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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

1991

Zu Beginn des Jahres gehören zum RRK 478 Mitglieder, 265 gehören der Hockeyabteilung an, 174 gehören zur Ruderabteilung und 98 zur Tennisgruppe.

RRK-Herren und Damen gehen in ihren Ligen in die Rückrunde. Nachdem die Herren zum Jahresende Tabellenführer der Regionalliga waren und nun die Aufstiegsrunde im Visier haben, erleben sie im ersten Spiel des neuen Jahres ein Debakel gegen Eintracht Frankfurt, sie verlieren ihr Heimspiel 2:12. Eingesetzt werden in der Mannschaft während der Runde Christopher Reitz, Dr. Christoph Krehl, Fritz Schmidt jr., Klaus Eberts, Glenn Eifert, Jens George, Jan-Erik Reitz, Thomas Bischoff, Kai Stieglitz, Volker Schädel, Gerrit Rothengatter, Holger Kraft und Marcel Janson. Es folgen fünf Siege nacheinander, so dass die Aufstiegsrunde vor dem letzten Spiel in Mannheim, das unentschieden endet, schon erreicht ist. Um den Aufstieg geht es dann anfangs März wieder in Mannheim, wo traditionell vier Mannschaften sich im Vergleich "jeder gegen jeden" um die begehrte Fahrkarte ins Hallen-Oberhaus balgen. Neben dem RRK sind das der Bonner THV, Eintracht Frankfurt und der Osternienburger HC. Der RRK startet mit einem 6:6. gegen Frankfurt die Runde, nichts ist verloren. Dann folgt ein 5:5 gegen Bonn und das ist die Vorentscheidung. Ein 13:8-Sieg über Osternienburg besitzt nur noch statistischen Wert, der RRK ist gescheitert. Aufsteiger ist Eintracht Frankfurt.

Eindeutig besser läuft die Hallensaison bei den RRK-Damen. Natürlich ist das Erreichen der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft das erklärte Ziel. Nach vierzehn Spieltagen liegt der RRK drei Punkte hinter Leverkusen auf Rang zwei und hat damit die Endrunde erreicht. Bevor es um die Deutsche Meisterschaft geht, fahren die RRK-Damen jedoch zum Europacup nach Amiens, wo der DHB mit dem Pokalverteidiger SC Brandenburg Berlin und dem Deutschen Meister RRK zwei heiße Eisen im Feuer hat. Zwölf Jahre nach dem letzten Spiel einer RRK-Mannschaft im Europapokal gehen die RRK-Damen selbstbewusst in diesen Wettbewerb, siegen in der Vorrunde 8:0 über den walisischen Klub Swansea HC und 6:1 über Glasgow Western, spielen 3:3 gegen den SC Brandenburg. Damit ist Brandenburg nicht im Halbfinale, der RRK spielt gegen den SC Amiens. Trotz Ausfalls von Eva Hagenbäumer durch Verletzung siegt der RRK klar mit 12:4 (7:0). Im Finale warten die Ipswich Ladies; wir zitieren die "Mainspitze":

Die europäische Krone aufgesetzt

Rüsselsheims Hockey-Damen gewinnen in Amiens souverän den Europacup / 5:2-Finalsieg über Ipswich Ladies

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem erstmaligen Gewinn des nationalen Meistertitels setzte sich der RRK gestern im französischen Amiens die europäische Krone auf. In einem begeisternden Finale in der Coubertin-Sporthalle wurde der britische Vertreter Ipswich Ladies mit 5:2 (3:0) bezwungen.

„Das war das beste Trainingscamp für die DM am kommenden Wochenende. Mit dem höchsten Titel für Vereinsmannschaften in Europa haben wir unsere Leistung aus dem Vorjahr bestätigt. Wir waren klar die beste Mannschaft dieses Turniers und haben ein begeisterndes Endspiel hingelegt", strahlte Trainer Berti Rauth nach Spielschluss. Dennoch mischte sich ein Wermutstropfen in die ausgelassene Stimmung: Mannschaftsführerin Eva Hagenbäumer erlitt eine noch nicht näher zu diagnostizierende Verletzung an beiden Knieen und muss um ihren Einsatz bei der Deutschen Meisterschaft bangen. Dennoch: Als die Siegesmedaille um den Hals hing und der Pokal überreicht war, rückten die Gedanken um die angestrebte Titelverteidigung zumindest für einige Augenblicke ins zweite Glied.

Vor erstmals erwähnenswerter Kulisse (etwa 300 Zuschauer waren gekommen), war auch im Finale die Frage nach dem späteren Sieger recht bald beantwortet. Annette Laquai (3.), die überlegt mit der Rückhand einschoss sowie ein Siebenmetertreffer durch Britta Becker (6.) schufen schnell klare Verhältnisse. Dazu stand die Hintermannschaft des Ruder-Klubs sehr sicher, wobei vor allem Torfrau Bianca Weiß einmal mehr ihre Klasse in der Halle unter Beweis stellte. Nach einem Eckentreffer durch Britta Becker – im Finale, wenn nicht überhaupt, beste Spielerin – machte sich bereits in der Pause vorsichtiger Optimismus auf der RRK-Bank breit. Erst nach dem 4:0-Zwischenstand (26.) durch Britta Becker durften die Damen von der Insel erstmals jubeln (32.), doch bereits im Gegenzug stellte Annette Laquai den alten Abstand wieder her. Das 2:5 in der Schlussminute war nur noch Resultatskosmetik."

