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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

1961

Zu Beginn des Jahres hat der RRK 365 Mitglieder.

Die Faschingsveranstaltungen im Bootshaus erfreuen sich wieder regen Zuspruchs. Der Maskenball am Samstag, der gemeinsam mit dem Rüsselsheimer Tennisclub veranstaltet wird, sieht originelle wie auch Feld-, Wald- und Wiesenkostüme – der Siegeszug der Strumpfhose in allen Farben scheint nicht zu stoppen zu sein. Was sich aber am Lumpenball abspielt, ist nicht zu beschreiben. Massen stürmen das RRK-Bootshaus, so dass Temperatur und Enge den närrischen "Kehraus-Kessel" zum Sieden bringen.

Wintertraining 1960/61 der RRK-Ruderer auf dem Wasser mit Motorboot und dem neuen Trainer Dr. Alfred Buch in einem gemischten Achter leichter und schwerer Jungmannen, hier vor der Flörsheimer Kulisse (Stm. Karl-Heinz Wagner, Wilfried Hoffmann, Adolf Ketter, Horst Ackermann, Klaus Köppen, Rudi Valenta, Lutz Dörsam, Erich Thomasberger und Georg Turban)

Die Hockeymannschaften besuchen erstklassig besetzte Hallenturniere, können sich jedoch nicht durchsetzen mit Ausnahme der Knabenmannschaft, die in Darmstadt und Heidelberg Turniersieger wird. Die Herrenmannschaft hat in der Feldhockey-Oberligarunde 1960/61 noch eine kleine Chance Meister zu werden, doch der TSV Sachsenhausen 1857 gibt sich keine Blöße mehr, so dass der RRK sich am Ende der Runde im März nach 14 Spielen zwei Punkte zurück mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben muss.

An Ostern findet am Sommerdamm wieder ein großes internationales Hockeyturnier, das 9. Internationale Oster-Hockeyturnier des RRK, mit 36 Mannschaften statt. Drei ausländische – Metropolitan London, King´s College London und US Geo Paris – und zwanzig deutsche Vereine sind mit Mannschaften angereist, so dass an vier Tagen auf drei Plätzen 52 Spiele ausgetragen werden. Vielleicht das Wichtigste an diesen vier Tagen, an denen es nicht um erste oder zweite Plätze geht, ist das Zusammenwachsen von Klubs und Teams sowie das Bilden von Freundschaften über Grenzen hinweg, die sicher Bestand haben werden. Erstmals nach einjähriger Unterbrechung spielt wieder eine Damen-Mannschaft des RRK. Wir entnehmen der Wochenzeitung des deutschen Hockeysports, "HOCKEY", vom 6. April 1961 folgenden Beitrag zum Osterturnier:

Anzeige in der "Main-Spitze" am 30. März 1961 anlässlich des Internationalen Oster-Hockeyturniers des RRK am Rüsselsheimer Sommerdamm

Mammutprogramm in Rüsselsheim

Auf dem 9. internationalen Turnier des Rüsselsheimer RK waren rund dreißig Mannschaften mit mehr als 50 Kämpfen an der Riesenfolge beteiligt, die an vier Tagen auf drei Plätzen im Rüsselsheimer Stadion abrollte. Wie beliebt diese glanzvollen Feste in der Opelstadt sind, beweist die Tatsache, dass einige Mannschaften immer wieder dorthin kommen, die Londoner Polizisten beispielsweise schon zum dritten Male.

Übrigens am Rande: Mancher Vereinsleiter wird vor Neid erblassen, wenn er erfährt, dass der Londoner Metroplitan Police Klub 30.000 Mitglieder umfasst, davon die Hockeyabteilung 1.500. Neben Schlaghärte und dem Schiebe­(Schlenz-)Schlag beherrschten die Metropolitans noch einige Register des hockeytechnischen Repertoires, während die sympathischen Burschen vom King's College London noch fehlerhaft spielten, was insofern verwundert, als früher die College-Mannschaften zu den Trägern des englischen Hockeys gehörten. US Geo Paris zeigte den alten französischen Stil, abschreckende Ausholschläge und "Hit and rush". An Stocktechnik fehlte es keineswegs, und urplötzlich gelangen Züge, geschah etwas Überraschendes, was die gegnerischen Hintermannschaften in Bedrängnis brachte.

