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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

1981

Der RRK kann seine Mitgliederzahl nochmals steigern – hier spielen wohl die neuen Tennisplätze die ausschlaggebende Rolle, so dass er am 1. Januar 1981 510 Mitglieder hat (183 Passive, 143 Aktive und 184 Jugendliche).

In der Hallenhockey-Bundesliga läuft es zunächst für die Herrenmannschaft des RRK sehr gut, so dass man nach sechs Spielen mit 11:1 Punkten alleiniger Tabellenführer vor Frankenthal und Heidelberg ist. Doch dann folgt eine Niederlage in Heidelberg, einem Sieg gegen Stuttgart folgt ein Unentschieden gegen Mülheim, einem Sieg in Frankenthal folgt eine Niederlage zu Hause gegen Limburg. Am Ende schafft der RRK den 2. Platz hinter Frankenthal, so dass diese beiden Mannschaften sowie aus dem Norden Schwarz-Weiß Köln und der DHC Hannover in die Endrunde um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft einziehen, die am 7. und 8. März 1981 in der heimischen Walter-Köbel-Halle ausgetragen wird. An beiden Tagen ist die Halle in Rüsselsheim restlos ausverkauft. Jo Pompetzki berichtet für die "Main-Spitze":

Anlauf auf den vierten Titel missglückte: RRK nur Zweiter

Frankenthal nach 10:7 alter und neuer Meister

Der alte und neue Hockeymeister heißt TG Frankenthal. In einem packenden Endspiel setzte sich der Titelverteidiger am Sonntag Nachmittag in der ausverkauften Köbelhalle mit 10:7 gegen den Rüsselsheimer RK durch, dem damit der Griff zum vierten Hallentitel nach 1973, 1976 und 1979 verwehrt blieb. Es war ein verdienter Sieg der Pfälzer, die sich gegenüber einer schwachen Leistung im Halbfinalspiel gegen den DHC Hannover erheblich zu steigern vermochten, während die Gastgeber den Kräfteverschleiß vom Samstag Abend nicht verbergen konnten. In einer hochdramatischen Partie hatten sie bereits wie der sichere Verlierer ausgesehen, dann aber durch das 10:10-Ausgleichstor zwölf Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit die Verlängerung gegen Schwarz-Weiß Köln erzwungen und am Ende mit 14:12 die Oberhand behalten.

Fast 2.400 Zuschauer fieberten dem Anpfiff der beiden Unparteiischen Seidler (Heidelberg) und Kraft (Karlsruhe) entgegen, es war, als ob sie ahnten, dass die nächsten 60 Minuten Hallenhockey in Perfektion bringen würden. Die lautstarke Frankenthaler Gemeinde war schnell still, denn es dauerte keine fünf Minuten, da hatte der RRK die Grünhemden regelrecht überrumpelt und war mit 2:0 in Front gegangen. Doch so ruhig die Anhänger auf den Rängen wurden, so konsequent fightete der Titelverteidiger zurück. Dopp und Trump schafften schnell den Ausgleich, der Sicherheit in die Reihen der Frankenthaler brachte. Ruhig und überlegt wurde aufgebaut, suchte man immer wieder die Spitzen Dopp und Trump, stand die Abwehr bombenfest. Der alte Meister präsentierte eine Deckung, an der sich der RRK immer wieder die Zähne ausbiss, auch wenn die Begegnung bis zum Pausenpfiff rein toremäßig ausgeglichen blieb: mit 4:4 wurden die Seiten gewechselt.

