Kräfte zusehends schwanden, konnte kaum noch Entlastungsangriffe starten und sich vornehmlich bei Bianca Weiß bedanken, dass überhaupt das Siebenmeter-Schießen erreicht wurde. Drei Minuten vor der Schlusssirene lief HGC-Nationalspielerin De Ruiter mutterseelenallein auf die RRK-Torhüterin zu und fand dort ihre Meisterin. Verständlich, dass sich die National-Torfrau nach all den Großtaten über den zweiten Platz nur ganz schwer freuen konnte.

Rüsselsheimer RK: Bianca Weiß, Stefanie Rinderer; Susanne Müller (1 Tor), Sabine Lersch, Manuela Scheider, Denise Klecker (1), Marloes Rhebergen, Britta Becker (5), Eva Hagenbäumer, Katrin Schmidt (1), Anja Mück, Marja Busch, Tanja Dickenscheid, Sybille Breivogel, Nicole Hardt, Sina Fröhlich.

In der Sommerpause erhält der 18-jährige Oliver Domke seine erste Berufung in die A-Nationalmannschaft und überzeugt bei seinem Debüt gegen Pakistan. Mit fünf Spielerinnen – Bianca Weiß, Susanne Müller, Eva Hagenbäumer, Britta Becker und Tanja Dickenscheid – stellt der RRK die größte Abordnung  im 16-köpfigen Team des DHB für die 8. Hockey-Weltmeisterschaft in Dublin. Die deutschen Damen werden trotz einer Niederlage gegen China Gruppenerster, ziehen ins Halbfinale ein, verlieren hier jedoch gegen Australien mit 0:2 und schließlich auch noch das Spiel um Platz drei gegen die USA mit 1:2. Das ist der enttäuschende vierte Platz.

Ende August beginnt die Rückrunde in der Damen-Bundesliga. Für die neueingeführten Play-off-Runden qualifizieren sich die ersten vier Mannschaften der beiden Bundesliga-Gruppen. Am Ende der Runde steht der RRK auf Rang zwei, muss zur Vorschlussrunde nach Leverkusen, schlägt zunächst den Großflottbeker THGC mit 4:1 und anschließend im Halbfinale den RTHC Leverkusen nach Siebenmeter-Schießen mit 5:2. Die RRK-Damen sind erneut im Endspiel um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft und treffen in Hamburg auf den Berliner HC. Lassen wir die "Main-Spitze" berichten:

Traum vom Titel-Hattrick geplatzt

RRK-Damen unterlagen mit Pech dem Berliner HC 0:1 / Ausgerechnet Anke Wild

Sie standen abseits, während die Hockeydamen des Berliner HC – von Fans umringt und gefeiert – vom DHB-Präsidenten Michael Krause den Meisterwimpel überreicht bekamen. Abseits, etwas außerhalb der Feierlichkeiten. Der zweite Sieger musste sich mit niederen Symbolen bescheiden: Vizepräsident Fritz Klein steckte silberne Nadeln für die Vizemeisterschaft an die Trainingsanzüge. Aus der Traum vom Titel-Hattrick für den erfolgsverwöhnten Rüsselsheimer RK.

Ein Teil der RRK-Damen in lockerer Stimmung vor dem DM-Finale im Feldhockey in Hamburg 1994 (Britta Becker, Nicole Hardt, Katrin Schmidt, Marja Busch, Sina Fröhlich, Sabine Lersch, Anja Mück, Lisa Jacobi, Denise Klecker, Jennifer Lutz)

Ausgerechnet die ehemalige Rüsselsheimerin Anke Wild hatte mit ihrem Siegtor in der 15. Minute der Verlängerung für die Entscheidung zugunsten des BHC gesorgt. Den Nachschuss nach der siebten Strafecke schlenzte die frühere Nationalspielerin unhaltbar ins Tor. RRK-Trainer Berti Rauth suchte schnell philosophischen Trost in der Vergangenheit. So, als hätte er die Schlappe fast erwartet: "Eine solche Niederlage relativiert die bisherigen Erfolge. Man weiß dann erst, was die früheren Siege wirklich wert sind."

