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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

2011

Der Mitgliederstand des RRK liegt am 1. Januar 2011 bei 625, nachdem er 2006 mit 651 seinen Höchststand erreicht hat und im Jahr 2010 auf 609 abgesunken war. 357 Hockeyspielern stehen 116 Ruderer, 55 Tennisspieler und 128 passive Mitglieder gegenüber.

Auf den RRK und auch die Ruderabteilung kommt in den ersten Januartagen eine Gefahr zu, das Wasser des Mains steigt und steht am 9. Januar vor den Bootshallen. Doch der RRK ist vorbereitet. Nach dem letzten Hochwasser im Jahr 2003 verfügt der RRK seit 2005 für die drei gefährdeten Eingänge ins Bootshaus über ein mobiles Hochwasser-Sperrsystem, das bei Gefahr kurzfristig eingebaut werden kann. Die am 9. Januar zu der Kasteler RKG geplante Eierfahrt der RRK-Ruderer kann leider mit Booten nicht stattfinden, doch auch mit dem Auto ist das Ziel zu erreichen. Nach Einbau des Hochwasserschutzes ist man beim RRK gelassen. Der höchste Pegelstand wird am 16. Januar mit 493 erreicht, anschließend fällt das Wasser langsam, am 25. Januar ist das Wasser weg, doch der Schlamm ist geblieben und muss in mühevoller Arbeit um das Bootshaus herum − aber auch von den beiden Tennisplätzen − beseitigt werden.

Die "verhinderten" RRK-Eierfahrer vor dem Hochwasser des Mains (hinten: David Weppler, Benjamin Michel, Martin Kraft, Orvil Keimig, Martin Kansy, Dominic Schwöbel, Udo Hild; vorn: Laura Schmidt, Justin Schmidt, Marvin Schmidt)

Hochwasser am Main: Vor dem RRK-Bootshaus steht das Wasser am 14. Januar 2011 gegen 13 Uhr, Pegel Raunheim 488, am Gebäude, doch der Hochwasserschutz beruhigt.

Für den 30. Januar lädt die Ruderabteilung Mitglieder und Freunde zum "Neujahrs-Ruderbrunch" ins Bootshaus. Die erfolgreichen Ruderer der Regattasaison 2010 werden geehrt, Trainern und Betreuern wird Dank gesagt und auch die Fahrtenpreise für das Jahr 2009 werden verliehen. Fahrtenpreise für 2009 erhalten Martin Kraft mit 1.511 km, Harald Czerwenski mit 1.402 km, Ulrich Vorfalt mit 721 km, Wolfgang Vorfalt mit 703 km, Rudi Reitz mit 593 km und Silvia Reitz mit 538 km. Trainer Udo Hild lässt in einem Rückblick das Ruderjahr 2010 mit seinen Ereignissen Revue passieren und ruft die Erfolgreichen nach vorn: Benjamin Michel und Martin Kraft – je 16 Siege, Karl-Heinz Wagner – 7 Siege, Orvil Keimig – 6 Siege, Jörg Herzog – 4 Siege, Andreas Klepper – 1 Sieg und Udo Hild selbst – als Mastersruderer 19 Siege. Christian Kunkel hat zwar keinen Sieg errungen, jedoch an der Deutschen U18-Jugendmeisterschaft in einem Rgm.-Vierer-ohne teilgenommen.

 

Ehrung von im Jahr 2010 erfolgreichen RRK-Ruderern: Benjamin Michel, Martin Kraft, Orvil Keimig, Christian Kunkel, Jannis Protzmann vom Mühlheimer RV, Pressewartin Laura Schmidt, Marion Weber, Harald Schad vom Mühlheimer RV und RRK-Trainer Udo Hild

 

Nach acht von zehn Spieltagen der Hallenhockey-Bundesligarunde 2010/11 ist zu Beginn des Jahres für die RRK-Herren die Lage geklärt. Mannheimer HC und Nürnberger HTC sind uneinholbar enteilt, der RRK liegt mit 12 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz, das angestrebte Viertelfinale um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft, wo er in den vergangenen Jahren Stammgast war, ist in den beiden ausstehenden Spielen im neuen Jahr nicht mehr erreichbar. Mit zwei Niederlagen verabschieden sich die RRK-Herren aus der Hallensaison, bleiben aber im Südstaffel-Abschlussklassement Tabellendritter.

Dagegen ist für die RRK-Damen − ebenfalls nach acht von zehn Spieltagen − noch alles offen. Münchner SC, RRK und TSV Mannheim liegen eng beieinander auf den ersten drei Plätzen, die Chance auf den 1. Platz ist gegeben, aber es besteht auch Sorge um den 2. Platz. Die beiden letzten Spiele im neuen Jahr werden die Entscheidung bringen, wobei zwei Siege gegen Mannheimer HC und TSV Mannheim die "Poleposition" und Heimspiel im Viertelfinale bedeuten würden, dagegen würde eine Niederlage im letzten Spiel gegen den TSV wahrscheinlich das vorzeitige Aus markieren. Nach einem 4:1-Sieg beim Mannheimer HC gelingt am letzten Spieltag der Runde den RRK-Damen ein 7:5-Sieg − nach einem 2:4-Halbzeitstand − über den amtierenden Deutschen Meister, den TSV Mannheim. Damit ziehen sie als Gruppenerste in das Viertelfinale um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft ein, wo sie zu Hause auf Schwarz-Weiß Neuss treffen. Die Statistik spricht für den RRK, haben doch die RRK-Damen seit Einführung der Play-offs im Hallenhockey alle ihre sechs Viertelfinal-Heimspiele gewonnen. Am Ende setzt sich die Serie fort. Die RRK-Damen nutzen auch zum siebten Mal in der mit etwa 400 Fans vollen Sporthalle Dicker Busch ihren Heimvorteil und ziehen nach einem schwer erkämpften 3:2(1:1)-Erfolg in die Endrunde der letzten Vier ein.

 

"Hurra, wir fahren nach Duisburg !!!" Die RRK-Damen haben die Endrunde um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft 2011 erreicht (hinten: Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Lisa Lahham, Co-Trainer Christian Zimmermann, Vera Battenberg, Viktoria Krüger, Lotta Hof, Hannah Pehle, Irene Balek, Betreuerin Konstanze Wortmann, "Physio" Andrea Bialucha, Betreuer Thomas Blivier; vorn: Lena Schüder, Nina Günther, Nathalie Krätsch, Silke Müller, Eva-Maria Frank, Sonja Thüner, Betreuerin Anja Tillmanns, Co-Trainerin Lisa Jacobi)

 

Wer wird der Gegner am 29. Januar in der Duisburger Rhein-Ruhr-Halle im Halbfinale um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft 2011 sein? Zunächst scheint es der Harvestehuder THC (3:2-Viertelfinalsieg über TuS Lichterfelde), doch nach Protest und Wiederholung des Spiels ist es TuS Lichterfelde. Das zweite Halbfinale bestreiten der Berliner HC und der Münchner SC. Das RRK-Damenteam geht zuversichtlich in das Halbfinalspiel, doch lassen wir die "FAZ" berichten:

Mit dem Mute der Verzweiflung: Mit Torwartrechten ausgestattet, erzwingt Irene Balek mit dieser Ecke kurz vor Schluss einen Siebenmeter, den die Österreicherin zum 3:4-Anschluss im DM-Halbfinale gegen TuS Lichterfelde verwandelt. Die letzte Ecke fand dann aber nicht mehr den Weg ins Ziel ...

Der RRK im Kummer vereint

Rüsselsheimer Hockeydamen verpassen das große Finale

Silke Müller, sonst eine Frohnatur, war nicht zu trösten. Die Tränen der Enttäuschung mussten raus. Sie ging in die Knie, schlug die Hände vors Gesicht. Es sind jene Momente, in denen Sportler am liebsten abtauchen würden, um mit sich und all dem Kummer allein zu sein. Silke Müller hatte die letzte, allerbeste Chance, die sich dem Rüsselsheimer RK in letzter Sekunde bot, vertan. Aus und vorbei, sich per verwandelter Strafecke noch in die Verlängerung zu retten, weil der Ball beim Stande von 3:4 am linken Pfosten vorbei ins Aus strich. Somit zog TuS Lichterfelde ins Finale der deutschen Hallenhockey-Meisterschaft in der Duisburger Rhein-Ruhr-Halle ein. Dort unterlagen sie dann am Sonntag im Stadtduell dem Berliner HC 3:5 nach Verlängerung. "Lichterfelde spielte definitiv nicht vom anderen Stern", sagte RRK-Trainer Benedikt Schmidt-Busse beim Blick zurück auf den Samstag. In Normalform hätte sein Team die Hürde gegen den Außenseiter aus der Hauptstadt genommen, doch als es galt, rief der Favorit aus Hessen sein Potential nicht ab.

In den Stunden danach waren die Spielerinnen aus Hessen im Kummer vereint. Und es gab keine, die Silke Müller einen Vorwurf machte. "Das kann passieren, ohne Silke wären wir gar nicht so weit gekommen", war der allgemeine Tenor in einer Mannschaft, die zu lange unentschlossen blieb, jene Effektivität vermissen ließ, die sie im Verlauf der Saison ausgezeichnet hatte. "Wir hätten mehr daraus machen können", zog Mannschaftskapitän Eva Frank die Bilanz der sechzig Minuten von Duisburg.

Im Schusskreis blieben die Hessinnen ungewohnt harmlos. Schmidt-Busse registrierte "eine schlechte Quote in der Endzone". Nie gelang es dem RRK in Führung zu gehen, er geriet durch Kerstin Holm (5., 43. und 50. Minute) sowie Sonja Dittberner (26.) in Rückstand, Nina Günther glich zwischenzeitlich (24.) zum 1:1 aus, und Silke Müllers Anschlusstor (46.) zum 2:3 machte Hoffnung. Das war erst recht so beim 3:4 von Irene Balek per Siebenmeter (60.). Danach blieben gerade mal 53 Sekunden bis zur Schlusssirene. Torhüterin Lisa Lahham war knapp drei Minuten vor dem schrillen Signal zugunsten einer Feldspielerin auf die Ersatzbank beordert worden. Im Endspurt holte das Ensemble noch eine Strafecke heraus, doch der Ertrag blieb wie bei den vorangegangenen vier Strafecken aus.

"Wir können uns nicht auf die letzten Sekunden verlassen", sprach Irene Balek vorangegangene Versäumnisse an. Ob es der letzte Hallenauftritt der Dreiunddreißigjährigen im Trikot des RRK war? In dieser Woche will die Abwehrchefin eine Entscheidung treffen. Vor der Endrunde hatte die Österreicherin noch gesagt: "Es könnte sein, dass das die letzte Endrunde für uns wird." Sie hatte auch für Silke Müller gesprochen, die sich mit 32 Jahren ähnlich wie Irene Balek die Frage nach dem Karriereende stellt. Vielleicht wird beide das Gefühl umtreiben, in der kommenden Hallensaison mit vereinten Kräften einen besseren Abgang als den von Duisburg zu realisieren.

