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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

2003

Zu Beginn des Jahres hat der RRK 576 Mitglieder, zur Hockeyabteilung gehören 377, zur Ruderabteilung 171 und zur Tennisgruppe 97 (Doppelbelegungen!).

Hochwasser in den ersten Januartagen des Jahres 2003 am Bootshaus: Blick von der Terrasse zu den Tennisplätzen und der alten Bootshalle, noch scheint es innen trocken zu sein

In den ersten Tagen des Jahres, d.h. am 3. Januar 2003, steigt der Wasserpegel des Mains sehr schnell. Es hat Tage geregnet und nun kommt das Hochwasser. Noch am gleichen Tag errichten einige unermüdliche Helfer der Ruderabteilung in den Eingängen der Bootshallen vorbereitete Spundwände, um das Wasser aus den Bootshallen zu halten. Der Höchststand am Pegel Raunheim wird am 5. Januar gegen 10 Uhr erreicht - 541 cm. Die Fließgeschwindigkeit des Mains beträgt etwa 2,5 m/s. An den Bootshallen steht das Wasser etwa 60 cm hoch, hinter den Spundwänden wird mit Tauchpumpen das durchsickernde Wasser wieder nach außen gepumpt.

Während die Hockeyherren des RRK in der Bundesliga bereits vor den letzten Spielen stehen und das Viertelfinale anpeilen, beginnen die RRK-Damen als Titelverteidiger erst mit der Hallenrunde. Gegenüber der letzten Hallensaison fehlen beim RRK Tanja Dickenscheid (Pause), Britta Becker (zurück zum Großflottbeker THGC) und Aurélie Morin (zurück nach Frankreich), dafür ist Lena Schüder (von Club Raffelberg) wieder zum RRK gestoßen. Weiter gehören Denise Klecker, Nicole Hardt, Nina Günther, Mandy Haase, Irene Balek, Sybille Breivogel, Lotte Schwärzel, Silke Müller, Lisa Jacobi, Angela Celikkol und Jennifer Lutz zum Kader.

Bevor die RRK-Herren ihre beiden letzten Punktspiele in München austragen, fahren Oliver und Christian Domke mit der deutschen Hockey-Nationalmannschaft zur Hallenhockey-Europameisterschaft ins spanische Santander. Die deutsche Mannschaft spielt sich souverän ins Halbfinale, dann ins Endspiel und siegt unangefochten mit 6:1 über den Gastgeber Spanien.

Für den 26. Januar 2003 lädt die Ruderabteilung zum Neujahrsempfang, einem "Ruder-Brunch", ins Bootshaus. Am Sektempfang mit Häppchen, der Ehrung der erfolgreichen Ruderer des Jahres 2002 und sonstiger Helfer sowie einem Brunch mit Ruderbilder-Präsentation nehmen etwa sechzig Mitglieder und interessierte Gäste teil.

Es folgen für die von Kai Stieglitz trainierten RRK-Herren mit Christopher Reitz, Andreas Späck, Christian Minar, Christian Domke, Alexander von Schewen, Mirco Fuchs, Falk May, Jan Petersen, Oliver Domke, Nico Hosang, Oliver Markowsky, Thomas Jost, Frank Trautmann und Roland Schneefuß die beiden letzten Spiele der Runde in München. Mit einem 6:6 bei Rot-Weiß und einem 3:11 beim MSC spielt sich der RRK auf den 3. Tabellenplatz und damit aus den "Play-offs". Nach sieben von zehn Spielen stehen die RRK-Damen auf dem 1. Tabellenplatz und haben das Viertelfinale bereits in der Tasche.

Anfangs März werden die Spiele nochmals unterbrochen, in Leipzig finden die 1. Hallenhockey-Weltmeisterschaften für Damen und Herren statt. Dabei sind vom RRK in den deutschen Mannschaften die Brüder Christian und Oliver Domke, Denise Klecker und das RRK-Mitglied aus Hamburg, Britta Becker, sowie in der österreichischen Nationalmannschaft Irene Balek. Die deutschen Nationalteams tragen die Favoritenbürde und schultern diese Last leicht. Nach den Gruppenspielen und den Halbfinals stehen beide Teams im Finale, die Männer siegen 7:1 über Polen und die Damen 5:2 über die Niederlande. Beide Mannschaften haben die erste WM in der Halle für sich entschieden. Einen Tag nach dem Erfolg empfängt der RRK seine Weltmeister im Bootshaus. Christian Domke und Oliver Domke erhalten für ihre außerordentlichen sportlichen Erfolge vom RRK-Vorstand die RRK-Leistungsnadel in Gold überreicht.

Ehrung der 2002 erfolgreichen Ruderer, hier Steffen Bockius, Dominic Schwöbel und Sascha Adrian, beim "Ruder-Brunch" durch Abteilungsleiter Wolfgang Adrian

Blumen für die erfolgreichen Hallenhockey-Asse des RRK im Bootshaus: Oberbürgermeister Stefan Gieltowski (Mitte) hatte sich sagen lassen, daß es drei Weltmeister in Rüsselsheims Sportgeschichte noch nicht gegeben hat, so in seiner Laudatio auf die Goldmedaillengewinner Christian Domke, Denise Klecker und Oliver Domke (von links) sowie die für Österreich aktive Irene Balek (7. Platz).

Seiten im "Goldenen Buch des RVR" anlässlich des Empfangs der Hallenhockey-Weltmeister 2003 im RRK-Bootshaus

Dann geht die Hallenrunde für die RRK-Damen in die Endphase, man verliert beim TSV Mannheim. Doch die beiden letzten Spiele gegen die HG Nürnberg und den Münchner SC werden klar gewonnen, so dass schließlich der 1. Tabellenplatz als punktbestes Team aller 24 Bundesligisten gesichert ist. Im Viertelfinale um die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft erwartet der RRK zu Hause den Nordzweiten, wieder den Club an der Alster Hamburg, der erst im Oktober 2002 am Sommerdamm den RRK mit einem 1:0-Erfolg aus dem Rennen um die Feldhockey-DM geworfen hat.

