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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

1999

Zu Beginn des Jahres stehen die RRK-Herren in der Hallen-Bundesliga bei noch vier ausstehenden Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz drei Punkte vor dem Letzten. Die Mannschaft muss ohne Nationaltorwart Christopher Reitz auskommen, der durch eine Viruserkrankung außer Gefecht gesetzt ist. Außerdem hat man Probleme mit Oliver Domke. Auch am Ende der Runde steht der RRK auf dem vorletzten Platz vor dem Absteiger Mannheimer HC. Aufgrund der häufigen internen Querelen erklärt Trainer Volker Schädel seinen Rücktritt.

Die Damen liegen zu Beginn des Jahres nach Abschluss der Vorrunde auf dem dritten Platz der Hallen-Bundesliga. Auch die Damenmannschaft muss Ausfälle verkraften; Eva Hagenbäumer hat ihren Rücktritt erklärt, wechselt dann jedoch zu Klipper Hamburg, und Britta Becker ist schwanger. Nach Abschluss der zweiten Hälfte der Runde liegt der RRK immer noch auf dem dritten Platz und verpasst damit als Titelverteidiger wie schon 1997 die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, die auch noch in der heimischen Walter-Köbel-Halle stattfindet. Deutscher Meister wird hier Klipper Hamburg mit Eva Hagenbäumer im Team, die vorher mehr als zehn Jahre für den RRK spielte.

Eine Woche später steigt in Glasgow der Europacup der Hallenhockey-Landesmeister mit den RRK-Damen. Acht Wochen nach der Geburt ihrer Tochter Emily ist Britta Becker wieder im Team, außerdem spielen für den RRK Jennifer Lutz, Denise Klecker, Jana Schwärzel, Tanja Dickenscheid, Marja Busch, Nicole Hardt, Sybille Breivogel, Lisa Jacobi, Mandy Haase, Lena Schüder und Nina Günther. Lassen wir die "Main-Spitze" berichten:

Achter Europacupsieg der RRK-Damen in Glasgow 1999 (hinten: Betreuer Thomas Blivier, Physio Hanne Zöller, Britta Becker, Nicole Hardt, Lisa Jacobi, Marja Busch, Tanja Dickenscheid, Sybille Breivogel, Trainer Berti Rauth; vorn: Denise Klecker, Lena Schüder, Jana Schwärzel, Nina Günther, Mandy Haase, Jennifer Lutz)

Pokal bleibt auf seinem Platz

RRK-Damen beim Hallen-Europacup zum achten Mal die Nummer eins

Von Dingen, zu denen eine besondere Bindung besteht, trennt sich niemand gerne. Der Hallenhockey-Europapokal der Landesmeisterinnen ist in sieben der zurückliegenden acht Jahre vom RRK gehegt und gepflegt worden. Und daran wird sich auch in den nächsten zwölf Monaten nichts ändern. Nach anfänglichen Mühen wurde der RRK in Glasgow bei der zehnten Auflage dieser Veranstaltung mit dem achten Triumph seinem Ruf vollauf gerecht, ein Turnierteam zu sein.

Der mit hohen Erwartungen gestartete englische Meister HC Slough kam nach zwei verlorenen Feldendspielen und dem Hallenfinale 1995 auch beim vierten Anlauf nicht am Ruder-Klub vorbei. Und das war auch okay so, denn der Titelverteidiger war in der erstmals gut gefüllten Kelvin Hall jene sechs Tore besser, die das 7:1 (4:1)-Endresultat ausweist.

Dass die Hessinnen ihren Verbleib im internationalen Geschäft in dieser eindeutigen Form würden sicherstellen, war zweifellos eine Überraschung. Eine Woche nach der DM-Endrunde, bei der der RRK mit etwas Pech mit der Zuschauerrolle leben musste, machte sich das Mitwirken von Britta Becker prompt bezahlt. "Sie hat uns mit ihrer Ruhe im Aufbau und ihrer Nervenstärke bei der ersten Ecke hier sehr geholfen", sagte Trainer Berti Rauth, der nach der von Dudelsackklängen begleiteten Siegerehrung und dem obligatorischen Meisterfoto wieder einmal von seinen freudestrahlenden Spielerinnen in die Luft befördert wurde.

