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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

2015

Die RRK-Teilnehmer an der "Eierfahrt" am 11. Januar 2015 zum Mainzer RV (hinten: Alexander Kühn, Harald Czerwenski, Benjamin Michel, Peter Hafner, Steffen Zwiener, Martin Kansy, Lukas Heil, Kristine Berkovica; vorn: Laura Schmidt, Andreas Stork, Sebastian Göbel, Rudolf Axthelm vom FRV)

Der RRK hat am 1. Januar 2015 643 Mitglieder, liegt somit nur knapp unter dem Höchststand von 2006 mit 651. Es ist die zweithöchste Mitgliederzahl in der Geschichte des RRK. 358 Hockeyspielern stehen 118 Ruderer, 52 Tennisspieler und 144 passive Mitglieder gegenüber.

Erstes Highlight des neuen Jahres im RRK ist am 5. Januar der "5. Olli-Domke-Cup", bei dem geschossene Tore wichtiger als erzielte Punkte sind. Fünf Mannschaften spielen in der Sporthalle Dicker Busch um den Sieg, den sich Erstligist SC Frankfurt 1880 sichert, der RRK leider auf dem letzten Platz.

An der traditionellen "Eierfahrt", am 11. Januar 2015 vom RRK-Bootshaus zum Mainzer RV, beteiligen sich elf RRK- und ein FRV-Ruderer mit einem Achter und einem Doppeldreier. Für den 25. Januar 2015 lädt die Ruderabteilung Mitglieder und Freunde zum "Neujahrs-Ruderbrunch" ins Bootshaus ein. Auf das Ruderjahr und eine für die RRK-Ruderer nicht sehr erfolgreiche Regattasaison 2014 wird zurückgeblickt.

Für die beiden Hockeymannschaften des RRK ist zu Beginn des Jahres in der Hallensaison 2014/15 "nicht mehr viel drin". Bei nur drei ausstehenden Spielen stehen die Herren mit Spielertrainer Mirco Fuchs bei nur acht Habenpunkten hinter dem Nürnberger HTC und dem TB Erlangen auf dem 3. Platz der Zweiten Bundesliga Süd. Damit sind keine Aussichten auf Aufstieg gegeben, doch auch die Abstiegsgefahr ist noch nicht gebannt. Mit einem 10:6-Erfolg gegen den Tabellenzweiten TB Erlangen sichern sich die Männer des RRK den Klassenerhalt sowie mit einem 5:5 beim Dürkheimer HC und einem 10:4-Sieg gegen den Absteiger Stuttgarter Kickers beenden sie die Punktrunde auf dem 3. Platz.

Die RRK-Damen in der Ersten Bundesliga Süd liegen in der ersten Hallensaison mit Trainer Maciej Matuszynski bei noch vier ausstehenden Spielen mit nur 6 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Ein 2:0-Sieg im Hessenderby gegen Eintracht Frankfurt sichert den Klassenerhalt, gegen den Mannheimer HC folgt eine 3:6-Niederlage, dann eine 1:5-Niederlage beim Münchner SC und zum Schluss ein 3:3 beim Absteiger HG Nürnberg − mit 10 von 30 möglichen Punkten ist der 4. Tabellenplatz gesichert und auch die gesetzten Ziele sind erreicht: "Mehr Punkte als in der Vorsaison holen und im Endklassement vor der Eintracht landen."

Noch schlechter als bei den beiden RRK-Spitzenmannschaften läuft es bei den Zweiten Damen. Sie müssen aus der Zweiten Regionalliga Südwest absteigen. Einzig die Zweiten Herren in der Oberliga können einen 2. Platz erreichen und die Dritten Herren steigen von der 4. in die 3. Verbandsliga auf.

Die weibliche A-Jugend des RRK ist Hessenmeister im Hallenhockey 2015 (hinten: Fan Mara Benedetta Teodoro, Carina Wolf, Teresa Hoff, Fabienne Werner, Mara Bentscheck, Juliane Kunz, Maike Pinger, Clara Buchholz, Co-Trainer Maciej Matuszynski; vorn: Trainer Christian Zimmermann, Torfrau Kim Treutner, Isabel Scherer, Viola Becker, Celina Hocks, Lara Kaltbeitzel)

Hessenmeisterschaft im Hallenhockey 2015 für die weibliche B-Jugend des RRK (hinten: Betreuerin Katrin Viebrantz, Clara Buchholz, Jessie Steffl, Maike Pinger, Kristin Rapp, Isabel Scherer, Trainer Volker Schädel; vorn: Ina Kircher, Anna Kraus, Juliane Kunz, Torfrau Lisa Viebrantz, Selina Windgaß)

Hessenmeister im Hallenhockey 2015, die A-Knaben des RRK (hinten: Tom Blümmel, Nico Rothengatter, Niklas "Niki" Schmitt, Levin Voigt, Marten Ambach; davor: Trainer Gerrit Rothengatter, Niklas Selbach, David Busch Torio, Finn Ambach, Luca Graminski, Adrian Wolf; vorn: Torwart Christian Scherer, Torwart Leon Wolf)

Sieger beim hessischen Seniorenpokal 2015, der RRK (hinten: Frank Trautmann, Christian Domke, Tobias Wuttke, Moritz Hof, "Physio" Diana Czerwonka; vorn: Gerrit Rothengatter, Torwart Martin Ehrhardt, Oliver Domke, Christian Kösling)

Bei den Hallenhockey-Hessenmeisterschaften der Jugend ist der RRK in allen acht Wettbewerben vertreten. Der RRK holt sich vier Titel und zwei 3. Plätze. Hessenmeister werden die weibliche A- und B-Jugend, die A-Mädchen sowie die A-Knaben. Damit haben sich vier Jugendmannschaften des RRK für die Süddeutschen Hallenhockey-Meisterschaften qualifiziert, bei denen auch die Teilnehmer für die Deutschen Meisterschaften ermittelt werden. Doch nur die A-Mädchen kommen mit dem "Schwarzen Wimpel" des Süddeutschen Meisters an den Main zurück, die weibliche A-Jugend belegt den 4. Platz, die weibliche B-Jugend den 3. Platz und die A-Knaben werden im Achterfeld letzte. Lassen wir zur "Süddeutschen" Martin Krieger in der "Main-Spitze" berichten:

Hessischer Meister und dann Süddeutscher Meister im Hallenhockey 2015, die A-Mädchen des RRK (hinten: Betreuerin Brit Scherer, Trainerin Violeta Smirnova, Franziska "Franzi" Becker, Nina Minowsky, Marie Milde, Kristin Rapp, Stella Tegtmeier, Marie Sommer, Co-Trainer Ralf Becker; vorn: Torfrau Paula Schmidt, Alina Petri, Laura Starz, Pauline Heinz, Anna Stumpf, Paula Großmann)

Gleichgroßer Jubel

A-Mädchen des Rüsselsheimer RK als Südmeister, weibliche B-Jugend als Dritte zur DM-Endrunde

Nur Uhlenhorst Mülheim und UHC Hamburg stehen noch einen Tick besser da: Wenn diese beiden Vereine in allen drei weiblichen Altersklassen vertreten sind, wenn am 21. und 22. Februar die deutschen Hallenhockey-Meisterschaften anstehen, so dürfte auch der Rüsselsheimer RK mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden sein. Die A-Mädchen gehören als süddeutscher Champion in Darmstadt nämlich ebenso zu den besten acht Teams, wie die B-Jugend des Ruderklubs zeitgleich in Pinneberg. Allein für den ältesten weiblichen RRK-Nachwuchs war Schicht im Schacht, nachdem das Team "nur" als Nummer vier im Süden hervorgegangen ist.

Zwei Siebenmeterkrimis

Dass der Jubel über eine Gold- und eine Bronzemedaille durchaus gleichgroß ausfallen kann, davon können die RRK-Übungsleiter Violeta Smirnova und Volker Schädel ausgiebig berichten. Die von Smirnova betreuten A-Mädchen waren in Mannheim im letzten Gruppenspiel gegen den ASV München schon für kurze Zeit ausgeschieden, um dann nach einem Siebenmeterkrimi in der Vorschlussrunde gegen Gastgeber TSV schlussendlich sogar noch gegen den Münchner SC per 2:1 den Titel feiern zu können.