Der RRK, der in Duisburg mit Lisa Lahham, Sonja Thüner, Irene Balek, Lotta Hof, Viktoria Krüger, Vera Battenberg, Lena Schüder, Silke Müller, Eva-Maria Frank, Nathalie Krätsch, Christina Schröder und Nina Günther antritt, hat damit einen ehrenvollen dritten Platz in der Meisterschaft erreicht. Deutscher Meister wird der Berliner HC durch einen hart erkämpften 5:3-Finalsieg in der Verlängerung über TuS Lichterfelde.

Doch nicht nur die beiden RRK-Spitzenmannschaften sind in der Halle erfolgreich. Die Zweiten Damen belegen in der 2. Regionalliga den 1. Platz, die Zweiten Herren erreichen in der 2. Regionalliga den 4. Platz, die Dritten Herren erspielen sich in der 2. Verbandsliga ebenfalls den 4. Platz und die Hockeysenioren knüpfen an alte Stärken an und gewinnen den Hessenpokal.

Noch bessere Ergebnisse erspielen sich die Jugendmannschaften des RRK, denn von acht möglichen Hessenmeisterschaften im Hallenhockey holt sich der RRK fünf Titel und zwei Vizemeisterschaften. Hessenmeister werden weibliche A- und B-Jugend, A-Mädchen sowie A-Knaben, Vizemeister werden die männliche A- und B-Jugend.

Hessenmeisterschaft im Hallenhockey 2011 für die A-Mädchen des RRK (hinten: Trainerin Violeta Smirnova, Viola Becker, Celina Hocks, Mara Bentscheck, Carina Wolf; davor: Fabienne Werner, Michelle May, Jutta Pehle, Teresa Hoff, Lisa Müller; vorn: Kim Treutner, Lisa Viebrantz)

Hessenmeister im Hallenhockey 2011, die A-Knaben des RRK (hinten: Trainer Volker Schädel mit Sohn Nils, Betreuerin Elke Göring-Rapp, Georg Zoepffel, Cedrik Untergasser, Julian Burghardt, Yaron Drischler, Lars Kamin, Malte Mörsch, Yannick Rapp, Jan Erik Dudel, Adrian Mitter, Betreuerin Andrea Kleinpaul; vorn: Mounir Hajri, Anton Kleinpaul, Calvin Schneider)

Titel errungen, aber nicht aufstiegsberechtigt. Das zweite RRK-Damenteam mit Trainer Benedikt Schmidt-Busse feiert die Hallenhockey-Meisterschaft 2010/11 in der Zweiten Regionalliga Süd, Gruppe West. Zum Erfolg tragen bei (hinten) Anna Lippa, Leonie Schell, Hannah Jung, Sybille Friedrich-Breivogel, (davor) Maike Cartsburg, Rebecca Passlack, Rachel Bergmann und (vorn) Mareike Thomas

Sie knüpfen an frühere Stärken an. Die RRK-Senioren gewinnen 2011 wieder den "Hessenpokal" im Hallenhockey (hinten: Thomas Nikolaus, Glenn Eifert, Oliver Domke, Gerrit Rothengatter; vorn: Karl-Heinz Windgaß, Martin Ehrhardt)

Damit haben sich die sechs möglichen Jugendmannschaften des RRK für die Süddeutschen Hallenhockey-Meisterschaften qualifiziert, bei denen auch die Teilnehmer für die Deutschen Meisterschaften ausgespielt werden.

Neigen sich die glorreichen Zeiten im weiblichen Nachwuchsbereich dem Ende zu? Nach dem Dreifach-Triumph auf Hessenebene wird der RRK erstmals seit langer Zeit "nur" mit einer Mannschaft bei der DM-Endrunde vertreten sein. Während A-Mädchen und weibliche B-Jugend im Süden unverhofft bereits in der Vorrunde scheitern und mit fünften Plätzen leben müssen, kann die weibliche A-Jugend im entscheidenden Moment in der Großsporthalle Bauschheim überzeugen. Sie nimmt finale Revanche für die 2:3-Pleite in der Vorrunde gegen den Mannheimer HC. Nach einer insgesamt wenig überzeugenden Gruppenphase steigert sich der mit vier Kräften aus dem Bundesligakader bestückte Favorit − Emma Seng, Louisa Willems, Nathalie Krätsch, Christina Schröder, Maike Cartsburg, Rebecca Schneider, Lara May, Lotte Kanz und Hannah Jung − in der Vorschlussrunde deutlich. Der TSV Mannheim hätte bereits zur Pause viel deutlicher als 2:1 distanziert sein können, doch am Ende hieß es angemessen 4:1. Und den 1:0-Sieg im Endspiel, den Maike Cartsburg mit ihrem Treffer und Torhüterin Emma Seng mit etlichen Paraden sichern, bezeichnet der zur Unterstützung von Trainerin Lisa Jacobi aus Mannheim eingetroffene Benedikt Schmidt-Busse als "absolut verdient".

Im männlichen Hockey-Jugendbereich dagegen ist der RRK um ein bemerkenswertes Ereignis reicher: Erstmals überhaupt, seit Einführung nationaler Jugend-Endrunden anno 1969, kann der männliche Nachwuchs des RRK aus dem Schatten der internen weiblichen Konkurrenz heraustreten. Während "nur" die weibliche A-Jugend den Sprung unter die acht besten Teams schafft, sind männliche B-Jugend und A-Knaben auf süddeutscher Ebene nicht zu bremsen. Die B-Jugend wird in Ludwigshafen nach einem 4:2 im Halbfinale über den SC Frankfurt 1880, jedoch einem 2:4 im Finale gegen Dürkheim unverhofft Zweiter und kommt damit ebenso eine Runde weiter, wie die in Mannheim durch einen 5:2-Sieg über den Nürnberger HTC drittplatzierten A-Knaben. Damit gehören nach dem Jahr 2000 nun 2011 zum zweiten Mal zwei männliche RRK-Jugendteams zur deutschen Crème de la Crème.

Hessischer Vizemeister und Süddeutscher Vizemeister im Hallenhockey 2011, die männliche B-Jugend des RRK  (hinten: Stefan Maurer, Christian Horneck, Constantin Zoepffel, Luca Müller, Phil Bosche, Philipp Koch, Patrick Schaffarczyk, Trainer Christian Domke; vorn: Lukas Heckmann, Jan Syväry, Patrick Schellin, Marc Papenburg, Adrian Wesp, Hendrik Jordan)

Süddeutsche Meisterschaft 2011 im Hallenhockey für die weibliche A-Jugend des RRK (hinten: Rebecca Schneider, Maike Cartsburg, Nathalie Krätsch, Lotte Kanz, Lara May, Trainerin Lisa Jacobi, Trainer Benedikt Schmidt-Busse; vorn: Hannah Jung, Christina Schröder, Louisa Willems, Emma Seng)

Doch die Erwartungen im RRK, dass vielleicht eine der drei Mannschaften bei den "Deutschen" aufs Treppchen kommt, werden nicht erfüllt. Die weibliche A-Jugend des RRK mit bundesliga-erfahrenen Spielerinnen im Team, als Mitfavorit im Achterfeld gehandelt, kann in Schweinfurt ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen. Nach zwei Niederlagen in der Vorrunde gegen den HC Essen und die Zehlendorfer Wespen verpasst der süddeutsche Meister das angestrebte Halbfinale und spielt um den 5. Platz gegen den UHC Hamburg, wo man sich 2:2 trennt. Deutscher Meister wird der Südzweite, der Mannheimer HC. Bei den beiden männlichen Teams, der B-Jugend und den A-Knaben, sind die Erwartungen nicht so hoch gesteckt und auch eine Überraschung bleibt aus. Mit dem achten Rang der B-Jugend in Georgsmarienhütte und dem sechsten Rang der A-Knaben in Bad Kreuznach ist das Abschneiden des RRK nur auf den ersten Blick hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Bei der B-Jugend wird erst im dritten Gruppenspiel gegen den UHC Hamburg (1:5) das Halbfinale verfehlt. Bei einem knappen Sieg hätte der RRK den zweiten Gruppenrang belegt. Auch bei den A-Knaben entscheidet es sich erst im dritten Gruppenspiel bei der 0:5-Niederlage gegen Uhlenhorst Mülheim. Bereits ein Remis hätte zum Halbfinale gereicht. So belegt das Team punktgleich mit Mülheim nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz Rang drei. Die Mannschaften um die Trainer Christian Domke und Volker Schädel standen dicht vor einer Halbfinalteilnahme. Es wurde deutlich, dass die deutsche Jugendspitze enger zusammengerückt ist. Außerdem haben die Mannschaften des RRK den Abstand zu den besten deutschen Teams verkürzt. Dies wird auch darin ersichtlich, dass die Gruppengegner des RRK auch die Finalteams waren.

Zwischenzeitlich finden Mitte Februar in Posen die Hallenhockey-Weltmeisterschaften statt. Während vom RRK in den beiden deutschen Mannschaften niemand nominiert ist, spielen die beiden Abwehrspieler des RRK, Christian Minar und Irene Balek in den österreichischen Nationalteams. Christian Minar bringt ein wertvolles Erinnerungsstück aus Posen mit nach Hause. Das Team des 30-Jährigen, vor Jahresfrist sensationell Europameister geworden, setzt sich im Spiel um Bronze gegen Russland 5:0 durch. Dagegen belegt Irene Balek mit der Austria-Auswahl nach einem 2:1 über Australien den siebten Platz. Weltmeister werden die beiden deutschen Teams, in den Reihen der Männer Nicolas Jacobi, ehemals RRK-Torwart und noch heute RRK-Mitglied, in den Reihen der Frauen die frühere Rüsselsheimerin Barbara Vogel, heute beim Berliner HC, die als beste Torhüterin der Weltmeisterschaft ausgezeichnet wird.

"RRK-Präsident" Prof. Dr. Dietmar Klausen mit Werner Alt, dem 27. Ehrenmitglied des RRK, bei der Jahreshauptversammlung

Ein wenig erfreulicher Aspekt des Klubgeschehens führt dazu, dass zum 3. Februar eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Hockeyabteilung einberufen wird. Der Hockeyabteilung fehlen jährlich etwa 50.000 Euro. Diese Finanzlücke hat sich aufgetan, seit Opel im Jahr 2009 seine Standortförderung eingestellt hat. Entweder muss der Sportbetrieb zurückgefahren oder aber die Mitgliedsbeiträge müssen erhöht werden. Die in der Versammlung anwesenden Mitglieder entscheiden sich für eine drastische Anhebung des Hockey-Abteilungsbeitrags, was zu Mehreinnahmen von über 40.000 Euro führen soll.

Einen Tag später ehrt der Sportbund und die Stadt Rüsselsheim im Rüsselsheimer Theater die erfolgreichen Sportler des Jahres 2010. Vom RRK erhalten den Silbernen Lorbeerzweig für ihre Erfolge bei der Hallenhockey-Europameisterschaft 2010 Lotta Hof und Christian Minar, außerdem 81 Hockeyspieler eine Ehrenurkunde.

Bei der Schüler-Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim im Ratssaal des Rathauses am 11. Februar werden 116 Jungen und Mädchen für ihre sportlichen Erfolge im Jahr 2010 ausgezeichnet. Mehr als die Hälfte, d.h. 60, kommen aus dem RRK. Anschließend folgt gemeinsamer Kinobesuch in Mainz, wo man den neuen Streifen "Gulliver's Reisen" in 3D anschauen konnte.