Britta Becker und Denise Klecker, die es beide auf zehn Tore brachten, hatten im Finale mit ihren Treffern zur 2:0-Führung den Weg geebnet. Danach mussten die kantigen Britinnen zwangsweise ihre zuvor defensive Einstellung aufgeben, was dem RRK Freiräume eröffnete. Und da die Angreiferinnen sich nach den zum Teil genialen Anspielen vor dem Tor ausgesprochen kaltschnäuzig zeigten, mussten die schottischen Zuschauer ihre Hoffnungen auf einen englischen Erfolg bald begraben. Mehr als einen Strafeckentreffer ließ die aufmerksame Jennifer Lutz im RRK-Tor nicht zu. Auch dann nicht, als der HC Slough 160 Sekunden vor Schluss seine Torhüterin vom Feld holte. Diese verzweifelte Maßnahme ging zudem nach hinten los, denn nach zwei Kontern war der Gegner einmal mehr distanziert.

Angesichts der herzlichen Gastfreundschaft war es allerdings bedauerlich, dass der Rüsselsheimer Sieg den Abstieg des schottischen Meisters in die B-Division perfekt machte. Neben den beiden Aufsteigern ist auch Klipper Hamburg als deutscher Meister im nächsten Jahr mit von der Partie. Und so könnte es doch noch zu einem Aufeinandertreffen mit der nach Hamburg abgewanderten Eva Hagenbäumer kommen.

Auch der Nachwuchs der Hockeyabteilung zeigt in der Halle seine Vormachtstellung. Weibliche Jugend, A- und B-Mädchen, männliche A-Jugend und A-Knaben werden Hessenmeister; die A-Mädchen werden Süddeutscher Meister, weibliche Jugend und männliche B-Jugend werden Süddeutscher Vizemeister, die A-Knaben werden Dritter, alle vier Mannschaften qualifizieren sich damit für die Endrunde um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft. Wir zitieren "Sport in Hessen":

Deutsche Jugendmeisterschaft

Vizemeisterschaft für RRK-Mädchen

Vorbei sind die Zeiten, wo hessische Jugendmannschaften serienweise deutsche Meister-Titel einheimsten. Die Spitzenmannschaften der anderen Landesverbände haben nicht nur auf- sondern auch teilweise überholt. Nur noch allein der Rüsselsheimer RK setzte sich mit vier Teams bei den "Süddeutschen" durch und erreichte mit ihnen die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Aber hier kamen dann auch nur die A-Mädchen wenigstens zu einer deutschen Vizemeisterschaft.

Im Endspiel unterlagen die jungen Rüsselsheimerinnen dem Berliner HC mit 1:3. Das war zugleich die einzige Niederlage von Rüsselsheim in der gesamten Hallen-Saison. In den Gruppenspielen besiegte der RRK nacheinander Rot-Weiß München mit 4:1, Club Raffelberg Duisburg mit 3:1 und den Kieler HTC mit 2:1. Im Halbfinale wurde der Düsseldorfer HC klar mit 5:0 geschlagen. Insgesamt ein toller Erfolg des Rüsselsheimer RK.

Bei der Deutschen Meisterschaft der Weiblichen Jugend belegte der Rüsselsheimer RK gemeinsam mit Wacker München nach einem 2:2 den fünften Platz. In den Gruppenspielen erzielten die Rüsselsheimerinnen drei Unentschieden: 1:1 mit RTHC Bayer Leverkusen, 2:2 mit Braunschweiger THC und 2:2 mit TSV 1888 Zehlendorf Berlin.

Platz sieben erreichten die A-Knaben des Rüsselsheimer RK. In den Gruppenspielen gab es drei Niederlagen: 1:4 gegen MSC München, 0:6 gegen Club an der Alster Hamburg und 2:3 gegen HTC Schwarz-Weiß Neuss. Im Platzierungsspiel dann der einzige Sieg mit 5:3 über den Berliner HC.