Von den Teilnehmern aus dem Bundesgebiet zeichnete sich NHTC Nürnberg aus, daneben aber auch HC Bremen und Köln-Marienburg. Die Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte SSV Ulm, als Württembergs Zweiter, demnächst Vorrundengegner für TSVg. Sachsenhausen in Frankfurt. Aber in der Elf steckt etwas. Vielleicht läuft es besser, wenn die Elf (es fehlten drei Stammkräfte) normal besetzt ist. Aber − mit den Schiedsrichtern gab es Schwierigkeiten. Ein Ausspruch "Dös Tor henns uns schö neipfiffa" wurde von einem bewährten hessischen Verbandsschiedsrichter nicht als humorvoll aufgefasst. Von den Hessen zählte TEC Darmstadt mit zu den besten Mannschaften des Turniers. Rüsselsheimer RK, der auf seine Stützen Schnur und Gütlich verzichten musste, lieferte gegen SSV Ulm und Geo Paris gute Spiele, wobei sich die Jugend am linken Flügel "Jimmy" Schmidt (HL) und Leichtweiß (LA) hervortat. ML Schröder war mit präzise kommenden langen Vorlagen ein glänzender Aufbauer. Der Rüsselsheimer verdiente es, bei besonderer Gelegenheit einmal in die engere Wahl gezogen zu werden. Aber einmal hatte er einen schwachen Tag, krebste der Sturm, und die bedrängten Gladbacher (HTC) konnten mit Strafeckenhilfe noch 1:0 siegen. Die Gladbacher unterstrichen ihren Wert aber auch mit einem 2:0-Erfolg über Metropolitan London.

Der traditionelle Turnierball im Hotel Adler war wie immer ein Höhepunkt der gesellschaftlichen Veranstaltungen.

Die Ruderer bereiten sich unter ihrem neuen Trainer, Dr. Alfred Buch, gewissenhaft auf die kommenden Prüfungen vor. Bei einem ersten Leistungstest, dem Maaraue-Lauf, gewinnt Bernd Kalup in seiner Jugendklasse, Wolfgang Mack, Andreas Hartmann und Jürgen Rohde werden Mannschaftssieger der älteren Jugendklasse und Dietmar Klausen, der Sieger des Vorjahres, belegt in der Aktivenklasse unter 60 Läufern den zweiten Platz.

RRK-Jugendachter in Flörsheim 1961 mit Wolfgang Mack, Jürgen Mellinghoff, Jochen Zimmermann, Roland von zur Mühlen, Klaus Hochgesand, Werner Leichtfuß, Peter Emig, Volkmar Banse und Stm. Ulrich Banse

Ein Mannschaftswagen der Polizei wird als Zugmaschine für den Bootstransporter erworben und Mitte Juli wird von der Opelit-Bootswerft eine neuer Rennvierer m. Stm. an den RRK ausgeliefert – ein zweigeteiltes Boot für ein Durchschnittsgewicht von 75 kg, an dem an der Nahtstelle der Teilung sofort Probleme durch Ablösung der Außenhaut auftreten.

Günter Schmitt wird von der Generalversammlung am 19. März als 1. Vorsitzender des RRK bestätigt, 2. Vorsitzender wird Rolf Sittmann, Schatzmeister Richard Trapp, Kassierer Josef Schnur, Schriftführer Paul Schmitt, Ruderwart Dr. Alfred Buch, Bootswart Hermann Müller, Pressewart Wilfried Hoffmann usw. Die Diskussion über eine Erweiterung des Klubhauses und Errichtung einer Bootshalle nimmt immer konkretere Formen an. Geplant ist eine große Bootshalle, die in den Damm unter das Bootshaus gebaut werden soll, Wirtschafts- und Duschräume sollen vergrößert sowie eine Kegelbahn erstellt werden.

Am 1. Mai übernimmt die Familie Gleibs als Nachfolger des Ehepaars Popp die Bewirtschaftung des Bootshauses, so dass die Bootshaus-Gaststätte anschließend wieder sehr gut besucht wird.

Nach dem Anrudern am 30. April 1961 beginnt die Regattasaison. Acht leichte Jungmannen, zehn schwere Jungmannen, zehn Jungruderer und drei Steuerleute haben sich zum strengen Training durch Unterschrift und Handschlag verpflichtet.