Doch noch vor dem Viertelfinalspiel haben die RRK-Damen ihren Auftritt beim 14. Europacup-Wettbewerb im französischen Cambrai, dem Wettbewerb den sie zuletzt neunmal hintereinander gewonnen haben. Natürlich trägt der RRK die Favoritenbürde! Dennoch wird der Wanderpokal aus der Klubvitrine im Bootshaus entfernt und frischgeputzt nach Cambrai mitgenommen. In den Gruppenspielen schlägt der RRK zunächst den HC Cambrai überlegen mit 10:1, dann den Slough HC mit 7:3 und den HC Wiener Neudorf mit 10:3. Im Halbfinale kommt es zu einem richtig heißen Spiel zwischen dem RRK und dem HC s`Hertogenbosch. Obwohl der Sieg mit 5:2 für den RRK anscheinend klar ausfällt, es ist ein schwer erkämpfter Sieg in einem Spiel, das auch hätte verloren werden können. Im zweiten Halbfinale setzt sich der HC Ritm Grodno, quasi das weißrussische Nationalteam, mit 5:4 über Slough durch. Wir zitieren zum Finale und auch zu den anderen Spielen die "FAZ":

3:1 im Finale gegen den HC Ritm Grodno

Hallenhockey-Historie geschrieben – 12. Europacup für den Rüsselsheimer RK

Die tollen Tage des Faschings erreichen an diesem Montag ihren Höhepunkt, doch für die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer Ruder-Klubs (RRK) war bereits am Sonntag Rosenmontag. Und das nicht nur, weil beim 14. Turnier um den Hallen-Europapokal der Landesmeister in Cambrai reichlich Bonbons ins Publikum geworfen wurden. Gleichwohl es nach zuvor elf Erfolgen in diesem Wettbewerb nicht wirklich etwas Besonderes war, in Nordfrankreich abermals ganz oben zu stehen, hätten die Gefühlsausbrüche der Hessinnen nach dem 3:1 im Endspiel über den weißrussischen Vertreter HC Ritm Grodno mit jeder noch so ausgelassenen Karnevelssause  konkurrieren  können. Zwölf überglückliche Spielerinnen im Alter von 19 bis 31 Jahren lagen sich in den Armen, als in der mit etwa 900 Zuschauern gefüllten Vanpoulle-Halle die Schlusssirene ertönte. Und anschließend wurde nach Leibeskräften gesungen.

Denkwürdiger Moment: Als die Rüsselsheimer Hockey-Spielerinnen auf die verdiente Ehrenrunde gehen, haben sie Europapokal-Geschichte geschrieben. Zum zehnten Mal in Folge und zum zwölften Mal insgesamt hat der RRK nun schon den Landesmeistercup an den Main geholt.

Berti Rauth betrachtete das ausgelassene Treiben bei der Siegerehrung mit einem verklärten Blick genüsslich aus sicherer Entfernung. "Das ist schon ein tolles Gefühl jetzt. Mehr wie zehn Erfolge hintereinander wird kaum noch jemand erreichen. Da haben wir fast Unmenschliches geschafft und Geschichte geschrieben. Und ich durfte als Trainer dabeisein", sagte Rauth. Dass sein Team trotz zahlreicher Torchancen und insgesamt acht Strafecken es nicht schaffte, den körperlich robusten, aber in seinen spielerischen Möglichkeiten eingeschränkten Gegner nach dem 3:1-Pausenstand entscheidend zu distanzieren, sollte eines der wenigen Mankos bleiben. "Ich habe mich andauernd gefragt, wo das vierte Tor bleibt", sagte Rauth. Dank einer aufopferungsvollen Abwehr, in der sich neben Spielführerin Denise Klecker die Österreicherin Irene Balek speziell durch zwei auf der Torlinie abgewehrte Schüsse hervortat, sollten die Treffer von Denise Klecker (2. Minute), Irene Balek (8.) und Lisa Jacobi (14.) genügen. Mehr als das zwischenzeitliche 1:1 ließ der RRK nicht zu.

Rauths Befürchtung, dass der deutsche Meister beim nicht minder schwer erkämpften 5:2-Erfolg im Halbfinale gegen den niederländischen Vertreter HC s'Hertogenbosch am Vorabend zu viel Substanz gelassen haben könnte, war unbegründet. "Ich bin zwar jetzt total platt, aber richtige Bedenken hatte ich während des Spiels eigentlich nicht", sagte Spielführerin Denise Klecker. Grodno, als erste Mannschaft Weißrusslands bei ihrer dritten Teilnahme ins Finale vorgestoßen und quasi identisch mit dem Nationalteam, konnte nur seine gute körperliche Fitness entgegenhalten. "Die langen Bälle, mit denen sie die Niederländerinnen und Engländerinnen besiegt haben, haben wir nicht zugelassen", sagte Rauth.

So hätte bei diesem Turnier am ehesten in der Vorschlussrunde etwas schief gehen können. "Das war ein richtig heißes Spiel. Wenn man nur die erste Halbzeit betrachtet, hätten wir auch verlieren können", räumte Rauth nach dem 5:2 gegen s'Hertogenbosch ein. Beim 1:1-Zwischenstand hatten die am Ende drittplazierten Niederländerinnen, die seit drei Jahren im Freien Europas unumstrittene Nummer eins sind, bei drei Strafecken die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Ein Treffer wurde nicht anerkannt, zweimal war Jennifer Lutz zur Stelle, die zudem in der 31. Minute einen Siebenmeter parierte. "Das war der Knackpunkt", bilanzierte Rauth, wohl wissend, dass ein Treffer zum 4:2 noch einmal Kräfte bei den athletisch starken Holländerinnen hätte wecken können. So aber war mit dem 5:1 durch Denise Klecker das Tor zum 13. Endspiel endgültig aufgestoßen (35.). Dennoch durfte der RRK froh sein, dass der vor zwei Monaten entthronte Champion der Niederlande seine bereits wieder angelaufene Feldvorbereitung nur für eine Übungseinheit in der Halle unterbrochen hatte.

An die Feldsaison, die durch die Einführung der eingleisigen Bundesliga diesmal besondere Anforderungen stellt, denkt in Rüsselsheim noch niemand. Verständlich, denn um die Erfolgsserie im Europapokal fortsetzen zu können, muss am 16. März in Hanau auch der deutsche Meistertitel verteidigt werden. Um so weit zu kommen, will am nächsten Samstag zunächst einmal das Viertelfinale in eigener Halle gegen den Club an der Alster Hamburg erfolgreich gestaltet werden. "Ich denke, dass dieser Erfolg die richtige Motivation fürs Viertelfinale ist", sagte Denise Klecker. Dass die Vorbereitung unter den Feierlichkeiten leiden könnte, glaubt die einzige Weltmeisterin im Team des RRK nicht: "Hockey geht vor."