Ganz ohne Erfolgserlebnis blieb die B-Jugend der Rüsselsheimer. Aber hier spielt ausschließlich der jüngere Jahrgang, so dass die Chancen für das nächste Jahr recht gut sind. Diesmal war man dem Berliner HC mit 3:5, Etuf Essen mit 2:8, TuS Lichterfelde Berlin mit 1:2 und SSV Ulm mit 1:5 unterlegen.

Das ist die Deutsche Vizemeisterschaft bei den A-Mädchen für Susanne Drexler, Maren Pfefferkorn, Antje Lutz, Elena Christl, Daniela Braumann, Eva Golke, Lydia Haase, Lena Jacobi, Lotte Schwärzel und Melissa Özkol.

Hessenmeister, Süddeutscher Meister und Deutscher Vizemeister in der Halle 1999, die 13 bis 15 Jahre alten A-Mädchen des RRK, hier Coach "Jupp" Braumann mit dem Gesamtkader, darunter die "Meister" Susanne Drexler, Maren Pfefferkorn, Antje Lutz, Elena Christl, Daniela Braumann, Eva Golke, Lydia Haase, Lena Jacobi, Lotte Schwärzel und Melissa Özkol

Hessenmeister, Dritter bei der Süddeutschen und Siebter bei der Deutschen in der Halle 1999, die A-Knaben des RRK (hinten: Moritz Frank, Max Ankner, René Stuka, David Vorreiter, Marcel Nold, Manuel Barton; davor: Trainer Volker Schädel, Sebastian Richter, Sebastian Weyer, Sascha Gottschalk, Betreuer Michael Vorreiter; vorn: Nicolas Jacobi, Clemens Rosenbaum)

Bei der Hockey-Hauptversammlung Ende März kann die Abteilungsleitung von sportlichen Erfolgen berichten, die sich sehen lassen können. Probleme bestehen im Schiedsrichterbereich und bei den Finanzen. Das führt zur Anhebung des Hockey-Sonderbeitrages. Fritz Schneider, der die Abteilung seit 1991 führt, legt die Verantwortung in jüngere Hände. Neuer Abteilungsleiter wird Martin Müller, Stellvertreter Ralf-Peter Rausch, Kassenwartin Sabine Harpf, Sport- und Jugendleiter Kurt Becker.

Sascha Adrian, Zweiter in Hessen und Zweiter auf Bundesebene im Jungen-Einer (14 Jahre) 1999

Es folgt die RRK-Jahreshauptversammlung, bei der der 1. Vorsitzende Dr. Dietmar Klausen von sportlichen Höhepunkten, von einer gelungenen 90-Jahr-Feier, von der Ausrichtung der Herren-Feldhockey-Meisterschaft, von der Einweihung des Greyhound-Busses am Sommerdamm, von der Sanierung der Dusch- und Umkleideräume sowie des gesamten Kegelbahnbereichs, aber auch von Bauproblemen am Bootshaus berichtet. Dringend notwendige Sanierungen an Betonbauteilen des Bootshauses werden große finanzielle Belastungen für den RRK erzeugen. 

Bei der ersten europäischen "Youth Trophy" für U18- (Belfast) und U16-Nationalmannschaften (Antwerpen) Mitte April 1999 sind acht Nachwuchskräfte der RRK-Talentschmiede beteiligt. Dem Nachwuchs des DHB bleibt der große Wurf versagt, zwei zweite, ein dritter und ein vierter Platz zeigen jedoch die Zugehörigkeit zur europäischen Spitze. In Antwerpen spielen Oliver Markowsky, Jan Petersen und Falk May in der männlichen U16, Lotte Schwärzel und Maren Pfefferkorn in der weiblichen U16, beide Mannschaften unterliegen erst im Endspiel. In Belfast spielen Lena Schüder, Nina Günther und Jana Schwärzel in der U18 und erreichen den dritten Rang.