Im Endspiel um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft 1981 stehen sich in der Rüsselsheimer Walter-Köbel-Halle die TG Frankenthal und der RRK gegenüber (Tobias Frank, Fritz Schmidt, Reinhart Lange, Peter Trump)

Indes sah man schon vor der Pause die Unterschiede. Hier die Pfälzer, die als kompakte Mannschaft auftraten, die flüssig kombinierten und auf ihre Chance lauerten, da die Rüsselsheimer, die immer wieder versuchten, mit langen Pässen den Mitspieler im Schusskreis zu erreichen, häufig aber nur den Schläger eines Gegenspielers trafen. Während drei der vier von Rüsselsheim bis dahin erzielten Tore aus Ecken resultierten, hatte der Titelverteidiger alle seine Treffer aus dem Feldspiel erzielt.

Dennoch blieb die Begegnung bis zur 40. Minute und dem Spielstand von 6:6 offen (einen zwischenzeitlichen Zweitore-Vorsprung des Gegners hatten die Gastgeber ausgleichen können), doch dafür musste sich der RRK vor allen Dingen bei seinem hervorragenden Torhüter Frank bedanken, der im ständigen Frankenthaler Angriffswirbel die Ruhe selbst war und alle drei Strafecken des dafür bekannten Spezialisten Peter Trump entschärfte. Vielleicht hätte das Geschehen eine Wende genommen, hätten Rauth und danach Müller die sich aus Einzelaktionen ergebenden Chancen besser genutzt. Doch zweimal setzten sie die Kugel völlig alleinstehend neben den linken Torpfosten. In dieser Phase, als die Auseinandersetzung auf des Messers Schneide stand, bewiesen die Kraftpakete aus der Pfalz ihre Kaltblütigkeit. Jörg Pehlke und Lange sorgten bis zur 46. Minute für einen 8:6-Vorsprung, und von da an spielten die Grünhemden auf Halten. Gelassen ließen sie den RRK anrennen, blockten immer wieder die Angriffsversuche ab, fanden sie dazwischen die Zeit, um kleine Verschnaufpausen einzulegen. Den Rüsselsheimern dagegen brannten die verrinnenden Minuten auf den Nägeln, sie mussten alles versuchen, doch sie taten das nicht mit Überlegung, sondern mit Hektik. Nach einem der zahlreichen Abspielfehler ergatterte sich Trump die Kugel, hatte praktisch freie Bahn und erzielte in der 55. Minute das 9:6, das schon alles entschied.

Müller verkürzte noch einmal, doch dann fehlte den Opelstädtern die Kraft, um wie am Tage vorher über sich hinauszuwachsen. Schon 60 Sekunden vor dem Abpfiff herrschte im Lager der Grün-Schwarzen auf der Tribüne Volksfeststimmung. Als Jörg Pehlke kurz vor dem Abpfiff einen Alleingang erfolgreich abschloss, schäumte die Stimmung auf den Rängen über.

Verständlicherweise ließen die Besiegten die Köpfe hängen, doch das Erreichen des Endspieles war schon ein Riesenerfolg für den RRK, bei dem Fritz Schmidt nur durch eine Spritze fitgemacht werden konnte (er hatte eine schmerzhafte Verletzung am Handgelenk), Rainer Seifert mit einer Erkältung ins Spiel ging und Molitor das Finale mit einer Schulterprellung bestritt. Sie alle zeigten in den insgesamt 140 Minuten eine famose Leistung, nach der die Zielsetzung für 1982 nur heißen kann: Auf ein Neues.

Damit ist der RRK mit Tobias Frank, Lothar Ruthmann, Fritz Schmidt, Rainer Seifert, Martin Müller, Wolfgang Molitor, Alfred Segner, Berthold Rauth, Karl-Jürgen Manthei, Christoph Krehl und Steffen Hagemann Deutscher Vizemeister im Hallenhockey 1981. Die Sportjournalisten wählen den RRK-Torwart Tobias Frank zum besten Spieler des Turniers, wofür er die "Silberne Hockeykugel" erhält. Organisation und Ablauf der Veranstaltung erhalten hervorragende Kritiken von Teilnehmern und auch Journalisten.

