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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

1982

Zu Beginn des Jahres kehren Tobias Frank und Alfred Segner von der Hockey-Weltmeisterschaft in Bombay zurück, wo sie mit der deutschen Nationalmannschaft hinter dem neuen Weltmeister Pakistan den 2. Platz belegten und damit eine Silbermedaille errangen.

Die Hockeymädchen des RRK reihen unter Trainer Berti Rauth und Betreuer Arnold Wild in der Halle Erfolg an Erfolg. Bei der in der Walter-Köbel-Halle ausgetragenen Hessenmeisterschaft der A-Mädchen holen sich Bianca Weiß, Sabine Rausch, Beate Bemmert, Monika Reichmann, Sabine Lersch, Anja Warnecke, Anke Wild und Kerstin Strubl unangefochten mit einem Torverhältnis von 20:1 in drei Spielen den Titel und qualifizieren sich damit für die Süddeutschen Titelkämpfe in Nürnberg. Und auch hier sorgt der Rüsselsheimer Nachwuchs für Furore, lassen wir die "Main-Spitze" berichten:

Hockey-Mädchen in Süddeutschland die Nummer 1

Souveräner Titelgewinn in Nürnberg

Weiter auf der Welle des Erfolges schwimmen die Hockey-Mädchen des Rüsselsheimer RK. In eigener Halle souverän Hessenmeister geworden, sorgte der Rüsselsheimer Nachwuchs nun in Nürnberg für Furore und holte sich ohne Punktverlust mit einem Gesamt-Torverhältnis von 22:10 den süddeutschen Titel. Die Mädchen waren von Trainer Berti Rauth prächtig eingestellt und ließen der Konkurrenz in Franken keine Chance. Nach Siegen über Bad Dürkheim (3:1), Nürnberg (4:2), Stuttgart (6:2) und Lahr (4:1) standen sie als Gruppenerster im Endspiel, in dem das Englische Institut Heidelberg der Gegner war. Auch hier beherrschte der RRK seinen Gegner und kam zu einem 5:3-Erfolg.

Damit qualifizierten sich Bianca Weiß, Monika Reichmann (5 Tore), Sabine Rausch, Anke Wild (8), Anja Warnecke (6), Kerstin Strobl (4), Sabine Lersch, Beate Bemmert und Andrea Wohlfahrt für die in 14 Tagen in Lübeck stattfindenden deutschen Meisterschaften, wo es möglicherweise gelingt, den ganz großen Coup zu landen und erstmals in der Vereinsgeschichte einen Nachwuchstitel in der Halle ins Bootshaus zu holen. Um auch äußerlich für diesen eventuellen Erfolg gewappnet zu sein, wollen die Betreuer versuchen, die Mannschaft mit einem einheitlichen Trainingsanzug auszustatten, nachdem die Mädchen in Nürnberg noch als bunt durcheinander gewürfelter Haufen auftraten, während die Konkurrenz – zumindest was das Äußere anbelangte – die Rüsselsheimerinnen weit in den Schatten stellte.

Der RRK-Achter siegt bei der Gießener Pfingstregatta 1982 im Großherzogs-Achter (Stm. Gerrit Rothengatter, Steffen Kerkmann, Lutz Beyer, Wolf-Rüdiger Kirsch, Gerhard Darnieder, Achim Erhard, Oliver Bär, Wolfram Lorei, Harald Richter)

Bei der Deutschen Meisterschaft in Lübeck siegen die A-Mädchen des RRK in den Gruppenspielen 5:1 über den SSV Ulm und 5:4 über den HC Hannover, um dann im Spiel gegen den RHTC Leverkusen bis drei Minuten vor Schluss mit 1:0 zu führen, dennoch am Ende mit 1:2 zu verlieren und damit das Halbfinale zu verpassen. Deutscher Meister wird der RHTC Leverkusen vor dem HC Hannover.

Ebenfalls beachtlich schlägt sich die männliche A-Jugend, erringt sie doch die hessische Vizemeisterschaft und nimmt an den Süddeutschen Titelkämpfen teil, wo sie allerdings über die Gruppenspiele nicht hinauskommt. 

Die Erste Herrenmannschaft zeigt in der Halle unterschiedliche Leistungen, muss sich am Ende mit dem vierten Tabellenplatz begnügen und damit die Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Meisterschaftsrunde begraben. Im letzten Heimspiel wird Fritz Schmidt von Hockey-Abteilungsleiter Wolfgang Vorfalt und vom 1. Vorsitzenden des RRK, Werner Böhme, offiziell aus der Ersten Mannschaft verabschiedet.

Heinz Vorfalt, langjähriges Vorstandsmitglied und Ex-Vorsitzender des RRK, erhält anlässlich seines 70. Geburtstages in Anerkennung seiner Verdienste für den RRK die Silberne Leistungsnadel

Nach der Hauptversammlung der RRK-Hockeyabteilung titelt das "Rüsselsheimer Echo": "Wird Hockey Stiefkind im RRK?" Es gibt aus der Abteilung Kritik am Gesamtvorstand des RRK, da man sich finanziell nicht ausreichend gefördert sieht. Im Vordergrund der sportlichen Aktivitäten soll der Neuaufbau einer jungen ersten Mannschaft stehen, die den Bundesliga-Erhalt garantieren soll. Bei den Wahlen wird Wolfgang Vorfalt erneut Abteilungsleiter, obwohl er verzichten wollte, Stellvertreter werden Karl Heuß und Sigurd Traiser, Schriftführer wird Fritz Schneider, Kassenwart Willi Nold usw.

Auch die RRK-Ruderabteilung trifft sich im März zu ihrer Hauptversammlung. Abteilungsleiter Klaus Köppen kann von respektablen Erfolgen im abgelaufenen Jahr berichten. Bei den anstehenden Wahlen wird Klaus Köppen als Abteilungsleiter bestätigt, sein Stellvertreter bleibt Reinhard Kober, Kassenwart Klaus Jeske, Schriftführerin Elke Schumacher usw.

Bei der Generalversammlung am 27. April 1982 wird von den anwesenden Mitgliedern einstimmig beschlossen, Karl Heuß, Karl Pöppel und Paul Schubert zu Ehrenmitgliedern des RRK zu ernennen. Wir zitieren das "Rüsselsheimer Echo":

Hockey-Abteilungsleiter Wolfgang Vorfalt und RRK-Vorsitzender Werner Böhme verabschieden "Schimmi" (Fritz Schmidt) am 28. Februar 1982 offiziell aus der 1. Herrenmannschaft des RRK

Machtwechsel im RRK: Klausen löst Böhme ab

Hockeyabteilung will mehr Geld – Ruderer vor Aufschwung – Jubiläum wird vorbereitet

Das Schiff eines Vereins wie des Rüsselsheimer Ruder-Klubs mit seinen mehr als 500 Mitgliedern durch alle sportlichen und finanziellen Höhen und Tiefen zu steuern, ist sicherlich keine leichte Aufgabe. So ist auch der dankende Beifall für den langjährigen Vorsitzenden des Hauptvorstandes, Werner Böhme, zu erklären, der zwar seinen Stuhl für seinen Nachfolger Dietmar Klausen räumte, dem Vorstand aber als Beisitzer erhalten bleibt.

Böhme hatte am Dienstagabend auf der Generalversammlung des Vereins, der 1983 seinen 75. Geburtstag feiern wird, nach der Begrüßung der unerwartet zahlreichen Mitglieder allen, die sich für den Verein eingesetzt hatten, ausdrücklichen Dank abgestattet.