Ende April eröffnen die Ruderer mit dem traditionellen Anrudern die Rudersaison, während die jugendlichen Ruderer und Lars Kerkmann schon die erste Regatta in Mannheim (5 Siege) besuchen. Es folgen die Regatten in Offenbach (1 Sieg) und Eschwege (3 Siege) mit der Hessenmeisterschaft. Lars Kerkmann wird in Renngemeinschaft mit den Ruderern Tobias Schirmer, Tim Vorfalt und Jens Raab von der Frankfurter RG Germania Hessenmeister im Doppelvierer sowie in Renngemeinschaft mit Germania Frankfurt und der RG Wiesbaden-Biebrich Hessischer Vizemeister im Achter, der 14-jährige Sascha Adrian belegt im Jungen-Einer den zweiten Platz und qualifiziert sich damit für den Bundesentscheid in Krefeld, wo er ebenfalls den zweiten Rang belegt. Anschließend besuchen die RRK-Ruderer noch die Regatten in Gießen (4 Siege) und Offenbach-Bürgel (4 Siege) sowie im Herbst Bad Ems, Mühlheim, Limburg, Schierstein, Großauheim und Würzburg. Lars Kerkmann startet in Renngemeinschaft noch beim Deutschen Meisterschaftsrudern in Köln im Vierer-mit, kann mit den Germanen Tim Vorfalt, Jens Raab und Stm. Christoph Sommer sowie dem Aschaffenburger Alexander Keller nur den fünften Platz belegen, anschließend auch noch bei den Eichkranzrennen in Brandenburg im Vierer-ohne, wo der vierte Platz erreicht wird. Am Ende der Saison hat Trainer Harald Czerwenski mit seinen Ruderern 50 Siege für den RRK eingefahren.

Zwischenzeitlich in den ersten Augusttagen starten sechs RRK-Ruderdamen zur ersten Damen-Ruderwanderfahrt im RRK in zwei Doppelvierern von Frankfurt-Oberrad nach Rüsselsheim. 30 Ruderkilometer werden an einem Tag zurückgelegt, wobei die größte Herausforderung sicher das Schleusen in Griesheim und Eddersheim ist. Begleitet werden die Damen von ihrem "Security-Team" (vier Ehemänner), das aufpasst, dass nichts passiert. Bereits im Frühsommer waren die AH-Ruderer von RaB und RRK zu ihrer Traditionswanderfahrt auf der Weser unterwegs.

Beim Abrudern der RRK-Ruderer gewinnt der 15-jährige Dominic Schwöbel die Klubmeisterschaft im Einer vor Michael Schindler und Hans-Peter Wagner. Sabine Mader tauft einen neuen Kinder-Doppelzweier auf den Namen "Cassiopeia".

Erfolgreiche RRK-Ruderer auf einer Regatta 1999: Sascha Adrian, Sabine Mader, Melanie Berger, Katrin Hoeldtke und Dominic Schwöbel

Unter der "Aufsicht" von Ruder-Abteilungsleiter Gerhard Darnieder tauft Sabine Mader beim Abrudern 1999 einen neuen Doppelzweier auf den Namen "Cassiopeia"

Ruder-Abteilungleiter Gerhard Darnieder überreicht dem neuen Klubmeister im Einer, Dominic Schwöbel, den Wanderpreis, zweiter Platz für Michael Schindler (im Hintergrund) 

Trainer mit erfolgreichen RRK-Ruderern beim Abrudern 1999 (Trainer Harald Czerwenski, Michael Schindler, Maximilian Otto, Hans-Peter Wagner, Melanie Berger, ..., Dominic Schwöbel, Sascha Adrian, Sabine Mader, Katrin Hoeldtke)

Bei den Hockeyspielern beginnen die Herren die Feldsaison ohne Trainer, die Verantwortung wird auf drei Schultern verteilt. Torwart Christopher Reitz und Mittelfeldspieler Björn Emmerling sind für Taktik und Trainingsaufbau zuständig, der bisherige Trainer Volker Schädel übernimmt die Umsetzung der Übungseinheiten. Vor der Sommerpause nach 10 von 14 Spieltagen liegt die Mannschaft auf dem vierten Platz der Feld-Bundesliga. Dagegen haben die Damen des RRK in den ersten zehn Spielen bis zur Sommerpause 28 Punkte eingefahren und führen die Tabelle klar an.