Dann am 18. März werden in der Stadthalle Walldorf die im Jahr 2010 erfolgreichen Kreissportler durch den Kreis Groß-Gerau geehrt. 327 Athleten aus dem Kreis stehen zur Ehrung an, darunter wieder eine große Anzahl aus dem RRK, zwei Ruderer und 53 Hockeyspieler.

Es ist die Zeit der Hauptversammlungen im RRK. Den Beginn macht die Tennisgruppe, die am 18. März den Tennis-Ausschuss neu wählt und Thomas Susenburger erneut zum Vorsitzenden bestimmt. Es folgt am 31. März die Hockeyabteilung, die ebenfalls ihre Leitung neu wählen muss. Natürlich spielen die Finanzen, wie schon bei der außerordentlichen Versammlung anfangs Februar, eine bedeutende Rolle. Die nach den Jahresberichten erfolgenden Neuwahlen ergeben im großen und ganzen kein verändertes Bild: Martin Müller bleibt Abteilungsleiter und Ralf-Peter Rausch ist weiter für Finanzen zuständig, lediglich für die Position des sportlichen Leiters wird kein Nachfolger für Glenn Eifert gefunden. Einen Tag nach der Hockeyabteilung hat die Ruderabteilung am 1. April ihre Hauptversammlung terminiert. Hauptproblem bei den Ruderern sind die fehlenden Übungsleiter, die "schnuppernden" Jugendlichen oder Erwachsenen das "Ruderlatein" beibringen können. Da keine Wahlen anstehen, wird lediglich die seither vakante Position des stellvertretenden Abteilungsleiters mit Werner Alt besetzt.

Erste Damen des RRK für die Feld-Rückrunde 2011 (hinten: Co-Trainer Christian Zimmermann, Betreuerin Anja Tillmanns, Lotta Hof, Lara May, Hannah Jung, Nathalie Krätsch, Anne Schröder, Maike Cartsburg, Marilena Krauss, Silke Müller, Hannah Pehle, Betreuer Thomas Blivier, Betreuerin Konstanze Wortmann, Trainer Bendedikt Schmidt-Busse; vorn: Eva-Maria Frank, Lotte Kanz, Christina Schröder, Louisa Willems, Lisa Lahham, Melissa Knauth, Viktoria Krüger, Helena Faust, Rebecca Schneider; weiter mit dabei: Ann-Paulin Heist, Alessa Leipold-Aginate, Vera Battenberg, Lisa Faust, Nina Günther, Physiotherapeutin Andrea Bialucha)

Einige Tage später, am 8. April, findet die Jahreshauptversammlung des RRK statt. Natürlich schlagen die Sorgen der Abteilungen auch auf den Hauptverein durch, doch die anstehenden Probleme halten sich wie die Jahresberichte zeigen, in Grenzen. Am Bootshaus soll die Heizungsanlage erneuert und die Räume der stillgelegten Kegelbahnen sollen einer neuen Nutzung zugeführt werden. Auf Antrag des Gesamtvorstands beschließt die Versammlung einstimmig, Werner Alt zum 27. Ehrenmitglied des RRK zu ernennen. 1963 wird er Mitglied des RRK, insgesamt errudert er 33 Siege auf Regatten, kann beim Deutschen Meisterschaftsrudern in den Jahren 1965 und 1966 im Vierer-mit und Zweier-mit drei Bronzeplätze belegen, wird 1966 Länderkampsieger im Zweier-mit. Von 1975 bis 1983 ist er Rudertrainer im RRK mit vielen großen Erfolgen, er ist 6 Jahre im Ruderausschuss, er ist Pressewart der Ruderabteilung und des RRK, er ist stellvertretender Ruder-Abteilungsleiter und Beisitzer im Gesamtvorstand.

Noch bevor die Fortsetzung der Feldsaison 2010/11 in der Damen- und Herren-Bundesliga für die Mannschaften des RRK anfangs April beginnt, gibt es negative Überraschungen. Zunächst erklärt die erfahrene Torhüterin Sonja Thüner, dass sie Rüsselsheim in Richtung ihrer Heimat Oelde verlässt, dann erklärt das junge Talent Hendrik Jordan, zu Schott Mainz zu wechseln. Doch es kommt noch heftiger. Der RRK muss weitere Abgänge verkraften. Nach angeblich lange schwelendem Zwist mit dem Trainer verlassen die erfahrenen Spielerinnen Lena Schüder, Cora Eilhardt und Irene Balek den RRK.

Damit die RRK-Herren die drohende Abstiegsrunde der letzten Vier noch vermeiden, müssen sie noch zwei Plätze nach vorn rücken. Gemäß der Hochrechnung von Herrentrainer Markus Hippchen sind hierfür in den vier noch ausstehenden Spielen mindestens sieben Zähler erforderlich. Ob dieses Vorhaben mit einem weiter reduzierten Kader tatsächlich gelingen kann, muss jedoch abgewartet werden. Gegenüber dem ersten Saisonteil steht nun mit dem schon zur Hallenrunde zurückgekehrten Andreas Späck zwar wieder ein Klassekeeper zwischen den Pfosten, doch mit Christian Domke und Thomas Jost sind zwei etablierte Kräfte noch immer verletzt. Falk May und Marcel Nold haben wegen anhaltender Blessuren ihre Laufbahn mittlerweile beendet, Felix Seitz studiert in Freiburg und Jan Petersen ist nach Wien umgezogen. Dafür ist aus der zweiten Mannschaften Tobias Hof aufgerückt, zudem ergänzen die Jugendspieler Marc Papenburg (Tor) und Luca Müller fortan den Bundesligakader. Zur aktuellen Lage der Herrenmannschaft des RRK schreibt die "FAZ":

Ohne Chance, aber unverdrossen

Der Rüsselsheimer RK vor der Rückrunde der Feldsaison

Rüsselsheim entwickelt sich zu einem gallischen Dorf in der Hockey-Bundesliga: Umstellt von stärkeren Gegnern, ohne neue Spieler, dafür mit weiteren Abgängen, dazu ein kleiner Kader mit vielen Novizen in der Eliteliga. Eigentlich haben die Hessen keine Chance − aber die wollen sie nutzen, sagen sie. "Wir lassen uns nicht entmutigen", kündigt zum Beispiel Markus Hippchen an. "Wir haben es irgendwie immer geschafft, ein gutes Team auf den Platz zu bringen." Der 45 Jahre alte Trainer steht vor der großen Herausforderung, den Rüsselsheimer RK in den letzten vier Vorrundenspielen noch auf den Play-off-Platz acht zu hieven. Zwar ist dieser Rang nur einen Zähler entfernt. "Ein Punkt erscheint sehr nahe, aber eigentlich ist er so weit entfernt wie die Sterne", sagt Hippchen beim Blick auf wesentlich besser besetzte Mannschaften wie beispielsweise den Club an der Alster, die überraschend schwach positioniert sind in der Liga. Wer weiß, wie lange noch? Scheitert die Aufholjagd, dann droht wie im vergangenen Jahr die Abstiegsrunde der Mannschaften von Tabellenplatz neun bis zwölf, "in der wir sicher auch nicht Favorit sind", sagt Hippchen. ...

Der Abstieg der RRK-Herren ist Realität!

Die RRK-Herren starten mit einer 1:3-Niederlage gegen Harvestehude in die Schlussrunde, es folgt eine 8:1-"Pleite" bei Rot-Weiss Köln, dann − die Teilnahme an der Abstiegsrunde steht bereits fest − ein Unentschieden gegen Düsseldorf und eine 1:4-Niederlage bei Alster. Neben dem RRK stehen der Düsseldorfer HC, der Nürnberger HTC und der Crefelder HTC in der Abstiegsrunde, wo Jeder gegen Jeden Vor- und Rückspiel bestreiten muss. In diesen "Play-downs" wird der RRK laut Spielplan zunächst drei Mal auswärts antreten, eine aus RRK- und Pressesicht "unakzeptable Ungerechtigkeit". Nach diesen drei Spielen "in der Fremde" hat der RRK null Punkte und 0:11 Tore, die Stimmung ist desillusioniert. Ein 4:1-Heimsieg über Nürnberg lässt auf ein Wunder hoffen, doch zwei 1:5-Niederlagen gegen Düsseldorf und Crefeld besiegeln den dritten Abstieg der RRK-Hockeyherren nach 1991 und 2006 in die 2. Feldhockey-Bundesliga. Zusätzlich verlässt Trainer Markus Hippchen den RRK, da der zeitliche Aufwand dem Kreuznacher mit dem Trainerjob beim RRK zu groß ist.

Damencoach Benedikt Schmidt Busse hat bei den RRK-Damen vor den ersten Spielen mit Nina Günther und Silke Müller nur noch zwei erfahrene Kräfte im Kader neben zum Beispiel vielen Eigengewächsen des starken RRK-Jahrgangs 1993. Die Rückkehr von Helena Faust, die auch im Blickpunkt des Bundestrainers steht, von einem Auslandsaufenthalt zum RRK mildert die Sorgen des Trainers erheblich. Der RRK liegt als Ligafünfter vier Punkte vor Platz 9, der die Teilnahme an der Abstiegsrunde bedeuten würde, und will am Rundenende zumindest auf Play-off-Rang 8 stehen. Vom Überlebenskampf in der Bundesliga gilt es für den fünfmaligen Deutschen Meister auf dem Feld Abstand zu halten. "Mit so einem jungen Team ist der Klassenverbleib das vorrangige Ziel", sagt Schmidt-Busse. "Wenn wir unter die ersten Acht kommen und nichts mehr zu verlieren haben, dann können wir angreifen."

Auch bei den RRK-Damen stehen noch vier Partien aus, bevor sich die Spreu vom Weizen trennt − sprich, es entweder mit dem Play-off-Viertelfinale oder der Abstiegsrunde weitergeht. Nach zwei Heimspielen − 3:3 gegen TuS Lichterfelde und 1:0 gegen den Berliner HC − steht der RRK auf dem 4. Tabellenplatz und ist fast sicher im Viertelfinale. Doch zwei Niederlagen − 0:2 beim Club an der Alster und 1:4 beim Uhlenhorster HC − "schaufeln" den RRK noch auf Rang 8, so dass er im Viertelfinale auf den Primus aus München trifft. Zu Hause verliert der RRK gegen den Münchner SC 0:3, siegt im Rückspiel an der Isar im Siebenmeter-Schießen 3:2, doch er zieht im entscheidenden dritten Duell mit 1:2 den kürzeren. Doch dennoch geht es weiter! In Trostrundenvergleichen mit dem Mannheimer HC siegt der RRK zu Hause knapp 4:3, verliert beim Team der "Haase-Sisters" 0:3, jedoch im erforderlichen dritten Spiel, einer ganz "engen Kiste", setzt man sich nach Siebenmeter-Schießen mit 4:2 durch. Damit haben die RRK-Damen doch noch das Ticket zur DM-Endrunde beim UHC Hamburg gelöst, wo der RRK im Kampf um den Einzug ins "kleine Finale" (um den 3. Platz und die Europacup-Qualifikation) auf Klipper Hamburg trifft. Wir zitieren das "Rüsselsheimer Echo":

4:3-Heimsieg des RRK gegen den Mannheimer HC in der Trostrunde − auf dem Bild nur ehemalige und heutige RRK-Spielerinnen: Hannah Pehle, Mandy Haase (MHC), Charlotte van Bodegom (MHC), Anne Schröder, Nathalie Krätsch und Nina Günther

Siebenmeterschießen ist auch Glückssache

Rüsselsheimer Frauen scheitern an Klipper im Kampf um ein Europacup-Ticket

Die Hockeyfrauen des Rüsselsheimer RK haben den Sprung ins Hoffnungsrunden-Finale von Hamburg verpasst. Die Mannschaft von Trainer Benedikt Schmidt-Busse musste sich im Halbfinale in einer dramatischen Partie Klipper THC im Siebenmeter-Schießen geschlagen geben. Trotz der verpassten Chance auf die Teilnahme am Europapokal zog man beim RRK ein positives Saisonfazit.

