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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

2013

Nachdem die Zahl der RRK-Mitglieder am 1. Januar 2005 erstmals die 600er Marke "geknackt" hat, wurde in den Folgejahren diese Marke nie unterschritten. Zum 1. Januar 2013 hat der RRK 629 Mitglieder − 344 Hockeyspieler, 110 Ruderer, 55 Tennisspieler und 149 Passive.

Für die beiden Hockeymannschaften des RRK ist in der Hallensaison 2012/13 nicht mehr viel zu "reißen". Bei vier ausstehenden Spielen stehen die Herren mit Trainer Gerrit Rothengatter 6 Punkte hinter der TG Frankenthal auf dem 2. Platz der Zweiten Bundesliga Süd, damit sind kaum noch Aussichten auf den angestrebten Aufstieg gegeben. Eine 7:10-Niederlage im "Hexenkessel" der Halle am Kanal in Frankenthal beendet die Hoffnungen endgültig. Es folgen dann drei Siege gegen Erlangen, Dürkheim und Limburg, damit ist klar der 2. Platz erreicht 6 Punkte vor dem Dritten, dem Dürkheimer HC, jedoch 9 Punkte hinter dem Aufsteiger, der TG Frankenthal.

Die Damen in der Ersten Bundesliga Süd liegen in der ersten Hallensaison mit Trainer Florian Westermann bei noch vier ausstehenden Spielen mit nur 6 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Eine 3:9-Niederlage beim Mannheimer HC, ein 6:3-Sieg in Nürnberg, dann ein 4:2-Sieg über Eintracht Frankfurt und zum Schluss eine 4:5-Niederlage beim "Klassenprimus" TSV Mannheim, der 4. Tabellenplatz mit 12 von 30 möglichen Punkten war zwar nicht das Ziel, aber es hätte schlimmer kommen können.

Nachdem der Wiederaufstieg in die Zweite Regionalliga Südwest schon vor dem Ende der Runde gebongt ist, hat das Zweite Damenteam des RRK die Hallensaison 2012/13 auch als verlustpunktfreier Oberliga-Meister abgeschlossen. Am Erfolg waren unter anderen beteiligt (hinten: Mareike Thomas, Maren Pfefferkorn, Ann-Paulin Heist, Franziska Ruhland, Sonja Petrovic, Lena Mischlich, Trainer Florian Westermann; davor: Anna Lippa, Janine Huver, Rebecca Passlack, Rachel Bergmann; vorn: Torfrau Susanne Drexler)

Die Dritten Damen des RRK beenden die Hallenrunde 2012/13 in der 2. Verbandsliga nach fünf Siegen und einem Unentschieden mit einem Torverhältnis von 121:10 und steigen in die 1. Verbandsliga auf (hinten: Trainerin Nicole Hardt, Antonia Wilfer, Emma Kanz, Lena Mischlich; vorn: Torfrau Bianca Heinz, Judith Bremer, Laura Stein, Camilla Schön)

Besser als bei den beiden RRK-Spitzenmannschaften läuft es bei den Zweiten Damen. Sie holen sich mit 42 von 42 möglichen Punkten und einem Torverhältnis von 153:20 die Oberliga-Meisterschaft und steigen in die Zweite Regionalliga Südwest auf. Auch die Dritten Damen in der 2. Verbandsliga bleiben unbesiegt und steigen in die 1. Verbandsliga auf. Einzig die Zweiten Herren in der 2. Regionalliga Südwest können keinen Spitzenplatz erreichen, sie werden in der sechsköpfigen Liga Vierter.

Für die aktiven RRK-Ruderer beginnt das Jahr in den ersten Wochen mit Hantel-, Lauf-, Wasser- und Ergometertraining, wobei im Januar auch zwei Ergometertests in Ludwigshafen und Essen-Kettwig besucht werden. Auffallend für Außenstehende ist in den Wintermonaten die geringe Präsenz des Rudertrainers zu den Trainingszeiten der Aktiven. An der traditionellen "Eierfahrt", 2013 zur RG Wiesbaden-Biebrich 1888, die ihr 125-jähriges Jubiläum feiert, beteiligen sich die RRK-Ruderer mit einem Vierer.