In der Sommerpause versuchen beide Mannschaften im DHB-Pokal erfolgreich zu sein. Durch einen 5:2-Sieg über den Großflottbeker THGC erreichen die Herren das Viertelfinale, müssen dann beim drei Klassen niedriger angesiedelten Oberligisten Schwarz-Weiß Bonn auf Naturrasen antreten und der versetzt dem hohen Favoriten im Siebenmeter-Schießen mit 6:5 den Knockout. Die RRK-Damen dagegen siegen im Viertelfinale mit 3:2 über Klipper Hamburg, spielen im Halbfinale gegen Rot-Weiss Köln, verlieren ihr erstes Spiel der Feldsaison mit 3:5 und verpassen damit die Finalteilnahme.

Anfangs August findet auf den Hockeyplätzen am Sommerdamm das dritte "Rüsselfanten-Turnier" statt. 30 Teams – darunter 11 weibliche – spielen an zwei Tagen auf vier Kleinfeldern 83 Spiele von mit einer Spieldauer von 20 Minuten aus. Sieger bei den Damen wird Eintracht Frankfurt vor dem RRK, bei den Herren das Reiseteam "Looser" vor dem Mannheimer HC.

Erste Ruderwanderfahrt der RRK-Damen von Oberrad nach Rüsselsheim, rechts zusammen mit dem "Security-Team" (Wolfgang Gummersbach, Rudi Reitz, Silvia Reitz, Christine Brossier, Heike Dambmann-Knöß, Sigrid Schäfer, Sylvia Gummersbach, Dr. Wolfgang Mack, Ursula Alt)

In der zweiten Augusthälfte spielen die Damen-Nationalmannschaften in Köln um die Europameisterschaft, wobei der Sieger sich zusätzlich direkt für das Olympiaturnier in Sydney qualifiziert. Im Kader von RRK- und Nationaltrainer Berti Rauth sind zwei RRK-Damen, Britta Becker und Denise Klecker. Doch es reicht nicht zum EM-Titel, man unterliegt im Finale den Niederlanden mit 1:2. Und auch die Herren-Nationalmannschaft mit den RRKlern Christopher Reitz und Björn Emmerling will sich bei der EM in Padua mit dem Titelgewinn direkt für Sydney qualifizieren. Auch die Herren spielen im Finale gegen die Niederlande; nach Ende der regulären Spielzeit und auch nach Verlängerung steht es 3:3. Im Siebenmeter-Schießen kann Christopher Reitz drei "Schüsse" halten, das deutsche Team siegt 5:4, wird Europameister und löst das Olympiaticket direkt.

In der zweiten Septemberhälfte gehen die Bundesligen bei Damen und Herren in die Schlussrunde. Die RRK-Damen beenden die Runde auf dem ersten Tabellenplatz, die Herren auf dem dritten. Damit spielen beide Mannschaften im Viertelfinale um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft. Die RRK-Herren müssen im Viertelfinale als krasser Außenseiter zum amtierenden Deutschen Meister, dem Harvestehuder THC, verkaufen sich teuer und müssen erst 50 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit das 2:3 hinnehmen. Dagegen spielen die in der Bundesliga-Punktrunde ungeschlagenen RRK-Damen am Sommerdamm gegen Club Raffelberg. Trotz Mitwirkens des Neuzugangs, der Nationalspielerin Friederike Barth, trotz großer Feldüberlegenheit und einem Eckenverhältnis von 13:0 steht es nach regulärer Spielzeit und auch nach Verlängerung 2:2, Siebenmeter-Schießen ist angesagt. Da Britta Becker in ihrem letzten Feldspiel für den RRK ebenso wie Denise Klecker und Mandy Haase in der überragenden Club-Torhüterin ihre Meisterin finden, Nicole Hardt und Friederike Barth das Ziel verfehlen, ist nach sieben von zehn Schützinnen alles klar, die RRK-Damen sind wie 1998 erneut aus dem DM-Rennen.