Während sich Klipper THC überraschend im Finale der Hoffnungsrunde gegen den Berliner HC (1:0) den Startplatz für die europäische Hockey-Elite sicherte und sich der gastgebende UHC Hamburg gegen Rot-Weiss Köln (4:1) zum neuen Deutschen Meister kürte, war die Saison für die Spielerinnen des Rüsselsheimer Ruder-Klubs beendet. "Schade", meinte RRK-Coach Benedikt Schmidt-Busse. "Unser Saisonziel war eigentlich, dass wir am Sonntag unser letztes Spiel haben. Das haben wir nicht erreicht."

So richtig böse konnte der Übungsleiter aber seiner Mannschaft nicht sein. Gegen Klipper überstand der Ruder-Klub zunächst eine Angriffswelle der Hamburgerinnen, denen die Anfangsphase gehörte. In der 24. Minute war es dann Nathalie Krätsch, die ihren Torinstinkt unter Beweis stellte. Das RRK-Sturmtalent reagierte nach einem Angriff über die linke Seite am schnellsten, drehte sich im Kreis und vollendete zum 1:0. Rüsselsheim schaltete noch einen Gang höher. Folgerichtig fiel nach einer Ecke das 2:0, bei dessen Entstehung Torschützin Rebecca Schneider etwas Glück hatte, ihr Block landete im Tor. Der RRK lag auf Finalkurs.

Nach dem Wechsel blieb der RRK spielbestimmend. Im Tor zeigte Lisa Lahham eine ausgezeichnete Leistung. Sie wurde erst in der 49. Minute durch einen Siebenmeter überwunden. Im Gegenzug hätte der Ruder-Klub fast den alten Abstand wieder hergestellt. Stattdessen glich Klipper, ebenfalls etwas vom Glück begünstigt, zum 2:2 aus. Nun hatte Klipper wieder die besseren Argumente, erst recht, als in der Schlussminute ein gefährlicher Angriff auf das Rüsselsheimer Tor zurollte. Lisa Lahham parierte, jedoch musste Marilena Krauss zu Beginn der Verlängerung für fünf Minuten vom Feld.

Schließlich und endlich kam es aber doch zum Siebenmeter-Schießen. Auf RRK-Seite trafen Hannah Pehle und Maike Cartsburg, jedoch scheiterten Eva Frank, Victoria Krüger und Nina Günther an Nationaltorhüterin Kristina Reynolds. Klipper traf besser, und so war der Sieg den Hamburgerinnen nicht zu nehmen. "Siebenmeter-Schießen ist immer auch Glückssache", sagte Klipper-Coach Peter Krüger. "Wir haben es uns selbst zuzuschreiben", sagte Benedikt Schmidt-Busse und ergänzte: "Wir waren nach dem 2:0 einfach zu passiv."

Kader des Rüsselsheimer RK: Lisa Lahham, Maike Cartsburg, Lotta Hof, Marilena Krauss, Viktoria Krüger, Ann-Paulin Heist, Anne Schröder, Lotte Kanz, Lara May, Helena Faust, Vera Battenberg, Louisa Willems, Rebecca Schneider, Eva Frank, Hannah Pehle, Nathalie Krätsch, Silke Müller, Nina Günther.

Die Zweiten Herren des RRK haben in der 2. Regionalliga Südwest ihre Probleme. Im abstiegsgefährdeten Bereich kämpft die Mannschaft um Trainer Burkhard Trautmann in den letzten Spielen um den Klassenerhalt, verliert die letzten Spiele und muss absteigen. Das Zweite Damenteam des RRK um Teamsprecherin Sybille Friedrich-Breivogel kann nach der Oberliga-Meisterschaft in den letzten vier Jahren im Jahr 2011 "nur" den dritten Platz belegen.

Über den Winter hat RRK-Rudertrainer Udo Hild seine jungen Rennruderer – die U19-Junioren Orvil Keimig, Moritz Richter, Martin Kansy, Marius Münzel und Robin Kraft, die "Youngsters" Justin und Marvin Schmidt, die U17-Juniorin Marion Weber sowie einige Anfänger – intensiv auf die Regattasaison 2011 vorbereitet. Bereits am 20. März starten elf RRK-Ruderer beim traditionellen Gerbermühllauf in Frankfurt und können zwei Siege (Marion Weber, David Weppler), einen zweiten (Justin Schmidt) und einen dritten Platz (Julian Banse) belegen. Mitte April weilen die RRK-Ruderer dann zu einer Trainingswoche in Erlangen, anschließend am 30. April veranstaltet die RRK-Ruderabteilung ihr traditionelles Anrudern gemeinsam mit dem Ankleppern der RRK-Tennisgruppe im Rahmen des Rüsselsheimer Mainfestes. In die Boote gehen jugendliche Ruderer mit Zweiern und Vierern sowie ein "Veteranenachter", außerdem die Freunde vom Flörsheimer RV mit einem Vierer.

Zum Anrudern treffen sich das "Veteranenteam" (hinten) Ragnar Otto, Lutz Dörsam, Rudi Reitz, Uli und Wolfgang Vorfalt, Dr. Dietmar Klausen, Wolfgang Gummersbach, Werner Alt, Wilfried Hoffmann sowie ein Teil der aktuellen Aktiven (davor) Marvin Schmidt, Martin Kansy, Robin Kraft, Orvil Keimig, Jessica Proß, Marion Weber und (vorn) Justin Schmidt.

Die Teilnehmer beim "Ankleppern" der RRK-Tennisgruppe am 30.04.2011 (hinten: Heidi Seifert, Rainer Seifert, Thomas Susenburger, Edgar Wohlfahrt und Lutz Beyer; vorn: Kurt Maurer, Manfred Liebig, Yvonne Malamatas und Gerlind Liebig; Fotografin Annette Susenburger nicht im Bild)

Bereits am Wochenende des Anruderns startet Orvil Keimig auf der Frühregatta in Mannheim, eine Woche später ist der RRK auf der Offenbacher Regatta mit sechs Ruderern vertreten, doch einen Sieg gibt es noch nicht zu feiern. Weitere zwei Wochen später auf der Heidelberger Regatta ist es dann so weit, Orvil Keimig siegt im Lgw.-Junioreiner, Trainer Udo Hild in einem Rgm.-Mastersachter und der bereits vom Rennrudersport zurückgetretene Benjamin Michel in einem Rgm.-Seniorvierer und -Seniorachter. Es folgen zwei Siege von Udo Hild beim DRV-Masters-Championat (Rgm.-Vierer und -Achter) in Werder an der Havel, der erste Sieg von Justin Schmidt im Jungeneiner in Bamberg. Dann folgt Mitte Juni im Schiersteiner Hafen der Landesentscheid von "Jugend trainiert für Olympia", wo sieben RRKler für die Immanuel-Kant-Schule im Renn- und Gig-Doppelvierer starten. Die "Main-Spitze" schreibt:

Das Ruderteam der Immanuel-Kant-Schule beim Landesentscheid von "Jugend trainiert für Olympia" in Schierstein: RRK-Trainer Udo Hild, IKS-Sportbeauftragter Frank Krones, Marius Münzel, Orvil Keimig, Jessica Proß, Robin Kraft, Moritz Richter und Martin Kansy

So sehen Sieger aus

Ruderteam sichert sich Meister- und Vizemeistertitel bei Hessenmeisterschaft

Einen Meister- und einen Vizemeistertitel hat sich die Mannschaft der Immanuel-Kant-Schule (IKS) auf der hessischen Schulmeisterschaft im Rudern gesichert. Im Rahmen der Veranstaltung "Jugend trainiert für Olympia" stellte das Quintett bei widrigen Wetterverhältnissen ihr Können auf der 1.000 Meter langen Rennstrecke unter Beweis. Im Gig-Doppelvierer der Jungen ließen Orvil Keimig, Martin Kansy, Moritz Richter und Marius Münzel zusammen mit Steuerfrau Annika Jungbluth bei der Zielüberquerung viel Wasser zwischen sich und den Gegnern. Die Silbermedaille sicherten sich die Schüler der Landgraf-Ludwig-Schule aus Gießen, Bronze und den vierten Platz holten sich die beiden Mannschaften der Tilemannschule aus Limburg.

Im Renndoppelvierer derselben Altersklasse fuhr das Boot der IKS in leicht veränderter Besetzung an den Start, Robin Kraft tauschte den Platz mit Marius Münzel, neue Steuerfrau war Jessica Proß. In diesem Durchlauf mussten sie das gegnerische Boot der Schillerschule Frankfurt ziehen lassen, konnten sich aber wieder von den Mannschaften aus Gießen und Limburg absetzen und sich die Silbermedaille sichern. Über diese Platzierungen freuten sich die Schüler des Kant-Gymnasiums sehr, zumal es nicht nur die ersten Medaillen ihrer Ruderkarriere waren, sondern die beiden Steuerfrauen sowie Münzel und Kraft auch zum ersten Mal an einer Regatta teilnahmen.

Durch das Engagement von Frank Krones, Sportbeauftragter der IKS, wurde die Teilnahme bei "Jugend trainiert für Olympia" seitens der Schule ermöglicht. Auch am Wettkampftag begleitete er seine Schüler und gratulierte ihnen zu ihrem Erfolg. Im Rüsselsheimer Ruder-Klub trainiert und betreut Udo Hild die Jugendlichen. Vor eins bis zwei Jahren traten sie dem Verein bei und schätzen seitdem das Mannschaftsgefühl und die gemeinsame Freude am Sport.