Die "RRK-Eierfahrer" 2013 nach der Ankunft am Bootssteg des Bootshauses der RG Wiesbaden-Biebrich 1888 (Orvil Keimig, Martin Kraft, Peter Hafner und Steffen Zwiener; es fehlt Marion Weber) 

Die beim "Neujahrs-Ruderbrunch" anwesenden aktiven RRK-Ruderer (Martin Kansy, Robin Kraft, Orvil Keimig, Moritz Richter, Laura Schmidt, Rudertrainer Nikolai Schwab, Harald Czerwenski, Benjamin Michel, Daniel Maßfelder)

Beim traditionellen "Neujahrs-Ruderbrunch" der Ruderabteilung treffen sich am 27. Januar knapp 50 Ruderbegeisterte gemeinsam mit Freunden und Verwandten im "Bootshaus". Abteilungsleiter Martin Kraft lässt das Jahr 2012 Revue passieren, die sportlichen Erfolge werden gewürdigt und die Fahrtenpreise 2012 übergeben. Fahrtenpreise erhalten Harald Czerwenski 1.264 km, Orvil Keimig 1.242 km, Silvia Reitz 1.131 km, Rudi Reitz 1.058 km, Ulrich Vorfalt 918 km, Kiyomi Mitschke 576 km, Alexander Kühn 573 km, Wolfgang Vorfalt 530 km und Christine Brossier 448 km. 

Gute Ergebnisse erspielen sich die Jugendmannschaften des RRK im Hallenhockey, denn von acht möglichen Hessenmeisterschaften holt sich der RRK vier Titel, zwei Vizemeisterschaften und ein dritter Platz. Hessenmeister werden weibliche A- und B-Jugend, B-Mädchen sowie B-Knaben, Vizemeister werden die A-Mädchen und die A-Knaben, den dritten Platz holt die männliche A-Jugend.

Hessische Meisterschaft 2013 für die B-Knaben des RRK (hinten: Herren-Trainer Gerrit Rothengatter, der für den verhinderten Volker Schädel einsprang, Levin Voigt, David Busch Torio, Niklas Schmitt, Nico Rothengatter, Betreuer Peter Schmitt; davor: Adrian Wolf, Finn Ambach, Luca Graminski, Niklas Selbach, Tom Blümmel; vorn: Torwart Christian Scherer)

Hessenmeister im Hallenhockey 2013, die weibliche A-Jugend des RRK (hinten: Co-Trainer Christian Zimmermann, Franziska Ruhland, Antonia Wilfer, Lena Mischlich, Torfrau Emma Seng, Trainer Florian Westermann; vorn: Janine Huver, Laura Stein, Kimberly Körbel, Judith Bremer, Emma Kanz)

Hessenmeisterschaft für die weibliche BI und 5. Platz für die weibliche BII im Hallenhockey 2013 (hinten: Nathalie Edler, Carina Wolf, Mara Teodoro, Fabienne Werner, Mara Bentscheck, Carolina Hesse, Juliane Althof, Lara Kaltbeitzel; davor: Isabel Scherer, Celina Hocks, Jutta Pehle, Viola Becker, Solvej Althof, Teresa Hoff, Lisa Müller; vorn: Torfrau Kim Treutner)

Cool, was? Hessischer Meister 2013 in der Halle sind die B-Mädchen des RRK mit (hinten) Nina Minowsky, Kristin Rapp, Franzi Becker, Marie Sommer, Stella Tegtmeier, Trainer Christian Zimmermann, (davor) Marie Milde, Paula Großmann und Pauline Heinz sowie (vorn) Torhüterin Alina Petri.

Damit haben sich drei weibliche und eine männliche Jugendmannschaft des RRK für die Süddeutschen Hallenhockey-Meisterschaften qualifiziert, bei denen auch die Teilnehmer für die Deutschen Meisterschaften ermittelt werden. Doch keine der vier RRK-Mannschaften kommt mit dem "Schwarzen Wimpel" des Süddeutschen Meisters an den Main zurück. Und seit zwei Jahrzehnten erstmals kann sich auch keine Jugendmannschaft des RRK für die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft qualifizieren. Die weibliche A-Jugend in Bietigheim und die A-Mädchen in Hanau erreichen nur den 5. Platz, die weibliche B-Jugend wird gar nur Siebte. Bestes Ergebnis für die A-Knaben, die in Stuttgart das Spiel um Bronze erreichen, jedoch gegen den Hessenrivalen SC Frankfurt 1880 1:5 verlieren und sich mit dem 4. Platz begnügen müssen.

Der Bogenschütze Timo Schott, die Kraftsportlerin Gunda Fiona von Bachhaus und der Ruderer Lutz Beyer werden "Sportler des Jahres 2012", die Tanzsport-Gruppe "Dancing Fire" Mannschaft des Jahres.

Am 22. Februar 2013 ehrt die Stadt und der Sportbund Rüsselsheim im Adler-Palast seine erfolgreichen Sportler des Jahres 2012. Ingesamt werden 161 Athleten ausgezeichnet, darunter fast die Hälfte "Hockeyer" des RRK. Eine besondere Ehrung wird Lutz Beyer zuteil: Er wird "Seniorensportler des Jahres", als Masters-Ruderer für den RRK ist er nach wie vor aktiv und erfolgreich. In den achtziger und neunziger Jahren wurde er im Achter und im Vierer für den RRK insgesamt sechs Mal Deutscher Meister. Nur einige Tage später, am 1. März, ehren Stadt und Sportbund den talentierten Nachwuchs im Rüsselsheimer Rathaus bei der Jugend-Sportlerehrung. Von den 73 geehrten Schülersportlern gehören 24 dem RRK an.