Davon waren die 15 und 16 Jahre alten Vereinskolleginnen in Ulm zwar analog zur räumlichen Distanz weit entfernt, aber auch hier brachen gegen 15.45 Uhr überschäumende Glücksgefühle aus. Im Spiel um Platz drei war auch nach Verlängerung das letzte DM-Ticket nicht vergeben, sodass ein Siebenmeterschießen her musste. Hier sollte ein Treffer durch Pinger genügen, da RRK-Torhüterin Lisa Viebrantz an vier Bällen dran war und eine Bietigheimerin daneben zielte. "Der Jubel war echt riesig, und es gibt sogar ein Video davon. Es war eine ganz enge Kiste, wobei ich es gut fand, dass wir schon in der Vorrunde gegen die gespielt hatten. So konnten wir sie doch ganz gut einschätzen", sagt Trainer Schädel. Und: "Trotz der 0:3-Niederlage im Halbfinale gegen den Mannheimer HC hatten wir anfangs bessere Chancen."

In Mannheim war derweil ein Mitglied des siegreichen A-Mädchenteams in fast aller Munde: Anna Stumpf erzielte 14 der 20 Rüsselsheimer Treffer, doch ihre Trainerin hob die Teamleistung hervor: "Sie ist unsere Eckenschützin, aber sie hat auch viele tolle Vorlagen bekommen. Alle waren, vom ersten Spiel gegen Heidelberg abgesehen, einfach bissig und richtig gut", sagt die 42-jährige Smirnova. Nach der bestandenen Nervenschlacht am Vorabend gegen ASV München hatten die RRK-Mädels im Halbfinale nach Toren von Stumpf, Kristin Rapp und Stella Tegtmeier bereits 3:1 gegen TSV Mannheim geführt, mussten nach dem Ausgleich aber ins Siebenmeterschießen. Hier parierte Torhüterin Paula Schmidt gleich den ersten Versuch, während Pauline Heinz, Anna Stumpf und Marie Sommer verwandelten. Im Endspiel war es dann erneut Stumpf, die in einer intensiven Partie den 1:0-Vorsprung des Münchner SC verdientermaßen zum 2:1-Coup drehte.

Damit sind zwei weibliche Nachwuchs-Mannschaften des RRK für die Endrunden um die Deutschen Hallenhockey-Meisterschaften 2015 qualifiziert. Während die weibliche B-Jugend nach Pinneberg reisen muss, wollen die A-Mädchen im nahen Darmstadt auftrumpfen. Martin Krieger berichtet in der "Main-Spitze" von den beiden Endrunden:

Überschäumender Freude folgen Tränen, aber am Ende gibt's noch frohe Mienen

A-Mädchen des RRK nach unglücklich verpasstem Finale letztlich DM-Dritter / Rang sieben für B-Jugend

Zwischen überschäumender Freude und tiefer Traurigkeit lagen keine 16 Stunden. Hatten die Hockey-A-Mädchen des Rüsselsheimer RK am frühen Samstagabend noch den Einzug ins Halbfinale der 45. deutschen Meisterschaft per 1:0-Erfolg über den Großflottbeker THGC bejubelt, flossen am Sonntag um kurz nach zehn Uhr in der BBZ-Halle im Darmstädter Bürgerpark Nord die Tränen. Verständlich, denn das 0:1 gegen den Bremer HC hätte angesichts einiger hochkarätiger Einschussgelegenheiten nie und nimmer sein müssen. Doch drei Stunden später hatten sich die Mienen der zwölf Spielerinnen, des dreiköpfigen Betreuerteams sowie bei den gut 70 angereisten Fans – darunter OB Patrick Burghardt – wieder aufgehellt. Im Spiel um Platz drei schnappten sich die 13 und 14 Jahre alten RRK-Talente dank des 2:0-Sieges über UHC Hamburg die Bronzemedaille und rundeten eine famose Hallensaison nach dem Hessen- und süddeutschen Titel erfolgreich ab.

Nach der Hessenmeisterschaft auch die Süddeutsche Meisterschaft und dann hier Bronze bei der Deutschen Meisterschaft im Hallenhockey 2015 für die A-Mädchen des RRK (hinten: Betreuerin Brit Scherer, Trainerin Violeta Smirnova, Alina Petri, Nina Minowsky, Kristin Rapp, Marie Milde, Franziska "Franzi" Becker, Stella Tegtmeier, Marie Sommer, Co-Trainer Ralf Becker; vorn: Paula Großmann, Pauline Heinz, Laura Starz, Anna Stumpf, Torfrau Paula Schmidt)

Verdiente Halbfinal-Teilnahme

Am Samstag hatte lange Zeit wenig auf einen versöhnlichen Abschluss hingedeutet. Nach dem 2:1-Auftaktsieg über den Süddritten HC Heidelberg, der trotz des späten Gegentores durchaus als etwas glücklich bezeichnet werden konnte, lief gegen Westmeister Uhlenhorst Mülheim so wenig zusammen, dass die höchste Turnierpleite zu Buche stand (0:4). Doch als es im letzten Gruppenspiel gegen den Großflottbeker THGC galt, deutete das RRK-Team erstmals seine Möglichkeiten an. "Ich habe den Mädels keine großen taktischen Vorgaben gemacht, sondern ihnen einfach gesagt, sie sollen ihr Spiel spielen", berichtet Trainerin Violeta Smirnova. Obwohl es bis zur 22. Minute dauerte, ehe Anna Stumpf eine umstrittene Ecke zum bahnbrechenden 1:0 verwandelte, war der Sieg hochverdient. Einmal hatte Stella Tegtmeier ("Den hätte ich reinmachen müssen") fünf Minuten zuvor die Torhüterin ausgespielt, aus spitzem Winkel aber den Pfosten getroffen. Und zudem war zu erkennen gewesen, dass die Hamburgerinnen eher Tore verhindern als schießen wollten.

Nach einer Nacht in der Jugendherberge, die um 6 Uhr zu Ende war, hatten die sechs Rüsselsheimer Stammkräfte ihre Akkus augenscheinlich wieder voll aufgeladen. Im Halbfinale gegen den Bremer HC, gegen den man im Oktober das nationale Kunstrasenfinale 1:4 verloren hatte, war der RRK nicht wiederzuerkennen. "Das ist ja ein völlig anderes Team heute", befand ein langjähriger Darmstädter TEC-Hockeyspieler. Doch trotz eines halben Dutzends bester Einschussgelegenheiten in den zweimal zwölf Minuten sollte die erste Bremer Torchance in Minute sechs über Wohl und Wehe entscheiden, wobei ein späterer HCB-Treffer von den nicht überzeugenden Schiedsrichtern wieder aberkannt wurde.

Dass ihre Schützlinge bei aller Enttäuschung, trotz der besten Turnierleistung den blauen Meisterwimpel abschreiben zu müssen, im Spiel um Platz drei noch einmal alles gaben und Nordmeister UHC Hamburg durch Tore von Anna Stumpf 2:0 (0:0) bezwangen, dies nötigte Trainerin Smirnova Respekt ab: "Obwohl alle kaputt waren, haben die Mädels das auch taktisch super gemacht und ein tolles Jahr gekrönt."

Halbes Lächeln bei Schädel

Ein Erfolg war alleine schon die DM-Teilnahme der weiblichen Rüsselsheimer B-Jugend-Auswahl, auch wenn in Pinneberg kein Sieg gelingen wollte. Am Ende stand gemeinsam mit dem Dürkheimer HC Rang sieben zu Buche, nachdem sich Südzweiter und -dritter 2:2 getrennt hatten. Dass Trainer Volker Schädel trotzdem etwas haderte, war verständlich. Westmeister Uhlenhorst Mülheim wurde Fünfter, hatte sich im letzten Vorrundenspiel (2:2) gegen den punkt- und torgleichen Ruderklub erst im Siebenmeterschießen 3:0 behauptet. "Keine Frage, wir haben uns mehr als teuer verkauft. Aber trotzdem kann ich nur halb lächeln, denn wir waren zweimal ganz nah dran", so Schädel.