Gewinnen macht Spaß: Nachdem das Dutzend an Hallenhockey-Europacup-Titeln voll war, fanden es die Hockeydamen des RRK an der Zeit, sich einmal zu einem etwas anderen Meisterfoto zu formieren. Über den schwer erkämpften, aber hoch verdienten 3:1-Finalsieg gegen HC Ritm Grodno freuen sich Silke Müller, Mandy Haase, Angela Celikkol-Müller, Physiotherapeutin Hanne Zöller, Lisa Jacobi, Denise Klecker, Lena Schüder, Lotte Schwärzel, Nina Günther, Nicole Hardt, Irene Balek, Betreuer Thomas Blivier, Sybille Breivogel, Trainer Berti Rauth und Jennifer Lutz.

Torhüterin Jennifer Lutz bestätigt in Cambrai ihre bisher vorzüglichen Saisonleistungen und wird zur besten Torhüterin des Turniers gewählt.

Eine Woche später treffen die RRK-Damen im Viertelfinale der Hallenmeisterschaft in der heimischen Dicke-Busch-Halle auf den Club an der Alster Hamburg und können sich mit 5:3 (2:0) durchsetzen. Wieder eine Woche später folgt die Endrunde um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft in Hanau. Im Halbfinale hat es der RRK einmal wieder mit dem langjährigen Widersacher Berliner HC zu tun. Nach zwischenzeitlicher 4:1-Führung muss der RRK am Ende noch bangen, kann sich jedoch mit 5:4 ins Endspiel kämpfen, wo der Gegner Eintracht Braunschweig (2:1 über RTHC Leverkusen) wartet. Wir zitieren das "Rüsselsheimer Echo":

Kein Schönheitspreis, aber der Titel

Frauen des RRK holen mit 2:1-Finalsieg über Braunschweig siebte Deutsche Meisterschaft

Selters statt Sekt. Es war aber beileibe kein Fingerzeig, dass Trainer Berti Rauth "nur" zur Wasserflasche griff, um die Anhänger des Rüsselsheimer RK kurz nach dem Finale um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft kräftig einzusprühen. Schließlich hatte sich Rauths Frauenteam mit einem 2:1(1:0)-Erfolg durch Eckentore von Denise Klecker (20.) und Irene Balek (56.) bei einem Gegentreffer von Anke Kühn (45./Ecke) im Endspiel über Eintracht Braunschweig kurz zuvor den siebten Titel gesichert.

Doch nicht nur die zahlreichen RRK-Fans jubelten ausgiebig, auch die Spielerinnen feierten gestern in der Hanauer August-Schärttner-Halle ausgelassen den zweiten Triumph innerhalb von zwei Wochen nach dem jüngsten Europacuperfolg. Es war zwar sicher kein glanzvoller Sieg gegen die äußerst defensiv eingestellten Braunschweigerinnen. Aber das war Rauth letztlich nicht wichtig. "Ich will keine Schönheitspreise. Ich nehme die Titel auch mit einem 2:1", lautete das Fazit des ehemaligen Bundestrainers.

Vor allem der am Wochenende insgesamt vier Mal erfolgreichen RRK-Torschützin Irene Balek dürfte zum Feiern zumute gewesen sein. Denn die Österreicherin hatte in der 39. Minute nicht nur mit einem Foul an Nadine Ernsting-Krienke einen Siebenmeter verursacht – der allerdings ohne Folgen blieb. Irene Balek schoss ihrerseits beim Stand von  1:1 ebenfalls einen Siebenmeter vorbei (51.). Den Begriff, beinahe die "tragische Figur" der Partie gewesen zu sein, wollte sie dann aber so nicht stehen lassen. Jemand muss ja die Verantwortung übernehmen", stellte sie klar. Und dass sie das kann, stellte die Eckenexpertin dann kurz vor dem Ende eindrucksvoll unter Beweis, als sie mit einem wuchtigen Schuss das 2:1 (56.) erzielte und damit den Sieg für den RRK perfekt machte.

Der RRK-Fanblock in Hanau beim Halbfinale gegen den Berliner HC

Die RRK-Damen haben das Halbfinale über den Berliner HC mit 5:4 gewonnen und damit das Finale der Deutschen Meisterschaft gegen Eintracht Braunschweig erreicht!

Das Finale um die Deutsche Meisterschaft im Hallenhockey 2003 in Hanau ist zu Ende. Der RRK hat gegen Eintracht Braunschweig einen glücklichen, aber nicht unverdienten 2:1-Sieg errungen (hinten: Mandy Haase, Silke Müller, Lisa Jacobi; davor: Betreuer Thomas Blivier, Physiotherapeutin Hanne Zöller, Nicole Hardt, Lotte Schwärzel, Sybille Breivogel, Jennifer Lutz, Trainer Berti Rauth; vorn: Angela Celikkol-Müller, Denise Klecker, Nina Günther, Lena Schüder, Irene Balek)

Bis es soweit war, lag allerdings ein hartes Stück Arbeit hinter den Rüsselsheimerinnen. Und das lag in erster Linie an der extrem defensiven Spielweise der Eintracht, die für die Offensive praktisch nichts tat und es dem RRK fast vollends überließ, die Initiative zu übernehmen. Chancen konnte sich der Titelverteidiger vom Main daher schon in der ersten Halbzeit kaum erarbeiten. Im Gegenteil: Die besseren Möglichkeiten zu Beginn hatte Braunschweig. Doch RRK-Torfrau Jennifer Lutz parierte sowohl den verdeckten Schuss von Anke Kühn (14.) als auch den Versuch von Inga Matthes (18.). Es bedurfte schon einer Strafecke, um das Abwehr-Bollwerk der Braunschweigerinnen schließlich doch zu knacken, In der 20. Minute traf Denise Klecker, die anschließend zur besten Spielerin des Turniers gewählt wurde, bei einem solchen Standard zum 1:0 für Rüsselsheim. Die Spielführerin des RRK war es dann auch, die kurz darauf die mitgelaufene Nina Günther sah. Die Angreiferin verpasste aber die gute Vorlage knapp (24.).