Am 15. März 2013 ehrt der Kreis Groß-Gerau in der Stadthalle von Walldorf seine erfolgreichen Sportler, die im Jahr 2012 auf Bezirks-, Landes-, nationaler und internationaler Ebene Titel errungen haben. Wenn auch der RRK 2012 keine herausragenden Leistungen zu bieten hat, so sind doch unter den insgesamt etwa 350 ausgezeichneten Aktiven 58 Sportler des RRK. Am 18. April folgt dann im Landratsamt die Schüler-Sportlerehrung des Kreises, bei der 130 Schüler geehrt werden, darunter 24 junge Hockeyspieler des RRK.

Im März ist die Zeit der Hauptversammlungen im RRK. Den Beginn macht die Tennisgruppe, die am 15. März den Tennis-Ausschuss neu wählt und wie erwartet Thomas Susenburger für seine dritte zweijährigen Amtszeit zum Ausschuss-Vorsitzenden bestimmt.

Dann folgt am 21. März die Hockeyabteilung, die ebenfalls ihre Leitung neu wählen muss. Natürlich sind die Finanzen ein wichtiges Thema. Finanziell erwirtschaftete die Hockeyabteilung 2012 ein Plus, nicht zuletzt aufgrund der deutlichen Beitragserhöhung zu der man sich 2011 gezwungen sah. Somit konnte ein Darlehen des Hauptvereins deutlich reduziert werden. Nach den Jahresberichten erfolgen die Neuwahlen. Von den 21 anwesenden Mitgliedern wird die Abteilungsleitung beinahe ausnahmslos bestätigt: Martin Müller hat somit für weitere zwei Jahre das Amt des 1. Vorsitzenden inne, Ralf-Peter Rausch ist weiter für Finanzen zuständig, die Jugendleitung im männlichen Bereich führt fortan Brit Scherer, neue Beisitzer sind die Brüder Bernd und Harald Schmitt sowie Dennis Schwarz.

Einen Tag nach der Hockeyabteilung trifft sich die Ruderabteilung am 22. März zu ihrer Hauptversammlung. Hauptproblem bei den Ruderern sind die fehlenden Jugendlichen, die rudern möchten. Die anwesenden 24 der insgesamt 110 Mitglieder umfassenden Abteilung diskutieren intensiv die Nachwuchsförderung, für die Nikolai Schwab als Honorartrainer beschäftigt ist. Es muss dringend Nachwuchs gewonnen werden, da die Zahl der Jugendlichen − die ab zwölf Jahren beim RRK mit dem Rudersport beginnen können − rückläufig und momentan an einer Hand abzuzählen ist. Der Kontakt zu den Schulen muss intensiviert werden.

Am 5. April beschließt die "RRK-Generalversammlung" die Reihe der Jahreshauptversammlungen im RRK. Da auch hier keine Wahlen anstehen, nehmen der Rückblick des Vorsitzenden auf das Jahr 2012, der Kassenbericht des Schatzmeisters sowie die Sportberichte der Abteilungsleiter den meisten Raum ein. Das "Rüsselsheimer Echo" berichtet:

RRK baut für die Fitness

Verein stemmt die Ausgaben für Umbau im Bootshaus aus Eigenmitteln

Eine gewaltige Ausweitung erfährt der Haushaltsplan des Rüsselsheimer Ruder-Klubs (RRK) in diesem Jahr. Dabei werden die Ausgaben die veranschlagten Einnahmen um genau 50 Prozent übersteigen und an die Marke von 400.000 Euro reichen. In der Kasse wird aber am Ende nicht Ebbe sein. Diese fast wundersame Gleichung konnte Schatzmeister Wilfried Hoffmann den gerade zwei Dutzend (von 629) Mitgliedern in der Hauptversammlung des Gesamtvereins aufmachen.

Kegelbahn wird umgebaut

Der hohe Ausgabenbedarf entspringt dem vor drei Jahren beschlossenen Umbau im Vereinssitz Bootshaus. Dort sollen der vorhandene Kraftraum und die Räumlichkeit der Ende 2010 stillgelegten Kegelbahn zu einem Trainings- und Fitnesszentrum mit Wintergarten, Büro und Lager umgebaut werden. Veranschlagt ist die Maßnahme mit 190.000 Euro, davon werden 160.000 Euro in diesem Jahr fällig. Anders als 2007, als der Eigenanteil an dem neuen Kunstrasen-Trainingsplatz über Spender und Förderer aufgebracht werden musste, begleicht der RRK diese hohen Mehrausgaben aus der Vereinskasse. Dort sind bereits die öffentliche Zuschüsse für die Baumaßnahme verbucht und es kann weiterhin auf Mittel aus einer Erbschaft zurückgegriffen werden.