Nach dem "etwas mutlosen" (Schädel) 0:3-Auftakt gegen den späteren Titelträger Mannheimer HC wirkten drei, vier schlechte Minuten gegen UHC Hamburg derart nach, dass trotz Dominanz in Halbzeit zwei nur noch das 3:4-Anschlusstor gelang. Und gegen Mülheim konnte der RRK die Schlussecke nicht zum 3:2-Siegtreffer nutzen. "Da waren wir hier leider nicht gut, hatten eine Quote von 20 Prozent", so Schädel. Da passte es ins Bild, dass auch das Spiel um Platz sieben gegen Dürkheim 2:2 endete, "obwohl wir nach der Pause sechs, sieben Mal aufs Tor geschossen haben. Aber alles in allem war die Teilnahme an der Endrunde ein großer Erfolg für uns, zumal wir ohne Unterstützung aus den A-Mädchen auskamen und nur vier Spielerinnen in die A-Jugend wechseln."

Am 27. Februar 2015 ehrt die Stadt und der Sportbund Rüsselsheim im Kaisersaal der Königstädter "Krone" die erfolgreichen Sportler des Jahres 2014. Ingesamt wird 118 Athleten eine Ehrung zuteil, darunter sind 44 Hockeysportler des RRK. Nur einige Tage später, am 6. März, ehren Stadt und Sportbund den talentierten Nachwuchs bei der Jugend-Sportlerehrung im Ratssaal des Rathauses. Von 71 geehrten Schülersportlern gehören hier 34 dem RRK an.

Die Hockey-Senioren des RRK sind in der Rüsselsheimer Sporthalle Dicker Busch Herr im eigenen Haus. Das Team um die früheren Hallen-Weltmeister Oliver und Christian Domke beherrscht das Teilnehmerfeld und gewinnt bei sechs teilnehmenden Mannschaften den hessischen Pokalwettbewerb, die Senioren-Hessenmeisterschaft der Ü32-Senioren, wie bereits im Vorjahr vor den Mannschaften von des SC SAFO Frankfurt und des Offenbacher RV.

Sportbund-Vorsitzender Jörg-Dieter Häußer verleiht Birgit Jacobi den Sportbundpreis 2014

Dann am 20. März werden in der Stadthalle Walldorf die im Jahr 2014 erfolgreichen Kreissportler durch den Kreis Groß-Gerau geehrt. 377 Athleten aus dem Kreis stehen zur Ehrung an, darunter 44 Hockeyspieler.

In die zweite Hälfte des März fallen satzungsgemäß auch die Jahres-Hauptversammlungen der Sportabteilungen und des Hauptvereins. Am 20. März beginnt die Tennisgruppe mit ihrer Hauptversammlung, die den Tennis-Ausschuss neu wählt und wie erwartet Thomas Susenburger für seine vierte zweijährigen Amtszeit zum Ausschuss-Vorsitzenden bestimmt. Neben dem Bericht über die Aktivitäten des Vorjahres werden auch die Termine des laufenden Jahres geplant.

Es folgt einige Tage später, am 26. März, die Hauptversammlung der Hockeyabteilung, die ebenfalls ihre Leitung neu wählen muss. Sportlich gesehen sind die goldenen Zeiten der Hockeyabteilung des RRK schon länger vorbei, doch man wähnt sich auf einem guten Weg, da der Nachwuchs sehr erfolgreich ist und viel Freude macht. Natürlich sind die Finanzen ein wichtiges Thema. Zum ersten Mal nach 2008 konnte die Abteilung 2014 wieder ein positives Ergebnis erzielen und ist nun schuldenfrei. Bei den Wahlen wird die Abteilungsleitung um Martin Müller nach Entlastung einstimmig im Amt bestätigt, wobei mit Toralf Klodt und Fritz Schmidt jr. zwei zusätzliche Beisitzer gewählt werden.

Am folgenden Tag treffen sich auch die Mitglieder der Ruderabteilung im Bootshaus, um ihre Hauptversammlung abzuhalten. Bei den obligatorischen Berichten wird klar, dass Abteilungsleitung und Vorstand nicht immer an einem Strang ziehen und Differenzen auftreten. Da mehrere Mitglieder der 2014 gewählten Ruderleitung aus unterschiedlichen Gründen vorzeitig zurücktreten, wird schließlich die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen, bei der eine neue Ruderleitung gewählt werden soll. Bei dieser Versammlung am 7. Mai 2015 kann niemand für das Amt des Abteilungsleiters gefunden werden. Der Zweite Vorsitzende des RRK, Horst Ackermann, erklärt sich schließlich bereit, dieses Amt kommissarisch bis maximal März 2016, sollte auch zwischenzeitlich niemand bereit sein, auszuüben. Nach seiner Wahl werden Harald Blum als Stellvertreter, Ulrich Vorfalt als Kassenwart, Melanie Lehmann als Schriftführerin, Steffen Zwiener als Pressewart sowie Lutz Beyer, Alexander Kühn und Moritz Richter als Beisitzer gewählt, das Amt des Bootswarts kann nicht besetzt werden.

Zwischenzeitlich, am 10. April 2015, findet die RRK-Jahreshauptversammlung statt. Neben den Berichten des Zweiten Vorsitzenden, des Schatzmeisters und der Sportabteilungen bestimmen zwei Themen den Abend, "Ausrichtung des RRK auf die Zukunft und Führungswechsel" sowie ein gehöriges Finanzdefizit, das durch nicht eingetriebene Mitgliedsbeiträge entstanden ist. Zu erstem arbeiten Mitglieder in einem Workshop unter Leitung des ehemaligen Unternehmensberaters Wolfgang Freimuth an Lösungsmöglichkeiten, wozu auch die Einrichtung einer Geschäftsstelle im Bootshaus gehört. Zu zweitem wird ein Ausschuss gebildet, der die Außenstände der vergangenen Jahre definieren sowie Vorschläge für eine Reduzierung der Außenstände und eine zukünftige Verhinderung derartiger Probleme unterbreiten soll. Wegen der fehlenden Beiträge wird eine Entlastung des Gesamtvorstands auf eine nach Aufarbeitung einzuberufende außerordentliche Mitgliederversammlung vertagt.

Zwischenzeitlich wird Birgit Jacobi für ihr ehrenamtliches Engagement in der Hockeyabteilung des RRK am 24. April mit dem Sportbundpreis 2014 geehrt. In seiner Laudatio weist der Sportbund-Vorsitzende Jörg-Dieter Häußer nicht nur auf die "imponierenden Jahreszahlen, Funktionen und Ämter" Jacobis sondern auch auf den guten Charakter der "untypischen Sportlermama" hin: Offenheit, Umgänglichkeit, Hilfsbereitschaft und Sportleidenschaft zeichneten die 15. Preisträgerin der seit 2000 an Ehrenämtler aus der "sogenannten zweiten Reihe" verliehenen Auszeichnung aus. Oberbürgermeister und Sportdezernent Patrick Burghardt würdigt explizit Jacobis Leistungen, speziell in der Jugendarbeit. "Mamas" wie sie seien eben einfach "die Besten", wenn es um die "Begleitung der Kinder" gehe.