Hessischer Vizemeister 1999 auf dem Feld, die A-Knaben des RRK. Es spielten: Nicolas Jacobi, Manuel Barton, Lennart Cherifi, Lukas Eckhard, Moritz Frank, Sascha Gottschalk, Michael Holtz, Tristan Lange, Nicolas Lange, Markus May, David Vorreiter, Sebastian Weyer, Moritz Seitz, Tobias Nickel

Hessenmeister und Vierter bei der "Deutschen" auf dem Feld 1999, die A-Mädchen des RRK (hinten: Mareike Neubauer, Lena Jacobi, Maren Pfefferkorn, Mirela Muhic, Sabrina Radtke, Henrike Stopfkuchen, Anja Meisner, Ann-Kathrin Zielonka; davor: Sabrina Heppel, Lydia Haase, Miriam Burghardt, Ann-Kathrin Kröner, Nicole Roßa, Elena Christl, Laura Appel; vorn: Susanne Drexler)

Die Hockeyjugend kann auf dem Feld an die Erfolge in der Halle anschließen. Die weibliche Jugend, die A-Mädchen, die männliche A- und B-Jugend werden Hessenmeister, die A-Knaben werden Hessischer Vizemeister. Bei der folgenden Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft können sich drei der vier teilnehmenden Teams (männliche A-Jugend wird zurückgezogen) für die Endrunde qualifizieren, die weibliche Jugend, die A-Mädchen und die männliche B-Jugend. Während die weibliche Jugend die Zwischenrunde nicht übersteht, für die A-Mädchen im Halbfinale nach Siebenmeter-Schießen die Endstation erreicht ist, bleiben die schon vorher als sehr stark eingeschätzten "B-Buben" nicht hinter den Erwartungen zurück. In der Zwischenrunde fertigen sie den HC Lindenau-Grünau Leipzig mit 12:0 ab und gewinnen gegen den Münchner SC mit 5:4. Zur Endrunde um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft in Mülheim und beim RRK am Sommerdamm lassen wir die "Main-Spitze" berichten:

B-Jugend dem Meisterwimpel am nächsten

Hockey: 1:2-Niederlage im DM-Finale gegen Gastgeber Uhlenhorst Mülheim / Siebenmeter-Drama bei den A-Mädchen

Hessenmeister und Deutscher Vizemeister 1999 auf dem Feld, die männliche B-Jugend des RRK

Es hat wohl nicht sollen sein: Nach den Damen und Herren, für die der Traum von einem Blauen Meisterwimpel zum Millenium jeweils im Viertelfinale dieser Feldhockeysaison zu Ende war, blieb auch dem Nachwuchs des Rüsselsheimer RK der große Wurf nicht vergönnt. Am dichtesten dran war die B-Jugend in Mülheim. Die 15 und 16 Jahre alten Talente von Trainer Volker Schädel gaben sich erst im DM-Finale dem erfolgsverwöhnten HTC Uhlenhorst 1:2 geschlagen. Der Gastgeber münzte seinen Heimvorteil auf dem aufgrund von Verschmutzung und Vereisung erst mit Verspätung bespielbaren Platz zum siebten Titelgewinn in dieser Altersklasse um – darunter 1991 ein 3:1-Sieg in gleicher Umgebung gegen den RRK.

Am heimischen Sommerdamm war bereits am Samstag manche Träne auf den Kunstrasen getropft. Nach einer dramatischen Partie mussten die von Bundestrainer Berti Rauth betreuten A-Mädchen des Ruder-Klubs ihre Hoffnungen auf den vierten Titeltriumph in der Altersklasse der 13- bis 15-Jährigen im zweiten Halbfinale der 23. Endrunde nach der 4:5-Niederlage im Siebenmeter-Schießen gegen Club Raffelberg begraben. Ironie des Schicksals: Gegen denselben Gegner und auf exakt die gleiche Weise waren die RRK-Damen vor 14 Tagen an gleicher Stätte am Einzug in die DM-Endrunde gescheitert.

B-Jugend: RRK - Düsseldorfer HC 4:1 (2:1). – Von dem frühen Führungstor des Westmeisters (2.) ließ sich der Ruder-Klub im Halbfinale nicht beeindrucken. Oliver Markowsky und Falk May stellten noch vor dem Seitenwechsel die Weichen auf Sieg. Abermals Markowsky sowie Lorenz Klee beseitigten im überlegen gestalteten zweiten Abschnitt alle Zweifel am Sieg.