Die RRK-Hockeymädchen verteidigen 1981 die 1980 bereits gewonnene Hessenmeisterschaft auf dem Feld (hinten: Betreuer Arno Wild, Daniela Weiß, Sally Traiser, Sabine Lersch, Susanne Hoffmann, Kerstin Storto, Sabine Rausch, Anita Benischek, Anja Warnecke, Anja Mück, Heike Schmitt, Trainer Berthold Rauth; vorn: Monika Reichmann, Barbara Napp, Beate Bemmert, Bianca Weiß, Kerstin Strubl, Anke Wild)

Tobias Frank (RRK)  im Tor der deutschen Nationalmannschaft beim Vier-Nationen-Turnier in Köln 1981 (Michael Peter, Tobias Frank, Reinhard Krull, Stefan Blöcher, Klaus Ludwiczak)

An den Hallenhockey-Hessenmeisterschaften 1980/81 beteiligt sich der RRK mit neun Jugendmannschaften, wobei die A-Jugend mit der hessischen Vizemeisterschaft das beste Ergebnis erreicht. Das bedeutet die Teilnahme an den Süddeutschen Meisterschaften, wo man sich jedoch nicht platzieren kann.

In der sich anschließenden Feldrunde erreichen die RRK-Herren mit 16:12 Punkten hinter Frankenthal und Limburg "nur" den 3. Platz. Damit ist die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verspielt.

Eine erfreuliche Leistung zeigen wieder die Hockeymädchen, die ihren Hessenmeistertitel auf dem Feld aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen können. Weiterhin nehmen sie als Hessenmeister des Vorjahres, wie auch die A-Jugend als hessischer Vizemeister, an der Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft teil, scheiden jedoch beide aus. An Pfingsten besuchen zwei Jugendmannschaften ein Hockeyturnier beim "Amsterdam Mixed Hockey Club Sarto (AMHC Sarto)", wobei die weibliche Jugend Turniersieger wird. Paul Anagnostou und Anke Wild werden in DHB-Kader berufen, ebenfalls Tobias Frank, Alfred Segner, Karl-Jürgen Manthei und Steffen Hagemann.

Anfangs August erleben die Hockeyplätze am Sommerdamm das zweite Hockey-Jugendfest des RRK unter der Leitung von Jugendleiter Erich Hund, Thomas Blivier, Sigurd Traiser und Arno Wild. Dieses Fest mit Jugend und Eltern wird wieder zu einem großen Erfolg.

Mitte März trifft sich die RRK-Familie ein Jahr vor dem 75-jährigen Jubiläum zur RRK-Hauptversammlung. RRK-Vorsitzender Werner Böhme blickt in seinem Bericht in Richtung Jubiläum 1983, möchte die Mitgliederwerbung forcieren, begrüßt den Pachtvertrag für das Bootshaus mit einer Brauerei und freut sich über die gute Frequentierung der neuen Tennisplätze, für die die Stadt jedoch gegenüber dem RRK noch Forderungen geltend machen will. Er erklärt sich bereit, dem RRK noch ein weiteres Jahr vorzustehen. Von sportlichen Erfolgen können Klaus Köppen für die Ruderer und Wolfgang Vorfalt für die Hockeyspieler berichten. Nach längerer Diskussion beschließt die Versammlung, die Klubbeiträge der aktiven Sportler etwas zu erhöhen, während die unterstützenden Mitglieder nicht mehr zahlen sollen.

Nach Abschluss des Wintertrainings überprüfen die Ruderer erstmals ihre Ausdauer beim Maarauelauf und können zufrieden sein. Bei der männlichen Jugend siegt Peter Hafner vor Rolf Hafner und Markus Bork, bei der weiblichen Jugend belegen Ulrike Kirsch und Claudia Fachinger den zweiten und dritten Platz und bei den Aktiven landet Lutz Beyer auf dem dritten Platz. Schon die ersten Regatten bringen eine Menge Siege für die RRK-Mannschaften: Worms 2 Siege, Flörsheim 5 Siege, Frankfurt 5 Siege, Kassel 10 Siege, Köln 2 Siege, Bad Ems 2 Siege, München 2 Siege und Schweinfurt 3 Siege.