Hallenhockey-Europacup-Sieger 1991 in Amiens nach einem 5:2-Finalsieg über Ipswich, die RRK-Damen (hinten: "Physio" Pit Bulajic, Tanja Dickenscheid, Angela Vögele, Katrin Schmidt, Britta Becker, Sabine Lersch, Eva Hagenbäumer, Betreuer Thomas Blivier, Trainer Berti Rauth; vorn: Ramona Münze, Annette Laquai, Angela Müller, Susanne Hoffmann, Bianca Weiß, Kerstin Strubl)

Eine Woche nach dem Gewinn des Europacups gewinnen die Damen des RRK in der heimischen Walter-Köbel-Halle auch den Titel eines Deutschen Meisters durch einen 7:3-Sieg im Finale über den RTHC Leverkusen (hinten: "Physio" Pit Bulajic, Eva Hagenbäumer, Tanja Dickenscheid, Sabine Lersch, Britta Becker, Katrin Schmidt, Trainer Berti Rauth, Betreuer Thomas Blivier; vorn: Ramona Münze, Annette Laquai, Angela Müller, Kerstin Strubl, Bianca Weiß, Susanne Hoffmann, Angela Vögele)

Schon eine Woche später soll der deutsche Meistertitel in der heimischen Walter-Köbel-Halle verteidigt werden. Dennoch wird montags im Bootshaus erst einmal der Gewinn des Europacups gefeiert. Dann gilt die ganze Konzentration von Trainer und Mannschaft der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Der Countdown läuft. Gelingt dem RRK die Titelverteidigung in eigener Halle?

Jedoch nicht nur die Mannschaft muss sich vorbereiten, auch die Organisation dieses Großereignisses in der Walter-Köbel-Halle fordert von "Chef-Organisator" Martin Müller und seinen etwa 50 Helfern volles Engagement. Neben dem RRK haben sich der SC Brandenburg Berlin, der RTHC Leverkusen und Eintracht Braunschweig für die Endrunde qualifiziert. Im Halbfinale hat es der RRK mit Eintracht Braunschweig zu tun und kann sich in den sechzig Minuten dieser Begegnung nicht eine Sekunde sicher sein. Erst in der 41. Minute geht der RRK mit 7:6 erstmals in Führung, beim Stande von 8:7 gibt es in der Schlussminute noch einen Siebenmeter für Braunschweig, doch die Kugel saust am Tor vorbei. Das ist das Finale! Als Gegner wartet hier der RTHC Leverkusen, der Brandenburg mit 13:11 ausschaltete. Lassen wir die "FAZ" berichten:

Im Endspiel um die deutsche Hallenhockey-Meisterschaft der Damen unterliegt Leverkusen 3:7

In eigener Halle lässt sich Rüsselsheim den Titel nicht nehmen

In eigener Halle ist der Rüsselsheimer RK eine Macht. Das hat auch der deutsche Feldhockeymeister RTHC Leverkusen am Sonntag im Finale der Deutschen Hallenhockey-Meisterschaft der Damen in Rüsselsheim zu spüren bekommen. Gut 2.000 Zuschauer feierten den Titelverteidiger überschwänglich auf seinem Weg zum 7:3 über die Westdeutschen. Leverkusen hatte dabei zwischenzeitlich nach einem 0:3-Rückstand zum 3:3 ausgleichen können, scheiterte letztlich aber an der wesentlich effektiveren Spielweise des alten und neuen Meisters, der sich als die aggressivere Mannschaft entpuppte. Den Leverkusenerinnen reichten 16 Ecken nur zu einem Treffer. Die Ausbeute des RRK nahm sich ganz anders aus: Sechs Ecken gleich fünf Tore. Für die Treffer beim Sieger sorgten Susanne Hoffmann (3), Britta Becker (2), Angela Müller sowie Annette Laquai. Für den Herausforderer trafen nur Steffi Epp (2) und Melanie Cremer. Mehr ließ die konsequente Abwehr mit Bianca Weiß im Tor nicht zu.

Der RRK hatte mit Susanne Hoffmann die sicherste Torschützin des Turniers (9 Treffer) in seinen Reihen, dazu wählte die Expertenjury auch noch Eva Hagenbäumer zur besten Spielerin und Bianca Weiß zur besten Torhüterin.

Eine Meisterschaft ist bei den Reserveteams des RRK nicht drin. Die 2., 3. und 4. Herren des RRK belegen in der 2., 3. und 6. Verbandsliga den 2. Platz, die 2. Damen in der 1. Verbandsliga den 3. Platz.

Die Jugendteams des RRK eifern dagegen dem Meisterteam nach. Hessenmeister in der Halle werden die weibliche Jugend und die A-Knaben, Vizemeister die A-Mädchen und die B-Knaben. In Böblingen werden die A-Knaben souverän Süddeutscher Meister, die A-Mädchen werden in Worms Süddeutscher Meister und die weibliche Jugend in Ludwigsburg süddeutscher Vizemeister. Damit sind diese drei Mannschaften bei der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft dabei, gehören damit schon zu den besten acht Mannschaften ihrer Altersklasse.