Geplanter Trainingsraum mit Erweiterung des ehemaligen Kegelbahnbereichs durch Anbau eines "Wintergartens"

Hoffmann bestätigte als gleichzeitiger Vorsitzender des Bauausschusses, dass der Umbau "eigentlich schon fertig sein müsste". Er verwies aber darauf, dass der Vorstand erst die konkreten Fördermittelzusagen abgewartet habe. Zudem handele es sich um eine Sonderbaumaßnahme hinsichtlich der Brandschutzvorgaben, die nicht immer ganz klar formuliert seien. Einen Stillstand, wie offenbar in Mitgliederkreisen moniert, wollte der Schatzmeister bei dem Projekt aber nicht sehen. Es seien inzwischen Angebote eingeholt und Ausschreibungen getätigt worden, der Vorstand habe somit "bereits im Dezember den Winterschlaf beendet".

Mit Blick auf die Hauptsparte Hockey werde der RRK verstärkt auf Spender und Sponsoren angewiesen sein, erklärte Hoffmann in seinem Bilanzbericht für 2012. Denn über Mitgliederbeiträge (68 Prozent zählen zu dieser Sparte) allein seien deren Kosten nicht zu decken. Sie machen immerhin fast 60 Prozent der Gesamt-Vereinseinnahmen aus. Auch wenn die Abteilung ihre Kosten gesenkt und über deutliche Erhöhung der eigenen Beiträge ihr Defizit vermindert habe, müsse die Einnahmeseite verbessert werden. Einschnitte in diesem Bereich seien aber nicht abzusehen.

Die wirtschaftliche Lage des RRK nannte er insgesamt "nicht rosig, aber zufrieden stellend". Sportliche Erfolge seien weiterhin nötig, auch wenn sie Kosten verursachten.

Rudernachwuchs gesucht

Ein unterschiedliches Bild beim Vereinsnachwuchs in den beiden Hauptsparten Hockey und Rudern war aus dem Bericht des Vorsitzenden Dietmar Klausen hervorgegangen, den Vereinsvize Horst Ackermann verlas, weil Klausen erkrankt war. So gebe es einen ungebremsten Zulauf beim Rasensport, während die Werbung an Schulen für Rudernachwuchs bisher wenig Erfolg zeige. Für die Vereinsführung wünschte er "frisches Blut an verantwortlicher Stelle", denn allein die dreiköpfige Spitze komme auf mehr als 100 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit im geschäftsführenden Vorstand.

Neben Hockey und Rudern gab es auch vom Tennis einen Rückblick. Von dort kam der Hinweis auf ein besonderes Angebot im Vereinsgeschehen mit dem am 1. Juni anstehenden Triathlon in den drei Sportarten. Zunächst aber wird am 27. April das Anrudern und Ankleppern die Sportsaison dieser beiden Sparten eröffnen.

Die im Herbst 2012 begonnene Feldhockey-Runde 2012/13 wird mit den RRK-Damen in der Ersten Bundesliga schon im März und mit den RRK-Herren in der drittklassigen Regionalliga Mitte April fortgesetzt. Beide Mannschaften stehen nach der Winterpause auf dem 2. Tabellenplatz, die Damen mit Trainer Florian Westermann bei noch 13 ausstehenden Spielen mit dem Ziel die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft in Hamburg zu erreichen und die Herren unter Trainer Gerrit Rothengatter mit dem Ziel durch Übernahme der Tabellenführung von Rot-Weiß München am Ende wieder in die Zweite Bundesliga aufzusteigen.

Am Boden, es hat nicht gereicht − bei den Damen nicht zur DM-Endrunde und bei den Herren nicht zum Aufstieg in die Zweite BL

Für die junge Talenttruppe der RRK-Damen, die im März dem noch schneereichen Deutschland in ein Trainingslager nach Barcelona und Terrassa entflohen war, beginnt die Feldsaison mit den beiden letzten Spielen der Vorrunde zu Hause gegen den "Überflieger" Berliner HC und das Schlusslicht TuS Lichterfelde − Niederlage und Sieg. Es folgt ein Sieg über Neuss und ein Unentschieden gegen den Vorjahresmeister aus Köln. Dann muss das Team nach Mannheim, ein Unentschieden beim MHC und ein Sieg beim TSV. Dann zu Hause eine Niederlage gegen den Münchner SC, ein Sieg gegen Harvestehude und ein Unentschieden gegen Alster − 5. Platz und noch vier Spiele, reicht es noch zum vierten und damit zur Endrunde. Zwei Niederlagen In Hamburg bei Klipper und bei Uhlenhorst, dann ein Sieg bei Lichterfelde und ein Unentschieden beim Berliner HC, es reicht nicht, der RRK belegt den 5. Platz und ist bei der Endrunde nicht dabei.

