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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

1988

Die B-Knaben des RRK sind Hessenmeister in der Halle (hinten: Trainer Torsten Althoff und Gerrit Rothengatter; davor: Michael Grote, Sebastian Körber, Martin Ruf, Oliver Domke, Florian Haupt, Torben Stalmach, Denis Tunea, Christian Domke, Fan; vorn: Nico Hosang, Boris Fischer, Marc Boye)

Die bereits Ende des Jahres 1987 begonnenen Bundesliga-Hallenrunden laufen zu Beginn des Jahres bei Damen und Herren auf vollen Touren. Während sich die RRK-Damen als Bundesliga-Aufsteiger des Vorjahres in der oberen Tabellenhälfte etablieren können, kämpfen die RRK-Herren um die Verhinderung des Abstiegs. Die Lage wird immer ernster, die "Rote Laterne" hängt vier Spiele vor Schluss der Runde im RRK-Bootshaus. Als auch noch Alfred Segner wegen einer Roten Karte und wegen beruflicher Verpflichtungen ausfällt, "springt" der 39-jährige Martin Müller trotz Widerständen der jungen Spieler ähnlich wie bereits im Vorjahr von der Bank auf das Spielfeld und Fritz Schmidt von der Backstube auf die Bank. Während die Damen des RRK am Ende auf dem 5. Tabellenplatz landen, ist für die RRK-Herren bereits ein Spieltag vor dem Ende der Runde der Zug abgefahren, der Abstieg in die Regionalliga ist nicht mehr zu vermeiden.

Zwischendurch kann der Torwart der RRK-Herren, Tobias Frank, mit der deutschen Hockey-Nationalmannschaft in Wien Hallen-Europameister werden.

Ohne dass ein einziger Sieg in der Hallenrunde gelingt, verabschieden sich die Ib-Herren aus der 1. in die 2. Verbandsliga. Die 3. Herren erreichen in der 2. Verbandsliga am Ende den 6. Tabellenplatz, werden jedoch wegen des Abstiegs der Ib in die 3. Verbandsliga zurückgestuft.

Ohne Zweifel ist die Hockeyjugend am erfolgreichsten. A-Mädchen und B-Knaben werden Hessenmeister, die weibliche Jugend hessischer Vizemeister. Beide weiblichen Mannschaften haben sich damit für die Süddeutschen Meisterschaften qualifiziert - der RRK hat damit zwei heiße Eisen im Feuer. Und diese Eisen enttäuschen nicht. Die A-Mädchen erkämpfen sich in der heimischen Sporthalle Dicker Busch den Titel im Finale gegen den hessischen Widersacher vom Hanauer THC im Sieben-Meter-Schießen (4:3). Und der weiblichen Jugend gelingt in Ludwigsburg die Überraschung, indem sie im Endspiel den haushohen Favoriten und Hessenmeister, Eintracht Frankfurt, mit 4:3 niederringt. Das war die Revanche für die 0:4-Packung im hessischen Finale.

Vierzehn Tage nach der Süddeutschen kämpfen beide Mannschaften in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, die 13- bis 15-jährigen A-Mädchen in der Walter-Köbel-Halle, die weibliche Jugend in Bonn. Trotz guter Leistungen kann die weibliche Jugend nicht das Finale erreichen, da man sich im Halbfinale Eintracht Frankfurt erst in der Verlängerung beugen muss, bei Spiel um Platz 3 unterliegt man 3:4 Bayer Leverkusen. Besser läuft es bei den A-Mädchen. Wir zitieren die "Main-Spitze":

Nach einem 7:0-Finalsieg über Hanau zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister in der Halle, die A-Mädchen des RRK mit Wanda Russow, Britta Becker, Katrin Schmidt, Stefanie Niggemann, Angela Vögele, Angela Müller, Ruth Zinke, Petra Vollhardt, Sybille Breivogel, Stefanie Rinderer, Sandra Hauf und Kerstin Krämer, hier mit Fans.

