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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

2014

Der Mitgliederstand des RRK liegt am 1. Januar 2014 bei 632, damit nach 2006 mit 651 und 2007 mit 636 der dritthöchste Stand der Klubgeschichte zum Jahresbeginn. 348 Hockeyspielern stehen 111 Ruderer, 56 Tennisspieler und 158 passive Mitglieder gegenüber.

Für die RRK-Hockeyherren waren die Meisterschaftsambitionen in der Südgruppe der Zweiten Hallen-Bundesliga bereits vor Weihnachten abgehakt. Durch eine Niederlage am 3. Advent hatte sich bereits das Thema Erstklassigkeit aus RRK-Sicht erledigt. Nach den vier noch ausstehenden Spielen mit drei Niederlagen und einem Unentschieden liegt der RRK am Ende nur auf dem dritten Platz, enttäuschend für Interimscoach und Kapitän Mirco Fuchs, für Mannschaft und auch Hockeyleitung.

Und auch die RRK-Hockeydamen, die noch sechs von zehn Spielen vor sich haben, können ihr vielleicht geheimes Ziel, die Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft unter dem Hallendach, nicht mehr erreichen. Dagegen ist nach weiteren drei Niederlagen das Abstiegsgespenst sichtbar, doch ein Sieg gegen den Tabellenletzten sichert den Klassenverbleib. Am Ende ist es der fünfte und vorletzte Tabellenplatz, der vom stark verjüngten RRK-Frauenteam erreicht wird, damit das schlechteste Ergebnis nach 26 erstklassigen Hallenrunden. Dazu folgt dann auch noch ein "Paukenschlag": RRK-Frauentrainer Florian "Jimi" Westermann kündigt seinen Vertrag zum 31. März 2014, kehrt siebzehn Monate nach Übernahme des Amtes von Vorgänger Benedikt Schmidt-Busse nach Hannover zurück, wo ihn ein lukratives Angebot erwartet.

Doch nicht nur die beiden RRK-Spitzenmannschaften "reißen keine Bäume aus". Die Zweiten Damen belegen in der 2. Regionalliga Süd nur den 4. Platz, die Dritten Damen werden Zweiter in der 1. Verbandsliga Hessen, die Zweiten Herren erreichen in der 2. Regionalliga Südwest den 5. Platz und müssen zurück in die Oberliga Hessen, die Dritten Herren werden Zweiter in der 4. Verbandsliga Hessen.

Hessenmeisterschaft im Hallenhockey 2014 für die weibliche A-Jugend des RRK (hinten: Trainer Florian Westermann, Judith Bremer, Larissa Fuß, Celina Hocks, Emma Kanz, Mara Bentscheck, Antonia Wilfer, Betreuerin Sabine Wilfer; vorn: Laura Stein, Kimberly Körbel, Viola Becker, Torfrau Emma Seng)

Hessenmeister im Hallenhockey 2014, die A-Mädchen des RRK (hinten: Trainerin Violeta Smirnova, Marie Sommer, Kristin Rapp, Franziska Becker, Maike Pinger, Charlotte Steiner, Clara Buchholz, Camille Nobis, Co-Trainer Ralf Becker; davor: Betreuerin Brit Scherer, Jessie Steffl, Stella Tegtmeier, Anna Stumpf, Ina Kircher, Pauline Heinz; vorn: Torfrau Paula Schmidt)

Hallenhockey-Hessenmeister 2014, die A-Jugend des RRK (hinten: Trainer Christian Kösling, Jan Syväri − verletzt, Patrick Schaffarczyk, Calvin Schneider, Cedrik Untergasser, Yannick Rapp, Lukas Heckmann, Phil Bosche; davor: Mounir Hajri − verletzt, Jan Erik Dudel − verletzt, Constantin Böhmer; vorn: Torwart Anton Kleinpaul)

Hessenmeisterschaft im Hallenhockey 2014 für die A-Knaben des RRK (hinten: Trainer Volker Schädel, Levin Voigt, Kevin Knöss, Nico Rothengatter, Cedric Pabst, Niklas Schmitt, Betreuer Alexander Knöss, Laurin Nießner; vorn: Tom Blümmel, Torwart Leon Traum, David Busch Torio, Co-Trainer Gerrit Rothengatter)

Für den 26. Januar 2014 lädt die Ruderabteilung Mitglieder und Freunde zum "Neujahrs-Ruderbrunch" ins Bootshaus. Auf das Ruderjahr und die Regattasaison 2013 wird zurückgeblickt sowie auch die Sieger im Fahrtenpreiswettbewerb des Jahres 2013 stehen fest, es sind mit den meisten Kilometern Carolin Hinn mit 2.166, Silvia Reitz mit 1.068, Steffen Zwiener mit 1.065, Rudi Reitz mit 1.055 und Ulrich Vorfalt mit 1024 km.

Bei den Hallenhockey-Hessenmeisterschaften der Jugend ist der RRK in allen acht Wettbewerben vertreten. Der RRK holt sich vier Titel, drei 3. Plätze und einen 5. Platz. Hessenmeister werden die weibliche A-Jugend, die A-Mädchen, die männliche A-Jugend und die A-Knaben. Damit haben sich zwei weibliche und zwei männliche Jugendmannschaften des RRK für die Süddeutschen Hallenhockey-Meisterschaften qualifiziert, bei denen auch die Teilnehmer für die Deutschen Meisterschaften ermittelt werden. Doch nur die weibliche A-Jugend kommt mit dem "Schwarzen Wimpel" des Süddeutschen Meisters an den Main zurück, die A-Mädchen belegen den 3. Platz, wodurch sich beide Mannschaften für die DM-Endrunde qualifizieren. Lassen wir Martin Krieger in der "Main-Spitze" berichten:

Hocks' "goldenes" Tor und Sengs Reflexe

Weibliche A-Jugend des Rüsselsheimer RK als Südmeister zur DM-Endrunde / A-Mädchen lösen Fahrkarte im Spiel um Platz drei

Darauf hat die erfolgsverwöhnte Hockey-Nachwuchsabteilung des Rüsselsheimer RK eine ganz Weile warten müssen. Drei Jahre, um genau zu sein. Seinerzeit nutzte die weibliche A-Jugend des Ruderklubs den Heimvorteil und schnappte sich den vorerst letzten schwarzen Wimpel, der die süddeutschen Meister ziert. Auch diesmal war es wieder der älteste weibliche Nachwuchs, der als Südchampion aus Stuttgart zurückkehrte und große Freude im Lager des Ruderklubs auslöste. Zur famosen Stimmung trugen freilich auch die A-Mädchen bei, die als drittbestes Südteam ebenfalls den Sprung zur DM-Endrunde am letzten Februar-Wochenende schafften.

Als Süddeutsche Meisterinnen zur DM-Endrunde: Die weibliche A-Jugend des RRK mit (hinten) Trainer Florian Westermann, Co-Trainer Christian Zimmermann, "Physio" Jennifer Schipplick, Judith Bremer, Emma Kanz, Celina Hocks, Lena Mischlich, Franziska Ruhland, Mara Bentscheck, Laura Stein, Fan Antonia Wilfer, (vorn) Lara Kaltbeitzel, Larissa Fuß, Viola Becker, Emma Seng und Kimberly Körbel bejubelt ihren Triumph!

Glänzende Defensivleistung

Florian Westermann geriet auch am Tag nach dem finalen 1:0-Triumph über den gastgebenden deutschen Feldmeister HTC Stuttgarter Kickers noch ins Schwärmen. "Die Mädels haben über beide Tage hinweg eine Riesenleistung gezeigt; das hat spielerisch rundum gepasst", attestierte der Ende März scheidende RRK-Cheftrainer. Den Schlüssel zum Erfolg schrieb Westermann neben der in der Vorbereitung noch einmal intensivierten Trainingsarbeit der Defensivabteilung um die herausragende Torhüterin Emma Seng sowie den gewonnenen Erfahrungen in der Bundesligasaison zu: "Wir haben nur ganz wenig zugelassen und vielleicht drei, vier Ecken gekriegt. Dass beide Gegentore Siebenmeter waren, spricht für sich." Und da er noch Entwicklungspotenzial sieht, traut er seinem Team auch beim nationalen Endturnier im südlich von München gelegenen Höhenkirchen etwas zu: "Wenn wir wieder so stark und konzentriert auftreten, wird es für jeden schwer, uns zu schlagen."