Dann gewinnt Udo Hild auf den "German Masters Open" zwei Viererrennen in Rgm. Es folgt die regattafreie Sommerpause, während der sich die Ruderleitung des RRK von ihrem Trainer Udo Hild trennt. Neuer RRK-Rudertrainer ab Mitte August wird der 25-jährige Wetzlarer Nikolai Schwab. Dann anfangs September starten die jungen RRK-Ruderer mit ihrem neuen Trainer auf der Herbstregatta im Schiersteiner Hafen, der Mastersruderer Udo Hild fährt zum Jahres-Highlight der Mastersruderer, der "FISA World Rowing Masters" auf dem Maltasee bei Posen. Während Orvil Keimig (2) und Marion Weber in Schierstein drei Siege verbuchen können, gelingt das auch Udo Hild auf dem Maltasee − drei Siege in Rgm.-Booten im Mixed-Doppelzweier, im Achter und im Mixed-Achter. Auch bei der Großauheimer Kurzstreckenregatta ist Nikolai Schwab mit seinen Ruderern am Start und erneut erklimmen Marion Weber und Orvil Keimig das Siegespodest. Dann steht am ersten Oktober-Wochenende für die Beiden der Höhepunkt des Jahres an, die Hessischen Rudermeisterschaften auf dem Werratalsee in Eschwege. Bei ihrem Debüt auf einer Landesmeisterschaft errudert die 15-jährige Marion Weber im Lgw.-U17-Einer den 5. Platz und der 17-jährige Orvil Keimig kommt im Lgw.-U19-Einer auf dem 4. Platz im Ziel ein. Der Rest der jungen RRK-Ruderer ist an diesem Wochenende in Nürtingen am Start, wo Martin Kansy seinen ersten Rudersieg auf einer offenen DRV-Regatta erringen kann.

Das RRK-Ruderteam auf der Kurzstrecken-Regatta in Großauheim mit Martin Kansy, Moritz Richter, die im Lgw.-U17-Einer siegreiche Marion Weber, der im Lgw.-U19-Einer siegreiche Orvil Keimig und der neue, ab Mitte August 2011 tätige RRK-Rudertrainer Nikolai Schwab

Die Kerbeachter-Crew 2011 vor der Ausfahrt nach Eddersheim mit Wilfried Hoffmann, Wolfgang Vorfalt, Werner Alt, Georg Gagel, Roland von zur Mühlen, Gerhard Ketter, Karl-Heinz Wagner, Rudi Reitz und Ragnar Otto (630 Jahre und etwa 830 kg Lebendgewicht im Boot)

In den Sommermonaten sind natürlich auch die Wanderruderer des RRK unterwegs. Wie seit vielen Jahren treffen sich an Fronleichnam die Ruderkameraden des RK am Baldeneysee und des RRK in Ungarn, um mit Start- und Zielpunkt Kimle auf der Mosoni-Donau an drei Tagen 97 km zu rudern. Einige Wochen später, in den ersten August-Tagen, sind die Ruderfrauen des RRK zusammen mit Ruderfrauen aus Frankfurt/Oder, beide mit männlicher Begleitung, im Gebiet der Müritz von Mirow aus unterwegs und rudern an drei Tagen 90 km.

"Kerberudern" hat im RRK eine gewisse Tradition. Schon seit einigen Jahren treffen sich am Rüsselsheimer Kerbemontag die Ruderer, in diesem Jahr am 22. August 2011 neun nicht mehr ganz junge Ruderer (630 Jahre und etwa 830 kg Lebendgewicht im Boot), um eine gemütliche Ruderfahrt nach Eddersheim und dann zurück zum "Bootshaus" zu starten. In diesem Jahr konnte somit "nur" ein Achter den Weg nach Eddersheim antreten, aber immerhin. Nach Rückkehr und Duschen wird auf der Terrasse des Bootshaus-Restaurants bei einem zünftigen Kerbe-Frühschoppen mit "Rippchen und Kraut" der Morgen ausklingen lassen.

Zwei Wochen nach der letzten Regatta findet am 15. Oktober bei tollem, sonnigem Herbstwetter das traditionelle Abrudern mit Klubmeisterschaft im Einer, einem Viererrennen sowie Vorstellung des neuen Rudertrainers und gemütlichem Beisammensein statt. Nach der Ansprache von Abteilungsleiter Martin Kraft mit einem Rückblick auf das vergangene Ruderjahr stellt sich Nikolai Schwab, der neue RRK-Rudertrainer, den Anwesenden vor. Es folgt die Klubmeisterschaft im Einer, bei der sich sechs Ruderer dem Starter stellen. Und wie vorauszusehen ist, gewinnt der erfahrene Seniorruderer Benjamin Michel nach 2004, 2007, 2009 und 2010 zum fünften Mal die RRK-Klubmeisterschaft. Auf dem zweiten Platz folgt Martin Kansy vor Orvil Keimig. Anschließend genießen alle bei Kuchen und Kaffee, aber auch Würstchen, Kartoffelsalat und diversen Getränken, die warme Herbstsonne.

Auf den Regatten kann der RRK im Jahr 2011 schließlich 20 Regattasiege nach Hause fahren. Erfolgreichster Ruderer ist der Mastersruderer Udo Hild mit 10 Siegen vor Orvil Keimig mit 4 sowie Marion Weber und Benjamin Michel mit je 2 Siegen.

Die Teilnehmer der Ruder-Wanderfahrt von RaB und RRK in Ungarn

Die Teilnehmer der Ruder-Wanderfahrt von FRC und RRK an der Müritz

Die ersten Drei der RRK-Klubmeisterschaft im Einer des Jahres 2011 – der zweite Platz für Martin Kansy, die Klubmeisterschaft für Benjamin Michel und der dritte Platz für Orvil Keimig

Die Teilnehmer des zweiten Turniers beim "6. RRK-Golfmasters" am 29. August 2011 (hinten: Wilfried Hoffmann, Manfred Diehl, Wolfgang Freimuth, Fritz Schmidt, Karl-Heinz Nuffer, Ellen Weidmann, Thomas Susenburger, Helmut Robl, Heinz Sauer, Wolfgang Knoll und "RRK-Golfmasters-Sieger 2011" Walter Leichtweiß; vorn: Karl-Heinz Wagner und Annette Susenburger)

Zum sechsten Mal in Folge wird auch 2011 für alle golfspielenden RRKler ein RRK-Golfmasters mit zwei 18-Loch-Turnieren auf dem Golfplatz "Nessie" im Golfpark Bachgrund ausgespielt. Während beim ersten Turnier am 9. Mai bei herrlichem Maiwetter lediglich sechs Golfbegeisterte auf die Runde gehen, sind es am zweiten Turniertag Ende August, einem schönen, aber auch sehr windigen Tag, immerhin dreizehn Golfspieler, die sich der Herausforderung von "Nessie" stellen. Beim ersten Turnier siegt Fritz Schmidt in der Brutto- sowie Walter Leichtweiß vor Wilfried Hoffmann und Fritz Schmidt in der Nettowertung. Beim zweiten Turnier ist es erneut Fritz Schmidt, der die Bruttowertung für sich entscheidet. In der Nettowertung bis Hcp 23,5 siegt Walter Leichtweiß vor Fritz Schmidt und Wilfried Hoffmann und ab Hcp 23,6 Annette Susenburger vor Wolfgang Knoll und Helmut Robl. Außerdem werden in der Nettowertung die ersten drei der Gesamtwertung aus beiden Turnieren ermittelt − der erste Walter Leichtweiß als "RRK-Golfmasters-Sieger 2011" erhält zum ersten Mal den 2006 gestifteten Wanderpreis. Er siegt mit 71 Nettopunkten vor Fritz Schmidt mit 65 und Wilfried Hoffmann mit 64.

In Hessen wieder die Nummer eins: Die weibliche A-Jugend des RRK bejubelt den finalen 4:2-Erfolg über den SC Frankfurt 1880. Zur Titelverteidigung trugen bei (hinten) Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Clara von Nathusius, Antonia Wilfer, Lena Mischlich, Alisa Kleß, Judith Bremer, Camilla Schön, Emma Kanz, Mara Bentscheck sowie (davor) Jutta Pehle, Laura Stein, Celina Hocks, Kimberly Körbel, Viola Becker, Teresa Hoff, Janine Huver und (vorn) Melissa Knauth.

Hessenmeister im Feldhockey des Jahres 2011: Die B-Knaben des RRK mit (hinten) Fabian Schramek, Leon Traum (etwas verdeckt), David Busch Torio, Kevin Knöss, Yannik Lauer, Nico Rothengatter, Niklas Schmitt, Trainer Volker Schädel, Betreuerin Andrea Blümmel, (davor) Cedric Pabst, Tom Blümmel, Adrian Wolf, Marcus Schäfer, Niklas Selbach, Finn Ambach, Levin Voigt und (vorn) Christian Scherer

Hervorragende Leistungen zeigt der RRK-Hockeynachwuchs bei den Feldhockey-Hessenmeisterschaften. Der RRK steht in sechs von acht Finals − Hessischer Meister werden weibliche A- und B-Jugend sowie A-Mädchen und B-Knaben, hessischer Vizemeister werden B-Mädchen und männliche B-Jugend. Mit zwei Mannschaften beteiligt sich der RRK an den DM-Zwischenrunden, weibliche B-Jugend und A-Mädchen – die weibliche A-Jugend verzichtet, die männliche B-Jugend scheitert in der Vorrunde am Kreuznacher HC – versuchen die Endrunden um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen. Das gelingt nur der weiblichen B-Jugend in Stuttgart durch Siege über die TG Frankenthal und Uhlenhorst Mülheim, die A-Mädchen scheitern in Duisburg an der TG Frankenthal.

Hessenmeister im Feldhockey des Jahres 2011: Die weibliche B-Jugend des RRK (hinten: Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Antonia Wilfer, Lena Mischlich, Torfrau Emma Seng, Mara Bentscheck, Judith Bremer, Franziska Ruhland (verletzt), Sonja Petrovic, Emma Kanz; vorn: Jutta Pehle, Viola Becker, Teresa Hoff, Laura Stein, Kimberly Körbel, Celina Hocks, Nina Cleve, Clara von Nathusius, Camilla Schön)

Hessenmeister im Feldhockey des Jahres 2011: Die A-Mädchen des RRK mit (hinten) Trainerin Violeta Smirnova, Lea Vor, Juliane Kunz, Kristin Rapp, Ina Kircher, Michelle May, Fabienne Werner, Carina Wolf, Stella Baron, Franziska Kirst (verletzt), Lisa Becker (verl.), Co-Trainer Ralf Becker, (davor) Emily Schneider, Selina Windgaß, Lara Kaltbeitzel, Isabel Scherer, Lisa Müller, Lena Schmitt, Nathalie Edler, (vorn) Josephine Wismar und Lisa Viebrantz (verl.)

Die Endrunde um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft der weiblichen B-Jugend wird Ende Oktober bei der TuS Obermenzing in München ausgetragen. Der RRK spielt mit Emma Seng, Franziska Ruhland, Viola Becker, Antonia Wilfer, Celina Hocks, Mara Bentscheck, Laura Stein, Emma Kanz, Judith Bremer, Camilla Schön, Teresa Hoff, Lena Mischlich, Jutta Pehle, Fabienne Werner, Kimberly Körbel, Clara von Nathusius und Michelle May. Martin Krieger berichtet für die "Main-Spitze":

Tränen vor und nach Finale

Weibliche B-Jugend des RRK holt DM-Bronze und wäre ein würdiger Titelträger gewesen

Viel hat nicht gefehlt und die Wände im Vereinsheim "Bootshaus" wären mit dem 13. blauen Meisterwimpel für den Gewinn einer deutschen Feldhockey-Meisterschaft im Nachwuchsbereich verziert worden. Etwas mehr als eine Minute fehlte der weiblichen B-Jugend des Rüsselsheimer RK, um im Halbfinale gegen UHC Hamburg die Verlängerung zu erreichen. Ein Konter bedeutete das 1:2 und somit das Ende aller Titelträume. Diese erfüllten sich tags darauf für die Hanseatinnen (2:1 gegen den Düsseldorfer HC), während die RRK-Mädels die Anlage des TuS Obermenzing nach dem 5:3-Erfolg über die gastgebenden Münchnerinnen mit der Bronzemedaille im Gepäck verließen.