Im Spaziergang zum dritten Titel

Hockey-A-Mädchen in souveräner Manier deutscher Meister / 7:0 im Finale über Hanau

Um Superlativen sind Sportjournalisten im allgemeinen nicht verlegen. Dennoch fällt es schwer, die Geschehnisse des Wochenendes in der Rüsselsheimer Köbelhalle in die passenden Worte zu kleiden. Zum dritten Male hintereinander sicherte sich die A-Mädchen-Mannschaft des Ruder-Klubs 08 die deutsche Meisterschaft im Hallenhockey und schrieb damit gleichzeitig ein Stück nationaler Hockey-Geschichte. Erstmals gelang es nämlich einem Verein, in einer Altersklasse über drei Jahr hinweg den Titel-Hattrick zu vollziehen. Doch damit noch nicht genug: Der neuerliche Triumph in heimischer Umgebung geriet am Ende zu einem Spaziergang, denn im Finale kam Gegner THC Hanau bei der 7:0-"Packung" über die Statistenrolle nicht hinaus, konnte dem ruderklubschen "Feuerwerk" nur andächtiges Staunen entgegenbringen."

"Unsere Mädels waren so richtig 'heiß' auf Hanau, nachdem es im Endspiel der 'Süddeutschen' so knapp zugegangen ist", so Betreuer Kurt Becker zur Super-Leistung der RRK-Mädchen im DM-Finale. Vor 14 Tagen noch hatte sich der RRK im Endspiel der süddeutschen Meisterschaft gegen Hanau erst im Siebenmeterschießen durchgesetzt. Am gestrigen Sonntag indes waren bereits zur Pause die Würfel gefallen, denn die 13 bis 15 Jahre alten "Juwele" aus der reichhaltigen Schatzkiste von Talentschmied Berti Rauth wechselten vor etwa 100 Besuchern bereits mit einem 3:0-Vorsprung die Seiten.

Der "Blaue Meisterwimpel" an Britta Becker durch DHB-Jugendwart Walther Lonnes

Steffi Niggemann (2) – die ob ihrer starken Vorstellung unter den Augen von Bundestrainer Rüdiger Hänel (Köln) mit einer Berufung ins Länderteam rechnen darf – und Britta Becker – mit 15 Toren einmal mehr herausragende Spielerin – hatten schon zur Pause die Weichen auf Sieg gestellt. In der einseitigen zweiten Halbzeit schraubten Angela Müller sowie Britta Becker (3) das Resultat in deklassierende Höhen, derweil Torsteherin Wanda Russow mit guten Paraden ihren Kasten sauber hielt.

Groß war natürlich der Jubel, als DHB-Jugendwart Walther Lonnes den blauen Siegerwimpel überreichte und sich lobend über die Atmosphäre in der Köbelhalle äußerte. In der Tat sorgte der restliche Hockey-Nachwuchs des RRK auf der Tribüne, mit vielerlei Lärminstrumenten ausgerüstet, stets für südländische Stimmung, versprühten einige der Fans – im Gesicht mit den RRK-Faben blau und rot angemalt – gar das Esprits der dänischen Fußball-Anhänger. Richtig gefeiert indes wurde erst am Nachmittag, im Vereinsheim "Zum Bootshaus", wo der dritte DM-Meisterwimpel der A-Mädchen neben seinen beiden Vorgängern einen gebührenden Platz erhalten wird. Doch wer den Ehrgeiz des Vaters der Rüsselsheimer Nachwuchs-Triumphe kennt, der ahnt, dass ein neuer Coup bereits im Hinterkopf von Berti Rauth Gestalt annimmt: Nach dem Hallen-Hattrick soll nun auch auf dem Feld der dritte DM-Titel in Folge gelingen.

Im Rechtsstreit mit dem Errichter der RRK-Tennisplätze, der Deutschen Asphalt (DA), wegen vorhandener Blasen im Belag treffen sich die Parteien anfangs März bei einem Beschwerdetermin gegen einen Vollstreckungsbeschluss des Landgerichts am OLG Frankfurt. Der RRK muss einen Vergleich akzeptieren, der die DA berechtigt, die Plätze zu perforieren bei 2-jähriger Gewährleistungsverpflichtung. Es zeigt sich wieder: "Bei Gericht und auf See bist Du in Gottes Hand!" 

Während des Trainingslagers am Lago di Varese bei einem Ausflug nach Como (Horst Wagner, Sven Hoffmann, Bettina Siebert, Michaela Heuß (etwas verdeckt), Annette Kirsch, Thorsten Reisz, Bernd Bidlingmaier)

Bei der Jahreshauptversammlung der Hockeyabteilung Mitte März treten überraschend einige Amtsinhaber von ihren Posten zurück, Nachfolger können nur zum Teil gewählt werden, so dass die Presse die Abteilung "in der Krise" sieht. Winfried Cezanne wird zum Abteilungsleiter gewählt, Fritz Schneider wird sein Vertreter, Ludwig Kraft bleibt Kassenwart; die Ämter des Jugendwarts und des Schiedsrichter-Obmanns können zunächst nicht, kurz darauf jedoch bei einer außerordentlichen Versammlung mit Kurt Becker und Arno Wild besetzt werden. Von der Stadt ist man enttäuscht, da der Bau eines für die Bundesliga erforderlichen Kunstrasenplatzes am Sommerdamm nicht in der Planung ist. Neben seinem Job als Trainer der RRK-Damen wird der 29-jährige Berti Rauth in der Feldsaison 1988 auch das Training der RRK-Herren leiten.