"Ankleppern" 1981 auf den Tennisplätzen am Bootshaus mit einem Schleifchenturnier

Pfingst-Ruderwanderfahrt 1981 der "jungen AHs" von Marktheidenfeld nach Aschaffenburg
(Klaus Kraft, Michael Walther, Wolfgang Gentzsch, Karl-Heinz Schwarzer)

 
 

Nachdem die "jungen AHs" des RRK an Pfingsten ihre Ruderwanderfahrt auf dem Main von Marktheidenfeld nach Aschaffenburg gemacht haben, starten Mitte Juni die AH-Ruderer von RRK und RaB zu einer Ruderwanderfahrt auf den Berliner Gewässern. Zehn Essener und dreizehn Rüsselsheimer rudern in Begleitung von Ruderern von Siemens Berlin in den Norden, den Süden und das Zentrum von West-Berlin.

Erste große Prüfung für einen Ruderer des RRK ist für den in Renngemeinschaft mit dem Mainzer RV startenden Achim Erhard das Deutsche Meisterschaftsrudern in Essen. Im Vierer-ohne haben fünf Renngemeinschaften gemeldet. Während es um den Sieg eine Zielfilmentscheidung gibt, errudert sich Achim Erhard mit seinen Bootskameraden vom Mainzer RV, dem Ex-RRKler Wolf-Rüdiger Kirsch sowie Werner Hellwig und Heribert Karches, die Bronzemedaille.

Ruderwanderfahrt 1981 des RaB Essen und des RRK auf den Gewässern von Westberlin, auf dem rechten Bild Karl Heinz Ampütte (RaB), ... (RaB), Wilfried Hoffmann (RRK), Rudolf Müller (RRK), Adolf Ketter (RRK), Dr. Dietmar Klausen (RRK), Jürgen Kleine (RaB), Wolfgang Gummersbach (RRK) und Werner Alt (RRK)

Es folgen die Deutschen Jugendmeisterschaften auf der Wedau in Duisburg, und auch hier hat der RRK drei Eisen im Feuer. Der Vierer mit Ralf Tomenendal, Rolf Hafner, Markus Bork, Peter Hafner und Stm. Henning Schmitt startet im Vierer-mit der jüngeren Jahrgangsklasse und im Vierer-ohne. Susanne Rutzenhöfer und Claudia Fachinger starten im Juniorinnen-Doppelzweier, Ulrike Kirsch geht im Juniorinnen-Einer an den Start. Lassen wir die "Main-Spitze" berichten:

RRK-Ruderer in Duisburg erfolgreich

Seine Stellung als einer der stärksten hessischen Vereine unterstrich der RRK am Wochenende bei den deutschen Juniorenmeisterschaften in Duisburg und Hannover. In Duisburg gingen die Junioren an den Start, während es bei den Eichkranzrennen in Hannover um die Jahrgangsmeisterschaft  der 19- bis 23-Jährigen ging.

Die Rüsselsheimer Juniorin Ulrike Kirsch bewies im Einer im starken Feld von 22 Booten ihre Spitzenklasse: hinter der Ingelheimerin Maria Dürsch und dem Boot aus Heidelberg mit Kristiane Zimmer belegte sie mit einer hervorragenden Zeit den dritten Platz. Ulrike Kirsch musste nach Scheitern im Verlauf in den Hoffnungslauf, in dem sie dann den Einzug ins Halbfinale schaffte. Die Rüsselsheimerin, die sich von Rennen zu Rennen steigerte, zog schließlich ins Finale ein, wo sie sich gegen die starke Konkurrenz gut behauptete und mit dem dritten Platz ein hervorragendes Ergebnis erreichte. Mit dieser Platzierung ist die RRK-Juniorin für die Nationalmannschaft qualifiziert.