Schon auf der Regatta in Flörsheim startet der RRK in neun Rennen, dabei auch zwei RRK-Achter, ein Jugend-Achter mit Wolfgang Mack, Jürgen Mellinghoff, Jochen Zimmermann, Roland von zur Mühlen, Klaus Hochgesand, Werner Leichtfuß, Peter Emig, Volkmar Banse und Stm. Ulrich Banse sowie ein Jungmann-Achter mit Wolf von zur Mühlen, Wilfried Hoffmann, Klaus Köppen, Horst Ackermann, Dietmar Klausen, Rudolf Müller, Adolf Ketter, Walter Eberle und Stm. Karl-Heinz Wagner. Doch ein Sieg gelingt nicht. Eine schöne Einlage auf der Regatta ist das Kurzstreckenrennen der ehemaligen Meisterschaftsachter des Kölner RV 77 und der Rudergemeinschaft Flörsheim-Rüsselsheim, das der "Opel-Achter" in fast kompletter Besetzung des Jahres 1951 knapp gewinnen kann.

Auf den folgenden Regatten in Gießen, Heidelberg (3 Siege), Hanau (3), Frankfurt (kein Sieg, aber ein durch den Übertragungswagen des Hessischen Rundfunks lädierter Achter "De Ungel" wird ins Bootshaus mitgebracht), Offenbach (1), Eberbach (2 Siege und ein Totalschaden des Rennvierers "Jumbo"), Mainz (1), Bad Ems (1), Mühlheim (1) und Schierstein bestreitet Trainer Dr. Alfred Buch mit seinen Ruderern 59 Rennen und kann 12 Siege nach Hause fahren.

Gratulation nach dem Sieg  im Jungmann-Vierer in Heidelberg 1961 (Klaus Köppen, Horst Ackermann, Adolf Ketter, Wilfried Hoffmann, Stm. Ragnar Otto)

Rudolf Müller siegt auf der Herbstregatta in Mühlheim 1961 im Jungmann-Einer

"Das war wohl nix", der leichte Vierer des RRK 1961 in Heidelberg nach einem verlorenen Rennen (Rudolf Müller mit der Mannschaft Lutz Dörsam, Rudi Reitz, Wolf von zur Mühlen, Walter Eberle)

 

Eine kleine Trainingsfahrt auf dem Neckar bei der Eberbacher Regatta 1961 endet damit, dass dem Rennvierer "Jumbo" die Bootsspitze fehlt. Der RRK-Jugendvierer mit Wolfgang Mack, Volkmar Banse, Ulrich Banse, Peter Emig und Stm. Bernd Kalup, außerdem Gerhard Müller, Wilfried Hoffmann und jugendliche Zuschauer lassen sich fotografieren.

Das Abrudern am 10. September wird bei idealem Spätsommerwetter im Rahmen einer internen Klubregatta abgehalten. Neun Rennen werden ausgefahren, wobei sich spannende Kämpfe um den Sieg abspielen. Hier die Ergebnisse der Endläufe der einzelnen Rennen:

Jugend-Gig-Vierer m. Stm.
1. Mannschaft Günter Kalup, Ulrich Banse, Jochen Zimmermann, Volkmar Banse, St. Christian Otto
2. Mannschaft Werner Leichtfuß, ...

RRK-Abrudern 1961: Wieder ist eine nicht sehr erfolgreiche Saison zu Ende (stehend: Hartwig Kranz, Günter Kalup, Dietmar Klausen, Wolf von zur Mühlen; sitzend: Wolfgang Treusch, Klaus Köppen, Rudi Reitz, Wilfried Hoffmann, Klaus Hartmann, Lutz Dörsam, Lothar Farrenkopf)

Jugend-Gig-Einer
1. Peter Emig
2. Jochen Zimmermann

Jungmann-Gig-Zweier m. Stm.
1. Mannschaft Lothar Farrenkopf, Klaus Hartmann, St. Christian Otto
2. Mannschaft Wolf von zur Mühlen, Wilfried Hoffmann, St. ...
3. Mannschaft Dietmar Klausen, Rudi Reitz, St. ...