Die RRK-Hockeyherren, eine Mischung aus erfahrenen Spielern und A-Jugendlichen, zusammen mit Rot-Weiß München (1 Punkt Vorsprung) die "Platzhirsche" der Regionalliga Süd für den Aufstieg, haben nach der Winterpause noch neun von vierzehn Spielen vor sich, bis die Entscheidung des Aufstiegs in die Zweite Bundesliga fällt. Einem Sieg in Obermenzing folgt das Gipfeltreffen mit dem Spitzenreiter am Sommerdamm − trotz guter Leistung ein enttäuschendes 2:3, vier Punkte Rückstand für den RRK. Doch die zweite Halbserie ist noch komplett zu spielen, Siege gegen Nürnberg und Erlangen, München lässt auch Federn, ein vermeidbares Unentschieden bei Schott Mainz, Siege in Bad Kreuznach und gegen Obermenzing. Vor dem Showdown in München, dem letzten Spiel und damit Aufstiegs-Endspiel in München hat Rot-Weiß wie zu Beginn der Sommerserie einen Punkt Vorsprung. Die Männer des RRK sind zum Gewinnen verdammt, doch trotz zweitligareifer Leistung verpasst der RRK durch ein 2:2 den Aufstieg. Die Mannschaft ist natürlich enttäuscht, doch sie will in der kommenden Saison erneut angreifen. Zu allem Überfluss kündigt Trainer Gerrit Rothengatter seinen Vertrag mit dem RRK zum 30. September, weil er sein "wichtigstes sportliches Ziel nicht erreicht hat".

Die Zweiten Herren des RRK um Coach Burkhard Trautmann spielen in der Oberliga Hessen um die Meisterschaft. Doch am Ende nach 14 Spielen bleibt zwei Punkte hinter dem Oberligameister und Aufsteiger Wiesbadener THC nur der 2. Platz. Das gleiche Ergebnis erzielt das Zweite Damenteam des RRK um Teamsprecherin Janine Huver, das hinter Eintracht Frankfurt II ebenfalls nur den 2. Platz belegen kann.

Das Ruderaufgebot von Trainer Nikolai Schwab für die Regattasaison 2013 besteht nur aus drei (!!!) Aktiven, dem leichten "U23-Mann" Orvil Keimig und den beiden leichten U19-Ruderinnen Carolin Hinn und Marion Weber. Am 27. April findet das traditionelle Anrudern der Ruderabteilung im Rahmen des Rüsselsheimer Mainfestes statt, gleichzeitig möchte die Tennisgruppe auf den Tennisplätzen nebenan ihr Ankleppern veranstalten. Es wird ein wegen Nieselregens feuchtes Rudern eines Achters und mehrer Kleinboote aber anschließend dennoch fröhliches Beisammensein in der Bootshalle bei Kaffee, Kuchen, Bratwurst, Limo und Bier, zu dem auch die Freunde vom Flörsheimer RV anwesend sind. Das Ankleppern der Tennisgruppe fällt des Regens wegen aus. Höhepunkt des Anruderns ist die Taufe eines neuen Renn-Einers auf den Namen "Ida", der jüngsten Enkelin des Hauptspenders Ragnar Otto.

Mit Enkeltochter Ida auf dem Arm tauft Ragnar Otto als Hauptsponsor den neuen Renn-Einer auf den Namen der Kleinen, daneben "RRK-Ruderchef" Martin Kraft, "RRK-Präsident" Dr. Dietmar Klausen und Idas Vater, Maximilian Otto.

Die 18 Teilnehmer der Ruderwanderfahrt von RaB und RRK 2013 in Ostfriesland (hinten stehend: Karl Heinz Ampütte, Gerhard Ketter, Jochen Wichelhaus, Werner Alt, Detlev Welters, Dieter Korb, Dr. Claus Holzapfel, Wolfgang Orlowski, Dieter Lang, Wolfgang Gummersbach, Ulrich Vorfalt, Jochen Rudloff, Ragnar Otto, Werner König, Gerd Hesse, Jürgen Kleine; vorn gebückt: Uwe Hurlin, Wolfgang Vorfalt)

Bereits eine Woche vor dem Anrudern wird die Regattasaison 2013 für die RRK-Ruderer in Mannheim eröffnet. Dann im Mai und Juni folgen die Regatten in Heidelberg, Gießen, Köln und Kassel. Außer bei zwei Regattasiegen von Orvil Keimig in Heidelberg und Kassel im Leichtgewichts-Senior-B-Einer kann der Trainer mit seinen Aktiven nicht überzeugen. Konsequenterweise trennt sich die Ruderleitung zum 30. Juni von ihrem Trainer und verpflichtet mit sofortiger Wirkung als Nachfolger den seitherigen Anfänger-Ausbilder Andreas Stork für diesen Job. Bereits einige Tage später steht die Kurzstrecken-Regatta in Offenbach-Bürgel auf dem Plan des neuen Trainers, der mit Orvil Keimig, Carolin Hinn, Marion Weber, der aus Bad Kreuznach zum RRK gestoßenen U23-Ruderin Natascha Preis und dem Mastersruderer Hans-Peter Wagner fünf RRK-Ruderer an den Start schickt. Doch ein Sieg gelingt nicht.