Hauchdünn am späteren Deutschen Meister gescheitert: Die weibliche B-Jugend des RRK belohnte sich für eine famose Feldhockeysaison mit der Bronzemedaille. Zum erfolgreichen Team gehören (hinten von links) Camilla Schön, Emma Seng, Emma Kanz (verdeckt), Kimberly Körbel, Judith Bremer, Antonia Wilfer, Franziska Ruhland, Kim Treutner, Teresa Hoff, Celina Hocks, Laura Stein, Clara von Nathusius, Viola Becker, Jutta Pehle, Mara Bentscheck, Sonja Petrovic und Lena Mischlich sowie (vorn) Michelle May, Fabienne Werner, Diana Czerwonka (Physio) und Marcel Nold (Co-Trainer)

Auch zwei Tage nach dem vorzeitigen Aus dürfte nicht allein Benedikt Schmidt-Busse noch immer mit dem Schicksal hadern. "Wir waren für viele Leute vor Ort klar das spielstärkste Team der Endrunde. Deshalb ist das Ganze natürlich extrem bitter, denn wir haben am Samstag, aber auch am Sonntag wirklich sehr, sehr stark gespielt. Und auch wenn ich vorher nicht gedacht hätte, dass es so läuft, war der Titel für uns allemal drin", sagte der RRK-Trainer. Obwohl sich das Team in dieser Feldsaison sehr gut entwickelt habe und eine sehr leistungshomogene Truppe geworden sei, tritt Schmidt-Busse im Hinblick auf die nahende Hallenrunde auf die Euphoriebremse. "Sechs, sieben Gute kriegen etliche Vereine zusammen."

Fest steht, dass zehn Spielerinnen des aktuellen Kaders im nächsten Jahr im Freien in die A-Jugend aufrücken. Besonders bitter deshalb, dass sich die Überlegenheit im Duell mit dem vermeintlichen Topfavoriten UHC Hamburg nicht in mehr als einem Treffer niederschlug. "Wir hatten allein acht Ecken und hätten locker sieben Tore machen können. Auf der anderen Seite haben wir uns bei den UHC-Kontern leider etwas naiv verhalten", berichtet Schmidt-Busse nach Begutachtung des Videos. Der Chefcoach war erst am Abend vom Damen-Bundesligaspiel in Hamburg angereist, wusste sein Team bei Marcel Nold aber in guten Händen. Teresa Hoff markierte den längst überfälligen 1:1-Ausgleich, doch am Ende machte Malin Evert den Unterschied. Die schnelle UHC-Stürmerin erzielte das erste (10.) und letzte Tor (69.).

Erfreulich und überaus positiv, dass sich die 14 bis 16 Jahre alten RRK-Talente tags darauf nicht hängen ließen und auch im Spiel um Platz drei nach dem abermaligen 0:1-Rückstand eindrucksvoll dokumentierten, dass sie ein würdiger Titelträger gewesen wären. Celina Hocks (3), Laura Stein und Fabienne Werner schlugen zurück, sodass am Ende ein hochverdienter 5:3 (2:1)-Sieg zu Buche stand. Dass beim Abspielen der Nationalhymne vor und auch noch nach dem DM-Finale die eine oder Träne floss, ist leicht nachvollziehbar.

Die neue Feldhockey-Saison 2011/2012 beginnt für beide RRK-Mannschaften im September, für die Damen in der Ersten Bundesliga und die Herren – nach dem Abstieg – in der Zweiten Bundesliga. Während Damentrainer Schmidt-Busse sich auf keine Saisonprognose vor den ersten Spielen einlassen will, sind die RRK-Herren in dieser Hinsicht weiter. Für einen vorderen Platz oder gar den Wiederaufstieg werde es nicht reichen, heißt es. Zu groß war der personelle Aderlass nach der sang- und klanglosen Versetzung in die zweite Liga. Der RRK geht mit Gerrit Rothengatter als neuem Herrentrainer in die nächste Saison. Der 42 Jahre alte Rüsselsheimer folgt damit auf Markus Hippchen, der nach dem Bundesliga-Abstieg zurückgetreten ist. Der ehemalige RRK-Bundesligaspieler Rothengatter, der seit seiner Kindheit RRK-Mitglied ist, soll den Neuaufbau am Sommerdamm anleiten.

Die Herrenmannschaft des RRK in der 2. Feldhockey-Bundesliga 2011/12 (hinten: Trainer Gerrit Rothengatter, Christian Kösling, Lorenz Klee, Hidde van Bodegom, Nicholas Bachtadse, Luca Müller, Jan Sachtleben, Christian Domke, Konstantin Foohs; vorn: Bastian Reisch, Nicolas Lange, Mirco Fuchs, Tobias Hoff, Kostantin Brandt, Frank Trautmann, Marc Papenburg; weiter dabei: Niklas Isselhard, Christian Minar, Tobias Wuttke, Moritz Frank, Felix Seitz, "Physio" Diana Czerwonka)

Die RRK-Damen − sechsmaliger Deutscher Feldhockey-Meister − starten in die Saison mit einem 20-köpfigen Kader, dessen Durchschnittsalter etwa bei 20 Jahren liegt. Nachdem nach den vier "Abtrünnigen" im Frühjahr nun auch Nina Günther von Bord geht, zieht es Lotta Hof für ein knappes Jahr nach England und Christina Schröder nach Köln. Wann die beruflich stark eingespannten Silke Müller und Vera Battenberg einsteigen, ist unklar. Außerdem sind Hannah Pehle und Louisa Willems verletzt. Mit der Irin Karen Hales (28) kann der Trainer zum Glück auf einen Neuzugang, eine international erprobte und obendrein "kernige" Spielerin, zurückgreifen. Die Runde beginnt mit einem Doppelspieltag zu Hause am Sommerdamm gegen Düsseldorf und Neuss, es wird ein klassischer Fehlstart mit null Punkten. Es folgt ein Unentschieden bei Rot-Weiss Köln und eine weitere Niederlage zu Hause gegen ETUF Essen. Nach einer weiteren 1:2-Heimpleite gegen den Münchner SC schwenkt der RRK die "rote Laterne", mit der er in Hamburg beim aktuellen Tabellenersten, dem Club an der Alster, und dem amtierenden Deutschen Meister, dem UHC, antreten muss. Der RRK geht zwei weitere Male leer aus und steht nach sieben Spielen mit einem "Pünktchen" auf der Habenseite weiter am Tabellenende. Nach einer Niederlage gegen den Mannheimer HC gelingt der erste Sieg gegen den TSV Mannheim. In den beiden letzten Spielen der Hinrunde, beim Berliner HC und bei Klipper Hamburg, will der RRK vor der Winterpause die "rote Laterne" abgeben. Doch trotz eines Sieges in Berlin und eines Unentschiedens in Hamburg bleibt der RRK auf dem letzten Platz, kommt mit acht Punkten dem "rettenden Ufer" aber deutlich näher.

Auch bei den RRK-Herren läuft es in der Zweiten Liga schlecht. Nicht weniger als neun Akteure aus dem letztjährigen Kader sind von Bord gegangen, wobei Thorsten Küffner (England) und Jonas Hof (Wien) im Frühjahr zurückerwartet werden. Stürmer Tobias Wuttke kann nur etwa die Hälfte des Programms mitmachen. Obwohl die Abwehr mit den Routiniers Christian Minar, Frank Trautmann und Mirco Fuchs erstklassige Ansprüche erfüllt, bleibt insbesondere abzuwarten, wie schwer der Weggang von Torwart Andreas Späck wiegt. Zur neuen Nummer eins hat Trainer Gerrit Rothengatter den 17 Jahre alten Marc Papenburg bestimmt, der bereits in der Erstliga-Abstiegsrunde beim Spiel in Nürnberg tolle Kritiken erhielt. Nach fünf Niederlagen in Folge gegen TG Frankenthal, Stuttgarter Kickers, Münchner SC, Zehlendorfer Wespen und TuS Lichterfelde wartet der RRK sehnlichst auf den ersten Punktgewinn, steht mit null Punkten und 7:21 Toren auf dem 10. und letzten Tabellenplatz − wie bei den Damen hängt die "rote Laterne" im RRK-Bootshaus. Eine derartige Negativserie verursacht natürlich vielen Mitgliedern der RRK-Familie Schmerzen. Doch dann verbucht der Absteiger am Sommerdamm gegen den Dürkheimer HC den ersten Sieg, wird jedoch am Folgetag beim TSV Mannheim erneut eine Niederlage einstecken. Zum Abschluss-Wochenende der Hinrunde muss der RRK etwa 1.000 Autokilometer auf sich nehmen, es geht zum Mitabsteiger Nürnberger HTC und dann nach Sachsen-Anhalt zum Osternienburger HC, dem Rekordmeister der ehemaligen DDR. Der erwarteten 2:5-Niederlage in Nürnberg folgt ein 1:1 im Osten. Nach neun Spielen hat der RRK vier Punkte und ein Torverhältnis von 15:33 erspielt, auch bei den Herren bleibt somit die "rote Laterne" über den Winter im Bootshaus des RRK.

Kurz vor Ende der Feldhockey-Hinrunde schreibt Alex Westhoff in der "FAZ" einen kritischen Bericht über die Entwicklung des Hockeysports beim RRK:

RRK-Damenmannschaft in der 1. Feldhockey-Bundesliga 2011/12 (hinten: Karen Hales, Rebecca Schneider, Maike Cartsburg, Helena Faust, Hannah Pehle; davor: Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Ann-Paulin Heist, Lara May, Lotte Kanz, Eva-Maria Frank, Viktoria Krüger, Betreuerin Konstanze Wortmann, Co-Trainer Christian Zimmermann; vorn: Lisa Faust, Lisa Lahham, Melissa Knauth, Anne Schröder, Louisa Willems; weiter dabei: Vera Battenberg, Alessa Leibold-Aginarte, Nathalie Krätsch, Marilena Krauss, Silke Müller, "Physio" Andrea Bialucha)

Willkommen in der Provinz

Es ist noch nicht allzu lange her, da war der Rüsselsheimer RK ein Synonym für Erfolg im Feldhockey. Davon ist wenig geblieben. Das Geld fehlt, die Talente sind überfordert.