Die im Herbst 2014 begonnene Feldhockey-Runde 2014/15 wird bei den RRK-Herren in der drittklassigen Regionalliga und bei den RRK-Damen in der Ersten Bundesliga in der zweiten Aprilhälfte fortgesetzt. Die RRK-Herren mit Spielertrainer Mirco Fuchs stehen nach der Winterpause nach vier von vierzehn Spielen mit sechs Punkten auf dem vierten Platz, somit im Mittelfeld der achtköpfigen Regionalliga. Die RRK-Damen mit Trainer Maciej Matuszynski gehen dagegen mit nur vier Habenpunkten aus zehn von zwanzig Spielen und der Abstiegsangst im Nacken vom vorletzten Tabellenplatz in die restlichen zehn Spiele. Alex Westhoff äußert am 16. April folgende Gedanken in der "FAZ" über Vergangenheit und Zukunft der RRK-Damen:

Die RRK-Damen im Heimspiel gegen Alster: "Die Lage ist ernst, aber noch nicht hoffnungslos!"

Der Rüsselsheimer RK ist gewarnt: "Es kann passieren"

Hockeydamen wollen erstklassig bleiben

Martin Müller gibt sich schon längst keinen Illusionen mehr hin. Er denkt nicht erst seit diesen Tagen an das jahrelang schier Undenkbare. "Ich bin Realist genug, dass ich weiß: Es kann passieren", sagt der Hockey-Abteilungschef beim Rüsselsheimer RK. "Es" − das wäre der Abstieg der Damenmannschaft aus der Bundesliga. Nach 28 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zum Elitezirkel und einer Erfolgsbilanz, die den Stern des RRK viele Jahre hell strahlen ließ. Sechs deutsche Meisterschaften und zwei Europapokaltriumphe auf dem Feld und mehr als zwei Dutzend Titel in der Halle sammelte der Klub vom Untermain zwischen 1990 und 2006. Dies hilft aktuell freilich nicht, wenn die Rüsselsheimerinnen in der an diesem Wochenende beginnenden Feld-Rückrunde hart um den Klassenverbleib werden kämpfen müssen. "Wir wollen die Liga mit unseren Möglichkeiten halten. Ich vermag aber partout nicht vorauszusagen, ob es gut ausgehen wird", sagt Müller, der die Geschicke des Rüsselsheimer Hockey seit 1999 leitet und als Spieler acht Meisterschaften mit den Herren feierte.

Mit nur vier Punkten aus zehn Partien geht die junge Mannschaft von Trainer Maciej Matuszynski in die Rückserie, in der sie − aufgrund des Rückzugs des Teams von Schwarz-Weiß Neuss − nur einen Verein hinter sich zu lassen braucht für das Erreichen des Klassenziels. Derzeit belegt der Harvestehuder THC mit nur einem Zähler den einzigen Abstiegsplatz. Doch schon zum Start an diesem Samstag kommt dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig besondere Bedeutung zu. Denn die Niedersachsen haben ebenso erst vier Punkte gesammelt. Es wird auf einen Dreikampf dieser Teams hinauslaufen, um den Absturz zu verhindern, der für die Traditionsmarke RRK eine besonders bittere Note hätte. Der Strom an Nachwuchsspielerinnen, die in das Bundesligateam eingebaut werden, reißt immerhin nicht ab. Mit den 16 und 17 Jahre alten Talenten Juliane Kunz, Isabel Scherer, Lisa Viebrantz, Selina Windgaß (eigene Jugend), Jasmin Chulie (Limburger HC) und Teresa Hoff (RRK II) geht Coach Matuszynski das Unterfangen mit unter anderem sechs Bundesliga-Debütantinnen an. Mehr Stabilität und Klasse verspricht man sich beim RRK von einigen Rückkehrerinnen, die nach studienbedingten Abwesenheiten nun wieder zum Schläger greifen am Sommerdamm...

Der Countdown zur Entscheidung geht somit bei den RRK-Damen über zehn Spieltage. Er beginnt im Kellerduell mit einer 1:2-"Heimpleite" gegen Eintracht Braunschweig, es folgt ein 0:4 beim amtierenden Hallenmeister Düsseldorfer HC, dann zu Hause eine 1:6-Niederlage gegen den Berliner HC. Der RRK hat nun die "Rote Laterne" im Gepäck. Ein Doppelspieltag in Hamburg bringt eine 0:1-Niederlage beim Uhlenhorster HC und dann nur ein 2:2 beim punktgleichen Harvestehuder THC. Drei Heimspiel-Niederlagen, 1:6 gegen den Mannheimer HC, 1:4 gegen Rot-Weiss Köln und 1:3 gegen Alster Hamburg machen die Sache − zwei ausstehende Auswärtsspiele und drei Punkte vom Vorletzten entfernt − fast aussichtslos. Nur ein Wunder kann helfen! Die beiden letzten Spiele finden wegen des Olympia-Qualifikationsturniers der DHB-Damen in Valencia nach einer Spielpause von vier Wochen Ende Juni statt. Ein 3:2-Sieg beim TSV Mannheim macht Hoffnung, doch am nächsten Tag folgt beim Endrundenteilnehmer Münchner SC durch eine 1:4-Niederlage der Knockout. Mit nur acht Habenpunkten und einem Torverhältnis von 16:70 nach 20 Punktspielen verabschiedet sich das jüngste RRK-Damenteam in den 28 Jahren der Erstklassigkeit − 15 Deutsche Meisterschaften und 18 Europapokalsiege − aus der Ersten Feld-Bundesliga. Eine Ära ist zu Ende gegangen. Der polnische Trainer der RRK-Damen, Maciej Matuszynski, zieht Konsequenzen, er verlässt den RRK in Richtung Polen, in Richtung Heimat und Familie.

Die Ersten Hockeyherren des RRK in der Feldsaison 2014/15 (hinten: Torwart Bastian Reisch, Florian Krupa, Julius Kaus, Jonas Hof, Torwart Felix Rippel, Konstantin Foohs; davor: Lorenz Klee, Nicholas Bachtadse, Spielertrainer Mirco Fuchs, Niklas Isselhard, Phil Bosche, Eckart Geyer, Paul Günster, Co-Trainerin Lisa Jacobi, "Physio" Diana Czerwonka; vorn: Maximilian Zoepffel, Yannick Rapp, Patrick Schaffarczyk, Finley Schwarz, Alexander Hupf, Constantin Böhmer, Mounir Hajri)

Die Hobbykegler der RRK-Tennisgruppe beim "Frühjahrskegeln" im Keglerheim der TuS (Martin Müller, Anna Späck, Thomas Späck, Bernd Schmitt, Kerstin Schmitt, Kurt Maurer, Thomas Susenburger, Silvia Schmidt, Tagesbeste Annette Susenburger mit Pokal, Werner Schmidt, Edgar Wohlfahrt, Mirko Gabler, Ute Wohlfahrt, Nicole Hardt, Heidi Seifert, Rainer Seifert, Cornelia Segner, Alfred Segner)

Die RRK-Herren beginnen Ende Februar mit dreiwöchiger intensiver Athletikarbeit als Vorbereitung auf die Feldsaison, es folgt Training mit Stock und Ball sowie einige Vorbereitungsspiele bis nach sechseinhalb Monaten Pause die achtköpfige Feld-Regionalliga Süd wieder ihre "Pforten öffnet". Der RRK beginnt mit einem 3:2-Heimsieg gegen den Limburger HC, dann eine 0:1-Niederlage beim Aufsteiger Hanauer THC und ein 3:1-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten TEC Darmstadt. Es geht weiter, aber mehr ab als auf − 2:2 beim Tabellenletzten Schott Mainz, 3:6 gegen Tabellenführer HG Nürnberg, in München gegen die beiden Tabellennachbarn ein 1:4 bei TuS Obermenzing und ein 0:3 bei Rot-Weiß. Der RRK fällt nach diesem erfolglosen Wochenende in München auf den drittletzten Platz der Tabelle zurück. Das Abstiegsgespenst kehrt zurück. Denn sollten zwei Südvereine aus der Ersten und Zweiten Bundesliga absteigen, trifft es in der Regionalliga Süd drei Vereine. Ein 3:4 beim Limburger HC verbessert zwar nicht den Tabellenplatz, aber da mittlerweile feststeht, dass es nur zwei Absteiger geben wird, ist der RRK gerettet. Die beiden letzten Spiele zu Hause gegen den 1. Hanauer THC (6:0) und auswärts gegen TEC Darmstadt (1:1) festigen den sechsten Tabellenplatz.