Renn-Einer (Klubmeisterschaft)
1. Georg Turban
2. Rudolf Müller

Junior-Gig-Vierer m. Stm.
1. Mannschaft Lutz Dörsam, Rudi Reitz, Wolf von zur Mühlen, Wilfried Hoffmann, St. Ragnar Otto
2. Mannschaft ...

Jugend-Gig-Zweier m. Stm.
1. Mannschaft Jochen Zimmermann, Werner Leichtfuß, St. Ragnar Otto
2. Mannschaft Andreas Hartmann, Volkmar Banse, St. Bernd Kalup
3. Mannschaft Wolfgang Mack, Jürgen Rohde, St. Kai Hasselbach

Jungmann-Gig-Vierer m. Stm.
1. Mannschaft Lothar Farrenkopf, Klaus Hartmann, Dietmar Klausen, Rudi Reitz, St. Kai Hasselbach
2. Mannschaft ...

Jungmann-Gig-Einer
1. Wilfried Hoffmann
2. Klaus Hartmann

Achter
1. Mannschaft Gerhard Dörhöfer, Günter Kalup, Wolfgang Mack, Jürgen Rohde, Klaus Hartmann, Rudi Reitz, Andreas Hartmann, Rudolf Müller, St. Bernd Kalup
2. Mannschaft ...
3. Mannschaft ...

Wie das Ergebnis zeigt, kann Georg Turban seinen Gegner Rudolf Müller im Renn-Einer mit gut zwei Bootslängen schlagen und erstmals RRK-Klubmeister werden.

Samstags darauf ehrt der RRK in einer internen Siegesfeier mit Tanz seine erfolgreichen Sportler des Jahres. Erfolgreichste Ruderer des Jahres sind die Mannen des leichten Jungmann-Vierers, Lutz Dörsam, Rudi Reitz, Wolf von zur Mühlen und Walter Eberle, der Jungruderer Andreas Hartmann sowie die Steuerleute Ragnar Otto und Karl-Heinz Wagner mit je vier Regattasiegen. Sieger im Fahrtenpreiswettbewerb wird Rudolf Müller mit 138 Fahrten und 994 geruderten Kilometern vor Wilfried Hoffmann mit ebenfalls 138 Fahrten.

Doch nicht alles ist "in Butter" im RRK. In der August-Nummer der Klub-Nachrichten schreibt der junge, etwas "aufmüpfige" RRK-Pressewart einen Artikel:

Ruderklub oder Gesellschaftsverein!

Ist es in unserem Klub wirklich so weit gekommen, dass wir das Rennrudern einstellen wollen. Manchmal, wenn ich die Gespräche in den Vorstandssitzungen verfolge, fange ich an zu glauben, dass einige Mitglieder dieses Ausschusses gar kein Interesse mehr an der Aufrechterhaltung unseres Rennruderbetriebes haben. Rudern, schön und gut, aber Regatten besuchen nur wenn es unbedingt sein muss. Sie werden sagen, der übertreibt ja wieder maßlos. Aber ist es in diesem Jahr nicht wirklich so gewesen, dass vor jeder Regatta Stimmen laut wurden, die von einer Einschränkung des Regattabesuches sprachen. Wenn es nach diesen Leuten gegangen wäre, dann hätten wir nicht acht sondern vielleicht drei Regatten besucht, hätten aber nun tausend Mark mehr in unserer Vereinskasse!

Ja, es wird sogar am Meldegeld gespart. Ein Beispiel dafür ist der Start unseres Leichten Jungmann-Vierers in Bad Ems. Warum nimmt man zu dieser Regatta unsere beiden Skuller, die ebenfalls noch im Training sind, nicht mit. Was deren Start an Mehrkosten ausmachen würde, ist wirklich nicht der Rede wert. Wenn dazu aber ein Mitglied des Ruderausschusses sagt, die Strecke von Bad Ems ist für ein Einerrennen nicht geeignet, und wenn dies der ganze Grund sein soll, dann tut mir der betreffende wirklich leid. Überlegen wir doch einmal. Trainer und Ruderer opfern das ganze Jahr hindurch ihre Freizeit und bereiten sich auf die Regattasaison vor, die dann ja nur etwa 3 Monate lang dauert. Der Lohn für das harte Training, das man auf sich genommen hat, ist nun der Start auf den Regatten. Nimmt man dem Ruderer nun auch noch diese Freude, dann muss er sich doch fragen, wofür hat er das strenge Training auf sich genommen, nur um zu rudern oder aber um Rennen zu fahren.