Dann ist schon Sommerpause und erst im September folgen noch einige Regatten. Bei der Limburger Kurzstreckenregatta kann Orvil Keimig zwei Siege im Einer und einen im Doppelzweier zusammen mit Martin Kansy nach Hause fahren. Am gleichen Wochenende sind Lutz Beyer und Benjamin Michel bei der "FISA World Rowing Masters" in Varese, dem Höhepunkt aller Mastersruderer weltweit, in einem Renngemeinschafts-Boot am Start. Lutz Beyer gewinnt die Masters-Vierer-ohne und -mit MDA50 − mit im Boot der RRKler Harald Blum, der allerdings für die Frankfurter RG Germania startet. Weiterhin erreichen Lutz Beyer und Benjamin Michel im Vierer-ohne MA27 und Benjamin Michel im Vierer-ohne MDA43 den 2. Platz. Auf den folgenden Kurzstreckenregatten in Schierstein und Großauheim kann vom RRK nur Orvil Keimig jeweils im Lgw.-Senior-B-Einer am Siegersteg anlegen. Dann folgen anfangs Oktober noch die Hessischen Rudermeisterschaften in Eschwege, wo vom RRK nur Carolin Hinn startet und in einem Fünf-Boote-Feld im Lgw.-Juniorinnen-A-Einer den Bronzeplatz belegt.

Teilnehmer der Ruderwanderfahrt FRC/RRK 2013 auf der Spree

Orvil Keimig und Martin Kansy

Carolin Hinn

Harald Blum und Lutz Beyer

Zwischenzeitlich treffen sich die Ruderkameraden des RK am Baldeneysee und des RRK, seit 1972 zum 43sten Mal, zu einer gemeinsamen Ruderwanderfahrt, um am Fronleichnams-Wochenende in Ostfriesland mit Start- und Zielpunkt Emden an drei Tagen 94 km zu rudern.

Einige Wochen später, Ende Juli, sind die Ruderfrauen des RRK mit männlicher Begleitung zusammen mit Ruderfreunden aus Frankfurt/Oder bei ihrer vierten gemeinsamen Ruderwanderfahrt unterwegs, fünfzehn Frankfurter und acht Rüsselsheimer, das sind Christine Brossier, Kiyomi Mitschke, Kirsten und Oliver Pooch, Werner und Ursula Alt sowie Silvia und Rudi Reitz. Gerudert wird auf der Spree von Lübben über Werder und Beeskow zum Kersdorfer See in vier Gig-Vierern, das sind an drei Tagen etwa 102 km.

Schon seit einigen Jahren treffen sich am Rüsselsheimer Kerbemontag ältere Ruderer, denn "Kerbe-Rudern" hat im RRK eine gewisse Tradition. Auch 2013 geht am 19. August ein "Rentner-Achter" mit nicht mehr ganz "taufrischen" Ruderern aufs Wasser, um eine gemütliche Ruderfahrt nach Eddersheim und dann zurück zum "Bootshaus" zu starten. Anschließend können sich dann die Ruderer beim Kerbe-Frühschoppen mit Rippchen und Kraut für die Anstrengung entschädigen.

Zwei Wochen nach der letzten Regatta findet am 19. Oktober bei herrlichem Herbstwetter das traditionelle Abrudern mit Klubmeisterschaft im Einer, Viererrennen sowie gemütlichem Beisammensein statt. Nach der Ansprache von Abteilungsleiter Martin Kraft mit einem Rückblick auf das Ruderjahr folgt die Klubmeisterschaft im Einer, bei der sich fünf Ruderer dem Starter stellen. Und wie zu erwarten ist, gewinnt der erfahrene Seniorruderer Benjamin "Benny" Michel zum siebten Mal die RRK-Klubmeisterschaft. Auf dem zweiten Platz folgt Carolin Hinn knapp vor Martin Kansy. Anschließend genießen alle bei Kaffee und Kuchen, aber auch Würstchen, Kartoffelsalat und diversen Getränken bis zum beginnenden Sonnenuntergang die warme Herbstsonne.

Auf den Regatten kann der RRK im Jahr 2013 "nur" 9 Regattasiege nach Hause fahren. Erfolgreichster Ruderer ist der leichte Senior-B-Ruderer Orvil Keimig mit 7 Siegen vor dem "Master" Lutz Beyer mit 2 Siegen sowie Martin Kansy mit 1 Sieg.

