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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

1993

In den ersten Tagen des neuen Jahres spielt die deutsche Damen-Nationalmannschaft in London um die 7. Hallenhockey-Europameisterschaft. Im zwölfköpfigen Aufgebot stehen fünf RRK-Damen (Bianca Weiß, Britta Becker, Eva Hagenbäumer, Tanja Dickenscheid und Susanne Müller) und eine "Ex", Anke Wild. Wie erwartet sind die deutschen Damen nicht zu schlagen und sichern sich im Finale durch ein 8:3 über England auch den siebten Titel.

Obwohl die Hockeyherren zu Beginn des Jahres auf dem 4. Tabellenplatz in der Regionalliga stehen und auf die Aufstiegsrunde hoffen, verschlechtert sich die Situation von Woche zu Woche. Drei Spieltage vor Schluss der Runde ist der RRK Fünfter, jedoch nur zwei Punkte vom Abstiegsplatz entfernt. Die Angst geht um, doch zwei Siege gegen Heidelberg und Mannheim sichern den Klassenverbleib.

Ganz anders die RRK-Damen. Sie spielen eine überzeugende Runde und stehen nach zwölf Spieltagen mit 26:2 Punkten und 129:57 Toren auf dem ersten Platz der Bundesliga Süd. Das heißt Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Doch vor der Endrunde müssen die RRK-Damen noch nach Berlin, das "Unternehmen Europapokal" fordert die Mannschaft, deren Ziel der dritte Titelgewinn in Folge ist. In der Vorrunde siegt der RRK über Glasgow, s`Hertogenbosch und Lorenzoni, trifft im Halbfinale auf Hightown, siegt mit 7:3 und steht im Finale, wie es nicht anders zu erwarten ist, dem deutschen Hallenmeister 1992, dem Berliner HC, gegenüber. Wir zitieren das "Darmstädter Echo":

Im Finale klappt wenig

Rüsselsheimer Hockeydamen verpassen Europacup gegen Berlin

Es wurde nichts mit dem dritten Gewinn des Europapokals in Folge: Die Hockeydamen des Rüsselsheimer RK unterlagen am Sonntag in der Berliner Sporthalle Schöneberg im Finale dem Deutschen Meister Berliner HC mit 3:6 (2:3).

Das Rüsselsheimer Team war vor 1.100 Zuschauern als Favorit in das Finale gegangen, nachdem es Gruppenspiele und Halbfinale klar dominiert hatte. Berlin hingegen schrammte im Überkreuzspiel knapp an einer Blamage gegen den schottischen Meister aus Glasgow vorbei, als es mit 3:2 geradeso reichte.

Rüsselsheims Trainer Berti Rauth hatte von einer Favoritenrolle ohnehin nichts wissen wollen: "Die haben uns vor einem Jahr im Endspiel um die deutsche Meisterschaft ganz schön bloßgestellt", erinnerte er an die 3:5-Finalniederlage des Jahres 1992 in Rüsselsheim. Und seine Ahnung trog ihn nicht: Einmal mehr war der RRK nicht in der Lage, den quirligen Angriffen der Berlinerinnen die richtigen Mittel entgegenzusetzen. "Wir waren unfähig", stöhnte Spielführerin Eva Hagenbäumer.

Vor allem in der zweiten Halbzeit fehlten die Ideen, um sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. "Vielleicht haben wir uns taktisch zu sehr auf die eingestellt", grübelte Eva Hagenbäumer. Anstatt selbst zu agieren und das Spiel zu machen, ließ sich der RRK vom Gegner die Marschroute diktieren. Und als es mit der Rüsselsheimer Stärke, dem Ausnutzen der Strafecken, nicht wie gewohnt klappte, war die Sicherheit dahin.

Die entscheidenden Tore beim Berliner HC markierten ehemalige Rüsselsheimerinnen: Ein Eckentreffer der überragenden Nationalspielerin Anke Wild brachte Berlin beim 2:1 (14.) erstmals in Führung. Das vorentscheidende 4:2 (23.) erzielte Annette Laquai.

Trost für den RRK: Britta Becker wurde mit 17 Treffern überlegen Torschützenkönigin des Turniers. Und was vielleicht noch wichtiger ist: Rüsselsheim ist nicht mehr in Gefahr, zum Favoriten gemacht zu werden, wenn es am kommenden Wochenende in Bonn in die deutsche Endrunde geht. Möglicher Finalgegner: Berliner HC.

Bei der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft wartet im Halbfinale Klipper Hamburg auf die RRK-Damen. In völlig desolater Verfassung zeigt sich hier der RRK und wenn nicht Bianca Weiß im RRK-Tor als rühmliche Ausnahme klaren Kopf bewahrt hätte, der 6:4-Sieg wäre nicht möglich gewesen.

Die RRK-Fans sind schon am feiern. Das Ergebnis ist klar. "Die Meisterschaft ist uns!!!"