Auch in der zweiten Hälfte stand zunächst Jennifer Lutz im Mittelpunkt, als sie zuerst Kerstin Hoyers Schuss abwehrte (35.) und sich dann gegen zwei Braunschweigerinnen behauptete (38.). Sieben Minuten später war die RRK-Torsteherin aber machtlos, als Anke Kühn eine von insgesamt vier Ecken für Braunschweig ins Netz wuchtete. Doch nach Irene Baleks 2:1 ließen sich die Rüsselsheimerinnen nicht mehr beirren und durften am Ende wieder einmal feiern.

Sehr erfolgreich sind auch die Reservemannschaften des RRK in der Halle, die Ib-Damen belegen in der Oberliga den zweiten Platz, ebenso die Ib-Herren in der 2. Regionalliga. Die Dritten Herren werden mit 19 Punkten aus sieben Spielen und einem Torverhältnis von 81:46 Meister der 1. Verbandsliga und steigen erstmals in die Oberliga auf. Die Vierten Herren schließen die Runde der 4. Verbandsliga auf dem dritten Platz ab. Die "Hockey-Oldies" sehen alt aus, denn sie belegen im Hessenpokal unter vier Teams nur einen enttäuschenden dritten Platz.

Hessenmeister im Hallenhockey 2003, die männliche B-Jugend des RRK (hinten: Frederik Stopfkuchen, Calvin Kühn, Jonathan Faust, Sebastian Weyer, Nico Meffert, Moritz Frank, Trainer Volker Schädel; davor: Nicolas Lange, Julian Hofmann-Jeckel, Moritz Seitz (verdeckt), Manuel Klohe, Lukas Eckhard; vorn: Nicolas Jacobi)

Hessenmeister im Hallenhockey 2003, die weibliche B-Jugend des RRK (hinten: Carola Haberhauer, Meike Acht, Miriam Burghardt, Ela Tarlan, Laura Appel, Stephanie Hering, Trainer Berti Rauth; davor: Nicole Roßa, Eva-Maria Frank, Marina Heppel, Lydia Haase; vorn: Sabine Hieronimi, Susanne Drexler)

Und auch die Hockeyjugend des RRK zeigt im Hallenhockey die gewohnt guten Leistungen: Weibliche und männliche B-Jugend sowie A-Knaben werden Hessenmeister, weibliche A-Jugend und A-Mädchen erringen die Vizemeisterschaft und die männliche A-Jugend wird Dritter. Bei den Süddeutschen Meisterschaften können alle drei weiblichen Teams sowie die A-Knaben Vizemeister werden und qualifizieren sich damit für die Endrunden um die Deutsche Meisterschaft. Doch hier gelingt keinem der vier Teams der ganz große Wurf. Die A-Mädchen belegen in Hanau den 5. Platz, die weibliche B-Jugend in Mannheim den 7. und die A-Knaben in Hamburg gar nur den 8. und letzten Platz. Allein die weibliche A-Jugend kämpft sich in Ludwigsburg ins Halbfinale, lassen wir die "Main-Spitze" berichten:

Siebenmeter-Pech mündet in Bronze

Für RRK-Mädchen wäre DM-Titel drin gewesen

Viel hat nicht gefehlt und der Talentschuppen hätte der Hockeysparte des Rüsselsheimer RK zum ersten blauen Meisterwimpel des Jahres 2003 verholfen. Zum Abschluss der Hallensaison rettete die weibliche A-Jugend die Ehre der RRK-Nachwuchsteams mit einem dritten Platz bei der DM-Endrunde im Ludwigsburg. Ähnlich wie zuvor weibliche B-Jugend und A-Mädchen zahlten die A-Knaben des RRK in Hamburg trotz eines viel versprechenden Auftaktsieges Lehrgeld und fuhren als "Schlusslicht" zurück an den Main.

Trotz des versöhnlicher Bronzeplatzes und insgesamt ansprechender Leistungen haderte Kurt Becker im "Schwabeländle" mit dem Schicksal. "Mit etwas Glück hätte noch mehr herausspringen können", sagte der langjährige Jugendleiter. In der Tat hätten es alle vier Halbfinalisten verdient gehabt, Deutscher Meister zu sein.

Wie dicht Glück und Pech in der Rundsporthalle Asberg zusammenlagen, davon kann speziell der Ruder-Klub ein Lied singen. Schon die 4:7-Niederlage in der Vorrunde gegen Titelverteidiger Berliner HC war erst in der Schlussphase zustande gekommen. Und im Halbfinale gegen den Harvestehuder THC sprach eigentlich alles für die Hessinnen. Bei einer 2:1-Führung scheiterte Maren Pfefferkorn mit einem Siebenmeter an der Latte (27.). In der vorletzten Minute retteten sich die Hamburgerinnen in die Verlängerung, und als der RRK durch Lena Jacobi einen zweiten Siebenmeter verschoss, besiegelte ein Konter in den letzten Sekunden das Schicksal (2:3). Es spricht für die jungen Damen, dass sie im Spiel um Platz drei noch einmal alles gaben und erstmals in dieser Saison den Landesrivalen THC Hanau 3:1 bezwangen.

Das Hallenteam 2002/2003 der Dritten Herren des RRK, Aufstieg in die Oberliga (hinten: Alfred Segner, Gerrit Rothengatter, Joachim Heydweiller, Stefan Braner, Lars Hosang; vorn: Fritz Schmidt jr., Thomas Kempf, Tobias Leibl, Ernst Hünerfeld, Glenn Eifert; es fehlen: Christian Kösling, Stefan May, Volker Schädel, Sascha Gottschalk, Wilfried Schwanke)

Die A-Knaben des RRK erringen in Frankenthal die Süddeutsche Vizemeisterschaft 2003 im Hallenhockey  (hinten: Trainer Volker Schädel, Konstantin Foohs, Nicolas Lange, Mathias Orschau, Tristan Lange, Jonathan Faust, Paul Günster; davor: Lukas Lippa, Julian Hofmann-Jeckel, Martin Schöll, Felix Seitz; vorn: TW Lukas Foohs)

Im März hält zunächst die Ruderabteilung ihre Hauptversammlung ab. In Anwesenheit von 18 Mitgliedern blickt Abteilungsleiter Wolfgang Adrian auf die Erfolge und Ereignisse des vergangenen Jahres zurück und gibt einen Ausblick auf das Ruderjahr 2003. RRK-Vorsitzender Dr. Dietmar Klausen teilt mit, dass die Leitung der Ruderabteilung im Gesamtvorstand auf einen Teil des Beitragszuschusses zugunsten der Hockeyabteilung verzichtet hat, und würdigt dieses Verhalten als solidarische Geste und nobles Verhalten.