Auch bei der anstehenden Ruder-Hauptversammlung stehen Wahlen an. Um die Abteilungsleitung kommt es zur Kampfabstimmung zwischen Klaus Köppen und Rudi Reitz, die Klaus Köppen knapp für sich entscheidet. Anschließend wählt die Versammlung Rudi Reitz einstimmig zum stellvertretenden Abteilungsleiter. Elke Schumacher wird Kassenwartin, Lutz Dörsam Jugendwart, Georg Gagel und Helmut Schumacher werden in Personalunion Bootswarte.

Die nur einige Tage nach den Hauptversammlungen der Sportabteilungen stattfindende Generalversammlung des RRK beschäftigt sich mit den sportlichen Erfolgen der Abteilungen, dem erforderlichen Kunstrasenplatz sowie den bereits erledigten (Terrassensanierung) wie auch den vorgesehenen Vorhaben (Dachsanierung von Gaststätte, Saal sowie Kegelbahn, Terrassengeländer, Parkplatz usw.) am Bootshaus. Bei den anstehenden Vorstandswahlen wird der seitherige Vorstand im großen und ganzen bestätigt.

Tobias Frank fliegt Ende März mit der deutschen Hockey-Nationalmannschaft nach Lahore (Pakistan), um den Sieg bei der "Champions Trophy" 1986 in Karachi und 1987 in Amstelveen zu wiederholen. Der Mannschaft um Bundestrainer Klaus Kleiter gelingt in Lahore der dritte Turniererfolg in Folge – super!

Die Ruderer des RRK mit den Trainern Harald Blum und Günter Müller versuchen, sich einmal wieder in einem Trainingslager am Lago di Varese den letzten Schliff für die Regattasaison zu holen. Ende März brechen daher 17 männliche Ruderer und 4 weibliche Ruderinnen nach Italien auf, um in dem 14-tägige Trainingslager 50 km nordwestlich von Mailand mit täglich zwei bis drei Trainingseinheiten die ruderischen Grundlagen für die anstehenden Rennen zu schaffen. Ziel ist, die RRK-Mannschaften an die nationale Spitze heranzuführen. Obwohl die Ruderverhältnisse nicht immer optimal sind, haben alle Teilnehmer am Ende des Trainingslagers rund 500 km gerudert, was natürlich Rudertechnik und Bootsgefühl zugute kommt, und auch Land und Leute etwas kennengelernt.

Der RRK-Jugendachter für die Deutschen Juniorenmeisterschaften (U19) in Köln-Fühlingen 1988 (Trainer Harald Blum, Stm. Steffen Zwiener im Bug, Horst Wagner, Bernd Bartsch, Harald Czerwenski, Bernd Bidlingmaier, Sven Hoffmann, Holger Choitz, Michael Gagel und Henning Schmitt)

Die Regattasaison beginnt noch vor dem Anrudern bereits Mitte April mit der Langstreckenregatta über 10 km in Offenbach, jedoch nur Thorsten Fett und Henning Schmitt können im Riemenzweier einen Sieg herausfahren. Beim Anrudern übergeben die RRK-Ruderer zwei neue Boote, einen Gig-Vierer ohne Steuermann und einen Renn-Doppelzweier, ihrer Bestimmung. Der Ehrenvorsitzende des RRK, Günter Schmitt, tauft das vom Ruderer-Stammtisch gespendete Gig-Boot auf den Namen "Jumbo", den aus der Zeit der Rudergemeinschaft Flörsheim-Rüsselsheim stammenden "Regatta-Schlachtruf" der Rüsselsheimer und Flörsheimer Ruderer. Die Taufe des Renn-Doppelzweiers wird verschoben, da die Taufpatin erkrankt ist.