Prächtig schlug sich auch der Junior-Vierer des RRK. Die Mannschaft mit Peter Hafner, Markus Bork, Ralf Tomenendal, Rolf Hafner und Steuermann Henning Schmitt, die in dieser Saison das erste Mal zusammen antrat, konnte ihren Vorlauf nicht gewinnen und musste in den Hoffnungslauf, wo man sich schließlich für das Finale qualifizierte. Dort erwischte das Rüsselsheimer Boot den besten Start, der sich bei der 500-Meter-Marke in einer halben Lange Vorsprung niederschlug. Dem Endspurt des harmonischeren Bootes aus Berlin war man dann aber nicht gewachsen, so dass man schließlich, um eine knappe Länge geschlagen, mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen musste, der dennoch für die Rüsselsheimer einen großen Erfolg bedeutete.

Nur eine Stunde später traten die vier Ruderer dann in der Konkurrenz der Boote ohne Steuermann an, wo man leider über einen vierten Platz nicht hinauskam. Der Abstand zu den drei Erstplazierten war jedoch nur denkbar knapp.

Einen guten Eindruck hinterließ in Duisburg auch der Juniorinnen-Doppelzweier mit Claudia Fachinger und Susanne Rutzenhöfer: Die beiden Rüsselsheimerinnen hielten gut mit und mussten sich im Hoffnungslauf dem Boot aus Dortmund nur knapp geschlagen geben.

"Silber" für den RRK-Vierer bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Duisburg im Vierer-mit bis 16 Jahre (Stm. Henning Schmitt, Peter Hafner, Markus Bork, Rolf Hafner, Ralf Tomenendal)

Ulrike Kirsch landet bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 1981 in Duisburg hinter Maria Dürsch vom RV Ingelheim und Kristiane Zimmer vom Heidelberger RK auf dem "Bronzeplatz"

Am gleichen Wochenende laufen in Hannover die Eichkranzrennen, bei denen der RRK ebenfalls vertreten ist. Für den RRK gemeldet sind im Zweier-ohne Lutz Beyer und Steffen Kerkmann sowie als Renngemeinschaft der Ex-Rüsselsheimer Wolf-Rüdiger Kirsch (nun Mainzer RV) und Achim Erhard, außerdem im Zweier-mit in Renngemeinschaft Gerhard Darnieder mit den Frankfurter Germanen Klaus Appel und Stm. Axel Altschner sowie ein Achter ebenfalls in Renngemeinschaft mit Germania Frankfurt und Nassovia Höchst. Wir zitieren auch hier die "Main-Spitze":

Auch in Hannover RRK-Ruderer erfolgreich

Bei den Eichranzrennen in Hannover lagen die Hoffnungen des RRK auf dem Zweier ohne Steuermann mit Steffen Kerkmann und Lutz Beyer, der durch vier Regattasiege in den Wochen zuvor auf sich aufmerksam gemacht hatte. Das Boot, das wegen des Wehrdienstes von Kerkmann nicht optimal trainieren konnte, setzte sich über Vorlauf und Hoffnungslauf ins Finale durch, wo man sofort schnell anging und nach 1.000 Metern gleichauf mit dem späteren Siegerboot aus Lübeck lag. Im Endspurt fehlte den beiden Rüsselsheimern, denen man die schweren Rennen der letzten Wochen anmerkte, jedoch die Kraft, um ihr hohes Tempo durchzuhalten, so dass man schließlich auf dem fünften Platz ins Ziel kam. Negativ machten sich für die Rüsselsheimer die schlechten Wetterbedingungen auf der Strecke bemerkbar, in die der Wind schräg einfiel. Das kombinierte Boot mit dem Ex-Rüsselsheimer Wolf-Rüdiger Kirsch (jetzt Mainzer RV) und dem RRKler Achim Erhard blieb im Hoffnungslauf hängen.