Glückliche Sieger: Sebastian Göbel und Rudolf Axthelm vom FRV gewinnen 2015 Mastersrennen im Doppelzweier

Die Zweiten Herren des RRK um Coach Burkhard Trautmann spielen in der Oberliga Hessen an der Tabellenspitze um die Meisterschaft. Am Ende nach 14 Spielen bleibt nur mit fünf Punkten Rückstand ein ehrenvoller zweiter Platz hinter der Mannschaft des TEC Darmstadt. Dagegen kämpft das Zweite Damenteam des RRK in der Oberliga um den Klassenerhalt, nach nur sieben Habenpunkten in vierzehn Spielen reicht es am Ende nicht, der Abstieg in die Verbandsliga ist besiegelt.

Auch die RRK-Ruderer und die RRK-Tennisspieler haben in der Zwischenzeit, am 2. Mai 2015, mit ihrem Anrudern und Ankleppern im Rahmen des Rüsselsheimer Mainfestes Regatta- und Tennissaison eröffnet. Von den Ruderern um Trainer Andreas Stork, deren Anzahl gegenüber dem vergangenen Jahr weiter geschrumpft ist, greifen zunächst nur der 15-jährige B-Junior Lukas Heil und der 40-jährige "Master" Sebastian Göbel in das Regattageschehen ein. Etwas mehr Leben ans Bootshaus bringt an einigen Wochenenden der U17-Achter des Hessischen Ruderverbandes, der sich unter der Leitung von Harald Blum, des hessischen Landestrainers, auf Regatten vorbereitet. Mannheim, Heidelberg, Kassel, das "DRV Masters-Championat" in Werder, die Sarnersee-Regatta in der Schweiz und die "German Masters Open" in München-Oberschleißheim stehen zunächst auf dem Programm der RRK-Ruderer. Vor der Sommerpause folgt in der ersten Julihälfte noch die Mainregatta vor der Haustür in Offenbach-Bürgel (Kurzstrecke über 500 m und Mastersregatta über 1.000 m). Von den zwei Regattaruderern des RRK kann nur Sebastian Göbel mit seinem Flörsheimer Partner Rudolf Axthelm vier Mastersrennen im Doppelzweier − eines in Heidelberg, zwei auf dem Sarnersee und eines in Bürgel − sowie einen Masterseiner in Bürgel gewinnen.

An den Tagen um Fronleichnam sind die Ruderkameraden des RK am Baldeneysee, des Vegesacker RV und des RRK auf Ruderwanderfahrt unterwegs auf den Gewässern in und um Hamburg, 2015 zum 43sten Mal seit 1973. Siebzehn Ruderer im Rentenalter − acht vom RaB, sechs vom RRK (Werner Alt, Wolfgang Gummersbach, Uwe Hurlin, Dieter Lang, Ragnar Otto, Detlev Welters) und drei vom VRV − rudern und "segeln" an drei Tagen mit einem Kirchboot auf Ilmenaukanal, Elbe, Norderelbe, Dove-Elbe, Oberhafenkanal, Zollkanal, Binnen- und Außenalster.

Der nach 2008 und 2013 zum dritten Mal für den 20. Juni 2015 geplante klubinterne "RRK-Triathlon" mit Rudern, Tennis und Hockey, die große Herausforderung für sportbegeisterte RRKler jeden Alters, muss wegen geringer Beteiligung leider ausfallen − enttäuschend für die Organisatoren.

 

Siebzehn "Wanderfahrer" vom RK am Baldeneysee, vom Vegesacker RV und vom RRK sind an den Tagen um Fronleichnam mit "ihrem" Kirchboot auf Hamburger Gewässern unterwegs (stehend: Dieter Korb/RaB, Dr. Klaus Holzapfel/RaB, Jürgen Kleine/RaB, Wener Alt/RRK, Wolfgang Orlowski/RaB, Dieter Lang/RRK, Wolfgang Gummersbach/RRK, Dr. Bernd Grafflage/RaB, Uwe Hurlin/RRK, Ragnar Otto/RRK, Werner König/RaB, Jörg Giese/VRV; kniend: Jochen Rudloff /RaB, Axel Höltermann/VRV, Jochen Wichelhaus/RaB, Detlev Welters/RRK, Fritz Gelber/VRV)

Die zweite nun schon im sechsten Jahr und damit auch traditionelle Ruderwanderfahrt des Jahres führt 12 Ruderinnen und 11 Ruderer des Frankfurter RC (Oder) und des RRK Ende Juli nach Dresden, um die Elbe, die wegen der anhaltenden Trockenheit extremes Niedrigwasser hat, mit dem Boot zu befahren. Neun RRKler − Sylvia und Wolfgang Gummersbach, Kiyomi Mitschke, Kirsten und Oliver Pooch, Silvia und Rudi Reitz, Dr. Michael Just, Christine Brossier − und vierzehn FRCler bewegen an drei Tagen vier Doppelvierer von Decin in Tschechien über Pirna und Meißen nach Riesa und haben am Ende 121 km gerudert.

Nach der Sommerpause finden für die drei aktiven Rennruderer des RRK, zwei AHs (offiziell "Masters") und ein Jugendlicher, noch die Kurzstrecken-Regatten in Schierstein und Großauheim sowie die "World Rowing Masters" in Hazewinkel statt. In Hazewinkel zeigt Lutz Beyer mit seinen Ruderkameraden von der "Frankfurter Germania", was er als Masters-Ruderer noch leisten kann. Bei sechs Starts an drei Tagen werden in Rgm. im Vierer und Achter sechs überlegene Siege nach Hause gefahren. Und auch Sebastian Göbel kann im Rgm.-Doppelzweier mit dem Flörsheimer Rudolf Axthelm einen Sieg erringen. Eine Woche später auf der Kurzstrecke von Großauheim erkämpft der jugendliche Lukas Heil seinen ersten Saisonsieg im Einer und der Mastersruderer Sebastian Göbel noch einen Sieg im Rgm.-Mixed-Doppelzweier mit Julia Gattinger vom Flörsheimer RV.

Die Gruppe der Wanderfahrer des Frankfurter RC von 1882 und des RRK bei ihrer Gemeinschafts-Wanderfahrt 2015 auf der Elbe von Decin in Tschechien nach Riesa − 121 km in drei Tagen

Sechs Siege bei sechs Starts in Hazewinkel 2015 im "Masters-Vierer" − in den Altersklassen MDA55, MDA50 und MDA43 − für Schlagmann Lutz Beyer vom RRK zusammen mit den Frankfurter Germanen Thomas Wissler, Stephan Bub und Thomas Lange

Am ersten Oktober-Wochenende haben Ruderabteilung und Tennisgruppe ihr Abrudern und Abkleppern zusammen terminiert. Bei herrlichem Spätsommerwetter wird allerdings nicht sehr viel gerudert und auch nicht sehr viel Tennis gespielt. Dagegen fühlen sich die überwiegend Anwesenden der Altersgruppe Ü50, wenn sie die fehlende jugendliche Anwesenheit ausblenden, durchaus wohl. Der mit etwas Abstand beobachtende Chronist fragt sich, ob beide Sportarten in nächster Zukunft beim RRK noch gute Perspektiven haben. Der kommissarische Ruder-Abteilungsleiter Horst Ackermann begrüßt die Anwesenden, blickt zurück auf die beendete Regattasaison 2015 und verteilt im Vorjahr 2014 erruderte Fahrtenpreise, aber nur Wolfgang Vorfalt ist anwesend und erhält für 626 geruderte Km eine Erinnerungsplakette.