Aber beinahe hätte ich ja etwas vergessen. Wir veranstalten in diesem Jahr wieder einen Herbstball und dafür muss gespart werden. Wenn dieser Ball auch Geld verschlingt, die Hauptsache ist doch, der Ball wird ein "Ereignis". Vielleicht kann man den Ruderbetrieb im nächsten Jahr noch etwas mehr einschränken, und dann einen "Traumball" veranstalten, und vielleicht reicht es dann auch noch zum Bau einer Kegelbahn.

Bei der am 9. Juni 1961 abgehaltenen Hauptversammlung der Hockeyabteilung des RRK wird Alfred Rausch als Nachfolger von Dr. Karl Renker zum Abteilungsleiter gewählt. Ein erfreuliches Ergebnis dieser Versammlung ist, dass der RRK in Herrn Balonier wieder über einen Hockeytrainer verfügt.

Die Hockeyabteilung trägt im Jahr 1961 mit sechs Mannschaften 133 Spiele aus, wovon 90 gewonnen werden und 24 unentschieden enden. Erfolgreichste Mannschaft ist die von Fritz Schneider trainierte Knabenmannschaft mit Helmut Filtzinger, Thomas Uebel, Peter Hillich, Jürgen Saar, Michael Heuß, Dieter Dick, Rainer Seifert, Uwe Seibert, Claus Birkicht, Manfred Liebig, Karl-Heinz Nuffer, Martin Müller und Armin Helm, die zum dritten Mal hintereinander Hessenmeister wird. Fritz Schmidt spielt Hessenauswahl, gewinnt mit den hessischen Junioren den "Franz-Schmitz-Pokal" und wird in die deutsche Junioren-Nationalmannschaft berufen, in der Studenten-Nationalmannschaft spielen Philipp Gütlich und Hans Teerling.

"Erste Herren" des RRK 1961 (hinten: Fritz Schröder, Philipp Gütlich, Günther Görke, Hans Hermann, Fritz Staubach, Walter Leichtweiß, Fritz Schmidt, Hans Teerling; vorn: Werner Klepper, Peter Kraus, Debu Paul)

Feldhockey-Hessenmeister 1961 der Knaben (hinten: Helmut Filtzinger, Thomas Uebel, Peter Hillich, Jürgen Saar, Michael Heuß, Dieter Dick, Rainer Seifert, Uwe Seibert, Jugendleiter Fritz Schneider; vorn: Claus Birkicht, Manfred Liebig, Karl-Heinz Nuffer, Martin Müller, Armin Helm)

Die RRK-Herrenmannschaft spielt mit weiteren sieben Mannschaften in der Feldhockey-Oberliga. Zur Halbzeit nach sieben Spielen führt der RRK mit 12:2 Punkten die Tabelle vor Sachsenhausen 57 und TEC Darmstadt an. Doch in der 2. Rundenhälfte läuft es für den RRK nicht mehr so glatt. Mitte Dezember vor der Winterpause liegen die RRK-Herren in der Oberliga auf dem zweiten Platz, was die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft bedeuten würde. Es führt Sachsenhausen 57 mit 20:4 Punkten vor dem RRK mit 18:8 und TEC Darmstadt mit 16:6 Punkten. Nichts ist entschieden!

Wie schon in den Vorjahren wird der "Ball des RRK" am 14. Oktober 1961 in der Stadthalle wieder zum großen Ballereignis in Rüsselsheim, lassen wir das "Rüsselsheimer Echo" berichten:

Glanzvoller Herbstball des RRK

Jubilare und verdiente Mitglieder wurden geehrt.

Wie alljährlich veranstaltete der Rüsselsheimer Ruder-Klub am Samstagabend im großen Saal der Stadthalle seinen Herbstball, mit dem die Sportsaison beschlossen wird. Die erfolgreichsten Sportler und Mannschaften der Ruder- und Hockeyabteilung des Klubs wurden bereits vor wenigen Wochen beim Abrudern geehrt und von ihrer Trainingsverpflichtung entbunden. Der festliche Rahmen des Abends bot Anlass zur Ehrung der Jubilare und zur Verleihung besonderer Auszeichnungen an verdiente Vereinsmitglieder.