Uhlenhorst Mülheim - RRK 2:1 (1:0). – Zweieinhalb Stunden nach der ursprünglichen Anstoßzeit hatten sich um 13.30 Uhr fast 400 Zuschauer auf der HTC-Anlage eingefunden. Nach einem verteilten Auftakt mit Chancen hüben wie drüben, war es Mülheims herausragender Nationalspieler Philip Bellenbaum, der die erste Strafecke zum 1:0 nutzte (15.). Während die feldüberlegenen Gastgeber sechs weitere kurze Ecken vergaben, scheiterte der RRK bei einigen vielversprechenden Kontern immer wieder an Auswahltorhüter Sebastian Schäfer.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Uhlenhorst blieb spielbestimmend, die Hessen konterten glücklos. Das 2:0 (58.) – nach einem Freischlag war einem Rüsselsheimer der Ball vom Schläger gesprungen – war die Vorentscheidung. Als Sven Wohlfahrt nach einer Strafeckenvariante das Anschlusstor gelang, blieben nur noch rund zwei Minuten Zeit.

A-Mädchen: RRK - Club Raffelberg nach 7-m-Schießen 4:5 (2:2/0:2). - Zwei grundverschiedene Halbzeiten bekamen etwa 250 Zuschauer zu sehen. Zunächst bestimmte der geschlossener wirkende Gast weitgehend das Geschehen und sah nach dem Doppelschlag in der 26. und 28. Minute wie der sichere Sieger aus. Danach indes spielte nur noch der RRK, der leicht mehr als den Ausgleich durch die Auswahlspielerinnen Maren Pfefferkorn (33./E) und Elena Christl (46.) hätte erreichen können. Neben fünf weiteren kurzen Ecken wurde aber auch ein Siebenmeter – Christl scheiterte an der Raffelberger Torhüterin – vergeben (43.).

Im fälligen Siebenmeter-Schießen sprach zunächst alles für den RRK: Lena Jacobi und Elena Christl trafen, während Susanne Drexler, die nach dem Endspiel als beste Torhüterin der Endrunde ausgezeichnet wurde, zweimal pariert und die erst Club-Schützin daneben gezielt hatte. Obwohl nur noch eine der drei ausstehenden RRK-Schützinnen hätte treffen brauchen, wollte der dritte Treffer einfach nicht mehr gelingen. Raffelberg glich aus und machte schließlich den glücklichen Einzug ins Finale perfekt, als beim sechsten RRK-Versuch das Tor verfehlt wurde.

Das ist die Deutsche Feldhockey-Vizemeisterschaft für die männliche B-Jugend des RRK, für Andreas Späck, Clemens Rosenbaum, Daniel Burghardt, Sven Wohlfahrt, Jan Petersen, Jonas Hof, Daniel Hausmann, Oliver Markowsky, Frank Trautmann, Mirco Fuchs, Thomas Jost, Lorenz Klee, Falk May, Marcel Nold, Tobias Würbach und Max Ankner.

Bei der am Sommerdamm ausgerichteten Endrunde um den Hessenpokal der Senioren verteidigt der RRK seinen Titel gegen den RV Offenbach, den Wiesbadener THC und den Limburger HC.

Hessenpokal 1999 für die Senioren des RRK (hinten: Volker Schädel, Alfred Segner, Martin Müller, Martin Krieger, Harald Eisenacher, Günter Schwanke, Josef Braumann, Roland Segner, Fritz Schmidt jr., Wilfried Dörsam, Johannes Petry; vorn: Glenn Eifert, Ernst Hünerfeld, Andreas Leichtweiß, Stefan Jung, Thomas Kempf, Dieter Naß, Wilfried Schwanke)

Die drei erstplazierten Paare der RRK-Klubmeisterschaft 1999 im Tennisdoppel: Manfred Liebig und Martin Müller (3.), Thomas Späck und Kurt Maurer (1.), Hildegard Domke und Thomas Susenburger (2.)