Die RRK-Damen holen sich nach 1990 und 1991 den dritten Deutschen Meistertitel in der Halle durch einen 6:1-Finalsieg über Eintracht Frankfurt (hinten: Betreuer Thomas Blivier, "Physio" Pit Bulajic, Marja Busch, Katrin Schmidt, Nicole Hardt, Eva Hagenbäumer, Britta Becker, Tanja Dickenscheid, Trainer Berti Rauth; vorn: Stefanie Rinderer, Sybille Breivogel, Angela Müller, Denise Klecker, Bianca Weiß, Susanne Müller)

Der "RRK-Präsident" Dr. Dietmar Klausen und die Meisterinnen (Nicole Hardt, Katrin Schmidt, Sybille Breivogel)

Im zweiten Halbfinale schlägt Eintracht Frankfurt den Titelverteidiger Berliner HC überraschend mit 7:4, so dass sich die beiden Südvertreter im Finale gegenüberstehen. Lassen wir die "Main-Spitze" berichten:

Mit unbändigem Siegeswillen zum dritten Hallentitel

Hockeydamen des RRK halten im 32. DM-Finale in Bonn Eintracht Frankfurt mit 6:1 nieder und sind wieder im Europacup

Die Verbannung aus dem Europa-Cup-Wettbewerb, sie währte nur ganze acht Tage. Die Hallenuhr zeigte am gestrigen Sonntag exakt 16.15 Uhr, da hatten sich Rüsselsheims Hockey-Damen eindrucksvoll zurückgemeldet. Schläger flogen durch die Luft, und zwölf überglückliche Spielerinnen nebst Trainer, Betreuer und Fans verbanden sich zu einem Knäuel jauchzender Leiber. Eine Woche nach dem bitteren Verlust der europäischen Hallenkrone und ziemlich genau ein Jahr nach der Niederlage im deutschen Endspiel – beides gegen den Berliner HC – schlug die Mannschaft von Erfolgstrainer Berti Rauth im 32. Endspiel um die deutsche Meisterschaft in Bonn zwei Fliegen mit einer Klappe. Einmal sicherte sich der Ruder-Klub durch ein überzeugendes 6:1 (4:0) über Eintracht Frankfurt im fünften Finale den dritten blauen Meisterwimpel, und zum anderen darf der zweimalige europäische Hallenchampion nun auch im kommenden Jahr wieder seine Kräfte mit den anderen Landesmeistern vom alten Kontinent messen.

Britta Becker wird von Damen Bundestrainer Rüdiger Hänel als beste Spielerin der DM-Endrunde ausgezeichnet.

Bei den Reservemannschaften zeigen die Ib-Damen die beste Leistung. Ungeschlagen werden sie mit 26:2 Punkten und 132:50 Toren Meister der Oberliga, dürfen jedoch nicht aufsteigen. Die Ib-Herren belegen in der 1. Verbandsliga den 7. Platz, die 3. Herren werden in der 3. Verbandsliga sechste. Die Hockeysenioren schaffen das Double, nach dem Gewinn des Hessenpokals 1992 auf dem Feld holen sie sich auch den Hallentitel durch einen 6:3-Sieg im Finale über den Offenbacher RV.

Hessenmeister 1993 in der Halle, die B-Mädchen des RRK (hinten: Andrea Bogacki, Andrea Gareis, Michaela Effing, Hatice Basan; davor: Daria Kossyk, Nina Günther, Lena Schüder, Jana Schwärzel; vorn: Nicole Loeck) 

Frischgebackene Hessenmeister in der Halle bei den B-Knaben 1993, der RRK (hinten: Sven Wohlfahrt, Trainer Edgar Wohlfahrt, Sebastian Markowsky, Holger Gerlach, Benjamin Jacobi, Tolga Özkol, Tobias Steidel, Christian Braumann, Oliver Markowsky, Gregor Theis; vorn: Timo Scharfenbaum)

Hessenmeister bei der Jugend werden die B-Mädchen, die B-Jugend, die A-Knaben und die B-Knaben, Vizemeister werden die A-Mädchen. Zu den süddeutschen Titelkämpfen nach Bietigheim fährt die B-Jugend mit Trainer Torsten Althoff, Ergebnis Rang 4. Die A-Knaben fahren mit Trainer Kai Stieglitz nach Bad Kreuznach und holen sich die Vizemeisterschaft, die zur Teilnahme an der "Deutschen" berechtigt. Das gleiche gelingt den A-Mädchen als Süddeutscher Meister, die ihre DM-Endrunde in der Mainz-Mombacher Schott-Sporthalle austragen. Die hoch angesetzten Erwartungen, Betreuer Kurt Becker: "Der Mannschaft traue ich alles zu!", werden nicht erfüllt. Nach einer Vorrunden-Niederlage gegen Celle ist das Halbfinale gestrichen, im Spiel um Platz 5 verliert die Mannschaft mit 2:3 gegen TuS Lichterfelde und wird nur enttäuschter Sechster.

Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft 1993 in Bad Kreuznach für die A-Knaben des RRK (hinten: Trainer Torsten Althoff, Tim Schmuck, Christian Domke, Torsten Kraft, Jürgen Stuhlträger; davor: Björn Fuchs, Nico Hosang, Thorsten Naß, Björn Birkicht, Matthias Köppl; vorn: Steffen Dreisbach, Martin Ehrhardt) 

Dagegen versuchen die A-Knaben, den RRK-Damen nachzueifern. Sie müssen zur DM-Endrunde nach Bad Kreuznach, verlieren in der Vorrunde gegen Uhlenhorst Mülheim mit 2:3, schlagen Alster Hamburg mit 3:1 und den Harvestehuder THC mit 4:1. Im Halbfinale trifft der RRK auf den Titelverteidiger SV Böblingen und eine durch Trainer Torsten Althoff hervorragend eingestellte RRK-Mannschaft setzt sich mit 5:3 durch. Im Finale wartet erneut Uhlenhorst Mülheim. Der RRK muss gegen den Westzweiten, dem man bereits in der Vorrunde unterlegen war, ein hartes Stück Arbeit verrichten, ehe der 4:2-Finalsieg und damit der Gewinn der Deutschen Meisterschaft unter Dach und Fach ist.

Für anfangs März hat die Ruderabteilung zu ihrer Hauptversammlung eingeladen. Die Finanzsituation hat sich verbessert, die Aktion zur Werbung von Rudernachwuchs war ein voller Erfolg, im Schulrudern gibt es Probleme, so die Hauptaussagen von Abteilungsleiter Rudi Reitz.

Etwa eine Woche später trifft sich die Hockeyabteilung im Bootshaus zur Hauptversammlung, bei der auch Wahlen anstehen. Im Mittelpunkt stehen logischerweise die vielen sportlichen Erfolge in allen Altersbereichen. Bei den Finanzen hielten sich Einnahmen und Ausgaben die Waage. Fritz Schneider wird als Abteilungsleiter wiedergewählt, sein Stellvertreter wird Martin Müller, Kassenwart Ludwig Kraft, Jugendleiter Thomas Susenburger.

Dann steht am 2. April 1993 die Generalversammlung des RRK auf der Tagesordnung. "Mer strunze net, mer hun!", so kommentiert der 1. Vorsitzende des RRK, Prof. Dr. Dietmar Klausen, die sportlichen Erfolge der Abteilungen, insbesondere natürlich des RRK-Aushängeschilds, der Hockeyabteilung. Doch im finanziellen Bereich sind, wie Schatzmeister Wilfried Hoffmann beleuchtet, durchaus Probleme angesiedelt, denn das klubeigene Bootshaus verlangt einige Sanierungen: Toiletten, Kellerraum, Regenwasserabfluss, Außentüren, Parkplatz, Kegelbahn, Saal, Außenbeton, das sind Stichworte hinter denen sich erforderliche finanzielle Aufwendungen verbergen.

"Der RRK ist stolz auf seine Sportler, insbesondere auf seine Meister!" Mit diesen Worten begrüßt der 2. Vorsitzende des RRK, Horst Ackermann, etwa 150 Mitglieder und Gäste bei der Hockey-Meisterfeier des RRK Ende April im Bootshaus. Etwa 100 erfolgreiche Sportler werden von Hockey-Abteilungsleiter Fritz Schneider den Anwesenden vorgestellt und geehrt.

Nach dem harten Wintertraining bereiten sich die Ruderer unter Trainer Günter Müller im April bei einem einwöchigen Intensivtraining auf dem Main am heimischen Bootshaus auf die Regattasaison vor. Zehn Ruderer bewegen ihre Boote am Tag im Durchschnitt etwa 28 km. Es folgt der erste Langstreckentest in Offenbach, dann die Mannheimer Nachwuchsregatta, wo Sascha Rachow und Andreas Klepper den ersten Saisonsieg für den RRK einfahren.

Beim Anrudern 1993 tauft Hilde Blöcher einen Rennvierer auf den Namen ihres Schwiegervaters, Georg Blöcher, eines Mitbegründers des 1908 gegründeten Rudervereins Rüsselsheim, daneben ihr Ehemann Hans Ludwig "Halu" Blöcher, der Spender des Bootes.

Die "Turndamen" des RRK bei ihrer 10-jährigen Jubiläums-Reise nach Rom 1993 (hinten: Gretel Kober, Dorle Gentzsch-Köppen, Brigitte Treber, Christina Müller, Jeannette Wagner, Traudl Tichatzky; vorn: Elke Schumacher, Gisela Hoffmann)

Anschließend anfangs Mai wird die Rudersaison offiziell mit dem Anrudern eröffnet. Und wieder kann ein neues Boot getauft werden, das Hans Ludwig ("Halu") Blöcher gespendet hat, ein als Riemen- oder Skullboot zu rudernder Rennvierer ohne Steuermann. Das Boot wird von der Ehefrau des Spenders, Hilde Blöcher, auf den Namen ihres Schwiegervaters, "Georg Blöcher", einer der Gründer des Rudervereins Rüsselsheim, getauft.

Es folgt die Internationale DRV-Juniorenregatten in München, wo Martin Kraft im Rgm.-Doppelzweier mit Marc Bussian (IGOR) zwei hervorragende dritte Plätze belegt. Marcel Falb und Sascha Lenz rudern in Offenbach (2 Siege), Michael Schindler in Heidelberg. Auf der Gießener Pfingstregatta kann der RRK elfmal am Siegersteg anlegen.