Ein führender Verein in der deutschen Hockey-Landschaft, das war der Rüsselsheimer RK einmal. Wenn man die Bestandsaufnahme mit dem Tabellenstand beginnt, dann rutscht der Blick tief hinab. Die Damen sind in der Bundesliga Letzter, mit vier Punkten aus neun Spielen. Sucht man in der Tabelle die RRK-Herren, dann wird man in der ersten Klasse schon nicht mehr fündig. Sondern am Tabellenende der zweiten Liga. Mit − so gleicht sich das unschöne Bild − vier Punkten aus neun Spielen. Hört man sich im Verein und in der Hockeyszene, die sich gerne als große Familie bezeichnet, um, dann ist dort nicht von einer temporären Schwächeperiode oder von einer schnell reparablen Verkettung unglücklicher Umstände die Rede. Sondern: Der traditionsreiche Rüsselsheimer RK hat in mancherlei Hinsicht den Anschluss verloren.

Es lag viel Symbolik im Anblick der Rüsselsheimer Damen am vergangenen Samstag. 1:3 waren sie dem Mannheimer HC unterlegen auf der Anlage am Sommerdamm. Es war die fünfte Heimniederlage in Serie. Sie hatten wieder zu brav, zu unbedarft gespielt, waren zwar technisch auf der Höhe, aber frappierend ungefährlich. Trainer Benedikt Schmidt-Busse sank reg- und sprachlos auf der Bank zusammen, aus den Mienen der Spielerinnen sprach nicht Wut, sondern stille Ratlosigkeit. Zwar wirkte der erste Saisonsieg am Sonntag, ein 2:1 gegen den TSV Mannheim, als Stimmungsaufheller. Doch kann dieser nicht darüber hinwegtäuschen, dass die laufende Saison "nicht rosig" wird, wie Eva Frank sagt. Die Kapitänin ist mit 22 Jahren die Drittälteste in der Mannschaft, die im Schnitt etwa 20 Jahre jung ist. "Die Jüngeren müssen sofort Riesenverantwortung übernehmen und kommen damit noch nicht zurecht", sagt sie. Zwar steht sie im erweiterten Kader für die Olympischen Spiele 2012, doch bedürfte sie auf dem Platz eigentlich selbst noch der Anlehnung an erfahrene Spielerinnen.

Es sei zu selbstverständlich geworden, beim RRK in der ersten Damenmannschaft zu landen, beklagen ehemalige Spielerinnen

Doch von den fünf, sechs Säulen der Mannschaft, die es in den vergangenen Jahren noch hin und wieder zu einer Endrunde um die deutsche Meisterschaft gebracht hat, ist niemand mehr übrig geblieben. Sie haben die Lust verloren, kamen mit Schmidt-Busse nicht zurecht oder ärgerten sich über die Einstellung manch junger Spielerin. Sportlich wog der Verlust von Olympiasiegerin Silke Müller oder Abwehrchefin Irene Balek schwer. Zusätzlich geriet durch den Aderlass der Umbruch zu abrupt. Hat Schmidt-Busse, der in der Hockeyszene einen guten Ruf als Talententwickler hat, mit dem Jugendstil übertrieben? Es scheint so.

Zum Verzweifeln: Der RRK liegt zwar – anders als seine Spielerin Eva Frank – noch nicht darnieder, der Abwärtstrend ist aber unverkennbar.

Es sei zu selbstverständlich geworden, beim RRK in der ersten Damenmannschaft zu landen, beklagen ehemalige Spielerinnen. Es gebe kaum Konkurrenz. Das sei unter Berti Rauth ganz anders gewesen. Vier Jahre nach dessen Abschied ist der Name Rauth noch immer sehr präsent in Rüsselsheim. Neben dem Ausstieg von Opel als langjähriger Sponsor, was noch immer beklagt und für den Status quo verantwortlich gemacht wird, läutete der Abschied Rauths die Zeitenwende beim RRK ein. Kaum zu überblickende 15 Deutsche Meisterschaften und 18 Europacup-Siege heimste er zwischen 1990 und 2005 für den RRK ein, stand aufgrund seines unvergleichlichen, nimmermüden Einsatzes synonym für die hessischen Erfolge im Damenhockey. Schmidt-Busse ist fraglos in große Fußstapfen getreten. Bezeichnend: Der beim RRK viel gelobte Spielerinnenjahrgang 1993, von denen viele nun in der Bundesliga spielen, ist in der Jugend noch von Rauth auf den Weg gebracht worden. Schmidt-Busse sagt, dass ein Verein wie der RRK auf den Zustrom eigener Talente angewiesen ist. Ein risikoreicher Weg. Gerade dann, wenn − wie in Rüsselsheim − etwas schwächere Junioren-Jahrgänge folgen. Zur Rückrunde im April werden wieder einige Nachwuchskräfte in den Bundesligakader aufrücken. Schmidt-Busse weiß aber auch, dass die Debütantinnen allein "uns nicht retten werden".

Die Mahlzeit muss selber bezahlt werden

Bei den Damen wie den Herren, die vor zwei Jahren noch Europacupsieger in der Halle waren, überwiegen seit Jahren die Abgänge von Leistungsträgern bei weitem die Zahl derer, die von außen hinzugewonnen werden. Der Rüsselsheimer RK ist nicht mehr unbedingt eine reizvolle Adresse. Darunter leidet natürlich das Leistungsniveau. Ein Teufelskreis. Und die Vereinsführung scheint sich damit abgefunden zu haben. "Wir sind ein Provinzverein. Wir bieten den Spielern keinerlei finanzielle Anreize", sagt Martin Müller, der Hockeyabteilungsleiter im Klub. "Wir müssen mit guter Nachwuchsarbeit aus uns selbst heraus leben." Viel Geld zu verdienen gibt es an anderen erstklassigen Hockeystandorten für die Aktiven auch nicht. Doch werden vielerorts mittlerweile kleine Aufwandsentschädigungen gezahlt und pfiffige Methoden und Ideen entwickelt, indem Hockey mit der Aussicht auf Studium, Job oder Praktikumsplatz verknüpft wird. Diese Infrastruktur ist beim RRK nicht errichtet worden.

Bei den Hessen zahlen die Aktiven bei den Auswärtsfahrten quer durch die Republik nach wie vor ihre Mahlzeiten aus eigener Tasche, Zuschüsse für diejenigen, die eine weite Anfahrt zum Training haben, sind nicht möglich. "Wir müssen jetzt nicht total verzweifeln", sagt Müller. Es sei als Rüsselsheimer RK kein Beinbruch, am Saisonende ohne Bundesligateam dazustehen. "Wir haben das Potential, uns aus dieser misslichen Lage herauszuarbeiten. Das ist anderen Vereinen auch schon gelungen."

Die Zweiten Herren unter Trainer Burkhard Trautmann spielen nach dem Abstieg in der Oberliga Hessen, liegen zum Ende der Hinrunde nach sieben Spielen mit 18 Punkten und einem Torverhältnis von 45:9 auf dem 1. Platz, gehen somit als Oberliga-Spitzenreiter in die Hallenpause. Und auch die Zweiten Damen mit Mannschaftssprecherin Sybille Friedrich-Breivogel sind erfolgshungrig, haben in der Oberliga Hessen eine Siegesserie und belegen nach sechs Spielen ungeschlagen mit 16 Punkten und einem Torverhältnis von 21:2 den Spitzenplatz.

Die Tennisgruppe des RRK trifft sich, wie schon seit vielen Jahren, in den Sommermonaten donnerstags zum gemeinsamen Doppelspiel, das den teilnehmenden Tennisspielern immer wieder viel Spaß bringt. Mitte September laden ältere Tennisspieler der TuS Rüsselsheim die Tennisgruppe des RRK zu einem Freundschaftsturnier auf ihre Anlage ein − vielleicht der Beginn zukünftiger regelmäßiger Treffen. Am 2. Oktober wird bei herrlichem Spätsommerwetter "abgekleppert" und Mitte Oktober treffen sich 16 Tennisspieler, um bei einer Radtour vom Bootshaus über Bischofsheim, Ginsheim, Kastel und Wicker nach mehreren "Boxenstopps" schließlich wieder nach Hause zu finden.

Die Akteure des Freundschaftsturniers RRK-Tennisgruppe gegen TuS Rüsselsheim

Meisterschaftsfeier des RRK für die erfolgreichen Sportler des Jahres 2011 in Saal und Gaststätte des Bootshauses

Am 4. November ehrt der RRK traditionsgemäß seine während des Jahres erfolgreichen Sportler. Bei dieser Meisterschaftsfeier, die von "RRK-Präsident" Prof. Dr. Dietmar Klausen zusammen mit Hockey-Abteilungsleiter Martin Müller sowie Schriftführerin Elke Schumacher abgewickelt wird, sind nur Hockeysportler zu ehren. Zwar gibt es wie schon im Vorjahr auch 2011 keine Deutsche Meisterschaft zu feiern, doch zwei dritte Plätze bei Deutschen Meisterschaften, ein erster, ein zweiter und ein dritter Platz bei Süddeutschen Hallenhockey-Meisterschaften, eine Ligameisterschaft und viele Hessenmeisterschaften sind ebenfalls nicht zu verachten. Neben den Mannschaften sind auch Einzelpersonen zu ehren: Nathalie Krätsch, Lara May, Anne Schröder und Louisa Willems für die Vize-Europameisterschaft mit den deutschen U18-Juniorinnen, Gerrit Rothengatter und Werner Pfeifer für eine "inoffizielle Europameisterschaft" mit der deutschen Ü40-Mannschaft und Martin Müller für Bronze beim "European Cup" mit den deutschen Ü60-Veteranen.

 

Bei der RRK-Jubilarenehrung am 19.11.2011 anwesende Jubilare der Jahre 2010 und 2011: Thomas Richter (2011: 40 Jahre), Eduard Sajnovits (2011: 25), Wolfgang Knoll (2011: 50), Kurt Maurer (2011: 25), Charlotte Wippich (2011: 70), Holger Choitz (2010: 25), Thorsten Fett (2010: 25), Monika-Evita Körbel (2010: 25), Maria Hartmann (2011: 50), Georg Gagel (2010: 25), Helmut Schumacher (2011: 50), Rolf Sittmann (2011: 70), Karl-Heinz Schwarzer (2010: 40), Prof. Dr. Dietmar Klausen (2010: 50) und Andreas Hartmann (2011: 50) − auf dem Bild fehlt Thomas Späck (2011: 25)

 

Die RRK-Jubilarenehrung musste 2010 wegen geringer Anzahl der Jubilare und Verhinderung von zu Ehrenden ausfallen, so dass die Jubilare des Jahres 2010 nun am 19. November 2011 von den beiden Vorsitzenden des RRK zusammen mit den Jubilaren des Jahres 2011 geehrt werden. Der Vorstand hat die langjährigen RRK-Mitglieder mit ihren Partnern auch eingeladen, um ihnen Dank für vielfältiges Engagement und langjährige Treue auszusprechen. Im Jahr 2011 sind zu ehren: für 25 Jahre Tanja Dickenscheid, Thorsten Fett, Kurt Maurer, Eduard Sajnovits und Thomas Späck sowie für 40 Jahre Thomas Richter mit der RRK-Ehrennadel in Silber, für 50 Jahre Maria Hartmann, Andreas Hartmann, Helmut Schumacher und Wolfgang Knoll mit der RRK-Ehrennadel in Gold, außerdem für sage und schreibe 70 Jahre Friedebert Grass, Rolf Sittmann und Charlotte Wippich.