Zwei Wochen nach dem Abrudern geht Sebastian Göbel noch bei der Würzburger Bocksbeutel-Regatta im Rgm.-Doppelzweier an den Start. Lukas Heil und Ruderanfänger Finn Pabst sind beim Jugend-Ländervergleichskampf in Hanau zwischen Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz/Saar und Hessen in unterschiedlichen Bootsgattungen dabei, wobei Hessen in der Punktwertung den zweiten Platz belegen kann. Lutz Beyer und Harald Blum starten mit ihren Frankfurter Ruderkameraden im Achter der Altersklasse 50+ bei der angeblich größten Regatta im Rudersport. Auf dem Charles River in Boston gehen bei der "Head of the Charles Regatta" über eine Strecke von etwa 3 Meilen (knapp 5 km) 2015 etwa 10.200 Ruderer in etwa 2.500 Boote. Unter 40 teilnehmenden Achtern der Klasse 50+ belegt der "Frankfurter Achter" den sechsten Platz. Ein gutes Ergebnis und ein schönes Erlebnis für die beiden RRKler! Insgesamt haben die wenigen RRK-Ruderer 2015 elf Regatten besucht und 14 Siege verbucht. Allerdings gehen 13 Siege auf das Konto von Masters-Ruderern − am erfolgreichsten war der 40-jährige Sebastian Göbel mit sieben Siegen vor dem 53-jährigen Lutz Beyer mit sechs Siegen.

Die weibliche B-Jugend des RRK, Hessenmeister im Feldhockey 2015 und dann Teilnehmer an der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft (hinten: Co-Trainer Bastian Reisch, Fan Anna Kraus, Fan Kara Tiedtke, Vanessa Keller, Greta Willisch, Clara Buchholz, Kristin Rapp, Nicole Baumgärtner, Charlotte Steiner, Marie Sommer, Anna Stumpf, Betreuerin Tanja Sommer, Trainer Volker Schädel; vorn: Ina Kircher, Pauline Heinz, Maike Pinger, Torfrau Paula Schmidt, Jessie Steffl, Paula Großmann, Marie Milde, Stella Tegtmeier)

Die Damenmannschaft des RRK vor der Punktrunde 2015/16 in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga (hinten: Eva Frank, Franziska "Fränni" Ruhland, Lotta Hof, Viola "Vio" Becker, Fabienne "Fabi" Werner, Rebecca "Becky" Schneider; davor: Trainer Philipp "Phil" Tangerding, Ann-Paulin "Ann" Heist, Antonia Wilfer, Emma Kanz, Mara Bentscheck, Isabel "Isi" Scherer, Celina "Celi" Hocks, Torfrau Nina Ankenbrand, Co-Trainer Christian Zimmermann; vorn: Teresa "Terri" Hoff, Lena Mischlich, Kimberly "Kimmy" Körbel, Juliane Kunz, Selina Windgaß, Petra "Piet" Ankenbrand, "Physio" Janine Huver; weiter mit dabei: Torfrau Lisa Lahham, Marilena "Mari" Krauss, Viktoria "Vicky" Krüger, Torfrau Lisa Viebrantz, Jasmin Chulie, Managerin Linda Namuo-Schneider)

Nach dem Gewinn einer Hessenmeisterschaft und von drei Vizemeisterschaften 2014 zeigt der RRK-Hockeynachwuchs 2015 bei den Feldhockey-Hessenmeisterschaften bei der Anzahl der Erfolge und ihrer Qualität leider weiter absteigende Tendenz. Der Gewinn einer Hessenmeisterschaft der weiblichen B-Jugend und einer Vizemeisterschaft der A-Mädchen sind nicht das, was man im "Hockeylager" des RRK erwartet. Die A-Mädchen haben sich als hessischer Vizemeister für die Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft qualifiziert, spielen zu Hause am Sommerdamm unter Trainerin Violeta Smirnova mit Torfrau Emily Streib, Carla Anagnostou, Leyla Arikan, Maren Eppensteiner, Sarah Gövert, Lina Hanewald, Pauline Heinz, Marie Henke, Lucie Hoyer, Mina Knöpfler, Nina Minowsky, Ella Mittnacht, Lea Sack, Katharina Selbach und Viktoria Zimmermann gegen den Düsseldorfer HC, verlieren 0:1 und scheiden damit aus. Dagegen hat sich der Hessenmeister, die weibliche B-Jugend, sofort für die Zwischenrunde in Mülheim qualifiziert, wo von vier Mannschaften der Sieger in die DM-Endrunde einziehen wird. Die Mannschaft von Trainer Volker Schädel trifft in Mülheim mit Torfrau Paula Schmidt, Vanessa Keller, Maike Pinger, Kristin Rapp, Ina Kircher, Marie Milde, Jessie Steffl, Stella Tegtmeier, Greta Willisch, Lea Sack, Pauline Heinz, Nicole Baumgärtner, Clara Buchholz, Paula Großmann, Charlotte Steiner und Anna Stumpf im ersten Spiel ebenfalls auf den Düsseldorfer HC. Wie in der Vorrunde der A-Mädchen muss man sich auch hier mit 0:1 geschlagen geben. Der Traum vom Erreichen der Endrunde ist somit zerstoben, so dass der "8:0-Koffer" im Spiel um Platz drei gegen Uhlenhorst Mülheim keine Rolle mehr spielt.

Im Vorfeld der neuen Feldhockey-Saison 2015/16, für die RRK-Damen in der Zweiten Bundesliga und die RRK-Herren in der Ersten Regionalliga Süd, verpflichtet der RRK zum 1. August zwei neue Trainer. Bei den Damen übernimmt der 32-jährige Wiesbadener Philipp Tangerding, in der Vergangenheit selbst Spieler des RRK, die Trainingsleitung − zuletzt als Übungsleiter für die zweite Damenmannschaft des amtierenden Deutschen Meisters Uhlenhorster HC zuständig. Das Training der Herrenmannschaft leitet nun, als Nachfolger des Spielertrainers Mirco Fuchs, der 28-jährige Waliser Jonathan Elliott. Er kommt aus Valencia nach Rüsselsheim und bringt internationale Erfahrung mit, war als Assistenztrainer in England, Schweden und den Niederlanden tätig.

Die Herrenmannschaft des RRK vor der Punktrunde 2015/16 in der Ersten Regionalliga, in der sie bis zur Winterpause nach vier von vierzehn Spielen ungeschlagen den ersten Tabellenplatz behauptet (hinten: Florian Krupa, Nicholas "Nick" Bachtadse, Torwart Bastian Reisch, Constantin "Conny" Böhmer; davor: Trainer Jonathan Elliott, Lorenz Klee, Niklas Isselhard, Yannick Rapp, Cedric Untergasser, Patrick Schaffarczyk, "Physio" Diana Czerwonka, Konstantin "Kons" Foohs; vorn: Finley Schwarz, Kapitän Mirco Fuchs, Christian Minar, Julius Kaus, Alexander "Alex" Hupf, Mounir Hajri; es fehlen: Phil Bosche, Felix Seitz, Paul Günster, Jonas Hof, Torwart Anton Kleinpaul, Nils Büttner)

Das Team der Zweiten Damen des RRK vor der Feld-Punktrunde 2015/16 in der Ersten Verbandsliga, in der es vor der Winterpause nach fünf von vierzehn Spielen verlustpunktfrei die Tabelle anführt (hinten: Trainerin Ann-Paulin "Ann" Heist, Leonie Schell, Torfrau Susanne Drexler, Franziska "Fränni" Ruhland, Torfrau Kim Treutner, Mara Teodoro, Saskia Welsch; davor: Stella Baron, Lena Mischlich, Sonja Petrovic, Carina Wolf, Nathalie Edler; vorn: Rebecca Passlack, Kijara Sosic, Franziska "Franzi" Kirst, Rachel Bergmann, Lisa Becker)

Nach 27-jähriger Zugehörigkeit der RRK-Damen zur Ersten Feldhockey-Bundesliga geben sie in der Feldsaison 2015/16 ihr Debüt in der Zweiten Bundesliga. Dank positiver Personalentwicklung, alle Spielerinnen der vergangenen Erstliga-Saison bleiben an Bord und Petra Ankenbrand kehrt vom TSV Mannheim zum RRK zurück, blicken Trainer und Mannschaft optimistisch nach vorn. Diese optimistische Einstellung soll bis zur Winterpause nicht enttäuscht werden. In den sieben Spielen der achtköpfigen Liga nur Siege für den RRK − 6:1 beim Nürnberger HTC, 13:0 gegen den Mariendorfer HC, 2:1 gegen die Zehlendorfer Wespen, 4:0 bei Eintracht Frankfurt und auch beim Feudenheimer HC, 3:2 beim ATV Leipzig sowie 10:1 gegen den SC Charlottenburg. 21:0 Punkte und 42:5 Tore beschreiben die makellose wie beeindruckende Halbzeitbilanz, die zum ersten Verfolger ein ordentliches Polster (10 Punkte) verschafft und somit an den sofortigen Wiederaufstieg ins Oberhaus denken lässt.