Es folgen Starts bei der Mannheimer Nachwuchsregatta und anschließend der 45. Flörsheimer Ruder-Regatta, zu der über 700 Ruderer gemeldet sind. Der RRK startet in 15 Rennen, gewinnt an beiden Regattatagen den Junior-Doppelzweier mit Michael Adam und Thorsten Reisz, samstags den Juniorinnen-Doppelzweier mit Michaela Heuß und Bettina Siebert und an beiden Tagen sogar den Junior-Achter mit Henning Schmitt, Thorsten Fett, Harald Czerwenski, Michael Adam, Thorsten Reisz, Michael Gagel, Bernd Bartsch, Knut Müller und Stm. Steffen Zwiener, so dass der Adam-Becker-Gedächtnispreis für den erfolgreichsten Verein in der Jugendklasse an den RRK geht.

Anschließend starten die RRK-Ruderer auf der Breisacher Prüfungsregatta, in Heidelberg (2 Siege), Frankfurt (5 Siege) und Offenbach (7 Siege). Hauptziel der Trainer ist die Teilnahme an den Deutschen Juniorenmeisterschaften (U19) in Köln-Fühlingen. Hier meldet der RRK zu vier Meisterschaftsrennen, bei den Junioren zum Leichtgewichts-Zweier, dem Doppelvierer und dem Achter und bei den Juniorinnen zum Doppelzweier. Doch das Ergebnis ist ernüchternd. Der Leichtgewichts-Zweier mit Thorsten Fett und Henning Schmitt rudert im Finale auf den 6. Platz, das gleiche Ergebnis erreichen Michaela Heuß und Bettina Siebert im Doppelzweier. Der Doppelvierer mit Thorsten Reisz, Michael Adam, Knut Müller und Axel Juhre (Frankfurt) kann sich nicht für den Endlauf qualifizieren. Dieses Missgeschick passiert auch dem Achter mit Horst Wagner, Bernd Bartsch, Harald Czerwenski, Bernd Bidlingmaier, Sven Hoffmann, Holger Choitz, Michael Gagel, Henning Schmitt und Stm. Steffen Zwiener – außer Spesen nichts gewesen! Doch ein Ruderer vom Untermain ist in Köln erfolgreich: Jens Weckbach vom Flörsheimer RV wird Deutscher Meister im Einer.

Auf dem Hochrhein von Schaffhausen nach Weil rudern die "Rudergruftis" von RaB und RRK bei ihrer traditionellen Gemeinschafts-Wanderfahrt im 20 Jahr der bestehenden Ruderfreundschaft. Es ist die 16. Wanderfahrt, die die beiden Rudervereine gemeinsam durchführen. Einsame Strecken wechseln auf dem Hochrhein ab mit reizvollen Städtchen. Mal ist das Tal eng, mal breit und an den Hängen wachsen Wein und Wälder, ein sehr schönes Erlebnis für alle Teilnehmer.

Am 25. Juni 1988 veranstaltet die RRK-Tennisgruppe unter Mitwirkung von Hockey- und Ruderabteilung am Bootshaus die "Spiel-Sport-Spaß-Fete", die allen Mitgliedern und Freunden des RRK viele Möglichkeiten der Unterhaltung und Kurzweil bietet. Mit Kleinfeld-Hockey, Tauziehen, Torwandschießen für Fußball und Hockey, Rudern in Gig-Vierer oder Gig-Einer, Tennisspielen, Trockenrudern, Golfball schlagen (mit Hockey- oder Golfschläger) und Federball ist die Auswahl groß, jeder findet etwas für seinen Geschmack. Die verschobene Bootstaufe vom Anrudern wird nachgeholt: Margot Müller tauft den Renn-Doppelzweier auf "Gerhard Müller", auf den Namen ihres verstorbenen Ehegatten und des RRK-Ehrenmitglieds.