Wolfgang Vorfalt, Abteilungsleiter Hockey, legte eine nur von wenigen Einschränkungen getrübte Erfolgsbilanz vor: 130 Jugendliche in neun Mannschaften werden mit starker Unterstützung der Eltern auf sämtlichen Leistungsebenen betreut. Ein Erfolg war in der Hallensaison der Titel des hessischen Vizemeisters der A-Jugend. Auf dem Feld waren die Jugendmannschaften im Vergleich zu den Vorjahren mit Mittelplätzen nicht zufrieden. Hier sieht Vorfalt einen Ansatzpunkt für verstärkte Koordination durch den neuen Vorstand. Ein besonderer Lichtblick war die Erringung des Titels eines hessischen Meisters durch die A-Mädchen. Durch gesellschaftliche Aktivitäten wie Sommerfeste ist es gelungen, die Eltern stark in die Nachwuchsarbeit einzubeziehen: Auch die Schulmannschaft der Parkschule ist Teil dieser Arbeit; sie wurde im Rahmen des Wettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" deutscher Vizemeister.

Die Spielrunde der "Großen" wurde mit dem Vizemeistertitel (Halle) abgeschlossen. Dass Fritz "Schimmi" Schmidt seine aktive Laufbahn beendete und sich nun als Coach dem Neuaufbau der ersten Mannschaft widmet, zählt zu den herausragenden Ereignissen in Vorfalts Jahresbilanz. Die zweite Mannschaft steht von der undankbaren Aufgabe, durch verstärkten Einsatz in der Rückrunde den Abstieg aus der Verbandsliga zu vermeiden. Die dritte Mannschaft konnte auf Anhieb den Aufstieg in die zweite Verbandsliga erkämpfen. Nachdem die Damen in der Saison 1980/81 den Aufstieg in die hessischen Oberliga geschafft hatten, belegen sie zur Zeit nach Abschluss der Vorrunde den ersten Platz. Die Seniorenmannschaft brachte bis jetzt als schönsten Erfolg den Titel des hessischen Vizemeisters nach Rüsselsheim: Als Fazit seines umfangreichen Berichtes richtete Vorfalt einen Appell an den Hauptvorstand um vermehrte finanzielle Unterstützung. Um eine schlagkräftige erste Mannschaft neu aufzubauen (Generationswechsel) bedürfe es einer Verstärkung der Jugend- und einer Verbreiterung der Basisarbeit, um aus einem gefüllten Reservoir schöpfen zu können.

Der RRK-Leichtgewichtsvierer verpasst beim Deutschen Meisterschaftsrudern 1982 durch ein Missgeschick knapp den Endlauf, kann bei den Eichkranzrennen den Endlauf erreichen und auch im Achter einen 5. Platz miterkämpfen (Markus Sauer, Matthias Mohr, Thomas Mildenburger, Michael Köhler)

Der Vorsitzende der Ruderabteilung des RRK, Klaus Köppen, konnte ohne alle Einzelheiten jedes Rennens zu beschreiben, feststellen, dass sportlich mehr erreicht wurde, als man sich eigentlich vorgenommen hatte. Seiner Einschätzung nach befindet sich die Ruderabteilung auf dem Gebiet des Leistungssports nach einer Übergangsphase und Saison der Stabilisierung mit fünf  Rennmannschaften und zwei Einern vor neuen großen Aufgaben. Die erste Regatta, auch für die Anfänger, findet in Flörsheim statt. Auf dem Gebiet des Breitensports wurden trotz vermehrten Bootsmaterials die Angebote nicht in erhofftem Maße angenommen und es werde Aufgabe der Ruderleitung sein, den Rudersport als Hobby interessanter zu gestalten. Ein großes Manko in der Anfänger- und Jugendausbildung sieht Köppen im Fehlen eines hauptamtlichen Trainers, der im Gegensatz zu den Feierabend-Ausbildern schon am Nachmittag, mit dem Ruderbetrieb beginnen könnte, was auch den Ausnutzungsgrad der Boote verbessern würde. Am Sonntag (2.) wird der RRK im Rahmen des Anruderns fünf neue Boote ihrer Bestimmung übergeben, wovon, sich die Ruderabteilung starke Impulse für ihre künftige Arbeit erhofft.

Eine noch junge Gruppierung innerhalb des Vereins stellte Klaus Hartmann in seinem Jahresbericht vor. Als Sammelbecken für nicht mehr aktive Hockeyspieler, Ruderer und deren Familienangehörige etablierte sich eine mittlerweile auf 100 Mitglieder zugehende Tennisgruppe, die schon mit Silvia Braner bei den Damen und Rainer Seifert bei den Herren erste Klubmeister küren konnte.

Trainingslager der RRK-Ruderer am Lago di Varese, Ostern 1982

Der Schatzmeister des RRK, Wilfried Hoffmann, konnte seine Kassenführung mit einem Überschuss abschließen, obwohl die Ausgaben die Einnahmen überwogen. Nachdem ihm einstimmig Entlastung erteilt worden war, standen die Neuwahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung. Schnell war mit Prof. Dr. Dietmar Klausen ein Nachfolger für Werner Böhme gefunden. Zum Zweiten Vorsitzenden wurde Horst Ackermann gekürt, von dessen auf Ausgleich bedachte Wirkung man sich viel erhofft. "Hitzköpfe haben wir im Verein genug", rief der zum Koordinator für die Jubiläums-Feierlichkeiten gewählte Günter Schmitt der Versammlung zu. Wilfried Hoffmann, wieder als Schatzmeister vorgeschlagen, nahm unter Beifall seine Wiederwahl an. Erste Schriftführerin wurde erneut Elke Schumacher.

Dieser Geschäftsführende Vorstand wird vom erweiterten Vorstand unterstützt. Als Nachfolger für Karl-Heinz Wagner im Amt des Kassierers wählten die Mitglieder Klaus Kraft. Dem  zweiten Schriftführer, Karl-Heinz Wagner, ist es überlassen, rechtzeitig zum Vereinsjubiläum das Archiv auf Vordermann zu bringen. Mit Andreas Hartmann als Hausverwalter wurde ein bewährter Mann für einen Posten gewählt, der "oft undankbar, ist und wo man selten Lob ernten kann" (Vorsitzender Klausen). Vergnügungswart wurde Heino Dreisbach und die Position des Pressewartes wurde wegen des anstehenden Jubiläumsjahres erstmals mit zwei Mitgliedern (Horst Kamke, Reinhard Passing) besetzt. Der seitherige Vorsitzende Werner Böhme bleibt zusammen mit Gerhard Müller und Sigurd Traiser als Beisitzer im Vorstand, der noch durch den Ältestenrat ergänzt wird: Willi Nold, Paul Schmitt, Karl Pöppel, Karl Heuß und Hedwig Traiser. Als Kassenprüfer wurden Prof. Dr. Peter Hochgesand und Renate Vorfalt bestellt.

Bei der Vorstellung des Haushaltsvoranschlages mit einem Volumen von rund 150.000 Mark stieß Schatzmeister Hoffmann auf herbe Kritik. In einer flammenden Rede musste er sich gegen das Gießkannenprinzip und für Prioritäten stark machen. Abschließend wurde deutlich, dass der RRK, der keine Beitragserhöhung erwägt, den Gürtel zwecks Sicherung der finanziellen Zukunft enger schnallen und Belastungen wie Hallenmieten oder Fahrtkosten dringend reduzieren muss.