Eine Woche später zieht die Hockeyabteilung in ihrer Hauptversammlung vor 35 anwesenden Mitgliedern Bilanz. Abteilungsleiter Martin Müller kann mit Stolz auf ein wieder sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Im Jahr 2003 müssen sich beide Bundesligamannschaften, Damen und Herren, erstmals in einer einteiligen Bundesliga behaupten, wobei bei den Damen zehn Mannschaften und bei den Herren zwölf Mannschaften dieser Feldhockey-Bundesliga angehören. Bei den anstehenden Neuwahlen wird Martin Müller als Abteilungsleiter bestätigt; zu drei Stellvertretern werden Ralf-Peter Rausch für Finanzen, Kurt Becker für Jugend und Glenn Eifert für Sport und Recht gewählt. Da Kurt Becker als Jugendleiter zurücktritt, erklären Birgit Jacobi für den weiblichen und Rolf Lange für den männlichen Bereich ihre Bereitschaft, als Nachfolger zu wirken.

RRK-Anrudern 2003 mit Übergabe eines neuen Bootes, eines Kombi-Bootes aus Kunststoff ‒ "Gig-Doppelvierer-ohne" oder "Gig-Doppeldreier-mit"

Taufe des neuen Gig-Doppelvierers durch Dr. Wolfgang Mack auf den Namen "maggi" (Silvia Reitz, Dr. Wolfgang Mack und der Stellvertr. Ruder-Abteilungsleiter Gerhard Darnieder)

Anfangs April schließt die Generalversammlung des RRK den Reigen der Hauptversammlungen ab. RRK-Vorsitzender Prof. Dr. Dietmar Klausen gibt vor drei Dutzend Mitgliedern der Hoffnung Ausdruck, daß mit der Entscheidung für Frankfurt und die Rhein-Main-Region als Austragungsort für die Olympischen Spiele 2012 auch der RRK-Wunsch auf einen zweiten Kunstrasenplatz und Umbau des Hockeystadions Wirklichkeit werden. Die nicht rosige finanzielle Lage des RRK schildert Schatzmeister Wilfried Hoffmann. Erforderliche Sanierungsmaßnahmen am Bootshaus, Minderung der Mieterträge und die steigenden Lasten des Spitzensports führen dazu, dass der Kassenstand im Jahr 2003 wahrscheinlich auf Null zurückgeht, dennoch – der RRK ist schuldenfrei. Mit der RRK-Leistungsnadel in Silber werden Hildegard Domke, Wilfried Schwanke und Uwe Wötzel ausgezeichnet, mit der RRK-Leistungsnadel in Gold werden Kurt Becker und Horst Ackermann für ihre Verdienste im RRK geehrt.

Bei der traditionellen Sportlerehrung des Kreises Groß-Gerau kann Landrat Enno Siehr insgesamt 403 Aktive (davon 92 vom RRK) auszeichnen, die sich im letzten Jahr in nationale und internationale Siegerlisten eingetragen haben: 139 erfolgreiche Jugendsportler (davon 51 vom RRK), 185 Hessische bzw. überregionale Meister (davon 23 vom RRK), 21 Deutsche Meister (davon 1 vom RRK) sowie 58 internationale Titelträger (davon 17 vom RRK). Als "Mannschaft des Jahres 2002" wird die Damenhockey-Mannschaft des RRK gekürt. Im Jahr 2002 hat die Mannschaft nahezu alles gewonnen, was es in ihrer Disziplin zu gewinnen gab, vorneweg den Europa-Cup im Hallenhockey und die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft.

Und eine weitere große Ehrung erreicht die Hockeyabteilung des RRK, d.h. genauer gesagt Oliver Domke und die Damenmannschaft. Bei einer von der Deutschen Hockey-Agentur und der Deutschen Hockey-Zeitung durchgeführten Wahl werden Oliver Domke zum Hockeyspieler des Jahres 2002 in Deutschland und die Hockeydamen des RRK, die Schützlinge von Erfolgstrainer Berti Rauth, zur Hockeymannschaft des Jahres 2002 gewählt.

Da man ein neues Boot in Dienst stellen möchte, verschiebt die Ruderabteilung wegen Lieferschwierigkeiten des Bootsbauers ihr Anrudern auf Mitte Mai. Doch da der maßgebliche Spender des Bootes nicht anwesend sein kann, wird das Boot nur seiner Bestimmung übergeben, die Taufe verschoben. Geehrt werden beim Anrudern die RRK-Mitglieder Günter Müller und Lutz Dörsam mit der Bronzenadel des HRV sowie Rudi Reitz und Elke Schumacher mit der Silbernadel des HRV. Einige Wochen später tauft Dr. Wolfgang Mack dann den neuen Vierer auf den Namen "maggi", so wie man ihn im Freundeskreis nennt.

Natürlich läuft die Regattasaison der Ruderer längst auf Hochtouren. Während Udo Hild, der sich selbst für Masters-Rennen vorbereitet, für die älteren Jugendlichen und die Senioren als Trainer verantwortlich zeichnet, kümmert sich Günter Müller um den jüngeren Jugendbereich. Nach einem Trainingslager in Erlangen beginnt die Regattasaison mit der Aasee-Regatta in Münster (1 Sieg). Es folgen die Regatten in Offenbach (3 Siege), Bamberg (5), Heidelberg (4) und Gießen (8). Dann anfangs Juni startet Udo Hild beim Masters-Championat in Ratzeburg und kann in Renngemeinschaft zwei Siege, Doppelvierer und Achter, für den RRK gewinnen.

Das RRK-Team bei den Hessenmeisterschaften in Eschwege: Trainer Udo Hild, Dominic Schwöbel, Sascha Adrian, Sven Hartenbach, Steffen Bockius und Trainer Günter Müller

Gratulation und Wanderpreis für den neuen RRK-Klubmeister im Einer 2003, Sascha Adrian, durch Abteilungsleiter Wolfgang Adrian

Schon eine Woche später stehen die Hessischen Rudermeisterschaften in Eschwege auf dem Programm. Hier kann der RRK mit seinem kleinen Team recht erfolgreich agieren: Sven Hartenbach und Sascha Adrian werden Hessenmeister im Junioren-Doppelzweier, Udo Hild wird Hessenmeister in Renngemeinschaft im Masters-Doppelvierer. Außerdem wird Sven Hartenbach hessischer Vizemeister im Junioren-Einer; dritte Plätze erreichen Dominic Schwöbel im Männer-Einer, Steffen Bockius im Lgw.-Junioren-Einer und Sascha Adrian in Renngemeinschaft im Junioren-Doppelvierer.