Die Hockeymannschaften des RRK haben bereits im April ihre ersten Spiele der Feldsaison. Die Damenmannschaft mit Bianca Weiß, Sandra Wohlfahrt, Sabine Rausch, Ramona Münze, Annette Laquai, Sabine Lersch, Eva Hagenbäumer, Tanja Dickenscheid, Anja Schiel, Kerstin Strubl, Anja Mück, Angela Müller, Anke Wild, Sally Traiser, Brigitte Schwarz, Susanne Hoffmann und Katrin Schmidt steht vor dem Start in die erste Bundesligasaison auf dem Feld, Trainer ist wie seither Berti Rauth, Betreuer Thomas Blivier. Minimalziel ist der vorletzte Tabellenplatz, d.h. der Abstieg soll unbedingt verhindert werden. Die Herrenmannschaft mit Tobias Frank, Thomas Susenburger, Alfred Segner, Harald Eisenacher, Kai Stieglitz, Christoph Krehl, Norbert Boll, Fritz Schmidt jr., Klaus Eberts, Holger Kraft, Ralf-Peter Rausch, Holger Klein, Paul Anagnostou und Gerrit Rothengatter greift unter dem neuen Doppel-Trainer Berti Rauth, Damen und Herren, und dem Betreuer Martin Müller in das Bundesligageschehen ein. Während die RRK-Damen bei Halbzeit auf dem 5. Platz von acht Mannschaften stehen, müssen sich die RRK-Herren auf dem vorletzten Platz Abstiegssorgen machen. Doch in der zweiten Hälfte läuft es für die Herren teilweise hervorragend. Drei Spieltage vor Schluss hat man noch Chancen auf den 2. Tabellenplatz, doch zwei Niederlagen werfen den RRK erheblich zurück und vor dem letzten Spieltag ist das Abstiegsgespenst wieder da. Mit einem 1:1 zu Hause gegen den Tabellenführer SC Frankfurt 1880 zieht der RRK den Kopf aus der Schlinge und der Klassenerhalt ist gesichert. Mit diesem Spiel verabschieden sich "Kapitän" Alfred Segner (etwa 450 Bundesligaspiele), Tobias Frank, Norbert Boll und Christoph Krehl aus der "Ersten". Die RRK-Damen belegen in der Endabrechnung den 5. Platz.

Bei der Spiel-Sport-Spaß-Fete des RRK am 25.06.1988 tauft Margot Müller einen neuen Renndoppelzweier auf den Namen ihres verstorbenen Ehemannes und des RRK-Ehrenmitglieds "Gerhard Müller" (Ruder-Abteilungsleiter Klaus Köppen, Werner Alt, Klaus Hartmann, Thorsten Fett, Margot Müller, Henning Schmitt, Heinz Schmitt)

Die Erstplatzierten der Tennis-Klubmeisterschaft 1988: Manfred Liebig (3. Herren), Silvia Braner (1. Damen), Anton Gosing (2. Herren), Heidi Seifert (2. Damen), Rainer Seifert (1. Herren)

Die Zweiten (Ib) und auch die Dritten Herren des RRK spielen in der 1. und der 2. Verbandsliga eine sehr gute Feldsaison. Am Ende der Runde liegt die Ib auf dem ersten Platz und steigt nach 10 Jahren Abstinenz wieder in die hessische Oberliga auf. Doch dieser Aufstieg wird vom Spielausschuss des HHV anfangs Dezember 1988 in Frage gestellt, da die TSG 1846 Darmstadt nachträglich Punkte zuerkannt bekommt und damit auf den 1. Platz der Tabelle rutscht. Das bedeutet, dass der Aufstieg in die Oberliga in einem Entscheidungsspiel gegen diese Mannschaft vor Beginn der Feldrunde 1989 entschieden wird. Die lange die Tabelle anführenden Dritten Herren lassen sich kurz vor Schluss abfangen und werden Vizemeister der 2. Verbandsliga hinter der Mannschaft des Offenbacher RV. Die Seniorenmannschaft des RRK kann wie in den Jahren 1985, 1986 und 1987 wieder den Hessenpokal auf dem Feld nach Rüsselsheim holen.

Aber auch im Jugendhockey ist der RRK erfolgreich. Die weibliche Jugend, die A-Mädchen und die B-Knaben werden Hessenmeister. Während die weibliche Jugend sich am Sommerdamm nicht für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren kann (3. Platz), spazieren die A-Mädchen in Ludwigsburg problemlos in die Endrunde und sind damit in dieser Form natürlich Mitfavorit für den Deutsche Meisterschafts-Titel. Wir zitieren die "Main-Spitze":

Ein Hockey-Triumph, der gar nicht hoch genug bewertet werden kann

Zweiter Hat-Trick der RRK-Mädchen

Hochverdientes 1:0 im DM-Finale über Gastgeber Bonner THV / Ohne Gegentreffer zum Titel

Wie bereits kurz gemeldet, sicherten sich die Hockey-A-Mädchen des RRK zum dritten Male hintereinander die Deutsche Meisterschaft im Feldhockey. Nachdem der von Erfolgstrainer Berti Rauth trainierte RRK-Nachwuchs bereits 1986, 1987 und 1988 den Hallen-Titel holte, gelang nun also auch der "Hat-Trick" zum Abschluss der Freiluft-Saison.