Dagegen werden die RRK-Herren nun schon die vierte Spielrunde auf dem Feld in der drittklassigen Ersten Regionalliga zubringen. Doch mit neuem Trainer, der die zweijährige trainerlose Zeit beendet, und einer engagierten Mannschaft geht das Team in die vier Spiele der achtköpfigen Liga vor der Winterpause. 2:0 beim Kreuznacher HC, 4:1 gegen den TB Erlangen, 2:1 gegen Rot-Weiß München und 3:1 gegen TuS Obermenzing, mit 12:0 Punkten und 11:3 Toren, damit 5 Punkte Vorsprung zum ersten Verfolger, endet diese erste Phase am Anfang eines vielleicht angestrebten erfolgreichen "Projekts".

Die Zweiten Herren des RRK unter Trainer Burkhard Trautmann spielen nach dem Abstieg 2011 ihre fünfte Feldsaison in der Oberliga Hessen, liegen vor der Winterpause nach fünf von vierzehn Spielen mit nur 3 Punkten und einem Torverhältnis von 11:15 auf dem 7. oder vorletzten Tabellenplatz. Dagegen können sich die Zweiten Damen des RRK nach dem Abstieg aus der Oberliga in der Ersten Verbandsliga sofort an die Spitze setzen. Vor der Winterpause nach fünf von 14 Spielen führen sie mit 15:0 Punkten und 25:2 Toren.

Neben An- und Abkleppern, das die RRK-Tennisgruppe gemeinsam mit dem An- und Abrudern der Ruderabteilung durchführt, treffen sich in den Sommermonaten einige Tennisfreunde donnerstags zum gemeinsamen Doppelspiel. An zwei Sonntagen im Jahr wird gemeinsam im Keglerheim der TuS gekegelt − das schon zum vierten Mal ausgetragene "Frühjahrskegeln" am 31. Mai endet nach Austragung mehrerer Wettbewerbe mit einem deutlichen Sieg der Herren über die Damen, doch beste Keglerin des Tages und Gewinnerin des Wanderpokals ist eine Dame, Annette Susenburger. Und auch beim "Weihnachtskegeln" am 15. November siegen die Herren, doch nun ist auch ein Herr tagesbester Kegler, Karl-Heinz Wagner.

Der "Kurt Becker Cup", der anfangs November zu Ehren des langjährigen RRK-Jugendleiters zum zehnten Mal ausgetragen wird, ist erneut als Hallenhockey-Turnier für A-Mädchen und A-Knaben ausgeschrieben. Jeweils sechs Mannschaften aus Hamburg, Berlin, Mannheim, Stuttgart, Frankfurt und vom RRK kämpfen um den Sieg. Am Ende sichern sich die A-Mädchen des SC Frankfurt 1880 mit 9 Punkten knapp den Sieg vor dem UHC Hamburg mit ebenfalls 9 Punkten und dem RRK mit 8 Punkten. Dagegen müssen sich die A-Knaben des RRK mit dem letzten Platz begnügen. Es siegt der Club an der Alster vor dem Mannheimer HC.

Traditionsgemäß ehrt der RRK im November seine während des Jahres erfolgreichen Sportler, so auch am 13. November 2015. Bei dieser "Meisterfeier", die von "RRK-Vize" und "Ruderchef" Horst Ackermann zusammen mit dem Hockey-Abteilungsleiter Martin Müller abgewickelt wird, stehen 3 Ruderern knapp 80 jugendliche Hockeyspieler gegenüber. Alle anwesenden Sportler, 44 an der Zahl, erhalten als Geschenk einen Gutschein. Zwar gibt es 2015 keine herausragenden Erfolge zu feiern, doch ein dritter Platz bei der Deutschen Meisterschaft, eine Süddeutsche Meisterschaft sowie fünf Hessenmeisterschaften sind große Erfolge, die zu würdigen sind.

Die bei der RRK-Jubilarenehrung am 21. November 2015 geehrten zwölf anwesenden Jubilare mit dem RRK-Vorsitzenden: Glenn Eifert (25 Jahre), Fritz Schmidt jr. (40), Fritz Schmidt (60), Gerhard Ketter (60), Margit Schmitt (50), Jürgen Kaul (40), Stefan May (40), Bernhard Schramek (40), Rainer Seifert (60), "RRK-Präsident" Prof. Dr. Dietmar Klausen, Adolf Ketter (60), Mirco Fuchs (25) und Thomas Susenburger (40).

Eine Woche später bei der RRK-Jubilarenehrung werden am 21. November 2015 unter der Fahne des RRK die Jubilare des Jahres vom Vorsitzenden des RRK, Prof. Dr. Dietmar Klausen, geehrt. Der RRK-Vorstand hat die langjährigen RRK-Mitglieder mit ihren Partnern ins Bootshaus eingeladen, um sie bei einem gemeinsamen Abendessen zu ehren sowie ihnen Dank für vielfältiges Engagement und langjährige Treue auszusprechen. Leider sind von 29 zu ehrenden Mitgliedern nur 12 anwesend. Zu ehren sind für 25 Jahre Glenn Eifert, Mirco Fuchs, Axel Groth, Judith Evita Körbel, Sirid Martha Körbel, Torsten Kraft, Martin Krieger, Jan Petersen, Michael Schindler, Andrea Schindler, Walter G. Schlüter, Danny Schmalkuche und Christoph von zur Mühlen, für 40 Jahre Heiner Bindrim, Peter Emig, Jürgen Kaul, Stefan May, Gerrit Rothengatter, Dr. Markus Sauer, Fritz Schmidt jr., Bernhard Schramek, Thomas Susenburger und Udo Wiedmann, für 50 Jahre Margit Schmitt sowie für 60 Jahre Michael Heuß, Adolf Ketter, Gerhard Ketter, Fritz Schmidt und Rainer Seifert.

Die Hallenhockey-Saison 2015/2016 findet wie die Feldhockeyrunde für RRK-Damen und RRK-Herren auf unterschiedlichem Niveau statt, für die Damen in der Ersten und die Herren in der Zweiten Hallen-Bundesliga.

Die neuen Hockeytrainer im RRK: Jonathan Elliott und Philipp Tangerding

Bei den RRK-Damen beginnt Ende November mit dieser Hallenspielzeit wie schon auf dem Feld eine neue Ära mit Trainer Philipp Tangerding. In der Halle sind die Hockeydamen des RRK immer noch da, wo sie in der Feldrunde wieder hinmöchten, in der Ersten Bundesliga. Wie schon auf dem Feld, will man in der Halle nun ebenfalls für Furore sorgen, doch so funktioniert das nicht. Anstatt mit zwei Siegen gehen die RRK-Damen aus dem ersten Doppelspiel-Wochenende mit einem Sieg und einer Niederlage hervor − Sieg gegen den TSV Mannheim, Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Einem Unentschieden beim Nürnberger HTC folgt trotz engagiertem Auftritt eine 1:8-"Heimklatsche" gegen das Topteam der Südgruppe, den Mannheimer HC. Dann am letzten Wochenende vor Weihnachten ein etwas überraschendes 1:1 beim Viertelfinal-Anwärter Münchner SC und ein vielleicht enttäuschendes 2:2 beim TSV Mannheim. Nach sechs von zehn Spielen verbringen die RRK-Damen mit sechs Habenpunkten und einem Torverhältnis von 16:21 die Winterpause auf dem 5. oder vorletzten Tabellenplatz, jedoch fünf Punkten Abstand zum abstiegsbedrohten Nürnberger HTC.