Die RRK-Tennisspieler ermitteln nur einen Klubmeister im Doppel, wo sich Thomas Späck und Kurt Maurer vor Hidegard Domke und Thomas Susenburger sowie Manfred Liebig und Martin Müller durchsetzen.

Im Vereinszeitschriftenwettbewerb des LSB Hessen belegt das "Vereinsjournal" des RRK in der Klasse "Vereine über 500 Mitglieder" den dritten Platz, im überregionalen Vergleich zusammen mit Rheinland-Pfalz und Thüringen den elften Platz.

Am 5. November 1999 findet im Bootshaus die Meisterehrung der erfolgreichen Sportler und Trainer statt. Erfolge beim Europacup, bei hessischen, süddeutschen und deutschen Meisterschaften, in der Nationalmannschaft sowie auf Ruderregatten werden gewürdigt. Einige Tage später werden ebenfalls im Bootshaus Jubilare für langjährige Vereinstreue geehrt, darunter das RRK-Ehrenmitglied Wilhelm "Willi" Nold, der 70 Jahre dem RRK angehört, sowie die "50-jährigen" Dr. Lothar Hüthwohl, Hans-Peter Kraft und Sigurd Traiser. 40 Jahre Mitglied im RRK sind Roland von zur Mühlen, Peter Kraus, Jochen Zimmermann und Martin Müller, 25 Jahre Kay Dreisbach, Detlev Stark, Uwe Rausch, Wolfgang Gentzsch, Dr. Harald Richter, Thomas Mildenburger, Erst Hünerfeld, Harald Eisenacher, Günter Schwanke und Wilfried Schwanke.

Ab Mitte November sind die Bundesligateams von Damen und Herren wieder im Hallenhockey gefordert. Neuer Trainer bei den Herren ist der "Rüsselsheimer Bub" und RRKler Kai Stieglitz, der seit 1995 den TSV Schott Mainz trainierte. Sein Ziel ist zunächst einmal der Klassenerhalt, dagegen will Damentrainer Berti Rauth mit seiner Mannschaft und auch Britta Becker, die nun in Hamburg wohnt und ihre letzte Saison für den RRK spielt, unter allen Umständen die Endrunde erreichen. Nach 10 von 14 Spielen liegen die RRK-Damen am Jahresende unangefochten auf dem ersten Platz, die Herren liegen klar auf dem zweiten Platz, so dass beide Teams die Endrunden-Teilnahme sicher haben.

Jubilarenehrung im Bootshaus (stehend: 1. Vorsitzender Prof. Dr. Dietmar Klausen, Martin Müller (40 Jahre im RRK), Hans-Peter Kraft (50), Ellen Weidmann (1998: 50), Achim Erhard (1998: 25), Ursula Alt (40), Dr. Harald Richter (25), Peter Kraus (40), Detlef Stark (25), Rüdiger Weidmann (1998: 50), Sigurd Traiser (50), Jochen Zimmermann (40), 2. Vorsitzender Horst Ackermann; sitzend: Dr. Lothar Hüthwohl (50), Wilhelm Nold (70))

Die strahlenden Sportler des Jahres 1999 beim Sportlerball des Sportbundes Rüsselsheim, Denise Klecker (RRK, Sportlerin des Jahres) und Christopher Reitz (RRK, Sportler des Jahres) eingerahmt von der Mannschaft des Jahres, den Rasenradballern des RMSC, und dem Sportbund-Vorsitzenden Rolf Gerbig

Ende November wird RRK-Nationalspieler Björn Emmerling mit der Sportplakette des Landes Hessen ausgezeichnet. Beim Sportlerball des Sportbunds werden 330 Sportler geehrt, darunter viele RRKler. Sportlerin des Jahres 1999 in Rüsselsheim wird Denise Klecker, Sportler des Jahres 1999 Christopher Reitz.

Am Anfang des Jahres verliert der RRK seine langjährigen Mitglieder Hans Mietzschke und Dr. Adam Alt sowie im August das treue Mitglied, den Hockeyspieler Hans Teerling, alle drei Träger der RRK-Ehrennadel in Gold, durch den Tod.

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