Seltsam deutlich war die Partie vor etwa 600 Zuschauern auf der Anlage des Clubs an der Alster in Hamburg in drei Abschnitte unterteilt: Erste Halbzeit klar nach Berlin, zweite Hälfte klar nach Rüsselsheim, Verlängerung wieder für Berlin. "Ich denke, wir haben verdient gewonnen", meinte BHC-Trainerin Uschi Schmitz. "Spielerisch waren wir sehr stark; und wir hatten das nötige Glück." Darüber waren sich dann alle Beteiligten an der umkämpften, aber immer fairen Partie einig: Britta Beckers Strafecke in der 56. Minute knallte an den Pfosten, den Nachschuss schlenzte Marja Busch freistehend auf Berlins herausragende Torfrau Iris Fischer. Auf der anderen Seite hatte beim entscheidenden Tor Tanja Dickenscheid Anke Wilds ersten Schuss schon abgelaufen. "Der Ball ist mir dann direkt vor den Schläger gefallen", gab die 27-Jährige zu.

Berti Rauth haderte dann auch mit dem Pech – und der Unfähigkeit seiner Damen: "Zehn Strafecken darf man nicht vergeben. Es ist sehr ungewöhnlich, dass Eva Hagenbäumer dreimal nicht korrekt stoppt". Die anderen sieben lagen still, aber abwechselnd Britta Becker, Tanja Dickenscheid und Denise Klecker schossen vorbei oder scheiterten an Torhüterin Iris Fischer.

"Wenn man diese Chancen nicht nutzt, dann trifft irgendwann der Gegner", sagte Nationalspielerin Susanne Müller, die ihr letztes Feldspiel für den RRK machte. Sie geht nach der Hallensaison zum Club Raffelberg nach Duisburg. Die 21-Jährige sicherte die rechte Seite ab und grenzte den Wirkungskreis von Bundesliga-Torschützenkönigin Irina Kuhnt ein. Gleichzeitig hielt sie der herausragenden Britta Becker den Rücken frei. Trotzdem war das Spiel der Rüsselsheimerinnen zu sehr auf Britta Becker zugeschnitten. Fast alle erfolgversprechenden Angriffe wurden von ihr für Sturmspitze Tanja Dickenscheid vorbereitet. Dagegen spielten die Berlinerinnen insgesamt ausgeglichener, wirkten mannschaftlich geschlossener.

Eine Trophäe haben sie dann doch noch als Trostpflaster mit auf die Heimreise nehmen können. DHB-Präsidentin Magda Esser überreichte dem Team den Fairnesspreis. Die RRK-Damen hatten dem BHC mit Schlägern und Trikots ausgeholfen, als deren Ausrüstung vor dem Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt verloren gegangen war. "Unser Verhältnis hat sich inzwischen normalisiert", sagte dann auch Anke Wild. Und dann zog sie wie ihre Mitspielerinnen das extra angefertigte T-Shirt über. "Nie mehr Bademeister" war da zu lesen. Anspielung auf die beiden Finalniederlagen in der Halle gegen den RRK und Versprechen für Duelle in der Zukunft ...

RRK: Bianca Weiß, Sabine Lersch, Susanne Müller, Denise Klecker, Nicole Hardt, Britta Becker, Eva Hagenbäumer, Katrin Schmidt, Marja Busch, Tanja Dickenscheid, Sybille Breivogel; Jennifer Lutz, Marloes Rhebergen, Lisa Jacobi, Anja Mück.

Die Reserveteams des RRK spielen mit weniger Erfolg. Die Ib-Herren erreichen in der Oberliga den 5. Platz, die Ib-Damen in der Oberliga den 4. Platz und die Dritten Herren retten sich mit viel "Dusel" in der 1. Verbandsliga vor dem Abstieg. Ein Lichtblick sind die Senioren, die wie schon 1992 und 1993 wieder den Hessenpokal auf dem Feld holen, der Hattrick!