Diese Erfahrung machten aktuell fünf Teams, von denen es zwei ebenfalls unter die Letzten Acht schafften. Neben den Stuttgarterinnen, die durch das "goldene Tor" von Bundesliga-Stürmerin Celina Hocks (13.) für Westermann "absolut verdient" im Endspiel bezwungen wurden, wartet in Bayern der Süddritte TuS Obermenzing. "Die haben eine unangenehme Raumdeckung gespielt. Wir hatten gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, haben aber leider kein Tor gemacht", fasste Westermann das Halbfinale inklusive Verlängerung zusammen. Im Siebenmeterschießen war die reaktionsschnelle Seng gleich vier Mal nicht zu bezwingen, sodass die Treffer durch Emma Kanz und Laura Stein zum 2:1-Sieg genügten.

Personelle Unwägbarkeiten

Rund 1.000 Kilometer in nordöstlicher Richtung werden zeitgleich die A-Mädchen des Ruderklubs ins Rennen um den blauen DM-Titel gehen. "Wir freuen uns auf Spandau", sagt Violeta Smirnova. "Und ich bin überzeugt, dass wir uns dort steigern können", ergänzt die 41 Jahre alte Trainerin – wohl wissend, dass es in Bad Dürkheim bedingt durch personelle Unwägbarkeiten nicht rund laufen konnte. Stürmerin Stella Tegtmeier etwa kam erst am Samstagabend von einer Schulfahrt aus Österreich zurück, Abwehrspielerin Maike Pinger war in der Woche vor der "Süddeutschen" krank und verletzte sich im Halbfinale am Knie. "Aber es gibt Hoffnung, dass das bis zur Endrunde wieder in Ordnung kommt", so Smirnova.

Angesichts dieser Bedingungen ist der 4:0-Erfolg im entscheidenden Spiel um Platz drei über HC Heidelberg nicht hoch genug zu bewerten. "Zuvor noch total enttäuscht waren die Mädels wieder total motiviert", freute sich die RRK-Trainerin. Angeführt von der ins All-Star-Team gewählten Charlotte Steiner machten Camille Nobis (2), Anna Stumpf und Jessie Steffl mit ihren Toren den Weg frei und ließen die Tränen ob des vorherigen 0:1 gegen Ausrichter Dürkheimer HC trocknen.

Die Männliche A-Jugend belegt bei der "Süddeutschen" den 6. Platz, die A-Knaben kommen mit einem 5. Platz zurück ins heimische Bootshaus.

Dann folgen die Deutschen Hallenhockey-Meisterschaften für die beiden qualifizierten Teams, die weibliche A-Jugend in Höhenkirchen-Siegertsbrunn bei München und die A-Mädchen in Berlin-Spandau. Knüpft der weibliche Hockey-Nachwuchs des RRK damit nach einem Jahr der "totalen Verbannung" wieder an glorreiche Zeiten an? Etwas boshaft könnte man antworten: "Außer Spesen nichts gewesen!" Denn die weiblichen Teams des RRK haben bei den Endrunden letztlich nichts mit der Titelvergabe zu tun. Sowohl die weibliche A-Jugend, die Fünfte wird, als auch die A-Mädchen, die den siebten Platz belegen, verpassen den Einzug ins Halbfinale jeweils deutlich. Während die älteren Talente des RRK in der Vorrunde einen Punkt holen, gehen die RRK-Youngster in der Gruppenphase gänzlich leer aus. Die weibliche A-Jugend trennt sich im Spiel um Platz fünf vom entthronten Titelverteidiger Berliner HC 2:2, die Kontrahenten teilen sich den Rang. Die A-Mädchen gewinnen die Begegnung um Platz sieben gegen den Dürkheimer HC 3:2. Trotz dieser vielleicht enttäuschenden Ergebnisse ist die Teilnahme an der DM-Endrunde für die Spielerinnen sicher ein Höhepunkt ihrer noch jungen Sportlerlaufbahn.

Doch nicht nur die Jugend des RRK spielt um Meisterehren. Die Hockeysenioren des RRK knüpfen beim "Hessenpokal-Turnier" der Altersklasse Ü32 in Wiesbaden an alte Glanzzeiten an und verewigen sich nach dreijähriger Abstinenz zum wiederholten Mal in der Siegerliste. Das siebenköpfige RRK-Team gewinnt alle drei Begegnungen und erzielt dabei stattliche 27 Tore.

Die RRK-Hockeysenioren mit (hinten) Christian Domke, Christian Zimmermann, Tim Schmuck, Glenn Eifert sowie (vorn) Christian Kösling, Torwart Martin Ehrhardt und Gerrit Rothengatter freuen sich über den souveränen Sieg beim "Hessenpokal".

Der sportliche Nachwuchs der Stadt Rüsselsheim wird am 21. März 2014 im Rathaussaal von Stadt und Sportbund geehrt. Die geehrten Schüler haben im Jahr 2013 allesamt Hessenmeister- oder höhere Titel errungen. Von den 79 geehrten Schülersportlern sind 30 erfolgreiche Hockeyspieler des RRK.

Am 7. März 2014 ehrt die Stadt und der Sportbund Rüsselsheim in der Stadthalle seine erfolgreichen Sportler des Jahres 2013. Ingesamt wird 137 Athleten eine Ehrung zuteil, darunter sind 39 Hockeyspielerinnen des RRK. Einige Tage später, am 21. März, ehren Stadt und Sportbund den talentierten Nachwuchs bei der Jugend-Sportlerehrung im Rathaussaal der Stadt. Von 79 geehrten Schülersportlern gehören hier 30 dem RRK an.

Kurz davor, am 17. März 2014 ehrt der Kreis Groß-Gerau in der Stadthalle von Walldorf seine erfolgreichen Sportler, die im Jahr 2013 mindestens auf Bezirksebene Titel errungen haben. Unter den insgesamt 394 ausgezeichneten Aktiven sind 37 Hockeyspieler des RRK. Am 3. April folgt dann im Landratsamt die Schüler-Sportlerehrung, bei der 139 Schüler geehrt werden, darunter 29 junge Hockeyspieler des RRK.

Ab Mitte März werden üblicherweise auch die Jahres-Hauptversammlungen der Sportabteilungen und des Gesamtklubs abgehalten. Am 14. März beginnt die Tennisgruppe mit ihrer Hauptversammlung, bei der, da keine Wahlen anstehen, neben dem Bericht über die Aktivitäten des Vorjahres nur die Festlegung von Terminen, eine Diskussion über die Aktualisierung der "Tennisordnung" sowie die Etablierung des "Polo-Cups", eines Doppel-Spaßturniers, auf der Tagesordnung stehen.

Es folgt am 27. März die Hauptversammlung der Hockeyabteilung mit knapp 40 Anwesenden. Neuwahlen stehen keine an, sportlich sind die Jugendmannschaften des RRK weiterhin das Aushängeschild, während bei den Aktiven die prekäre Trainersituation ihre Spuren hinterlässt. Neben der Suche nach einem Nachfolger von Herrentrainer Gerrit Rothengatter muss nun auch ein Nachfolger für Damentrainer Florian Westermann gefunden werden. Die finanzielle Situation der Abteilung ist so, dass "ein Mangel verwaltet wird", aber man kann derzeit immerhin einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen.