Nach intensivem Wintertraining bereiten die Ruderer sich über Ostern wieder in zweiwöchigem Trainingslager auf dem Lago di Varese für die Regattasaison vor, so dass die Mannschaften und auch die Trainer Werner Alt, Heiner Bindrim, Lutz Dörsam und Klaus Köppen beruhigt den ersten Rennen entgegensehen können. Beim Anrudern kann der RRK fünf neue Rennboote in Dienst stellen, drei Vierer, einen Riemenzweier und einen Doppelzweier. Die Vierer werden auf die Namen "Alfred Rausch", "Jubilar 81" und "Jugend", der Riemenzweier auf den Namen "Lago di Varese" und der Doppelzweier auf den Namen "Blauer Klaus" getauft. Eine zünftige Brotzeit und "Die fidelen Rößler" aus dem Westerwald halten anschließend in der Bootshalle alle Mitglieder und Gäste bei Stimmung. 

Die Regattasaison beginnt in Flörsheim viel versprechend für die RRK-Mannschaften mit 10 Siegen und dem Gewinn des Ruthardt-Preises für den erfolgreichsten Verein. Es folgen die Regatten in München (1 Sieg), Breisach (3 Siege), Gießen (10 Siege), Kassel (13 Siege), Duisburg (6 Siege) und Schweinfurt (2 Siege).  

Dann wird es richtig ernst. Der RRK meldet vier Mannschaften zum Deutschen Meisterschaftsrudern am 26. und 27. Juni 1982 in München, drei Vierer und einen Achter. Das erste Rennen für den RRK ist der Vierer-ohne, den die Mannschaft Oliver Bär, Wolfram Lorei, Harald Richter und Lutz Beyer bestreitet. Der "Rudersport" berichtet:

Der Beyer-Vierer ist 1982 sehr erfolgreich: 3. Platz beim Deutschen Meisterschaftsrudern, 1. Platz bei den Eichkranzrennen und 1. Platz beim "Match des Seniors" in Wien (Lutz Beyer, Harald Richter, Wolfram Lorei, Oliver Bär)

Deutsche Meisterschaft im Vierer-ohne

Mit einem zweiten und dritten Platz bei der "Internationalen" in Duisburg hat sich der Vierer des Osnabrücker RV auch ein gutes Abschneiden bei den Meisterschaften ausgerechnet. Aber auch die Gebrüder Grabow aus Witten, frischgebackene Meister im Zweier-ohne, haben in der Renngemeinschaft mit ihren Dortmunder Kameraden keine schlechten Karten, und auch der Rüsselsheimer RK kommt mit der Empfehlung eines B-Sieges in Duisburg an den Start. 

Gleich vom Start weg legt sich dieses Boot auch an die Spitze, dichtauf gefolgt von den Osnabrückern und der westdeutschen Renngemeinschaft, Schlagzahlen von 35 - 36 pro Minute werden vom Streckensprecher gemeldet, aber auch die Tatsache, dass die Rüsselsheimer nach einem Drittel der Strecke eine halbe Länge führen. Doch mit einem kräftigen Spurt legen die Osnabrücker etwas zu und laufen zu dem führenden Boot aus Rüsselsheim auf, das sich aber noch lange nicht geschlagen geben will. Bei 1.000 Metern haben die Osnabrücker die Bootsspitze vorn. Dort rückt auch das übrige Feld wieder näher zusammen, aber die Osnabrücker legen mit langer, sauberer Wasserarbeit mehr Zwischenraum zwischen sich und die Verfolger. Und die Dortmund-Wittener Renngemeinschaft kann sich trotz schlechten Steuerns im letzten Teil der Strecke klar auf den zweiten Platz setzen. Ihr energischer Endspurt reicht aber nicht mehr ganz, um den Osnabrücker Vierer vom ersten Platz zu verdrängen, der mit 0,8 Sek. die Oberhand behält. Ein schönes Rennen, in dem sehr sauber gerudert wird und das zum Auftakt so recht nach dem Geschmack der Zuschauer gewesen sein dürfte.

Das bedeutet "Bronze" für den RRK!!!  

Es folgt der "Vierer-mit", in dem für den RRK Wolf-Rüdiger Kirsch, Gerhard Darnieder, Achim Erhard, Steffen Kerkmann und Stm. Gerrit Rothengatter starten. Wir zitieren wieder den "Rudersport": 

Deutsche Meisterschaft im Vierer-mit

Etwas enttäuschend für alle ist, dass im Rennen der Vierer-mit, der einstigen Domäne des DRV, nur drei Boote gemeldet sind: Darunter ein Boot des Rüsselsheimer RK mit der Empfehlung eines vierten Platzes in Mannheim sowie die Hannoversche-Karlsruher-Berliner Renngemeinschaft, die bei der Duisburger Regatta am Sonntag glatt gewonnen hat. Mit hoher Schlagzahl wird auch dieses Rennen angegangen, sicher eine Folge des immer stärker werdenden Windes. Angeführt wird das Feld zunächst vom Rüsselsheimer RK, bis kurz vor der 1.000-m-Marke die Renngemeinschaft Hannoverscher RC von 1880 / RR Uni Karlsruhe / Karlsruher RV Wiking / RC Tegel 1886 zum Angriff bläst und sich mehr und mehr an die führenden Rüsselsheimer heranarbeitet. Fast auf gleicher Höhe wird die Markierung bei 1.000 Metern passiert, bis etwas später erneut eine leichte Führung der Ruderer aus Rüsselsheim vom Streckensprecher gemeldet wird. Aber keines der anderen Boote lässt sich abschütteln. Bei der 1.500-m-Marke können die Mannen der Renngemeinschaft Hannover-Karlsruhe-Berlin die Bootsspitze nach vorn bringen und dann als Sieger durchs Ziel gehen. Die Renngemeinschaft RC Hansa Dortmund / RC Meschede / Osnabrücker RV kann der sich tapfer wehrenden Rüsselsheimer Senior-B-Mannschaft mit den letzten Schlägen noch den zweiten Rang streitig machen, der der harte Kampf auf der gesamten Strecke doch eine Menge Substanz gekostet haben dürfte.

Der Leichtgewichts-Vierer-ohne mit Michael Köhler, Thomas Mildenburger, Matthias Mohr und Markus Sauer kommt durch ein Missgeschick um die Endlaufchance, da sich im Hoffnungslauf 80 m vor dem Ziel das Seil einer Bahnbegrenzungsboje um ein Ruder wickelt. Im abschließenden Achter starten dann noch die beiden schweren Vierer gemeinsam, jedoch die kräftezehrenden Viererrennen führen dazu, dass nur der 6. und letzte Platz belegt werden kann. 

Schon eine Woche später folgen die Deutschen Jugendmeisterschaften in München und die Eichkranzrennen in Hannover; auf beiden Meisterschaftsregatten ist der RRK aussichtsreich vertreten. Die "Main-Spitze" berichtet von diesem Wochenende:

RRK-Meistertrümpfe: Ulrike Kirsch und Vierer-ohne

Erfolgreichstes Ruderwochenende für Rüsselsheim seit langem – Jetzt internationale Bewährung

Die "frischgebackene" Deutsche Jugendmeisterin 1982, Ulrike Kirsch, kurz nach ihrem Rennen in München mit Trainer Heiner Bindrim

Da muss man schon ziemlich weit in der Chronik des Rüsselsheimer RK zurückblättern, um eine halbwegs ähnliche Erfolgsbilanz zu finden: Zwei deutsche Meistertitel im Rudern! In der Altersklasse der Junioren (bis 18 Jahre) war Ulrike Kirsch erfolgreich, die damit den bisherigen Saisonerfolgen die Krone aufsetzte. Obwohl bis zu diesem Zeitpunkt von keinem anderen deutschen Boot besiegt, war der Meistertitel keine klare Sache, zu fleißig hatte die Konkurrenz an sich gearbeitet und zur Leistungsdichte beigetragen.