Die A-Knaben des RRK gewinnen in Gau-Algesheim 1991 die Deutsche Hallenhockeymeisterschaft nach einem 6:3-Finalsieg über den Crefelder HTC (hinten: Trainer Torsten Althoff, Sebastian Körber, Oliver Domke, Christoph Napp, Boris Fischer, Martin Ruf; davor: Michael Grote, Christian Kösling, Marcus Schäfer, Christian Domke; vorn: Martin Ehrhardt)

Deutscher Hallen-Vizemeister, die Weibliche Jugend des RRK (hinten: Sandra Hauf, Stefanie Niggemann, Angela Vögele, Britta Becker, Katrin Schmidt, Denise Klecker, Betreuer Kurt Becker; vorn: Petra Vollhardt, Sybille Breivogel, Cindy Frankenbach, Angela Müller, Birgit Kühn)

Gleichzeitig zur Endrunde der Damen in Rüsselsheim spielen die A-Knaben ihre Endrunde um die Deutsche Meisterschaft in Gau-Algesheim. Wir zitieren die "Main-Spitze":

Der Favoritenrolle gerecht geworden

Auch die A-Knaben des RRK holen sich die deutsche Hallenmeisterschaft

Auch die Knaben A des RRK konnten am gestrigen Nachmittag eine deutsche Hallenmeisterschaft erringen. Während die Schützlinge von Erfolgstrainer Berti Rauth in der heimischen Köbelhalle triumphierten, wurde der männliche Hockeynachwuchs in Gau-AIgesheim seiner Favoritenrolle – vor zwei Wochen errangen die Rüsselsheimer ganz souverän den Titel bei der "Süddeutschen" und auch im Herbst bei der Feldhockey-DM hatte das RRK-Team die Nase vorn – gerecht. Die von Torsten Althoff trainierten und von Hildegard Domke betreuten A-Knaben gewannen das Endspiel gegen den Crefelder HTC ganz souverän mit 6:3, nachdem es zuvor schon im Halbfinale und in den Vorrundenspielen einen "Durchmarsch" wie bei der süddeutschen Meisterschaft in Böblingen gegeben hatte.

Nicht nur nach Ansicht der Vereinsbetreuer, die direkt nach dem Endspiel mit der Mannschaft nach Rüsselsheim fuhren, um zusammen mit den RRK-Damen zu feiern, sondern auch im Urteil der anderen Betreuer, Schiedsrichter und Offiziellen, wurde den Opelstädtern bescheinigt, ganz klar das beste Team gewesen zu sein. Nicht nur das Ausnahmetalent Oliver Domke, der einmal mehr Torschützenkönig wurde, auch der Rest der Mannschaft (Christian Domke, Christian Kösling, Christoph Napp, Marcus Schäfer, Boris Fischer, Michael Grote, Sebastian Körber, Martin Ruf und Torwart Martin Ehrhard) wusste durch Technik und Spielwitz zu überzeugen. Zwar sind die A-Knaben erst 12 bis 14 Jahre alt, doch braucht man kein Prophet zu sein, um einigen von ihnen jetzt schon eine erfolgreiche Karriere vorauszusagen.

Eine Woche später sind die beiden weiblichen Teams bei der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft gefordert, die A-Mädchen in Mülheim und die weibliche Jugend in Berlin. Beide Mannschaften machen sich Titelhoffnungen. Wir zitieren auch hier die "Main-Spitze":

Die Titelhoffnungen erfüllten sich nicht

Hockey: Weibliche Jugend des RRK scheiterte im Endspiel / A-Mädchen schieden bereits im Halbfinale aus

Nachdem die Hockeyabteilung des RRK am vergangenen Wochenende mit zwei deutschen Meisterschaften aufwartete (Bundesliga-Damen und A-Knaben) erfüllten sich weitere Titelhoffnungen nicht. Sowohl die weibliche Jugend (16 bis 18 Jahre) als auch die Mädchen A (13 bis 15 Jahre) erreichten in der DM-Endrunde zwar das Halbfinale, scheiterten entweder dort (Mädchen gegen Eintracht Frankfurt) oder im Endspiel (weibliche Jugend gegen Berlin). War die Finalteilnahme der von Jugendleiter Kurt Becker betreuten ältesten RRK-Nachwuchsmannschaft durchaus als Erfolg zu werten, hätte Meisterschaftsfavorit RRK als Titelträger der Jahre 1986 bis 1989 gerne als Minimalziel das Endspiel bei den A-Mädchen erreicht. Doch auch der schließlich erreichte 3. Platz ist ein Erfolg.

Für die weibliche Jugend, die bisher einen Titel bei der Feld-DM errang (1989), hätte sich die Reise nach Berlin fast gänzlich gelohnt. Der Ruder-Klub scheiterte aber im Endspiel an den gastgebenden Zehlendorfer Wespen 3:6 und musste sich mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben. Zuvor gelang dem RRK-Team als Vorrundenzweiter der Sprung ins Halbfinale, wo Großflottbek 4:2 geschlagen wurde.

Anfangs März hält die Hockeyabteilung ihre Hauptversammlung ab, die natürlich von den sportlichen Erfolgen des Jahres geprägt ist. Bei den anstehenden Neuwahlen der Abteilungsleitung wird Fritz Schneider, der die Abteilungsleitung im Herbst 1990 kommissarisch von Winfried Cezanne übernommen hat, in diesem Amt bestätigt. Sein Stellvertreter wird Uwe Wötzel, Jugendleiter bleibt Kurt Becker und Kassenwart Ludwig Kraft. Sorgen bereitet der Bau des Kunstrasenplatzes, der wegen witterungsbedingter Arbeitsunterbrechungen zumindest für die Saisonvorbereitung nicht zur Verfügung stehen wird.