Einen Tag später, am 28. März, treffen sich 32 Mitglieder der Ruderabteilung im Bootshaus, um ihre Hauptversammlung abzuhalten. Neben anstehenden Neuwahlen steht insbesondere die geplante Erhöhung des Sonderbeitrags der Ruderabteilung im Fokus. Die Neuwahlen bringen nach 2012 nochmals eine deutliche Verjüngung der Abteilungsleitung: Abteilungsleiter Martin Kraft, Stellv. Abteilungsleiter Werner Alt, Kassenwart Benjamin Michel, Schriftführerin Carolin Hinn, Bootswarte Oliver Pooch und Harald Czerwenski, Jugendwartin Marion Weber, Pressewartin Laura Schmidt sowie Beisitzer Holger Choitz, Martin Kansy und Moritz Richter. Nach langer, sachlicher Diskussion stimmt eine große Mehrheit für die vorgeschlagene Beitragserhöhung.

Nach der Ehrung der Hockeyspieler der Hallenhockey-Saison 2012/2013 bei "Meister treffen Jubilare" − Geehrte mit "RRK-Präsident" Dr. Dietmar Klausen

Ehrung der Jubilare des Jahres 2014 durch "RRK-Präsident" Dr. Dietmar Klausen: Erika Passing (25 Jahre), Dr. Harald Richter (40), Roland Segner (50), Wilfried "Willi" Schwanke (40) und Günter Schwanke (40)

Bei der am 30. März folgenden, bei 34 anwesenden Mitgliedern abgehaltenen RRK-Jahreshauptversammlung bestimmen die Berichte des Vorsitzenden, des Schatzmeisters und der Sportabteilungen sowie natürlich die Neuwahlen des Gesamtvorstands den Ablauf. Die sportlichen Erfolge bei Hockeyspielern wie Ruderern, die Finanzsituation sowie der Stand der Umbauarbeiten am Bootshaus sind Themen. Eine Veränderung der Führungsstrukturen und eine angestrebte Verjüngung der Führungsmannschaft werden diskutiert. Bei der Wahl des Gesamtvorstands werden alle seitherigen Vortandsmitglieder bis auf Beisitzer Werner Alt, der nicht mehr zur Verfügung steht und durch Ann-Paulin Heist ersetzt wird, in ihren Ämtern für die nächsten zwei Jahre bestätigt.

Am 11. April 2014 ehrt der RRK im "Adlerpalast" mit dem Event "Meister treffen Jubilare" seine erfolgreichen Sportler des Jahres 2013 und seine Jubilare 2014. Rund 200 Mitglieder und Angehörige feiern bei etwa 100 zu Ehrenden im festlichen Rahmen. Insbesondere die Hockeyspieler bilden zur Zeit das sportliche Rückgrat des RRK, sie haben viele Hessenmeisterschaften in der Halle und auf dem Feld gewonnen und sie stellen mit Kimberly Körbel eine Vize-Europameisterin. Zwischen den Ehrungen gibt es Vorführungen von bestimmten Mannschaften, die den Abend auflockern. Aber auch langjährige Mitglieder werden geehrt: Manfred Wolf gehört dem RRK seit 60 Jahren an, Roland Segner und Adolf Theiner seit einem halben Jahrhundert. Sie erhalten die Ehrennadel in Gold. Die Ehrennadel in Silber bekommen Kay Oliver Dreisbach, Detlef Stark, Dr. Harald Richter, Ernst Hünerfeld, Günter Schwanke und Wilfried Schwanke. Sie unterschrieben ihre Beitrittserklärung vor 40 Jahren. Seit 25 Jahren sind Herbert Lenz, Tobias Steidel, Josef Braumann und Erika Passing Mitglied beim RRK. Für sie gibt es ebenfalls eine Ehrennadel in Silber. Die RRK-Leistungsnadel in Gold geht an Andreas Hartmann, der seit 1961 aktiv im Verein ist. Der RRK würdigt damit ein Mitglied, das sich besonders im ehrenamtlichen Bereich große Verdienste erworben hat.

Die im Herbst 2013 begonnene Feldhockey-Runde 2013/14 wird mit den RRK-Damen in der Ersten Bundesliga schon Ende März und mit den RRK-Herren in der drittklassigen Regionalliga Mitte Mai fortgesetzt. Die Damen stehen nach der Winterpause bei noch sieben ausstehenden Spielen auf dem 7. Tabellenplatz der eingleisigen Liga ohne Aussicht die Endrunde zu erreichen, die Herren bei noch neun ausstehenden Spielen unter Kapitän und Interimstrainer Mirco Fuchs auf dem 5. Tabellenplatz ohne Hoffnung wieder in die Zweite Bundesliga aufzusteigen. Die RRK-Damen erzielen bei den sieben Spielen 2014 zwei Siege, vier Niederlagen und ein Unentschieden, das ist nach 22 Spielen mit 26 Punkten und einem Torverhältnis von 35:43 am Ende der 7. Tabellenplatz. Die RRK-Herren erreichen in den neun Spielen 2014 drei Siege, vier Niederlagen und zwei Unentschieden, haben am Ende nach 14 Spielen 18 Punkte und ein Torverhältnis von 34:36, das ist nur der 5. Tabellenplatz.

Die Ersten Damen in der Feldhockey-Bundesliga 2013/14 − am Ende ein sicher unbefriedigender 7. Platz!

Die Ersten Herren des RRK in der 1. Regionalliga 2013/14 − am Ende ein sicher unbefriedigender 5. Platz!

Die Zweiten Herren des RRK um Coach Burkhard Trautmann spielen in der Oberliga Hessen um die Meisterschaft. Doch im letzten der 14 Spiele verliert der RRK als Tabellenführer auf Naturrasen beim Höchster THC und belegt hinter dem Oberligameister und Aufsteiger SaFo Frankfurt nur den 2. Platz. Das Zweite Damenteam des RRK um Teamsprecherin Janine Huver spielt ebenfalls in der Oberliga Hessen und kann nur den 4. Platz erreichen.

Über den Winter hat RRK-Rudertrainer Andreas Stork "seine" Rennruderer – die leichte U23-Seniorin Carolin Hinn und den U23-Senior Moritz Richter sowie den Mastersruderer Benjamin Michel und einige Anfänger − eine Mini-Rennrudergruppe − auf die Regattasaison 2014 vorbereitet. Wegen des fehlenden Trainers beim Flörsheimer Ruderverein und den Umbaumaßnahmen am RRK-Bootshaus hat sich in den Wintermonaten eine Zusammenarbeit zwischen beiden Klubs ergeben. Bereits am letzten April-Wochenende startet Carolin Hinn gemeinsam mit Ruderern des Flörsheimer RV über 2.000 Meter bei der Regatta auf dem Lauerzer See in der Schweiz. Anschließend am 3. Mai veranstaltet die Ruderabteilung ihr traditionelles Anrudern gemeinsam mit dem Ankleppern der Tennisgruppe im Rahmen des Rüsselsheimer Mainfestes. Es folgen die Regatten in Offenbach, Heidelberg und auf dem Sarnersee in der Schweiz − nur Platzierungen für den RRK. Anfangs Juli auf der letzten Regatta vor der Sommerpause in Offenbach-Bürgel, verbunden mit der "German Masters Open", kann Benjamin Michel zusammen mit Julia Gattinger vom Flörsheimer RV im "Masters-Mixed-Doppelzweier MA27" den ersten Regattasieg der laufenden Saison für den RRK nach Hause fahren.

Carolin Hinn und Marion Weber tragen ihren Doppelzweier beim Anrudern des RRK aus der Bootshalle aufs Wasser.

Abschluss der Ruderwanderfahrt von RaB und RRK im "Weißen Brauhaus" in Kelheim (Ragnar Otto, Dieter Korb, Gerd Hesse, Dieter Lang, Werner Alt, Jochen Rudloff, Dr. Claus Holzapfel, Jürgen Kleine, Wolfgang Vorfalt, Wolfgang Orlowski, Wolfgang Gummersbach, Gerhard Ketter, Jochen Wichelhaus, Ulrich Vorfalt)

Zwischenzeitlich sind an den Tagen um Fronleichnam die Ruderkameraden des RK am Baldeneysee und des RRK auf Ruderwanderfahrt unterwegs auf Donau und Rhein-Main-Donau-Kanal von Vohburg nach Regensburg − 2014 zum 42sten Mal seit 1973. Vierzehn Ruderer im fortgeschrittenen Alter, sieben vom RaB und sieben vom RRK, rudern an drei Tagen mit drei Booten − ein Riemenvierer, ein Doppelvierer und ein Doppelzweier − etwa 100 km.