Jubiläums-Ruderwanderfahrt ("25 Jahre Ruderfreundschaft") der Freunde vom Ruderklub am Baldeneysee Essen und vom RRK auf der Mecklenburgischen Seenplatte, auf der Mirow. Immer wieder wird das Rudern durch Schleusen unterbrochen (links), aber nach dem Rudern (rechts) ist dann ein Bier angesagt: Manfred Hölzel (RaB), Klaus Jeske (RRK), Ragnar Otto (RRK), Rudi Reitz (RRK), Klaus Hartmann (RRK), Dr. Dietmar Klausen (RRK), Dr. Claus Holzapfel (RaB)

Zwischenzeitlich gehen die AH-Wanderruderer von RaB und RRK am Fronleichnams-Wochenende auf Ruderwanderfahrt, Ziel ist die Mecklenburgische Seenplatte, die Mirow. Es ist die Jubiläums-Wanderfahrt, denn 25 Jahre verbindet mittlerweile die Ruderfreunde von RaB und RRK. Und auch etwas jüngere Ruderer und Ruderinnen des RRK und aus Bad Kreuznach gehen auf Wanderfahrt zum Bodensee, rudern in einer Woche von Konstanz über Wallhausen, Überlingen, Hagnau, Friedrichshafen und Lindau nach Bregenz.

Siegerehrung bei der Hessen-Meisterschaft 1993 im Jugend-Einer; in der Mitte der Hessenmeister Martin Kraft vom RRK, der vor Weilburg und Offenbach siegen kann.

Bronze bei der Hessen-Meisterschaft 1993 für Sascha Rachow und Andreas Klepper

Und noch eine Jubiläumsfahrt findet im Mai statt, die RRK-Turndamen feiern ihr Zehnjähriges mit einer Reise nach Rom. Acht Damen verbringen fünf herrliche Tage in der Stadt am Tiber mit viel Sightseeing und auch etwas Erholung.

Die Regattasaison der RRK-Ruderer geht weiter mit der DRV-Juniorenregatta in Köln und der Regatta in Mainz (2 Siege für Thorsten Fett mit Partner Jörg Herzog). Dann folgen die Hessenmeisterschaften auf dem Werratalsee in Eschwege, wo der RRK zu vier Rennen meldet. Mit dem Gewinn einer Hessenmeisterschaft überzeugen können nur Martin Kraft im Junior-Einer, außerdem Thorsten Fett mit Jörg Herzog und Jens Weckbach vom Flörsheimer RV sowie Christian Bohmann vom Weilburger RV im Lgw.-Männer-Doppelvierer. Andreas Klepper und Sascha Rachow belegen im Lgw.-Junior-Doppelzweier nach einem Vorlaufsieg im Finale den 3. Rang, das ist die Bronzemedaille. Bei den Hessischen Schülermeisterschaften in Hanau starten die RRKler Andrea Schlott und Melanie Guthmann im Doppelzweier für die Max-Planck-Schule und siegen klar.

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in München meldet RRK-Trainer Günter Müller zu drei Rennen. Im Lgw.-Junior-Doppelzweier haben 17 Boote gemeldet, darunter Klepper/Rachow vom RRK. Nach einem 3. Platz im Vorlauf ist im Hoffnungslauf das "Ende der Fahnenstange" erreicht. Bussian/Kraft starten im Doppelzweier, zu dem 18 Boote gemeldet haben, erreichen über Vor- und Hoffnungslauf das Halbfinale, können sich hier als Fünfter jedoch nicht für das Finale der besten Sechs qualifizieren. Alle Hoffnungen ruhen damit auf dem Junior-Doppelvierer mit Martin Kraft, Marc Bussian, Sascha Lenz und Marcel Falb. Doch der "RRK-Vierer" (drei RRKler, ein IGORler) muss gegen starke Renngemeinschaften antreten, erreicht im Vorlauf den 4. Platz, muss somit in den Hoffnungslauf, wo ein 2. Platz zum Weiterkommen reicht, doch er wird nur Dritter.

Im Herbst besuchen die RRK-Ruderer noch die Kurzstreckenregatten in Mühlheim (14 Siege), Bad Ems (1), Limburg (3), Schierstein (8) und Großauheim (11). Die AHs bereiten sich für einen Start beim Roseninselachter auf dem Starnberger See über 12 km vor, wollen den Sieg vom letzten Jahr wiederholen und schaffen das auch. Michael Schindler, der "Marathon-Mann" des RRK versucht sich erneut bei "Rund um Lüttich" über 60,55 km und möchte die Siege der beiden letzten Jahre wiederholen. Doch Sturm und Wellen führen dazu, dass er, obwohl mit 20 min in seiner Klasse führend, nach 43 km aufgibt.

Beendet wird die Regattasaison mit dem Abrudern, der traditionellen internen Regatta mit gemütlichem Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Höhepunkt der Regatta ist natürlich die Klubmeisterschaft im Einer, die sich Martin Kraft erneut überlegen vor Marcel Falb sichert. Der RRK hat im Jahr 1993 auf offenen Regatten 56 Regattasiege eingefahren, erfolgreichster Ruderer des Jahres im RRK ist ebenfalls Martin Kraft mit 16 Siegen.