Schon einen Tag später trifft sich die Ruderabteilung zur Hauptversammlung. Wie aus dem Bericht des Abteilungsleiters Rudi Reitz hervorgeht, bleiben weiter das Fehlen ruderwilligen Nachwuchses, die Zusammenarbeit im Schulrudern und das Abbauen der vorhandenen Schulden die Probleme.

Anrudern 1991 der Ruderabteilung: Stadtverordnetenvorsteher Siegbert Reinig tauft einen Einer auf den Namen "Rugby" (Siegbert Reinig, Rudi Reitz, Michael Gagel, Knut Müller, Holger Choitz, Martin Kraft, Ulrich Vorfalt, Thorsten Fett, Wolfgang Vorfalt, Wilfried Hoffmann, Klaus Hartmann)

Bei der Hauptversammlung des RRK Mitte März ohne Wahlen stehen die Berichte der Sportabteilungen im Vordergrund. Aber auch die Instandhaltung des Bootshauses, eine Vermietung weiterer Räume, Rudern als Schulsportangebot und die Mitgliedsbeiträge werden diskutiert. Der Vorstand informiert, dass der Rechtsstreit um den fehlerhaften Belag der Tennisplätze weiter andauere und dass der Vorstand beschlossen habe, in diesem Jahr anstelle eines Balls ein Oktoberfest im Bootshaus zu veranstalten.

Bereits kurz darauf, im Juni 1991, schließt der Vorstand des RRK mit dem Ersteller der Tennisplätze am Bootshaus, der Deutschen Asphalt GmbH, einen Vergleich. Die Deutsche Asphalt zahlt an den RRK 20.000 DM sowie außerdem die Gerichts- und Anwaltskosten, der RRK verzichtet auf alle Ansprüche aus dem Werkvertrag über die Herstellung der beiden Tennisplätze. Ein fast zehn Jahre dauernder Rechtsstreit geht damit zu Ende!

Die Regattasaison der Ruderer unter dem neuen Trainer Günter Müller beginnt bereits vor dem Anrudern mit der Langstreckenregatta in Offenbach; Knut Müller siegt im Doppelvierer in Renngemeinschaft mit Undine Offenbach, Martin Kraft belegt im Einer den 2. Platz. Es folgt das Anrudern, in dessen Mittelpunkt die Taufe von drei neuen Booten steht. Elke Schumacher tauft einen Einer auf den Namen "Balmung", Stadtverordnetenvorsteher Siegbert Reinig einen Einer auf den Namen "Rugby" und Oberbürgermeister Norbert Winterstein einen Gig-Vierer auf den Namen "Ruzilo".

Auf der Regatta in Mannheim startet Michaela Heuß mit der Partnerin des vergangenen Jahres, Natalie Tenckhoff von der RG Oberrad, im Frauen-Doppelzweier und legt zweimal an der Siegerpritsche an. Es folgen die Regatten in Offenbach (5 Siege), Flörsheim (1 Sieg), Gießen (3 Siege) und anschließend die Hessenmeisterschaften in Kassel. Der RRK meldet für fünf Rennen. Michaela Heuß startet in Rgm. im Doppelzweier und im Doppelvierer, Martin Kraft startet im Junior-Einer B (15/16 Jahre) und A (17/18 Jahre) sowie Sascha Rachow im Jungen-Einer (14 Jahre). Hessenmeister werden die beiden Frauenboote, Doppelzweier und Doppelvierer, sowie Martin Kraft im Einer B. Im Einer A muss er sich knapp geschlagen geben, wird jedoch Vizemeister. Sascha Rachow belegt in seinem Einerrennen den 5. Platz.

Nach dem Ergebnis von Kassel empfiehlt sich Martin Kraft für einen Start bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Hamburg-Allermöhe. Es sind die ersten gesamtdeutschen Jugendmeisterschaften im Rudern nach der Wiedervereinigung. Martin Kraft startet im Einer der 15/16-jährigen Junioren mit dem Ziel der Endlaufteilnahme. Zwanzig Boote sind gemeldet, so dass Vor- und Hoffnungsläufe sowie Halbfinals vor dem Einzug ins Finale stehen. Nach einem 3. Platz im Vorlauf rudert Martin Kraft im Hoffnungslauf auf Platz 2, doch das ist nicht genug, er verpasst den Einzug ins Halbfinale um 1,62 Sekunden.

             Der RRK-Rudernachwuchs beim Anrudern 1991 (Danny Schmalkuche, Maximilian Otto, Christian Guha, Martin Kraft, Marcel Falb, Christoph Reiss, Sascha Rachow, Hans-Peter Wagner, Sascha Lenz)

Eine Woche später startet Michaela Heuß, die zur Zeit in Zürich lebt und trainiert, mit ihrer Partnerin von der RG Oberrad, Natalie Tenckhoff, bei den Eichkranzrennen (Deutsche Meisterschaft bis 23 Jahre) im Doppelzweier. Unter elf Booten qualifizieren sich die beiden für das Finale, können lange den Kampf um Platz drei offen halten, müssen sich am Ende aber mit dem 4. Platz zufrieden geben.