Am 24. Juni 2014 ist es endlich so weit. Etwa 2,5 Jahre nach der Entscheidung im Gesamtvorstand und nach etwa 10 Monaten Bauphase kann der RRK seinen neuen "Trainingsraum" im Bootshaus einweihen und den Mitgliedern zur Nutzung übergeben. Der ungenutzte Kegelbahnbereich als Folge der Schließung der Kegelbahnen Ende 2010 wurde umgebaut. Die bauaufsichtliche Genehmigung für diese Maßnahme wurde Mitte 2012 erteilt und auch die Förderzusagen des Landes Hessen, des Kreises Groß-Gerau und des LSBH waren seit November 2012 in trockenen Tüchern. Ab September 2013 wurde gebaut. Ein "Wintergarten" wurde angebaut, von den Umkleideräumen im Keller wurde eine Stahltreppe nach oben zum neuen Trainingsraum geführt, eine Behindertentoilette, ein Geschäftszimmer sowie ein Lager- und Werkraum wurden eingerichtet. Der RRK hat  bei diesem Um- und Anbau mithilfe von Fördermitteln etwa 220.000 Euro investiert. Dennoch ganz abgeschlossen ist das Projekt für den RRK mit der Einweihung noch nicht, denn neben kleineren Restarbeiten steht auch die Ergänzung der Geräteausstattung noch aus. Lassen wir Marc Schüler im "Rüsselsheimer Echo" berichten:

Unverhoffter Zuschuss von der Stadt

Neuer Trainingsraum im Bootshaus des RRK feierlich den Mitgliedern übergeben

Mit einer alten Schifferglocke läutete der Vorsitzende des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08, Dietmar Klausen, am Dienstagabend ein neues Zeitalter ein. Nach rund drei Jahren Planungs- und Bauphase übergab er den Mitgliedern des Vereins die neuen Räume im Bootshaus.

"Das waren drei aufregende Jahre, seit wir mit den Planungen begonnen haben", erinnerte sich Klausen bei der feierlichen Einweihung des neuen Trainingsraums. Durch den Umbau der alten, ungenutzten Kegelbahn im Bootshaus war nicht nur der vorhandene Trainingsraum durch einen Wintergarten erweitert worden, auch ein Behinderten-WC entstand dort genauso wie eine Geschäftsstelle sowie ein Werk- und Lagerraum.

Erbschaft von 50.000 Euro

Als Gesamtkosten für das Projekt gab der Verein etwa 220.000 Euro an. Diese hätte man jedoch alleine gar nicht aufbringen können, denn man hatte ja in den vergangenen Jahren in die Renovierung und Sanierung des Bootshauses investiert. "Anfangs 2011 haben wir uns überlegt, was wir mit der stillgelegten Kegelbahn machen können. Da sind wir darauf gekommen, weitere Trainingsmöglichkeiten zu schaffen", erzählt Wilfried Hoffmann, der als Schatzmeister des Vereins auch dem Bauausschuss für dieses Projekt vorstand.

Als glücklichen Zufall bezeichnet er, dass der Verein mit einer Erbschaft von 50.000 Euro bedacht wurde. Am 10. Januar 2011 bildete der RRK einen Bauausschuss und begann zu planen. "Wir sind aber schnell darauf gekommen, dass dies alles mehr kostet als 50.000 Euro", fügt Hoffmann hinzu. Auf unerwartete Probleme stieß man bei dem Bauvorhaben, als Architekt Ragnar Otto dem Verein die Richtlinien für Sonderbauten präsentierte, unter die das Bootshaus aufgrund der Gastronomie fällt. Die damit verbundenen verschärften Brandschutzbestimmungen haben dazu beigetragen, dass der Verein die ursprünglichen Planungen noch einmal überarbeiten musste. Auch einzelne Aspekte wie etwa der Einbau einer breiteren Tür für das Behinderten-WC an der angedachten Stelle erwiesen sich aufgrund statischer Probleme als schwierig. So musste der Ruderverein bei seinen Planungen zunächst einige Klippen umschiffen, bevor er sich um die Baugenehmigungen kümmern konnte.

Einweihung und offizielle Inbetriebnahme des neuen Trainingsraums am 24. Juni 2014 durch den RRK-Vorsitzenden Dr. Dietmar Klausen und zahlreiche Mitglieder

Der neue Trainingsraum des RRK mit an die ehemalige Kegelbahn angebautem Wintergarten nach Fertigstellung

Probetraining: Wilfried Hoffmann, Dr. Dietmar Klausen und Andreas Hartmann im neuen Trainingsraum des RRK

Ostteil des Trainingsraums mit Wintergarten und Hantelbereich nach der offiziellen Inbetriebnahme

Westteil des Trainingsraums mit Treppenabgang zu den Umkleiden am Ende nach der offiziellen Inbetriebnahme

Rund 180.000 Euro hatte man zunächst veranschlagt, eine Summe, die schwer alleine zu stemmen schien. Dennoch stieg der Verein in die Planungen ein und bewarb sich um Fördergelder, die er auch zugesagt bekam. Alleine 50.000 Euro gab es aus der Sportstättenförderung des Landes Hessen, der Kreis Groß-Gerau gab 3.500 Euro an Zuschuss als Teil des Programms "Sportland Hessen", das zusätzlich zur Förderung des Landes den Vereinen im Kreis bei der Finanzierung helfen soll. "Beide Programme gehören zusammen, das heißt, ohne die Förderung des Landes hätte es von uns auch keinen Zuschuss gegeben", erklärte der Sportbeauftragte des Kreises, Klaus Astheimer. Er bezeichnete den Umbau als optimale Lösung und eine wichtige Investition in die Zukunft. Ebenso beteiligte sich der hessische Landessportbund mit finanziellen Mitteln.

Überraschend für den Verein gab es auch von der Stadt Rüsselsheim noch einen Zuschuss von 25.000 Euro, den Sportamtsleiter Robert Neubauer aufgrund der erst 2013 in Kraft getretenen Sportförderrichtlinie der Stadt zusagte. "Wir haben damit nicht gerechnet. Wir waren überrascht, als wir die Größenordnung der Förderung erfahren haben", sagte Klausen.

Sponsoren für Trainingsgeräte

Am 16. September vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten, die nun fast abgeschlossen sind. "Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten zu machen, ebenso hoffen wir noch auf Spender oder Sponsoren, um moderne Trainingsgeräte anzuschaffen", so Hoffmann.

Viel konnten die Mitglieder des Vereins allerdings auch durch Eigenleistungen beisteuern, beispielsweise bei der Installation der Elektroleitungen oder der sanitären Anlagen. So waren Rentner Andreas Hartmann und seine Frau Traudl während der Bauphase fast täglich auf der Baustelle und packten kräftig mit an, wie Klausen erwähnte. "Dem Ingenieur ist nichts zu schwör", scherzte Hartmann, als er vom RRK-Vorsitzenden zusammen mit anderen engagierten Mitgliedern den Dank des Vereins erhielt.

Nach dem offiziellen Teil mit Sektempfang und kaltem Büfett waren die etwa 50 Mitglieder und Gäste sehr interessiert, einen Blick in die neuen Räumlichkeiten zu werfen und lobten anschließend die erfolgreiche Arbeit des Vereins bei diesem Projekt.

Nur kurze Zeit nach der Einweihung des Trainingsraums beschließt der Gesamtvorstand des RRK am 16. Juli 2014 die Auflösung des bestehenden Bauausschusses, dem am Ende Werner Alt, Andreas Hartmann, Wilfried Hoffmann, Dr. Dietmar Klausen, Ragnar Otto und Jochen Zimmermann angehören. Der aktuelle Bauausschuss bestand somit etwa 3,5 Jahre und hat einige Dinge am Bootshaus vorbereitet und gelöst, z.B. den Einbau einer neuen Heizungsanlage, einer neuen Warmwasserbereitung und einer neuen Elektro-Hauptverteilung, insbesondere aber wurde natürlich der Umbau und die Erweiterung des RRK-Bootshauses durch Einbau einer Behindertentoilette und einer Bootswerkstatt sowie Einrichtung eines Trainingsraums vorangetrieben und auch beendet.