Der erneute Erfolg bei der DM-Endrunde in Bonn überraschte die Fachleute zwar nicht, kann aber dennoch nicht hoch genug eingeschätzt werden. Zum einen waren sechs Spielerinnen des letztjährigen Meisterteams aus Altersgründen nicht mehr dabei. Zum anderen triumphierte der Ruder-Klub ein weiteres Mal auf Kunstrasen, obwohl die Rauth-Schützlinge sonst fast ausschließlich auf Hartplätzen spielen. Bemerkenswert ist auch, dass die Rüsselsheimer A-Mädchen die Hessenmeisterschaft, die DM-Vorrunde in Ludwigsburg und die Endrunde in Bonn ohne Gegentreffer und mit einem sagenhaften Torverhältnis von 75:0 überstanden.

Zwar suchten die drei Mitkonkurrenten, THV Bonn, Zehlendorfer Wespen Berlin und DHC Hannover, den RRK-Mädchen den erneuten Titelgewinn vehement streitig zu machen, doch der von Berti Rauth und Kurt Becker betreute Hockey-Nachwuchs war einmal mehr in exzellenter Form und kam mit der Favoritenrolle einmal mehr sehr gut zurecht.

Im Meisterteam des RRK standen folgende Spielerinnen: Wanda Russow, Stefanie Rinderer (Torhüterinnen); Marja Busch, Britta Becker, Stefanie Niggemann, Angela Vögele, Kerstin Krämer, Maria Angelou, Sybille Breivogel, Petra Vollhardt, Christina Schubert, Nicole Oechsler, Martina Keller, Claudia Klos, Diana Preuß und Larissa Hosang.

Die A-Mädchen des RRK werden Deutscher Feldhockeymeister 1988 durch einen 1:0-Finalsieg über den Bonner THV, nach dem dritten Titel in der Halle auch der dritte Titel auf dem Feld in Folge (hinten: Trainer Berti Rauth, Kerstin Krämer, Stefanie Niggemann, Britta Becker, Maria Angelou, Marja Busch, Nicole Oechsler, Sybille Breivogel, Betreuer Kurt Becker, Angela Vögele; davor: Stefanie Rinderer, Petra Vollhardt, Diana Preuß, Martina Keller, Larissa Hosang, Claudia Klos, Christina Schubert; vorn: Wanda Russow)

Anfangs September spielt die deutsche Juniorinnen-Nationalmannschaft in Paris um die Europameisterschaft. Während Bundestrainer Bernhard Peters kurz vor dem Turnier überraschend auf die RRK-Torhüterin Bianca Weiß verzichtet, beruft er Tanja Dickenscheid, Eva Hagenbäumer und Anke Wild. Zum dritten Mal nach 1977 und 1979 holen sich die Mädchen des DHB den Titel durch einen 3:1-Sieg im Finale gegen England.

Hockey-Nationaltorhüter und Gewinner der Silbermedaille, Tobias Frank vom RRK, wieder zu Hause, hier mit Sohn Moritz

Die Bilanz der Deutschen Herren-Nationalmannschaft mit Tobias Frank im Tor bei den Olympischen Spielen in Seoul ist überzeugend. In der Vorrunde kein Spiel verloren, nur drei Gegentreffer kassiert. Die Spieler sind fest entschlossen, den Gewinn der Goldmedaille 1972 in München zu wiederholen. Damals wie jetzt in Seoul heißt die Halbfinal-Hürde vor dem großen Ziel Niederlande. Und hier siegt die deutsche Mannschaft mit 2:1. Möglich wird dieser Sieg erst, weil Torwart Tobias Frank einen überragenden Tag erwischt hat; in der 20. Minute verhindert er das vielleicht vorentscheidende 0:2, als er einen Siebenmeter abwehrt. Im Finale gegen Großbritannien läuft es jedoch nicht so wie erwartet, die Mannschaft verliert mit 1:3. Zunächst ist die Enttäuschung groß – aber es ist der Gewinn der Olympischen Silbermedaille, auch ein großer Erfolg. Nach diesem Highlight erklärt Tobias Frank seinen Rücktritt vom Leistungssport.

Zu den Klubmeisterschaften im Tennis melden 16 Herren und vier Damen. Klubmeisterin bei den Damen wird Silvia Braner vor Heidi Seifert. Bei den Herren siegt Rainer Seifert vor Anton Gosing und Manfred Liebig.