 

Sieger beim "Roseninselachter" 1993 auf dem Starnberger See über 12 km, die Mastersruderer des RRK (Stm. Karl-Heinz Wagner, Wilfried Hoffmann, Ulrich Vorfalt, Klaus Hartmann, Werner Alt, Jochen Zimmermann, Dietmar Ostermai, Dr. Wolfgang Mack, Ragnar Otto)

 

Die Feldsaison der Hockeyspieler des RRK beginnt Ende April für die Damen in der Bundesliga, für die Herren in der 2. Bundesliga. Die Damen müssen auf Tanja Dickenscheid verzichten, die sich beim Skilaufen am Knie schwer verletzt hat; dafür stößt Junioren-Auswahlspielerin Manuela Schneider vom Dürkheimer HC zum RRK. Bei den Herren will Fritz Schmidt jr. kürzer treten, aber das erst 17-jährige Ausnahmetalent Oliver Domke soll die erste Mannschaft verstärken. Nach der Hinrunde liegen die RRK-Herren und auch die RRK-Damen auf dem 2. Tabellenplatz.

Nach 14-jähriger Abstinenz auf der europäischen Feldhockeybühne hebt sich an Pfingsten der Vorhang für einen neuen Akt mit RRK-Beteiligung. Beim Royal Léopold Club in Brüssel gehören die RRK-Damen zu jenem erlauchten Kreis von acht Mannschaften, die sich bei der 20. Auflage des Feldhockey-Europapokals um die europäische Krone bewerben. In der Vorrunde spielt der RRK gegen Paris 3:0, gegen Brüssel 5:0 und mit einer hervorragenden Leistung gegen Glasgow 2:1. Das ist der Gruppensieg und damit die Finalteilnahme. Wir zitieren die "FAZ":

Den Feldhockey-Europacup 1993 in Brüssel gewinnen die Damen des Rüsselsheimer RK 08 im Siebenmeter-Schießen gegen HBC Amsterdam (hinten: Anja Warnecke, "Physio" Peter Bulajic, Katrin Schmidt, Britta Becker, Petra Vollhardt, Tanja Dickenscheid − verletzt, Denise Klecker, Sina Fröhlich, Sabine Lersch, Trainer Berthold Rauth, Betreuer Thomas Blivier; vorn: Torfrau Stefanie Rinderer, Sybille Breivogel, Susanne Müller, Torfrau Bianca Weiß, Eva Hagenbäumer, Marja Busch, Angela Müller, Nicole Hardt, Anja Mück)

Beim Feldhockey-Europapokal feiern die Hessinnen einen überraschenden Sieg gegen den HBC Amsterdam

Im Siebenmeter-Schießen bleibt der RRK gelassen

Sie kamen als unerfahrene Neulinge und gingen als strahlende Siegerinnen. Die Rüsselsheimer Damen haben beim Feldhockey-Europapokal in Brüssel für die große Überraschung gesorgt. Nach zwei europäischen Hallenerfolgen erstmals nun auch auf dem Feld in den Kreis der besten acht Mannschaften vorgedrungen, erreichte der deutsche Meister auf Anhieb das Finale und besiegte den zwölfmaligen Cupgewinner und Titelverteidiger HBC Amsterdam mit 3:1 Toren im Siebenmeter-Schießen. Nach der normalen Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. "Das ist der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte", sagte Trainer Berti Rauth. Nach den europäischen Erfolgen in der Halle 1991 und 1992 sowie der deutschen Doppelmeisterschaft in Feld und Halle haben die Rüsselsheimerinnen nun alles gewonnen, was eine Vereinsmannschaft gewinnen kann. "Unser persönlicher Grand Slam", zog Rauth den Vergleich zum Tennis.

Ausgerechnet im Siebenmeter-Schießen zeigten sich die Rüsselsheimerinnen viel gelassener als der erfahrenere Favorit aus Amsterdam. Das Vertrauen in die eigene Stärke ist in den nationalen Erfolgen des RRK in den vergangenen Jahren begründet. Noch nie hatten die Rüsselsheimerinnen ein Siebenmeter-Schießen verloren, zumal sie sich in Brüssel auf ihre Nationaltorhüterin Bianca Weiß verlassen konnten. Spielführerin Eva Hagenbäumer war es vorbehalten, den Triumph perfekt zu machen. Die eben nicht als sichere Siebenmeter-Schützin bekannte Nationalspielerin behielt im entscheidenden Moment die Übersicht und schoss das wichtigste Tor ihrer Laufbahn. Zuvor hatten Britta Becker, der bereits in der normalen Spielzeit der 1:1-Ausgleich gelungen war, sowie Denise Klecker für die 2:0-Führung im Siebenmeter-Schießen gesorgt. Nachdem die holländische Nationalspielerin Ingrid Wolf an Bianca Weiß gescheitert war, brachte der nächste Treffer die Entscheidung für Rüsselsheim. Die Nationaltorhüterin hatte schon in der ersten Halbzeit der normalen Spielzeit reaktionsschnell einen Rückstand verhindert. "Vielleicht die spielentscheidende Szene", sagte Rauth.

Dies war überhaupt erst die zweite Finalteilnahme einer Bundesliga-Mannschaft in den zurückliegenden zehn Jahren. Entsprechend hoch muss der Rüsselsheimer Erfolg bewertet werden. Der bislang einzige Sieg eines deutschen Teams war dem Harvestehuder THC gelungen – bei der Europacup-Premiere 1974. Seitdem beherrschten die niederländischen Mannschaften den Wettbewerb – bis der Rüsselsheimer Ruder-Klub kam, sah und siegte.