Nachdem der Gesamtvorstand des RRK Mitte des Jahres 2010 wegen zurückgehender Nutzung und dadurch fehlender Wirtschaftlichkeit eine Schließung der beiden Kegelbahnen zum 31. Dezember 2010 beschlossen hat, wurde noch 2010 ein Bauausschuss berufen, der sich mit anstehenden baulichen Aufgaben im und am Bootshaus beschäftigen, Entscheidungen des Gesamtvorstands vorbereiten und Maßnahmen durchführen soll. Berufen werden Karin Scheelke, Werner Alt, Andreas Hartmann, Wilfried Hoffmann, Dr. Dietmar Klausen, Ragnar Otto und Jochen Zimmermann − zum Vorsitzenden wählt sich der Ausschuss den RRK-Schatzmeister Wilfried Hoffmann. Im Jahr 2011 werden unter Federführung und auch aktivem Einsatz von Mitgliedern des Bauausschusses die alte Heizungsanlage durch zwei moderne Gas-Brennwertkessel ersetzt, eine neue Elektro-Hauptverteilung montiert, die Elektro-Installation des Sanitär- und Bootshallenbereichs saniert, ein Riss in einer Bootshallenwand durch Verpressung und die undichte Terrassenfläche über den Bootshallen provisorisch abgedichtet, die Oberlichter an der angebauten Spülküche erneuert sowie außerdem aufwendige Vorarbeiten für eine neue Nutzung der stillgelegten Kegelbahnen (Abbau der Anlagen und Planung der Umgestaltung des Bereichs) durchgeführt.

Abbau der Kegelbahn-Anlagen

Einbau moderner Gas-Brennwertkessel

Montage einer neuen Elektro-Hauptverteilung

Im Jahr 2011 ist der "Kurt Becker Cup", der Ende Oktober zu Ehren des langjährigen RRK-Jugendleiters zum sechsten Mal ausgetragen wird, erneut als Hallenhockey-Turnier, jedoch nur für A-Mädchen, ausgeschrieben. Vier Mädchenmannschaften aus Hamburg, Berlin, Mainz und Bad Homburg wollen den beiden gemeldeten RRK-Teams den Sieg streitig machen. Am Ende sichern sich die Mädchen von Schott Mainz im Finale den Sieg über den vom ehemaligen RRK-Trainer, Berti Rauth, betreuten Club an der Alster, RRK I erreicht durch einen 5:1-Sieg über die Zehlendorfer Wespen Rang drei und RRK II teilt sich durch ein Unentschieden gegen Bad Homburg Rang fünf.

Die Hallenhockey-Saison 2011/2012 in den Süd-Bundesligen beginnt für die RRK-Herren am 12. November, für die RRK-Damen erst eine Woche später. In der Vorbereitung auf die Hallenrunde gewinnen die RRK-Damen den "Bonfiglioli-Cup" mit 1.000 Euro Siegprämie in Neuss gegen erstklassige Gegner und die RRK-Herren den zweiten "Olli-Domke-Cup" in der heimischen "Dicker-Busch-Halle" gegen Mannschaften aus Frankenthal, Düsseldorf, Gladbach und Luzern. Beide RRK-Trainer, Benedikt Schmidt-Busse bei den Damen und Gerrit Rothengatter bei den Herren, sehen nach der misslungenen ersten Hälfte der Feldhockey-Runde − beide Mannschaften tragen in der Winterpause die "rote Laterne" − als erstes Ziel für ihr Team den Klassenerhalt.

Bei den RRK-Herren haben im Tor der junge Marc Papenburg (17) und der erfahrenere Neuzugang Valentin Jeblick (27) in der Vorbereitung unterstrichen, dass sie eine gute Rolle spielen können. Nummer eins ist zunächst einmal der frühere Dürkheimer Jeblick. Im Abwehrblock sind Mirco Fuchs, Christian Minar und Frank Trautmann wichtige Pfeiler. In der Mitte sollen Nicholas Bachtadse, Moritz Frank und Christian Domke ihre Rolle spielen. Im Sturm haben sich nach den Abgängen von Tobias Wuttke und Christian Kösling mit Felix Seitz und Luca Müller Jüngere in den Fokus gespielt. Zudem stehen mit Niklas Isselhard, Hidde van Bodegom, Nicolas Lange und Hans Schneider (vom Limburger HC) noch Alternativen zur Verfügung. Dass seine Mannschaft vor dem Punktrundenstart auf der Homepage des RRK mit den "Play-offs" in Verbindung gebracht wird, dies vermag Gerrit Rothengatter beim besten Willen nicht nachzuvollziehen: "Wir werden uns ganz, ganz weit strecken müssen. Und wenn wir drin bleiben, dann haben wir wirklich etwas geleistet", sagt der 42 Jahre alte Rüsselsheimer Trainer. "Bei uns ist nach der Feldrunde jeder geerdet und weiß, wie schwer das wird." Es wird schwer! Der RRK beginnt im Sechserfeld der 1. Bundesliga Süd, wo die ersten Beiden in die Play-offs kommen und der letzte absteigt, mit einer Niederlage und einem Unentschieden. Einem Sieg folgen zwei Niederlagen und ein Unentschieden, dann nochmals zwei Niederlagen − die RRK-Herren stehen vor dem letzten Doppelspieltag auf dem letzten Tabellenplatz. Die Mannschaft steht unter großem Erfolgsdruck. Helmut Popp berichtet im "Rüsselsheimer Echo" über Hoffnungen und Enttäuschungen:

Große Enttäuschung bei "Physio" Diana Czerwonka und "Kapitän" Mirco Fuchs

Ein Treffer fehlt zum Klassenerhalt der RRK-Männer

RRK-Männer steigen nach 5:5 gegen Münchner SC in die Zweite Liga ab – Torverhältnis gibt den Ausschlag

Es war ein Herzschlagfinale, an Dramatik kaum noch zu überbieten. Nachdem sie am Samstag gegen den Nürnberger HTC mit 7:5 die Oberhand behielten, fehlte den Mannen um Trainer Gerrit Rothengatter letztlich ein einziges Tor zum Klassenerhalt.

Auf Schützenhilfe des Hessennachbarn SC 80 Frankfurt hatten sie vergeblich gehofft. Die bereits zuvor als Viertelfinalist feststehenden Frankfurter verloren zu Hause gegen die Stuttgarter Kickers mit 6:7. Dadurch zogen die Stuttgarter mit zehn Punkten noch am RRK vorbei. Dieser hat in der Abschlusstabelle neun Zähler zu Buche stehen. Ebenso wie der Münchner SC, doch durch die schlechtere Tordifferenz erreichten die Rüsselsheimer nur als Schlusslicht die Ziellinie, sind also fortan auch in der Halle nur noch Zweitligist.

Die Spieler und Coach Rothengatter waren maßlos enttäuscht. So richtig Groll gegen den Nachbarn aus der Mainmetropole wollte angesichts "dessen womöglich abgeschenkter Partie gegen den Abstiegskonkurrenten" allerdings nicht aufkommen. "Wir hatten es ja heute schließlich in der eigenen Hand, mit einem Sieg alles klar zu machen", erklärte Gerrit Rothengatter.

Dagegen ist bei den RRK-Damen "Jugend" angesagt. Denn vom Feldkader sind weitgehend Youngster übrig geblieben, da Lisa Faust, Victoria Krüger und Karen Hales in der Halle berufsbedingt nicht zur Verfügung stehen. Noch gravierender sind die Abgänge aus dem Hallenkader der Vorsaison, dem noch Silke Müller, Lotta Hof, Irene Balek und Nina Günther angehörten. Da müssen sich die vielen jungen Leute vor Torfrau Lisa Lahham beweisen, ihr Talent und zweifelsohne vorhandenes Potential einbringen und so schnell wie möglich ihren Rhythmus finden, um die nötigen Zähler gegen den Abstieg zu sammeln. Spielführerin Eva-Maria Frank ist mit ihren 22 Jahren in der Mannschaft schon ein "alter Hase". Eines ist klar: "Eine Rückstufung in die Zweitklassigkeit wäre sowohl auf dem Feld als auch in der Halle fatal für die Entwicklung des jungen, aber sehr ausbaufähigen Teams", betont Benedikt Schmidt-Busse, der zwar nicht von einer erneuten "Play-off"-Teilnahme ausgeht, diese aber gern als "Bonbon" mitnehmen würde. Wie die RRK-Herren spielen auch die RRK-Damen im Sechserfeld ihre Runde. Einem Unentschieden folgen drei Siege − der RRK übernimmt die Tabellenführung. Es folgt eine Niederlage und ein Sieg. Vor dem letzten Doppelspieltag liegt der RRK punktgleich mit dem Münchner SC auf dem 2. Tabellenplatz, die Play-offs sind in greifbarer Nähe. Über den entscheidenden Doppelspieltag berichtet Thomas Schulz in der "Main-Spitze":

Noch haben die RRK-Damen Hoffnung auf Erreichen der Play-offs

Neben 2:10-Pleite Frust über "Schieris"

6:4-Sieg über Münchner SC bringt RRK-Damen nicht ins DM-Viertelfinale / Fehlender Treffer aberkannt

Freude über einen 6:4-Sieg sieht anders aus: Die Hockeydamen des Rüsselsheimer RK beendeten die Hallen-Bundesligasaison 2011/2012 trotz der samstäglichen 2:10-"Klatsche" bei Südgruppen-Primus TSV Mannheim als respektable Tabellendritte. Doch da das junge RRK-Team gestern mit einem Sieg mit drei Toren Differenz über den Münchner SC noch als Gruppenzweiter das DM-Viertelfinale hätte erreichen können, überwog am Ende der Verdruss über die verpasste Fahrt am zweiten Januar-Wochenende nach Hamburg. "Ich bin sehr verärgert; wir haben das Viertelfinale gestern verspielt. In so einer entscheidenden Saisonphase darf man beim TSV Mannheim nicht zehn Dinger kassieren und nur zwei eigene Treffer erzielen."

Der ganze Frust landete am Sonntag nach dem Abpfiff beim Schiedsrichterduo. Dieses hatte in der Schlussminute zunächst eine bereits gegebene Strafecke für den Ruderklub zurückgenommen und danach ein vermeintlich reguläres Tor von Helena Faust aberkannt. So blieb es beim aus hessischer Sicht unbefriedigenden Erfolg und lautstarken Jubelgesängen der mitgereisten MSC-Fans. Fazit: Unglücklicher hätte es für den Traditionsverein an diesem 4. Advent nicht laufen können. Zunächst wurde das "starke Geschlecht" trotz eines 5:5 gegen den damit geretteten MSC zurückgestuft, ehe die Mädels wegen eines "Törchens" die Play-offs verpassten.

Das Fazit des Wochenendes vor Weihnachten für die Hockeyabteilung: Die RRK-Damen verpassen das Viertelfinale um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft wegen eines Treffers und die RRK-Herren müssen in die Zweite Hallenhockey-Bundesliga wegen eines Treffers absteigen.

Am 22. Juni 2011 verstirbt nach schwerer Krankheit die begeisterte Ruderin und Tennisspielerin Sigrid Marschner-Schäfer im Alter von 66 Jahren, kurz nach dem Eintritt in den beruflichen Ruhestand.

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