Mitte August beginnen bereits die Herbstregatten mit Bad Ems. Nach etwa 25 Jahren "Rennabstinenz" starten Ulrich Vorfalt, Wilfried Hoffmann, Wolfgang Vorfalt, Klaus Hartmann und Stm. Karl-Heinz Wagner auf der 1.000-m-Strecke der Lahn und erreichen im "Veteranen-Vierer, DA 50 Jahre" den 2. Platz. Es folgt Mühlheim (500 m), die AHs versuchen sich erneut und werden nach langer Führung erneut nur knapper Zweiter. Michael Schindler rudert sein erstes 500-m-Rennen als Veteran, MA 27 Jahre, und kann ebenfalls den 2. Platz belegen. Martin Kraft gewinnt zwei Einerrennen und Sascha Rachow eines. Dann geht es nach Frankfurt (4 Siege Martin Kraft), nach Schierstein (3 Siege Martin Kraft), Bad Waldsee (2 Siege Harald Blum in Rgm.) und zum Schluss nach Großauheim (2 Siege Martin Kraft, 2 Siege Sascha Rachow, 1 Sieg Harald Blum in Rgm.). Der RRK hat damit im Jahr 1991 insgesamt 32 Regattasiege errungen, erfolgreichster Ruderer ist natürlich Martin Kraft mit 19 (!!!) Siegen.

Wie im vergangenen Jahr wagen sich die "Alten Herren" erneut an den Roseninsel-Achter auf dem Starnberger See über 12 km. In leicht veränderter Besetzung mit Lutz Dörsam, Dietmar Ostermai, Jochen Zimmermann, Georg Gagel, Werner Alt, Klaus Hartmann, Ulrich Vorfalt, Rudi Reitz und Stm. Karl-Heinz Wagner ist es im nachhinein das Wichtigste, dabei gewesen zu sein. Und: "Keiner ist ertrunken."

Michael Schindler, der "Marathon-Man" des RRK, startet in Lüttich über 60,55 km, siegt in der Klasse "Kunststoff-Einer" und belegt in der Gesamtwertung aller gestarteten Boote den 3. Platz. Bei der Handicap-Regatta auf dem Baldeneysee über 20 km wird er in seiner Klasse 3. Boot.

Bereits für Ende Mai hatten die Ruderfreunde vom RK am Baldeneysee Essen und RRK wieder zu ihrer Ruderwanderfahrt gerufen. Ziel ist Neuruppin am gleichnamigen See. Neunzehn Ruderer teilen sich im Hotel eine Dusche und eine Toilette, da kommt es schon mal zu Gedränge. Und abends ist schon vor 22 Uhr "last-order-time", da hilft kein Bitten und Betteln, Ordnung muss sein. Bei drei Tagesausflügen in Skullbooten werden Neuruppiner See, Bützsee, Rhin, Molschowsee und Tarnowsee erkundet, insgesamt werden etwa 117 km gerudert, und das auf stehendem Wasser!

Die Ib-Herren des RRK steigen in die Oberliga auf (hinten: Jürgen Kaul, Joachim Heydweiller, Martin Krieger, Pascal Janson, Stefan May, Wilfried Dörsam, Denis Boller, Andreas Wundram, Werner Pfeifer; vorn: Udo Wiedmann, Berti Rauth, Ernst Hünerfeld, Uwe Wötzel, Wilfried Schwanke)

Aufstieg der Ib-Damen in die 1. Verbandsliga (hinten: Beate Müller, Elke Geissler, Birgit Kühn, Trainer Volker Schädel, Christina Schubert, Cornelia Dorner, Kerstin Storto, Claudia Ruwe; davor: Corinna Engel, Anja Klecker, Alexandra Gall, Tina Lutz, Stefanie Niggemann, Inga Puhlmann; vorn: Stefanie Rinderer)

Das Abrudern beendet die Regattasaison der Ruderer mit einer internen Regatta. Deren Höhepunkt ist die Klubmeisterschaft im Skiff, bei der sich der hessische Juniorenmeister Martin Kraft vor dem Titelverteidiger Bernd Bidlingmaier und Peter Deister durchsetzt.

Deutscher Vizemeister im Feldhockey 1991, die männliche B-Jugend des RRK (hinten: Martin Ruf, Betreuer Carsten Wolf, Marcus Schäfer, Sven Hoffmann, Torben Stalmach, Christoph Napp, Fan Leander Schäfer, Sebastian Klöckner, Daniel Voigt, Simon Reiss, Trainer Torsten Althoff, Fan Florian Haupt; davor: Christian Kösling, Christian Domke, Sebastian Körber, Oliver Domke, Björn Emmerling, Michael Grote; vorn: Martin Ehrhardt, Marc Boye)