"Hockey, Rudern, Tennis" − die Teilnehmer des 2. RRK-Triathlons am 1. Juni 2013 (hinten: Marion Weber, Ralf-Peter Rausch, Dagmar Ambach, Annette Susenburger, Orvil Keimig; davor: Kurt Maurer, Stefan Bentscheck, Marius Münzel, Martin Kansy, Daniel Maßfelder, Benjamin Michel, Andreas Stork, Jürgen Kaul, Alexander Kühn, Martin Kraft, Natascha Preis, Peter Hafner, Martin Busch, Jens Ambach; vorn: Edgar Wohlfahrt, Wilfried Schwanke, Thomas Susenburger, Winfried Bosche, Justin Schmidt, Claudia Schlicht, Harald Schmidt, Linus Voigt, Simon Busch Torio, Timo Hanewald, Marten Ambach, Levin Voigt, Alexander Hupf, Finley Schwarz, Calvin Schneider, Thomas Voigt; vor dem Boot: Finn Ambach, David Busch Torio)

Am 1. Juni 2013 findet beim RRK nach 2008 zum zweiten Mal ein klubinterner Triathlon mit Hockey, Rudern und Tennis statt. Hauptorganisator des Events ist "Tennisgruppen-Chef" Thomas Susenburger. Sieben Mannschaften mit je fünf Mitgliedern kämpfen beim Ergo-Rudern (Main hat Hochwasser), beim Tennis-Rundlauf, beim Kleinfeld-Hockey, bei einem Quiz rund um den RRK sowie einem Hockey-Geschicklichkeitsspiel um den Sieg. Erfolgreichstes Team ist schließlich die Mannschaft mit Laura Schmidt, David Busch Torio, Jens Ambach, Martin Kansy und Jürgen Kaul.

In der ligaspielfreien Sommerzeit Ende Juli anfangs August findet in Mönchengladbach die Juniorinnen-Weltmeisterschaft statt, an der vom RRK die Spielerinnen Anne Schröder, Lara May und Marilena Krauss teilnehmen. Die deutsche Mannschaft landet bei der Heim-Weltmeisterschaft auf einem enttäuschenden 10. Platz. Besser macht es Kimberly Körbel vom RRK mit der U18 des DHB in Dublin bei den "EuroHockey U18 Youth Championships", wo die Mannschaft gegen die "Oranjes" im Finale steht, etwas unglücklich mit 0:1 verliert, aber damit Silber gewinnt.

Erneut tolle Leistungen zeigt der RRK-Hockeynachwuchs 2013 bei den Feldhockey-Hessenmeisterschaften. Der RRK steht in fünf von acht Finals und holt zwei Meisterschaften sowie drei Vizemeisterschaften − Hessischer Meister werden weibliche A-Jugend und A-Mädchen, hessischer Vizemeister werden weibliche B-Jugend, männliche A-Jugend und A-Knaben. Mit zwei Mannschaften beteiligt sich der RRK an den DM-Zwischenrunden, weibliche A-Jugend und A-Mädchen versuchen die Endrunden um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen. Doch die Enttäuschung ist groß, obwohl bei der A-Jugend auf die jungen Bundesliga-Spielerinnen verzichtet werden muss. Beide Mannschaften scheitern und verabschieden sich damit aus dem "Rennen" um die Meisterkrone. Die Presse titelt: "Nationale Spitze ist nicht mehr".

Feldhockey-Hessenmeister 2013, die A-Mädchen des RRK (hinten: Vanessa Keller, Stella Tegtmeier, Emilia Pauli, Kristin Rapp, Camille Nobis, Charlotte Steiner, Maike Pinger, Anna Stumpf, Torfrau Alina Petri, Franzi Becker; vorn: Ina Kircher, Anna Kraus, Jessie Steffl, Pauline Heinz, Marie Sommer)

Der Damenkader des RRK für die Feldhockey-Bundesliga 2013/14 (hinten: Co-Trainer Christian Zimmermann, Antonia Wilfer, Emma Kanz, Viola Becker, Rebecca Schneider, Jutta Pehle, Lotta Hof, Hannah Pehle; davor: Trainer Florian Westermann, Celina Hocks, Kimberly Körbel, Mara Bentscheck, Eva-Maria Frank, Larissa Fuß, Ann-Paulin Heist, Judith Bremer, Louisa Willems; vorn: Klára Kyndlová, Kim Treutner, Emma Seng, Lisa Lahham, Lara May, es fehlen: Vera Battenberg, Marilena Krauss, Laura Stein, Viktoria Krüger)

Die neue Feldhockey-Saison 2013/14 beginnt für die beiden Spitzenmannschaften des RRK Mitte September auf recht unterschiedlichem Niveau, für die Damen mit Trainer Florian Westermann in der Ersten Bundesliga und für die Herren – nach dem Rücktritt von Trainer Gerrit Rothengatter nach Ende der Feldrunde 2012/13 mit verpasstem Aufstieg –  mit "interner Trainerlösung" erneut in der Regionalliga.