21 Boote bewarben sich in München um die Titel. Es bedurfte des Vorrennens und des Hoffnungslaufes, um ins Halbfinale vorzudringen. Mit unter den anderen Endlaufteilnehmern war Monika Wolf aus Hanau, eine starke Bekannte für Ulrike Kirsch, die das Rennen sehr ehrgeizig anging. In hervorragender Manier gelang ihr ein Start-Ziel-Sieg mit fast zwei Längen Vorsprung vor Walburga Elfert aus Duisburg und der Hanauerin. Wie eng die deutsche Leistungsspitze beieinander liegt, zeigt sich auch daran, dass alle sechs Endlaufboote innerhalb von zehn Sekunden über die Ziellinie gingen. Als Anerkennung für diese Leistung wurde Ulrike Kirsch für die Weltmeisterschaft der Junioren vom 5. bis 8. August in Piediluco/Italien nominiert und nimmt auf Einladung des Deutschen Ruderverbandes an einem Vorbereitungslehrgang in Berlin teil.

Als äußerst schwierig erwiesen sich die Wetterbedingungen beim Meisterschaftsrudern der Männer bis 23 Jahre auf dem Maschsee, böiger Wind und raues Wasser trennte schnell die Spreu vom Weizen. Um so höher ist der Sieg der Rüsselsheimer Ruderer Lutz Beyer, Harald Richter, Oliver Bär und Wolfram Lorei im ungesteuerten Vierer zu bewerten, die sich vom Start weg unbekümmert vor der namhaften Konkurrenz in Führung setzten. Bei der 500-m-Marke wurde das Rüsselsheimer Boot von den unerwartet starken Frankenthalern bedrängt, die aber offenbar damit ihre Reserven verausgabt hatten und im Zieleinlauf letztes Boot wurden. Auf dem Rest der Strecke war erwartungsgemäß der Favorit aus Essen / Minden immer dicht hinter den Rüsselsheimern, die sich aber im Endspurt mit rund zwei Bootslängen Vorsprung den Meistertitel sichern konnten und damit erstmals in der Vereinsgeschichte des RRK Eichkranzsieger wurden.

Als Anerkennung für diese brillante Leistung nominierte der DRV die Mannschaft der Rüsselsheimer RK für die Internationalen Meisterschaften für Ruderer bis 23 Jahre in zwei Wochen in Wien. Diese Meisterschaften stellen praktisch eine Art Weltmeisterschaft für diese Altersklasse dar und werden jeweils von besten Mannschaften der teilnehmenden Nationen beschickt. Es ist wohl einmalig in der Geschichte dieser Meisterschaften, dass eine reine Vereinsmannschaft im Dress der Nationalmannschaft den Deutschen Ruderverband im ungesteuerten Vierer vertritt. Alle, Trainer wie Aktive, wissen die Bedeutung dieser Berufung zu würdigen.

Siegerehrung für den Kerkmann-Vierer, "Silber" bei den Eichkranzrennen in Hannover im Vierer-mit (Stm. Gerrit Rothengatter, Steffen Kerkmann, Achim Erhard, Gerhard Darnieder, Wolf-Rüdiger Kirsch)

Auch Vierer-mit stark

Auf eine Revanche für die Niederlage in München brannten die Ruderer des Vierers mit Steuermann, die dort lange Zeit wie ein Überraschungssieger aussahen, aber dann noch von der Renngemeinschaft Dortmund / Meschede / Osnabrück abgefangen wurden. Auch auf dem Maschsee sollte die Entscheidung um den Meistertitel zwischen diesen beiden Booten fallen. Der dritte Mitbewerber um die Meisterehre, die Renngemeinschaft Offenbach / Lüneburg, in deren Boot immerhin zwei Vorjahressieger saßen, konnte bei dem äußerst harten und schnellen Rennen nicht mithalten. In der Endabrechnung standen dann Zeiten, die etwa mit den Zeiten eines Vierers ohne Steuermann vergleichbar waren, was für die Qualität dieses Rennens und die Verbissenheit des Kampfes spricht. Für die favorisierte Renngemeinschaft schien das Rennen eine klare Sache zu sein, lag sie doch vom Start weg in Front. Aber die ehrgeizigen Ruderer Steffen Kerkmann, Achim Erhard, Gerhard Darnieder, Wolf-Rüdiger Kirsch mit Steuermann Gerrit Rothengatter ließen auf der ganzen Strecke nicht locker und lagen im Ziel nur rund drei Sekunden zurück, können sich also Vize-Meister nennen.

Der Vierer ohne Steuermann der Leichtgewichte in der Besetzung Thomas Mildenburger, Michael Köhler, Matthias Mohr und Jürgen Berger qualifizierte sich ohne Probleme für seinen Endlauf. Obwohl benachteiligt durch die windanfällige Startbahn eins, war dieses Boot aber bis zur 1.500-m-Marke in der Spitzengruppe zu finden, bevor die Mannschaft unerwartet einen "Krebs" einfing. Die Rüsselsheimer mussten alle Hoffnungen begraben.

Achter erschöpft

Sein Debüt gab der Achter der Leichtgewichtsruderer mit Matthias Mohr, Jürgen Berger, Stefan Pasura, Rolf Hafner, Michael Köhler, Thomas Mildenburger, Peter Hafner, Markus Sauer und Stm. Gerrit Rothengatter, die ebenfalls das Finale erreichen konnten. Wie stark aber die vorausgegangenen Rennen bei den widrigen Bedingungen die Kräfte verschlissen hatte, zeigte sich im Zieleinlauf, bei dem das Rüsselsheimer Boot nur Fünfter werden konnte. Weil die vorausgegangenen Rennen erst rund eine Stunde zurücklagen, wurde der abschließende "schwere" Achter kurzerhand abgemeldet, um die Kräfte der noch jungen Ruderer zu schonen.

Die Meisterruderer des RRK werden vom Deutschen Ruderverband für internationale Aufgaben berufen. Ulrike Kirsch startet beim FISA-Junioren-Championat in Piediluco im Doppelvierer, der jedoch nicht das hält, was man sich verspricht, und das Finale nicht erreicht. 

Der Vierer des RRK wird für das "Match des Seniors" in Wien nominiert und rudert dort im Vierer-ohne. Wir lassen das "Rüsselsheimer Echo" berichten:

Bisheriger Höhepunkt in ihrer Laufbahn

Empfang auf dem Rüsselsheimer Bahnhof. Der "Vierer-ohne" des RRK kehrt aus Wien zurück, wo er sich beim "Match des Seniors" im Nationaldress behauptete (Lutz Beyer, Harald Richter, die beiden Trainer Lutz Dörsam und Klaus Köppen, Wolfram Lorei, Oliver Bär)

Ein Erlebnis für den Rüsselsheimer "Vierer-ohne" im Nationaldress in Wien

Für den Vierer ohne Steuermann des Rüsselsheimer RK war es um die Mittagszeit des vergangenen Sonntags eine Sternstunde. Der Deutsche Ruderverband hatte dieses Boot als nationaler Titelträger dieser Altersklasse für die Junioren-Weltmeisterschaften (Match des Seniors) bis 23 Jahre in Wien nominiert. In ihrer bewährten Besetzung gingen die Rüsselsheimer Lutz Beyer, Harald Richter, Wolfram Lorei und Oliver Bär gleich beim Start ihres Rennens auf volles Risiko.