Ende Juli anfangs August findet die Gemeinschafts-Ruderwanderfahrt des Frankfurter RC von 1882 und des RRK auf dem Main statt. 10 Rüsselsheimer (Kiyomi Mitschke, Kirsten und Oliver Pooch, Dr. Michael Just, Silvia und Rudi Reitz, Sylvia und Wolfgang Gummersbach, Werner und Ursula Alt) und 11 Oder-Frankfurter, 10 Damen und 11 Herren, rudern an drei Tagen in vier Boote von Schweinfurt über Escherndorf und Ochsenfurt nach Würzburg und haben am Ende 80 km zurückgelegt.

Landsleute mit gleicher Passion: Der neue RRK-Frauencoach Maciej Matuszynski (links) ist froh, den ebenfalls aus Polen stammenden Co-Trainer Christian Zimmermann an seiner Seite zu haben.

Die Ruder-Wanderfahrer des Frankfurter RC von 1882 und des RRK 08 bei ihrer Gemeinschafts-Wanderfahrt 2014 auf dem Main von Schweinfurt nach Würzburg − 80 km an drei Tagen

Nach der regattafreien Sommerpause besuchen die RRK-Ruderer im September noch drei Kurzstrecken-Regatten und anschließend im Oktober die Deutschen Sprintmeisterschaften in Eschwege. Obwohl in Limburg und Schierstein 16 Rennen gemeldet sind, gelingt kein Sieg − in Großauheim dann jedoch der erste Saisonsieg für Carolin Hinn und die ersten Regattasiege der jungen Anfänger Daniel Drews und Lukas Heil sowie zwei Siege im Achter in Renngemeinschaft für Michael Phillips. Bei den Deutschen Sprintmeisterschaften auf dem Werratalsee gehen Benjamin Michel und Michael Phillips im Doppelzweier über 350 Meter gegen 12 Konkurrenten an den Start. Nach Vorlaufsieg und 4. Platz im Halbfinale bleibt "nur" das "Kleine Finale" und letztendlich der 8. Platz. Mit 6 Regattasiegen ist das Jahr 2014 damit für die RRK-Ruderer wenig erfolgreich − eigentlich insgesamt gesehen enttäuschend.

Eine Woche nach der letzten Regatta findet am 18. Oktober 2014 bei herrlichem Spätsommerwetter das traditionelle Abrudern mit gemütlichem Beisammensein der Ruderfamilie statt. Nach Begrüßung und Rückblick auf das vergangene Ruderjahr folgt die "Klubmeisterschaft" im Einer, die von der Ruderleitung erstmals in zwei Rennen für Damen und Herren getrennt und zusätzlich als Handicaprennen mit Vorgaben ausgetragen wird. Die beiden "Handicaprennen", an denen auch junge Ruderanfänger teilnehmen, können durch die Streckenvorgaben natürlich keine "Klubmeisterschaft" sein. Sieger der Handicaprennen werden bei den Herren der 16-jährige Leichtgewichts-Ruderer Daniel Drews und bei den Damen die U23-Leichtgewichtlerin Carolin Hinn.

Hessischer Vizemeister im Feldhockey 2014, die männliche A-Jugend des RRK (hinten: Trainer Christian Kösling, Cedrik Untergasser, Cedric Pabst, Leon Gaber, Calvin Schneider, Henry Koller, Julian Burghardt, Linus Heinz, Julian Fuhr; vorn: Mounir Haijri, Constantin Böhmer, Torwart Anton Kleinpaul, Kevin Knöss, Finley Schwarz, Alexander Hupf)

Hessischer Vizemeister im Feldhockey 2014, die weibliche B-Jugend des RRK (hinten: Stella Baron, Selina Windgaß, Clara Buchholz, Maike Pinger, Juliane Kunz, Isabel Scherer, Franziska Kirst, Vanessa Keller, Nicole Baumgärtner, Trainer Volker Schädel; davor: Lisa Becker, Kijara Sosic, Ina Kircher, Jessie Steffl, Anna Kraus, Kara Tiedtke, Emilia Pauli, Zoe Schröder; vorn: Torfrau Lisa Viebrantz)

Sehr gute Leistungen zeigt der RRK-Hockeynachwuchs bei den Feldhockey-Hessenmeisterschaften. Der RRK steht in vier von acht Finals und in vier Spielen um Platz drei. Hessischer Meister werden nur weibliche A-Jugend, hessischer Vizemeister werden weibliche B-Jugend und A-Mädchen sowie männliche A-Jugend. Mit den drei Vizemeistern beteiligt sich der RRK an den DM-Zwischenrunden – die weibliche A-Jugend verzichtet wegen parallel liegender Bundesligaspiele der Damen. Die weibliche B-Jugend scheitert nach Vorrundensieg in der Zwischenrunde in Mannheim. Das gleiche Schicksal ereilt die männliche A-Jugend in Mülheim. Doch eine Mannschaft des RRK kann sich in der Zwischenrunde in München durchsetzen, die A-Mädchen siegen gegen den ASV München und die Zehlendorfer Wespen und  haben sich damit für die Endrunde der besten Vier um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert.

Gemeinsam mit ihren Spielerinnen freut sich RRK-Trainerin Violeta Smirnova hoffnungsvoll auf die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft der A-Mädchen, die am 25. und 26. Oktober auf der Hockeyanlage am Mülheimer Uhlenhorstweg ausgetragen wird. Außer dem RRK haben der Gastgeber Uhlenhorst Mülheim, der Bremer HC und der Gladbacher HTC die Runde der letzten Vier erreicht, bei der in vier Spielen der Deutsche Meister und die Platzierten ermittelt werden. Der RRK tritt im Halbfinale gegen Uhlenhorst Mülheim an. Er spielt mit Paula Schmidt, Kristin Rapp, Franzi Becker, Marie Sommer, Nina Minowsky, Ella Mittnacht, Alina Petri, Laura Starz, Pauline Heinz, Paula Großmann, Marie Milde, Viktoria Zimmermann, Stella Tegtmeier, Lea Sack, Anna Stumpf und Marie Henke. Helmut Popp schreibt im "Rüsselsheimer Echo" über die Endrunde:

"Mannschaft mit großer Perspektive"

RRK-Mädchen wachsen bei DM über sich hinaus – Paula Schmidt beste Torhüterin, Pauline Heinz beste Jungspielerin

Jubeln dürfen die A-Mädchen des RRK, denn sie wurden so überraschend wie verdient deutscher Vizemeister im Feldhockey 2014 (hinten: Betreuerin Brit Scherer, Ella Mittnacht, Alina Petri, Laura Starz, Trainerin Violeta Smirnova, Pauline Heinz, Kristin Rapp, Marie Milde, Anna Stumpf, Stella Tegtmeier, Marie Sommer, Co-Trainer Ralf Becker; vorn: Franziska Becker, Paula Großmann, Viktoria Zimmermann, Marie Henke, Lea Sack, Torfrau Paula Schmidt, Nina Minowsky)

Als deutscher Feldhockey-Vizemeister kehrten die Mädchen A des Rüsselsheimer RK am Wochenende von der in Mülheim an der Ruhr ausgetragenen Endrunde zurück.

Bei der 1:4-Endspielniederlage gegen den Bremer HC mussten die Mädchen A des Rüsselsheimer RK zwar die Überlegenheit des Gegners anerkennen, doch als nach dem Abpfiff die ersten Tränen der Enttäuschung vertrocknet waren, machte sich bei den Schützlingen von Trainerin Violeta Smirnova allmählich doch Stolz breit. Berechtigter Stolz, denn die Rüsselsheimer Hockey-Talente sind sowohl in den Partien in Mülheim als auch schon eine Woche zuvor bei der Zwischenrunde in München über sich hinausgewachsen. Sie agierten spielerisch auf hohem Niveau und zeigten auch enormen Kampfgeist. "Wirklich eine tolle Mannschaft mit großer Perspektive", lobte Christian Zimmermann. Der Co-Trainer der Frauen-Bundesligamannschaft des RRK fieberte auf den Rängen in Mülheim tüchtig mit, denn Tochter Viky schwang dort selbst als Spielerin den Schläger.