Ebenfalls Ende November beginnen die RRK-Herren mit dem vor der Feldrunde neu angestellten Waliser Trainer Jonathan Elliott in der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga die Saison 2015/16. In der Südgruppe der Liga wird wieder ein enges Rennen erwartet − Favorit für den Aufstieg ist jedoch Erstliga-Absteiger HC Ludwigsburg. Nach zum Teil hohen Niederlagen in der Vorbereitung wollen die RRK-Herren möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Es beginnt am ersten Wochenende mit einem Heimsieg gegen den TB Erlangen und einem Unentschieden beim Kreuznacher HC. Einer Niederlage beim Topfavoriten HC Ludwigsburg folgen ein Unentschieden gegen den Dürkheimer HC und eine Niederlage bei der HG Nürnberg − dann beim letzten Spiel vor Weihnachten noch der erwartete Sieg beim Tabellenletzten TB Erlangen. Nach sechs von zehn Spielen beendet der RRK mit acht Punkten und einem Torverhältnis von 36:35 das Jahr 2015 auf dem 3. Tabellenplatz.

Die Zweiten Herren spielen wie schon im Vorjahr die Hallenrunde 2015/16 in der Oberliga Hessen und liegen vor der Winterpause nach fünf von zehn Spielen mit acht Punkten auf dem 4. Tabellenplatz. Die Dritten Herren führen nach fünf von zehn Spielen die Tabelle der 3. Verbandsliga mit 15 Punkten an, die Zweiten Damen dagegen stehen vor der Winterpause nach fünf von zehn Spielen in der Oberliga Hessen mit sechs Punkten auf dem 4. Tabellenplatz und die Dritten Damen in der 3. Verbandsliga nach drei von acht Spielen auf Tabellenplatz 2.

Aber auch im nichtsportlichen Bereich tut sich im RRK des Jahres 2015 einiges. Der bereits in der zweiten Jahreshälfte 2014 vom RRK-Vorstand ins Leben gerufene "Workshop", dessen Team unter Leitung des RRK-Mitglieds und ehemaligen Unternehmensberaters Wolfgang Freimuth die RRKler Horst Ackermann, Bianca Heinz, Wilfried Hoffmann, Dr. Dietmar Klausen, Martin Müller und Fritz Schmidt jr. angehören, arbeitet mit der Aufgabenstellung "Gestaltung der zukünftigen Ausrichtung des RRK, inklusive des Führungswechsels". Erstes nach außen sichtbares Zeichen der Arbeit ist im September 2015 die Eröffnung der RRK-Geschäftsstelle im Bootshaus mit Leiterin Katja Hosang. Und auch ein Konzept zur Lösung der Aufgabenstellung existiert seit Oktober, wurde dem Gesamtvorstand vorgestellt und soll im Jahr 2016 einem größeren Interessentenkreis, Mitgliedern und auch Eltern jugendlicher Sportler, näher gebracht werden. Denn eine Lösung ist nur möglich, wenn Personen gefunden werden, die willens sind, sich zu engagieren.

Der bei der RRK-Hauptversammlung im April gebildete Kassenprüfungs-Ausschuss soll die bestehenden finanziellen Außenstände der vergangenen Jahre durch nicht eingetriebene Mitgliedsbeiträge definieren. Außerdem sollen Vorschläge für eine Reduzierung der Außenstände und eine zukünftige Verhinderung derartiger Probleme unterbreitet werden. Der Ausschuss, der Wolfgang Gummersbach zu seinem Vorsitzenden macht, treibt während des Jahres die Arbeit zur Feststellung der im einzelnen offenen Mitgliedsbeiträge, oft manuelle Kleinarbeit, intensiv voran, versucht Außenstände einzuziehen und berichtet dem Gesamtvorstand im November über den Stand der Arbeiten. Ein Vorschlag zur Ergänzung der RRK-Finanzordnung wird vorgelegt, um in Zukunft derartige Probleme zu verhindern.

RRK-Geschäftsstelle: Dr. Dietmar Klausen, Horst Ackermann und Wilfried Hoffmann mit Katja Hosang

RRK-Bootshaus: Die alte Kühlzelle ist raus

RRK-Bootshaus: Blick in die neue Kühlzelle

RRK-Bootshaus: Die neue Absauge mit Ventilator

Am und im Gebäude des Bootshauses ergeben sich natürlich immer wieder Probleme, die gelöst werden müssen, so auch 2015. Die im Nachbarraum zur Restaurantküche eingebaute Kühlzelle gehört dem RRK und hat schon ein beträchtliches Alter erreicht, so dass auch aus Hygienegründen eine Erneuerung notwendig wird. Nach Einholung diverser Angebote, Beschluss des Gesamtvorstands und Festlegung von Einzelheiten sowie des Ablaufs der Arbeiten wird der Auftrag vergeben − Aus- und Einbau erfolgen im April. Ein weiteres Problem ist seit Jahren die Küchenabsauge mit dem Ventilator direkt in der Absauge über dem Herd − Reinigung problematisch und immer wieder Stein des Anstoßes für den Schornsteinfeger. Überlegungen führen zu der Idee, nicht direkt in die Küche einzugreifen, jedoch die Absauge im Außenbereich zu erneuern und den Ventilator in diesen Bereich zu integrieren, so dass der problematische Küchenventilator ausgebaut werden kann. Dieser Idee folgt der Gesamtvorstand und beschließt die Durchführung, der Umbau erfolgt im Oktober 2015. Im Dezember gibt es dann noch Probleme mit dem Abfluss der Toiletten im Kellerbereich, die zunächst gelöst werden können, aber diese Sache wird den RRK auch noch 2016 beschäftigen. Einen besonderen Einsatz bei der Lösung aller theoretischen und praktischen Probleme und Problemchen im und am Bootshaus zeigt immer wieder einer, Andreas Hartmann.

Im Jahr 2015 verliert der RRK sechs Mitglieder durch den Tod. Bereits im Januar verstirbt Anneliese Hofferberth nach einem erfüllten Leben im 88. Lebensjahr, davon 37 Jahre RRK-Mitglied und mit der RRK-Ehrennadel in Silber geehrt. Anfangs Mai ist es dann der fast 75-jährige Jonny Brandt, einige Jahre im RRK seinem Hobby, dem Tennissport, nachgehend. Nach einem langen Leben − mehr als 90 Jahre − und auch nach langer RRK-Zugehörigkeit − mehr als 73 Jahre − verlässt Ende Mai Rolf Sittmann "seinen" RRK. Er war Teil der Rudermannschaft, die den ersten deutschen Meistertitel für Rüsselsheimer Ruderer errang, er war zwölf Jahre RRK-Vorstandsmitglied und er war Träger der RRK-Ehrennadel in Gold für 50-jährige Vereinstreue. Dann müssen im November zwei weitere Ruderer gehen, der 81-jährige Walter Gißke − 1955 Deutscher Meister und Dritter der Europameisterschaft im Achter mit dem Kölner RV von 1877, seit 2003 RRK-Mitglied und bis ins hohe Alter immer wieder im Ruderboot zu finden − und der erst 56-jährige Oliver Pooch − begeisterter Ruderer aus Frankfurt an der Oder, ab 2004 RRK-Mitglied und seit 2010 als Bootswart auch Mitglied der RRK-Ruderleitung. Im Dezember verliert der RRK dann noch die engagierte "Hockeymutter" Martina Hocks − nicht einmal 50 Jahre alt, seit 2006 RRK-Mitglied und sich immer wieder helfend und unterstützend in die Arbeit der RRK-Hockeyabteilung einbringend.

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