Berti Rauth mit dem Feldhockey-Europacup 1993

Bevor die Feldhockeyrunden in die entscheidende Phase treten, stehen für die Nationalspieler des RRK internationale Aufgaben an. Die Damen-Nationalmannschaft mit Bianca Weiß, Britta Becker, Eva Hagenbäumer und Susanne Müller muss in Philadelphia die Weltmeisterschafts-Qualifikation für 1994 in Dublin bestehen, was klar gelingt, ja das Turnier wird sogar gewonnen. Drei Wochen später steht das Turnier um die "Champions Trophy" in Amstelveen auf dem Programm; die Mannschaft landet auf dem 3. Platz. Es folgen die Junioren-Weltmeisterschaften im spanischen Terrassa, beim weiblichen Nachwuchs sind Britta Becker, Susanne Müller, Denise Klecker und Manuela Schneider vom RRK dabei, beim männlichen Nachwuchs die RRKler Christopher Reitz und Oliver Domke. Die Junioren werden durch ein 3:1 über Pakistan Weltmeister, die Juniorinnen holen Bronze. Britta Becker wird als beste Spielerin des Juniorinnen-Turniers ausgezeichnet, Christopher Reitz als bester Torhüter des Junioren-Turniers.

Dann beginnt im September wieder der Bundesliga-Alltag, bei dem für die RRK-Damen die DM-Endrunde das Ziel ist, für die RRK-Herren ist es der Aufstieg von der 2. in die 1. Bundesliga. Beide Entscheidungen fallen am letzten Spieltag in Berlin. Die RRK-Damen spielen beim Berliner HC 1:1 und sind damit Südstaffel-Meister vor Eintracht Frankfurt. Auch den RRK-Herren reicht ein Unentschieden bei den Zehlendorfer Wespen zum Aufstieg in die 1. Bundesliga, doch die Mannschaft mit Christopher Reitz, Harald Eisenacher, Volker Schädel, Torben Stalmach, Glenn Eifert, Klaus Eberts, Torsten Althoff, Jens George, Fritz Schmidt jr., Patrick Honnef, Björn Emmerling, Oliver Domke und Holger Kraft zeigt Nerven und kommt mit 1:4 unter die Räder, der Aufstieg ist auch im zweiten Anlauf erneut verschoben.

Im Halbfinale um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft treffen die RRK-Damen auf den Großflottbeker THGC, siegen am Sommerdamm unter Mitwirkung der lange verletzten Tanja Dickenscheid mit 4:0 und hoffen im Finale in Frankfurt auf Eintracht Frankfurt, doch es wird in Leverkusen der "Angstgegner" RTHC Leverkusen. Lassen wir die "Main-Spitze" berichten:

Einziger Ballkontakt löst Meisterjubel aus

Angela Müllers Siebenmeter entscheidet das 48. deutsche Hockeyfinale / RRK-Damen gelingt der Titel-Hattrick

Libero Sabine Lersch half ihr, die kalten Hände zu wärmen. Und dann schritt sie zum Siebenmeterpunkt, der genau genommen nur 8,37 Meter vom Tor entfernt ist. Ein, zwei Anlaufproben, und dann war ihr Auftritt mit einem platzierten Schlenzer ins linke untere Toreck auch schon wieder beendet. Dennoch durfte sich Angela Müller am Samstag nach ihrem einzigen Ballkontakt als Matchwinnerin fühlen. Denn: der von ihr ausgeführte letzte Siebenmeter bescherte den Hockey-Damen des Rüsselsheimer RK – nach dem DM-Erfolg in der Halle und dem sensationellen Triumph beim Feld-Europacup-Wettbewerb – das Novum eines Titelhattricks in diesem Jahr.

Deutsche Feldhockey-Meisterschaft 1993 für die RRK-Damen, im Siebenmeter-Schießen gegen Leverkusen verteidigt (hinten: Fan Anja Warnecke, Fan Marloes Rhebergen; davor: Betreuer Thomas Blivier, "Physio" Pit Bulajic, Manuela Schneider, Britta Becker, Katrin Schmidt, Sina Fröhlich, Tanja Dickenscheid, Nicole Hardt, Marja Busch, Sabine Lersch, Trainer Berti Rauth; vorn: Sybille Breivogel, Angela Müller, Bianca Weiß, Eva Hagenbäumer, Susanne Müller, Denise Klecker, Stefanie Rinderer,  Anja Mück) 