Die "Vogalonga"-Teilnehmer des RRK vor der Rialto-Brücke in Venedig: Ursula Alt, Sylvia und Wolfgang Gummersbach, Ragnar Otto, Werner Alt, Silvia und Rudi Reitz, Sigrid Schäfer, es fehlt Heike Uhr

Es folgen die "German Masters Open" auf der Duisburger Wedau (2 Siege für Udo Hild), die Bad Emser Regatta (2) und die "FISA World Masters Regatta" in Vichy, wo Udo Hild in Renngemeinschaft drei Siege für den RRK im Doppelzweier, Vierer und Achter nach Hause fährt. Dann beginnen schon die Herbstregatten auf der Kurzstrecke: Limburg (2 Siege), Schierstein (8), Bad Waldsee (3) und Großauheim. Beschlossen wird die Regattasaison Mitte Oktober mit der Würzburger Bocksbeutel-Regatta über die Langstrecke von 4.500 Metern, wo Udo Hild nochmals zwei Siege für den RRK beisteuert. Am Ende der Regattasaison haben die Boote des RRK im Jahr 2003 47 Siege errungen; erfolgreichster Ruderer ist der Mastersruderer Udo Hild mit 19 Siegen vor Sven Hartenbach mit 15 und Sascha Adrian mit 9 Siegen.

Schon vor der letzten offiziellen Regatta wird beim RRK das Abrudern mit der traditionellen internen RRK-Regatta abgehalten. Neben dem Feiern in gemütlicher Runde wird die Klubmeisterschaft  des RRK im Einer ausgerudert, zu der drei Einerruderer antreten. Erstmals Klubmeister im Einer wird Sascha Adrian vor Dominic Schwöbel und Martin Kraft, der diese Klubmeisterschaft zwischen 1991 und 2002 sieben Mal gewinnen konnte.

Während der sommerlichen Rudersaison sind natürlich auch die Wanderruderer des RRK nicht faul. Eine Gruppe von neun RRKlern rudert Ende Mai mit einem Aschaffenburger Ruderkameraden in zwei Vierern die "Vogalonga" rund um Venedig, ein Langstreckenrudern über etwa 40 km ausgehend von San Marco vorbei an den Inseln Vignole und Sant'Erasmo bis nach Burano und über die Glasbläserinsel Murano, den Rio Cannaregio und den Canal Grande wieder zurück nach San Marco.

Die schon etwas betagteren Ruderkameraden von RaB und RRK, 33 an der Zahl, rudern mit sechs Gig-Vierern auf der Lauenburger Seenplatte und der Trave von Zarrentin über Ratzeburg nach Lübeck. Weiterhin rudern einige unentwegte RRKler zwei Boote von Aschaffenburg nach Rüsselsheim und von Mainz nach Bacharach.

Die Feldsaison der Hockeyspieler beginnt bereits Ende April. Nach 34 Jahren, in denen der Punktspielbetrieb in der Feldhockey-Bundesliga in den Gruppen Süd und Nord abgewickelt wurde, fängt eine neue Zeitrechnung an. Zwölf Herrenmannschaften und zehn Damenteams, darunter jeweils auch der RRK, kämpfen künftig in einer Spielklasse um den Meistertitel. Da die Feldsaison in Zukunft wegen der Anpassung an internationale Standards von Herbst bis Sommer dauert, kommt es in der Übergangssaison 2003 zu einem Kuriosum. Auf der Basis der Resultate der Hinrunde spielen die besten vier Teams im Oktober 2003 den Meister aus. Danach läuft die Saison  mit der Rückrunde weiter. Der Erste und Zweite der Abschlusstabelle ermitteln im Juni 2004 den Deutschen Meister 2004.

Die 33 Teilnehmer der Gemeinschafts-Wanderfahrt RaB/RRK 2003 auf der Lauenburger Seenplatte vor Antritt der ersten Etappe in Zarrentin (hinten stehend: Uwe Hurlin (RRK), Jürgen Kleine (RaB), Gerhard Ketter (RRK), Gerd Hesse (RaB), Georg Gagel (RRK), Karl-Heinz Wagner (RRK), Rudolf Müller (RRK), Werner Alt (RRK), Dr. Claus Holzapfel (RaB), Peter Riethmüller (RaB), Karl Heinz Ampütte (RaB), Rudi Reitz (RRK), Wolfgang Gummersbach (RRK), Werner König (RaB), Jochen Rudloff (RaB), Ragnar Otto (RRK), Dieter Lang (RRK), Dr. Michael Winkels (RaB), Jochen Wichelhaus (RaB), Klaus Schellbach (RaB), Bernd Strahl (RaB), Manfred Hölzel (RaB), Wolfgang Freimuth (RRK), Dieter Korb (RaB); vorn knieend: Wilfried Hoffmann (RRK), Helmut Hölzel (RaB), Christian von Schneidemesser (RaB), Detlev Welters (RRK), Wolfgang Orlowski (RaB), Udo Renk (RaB), Dr. Bernd Grafflage (RaB), Ulrich Claas (RaB), Helmut Gerds (RaB))

Während die RRK-Damen trotz des Rücktritts von Jennifer Lutz mit Selbstvertrauen in die Saison starten und die Play-offs im Hinterkopf haben, ist das Ziel der RRK-Herren nach außen erst einmal der Klassenerhalt. Doch es läuft im Spielbetrieb zunächst etwas anders. Nach sechs Spieltagen der Hinrunde stehen die RRK-Herren in der Tabelle auf dem ersten Platz vor Alster, dem Münchner SC und Harvestehude. Dagegen tummeln sich die RRK-Damen nach acht Spieltagen im Mittelfeld auf dem sechsten Platz. Doch während die RRK-Herren nun beginnen zu "schwächeln", besinnen sich die RRK-Damen ihrer Stärken. Am Ende der Hinrunde, wo ein vierter Platz für die Teilnahme am Halbfinale reicht, haben es Damen und Herren des RRK jedoch nicht geschafft, die Damen liegen immer noch auf dem sechsten Platz, die Herren auf dem fünften, wobei sie im letzten Spiel in Gladbach in der letzten Minute durch ein Tor der Gladbacher zum 3:3 die Halbfinal-Teilnahme verspielen. Deutscher Meister bei den Damen wird Rot-Weiss Köln, bei den Herren der Club an der Alster Hamburg.