 

Die A-Mädchen des RRK holen sich 1994 die Hessenmeisterschaft auf dem Feld (hinten: Jennifer Herrlich, Andschana Mendes, Nicole Corell, Andrea Naß, Nadin Özkol, Ingrid Stuhlträger; davor: Andrea Gareis, Hatice Basan, Nina Günther, Lena Schüder, Daria Kossyk, Jana Schwärzel; vorn: Nicole Loeck)

 

 

Hessens Spitzenteam 1994 auf dem Feld bei der Männlichen B-Jugend, der RRK (hinten: Rene Sommerfeld, Björn Fuchs, Steffen Dreisbach, Christian Domke, Nico Hosang, Holger Gerlach, Torsten Kraft, Matthias Köppl, Tolga Özkol, Thorsten Naß, Heiko Heß, Trainer Torsten Althoff; vorn: Björn Birkicht, Tim Schmuck, Jürgen Stuhlträger, Martin Ehrhardt, Benedetto de Lauso, Gregor Theis, Nicolas Emmerling, Benjamin Jacobi)

 

Auch die Jugendmannschaften spielen eine erfolgreiche Feldsaison. Hessenmeister werden die A-Mädchen, die A-Knaben und die B-Jugend. Diese Mannschaften und die A-Jugend (Vizemeister) fahren zu den DM-Vorrunden, d.h. nur die weibliche Jugend kann sich als Dritter in Hessen nicht qualifizieren. Während die A-Mädchen in Leverkusen gegen den Gastgeber das Nachsehen haben, die B-Jugend in Heidelberg nur den 3. Platz erreicht und die A-Knaben im sächsischen Torgau ausscheiden, setzt sich die A-Jugend in München durch und fährt eine Woche später mit Trainer Torsten Althoff zur Endrunde um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft nach Limburg. Gegner im Halbfinale ist der Berliner HC, der nach einem Halbzeitstand von 0:2 in der zweiten Hälfte noch mit 4:2 unter die Räder kommt. Wie schon 1993 stehen sich im Finale der Crefelder HTC und der RRK gegenüber. Die "Main-Spitze" berichtet:

Crefelder HTC für RRK-Nachwuchs im DM-Finale zu gut

Zum zweiten Mal in Folge hat die Hockey-A-Jugend des RRK die deutsche Vizemeisterschaft errungen. In Limburg unterlag der älteste RRK-Nachwuchs im Endspiel – wie schon beim 1:2 im Vorjahr – Titelverteidiger Crefelder HTC. Beim 1:4 waren die Schützlinge von Trainer Torsten Althoff letztlich chancenlos, da die Westfalen in allen Mannschaftsteilen besser oder zumindest ausgeglichener besetzt sind. "Krefeld hat das Endspiel völlig verdient gewonnen. Wir haben aber alles gegeben und freuen uns auch über den zweiten Platz", trug RRK-Jugendleiter Thomas Susenburger die Niederlage mit Fassung.

Da Fritz Schmidt jr. im Herbst 1993 nach zwölfjähriger aktiver Hockeykarriere in der 1. Herrenmannschaft des RRK seine Laufbahn beendet hat, organisieren seine Mannschaftskameraden ihrem langjährigen Kapitän am 22. Oktober 1994 ein Abschiedsspiel gegen einen Großteil der Universiade-Mannschaft von 1991, mit der "Fritzi" in Sheffield die Silbermedaille gewann. "Fritzi" ist gerührt und einfach richtig "Baff".

Im Juli veranstaltet die Tennisgruppe des RRK ihre Klubmeisterschaften. Da keine Damen und auch keine Jugendlichen melden, finden nur Spiele im Herreneinzel und im Mixed statt. Vierzehn Herren haben gemeldet, es wird eine Doppel-ko-Runde gespielt, bei der sich schließlich Manfred Liebig und Thomas Späck im Endspiel gegenüberstehen. Nach einem hart umkämpften ersten Satz und einem eindeutigen zweiten (7:5, 6:0) kann sich am Ende Manfred "Polo" Liebig erstmals als Klubmeister feiern lassen. Zum Mixed haben achtzehn Personen gemeldet, so dass neun Paare zusammengelost werden. Silvia Braner und Gerd Hartgen spielen im Finale gegen Gabriele Otto und Edgar Wohlfahrt, trennen sich 6:2, 2:6, 6:2 und damit ist die "alte" Mixed-Meisterin mit einem neuen Partner erneut erfolgreich.