Am Samstag, im Halbfinale gegen den favorisierten Gastgeber Uhlenhost Mülheim, war der Ruderklub schon in der ersten Minute mit 0:1 in Rückstand geraten. Eine kalte Dusche, die jedoch keinerlei Spuren hinterließ. Denn schon in der 5. Minute sorgte Anna Stumpf für das 1:1. In der Folge entwickelte sich eine spannende, abwechslungsreiche Partie, in der beide Teams Chancen hatten. Aber es fiel nur noch ein Treffer, der in der 44. Minute im Mülheimer Kasten einschlug. Nach einem intelligenten Anspiel hatte sich Stella Tegtmeier kraftvoll im Schusskreis durchgesetzt, die herausgeeilte Torhüterin umkurvt und abgeklärt zum 2:1 eingeschoben.

Auch im Finale gegen den Bremer HC, der sich am Vortag gegen den Gladbacher HTC ungefährdet mit 6:2 behauptet hatte, zeigten die Rüsselsheimerinnen keine Scheu. Sie starteten drangvoll, bekamen schon nach wenigen Sekunden die erste Strafecke zugesprochen. Kurz darauf ließ die quirlige Pauline Heinz mehrmals ihr Können aufblitzen, konnte allerdings in der 5. Minute eine Riesenmöglichkeit nicht nutzen. Stattdessen schlug es auf der anderen Seite zweimal ein. Der abwartende Bremer HC konterte in der 7. und 13. Minute zum 0:2. Hoffnung keimte auf, als Kristin Rapp noch vor der Pause nach einer Ecke der Anschluss glückte. Im zweiten Abschnitt machten dann jedoch zwei weitere Gegentreffer alle Rüsselsheimer Hoffnungen zunichte. Trotz der Endspielniederlage erhielten zwei RRK-Akteurinnen besondere Auszeichnungen: Paula Schmidt wurde als beste Torhüterin des Turniers geehrt, während Pauline Heinz den Sonderpreis der besten Jungspielerin (Jahrgang 2001) überreicht bekam.

In der Vorbereitungsphase der RRK-Damen auf die Feldhockeysaison 2014/15 in der Ersten Bundesliga kommt es anfangs Juli zu einer Lösung der Trainerfrage. Durch Vermittlung des Co-Trainers der RRK-Damen, Christian Zimmermann, kann der ehemalige polnische Nationalspieler und auch Herren-Nationaltrainer Maciej Matuszynski als Nachfolger des nach Hannover zurückgekehrten Florian Westermann gewonnen werden. Die neue Feldhockey-Saison beginnt für die beiden Spitzenmannschaften des RRK im September auf unterschiedlichem Niveau, für die Damen mit neuem Trainer in der Ersten Bundesliga und für die Herren weiterhin mit Spielertrainer Mirco Fuchs in der Regionalliga Süd − die dritte Spielzeit in dieser Liga.

Die Ersten Damen des RRK in der Feldsaison 2014/15 (hinten: Marie Harzer, Emma Kanz, Lotta Hof, Hannah Pehle, Rebecca Schneider; davor: Trainer Maciej Matuszynski, Judith Bremer, Antonia Wilfer, Mara Bentscheck, Ann-Paulin Heist, Co-Trainer Christian Zimmermann; vorn: Lara Kaltbeitzel, Fabienne Werner, Torfrau Nina Ankenbrand, Torfrau Lisa Lahham, Kimberly Körbel, Viola Becker; weiter dabei: Eva-Maria Frank, Helena Faust, Celina Hocks, Louisa Willems, Marilena Krauss, Viktoria Krüger, Kim Treutner, Teammanagerin Linda Namuo-Schneider)

Mit dem neuen Trainer Maciej Matuszynski und dem Ziel "Klassenerhalt" starten die RRK-Damen am ersten September-Wochenende in die neue Saison der Feldhockey-Bundesliga. Dass der neue Trainer erstmals ein Damenteam trainiert, bereitet ihm wenig Kopfzerbrechen. Da wird ihm schon eher zu denken geben, dass er die Saison mit einem zwangsläufig verjüngten und relativ unerfahrenen Kader angehen muss. Talente wie Fabienne Werner, Marie Harzer oder Lara Kaltbeitzel erleben ihre Bundesliga-Feuertaufe nun eben früher als gedacht. Mit Lara May, Vera Battenberg, Viktoria Krüger und Nationalspielerin Eva Frank stehen vier gestandene Bundesligaspielerinnen nicht mehr zur Verfügung. Krüger und Frank sind nach ihren studienbedingten Auslandsaufenthalten erst zum Rückrundenauftakt im Frühjahr wieder einsatzfähig. In den bis dahin absolvierten zehn Partien sollen auf dem Weg zum Klassenerhalt möglichst bereits einige Punkte auf der Habenseite verbucht worden sein. Doch dieser Wunsch geht nicht in Erfüllung. Es beginnt mit zwei Niederlagen bei den Play-off-Kandidaten Mannheimer HC und Rot-Weiss Köln. Es folgen zwei Heimauftritte gegen den TSV Mannheim und den Münchner SC, erneut zwei Niederlagen. Wohin führt das? Dann endlich der erste Erfolg, ein 2:2 bei Eintracht Braunschweig. Dann ein 2:1-Heimsieg gegen den Tabellenletzten Harvestehuder THC, aber auch eine klare 0:4-Niederlage gegen den Tabellenführer Düsseldorfer HC. Mit drei deftigen Auswärtspleiten − 0:5 beim Berliner HC, 0:5 beim Vizemeister Uhlenhorster HC und 0:7 beim Club an der Alster − und nur vier Punkten nach zehn von zwanzig Spielen gehen die RRK-Damen in die Feldhockey-Winterpause, als Tabellenvorletzter ist das Abstiegsgespenst gegenwärtig.

Die Regionalliga-Punktrunde 2014/15 auf dem Feld beginnt für die RRK-Herren in der zweiten Septemberhälfte. Seit einem Jahr ist Mirco Fuchs beim RRK weit mehr als "nur" Mannschaftskapitän. Der 30-jährige Lehrer zeichnet – aktuell unterstützt durch Nicholas Bachtadse – für die Ausgestaltung der drei Übungseinheiten pro Woche und das Coaching verantwortlich. Ob unter diesen Voraussetzungen eine Rückkehr in die Zweite Bundesliga Süd ein realistisches Ziel sein kann, daran scheiden sich die Geister. "Für mich utopisch, auch wenn sich die jungen Leute wirklich toll weiterentwickelt haben", sagt Fuchs. Das Auf und Ab während der fast zweimonatigen Vorbereitungszeit lässt wenig Rückschlüsse dahingehend zu, was die weitgehend unveränderte RRK-Mannschaft – Torwart Marc Papenburg nimmt eine Auszeit, dafür ist Routinier Christian Minar wieder von Anfang an dabei – wirklich drauf hat. Der erste Spieltag am Sommerdamm endet mit einem hochverdienten 5:3-Sieg über Schott Mainz. Es folgt eine 3:4-Niederlage bei der HG Nürnberg sowie in den letzten beiden Spielen vor der Feldhockey-Winterpause eine 3:4-Niederlage gegen TuS Obermenzing und ein 2:1-Sieg über Rot-Weiß München. Nach vier von vierzehn Spielen liegen die RRK-Herren mit sechs Punkten auf dem 4. Tabellenplatz, somit im Mittelfeld der achtköpfigen Regionalliga Süd.