Die männliche B-Jugend des RRK ist Hessenmeister im Feldhockey 2003 (hinten: Frederik Stopfkuchen, Calvin Kühn, Konstantin Foohs, Jonathan Faust, Nico Meffert, Sebastian Weyer, Julian Hofmann-Jeckel, Trainer Volker Schädel; davor: Lukas Lippa, Mathias Orschau, Tristan Lange, Moritz Seitz, Felix Seitz, Nicolas Lange, Martin Schöll; vorn: Nicolas Jacobi)

Zwischendurch anfangs Juni erklärt Oliver Domke seinen Rücktritt aus der deutschen Hockey-Nationalmannschaft, um sich besser um seine Berufsausbildung kümmern zu können. Dann spielen anfangs Juli verschiedenen DHB-Auswahlmannschaften Turniere mit RRK-Beteiligung. Die Damen-Nationalmannschaft mit Silke Müller und Denise Klecker gewinnt die "Champions Challenge" in Catania. Bei den Altersklassen-Europameisterschaften siegen die männliche U16 mit Nicolas Jacobi in Barcelona und die weibliche U16 mit Vera Battenberg und Meike Acht in Siauliai. Lena Jacobi belegt in Dublin mit der weiblichen U18 den zweiten Rang hinter den Niederlanden, wird jedoch zur besten Spielerin des Turniers gewählt. Die männliche U18 mit Adriaan Kühn kann in Barcelona nur Fünfter werden.

Dann laufen im September die Feldhockey-Europameisterschaften, wo der RRK im Damen-Nationalteam mit Denise Klecker, Silke Müller und Mandy Haase vertreten ist. Die deutsche Mannschaft belegt durch einen 3:1-Sieg über England im kleinen Finale den dritten Platz.

Nach dem Aufstieg im Jahr 2002 in die 2. Regionalliga spielen die Ib-Herren des RRK auf dem Feld eine Supersaison und gehen nach neun von vierzehn Spielen mit fünf Punkten Vorsprung als Tabellenerster in die Winterpause. Die Dritten Herren spielen in der 1. Verbandsliga, haben des öfteren Probleme mit der Mannschaftsaufstellung und sichern sich am Ende der Runde den vierten Platz. Dagegen kann Trainer Glenn Eifert mit den Ib-Damen in der Oberliga hinter Eintracht Frankfurt Zweiter werden.

Hervorragend schlagen sich die Jugendmannschaften des RRK auf dem Feld. Bei den Hessenmeisterschaften holen sich die weibliche B-Jugend, die A-Mädchen, die B-Mädchen und die männliche B-Jugend den Titel. Damit nehmen weibliche und männliche B-Jugend sowie A-Mädchen an der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft teil. Während sich die männliche B-Jugend in Frankenthal nicht qualifizieren kann, gelingt den beiden weiblichen Mannschaften in München und Mannheim der Sprung in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Die A-Mädchen spielen in Neuss, treffen im Halbfinale auf den Gastgeber sowie späteren Deutschen Meister und haben mit 1:2 knapp das Nachsehen. Im Spiel um den dritten Platz zeigt der RRK, obwohl zwei Leistungsträgerinnen fehlen, eine gute Leistung und siegt mit 2:0 über den Harvestehuder THC.

Besser macht es die weibliche B-Jugend des RRK in Hamburg-Großflottbek. Klipper Hamburg wird im Halbfinale knapp aber verdient mit 1:0 geschlagen und damit stehen die jungen RRK-Damen im Finale gegen den Gastgeber, den Großflottbeker THGC. Es ist die Neuauflage des Endspiels 2001 der A-Mädchen. Und wie 2001 kann auch 2003 die RRK-Mannschaft mit 3:1 einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg, und damit erneut die Deutsche Meisterschaft und den blauen Meisterwimpel, nach Hause ins RRK-Bootshaus bringen. Die "Main-Spitze" berichtet:

Wimpel-Sammlung wächst

Weibliche Hockey-B-Jugend des RRK in Hamburg mit DM-Titel dekoriert

Wohl dem, der nicht nur sehr erfolgreich ist, sondern zudem über ein großzügiges Vereinsheim verfügt. Obwohl in den zurückliegenden 35 Jahren eine stattliche Zahl jener blauen Wimpel zusammen gekommen ist, mit denen der Deutsche Hockey-Bund (DHB) seine Meister dekoriert, wird sich an einer Wand im "Bootshaus" des Rüsselsheimer Ruder-Klubs bestimmt ein Plätzchen für das neueste Exemplar finden lassen. In Hamburg, genau gesagt auf der im Stadtteil Großflottbek gelegenen Anlage des vornehmen Tennis-, Hockey- und Golf-Clubs (THGC), war die weibliche B-Jugend des RRK das beste jener vier Teams, die die Endrunde bestritten. Das einmal mehr positive Bild der Rüsselsheimer Hockeysparte wurde durch den Bronzeplatz abgerundet, den die A-Mädchen in Neuß errangen.

Deutscher Meister 2003 und Gewinner des blauen Meisterwimpels, die weibliche B-Jugend des RRK (hinten: Nicole Roßa, Stephanie Hering, Lisa Faust, Vera Battenberg, Meike Acht, Virginia Peisch, Katie Maltmann, Charlotte (Lotje) van Bodegom, Trainerin Lisa Jacobi; davor: Liz Fries, Ela Tarlan, Eva-Maria Frank, Marina Heppel, Melanie Mees, Carola Haberhauer; vorn: Julia Hahn, Katharina Knodt)

Die Jubilare des RRK 2003 mit dem RRK-Vorsitzenden (stehend: RRK-Vorsitzender Prof. Dr. Dietmar Klausen, Hans-Gert Richter (25 Jahre), Anja Mück (25), Ludwig Kraft (60), Herbert Britz (50), Horst Ackermann (50), Werner Alt (40), Ludwig Stolz (2002:50), Hans-Peter Wagner (25), Martin Wagner (25), Dieter Lang (40), Gerhard Ruppert (50); sitzend: Curt Schrod (75), Jeannette Wagner (25), Willi Klein (75), Annemie Cezanne (60))