Auftakt für die Herbstregatten mit ihren Kurzstreckenrennen (500 m) ist bei den RRK-Ruderern Ende August in Mühlheim. Der RRK kann sechs Rennen gewinnen, darunter den Junior-Achter. Es folgt Villach, wo der Juniorinnen-Doppelzweier mit Bettina Siebert und Michaela Heuß auf internationalem Parkett siegen kann. Es folgen die Regatten in Schierstein (6 Siege), Großauheim (12 Siege) und Frankfurt (1 Sieg). Mit Zuversicht können die RRK-Aktiven zu den Hessischen Rudermeisterschaften nach Eschwege fahren, wo die Regattasaison 2002 beendet wird. Von der 1.000-m-Strecke des Werratalsees kehren die RRKler mit fünf Hessentiteln, einem zweiten und einem dritten Platz zurück. Doppelmeister werden Bettina Siebert und Michaela Heuß in den Juniorinnen-Doppelzweiern beider Altersklassen. Ebenfalls den Doppelzweier gewinnen die Junioren Thorsten Reisz und Michael Adam. Die Senioren Lutz Beyer und Harald Blum siegen in einem Renngem.-Achter mit Ruderern aus Frankfurt und Offenbach, Knut Müller siegt ebenfalls in Renngemeinschaft mit Ruderern aus Darmstadt und Offenbach im Junior-Doppelvierer.

Am 15. Oktober 1988 treffen sich die Ruderfreunde vom Ruderklub am Baldeneysee Essen (RaB) und vom RRK, um ihre 20 Jahre dauernde Verbindung (ein Jahr zu spät) bei einem Jubiläums-Bierfest im Bootshaus zu feiern. Man blickt zurück, wundert sich, dass die Verbundenheit nach 20 Jahren immer noch existiert, rudert miteinander und feiert zünftig. Das Bier fließt in Strömen!

Der RRK-Jugendachter im Finale der Hessenmeisterschaft in Eschwege nach den ersten Ruderschlägen. Aus der Traum! Die Nr. 5 verlässt zusammen mit dem Stemmbrett das Boot: "Tschüss!" (Henning Schmitt, Michael Adam, Holger Choitz, Sven Hoffmann als "Flieger", Bernd Bidlingmaier, Michael Gagel, Thorsten Reisz, Harald Czerwenski, Stm. Steffen Zwiener)

Am gleichen Tag findet das Abrudern mit interner Regatta statt. Klubmeister im Einer wird zum 5. Mal in Folge Harald Blum vor Thorsten Reisz und Michael Adam. Insgesamt erkämpft sich der RRK in der Rudersaison 1988 52 Regattasiege. Am erfolgreichsten ist Bettina Siebert mit 16 vor Michael Adam und Michaela Heuß mit je 15 Siegen. Die "Km-Helden" des RRK am Ende des Jahres sind Michael Adam mit 2.437 km bei den Aktiven, Lutz Dörsam mit 852 km bei den "Alten Herren" und Heike Richter mit 339 km bei den Damen.

Seite aus dem "Goldenen Buch des RVR" anlässlich des Treffens zur 20 Jahre währenden
Ruderfreundschaft zwischen Ruderklub am Baldeneysee und RRK am 15. Oktober 1988

Rudi Reitz zeigt ein T-Shirt zu "20 Jahre RaB-RRK", Rudolf Müller und Karl Kleine-Brockhoff hören interessiert zu

Beim "Ball des RRK" im Saal des Hotels Adler Ende November spielt die Tanz-, Gesang- und Show-Band "Take Five". Die erfolgreichen Sportler des RRK werden durch die Abteilungsleiter Winfried Cezanne und Klaus Köppen geehrt, aber auch die Jubilare werden für ihre langjährige Treue zum RRK vom 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Dietmar Klausen mit Ehrennadeln ausgezeichnet, darunter Willi Klein und Curt Schrod, beide 60 Jahre im RRK. Für 40-jährige Mitgliedschaft werden Fritz Schneider, Georg Astheimer, Dr. Hermann Hochgesand, Horst Hungsberg, Werner Leonhardt, Eugen Treber, Horst Pöppel, Hans Teerling und Rüdiger Weidmann geehrt. Seit einem Vierteljahrhundert gehören Werner Alt, Dieter Lang, Bernd Weidmann, Harald Ruppert und Heinz Vorfalt dem RRK an. Tanja Dickenscheid, Eva Hagenbäumer und Anke Wild werden für den Gewinn der Juniorinnen-Europameisterschaft mit der Silbernen Leistungsnadel des RRK ausgezeichnet, Tobias Frank wird für seine zweite olympische Silbermedaille sogar mit der RRK-Leistungsnadel in Gold geehrt.