"Abkleppern" der RRK-Tennisgruppe anfangs Oktober (Karl-Heinz Wagner, Gerlind Liebig, Martin Müller, Heidi Seifert, Thomas Susenburger, Alfred Segner, Winfried Feger, Brit Scherer, Thomas Späck, Bernd Schmitt, Jeannette Wagner, Kurt Maurer, Susanne Maurer, Rainer Seifert, Edgar Wohlfahrt)

Die Zweiten Herren unter Trainer Burkhard Trautmann spielen nach dem knapp verspielten Aufstieg im Frühjahr die Feldrunde 2014/15 erneut in der Oberliga Hessen und liegen vor der Winterpause nach fünf von vierzehn Spielen mit zehn Punkten hinter dem TEC Darmstadt mit 15 Punkten auf dem 2. Tabellenplatz. Die Zweiten Damen dagegen haben vor der Winterpause zwar ebenfalls fünf von vierzehn Spielen in der Oberliga Hessen absolviert, jedoch mit null Punkten auf dem Habenkonto und der "roten Laterne" ist der Abstieg nicht fern.

Die Tennisgruppe des RRK trifft sich, wie schon seit vielen Jahren, in den Sommermonaten donnerstags zum gemeinsamen Doppelspiel, das den Teilnehmern immer wieder viel Spaß bringt. Erstmals 2014 spielen die RRKler ein Tennis-Turnier um den "Polo-Cup" in Erinnerung an den 2012 verstorbenen Manfred "Polo" Liebig. Da schon seit Jahren keine Klubmeisterschaften oder Schleifchenturniere mehr veranstaltet werden, soll dieses Turnier etwas mehr Spaß und Spannung in die Donnerstagsrunden bringen. Das "Ankleppern" anfangs Mai wird gemeinsam mit dem Anrudern der Ruderabteilung durchgeführt. Das "Frühjahrskegeln" Ende Mai im Keglerheim der TuS endet mit einem Sieg der Männer über die Damen. Bester Kegler und Gewinner des Wanderpokals ist Werner Schmidt. Am 3. Oktober wird bei traumhaft schönem Spätsommerwetter und guter Beteiligung "abgekleppert" und damit die Freiluftsaison beendet. Dann folgt Mitte November nur noch das traditionelle "Weihnachtskegeln" der Tennisgruppe im TuS-Keglerheim − tagesbester Kegler Bernd Schmitt, immer viel Spaß.

Anfangs November 2014 wird der "Kurt Becker Cup", der zu Ehren des langjährigen RRK-Jugendleiters zum neunten Mal stattfindet, erneut als Hallenhockey-Turnier für A-Mädchen und A-Knaben ausgetragen, zu dem Mannschaften aus Berlin, Hamburg, Mülheim und Mannheim anreisen. Wie schon im vergangenen Jahr dürfen die RRK-Mädchen erneut den Turniersieg feiern, obwohl sie am ersten Tag sieglos bleiben und die Vorrunde nur als Letzte von vier Teams abschließen. Besser läuft es am Sonntag, als sie sich zunächst gegen Mülheim im Siebenmeterschießen glücklich mit 6:4 und danach im Finale gegen die Zehlendorfer Wespen mit 4:2 durchsetzen. Die A-Knaben des RRK landen derweil auf dem vierten Platz von fünf teilnehmenden Mannschaften.

Für die RRK-Damen dagegen beginnen die Hallenspiele in der Ersten Bundesliga bereits Mitte November, da wegen der Hallenhockey-Weltmeisterschaften anfangs Februar 2015 in Leipzig die Viertelfinals zur Deutschen Meisterschaft schon am vorletzten Januar-Wochenende terminiert sind. Thomas Schulz beschreibt am 14. November 2014 in der "Main-Spitze" die Situation bei den RRK-Damen vor dem ersten Punktspiel:

Die Bank der RRK-Damen mit Trainer und Co-Trainer

Es zählt nur Klassenverbleib

Ihre 27. Hallensaison steht für RRK-Frauen im Zeichen des Abstiegskampfes

Die Hockeyfrauen des Rüsselsheimer RK (RRK) starten am Wochenende mit den Heimspielen gegen den Münchner SC und die HG Nürnberg in ihre 27. Hallensaison seit dem Aufstieg 1987. Das ist aller Ehren wert, zumal sie in der Feld-Eliteliga ebenso lange dabei sind. Trotz vieler Abgänge von Leistungsträgerinnen in den Vorjahren – Spielführerin Eva Frank (Auslandsaufenthalt) ist aktuell beispielsweise nicht zu ersetzen – und den häufigen Trainerwechseln nach dem Weggang von "Kultcoach" Berti Rauth.

Dieser hatte gemeinsam mit dem inzwischen verstorbenen Sportlichen Leiter Thomas Blivier die RRK-Frauen aus der Wiege gehoben, sie fast zwei Jahrzehnte lang von Erfolg zu Erfolg geführt. Doch nach der bisher letzten Deutschen Meisterschaft in der Halle anno 2005 – der vierte Hallentitel in Folge von insgesamt neun – brachte es das RRK-Kollektiv nicht mehr allzu weit. Unter Benedikt Schmidt-Busse wurde der Ruderklub 2009 nochmals Vizemeister und erreichte im gleichen Jahr die DM-Endrunde in Düsseldorf. Danach verschwanden die Rüsselsheimer Hockeyspielerinnen, auch unter Schmidt-Busses Nachfolger Florian Westermann, der nur 17 Monate im Amt war, mehr oder weniger in der Versenkung.

Nachvollziehbar, denn der personelle Aderlass war aus den unterschiedlichsten Gründen enorm: Hamburg, Köln, Berlin, München und mit Abstrichen Mannheim lockten mit "dem großen Geld" oder beruflichen Perspektiven. Zumal bei den Klubs in den Großstädten inzwischen auch die sportlichen Chancen besser erscheinen. Wenigstens spielten die RRK-Frauen bislang im "Konzert der Großen" weiterhin mit. Dies plant der neue polnische Übungsleiter Maciej Matuszynski auch für die anstehende Hallensaison und die nähere Zukunft.

Negativer als zu Jahresbeginn – die Südstaffel wurde mit dem vorletzten Rang und damit dem schlechtesten Resultat in 26 Spielzeiten abgeschlossen – darf es ohnehin nicht werden, sonst würden auch die Frauen des Ruderklubs in die Zweitklassigkeit abdriften. Der favorisierte Auftaktgegner Münchner SC und die Mannheimer Vereine HC sowie TSV schielen mit berechtigten Hoffnungen auf das Erreichen des DM-Viertelfinales. Eintracht Frankfurt dürfte erneut in Reichweite des Rüsselsheimer Leistungsvermögens liegen.

Das Hauptaugenmerk liegt indes auf den Duellen mit Neuling HG Nürnberg. Die Generalprobe gelang vor acht Tagen, als beim Nürnberger Vorbereitungsturnier die HGN in der Vorrunde 5:2 und im Finale 1:0 bezwungen wurde. Die Hallenrunde ist wieder sehr kurz: Aufgrund der Weltmeisterschaft in Leipzig (Anfang Februar) geht die DM-Endrunde bereits am 31. Januar und 1. Februar in der Berliner Max-Schmeling-Halle über die Bühne. Bis dahin ist längst klar, ob der RRK-Bundesligavertrag ein weiteres Mal verlängert worden ist. Geht es nach Assistenzcoach Christian Zimmermann, sollte dies machbar sein. Er gibt sich auch wegen des Turniersieges in Nürnberg vorsichtig optimistisch: "Wir müssen einfach nur versuchen, mit unserem sehr jungen, teilweise noch unerfahrenen Kader in der Bundesliga zu bleiben. Die Nachwuchsarbeit beim RRK ist weiterhin vorbildlich. In ein bis zwei Jahren stehen uns wieder sehr starke, talentierte Jahrgänge zur Verfügung. Dann dürften die Perspektiven für ein Anknüpfen an frühere Erfolge deutlich besser sein."

RRK-Kader − Tor: Lisa Lahham, Kim Treutner, Nina Ankenbrand; Abwehr: Lara Kaltbeitzel, Judith Bremer, Emma Kanz, Viola Becker, Mara Bentscheck, Lotta Hof, Antonia Wilfer, Viktoria Krüger; Mittelfeld: Kimberly Körbel, Marie Harzer; Sturm: Celina Hocks, Hannah Pehle, Marilena Krauss, Rebecca Schneider, Ann-Paulin Heist, Fabienne Werner; Trainer: Maciej Matuszynski, Christian Zimmermann.