Ein Kuriosum setzte dem Start des kombinierten Zweiers mit Gerhard Darnieder (RRK) und Klaus Appel (Germania Frankfurt) ein vorzeitiges Ende: Als es zum Wiegen ging, stellte die Wettkampfleitung fest, dass Steuermann Axel Altschner das vorgeschriebne Gewichts-Mindest-Limit von 45 Kilogramm reinem Körpergewicht unterschritt − um genau 300 Gramm. Die 300 Gramm waren für das Schiedsgericht Grund genug, streng nach den Regeln auf Disqualifikation zu entscheiden. Die nach Hannover gefahrenen Ruderer brauchten ihr Boot gar nicht erst zu Wasser zu lassen.

Positiv überrascht war man vom Abschneiden des Achters, der zusammen mit Ruderern aus Frankfurt und Höchst gebildet wurde. Das Boot mit Lutz Beyer, Steffen Kerkmann, Gerhard Darnieder, Michael Köhler (alle RRK), Achim Heftrich, Harald Blum, Stm. Thomas Alt (alle Germania Frankfurt), Martin Frühauf und Matthias Potthoff (beide Nassovia Höchst) zeigte sich trotz der wenigen gemeinsam gefahrenen Trainingskilometer gut in Schuss. Nach schwachem Start lag man lange Zeit auf Platz fünf, bevor man schließlich im Endspurt über sich hinauswuchs und hinter den Renngemeinschaften Stuttgart / Ulm / Heidelberg und Lübeck / Kiel / Dortmund / Meschede einen guten dritten Platz, den Bronzeplatz, belegte.

Ulrike Kirsch wird vom DRV für das FISA-Junioren-Championat, das vom 5. bis 8. August 1981 auf dem Pantcherevo-See bei Sofia ausgetragen wird, nominiert und startet dort gemeinsam mit Maria Dürsch, Marion Dewald, Sonja Petri und Seuerfrau Sabine Müller im Doppelvierer. Der "Rudersport" berichtet:

"Wie schwer es werden würde, in diesem Rennen Edelmetall zu erringen, das war spätestens nach den Hoffnungsläufen deutlich geworden. Ein Rennen auf "Biegen und Brechen" wurde also erwartet. Leichter Favorit, das Boot der DDR. Es war daher nicht sonderlich verwunderlich, dass diese Mannschaft bei 500 m schon den Bugball mit einer knappen Länge vorn hatte. Zweites Boot hier die sehr startschnellen Mädchen aus Frankreich vor unserem Doppelvierer und den Bulgarinnen. Abgeschlagen schon etwas das Boot aus Holland. Und nun gab es nichts für schwache Nerven. Mit eineinhalb Längen vor dem Feld klares Siegerboot die DDR, und dann vier Boote fast auf gleicher Linie. In allen Booten wurde gespurtet – aber eine Führung war nicht zu erkennen. Fast als ein Ton die Zielhupe für diese vier Boote, nur der 6. Platz für Holland war deutlich. Das Zielfoto musste also entscheiden, und die Minuten der Ungewissheit erfassten alle, Zuschauer wie auch Aktive. Dann kam das ersehnte Ergebnis mit 0,11 Sekunden Platz 2 für die Bundesrepublik Deutschland vor Rumänien, und dieses Boot wiederum 0,59 Sekunden vor Frankreich, das dann 0,91 Sekunden vor den Bulgarinnen lag."

Im August und September besuchen die RRK-Ruderer dann noch die Regatten in Mainz (3 Siege), Frankfurt (1 Sieg), Schierstein (1 Sieg) und Villach (2 Siege), sowie die Hessenmeisterschaften in Mühlheim, wo sie fünf Hessenmeister-Titel gewinnen können. Die "Main-Sitze" schreibt:

RRK-Achter nicht zu schlagen

Rüsselsheimer Ruderer holen fünf Hessentitel ins Bootshaus

Mit einer ausgesprochen zufrieden stellenden Ausbeute kamen die Ruderer des RRK von den Hessenmeisterschaften aus Mühlheim zurück. Die Rüsselsheimer brachten fünf Titel mit nach Hause.