Die gegnerischen Mannschaften aus Frankreich, Italien und Großbritannien waren unbekannte Größen im Rennen auf dem Donaukanal außerhalb Wiens und man wollte gut bestehen. Beim letzten Training vor diesem Rennen herrschten Windböen bis zur Stärke von 3,5 m pro Sekunde, aber während auf dem Vorbereitungsplatz ungeheure Hektik herrschte, um die optimalen Übersetzungs- und Hebelverhältnisse an den Booten einzustellen, bauten die gelassen wirkenden Rüsselsheimer mehr auf den Einsatz ihrer ausgefeilten Technik. Der Gegenwind würde sie rund 40 Sekunden länger auf der Strecke lassen und so legten sie verstärkte Aufmerksamkeit auf lange Wasserarbeit und eine verhältnismäßig niedrige Schlagzahl mit genügend Druck auf den Ruderblättern.

Warnendes Beispiel war im Rennen des gesteuerten Vierers das australische Boot gewesen, das mit überhoher Schlagzahl zwar lange Zeit führen konnten, sich aber dann dem deutschen Boot der Renngemeinschaft Dortmund / Osnabrück / Meschede geschlagen geben mussten. Bei der 500-m-Marke lag das Boot des Rüsselsheimer RK in Führung vor den Franzosen, die bis 1.000 m mithalten konnten und ständig durch kurze Konterspurts kontrolliert abgefangen werden mussten. Gelassen und taktisch klug rudernd bauten die Rüsselsheimer aber dann ihre Führung bis zum Ziel auf fast zwei Bootslängen aus. Damit trugen sie ebenso wie der "Vierer-mit" und der Achter mit seinem überraschenden zweiten Platz hinter Dänemark zum Gewinn des Pokals als erfolgreichste Nation vor Frankreich bei.

Die Frauen der gleichen Altersklasse (bis 23 Jahre) erlitten bei den widrigen Windverhältnissen einen kompletten Leistungseinbruch. Alle Rennen wurden im österreichischen Fernsehen übertragen, daraus ist ersichtlich, welche Bedeutung die Medien im Gegensatz zu der Berichterstattung in Deutschland dieser Art Weltmeisterschaft beimessen. Für die Besatzung des ungesteuerten Vierers stellt dieser schöne Erfolg den derzeitigen Höhepunkt ihrer Laufbahn dar und für die Trainer macht sich damit die langjährige Aufbauarbeit schon seit der Jugendzeit bezahlt.

Zum Abschluss der Saison werden noch die Regatten in Bad Ems (2 Siege), Villach (2 Siege) und Bad Kreuznach (1 Sieg) sowie die Hessenmeisterschaften in Hanau besucht, wo der RRK sechsfacher Hessenmeister wird: Dirk Leisegang, Markus Bork, Peter Hafner und Rolf Hafner im Jugendvierer-ohne; Lutz Beyer und Oliver Bär im Männer-Zweier-ohne; Harald Richter, Gerhard Darnieder, Achim Erhard, Steffen Kerkmann und Stm. Gerrit Rothengatter im Männer-A-Vierer-mit und dieselbe Mannschaft, jedoch mit Markus Sauer für Harald Richter, im Männer-B-Vierer-mit; Oliver Bär, Wolfram Lorei, Harald Richter und Lutz Beyer im Männer-Vierer-ohne; Lutz Beyer, Matthias Mohr, Wolfram Lorei, Oliver Bär, Gerhard Darnieder, Harald Richter, Achim Erhard, Steffen Kerkmann und Steuermann Gerrit Rothengatter im Männer-Achter.

Gemeinschaftswanderfahrt der Ruderkameraden vom RRK und vom RaB Essen 1982 auf der Donau von Donauwörth nach Regensburg

Ziel der Gemeinschafts-Ruderwanderfahrt von RRK und Ruderklub am Baldeneysee Essen ist 1982 die Donau. Gerudert wir an drei Tagen von Donauwörth nach Regensburg über 130 km.

Mit dem Abrudern wird am 25. September bei strahlendem Sonnenschein eine Saison beendet, die dem RRK bei 111 Starts 59 Siege bescherte und die in der Geschichte des RRK fast ohne Beispiel ist. Die Klubmeisterschaft im Einer gewinnt Achim Erhard gegen vier Gegner; das letzte Rennen der internen Regatta, der Achter, sieht vier Achtermannschaften auf dem Wasser, die sich ein spannendes Rennen liefern. Dabei wird deutlich, aus welch reichem Potential Trainer und Ausbilder im RRK ein Jahr vor dem 75-jährigen Jubiläum schöpfen können.

 

Die Ersten Herren des RRK im September 1982 (hinten: Trainer Fritz Schmidt, Christoph Krehl, Fritz Schmidt jr., Manfred Liebig, Martin Müller, Norbert Mexner, Harald Eisenacher, Klaus Eberts, Alfred Segner, Paul Anagnostou, Masseur Karl-Heinz Bog; vorn: Berti Rauth, Roland Segner, Tobias Frank, Thomas Susenburger, Ralf-Peter Rausch, Norbert Boll)

 

Im Hockey geht die Feldrunde der Herren-Bundesliga 1981/82 Ende Mai zu Ende − der RRK belegt mit 14:14 Punkten den 5. Platz. Nachdem der RRK viele Jahre das Geschehen in der Gruppe Süd der Feldhockey-Bundesliga beherrscht hat, muss er sich nun mit der Rolle der "grauen Maus" abfinden. Die Mannschaft macht eine Durststrecke durch und stellt allenfalls noch Mittelmaß dar. Wie ein Geschenk kommt es den Verantwortlichen daher vor, dass durch Umstellung der Feldsaison auf das Kalenderjahr erst im Jahr 1983 wieder Punktspiele im Feldhockey stattfinden.

Sehr viel erfolgreicher sind die Hockeymädchen und auch die Hockeydamen. Die Damenmannschaft unter Trainer Thomas Blivier mit Sabine Lersch, Annette Hund, Susanne Hund, Kerstin Storto, Silvia Börner, Eva Tichatzky, Karen Joisten, Elke Benischek, Anja Warnecke, Steffi Christ und Gaby Pfannebecker steigt in die Feldhockey-Oberliga auf.

 

Die RRK-Damenmannschaft steigt 1982 in die Oberliga auf (Elke Benischek, Steffi Christ, Sabine Lersch, Anja Warnecke, Annette Hund, Susanne Hund, Kerstin Storto, Eva Tichatzky, Silvia Börner, Gaby Pfannebecker, Karen Joisten, Trainer Thomas Blivier)

 

Die Mädchen nehmen Ende Mai in Köln an der Vorrunde zur Deutschen Feldhockey-Meisterschaft teil. Nach Siegen über die TSG Pasing, Blau-Weiss Köln und Englisches Institut Heidelberg ist die Mannschaft von Berti Rauth für die Endrunde qualifiziert, die eine Woche später in Leverkusen ausgetragen wird. Wir zitieren die "Main-Spitze":

"Großer Bahnhof" für RRK-Mädchen

In Köln die Vizemeisterschaft im Hockey errungen

Einen "großen Bahnhof" bereiteten am Sonntag Nachmittag die Mitglieder des Rüsselsheimer RK den Hockey-Mädchen bei der Ankunft im Bootshaus. Ein Empfang, den sich die Mannschaft auch redlich verdient hatte, nachdem sie bei den Deutschen Meisterschaften in Leverkusen den zweiten Rang erkämpft und damit den größten Triumph einer Nachwuchsmannschaft in der Rüsselsheimer Vereinsgeschichte errungen hatte.