Drei Heim- und drei Auswärtsspiele von insgesamt zehn Spielen stehen für die RRK-Damen vor der Weihnachtspause auf dem Programm. Es beginnt mit einer unglücklichen 2:3-Niederlage zu Hause gegen den Münchner SC und einem klaren 4:0-Heimsieg gegen den Neuling HG Nürnberg. Dann ein überzeugender 6:3-Sieg bei Eintracht Frankfurt und eine klare 1:6-Niederlage beim TSV Mannheim. Am dritten Advent-Wochenende stehen die beiden letzten Hallenspiele des Jahres gegen die beiden Mannheimer Mannschaften an − 1:8 beim Mannheimer HC und dann 2:6 zu Hause gegen des TSV. Mit nur sechs Punkten geht der RRK in die letzten vier Spiele im neuen Jahr und hofft nun auf die Rückkehr der langjährigen Kapitänin und Nationalspielerin Eva-Maria Frank von ihrem Auslandsaufenthalt.

Und auch für für die RRK-Herren in der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga beginnen die Punktspiele der Saison 2014/15 Mitte November, die wieder mit der alten Regel − fünf Feldspieler und ein Torwart − ausgetragen werden. Zur Situation der Herrenmannschaft des RRK schreibt Stephen Lämmerhirt am 14. November 2014 in der "Main-Spitze":

Das Aufgebot der Ersten Herren des RRK für die Hallensaison 2014/2015 in der Zweiten Bundesliga (hinten: Lorenz Klee, Nicholas Bachtadse, Torwart Bastian Reisch, Jonas Hof, Moritz Frank; davor: "Physio" Diana Czerwonka, Yannick Rapp, Nicolas Lange, Phil Bosche, Niklas Isselhard, Patrick Schaffarczyk, Mounir Hajri; vorn: Spielertrainer Mirco Fuchs, Christian Minar, Cedrik Untergasser, Constantin Böhmer, Konstantin Foohs; weiter dabei: Christian Domke, Torwart Christopher Beer, Felix Seitz, Julius Kaus)

Rückkehr nicht absehbar

Rüsselsheims Herren sehen sich im Mittelfeld der zweiten Liga / Auftakt gegen DHC

Mit Wehmut erinnert man sich an die Zeiten, in denen die Hockeyspieler des Rüsselsheimer RK (RRK) unterm Hallendach nicht nur der deutschen Beletage angehört, sondern dort auch für Furore gesorgt haben. Man muss gar nicht allzu lange im Gedächtnis kramen. Schließlich feierte der Ruderklub den bislang letzten von vier nationalen Titeln 2008. Ein Jahr später holten die Hessen erstmals gar den Europapokal in ihre Vereinsvitrine. Aber nicht nur der RRK musste erfahren, dass keinerlei Artenschutz für traditionsreiche Klubs existiert.

So heißt die raue Wirklichkeit für den Ruderklub ab dem heutigen Freitag, wenn sich mit dem Dürkheimer HC ein nicht minder namhafter Verein in der Sporthalle Dicker Busch vorstellt: Zweite Bundesliga Süd. Es bricht seit dem Bundesliga-Abstieg 2012 bereits die dritte Saison der Verbannung an. Eine Rückkehr in den Kreis der nationalen Top-Klubs ist nicht absehbar. Dies sieht Mirco Fuchs ob der Leistungsstärke seines überwiegend mit jungen Spielern besetzten Teams nüchtern. "Ich denke, Bundesliga-Absteiger Nürnberger HTC um die Nationalspieler Max Müller und Christopher Wesley wird sich souverän durchsetzen. Vor einigen Wochen habe ich uns dahinter gesehen. Aber nach der durchwachsenen Vorbereitung siedele ich uns eher im Mittelfeld an", weiß Rüsselsheims Spielertrainer, dass es einige Schwachstellen gibt, die sich nicht in kurzer Zeit beheben lassen.

Zumal es personell besser aussehen könnte. So steht Routinier Christian Minar nicht regelmäßig zur Verfügung. Mit Frank Trautmann (pausiert) und Felix Seitz (Bandscheibenoperation) fallen Leistungsträger aus. Zudem kann Fuchs mit Alternativen wie Patrick Schaffarczyk (Augenverletzung), Cedrik Untergasser, Conny Böhmer (beide gesundheitliche Probleme) und Jonas Hof (2. Mannschaft) nicht planen. So ruht die Verantwortung eben auch auf den Zweitliga-Debütanten Phil Bosche, Mounir Hajri und Yannick Rapp.

Wichtig ist ein guter Start. "Auch der DHC leidet unter einem Generationswechsel. Es wird das Team gewinnen, das weniger Fehler macht", hält der Gymnasial-Lehrer das Duell für offen. Am Sonntag geht’s für den RRK zu den Stuttgarter Kickers. "Daheim ein unbequemer Gegner, vor allem, wenn Sascha Reinelt noch mal zum Schläger greift", hat Fuchs Respekt vor dem Ex-Nationalspieler.

RRK-Kader − Tor: Christopher Beer, Bastian Reisch; Abwehr: Christian Domke, Lorenz Klee, Christian Minar, Julius Kaus, Konstantin Foohs; Mittelfeld: Nicholas Bachtadse, Mirco Fuchs; Sturm: Niklas Isselhard, Phil Bosche, Mounir Hajri, Yannick Rapp, Nicolas Lange; Trainer: Mirco Fuchs.

Für die RRK-Herren beginnt die Hinrunde, sieben von zehn Spielen werden vor der Weihnachtspause ausgetragen, mit einem knappen 4:3-Heimsieg gegen den Dürkheimer HC, es folgt ein Unentschieden bei den Stuttgarter Kickers, dann eine deftige 5:16-Niederlage zu Hause gegen den Nürnberger HTC. Es folgt ein 8:8 bei der HG Nürnberg, dann eine 6:8-Niederlage in Erlangen und ein 5:3-Sieg zu Hause gegen die HG Nürnberg. Dann gibt es im letzten Hallenspiel des Jahres noch ein 3:8 beim Tabellenführer Nürnberger HTC. Der RRK geht mit acht Punkten als Tabellendritter in die letzen Spiele im neuen Jahr, der Abstand nach unten ist jedoch nicht allzu groß.

Ostteil des Trainingsraums mit Wintergarten und Hantelbereich am Jahresende 2014

Westteil des Trainingsraums mit Treppenabgang zu den Umkleiden am Jahresende 2014

Die Zweiten Herren spielen nach dem Abstieg im Frühjahr die Hallenrunde 2014/15 in der Oberliga Hessen und liegen vor der Winterpause nach fünf von zwölf Spielen mit zehn Punkten hinter dem Wiesbadener THC mit 12 Punkten auf dem 2. Tabellenplatz. Die Dritten Herren führen nach vier von zehn Spielen die Tabelle der 4. Verbandsliga an, die Zweiten Damen dagegen stehen, auch verursacht durch permanente Personalprobleme, vor der Winterpause nach fünf von zehn Spielen in der 2. Regionalliga Südwest mit null Punkten auf dem Habenkonto und der "roten Laterne" im Gepäck vor dem Abstieg.

Durch den Tod verliert der RRK im Jahr 2014 zwei Mitglieder. Mitte Juli verstirbt im Alter von 88 Jahren Annemie Cezanne, geb. Hummel, Mitglied der Damenmannschaft des RRK, die 1948 die "Meisterschaft von Hessen" erringen kann, mehr als 70 Jahre Mitglied des RRK und Träger der RRK-Ehrennadel in Gold sowie der RRK-Leistungsnadel in Silber. Einige Tage später, ebenfalls noch im Juli, stirbt dann überraschend der 60-jährige Hans-Georg Blöcher, mehr als 20 Jahre RRK-Mitglied und Enkel eines Mitbegründers des Rudervereins Rüsselsheim.

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