Die als Favoriten nach Mühlheim gefahrenen RRK-Boote zeigten sich in guter Form und erfüllten die Erwartungen. So zeigten Peter Hafner, Markus Bork, Rolf Hafner, Ralf Tomenendal und Steuermann Henning Schmitt im Rennen der Junior-B-Vierer sowohl im Vorlauf als auch im Finale technisch überzeugende Ruderarbeit – mit zwei Längen Vorsprung belegte das Boot den ersten Platz. Die B-Junioren versuchten sich auch in der Konkurrenz der jahrgangshöheren A-Boote, doch mussten sie dabei den älteren und kräftigeren Gegnern aus Offenbach den Vortritt lassen.

Der Männer-B-Zweier des RRK mit Steffen Kerkmann und Lutz Beyer zeigte sich ebenfalls in blendender Verfassung. Ohne Mühe drang man ins Finale vor und gab dort mit einem Start-Ziel-Sieg den Booten von Germania Frankfurt und Offenbach / Mühlheim das Nachsehen. Auch im A-Rennen schlugen sich die Rüsselsheimer prächtig: bis auf eine Höhe von 1.000 Metern lag man mit dem Team aus Gießen gleichauf, die Oberhessen zeigten dann aber den stärkeren Endspurt.

Der Männer-Vierer des RRK mit Oliver Bär, Achim Erhard, Gerhard Darnieder, Harald Richter und Steuermann Patrick Braun, neu formiert und deshalb noch nicht optimal zusammenarbeitend, musste sich in seinem Rennen den Konkurrenten aus Frankfurt beugen. Die taktische Verhaltensregel, die Kräfte zu schonen, wenn sich ein stärkerer Konkurrent zeigt, trug dann ihre Früchte im Achterrennen, für das man sich im Rüsselsheimer Lager viel vorgenommen hatte. Steffen Kerkmann, Lutz Beyer, Harald Richter, Achim Erhard, Gerhard Darnieder, Oliver Bär, Markus Sauer, Stefan Pasura und Steuermann Patrick Braun, die mit einem vom Essener Ruderverein geliehenen schnellen Kunststoffboot an den Start gingen, wirkten frischer als ihre Konkurrenten und schalteten zunächst im Vorlauf die Renngemeinschaft Offenbach / Mühlheim / Frankfurt aus. Im Endlauf hatten sie es dann mit dem favorisierten Boot Gießener RG / Gießener RC Hassia zu tun, gegen das sie bereits zwei Mal verloren hatten. Der RRK zeigte aber ein begeisterndes Rennen, baute die Führung kontinuierlich aus und holte mit zwei Längen Vorsprung einen vielbejubelten Hessentitel.

Ihren Anteil zur Titelausbeute trugen auch die RRK-Damen bei. Ulrike Kirsch gewann im Juniorinnen-A-Einer zunächst ihren Vorlauf gegen das Boot von Freiweg Frankfurt und setzte sich dann im Finale nach anfänglichen Steuerschwierigkeiten sicher gegen das Boot aus Mühlheim durch. Eines ihrer besten Saisonrennen lieferten Claudia Fachinger und Susanne Rutzenhöfer, die sich gegen den Hersfelder RV die Meisterschaft im Doppelzweier der A-Juniorinnen sicherten.

Insgesamt hat der RRK damit auf den Regatten des Jahres 1981 43 Rennsiege nach Hause gefahren. Erfolgreichste unter den Aktiven in der Zahl der Siege ist Ulrike Kirsch mit 13 Siegen.