Zu Beginn der Feldsaison warten die Hockeyspieler des RRK sehnsüchtig auf die Fertigstellung des Kunstrasenplatzes. Um den Belag zu verkleben und zu verspannen werden einige schöne und trockene Tage benötigt. Das Sportamt hofft, dass die Arbeiten bis Ende April abgeschlossen sind. So müssen die ersten Heimspiele der RRK-Herren in der durch Vereine der ehemaligen DDR erweiterten Bundesliga beim SC 80 Frankfurt ausgetragen werden. Da von neun Mannschaften am Ende der Bundesligarunde zwei absteigen müssen, hat der RRK bereits vor dem ersten Anpfiff die fast schon traditionelle Rolle des Abstiegskandidaten inne. In seinem dritten Jahr als Männertrainer des RRK hofft Berti Rauth auf den Klassenverbleib. Doch bereits die beiden ersten Partien gegen Dürkheim und RW München (zwei Niederlagen) zeigen, obwohl sogar Jugend-Nationaltorwart Christopher Reitz aus Italien eingeflogen wird, wie schwer es werden wird. Der RRK spielt mit Christopher Reitz, Klaus Eberts, Dr. Christoph Krehl, Marcel Janson, Glenn Eifert, Jens George, Fritz Schmidt jr., Thomas Bischoff, Peer Schlennstedt, Volker Schädel, Holger Kraft, Harald Eisenacher, Jan-Erik Reitz, Gerrit Rothengatter, Gerrit Steinert und Torsten Althoff. Zur Halbzeit der Runde liegen die RRK-Herren auf dem vorletzten Platz vor dem Cöthener SV, beide Mannschaften sind Abstiegskandidaten.

Parallel zu den Herren beginnen auch die Damen im April ihre Bundesliga-Saison, die aber schon im Mai wegen der Feldhockey-Europameisterschaft in Brüssel unterbrochen wird. Mit dabei im deutschen Nationalteam sind Britta Becker, Tanja Dickenscheid, Eva Hagenbäumer und Bianca Weiß, die schließlich nach einem 1:2 gegen England im Finale die Vize-Europameisterschaft erringen.

Die RRK-Damen, die mit Bianca Weiß, Sabine Lersch, Denise Klecker, Anja Mück, Petra Vollhardt, Katrin Schmidt, Britta Becker, Eva Hagenbäumer, Tanja Dickenscheid, Marja Busch, Nicole Hardt, Ramona Münze, Angela Vögele und Angela Müller spielen, liegen anfangs Juni nach fünf Spielen auf dem 4. Platz.

Zu einer Meisterschaftsfeier im Adlersaal am 1. Juni 1991 lädt der RRK die erfolgreichen Hockeymannschaften der abgelaufenen Hallensaison, Ehrengäste, Mitglieder und Freunde. Zusammen mit ihren Trainern Thorsten Althoff und Berti Rauth werden die Meistermannschaften einzeln den etwa 170 Anwesenden vorgestellt und mit einem Präsent bedacht. Für den musikalischen Rahmen sorgt die "Leather Town Band".

Am 8. Juni 1991 ist es endlich soweit. Der neue Kunstrasenplatz am Sommerdamm wird eingeweiht und sofort mit dem Bundesligaspiel der Damen gegen die Zehlendorfer Wespen getestet. Zahlreiche Prominente und Ehrengäste aus Politik und Sport, aber auch viele RRK-Mitglieder sind anwesend, um dieses Ereignis gebührend zu feiern. Das Wort ergreifen Oberbürgermeister Norbert Winterstein, Stadtverordnetenvorsteher Siegbert Reinig, RRK-Vorsitzender Prof. Dr. Dietmar Klausen, SfL-Vorsitzender Norbert Weil und Hockey-Verbandspräsident Hans Jürgen Pabst.

Die Weibliche Jugend des RRK ist Deutscher Feldhockey-Meister 1991 (hinten: Trainer Berti Rauth, Claudia Klos, Cindy Frankenbach, Marja Busch, Tina Lutz, Nicole Hardt, Katrin Gerlach, Lisa Jacobi, Christina Schubert, Angela Vögele, Masseur Pit Bulajic, Betreuer Kurt Becker; davor: Petra Vollhardt, Birgit Kühn, Maren Boye, Larissa Hosang, Stefanie Niggemann, Sybille Breivogel; vorn: Stefanie Rinderer)

Ein Traum hat sich erfüllt! Nach diesem für den RRK denkwürdigen Ereignis geht der Alltag in den Bundesligen der Damen und Herren weiter. Trotz ansprechender Leistungen sieht es für die RRK-Herren schlecht aus. Der Abstand zum rettenden Ufer, dem drittletzten Tabellenplatz, ist schon beträchtlich. Das erforderliche Wunder bleibt aus, drei Spieltage vor Ende der Runde steht es fest, nach 20jähriger Erstklassigkeit im Feldhockey muss der RRK in die 2. Bundesliga absteigen.

Besser läuft die Rückrunde bei den RRK-Damen. Sie schieben sich immer weiter nach vorn und beenden die Runde schließlich unbesiegt mit 28:4 Punkten als klarer Erster. Das bedeutet Heimvorteil im Halbfinale gegen den Nordzweiten Club Raffelberg. Doch weder Titelverteidiger RTHC Leverkusen, noch der durch den Heimvorteil ebenfalls favorisierte Hallenmeister RRK, vermögen in den Halbfinalspielen den Vorschußlorbeeren gerecht zu werden. Die Hoffnungen des RRK auf die erste Teilnahme an einem Freiluft-Endspiel zerstört der Club Raffelberg, der sich im Stadion am Sommerdamm ein wenig glücklich, aber keineswegs unverdient mit 2:1 Toren behauptet. Die noch größere Sensation vollbringt der Südzweite Eintracht Frankfurt, der den Titelträger des Vorjahres nach Verlängerung ebenfalls mit 2:1 entthront und anschließend auch Deutscher Meister wird. Da der dritte Platz nicht ausgespielt wird, belegen der RTHC Leverkusen und der RRK gemeinsam diesen Platz.