Durch einen 8:5(1:1/1:0)-Sieg nach Siebenmeter-Schießen gewannen die Schützlinge von Trainer Berti Rauth das 48. Endspiel um die deutsche Feldmeisterschaft gegen Gastgeber RTHC Leverkusen und verteidigten damit ihren im Vorjahr gegen den gleichen Gegner erstmals errungenen Titel erfolgreich. Für Leverkusen, in Personalunion von Bundestrainer Rüdiger Hänel betreut, war es die dritte Finalniederlage gegen den RRK, der damit einziger deutscher Vertreter im Europacup-Wettbewerb der Landesmeister bleibt. Bis freilich die drei aus der mitgereisten, etwa 80-köpfigen RRK-Fangemeinde gereichten Magnumflaschen Sekt geköpft und anschließend geleert werden konnten, hatte der Titelverteidiger freilich einige bange Minuten zu überstehen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit, insbesondere aber nach dem Ausgleichstreffer durch die auffällige Melanie Cremer, die nach einem Solo über die rechte Seite ihre Nationalmannschaftskollegin Bianca Weiß ("Das darf eigentlich nicht passieren") mit einem Heber ins kurze Eck düpierte, geriet der Titelverteidiger arg unter Druck. Und in der 60. Minute dürfte auch Trainer Rauths Atem gestockt haben: Manuela Schneider, die einen guten Part in der Innenverteidigung spielte, passte zurück auf Libero Sabine Lersch. Diese rutschte auf dem bisweilen seifigen Untergrund aus, und Nicole Spekat lief mutterseelenallein auf Bianca Weiß zu. Diese konnte die Situation nur auf Kosten einer Strafecke klären, was RTHC-Trainer Hänel nach Spielende rätseln ließ: "Wenn es ein Regelverstoß war, warum gab es keinen Siebenmeter?"

Wie dem auch sei. In der Endphase der regulären Spielzeit passte sich dann auch der RRK der couragierteren Spielweise der Gastgeberinnen an, nachdem er den ersten Abschnitt mühelos kontrolliert hatte. Dort war von dem ängstlich wirkenden Herausforderer nichts zu sehen gewesen. Der Titelverteidiger, gleichwohl spielerisch keinen der etwa 400 zumeist fröstelnden Zuschauer vom Hocker reißend, kontrollierte das Spiel und führte verdient nach neun Minuten 1:0. Nicole Hardt hatte einen Fehler der Leverkusener Vorstopperin Ilhem Merabet ausgenutzt, war in den gegnerischen Schusskreis eingedrungen, als sie die düpierte Verteidigerin regelwidrig vom Ball trennte. Klare Sache – Siebenmeter: Britta Becker schritt zur Exekution und verwandelte gewohnt sicher. Ansonsten tat sich vor der Pause – insbesondere vor den Toren – enttäuschend wenig.

Die Spannung und der kämpferische Einsatz nahmen in der Verlängerung zu, nachdem der RRK in der 68. und 69. Minute seine beiden ersten und einzigen Strafecken – bedingt durch den ungewohnten Belag – recht kläglich vergeben hatte. Die besseren Torchancen indes besaßen weiter die Gastgeberinnen. Bei der dritten RTHC-Strafecke (87.), abgefeuert von Spezialistin Franziska Hentschel, musste RRK-Libero Sabine Lersch für die bereits geschlagene Bianca Weiß auf der Torlinie retten. Ein unnötiges Stockfoul von Nicole Hardt durchkreuzte zwei Minuten vor Schluss Berti Rauths Pläne fürs Siebenmeterschießen. Für die des Feldes verwiesene Nicole Hardt musste Tanja Dickenscheid ran, die aber – ebenso wie die anderen vier RRK-Schützinnen – sicher traf. So war die Entscheidung bereits nach dem ersten Versuch gefallen: Ausgerechnet Franziska Hentschel, die ihr letztes Spiel für den RTHC bestritt, scheiterte an ihrer Nationalmannschafts-Kollegin Bianca Weiß. Die zuvor auf der Auswechselbank frierende Angela Müller setzte den meisterlichen Schlusspunkt.

Nicht so gut wie bei den ersten Mannschaften läuft es bei den Reserveteams. Die Ib-Damen belegen in der Oberliga am Ende den vierten Platz, die Ib-Herren werden in der Oberliga schließlich Siebter oder Vorletzter. Das beste Ergebnis erzielen die 3. Herren in der 1. Verbandsliga mit dem 2. Platz. Völlig überraschend gewinnen die Ib-Damen in Frankfurt die erstmals ausgetragene inoffizielle Deutsche Meisterschaft für zweite Mannschaften im Finale gegen Leverkusen. Die "Oldies", die RRK-Senioren, verteidigen ihren Titel im Hessenpokal, indem sie die Spielrunde ohne Punktverlust abschließen.

 

Hessenmeister und Deutscher Vizemeister 1993 auf dem Feld, die A-Jugend des RRK (hinten: Trainer Torsten Althoff, Oliver Domke, Simon Reiss, Jürgen Stuhlträger, Sven Hoffmann, Nico Hosang, Martin Ruf, Torben Stalmach, Christian Domke, Christian Kösling; vorn: Sebastian Körber, Christoph Napp, Björn Emmerling, Martin Ehrhardt, Daniel Voigt, Sebastian Klöckner, Marcus Schäfer)

 

Auch die RRK-Jugend ist auf dem Feld sehr erfolgreich: Weibliche Jugend, A-Mädchen, B-Mädchen und A-Jugend werden Hessenmeister, die A-Knaben Vizemeister. Während Berti Rauths weibliche Jugend und Kerstin Strubls A-Mädchen die Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft nicht überstehen, kann sich die von Torsten Althoff trainierte A-Jugend durch ein 5:1 über Uhlenhorst Mülheim durchsetzen und fährt zur Endrunde um die Deutsche Meisterschaft nach Stuttgart. Lassen wir die "Main-Spitze" berichten:

RRK-A-Jugend scheiterte im Finale am Crefelder THC

Bei Hockey-DM in Stuttgart sehr achtbar geschlagen

Allzu enttäuscht war die Hockey-A-Jugend des RRK nicht, dass sie das Endspiel um die deutsche Feldhockey-Meisterschaft 1:2 verloren hat, denn Finalgegner Crefelder THC war den Schützlingen von Trainer Torsten Althoff letztlich doch klar überlegen, obwohl sich der RRK-Nachwuchs vom Ergebnis her noch achtbar aus der Affäre zog. Entsprechend ehrlich gemeint waren nach dem Schlusspfiff auch die Rüsselsheimer Glückwünsche an den Titelträger.

Beide Teams zogen aber zu Recht ins Endspiel am Stuttgarter Degerloch ein; mit dem exakt gleichen Ergebnis (2:0) wurden die Semifinalgegner "in Schach" gehalten. Während der Ruder-Klub die gastgebenden Stuttgarter Kickers ausschaltete, bezwangen die Krefelder den Berliner HC. Im Spiel um Platz drei trennten sich die unterlegenen Mannschaften aus Schwaben und von der Spree friedlich 3:3.

Der Rüsselsheimer RK war trotz des DM-Damenfinales in Leverkusen bereits am Samstag mit einem großen Betreuerstab (Hildegard Domke, Utta Stalmach, Kai Stieglitz, Jugendleiter Thomas Susenburger und Trainer Torsten Althoff) und einer ansehnlichen Zahl von Fans nach Stuttgart angereist. Zumindest im Halbfinale brachte die "profihafte" Unterstützung denn auch den erhofften Erfolg.

Die Klubmeisterschaften des RRK im Tennis werden für Herren, für Junioren bis 18 Jahre und im Mixed ausgetragen. Sieger bei den Junioren, wo sieben Meldungen vorliegen, wird Nico Hosang vor Björn Birkicht und Dennis Wohlfahrt, bei der mit zwanzig Teilnehmern sehr gut besetzten Herrenkonkurrenz kann sich einmal mehr Altmeister Rainer Seifert dem Ansturm der Jugend erwehren, zweiter Platz für Torben Stalmach, Dritter Klaus Eberts. Im Mixed-Turnier mit zugelosten Partnern siegen im Finale Silvia Braner und Karl-Heinz Wagner über Utta Stalmach und Thomas Susenburger.

RRK-Tennis-Klubmeisterschaft 1993

Endspiel bei den Junioren: Nico Hosang schlägt Björn Birkicht

Die beiden Platzierten hinter Rainer Seifert, dem Klubmeister bei den Herren, Torben Stalmach (2. Platz) und Klaus Eberts (3. Platz)

Bei dem schon seit Jahren durchgeführten Freundschaftsturnier der Tennisgruppe gegen den TV Haßloch kann der RRK siegen. Und auch bei einem Turnier gegen den TK Mörfelden können die RRKler dank starker Frauen-Power den ausgesetzten Pokal gewinnen. Doch bei beiden Treffen steht nicht der Sport im Vordergrund sondern das Gesellige und der Spaß.

Und noch etwas sollte erwähnt werden: Heinz Schmitt und Gerhard Ruppert renovieren die Bauernstube im RRK-Bootshaus und bauen einen Trophäenschrank ein, so dass dieses "Schmückstück" wieder genutzt werden kann. Die Regenabwasserrohre auf der Straße am Bootshaus werden saniert und die Kegelbahnen werden mit neuen Steuergeräten bestückt.

Anfangs November beginnt schon wieder die Saison im Hallenhockey mit den Vorbereitungsturnieren in Leverkusen und Bad Dürkheim. Beim folgenden Turnier in der heimischen Sporthalle Dicker Busch zeigen RRK-Damen und RRK-Herren eine erstaunliche Frühform und lassen der Konkurrenz letztendlich keine Chance. Die Senioren spielen beim "Hallenmeeting" in Hürth und werden ungeschlagen Turniersieger. Bereits Hessenmeister der Saison 1993/94 wird die A-Jugend, die weibliche Jugend wird Vizemeister.

Bei der Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim werden 330 Sportler ausgezeichnet. Vom RRK erhalten 19 Sportler den Silbernen Lorbeerzweig, 71 werden mit einer Ehrenurkunde "beglückt". Beim folgenden Sportlerball werden die Hockeydamen des RRK einmal mehr mit dem Titel "Mannschaft des Jahres" geschmückt.

Vor der Weihnachtspause sind die Vorrunden der RRK-Damen in der Bundesliga und der RRK-Herren in der Regionalliga beendet. Die Damen führen mit 12:2 Punkten die Tabelle an, die Herren liegen mit zwei Punkten Rückstand auf den Tabellenführer BW Speyer punktgleich mit dem Zweiten THC Hanau auf dem dritten Platz.

Auch im Jahr 1993 hat der RRK Anlass, um verdiente Klubmitglieder zu trauern. Er verliert Heinz Vorfalt und Georg Franke, beide Träger der RRK-Leistungsnadel in Silber.

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