Beim durch den Landessportbund Hessen ausgeschriebenen Wettbewerb für Vereinszeitungen erreicht der RRK mit seinen RRK-Mitteilungen in der Klasse "Bis 500 Mitglieder, Schreibmaschinensatz" den 4. Platz und gewinnt 300 DM. Eine Auszeichnung für die "Macher" Werner Alt und Wilfried Hoffmann.

Sportler des Jahres in Rüsselsheim wird der Torwart der RRK-Herrenmannschaft und der Deutschen Nationalmannschaft, Tobias Frank, für den Gewinn der Olympischen Silbermedaille in Seoul. Bei der damit verbundenen Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim werden 51 Sportler und Trainer des RRK ausgezeichnet, Tobias Frank erhält den Silbernen Lorbeerzweig, allen anderen, 43 Hockeyspielern und 7 Ruderern, wird eine Ehrenurkunde überreicht.

Am 15.10.1988 anlässlich des Abruderns sowie des Treffens "20 Jahre RaB-RRK"  findet die Jungfernfahrt des noch ungetauften Doppeldreiers statt. An Bord die "Masters-Brigade" mit Wilfried Hoffmann, Georg Gagel und Dr. Dietmar Klausen.

Ehrung der erfolgreichen RRK-Hockeysportler des Jahres 1988 beim "Ball des RRK" durch den Abteilungsleiter Winfried Cezanne: Europameisterin der Junioren Tanja Dickenscheid und Eva Hagenbäumer, Europameister und Silbermedaillengewinner Tobias Frank

Die Hallensaison 1988/89 beginnt für die Hockeyspieler schon anfangs Dezember. Die jungen RRK-Damen haben ihre zweite Bundesligasaison in der Halle vor sich und wollen den etablierten Spitzenteams das Leben schwer machen. Anke Wild hat den RRK Richtung Berlin verlassen ("Ja, ja die Liebe!"), so dass der Damenkader aus folgenden Spielerinnen besteht: Bianca Weiß, Sandra Wohlfahrt, Eva Hagenbäumer, Tanja Dickenscheid, Susanne Hoffmann, Kerstin Strubl, Anja Mück, Anja Schiel, Sabine Lersch, Katrin Schmidt, Ramona Münze, Angela Müller, Anja Warnecke und Brigitte Schwarz. Zum Auftakt verlieren die RRK-Ladies beim SC 80 Frankfurt mit 5:9, kein guter Anfang. Doch dann geht es aufwärts, der RRK gewinnt die nächsten fünf Spiele und steht vor der Weihnachtspause an der Tabellenspitze. Man liebäugelt mit der Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft.

Dagegen müssen die RRK-Herren nach dem Abstieg aus der Hallen-Bundesliga in der Regionalliga Süd antreten. Nach den Abtritten der "letzten Heroen" aus glanzvollen Zeiten Alfred Segner, Tobias Frank, Christoph Krehl und Harald Eisenacher kann die Devise für die neuformierte und verjüngte Truppe nur lauten: "Bloß nicht nochmals absteigen!" Das RRK-Aufgebot: Thomas Susenburger, Uwe Wötzel, Klaus Eberts, Kai Stieglitz, Holger Klein, Fritz Schmidt jr., Volker Schädel, Gerrit Rothengatter, Paul Anagnostou, Holger Kraft und Marcel Janson. Nach drei Niederlagen werden Alfred Segner und Harald Eisenacher reaktiviert, außerdem stoßen Thomas Bischoff von der Spvgg. Bad Homburg und Wolfgang Schmitt vom Dürkheimer HC zum RRK – und, der RRK kann wieder gewinnen. Dennoch stehen die RRK-Herren zu Halbzeit der Runde vor der Weihnachtspause am Tabellenende – schwere Zeiten im neuen Jahr.

Während des Jahres verliert der RRK die beiden Träger der Goldenen Ehrennadel Theodor Schmidt und Paul Schmitt, die beide neben ihrer langjährigen Mitgliedschaft auch dem RRK über Jahre als Vorstandsmitglieder gedient haben.

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