Die Mädchen des RRK sind Deutscher Feldhockey-Vizemeister 1982 (hinten: Betreuer Arno Wild, Heike Schmitt, Kerstin Storto, Monika Reichmann, Anke Wild, Anita Benischek, Anja Warnecke, Sabine Lersch, Daniela Weiß, Trainer Berti Rauth; vorn: Andrea Wohlfahrt, Susanne Hoffmann, Beate Bemmert, Bianca Weiß, Kerstin Strubl, Sabine Rausch, Sally Traiser)

 

Schon die Qualifikation für diese Endrunde musste als großer Erfolg angesehen werden, so dass man eigentlich nur mit gedämpftem Optimismus die Reise nach Köln angetreten hatte. Dort trafen die Rüsselsheimerinnen zuerst auf den UHC Hamburg. Bereits in der dritten Minute legte die Elf von der Waterkant das Führungstor vor, doch schon in der zehnten Minute glückte Anja Warnecke nach einer feinen Einzelleistung der Ausgleich. Trotz mehrerer Strafecken auf beiden Seiten änderte sich bis zum Seitenwechsel nichts an diesem Ergebnis, der Wiederbeginn der Partie verzögerte sich anschließend um zwei Stunden, da ein Unwetter über dem Platz herniederging.

Als endlich weitergespielt werden konnte, hatten die RRK-Mädchen auf dem nassen Rasen aufgrund ihrer besseren Kondition zwar leichte Vorteile, zu einem Treffer wollte es aber nicht reichen, so dass es nach der regulären Spielzeit 1:1 stand und die Entscheidung durch ein Siebenmeterschießen herbeigeführt werden musste. In diesem Duell avancierte Torsteherin Bianca Weiß zum großen Rückhalt ihrer Elf, denn sie parierte zwei der fünf Hamburger Penalties bravourös, so dass der RRK am Ende knapp die Oberhand behielt und ins Finale einzog.

Gegner war dort Leverkusen, das Krefeld mit 3:0 ausgeschaltet hatte. Vor einer ansehnlichen Zuschauerkulisse gingen die Mädchen aus der Chemiestadt in der siebten Minute durch einen verwandelten Siebenmeter in Front und erhöhten in der 16. Minute auf 2:0, als eine zu kurz abgewehrte Strafecke über die Linie gedrückt wurde. Die Rüsselsheimerinnen steckten aber nicht auf und wurden in der 37. Minute für ihren nimmermüden Kampfgeist belohnt, als Sabine Lersch durch eine verwandelte kurze Ecke für den Anschlusstreffer sorgte. In der 55. Minute war es dann Monika Reichmann, die den viel umjubelten Ausgleich markierte. Nun stand die Begegnung auf des Messers Schneide, den Ausschlag zugunsten von Leverkusen gaben die nicht immer sicher leitenden Unparteiischen, die in der letzten Minute aus unerklärlichen Gründen auf Strafecke erkannten, die zu einem Siebenmeter führte. Diesen wiederum nutzten die Leverkusenerinnen zum 3:2-Siegtreffer. Somit reichte es für die Schützlinge von Trainer Berti Rauth "nur" zum zweiten Rang, doch auch mit dieser Vizemeisterschaft hat man einen Riesenerfolg errungen.

An Pfingsten weilt eine Damen- und eine Juniorenmannschaft beim Hockeyturnier der RRK-Freunde vom "Amsterdam Mixed Hockey Club Sarto (AMHC Sarto)", bei dem beide Mannschaften Turniersieger werden. 

 

An Pfingsten 1982 ist das Hockeyturnier des "Amsterdam Mixed Hockey Club Sarto" Ziel einer Damen- und einer Juniorenmannschaft des RRK, die beide Turniersieger werden können. Hier ein Gruppenfoto mit RRKlern und Amsterdamer Freunden, wobei folgende RRKler zu erkennen sind: (stehend) Karen Joisten, Annette Hund, Paul Anagnostou, Erich Hund, Ann Hund, Hannelies Traiser, Susanne Hund, Kerstin Storto, Sigurd Traiser, Elke Benischek, Silvia Börner, Willi Schwanke, Andreas Anagnostou, Roger Treuting, Fritz Schmidt jr., Martin Krieger, Udo Schneider und Thomas Blivier sowie (sitzend) Steffi Christ, Sabine Lersch, Anja Warnecke, Katharina Wörner, Nicki Traiser, Monika Reichmann, Anke Wild, Stephan May, Berti Rauth und Stefan Kanig.  

Im Sommer erlebt das Hockey-Jugendfest am Sommerdamm seine dritte Auflage, und auch dieses Mal gelingt es den Verantwortlichen nicht nur die Jugendlichen sondern auch die Eltern zu begeistern und zum Mitmachen zu motivieren. Im September gewinnen die Hockeymädchen erneut die Hessenmeisterschaft auf dem Feld durch einen 5:1-Endspielsieg über Eintracht Frankfurt. 

Anke Wild wird in die deutsche Mädchen-Nationalmannschaft, Monika Reichmann, Anja Warnecke, Bianca Weiß, Sabine Lersch, Sabine Rausch, Kerstin Strubl, Bernd Wild, Holger Klein und Werner Pfeifer werden in hessische Auswahlmannschaften berufen.

Die Tennisgruppe führt wieder wie im Vorjahr ein Turnier um die RRK-Klubmeisterschaft für Damen und Herren durch. Bei den Damen verteidigt Silvia Braner ihren Titel vor Marlene Heuß und Maria Hartmann und auch bei den Herren siegt der Klubmeister des Vorjahres, Rainer Seifert, vor Rüdiger Weidmann und Willi Braner.

Um den vom RRK zu zahlenden Betrag für die 1980 im Mainvorland nahe dem RRK-Bootshaus gebauten Tennisplätze gibt es zwischen Stadt Rüsselsheim und RRK Differenzen. Winfried Britscho berichtet für das "Rüsselsheimer Echo":

"Sehen Klage der Stadt gelassen entgegen"

Der Konflikt um die Mehrkosten der Tennisanlage Dr. Storsberg: Stadt im Recht

Zum erstenmal in der jüngeren Geschichte der Stadt Rüsselsheim werden sich in Kürze möglicherweise Vertreter der Kommune und eines der renommiertesten Rüsselsheimer Sportvereine, des Ruder-Klubs, vor den Schranken eines Gerichts gegenüberstehen. Der Schatzmeister des Rüsselsheimer Ruder-Klubs, Wilfried Hoffmann, hat gestern gegenüber dem ECHO einerseits betont, dass der Verein einer etwaigen Gerichtsklage des Magistrats mit großer Gelassenheit entgegensieht. Andererseits bekräftigte er den Willen des RRK-Vorstandes zu einem vernünftigen Kompromiss in der Auseinandersetzung um 25.000 Mark Mehrkosten für die Tennisanlage des RRK auf dem Mainvorland unterhalb des Bootshauses.

Unterdessen hat der frühere Rüsselsheimer Oberbürgermeister Dr. Karl-Heinz Storsberg, der zum Zeitpunkt der Entscheidungen in Sachen Tennisanlage noch im Amt war, in einem Gespräch mit dem ECHO den berechtigten Anspruch der Stadt auf die Zahlung von 25.000 Mark unterstrichen, sowohl "in juristischer als auch in moralischer Hinsicht".