Nachdem Karl Schindler als Conferencier die zahlreiche RRK-Familie begrüßt hatte, wurde der Abend mit einem Wiener Walzer eröffnet; es schloss sich eine herzlich applaudierte Darbietung des Raimonda-Balletts an, das für diesen Abend zusammen mit anderen Künstlern engagiert war, die Sänger des Mainzer Carneval-Clubs gaben mit der Liechtensteiner Polka und einem Schlagerlied ihr Debüt beim RRK.

Ehrungen beim "Ball des RRK" 1961: Der 1. Vorsitzende Günter Schmitt überreicht Hans Kraft die Silberne Ehrennadel des RRK, Adam Simon die Goldene Ehrennadel des RRK und des DRV und Franz Loos die Goldene Ehrennadel des DRV

Bei der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vereins, Günter Schmitt, wurde auf die langjährige Tradition dieser Veranstaltung hingewiesen, die in Rüsselsheim schon zu einem gesellschaftlichen Ereignis von hohem Rang geworden sei. Man habe, so führte Schmitt weiter aus, diesmal absichtlich die Ehrung der erfolgreichen Sportler schon am Tage des Abruderns vorweggenommen und könne sich diesmal insbesondere denen widmen, die durch langjährige Mitgliedschaft und unermüdliche Tätigkeit im Dienste des Vereins die Stütze des RRK darstellten.

Unter ihnen wurde Adam Simon für fünfzigjährige Vereinszugehörigkeit mit der höchsten Auszeichnung des Klubs geehrt: er erhielt unter dem Beifall der Anwesenden die goldene Ehrennadel. Für fünfundzwanzig Jahre Vereinstreue dankte der RRK Hans Kraft und Frau Irmgard von Opel (abwesend) für vierzig Jahre Mitgliedschaft. Die goldene Verbandsehrennadel war für wertvolle Aufbauarbeit bei den Rüsselsheimer Wassersportvereinen den Mitgliedern Adam Simon, Johann Bastian und Franz Loos zuerkannt worden.

Das bunte Programm wurde mit einem Foxtrott, getanzt vom Raimonda-Ballett, weitergeführt. Unterstützt vom Tanzorchester C. H. Fries gaben die Sänger des MCC eine Kostprobe ihres Repertoires der letzten Faschingskampagne. Mit ihren Parodien auf alte und moderne Schlager und ihren musikalisch verpackten Bonmots erzielten sie einen großartigen Beifallserfolg und waren gern zu einer Zugabe bereit. Noch einmal hatte das Ballett mit "Berlin bleibt Berlin" Erfolg. Nach einer kurzen Zwischenpause betrat Hans Schneider, vielen ais Gesangs- und Gitarrensolist bekannt, die Bühne. Er stellte sich mit zwei Schlagern vor und holte sich dann mit einer Imitation des Teenageridols Peter Kraus den stürmischen Beifall des Hauses. Er ahmte das herz- und mikrofonzerreißende Geschluchze des Münchner Schlagersängers so treffend nach, dass die erste Zugabe fällig war. Vico Torriani, der strohbehütete Schweizer, und Zarah Leander fanden in Hans Schneider einen guten Interpreten, ebenso Elvis Presley mit "Wooden Heart" und seiner Glanznummer "Tutti Frutti". Schließlich imitierte Schneider mit seinem Schlager, der beim letzten Wiesbadener Festival den ersten Platz belegte, mit "Rosalie, musst nicht weinen".

Vor der Pause, die das Programm und damit den ersten Teil des Abends beendete, trieben zwei Clowns auf der Bühne ihre Scherze. Für kurze Zeit stärkten sich Orchester und Tänzer für den zweiten Teil der Veranstaltung, den Tanz bis in den frühen Morgen.

Weitere erfolgreiche gesellschaftliche Veranstaltungen des RRK sind die Hasenkneipe, der Silvesterball und die Tanztees der Ruderjugend mit der Combo "Teddies".

Anfangs Februar stirbt das Ehrenmitglied des RRK, Oscar Schlieben, der 19 Jahre als Kassenwart dem Vorstand angehörte. Mitte Mai verliert der RRK sein langjähriges Mitglied Alfons Margraf, ehemaliger Hockeyspieler und in den 20er Jahren Vorstandsmitglied des Klubs, durch den Tod.

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