Silbermedaille für den deutschen Doppelvierer beim FISA-Junioren-Championat in Sofia 1981 mit Ulrike Kirsch vom RRK, Marion Dewald, Stfr. Sabine Müller, Sonja Petri und Maria Dürsch

Tennis-Klubmeisterschaft des RRK 1981: Rainer Seifert (Herren 1.), Silvia Braner (Damen 1.), Marlene Heuß (Damen 2.), Rüdiger Weidmann (Herren 2.)

Bei dem die Saison beschließenden Abrudern mit interner Regatta wird Harald Richter Klubmeister im Einer vor Wilfried Hoffmann und Markus Sauer.

Im August führt die Tennisgruppe des RRK erstmals Klubmeisterschaften im Einzel für Damen und Herren durch. Da für die Endrunde nur acht Damen und acht Herren zugelassen sind, muss zunächst eine Qualifikationsrunde gespielt werden. Nach 69 Spielen in Qualifikation und Endrunde ist die Entscheidung gefallen. Bei den Damen siegt Silvia Braner vor Marlene Heuß und Heidi Seifert, bei den Herren Rainer Seifert vor Rüdiger Weidmann und Alfred Segner.

Die Spiele der Feldhockey-Bundesligasaison 1981/82 beginnen anfangs September. Die RRK-Herren spielen in der Südgruppe − Sieg, Niederlage, Unentschieden, Sieg, Sieg, Niederlage, Unentschieden − und liegen nach wechselvoller Leistung zur Halbzeit nach sieben Spielen mit 8:6 Punkten auf dem 4. Tabellenplatz. Dann geht es in der Halle zum "Internationalen" in Hürth, wo die RRK-Herren das Halbfinale erreichen, Uhlenhorst Mülheim mit 11:10 schlagen, jedoch im Finale gegen die TG Frankenthal mit 8:10 den Kürzeren ziehen. Dann geht es zum Frankenthaler Hallen-Einladungsturnier, wo hinter Frankenthal und Stuttgart der 3. Platz erspielt wird. Ende November beginnt die Hallen-Bundesligasaison − zum Jahresende liegt der RRK nach fünf Spielen mit 6:4 Punkten auf dem 3. Platz.

Beim Hallenturnier des TV 1846 Alzey um den "Landrat-Rolf-Rein-Pokal" für weibliche und männliche Jugendmannschaften trägt sich die weibliche Jugend des RRK in die Siegerliste ein, die männliche Jugend des RRK erreicht den 5. Platz.

Im Oktober wechselt der Pächter des "Bootshauses" erneut. Die Gaststätte wird von der Brauerei an die Ehepaare Paraschopoulos und Gipatidis verpachtet. 

Am 28. November 1981 veranstaltet der RRK seinen Nikolausball im Adlersaal, ein "Bombenfest" bei ausverkauftem Haus. Für besondere Verdienste erhält Günter Schmitt die RRK-Leistungsnadel in Gold, die gleiche Ehrung erfahren für besondere sportliche Leistungen die Hockeyspieler Peter Kraus, Fritz Schmidt und Rainer Seifert sowie der Meisterruderer Wilfried Seipp

Bei der Sportlerehrung des Stadtverbandes für Leibesübungen wird die Deutsche Meisterin im Judo, Gabi Ritschel, zur "Sportlerin des Jahres 1981" gekürt, strahlende Zweite wird Ulrike Kirsch vom RRK. "Mannschaft des Jahres" werden die Volleyball-Juniorinnen der TG Rüsselsheim, Patz zwei für den Junior-Vierer des RRK, Platz drei für die Hockeyherren des RRK.

Ende des Jahres verliert der RRK zwei verdiente, langjährige Vorstandsmitglieder durch den Tod, und zwar Alfred Rausch, den stellvertretenden Leiter der Hockeyabteilung, und das Ehrenmitglied Richard Trapp, den langjährigen Schatzmeister des RRK.

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