Die Affäre um die Mehrkosten für die RRK-Tennisanlage: "Affenkäfig" nannte sie ein SPD-Stadtverordneter, der Klubvorstand hält das Geld fest und beruft sich auf einen Vertrag, der sich in städtischen Amtsstuben befindet, während Ex-Oberbürgermeister Dr. Karl-Heinz Storsberg, vorzeitiger politischer Ruheständler, abrupt auf die politische Bühne zurückgekehrt ist ‒ wider Willen, wie sich versteht.

"Winterstein will nicht"

Schatzmeister Wilfried Hoffmann ließ keinen Zweifel daran, dass der RRK-Vorstand jederzeit zu weiteren Gesprächen mit Vertretern des Magistrats bereit ist. Aber Oberbürgermeister Norbert Winterstein habe ein Gesprächsangebot vor kurzem mit der Feststellung zurückgewiesen, es gebe nichts mehr zu besprechen, weil die Angelegenheit für die Stadt rechtlich eindeutig geklärt sei. Hoffmann bestätigte, dass der RRK-Vorstand bereits in einer früheren Phase der Auseinandersetzung einen Kompromiss angeboten habe, der darin bestehen sollte, dass der Klub einen Teil der Mehrkosten freiwillig übernimmt. "Diese Bereitschaft ist aber so ausgelegt worden, als ob der RRK-Vorstand damit seine eigene Rechtsposition in Frage gestellt hätte." Dies aber sei nicht der Fall.

Vielmehr könne sich der RRK-Vorstand auf einen von Oberbürgermeister Dr. Karl-Heinz Storsberg unterschriebenen Vertrag berufen, in dem kein Passus enthalten sei, der die Mehrkosten dem Verein aufbürde. Der Schatzmeister bestritt nicht, dass er von dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom November 1979 gewusst habe, in dem eine Belastung der Stadt im Hinblick auf die Mehrkosten ausdrücklich ausgeschlossen worden war.

Offiziell jedoch sei der RRK von diesem Beschluss nie in Kenntnis gesetzt worden, abgesehen von den Vertragsbedingungen, die nichts von dieser Bedingung enthalten hätten. Der Vertrag zwischen der Stadt und dem RRK sei vor der Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung geschlossen worden.

Der Schatzmeister bedauerte zwar, dass der Konflikt nun auch in die Öffentlichkeit gelangt sei, aber der RRK habe andererseits nichts zu verbergen und brauche die öffentliche Diskussion nicht zu fürchten. Es sei richtig, dass das zwischenzeitlich verstorbene Ehrenmitglied Richard Trapp einen Brief an die Stadt geschrieben habe, in dem eine verbindliche Spendenzusage in Höhe von 25.000 Mark gemacht worden sei.

In Wirklichkeit seien aber auch mit Hilfe von Richard Trapp Spenden bei der Stadtkasse eingegangen und gegen Spendenquittung an den RRK weitergeleitet worden, wobei zu keiner Zeit ein direkter Zusammenhang mit den zu erwartenden Mehrkosten für die Tennisanlage am Main bestanden habe. Hoffmann wörtlich: "Der RRK hat keine Verpflichtungen übernommen, und ich kann deshalb auch gegenüber der Mitgliedschaft keine Ausgaben für Verpflichtungen tätigen, die wir gar nicht übernommen haben. Die Mitglieder würden dies mit Recht rügen."

Der RRK-Schatzmeister glaubt Anhaltspunkte dafür zu haben, dass die Stadtverordneten bei ihrem Beschluss selbst nicht genau gewusst hätten, über was sie eigentlich entscheiden sollten. Denn der SPD-Stadtverordnete Werner Bechtel habe später davon gesprochen, dass der RRK die Mehrkosten tragen müsse, die aufgrund von Auflagen des Wasser- und Schifffahrtsamtes entstanden seien. In Wirklichkeit gehe es bei den Mehrkosten aber um die Auffüllarbeiten auf dem Mainvorland.

Keine Zuschüsse mehr?

Hoffmann zeigte sich bestürzt darüber, dass der Magistrat ernstlich damit gedroht habe, dem RRK im Falle der Weigerung, die Mehrkosten aufzubringen, alle Zuschüsse für die Abteilungen streichen will. Dies würde nach seiner Ansicht schwerwiegende Folgen für den Sportbetrieb haben, der gerade bei der erfolgreichen Ruderabteilung in letzter Zeit allein jährlich rund 10.000 Mark an Meldekosten für Regatten erfordere. Hoffmann bezifferte die städtischen Zuschüsse an den RRK mit rund 3.000 Mark im Jahr, doch müsse er diese Zahl noch einmal überprüfen.

Die Drohung der Stadt mit einer Streichung der Zuschüsse hält Hoffmann auch deshalb nicht für gerechtfertigt, weil "hier Strittiges mit Unstrittigem" vermischt werde. Der Schatzmeister legte Wert darauf, dass der RRK das Andenken an sein Ehrenmitglied Richard Trapp so weit wie möglich aus der Diskussion heraushalten wolle. Der Schatzmeister bestätigte, dass inzwischen alle Stadtverordneten die Unterlagen über die Auseinandersetzung erhalten hätten, nachdem zuvor die Fraktionsvorsitzenden unterrichtet worden seien. Ex-Oberbürgermeister Dr. Storsberg, selbst Mitglied des RRK, hat keinerlei Verständnis für die Weigerung des Ruder-Klubs, für die Mehrkosten aufzukommen. "Wenn es dabei bleibt, würde der Klub die Solidarität und die Fairness gegenüber allen anderen Sportvereinen verletzen, die mit Hilfe der Stadt ebenfalls eine Tennisanlage erhalten und allesamt die gleichen finanziellen Aufwendungen erbracht haben."

Dr. Storsberg kann sich nur an einen Vorvertrag erinnern, der mit dem Ziel zwischen der Stadt und dem RRK abgeschlossen worden sei, dem Klub den Antrag auf Landeszuschüsse zu ermöglichen. Im übrigen habe Sportamtsleiter Dieter Nachtigall für ihn alle Verhandlungen mit dem RRK geführt. "Fest steht, dass die Tennisanlage nie gebaut worden wäre, wenn nicht der verbindliche Brief von Herrn Trapp vorgelegen hätte, denn ich war von dem Projekt alles andere als begeistert." Nach den Worten Storsbergs ist der RRK auch schon deshalb zu der Zahlung moralisch verpflichtet, weil er jetzt für nicht absehbare Zeit erheblichen Gewinn aus der Anlage ziehe. Schon deshalb sei es gänzlich undenkbar, der Stadt die Mehrkosten aufzubürden. Dr. Storsberg äußerte die Ansicht, dass der RRK bei der Finanzplanung für die Anlage unter Umständen nicht behutsam vorgegangen sei, zumal er wegen dem Bootshaus ohnehin vor Schwierigkeiten gestanden habe.

 

"Ruderknechte" und "Balltändler" treffen sich 1982 vor den Gewölben des Erbtruchsess Ragnar von Seilfurth, um in den Gewölben eine zünftige Burgkneipe zu feiern.