Die Hockeyreserven des RRK spielen hervorragende Runden. Die Ib-Damen werden mit 19:1 Punkten und 27:0 Toren Meister der 2. Verbandsliga und steigen in die 1. Verbandsliga auf. Die Ib-Herren haben am Ende 24:4 Punkte und 24:5 Tore in der 1. Verbandsliga, sind Meister und steigen in die Oberliga auf. Die 3. Herren belegen den 6. Platz in der 2. Verbandsliga.

Am erfolgreichsten im Hockeylager ist jedoch zweifelsohne die Jugend. Hessenmeister werden die weibliche Jugend, die B-Mädchen und die männliche B-Jugend. Die A-Mädchen werden Dritte und die A- und B-Knaben Vierte. Damit sind weibliche Jugend und männliche B-Jugend für die Vorrunde zu Deutschen Meisterschaft qualifiziert. Die weibliche Jugend muss nach Leverkusen, kann das Halbfinale gegen den Rahlstedter THC im Sieben-Meter-Schießen glücklich 5:4 für sich entscheiden und schlägt den favorisierten Gastgeber nach 0:2-Rückstand und kampfstarkem Spiel knapp mit 3:2. Die männliche B-Jugend hat Heimrecht und spielt am Sommerdamm, gewinnt gegen Mannheim im Halbfinale 7:0 und gegen RW München im Finale 10:0. Ein Supererfolg! Beide Mannschaften haben damit die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft erreicht.

Beginnen wir mit der DM-Endrunde der männlichen B-Jugend in Mülheim. Im Halbfinale trifft der RRK auf den RTHC Leverkusen, agiert übernervös, kann das Geschehen mit zunehmender Spieldauer aber immer mehr dominieren und kommt zu einem verdienten 4:2-Erfolg. Im Finale dann ist der Gegner des RRK der amtierende Deutsche Meister bei den Herren, Uhlenhorst Mülheim. Lassen wir die "Main-Spitze" berichten:

Uhlenhorst noch Nummer zu groß

Männliche Hockey-B-Jugend des RRK wurde in Mülheim deutscher Vizemeister

Einen hervorragenden zweiten Platz bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft in Mülheim erreichte die männliche B-Jugend des RRK. Zwar gelang es den Hockey-Nachwuchsspielern (14 bis 16 Jahre) aus der Opelstadt nicht im Finale Gastgeber Uhlenhorst Mülheim zu bezwingen – sie verloren 1:3. Doch die Niederlage fiel achtbar aus, wenngleich sich das Rüsselsheimer Lager sicherlich insgeheim Hoffnungen machte, vielleicht doch den Titel zu holen. Aber schließlich ist Mülheim schon seit einigen Jahren im Männerbereich eine Macht (mehrfacher und amtierender deutscher Meister) und hat eine erfolgreiche Jugendarbeit geleistet, die sich einmal mehr ausgezahlt hat.

Für den Ruder-Klub – in fast der gleichen Besetzung vor Jahresfrist noch deutscher Meister bei den jüngeren A-Knaben geworden – war Uhlenhorst diesmal noch eine Nummer zu groß. Der Endspielgegner war insbesondere körperlich überlegen und im Schnitt etwa ein Jahr älter. Ein Umstand, der sich im Jugendbereich noch erheblich bemerkbar macht. Dennoch gehört nach den Leistungen des Wochenendes dem zweitplazierten RRK-Team die Zukunft. Und vielleicht klappt es ja schon in der nächsten Saison oder im Frühjahr in der Halle, den ersehnten Titel zu gewinnen.

Die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft der weiblichen Jugend findet in Braunschweig statt. Wir zitieren die "Main-Spitze":

Hockey-Mädchen deutscher Meister

Überraschend gelang weiblicher Jugend des RRK der große Wurf / 2:1-Finalerfolg

Völlig überraschend gelang der weiblichen Jugend des RRK bei der Hockey-DM-Endrunde in Braunschweig der große Coup. Die 16 bis 18 Jahre alten Rüsselsheimer Nachwuchsspielerinnen, deren Vordringen ins Halbfinale der deutschen Meisterschaft bereits unerwartet war, bezwangen im Endspiel Gastgeber Eintracht Braunschweig 2:1 (0:0) und brachten dem Ruder-Klub eine weitere DM-Trophäe für die Vereinsvitrine mit.

Doch vor dem großen Triumph musste zunächst im Halbfinale der Großflottbeker HTGC ausgeschaltet werden. Schon wie bei der Zwischenrunde gegen Semifinalgegner Rahlstedt ging auch diesmal das Spiel in die Verlängerung und blieb auch dort torlos, so dass die Endspielteilnahme erst nach dem Siebenmeterschießen glückte.

Bei den Klubmeisterschaften des RRK im Tennis setzt sich bei den Herren Rainer Seifert im Endspiel gegen Oliver Domke durch, bei den Damen siegt Silvia Braner über Maria Hartmann.