"Taufe" des RRK-Klubmeisters 1994 im Herreneinzel, "Polo" Liebig (Gerd Hartgen, Thomas Susenburger, Edgar Wohlfahrt, Gabriele Otto, Manfred Liebig, Rainer Seifert, Thomas Späck)

Verleihung der RRK-Leistungsnadel in Silber an erfolgreiche Hockeydamen und den "RRK-Vize" durch RRK-Präsident Prof. Dr. Dietmar Klausen bei der Meisterehrung (Sina Fröhlich, Sybille Breivogel, Horst Ackermann, Marja Busch, Dr. Dietmar Klausen, Anja Mück, Nicole Hardt)

Zur Hockey-Weltmeisterschaft der Herren nach Sydney darf "nur" ein RRKler mitreisen, der RRK-Torwart Christopher Reitz; dagegen schafft RRK-Talent Oliver Domke den Sprung in den Kader nicht. Die deutsche Mannschaft spielt sich ins Halbfinale, scheitert hier jedoch an Pakistan und auch im Spiel um Platz drei an Australien.

Bei der Meisterehrung des RRK Ende November vereint der RRK-Vorstand Ruderer und Hockeyspieler im Bootshaus und ehrt die erfolgreichen, etwa 120 fast durchweg jugendlichen Sportler. Rüsselsheims Sportdezernentin Liesel Thurn ("Der RRK macht Rüsselsheim überall bekannt") und Sportkreisvorsitzender Manfred Gollenbeck ("Der RRK ist sicherlich der erfolgreichste Sportverein im Kreisgebiet")  sind sichtlich stolz auf die stattliche Erfolgsbilanz des RRK. Die Silberne Leistungsnadel des RRK erhalten aus der Damenmannschaft Sybille Breivogel, Marja Busch, Sina Fröhlich, Nicole Hardt, Anja Mück, Marloes Rhebergen, Stefanie Rinderer und Petra Vollhardt. Für verdienstvolle, ehrenamtliche Tätigkeit im RRK werden der langjährige Bootswart Helmut Schumacher und "RRK-Vize" Horst Ackermann ebenfalls mit der RRK-Leistungsnadel in Silber "dekoriert".

Die Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim und der folgende Sportlerball sind wieder einmal ein Highlight in der Vorweihnachtszeit. 284 erfolgreiche Sportler werden durch die Stadt Rüsselsheim geehrt, 20 Silberne Lorbeerzweige und 264 Urkunden sind zu vergeben. 17 Silberne Lorbeerzweige erhalten die RRK-Damen, 85 Urkunden gehen an Sportler des RRK. Traditioneller Höhepunkt des Sportlerballs ist die Proklamation der Sportler und der Mannschaft des Jahres in Rüsselsheim; die erfolgreichen RRK-Damen sind zum sechsten Mal in Folge Mannschaft des Jahres.

Mittlerweile läuft bei den Damen in der Bundesliga bereits die Hallensaison. Während Nationaltorhüterin Bianca Weiß in den ersten Spielen noch im Tor des RRK steht, entschließt sie sich Ende November, da sie Mutterfreuden entgegensieht, den Platz zwischen den Pfosten für Stefanie Rinderer freizumachen, die nach einer fünfmonatigen "Frustpause" bei ihrem ersten Einsatz in der Damenmannschaft sofort ihr großes Talent sichtbar werden lässt. Vor der Weihnachtspause liegt der RRK in der Damen-Bundesliga mit 16:0 Punkten souverän auf dem 1. Tabellenplatz.

Aber auch die RRK-Herren beginnen noch vor Weihnachten, nach sechs Jahren erstmals wieder in der Hallenhockey-Bundesliga, ihre Punktrunde, sie gehen jedoch nach Niederlagen gegen Limburg und Mülheim mit 0:4 Punkten ins neue Jahr. Das Saisonziel "gesicherter Mittelfeldplatz" ist zunächst nicht in Sicht.

Auch im Jahr 1994 verlassen den RRK Mitglieder durch Tod, der ehemalige Ruderkamerad der heutigen AH-Ruderer, Günter Kalup, und Horst Hungsberg, 46 Jahre treues Mitglied des RRK.

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