 

Am 29. Oktober 1982 steigt in den Gewölben des Erbtruchsess Ragnar von Seilfurth nach einer Pause von 20 Jahren erstmals wieder eine zünftige Burgkneipe, zu der der Burgvogt Wolf zu Bischem, Edler Manno von Scheuermann, einlädt. Ruderknechte und Balltändler laben sich bei Speis' und Trank und aus dem Gewölbe dringt zu später Stund' ein munter' Gesang:

"In Rüsselsheim im Bootshaus drin', des abends um halb sechs, den Hammer schwingt der Wirt empor, und schlägt den Zapfen ex!
Das schlurrt und gurrt aus vollem Faß, vom Spundloch in die Kann, ei seht wie's Antlitz jedem lacht, jedwedem Zechersmann.
: Bierlein rinn, Bierlein rinn! Bierlein rinn, Bierlein rinn! Was nutzen mir die Kreuzerlein, wenn ich gestorben bin! : 

Beim Bootshauswirt am alten Main, da perlt der edle Saft, der Stoff ist kühl, die Farbe gut, der Schaum steht meisterhaft.
Wir heben es gar emsig hoch, wir leeren's auf den Grund, um Mitternacht da klingt es noch, schallt laut von Mund zu Mund:
: Bierlein rinn, Bierlein ... :

Beim Bootshauswirt am runden Tisch, da sitzt ein junges Blut, ne schmucke, schlanke Ruderin, war ihm noch gestern gut,
doch heute sagt sie ihm vale, fahr wohl du falsche Hex! der Bursch' kehrt sein Gesicht zur Wand, und denkt um halber sechs: 
: Bierlein rinn, Bierlein ... :

Beim Bootshauswirt am runden Tisch, sitzt stolz ein braver Greis, die Wangen rot, die Augen frisch, die Haare silberweiß!
Schlug ihm gleich manchen großen Plan, das Schicksal schnöd entzwei, um halb sechs kommt der Sensenmann, der Alte brummt dabei:
: Bierlein rinn, Bierlein ... :

Schlägt mir dereinst der Sensenmann, den Nagel auf die Truh', rast ich von harter Lebensbahn, in kühler Grabesruh,
dann hebt bekränzt den Becher mir, dem müden Wandersmann, der euch gelehrt den Spruch zum Bier, und stimmet also an:
: Bierlein rinn, Bierlein ... :"

"Erbprinz Tünn von Klausewitz", "Landesfürst Günter der Hessen-Nassauischen Erblande", "Hauptmann Wolf zu Bischem, Edler Manno von Scheuermann" und "Profoss Gall von Gallensteyn" bei der Burgkneipe 1982 (Dr. Dietmar Klausen, Günter Schmitt, Manfred Wolf, Klaus Köppen)

"Waffenschmied Meister Memminger", "Handelsherr Stampes Schleyff zu Blinkeschön" und "Hofkammer-Kanzlist Nold vom Güldenturm"  bei der Burgkneipe 1982 (Karl Pöppel, Reinhold Hafner, Willi Nold)

Als eine "große Familie" präsentiert sich der RRK bei seinem Nikolausball Ende November im Adlersaal, der bis auf den letzten Platz besetzt ist. Die "Main-Spitze" berichtet:

RRK: Ball und Ehrungen ...

Sportliche Erfolge wie lange nicht mehr / Adlersaal voll

Als eine "große Familie" präsentierte sich der Rüsselsheimer Ruder-Klub bei seinem diesjährigen Herbstball im "Adlersaal", der fast bis auf den letzten Platz besetzt war. Wenngleich – wie Vorsitzender Dr. Dietmar Klausen in einer kurzen Begrüßungsrede andeutete – die finanzielle Situation aller Rüsselsheimer Vereine, und damit auch die des RRK, nicht mehr sonderlich rosig ist, so hatte der Verein doch einigen Grund zum Feiern.

Ehrungen beim "Nikolausball" des RRK: Für 25-jährige Mitgliedschaft werden Ragnar Otto, Wolf von zur Mühlen, Manfred Liebig, Wilfried Hoffmann, Michael Götz und Lutz Dörsam vom RRK-Vorsitzenden Dr. Dietmar Klausen ausgezeichnet.

Denn sportlich präsentierte sich der Ruder-Klub in den vergangenen zwölf Monaten erfolgreich wie schon lange nicht mehr, obwohl das Aushängeschild, die Hockey-Herrenmannschaft, erstmals um den Klassenerhalt bangen muss. Diese Lücke ist aber zum Beispiel ausgefüllt durch die Hockey-Mädchenmannschaft, die sich im Hallenhockey den Hessentitel, den Süddeutschen Titel und einen sechsten Platz bei den deutschen Meisterschaften sicherte und in der Feldsaison dieses Jahres nach dem erneuten Sieg in der Hessenmeisterschaft die deutsche Vizemeisterschaft im Feldhockey errang.

Da sind aber auch Alfred Segner und Tobias Frank, mit denen der RRK über zwei Vizeweltmeister im Feldhockey verfügt. Abteilungsleiter Wolfgang Vorfalt sparte denn auch nicht mit Lob für diese hervorragenden Leistungen, mit denen letztendlich doch an die großen Erfolge der zurückliegenden Jahre angeknüpft worden war. Kaum weniger erfolgreich waren in den letzten Jahren jedoch auch die Ruderer, die lange Zeit im Schatten der Hockeyspieler gestanden hatten, nun aber wieder an die Glanzzeiten der Nachkriegsjahre anknüpften und mit Ulrike Kirsch sowie dem Vierer, der als Nationalmannschaftsboot startete, seine Aushängeschilder hat.

Sie alle erhielten neben Anerkennungsgeschenken den Beifall der vorwiegend inaktiven und damit fördernden Mitgliedern des Vereins, denen Vorsitzender Dr. Klausen für ihre Vereinstreue ganz besonders dankte.

Als neue Ehrenmitglieder des Vereins wurden im Rahmen des Herbstballes Karl Heuß, Karl Pöppel und Paul Schubert geehrt. Eine ganz besondere Ehrung wurde "Seppel" Schnur zuteil, der bereits seit 50 Jahren Mitglied des RRK ist und aus diesem Anlass die goldene Ehrennadel des Deutschen Ruderverbandes überreicht bekam. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden schließlich noch Lutz Dörsam, Wolf von zur Mühlen, Wilfried Hoffmann, Manfred Liebig, Ragnar Otto, Michael Götz und Walter Leichtweiß ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielten Martin Müller, Thomas Blivier und Fritz Schneider die Goldene sowie Gerhard Müller, Paul Schmitt, Tobias Frank, Alfred Segner, Oliver Bär, Wolfram Lorei und Harald Richter die Silberne Leistungsnadel des Vereins.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung, die am 3. Dezember 1982 stattfindet, beschließt eine neue Satzung für den RRK mit nur noch drei geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern und legt einen Status für die Führung der Kassen des Vorstandes und der Abteilungsleitungen fest.

Bereits anfangs November beginnen die Hockeyspieler die Hallenhockey-Saison. Die RRK-Hockeyherren besuchen traditionsgemäß das hervorragend besetzte Hallenturnier in Hürth, können jedoch an die Erfolge der vergangenen Jahre nicht anknüpfen und nur den 5. Platz belegen. Und auch beim mit acht Bundesliga-Mannschaften besetzten Turnier in Frankenthal erreicht der RRK nur den 6. Platz. Dann beginnen Ende November die Bundesliga-Spiele und enden 1982 bereits anfangs Dezember wegen der Teilnahme der Herren-Nationalmannschaft am "Zehn-Nationen-Turnier" in Melbourne. Nach fünf Spielen steht der RRK in der Tabelle der Südgruppe mit 5:5 Punkten auf dem 6. Platz.

Für den Sieg im "Match des Seniors" in Wien im Vierer-ohne werden Lutz Beyer, Wolfram Lorei, Harald Richter und Oliver Bär neben weiteren Spitzensportlern und Funktionären Mitte Dezember im Bürgerhaus in Kiedrich durch den hessischen Sozialminister Armin Clauss mit der höchsten Auszeichnung des Landes Hessen für Sportler, der "Sportplakette des Landes Hessen", geehrt.

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