Der RRK ehrt seine Jubilare des Jahres 2003 Ende Oktober im Rahmen einer Feier im Bootshaus. Der RRK-Vorsitzende Prof. Dr. Dietmar Klausen kann dabei fünfzehn Jubilare mit Begleitung begrüßen, wobei Willi Klein und Curt Schrod für 75-jährige, Annemie Cezanne und Ludwig Kraft für 60-jährige sowie Horst Ackermann, Herbert Britz, Gerhard Ruppert und Ludwig Stolz (2002 verhindert) für 50-jährige Mitgliedschaft im RRK mit Ehrennadel und Urkunde ausgezeichnet werden. 40 Jahre zum RRK gehören Werner Alt, Dieter Lang, Bernd Weidmann und Harald Ruppert, 25 Jahre Georg Otto, Hans-Gert Richter, Torsten Althoff, Peter Hafner, Rolf Hafner, Anja Mück, Jeannette Wagner, Hans-Peter Wagner und Martin Wagner.

Mitte November ehrt der RRK bei seiner Meisterschaftsfeier die erfolgreichen Ruderer und Hockeyspieler sowie deren Trainer und Betreuer: Hessenmeister, Deutsche Meister, Europameister und Weltmeister sind anwesend. Bei dieser Meisterschaftsfeier sollen Angela Celikkol, Lisa Jacobi und Jennifer Lutz mit der RRK-Leistungsnadel in Gold ausgezeichnet werden, die RRK-Leistungsnadel in Silber soll den Hockeyspielerinnen Irene Balek, Nina Günther, Mandy Haase, Silke Müller und Jana Schwärzel sowie dem Ruderer Lars Kerkmann angeheftet werden, jedoch nicht alle sind anwesend.

Die Hallenhockeysaison 2003/04 beginnt der RRK anfangs November in der Bauschheimer Großsporthalle mit seinem Hallenhockeyturnier. Während die RRK-Damen im Endspiel dem TSV Mannheim mit 2:3 unterliegen, entscheiden die RRK-Herren das Finale mit 8:5 gegen den SC 80 Frankfurt für sich. Anschließend besuchen Damen und Herren die zehnte "Indoor-Trophy" in Leverkusen, bei der sich die RRK-Damen souverän den Turniersieg holen, während die RRK-Herren über den sechsten Platz bei acht Teilnehmern nicht hinauskommen. Einige Tage vor dem Rundenstart gewinnen die RRK-Herren den "Daimler-Chrysler-Cup" der Stuttgarter Kickers und die RRK-Damen ein Vorbereitungsturnier in Köln.

Anschließend beginnt der Ernst für RRK-Damen und -Herren in der Hallen-Bundesliga, wo die Teilnehmer am Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft in jeweils vier Gruppen mit sechs Mannschaften (Nord, Ost, West und Süd) ausgespielt werden. In den Herrengruppen werden alle zehn Spiele bis Weihnachten abgewickelt. Der RRK beginnt in der Südgruppe mit zwei Unentschieden, verliert zu Hause gegen den MSC und befindet sich am Ende der Tabelle. Siege und Niederlagen wechseln sich ab, doch vor dem letzten Doppel-Wochenende kann der RRK zu Hause noch aus eigener Kraft die Play-offs erreichen. Einem Sieg über Frankenthal folgt eine Niederlage gegen Dürkheim, der RRK ist Dritter, das Viertelfinale knapp verpaßt. Klar besser läuft es bei den RRK-Damen, die bis Weihnachten sieben Spiele hinter sich bringen, sechs Siege und ein Unentschieden. Damit führt der RRK mit einem Punkt Vorsprung vor dem TSV Mannheim die Südgruppe der Bundesliga an.

Gute Leistungen zeigen auch die Ib-Herren in der 2. Regionalliga, die Ib-Damen in der Oberliga und die 4. Herren in der 4. Verbandsliga, während die 3. Herren in der Oberliga ihre Probleme haben.

Ehrung für internationale Erfolge bei der RRK-Meisterschaftsfeier, rechts RRK-Schriftführerin Elke Schumacher: Silke Müller (3. Platz Feldhockey-Europameisterschaft), Denise Klecker (1. Platz Hallenhockey-Weltmeisterschaft, 3. Platz Feldhockey-Europameisterschaft), Christian und Oliver Domke (1. Platz Hallenhockey-Europameisterschaft und -Weltmeisterschaft)

Bei der Sportlerehrung 2003 für "Funktionärsarbeit" mit dem Ehrenbrief der Stadt Rüsselsheim ausgezeichnet: Elke Schumacher und Lutz Dörsam eingerahmt durch Oberbürgermeister Stefan Gieltowski und Stadtverordnetenvorsteher Siegbert Reinig

 

Die "Besten der Besten" bei der Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim im Rahmen des Sportlerballs 2003: Nina Günther (RRK), Irene Balek (RRK), Lotte Schwärzel (RRK), Lena Schüder (RRK), Silke Müller (RRK), Jennifer Schrauth-Lutz (RRK), Oliver Domke (RRK, Sportler des Jahres), Siegbert Geuder (in Vertretung der Sportlerin des Jahres, Jenny Karl), Sybille Breivogel (RRK), Angela Celikkol-Müller (RRK), Denise Klecker (RRK) und Berti Rauth (RRK)

 

Bei der Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim und dem Sportlerball des Sportbundes ist der RRK der große Gewinner. Nicht nur, dass der RRK mit Oliver Domke erneut den Sportler des Jahres stellt: Auch die Erste Damen-Hockeymannschaft wird in der Walter-Köbel-Halle als Mannschaft des Jahres geehrt. Außerdem erhält Hockey-Weltmeisterin Denise Klecker den erstmals verliehenen Leserpreis der "Main-Spitze". Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im RRK werden Elke Schumacher und Lutz Dörsam mit dem Ehrenbrief der Stadt Rüsselsheim ausgezeichnet.

Im Juni verliert der RRK sein langjähriges Mitglied Kurt Hofferbert sen. durch den Tod, im Oktober muß der RRK von seinen treuen Mitgliedern Dr. Hanns Körbel und Rüdiger Weidmann, der 55 Jahre dem RRK angehörte, und im Dezember von seinem Ehrenmitglied Karl Heuß, der dem RRK über 77 Jahre angehörte, Abschied nehmen.

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