Die Hockeydamen des RRK, Mannschaft des Jahres 1991 in Rüsselsheim, stellen sich dem Publikum beim Sportlerball (stellv. SfL-Vorsitzender Werner Mack, SfL-Vorsitzender Norbert Weil, Bianca Weiß, Katrin Schmidt, Kerstin Strubl, Angela Müller, Sportamtsleiter Dieter Nachtigall, Britta Becker, Eva Hagenbäumer, Tanja Dickenscheid, Susanne Hoffmann, TA-Vorsitzender des SfL Rolf Gerbig)

Ende Oktober beginnt für die Mannschaften des RRK schon wieder die Hallensaison mit dem traditionellen RRK-Hallenturnier in der Sporthalle "Dicker Busch". Die RRK-Herren trotzen dem Feldmeister Uhlenhorst Mülheim ein 10:10-Unentschieden ab, gewinnen alle drei weiteren Spiele und sind Turniersieger. Dagegen verlieren die RRK-Damen gegen den Berliner HC und müssen sich mit dem 2. Platz bei vier Mannschaften begnügen. Natürlich peilen die RRK-Herren erneut den Aufstieg aus der Regionalliga in die Bundesliga an, für die RRK-Damen mit Neuzugang Susanne Müller ist das Erreichen der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft fast schon Selbstverständlichkeit.

Anstatt bei einem RRK-Ball im Adlersaal feiert der RRK im Oktober ein Oktoberfest mit Rippchen, Haxen und Sauerkraut. Trotz nicht zufriedenstellenden Besuchs ist es gemütlich, das Tanzbein kann ungehindert geschwungen werden und der Gebirgstrachtenverein Almarausch unterhält mit bayerischen Volkstänzen.

Im Oktober mit der deutschen Hockey-Nationalmannschaft am anderen Ende der Welt unterwegs sind die fünf RRK-Nationalspielerinnen – Britta Becker, Tanja Dickenscheid, Eva Hagenbäumer, Susanne Müller und Bianca Weiß. In Auckland bestreiten sie das mit zwölf Teams besetzte Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 1992. Das DHB-Team besiegt das Gastgeberteam von Neuseeland im Finale, das durch Siebenmeter-Schießen entschieden wird.

Zur zweiten Meisterschaftsfeier des Jahres lädt der RRK Mitte November ein. Hockeymannschaften und Ruderer werden vorgestellt und geehrt. Eine Auszeichnung besonderer Art für sportliche Erfolge ist die Verleihung der Silbernen Leistungsnadel des RRK an Sabine Lersch und Ramona Münze. Für 65-jährige Mitgliedschaft im RRK erhält Ehrenmitglied Karl Heuß eine Ehrenurkunde.

Erstmals in der Geschichte des RRK wird die Ehrung der Jubilare von der Ehrung der Sportler abgetrennt. Die RRK-Ehrennadel in Gold für 50 Jahre Mitgliedschaft erhalten Charlotte Wippich, Rolf Sittmann, Dr. Walter Gentzsch und Friedebert Grass. 65 Jahre im RRK ist Friedebert Armbruster, 40 Jahre Hans Leonhardt und Dr. Randolf Renker. Im Rahmen der Feier verleiht RRK-Ehrenvorsitzender Günter Schmitt gemäß Beschluss des Gesamtvorstands dem RRK-Vorsitzenden Dr. Dietmar Klausen die RRK-Leistungsnadel in Gold, außerdem erhält Gerhard Ruppert, der verhindert ist ("Sambaschau in Rio"), die RRK-Leistungsnadel in Silber.

Wie schon Jahre Tradition werden bei der Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim alle Erfolge von der Hessenmeisterschaft aufwärts gewürdigt. Den Silbernen Lorbeerzweig erhalten 12 Hockeyspielerinnen des RRK, eine Ehrenurkunde 42 "Hockeyer" und 3 Ruderer. Beim folgenden Sportlerball wird der Deutsche Meister und Europacup-Sieger, die RRK-Damenmannschaft, wie schon 1990 nun auch Mannschaft des Jahres 1991.

Nachdem die deutsche Damen-Nationalmannschaft im Oktober in Neuseeland bei einem Qualifikationsturnier das Olympische Hockeyturnier erreicht hat, nominiert Bundestrainer Rüdiger Hänel sein vorläufiges Aufgebot. Zu den 20 Olympia-Kandidatinnen gehören vom RRK Britta Becker, Tanja Dickenscheid, Eva Hagenbäumer, Bianca Weiß und Susanne Müller.

Vor der Weihnachtspause ist die Hinrunde bei den Damen in der Bundesliga und bei den Herren in der Regionalliga gespielt. Nach sechs mehr oder weniger leicht herausgespielten Siegen müssen die RRK-Damen zum Vorrundenabschluss wieder das Verlieren lernen, im Duell der vermeintlich stärksten deutschen Hallenteams nimmt Gastgeber RTHC Leverkusen mit 8:5 Revanche für die im DM-Finale 1991 erlittene Niederlage. Der RRK steht auf dem 2. Platz. Und auch in der Regionalliga stehen die RRK-Herren nach einer unglücklichen aber auch unnötigen 12:14-Niederlage im letzten Spiel gegen den SC 80 Frankfurt mit 10:4 Punkten auf dem 2. Platz hinter dem SC 80.

Der RRK verliert im Jahr 1991 durch Tod die langjährige Mitglieder Hans Kraft, Träger der RRK-Ehrennadel in Gold und viele Jahre Mitarbeiter im Vergnügungsausschuss, und Karl Gerbig, Träger der RRK-Ehrennadel in Silber.

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