Die RRK-Damenmannschaft präsentiert sich gegenüber der Vorsaison mit verändertem Gesicht: Junioren-Nationalspielerin Anne Schröder hat den RRK verlassen, ist nach Hamburg zum Ligakonkurrenten Club an der Alster gewechselt. Helena Faust hält sich wegen ihres Studiums für mindestens ein halbes Jahr in Frankreich auf, und auch Lotte Kanz sowie Maike Cartsburg stehen studienbedingt nicht zur Verfügung. Damit noch nicht genug: Auch Lara May steht nicht zur Verfügung − das Abwehrtalent reist nach Afrika. Zudem ist Abwehrchefin Viktoria Krüger nach ihrer Operation zunächst nicht einsatzfähig. Dafür konnte der RRK für das Mittelfeld in Gestalt der 23-jährigen tschechischen Nationalspielerin Klára Kyndlová einen namhaften Neuzugang verpflichten. Kyndlová hat in der Hallenrunde noch für den Hessenrivalen Eintracht Frankfurt den Schläger in die Hand genommen. Hoffnungsvolle Talente aus dem eigenen Nachwuchs − wie Mara Bentscheck, Celina Hocks, Larissa Fuß, Kimberly Körbel, Jutta Pehle und Viola Becker − sind nun natürlich vermehrt gefordert. Doch, wie nicht unbedingt zu erwarten ist, das stark verjüngte, teilweise auch unerfahrene Team von Trainer Florian Westermann schlägt sich beachtlich. Zur Halbzeit der Runde nach elf Spielen hat man 17 Punkte gesammelt − Siege gegen den amtierenden Meister Berliner HC, Eintracht Frankfurt, Harvestehude, SW Neuss und Klipper sowie zwei Unentschieden, so dass der Klassenverbleib gesichert scheint. Nach vier weiteren Spielen und zwei zusätzlichen Punkten gehen die RRK-Damen mit 19 Punkten und 28:26 Toren auf dem 7. Platz der Tabelle in die Winterpause. Den restlichen Spielen im Frühjahr 2014 können die RRK-Damen relativ gelassen entgegen sehen.

Nach dem Rücktritt von Trainer Gerrit Rothegatter versuchen sich die RRK-Herren im zweiten Jahr der Drittklassigkeit der Regionalliga mit einem Trainer-Dreierrat aus erfahrenen Spielern. Zu dieser Situation äußert sich Alex Westhoff anfangs August in der "FAZ":

Rüsselsheimer Hockeyherren als Selbsthilfegruppe

Geschichte wiederholt sich. Vor vier Jahren haben die Hockey-Herren des Rüsselsheimer RK ihren damaligen Coach Kai Stieglitz "abgesägt" und sich fortan eine ganze Weile als eine Art sportliche Selbsthilfegruppe in Eigenregie trainiert. Wenige Wochen zuvor hatte die Mannschaft mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister 2009 in der Halle einen großen Erfolg gelandet. Die hessische Traditions-Hockeymarke RRK war obenauf. Die Spieler verstanden den Triumph auf internationalem Hallenparkett als ein Abschiedsgeschenk für ihren langjährigen Trainer Stieglitz und wollten hernach durch frisches Blut eingefahrene Strukturen aufbrechen.

Der Herrenkader des RRK für die Feldhockey-Regionalliga 2013/14 (hinten: Cedrik Untergasser, Felix Seitz, Christian Domke, Lorenz Klee, Yannick Rapp, Mounir Hajri, Jonas Hof, Constantin Böhmer, Patrick Schaffarczyk; davor: Mirco Fuchs, Lukas Heckmann, Nicolas Lange, Niklas Isselhard, Bastian Reisch, Anton Kleinpaul, Marc Papenburg, Jan Syväri, Adrian Wesp, Jan Erik Dudel, Frank Trautmann; vorn: Konstantin Foohs, Calvin Schneider, Nicholas Bachtadse, Marcel Nold, Phil Bosche; es fehlen: Andreas Beißmann, Julius Kaus)

Weil ein neuer Chefcoach nicht sofort parat war, führte das Team die Gewaltenteilung ein und verteilte die Aufgaben auf mehrere Schultern − mit Zuständigkeiten einzelner Personen für Training, Taktik, das Fitnessprogramm, den Videoschnitt und das Heißmachen vor dem Anpfiff. Nun, im Sommer 2013, stehen die Rüsselsheimer wieder einmal ohne Trainer da − zum vierten Male schon nach dem unfreiwilligen Abgang von Stieglitz. Und einige der Spielertrainer von damals sind auch die Spielertrainer von heute: Christian Fuchs, Marcel Nold (beide 29 Jahre) und der einstige Nationalspieler Christian Domke (35) tragen seit dem Vorbereitungsstart am vergangenen Montag die Verantwortung. "Das ist keine Wunschlösung und nicht optimal", sagt Kapitän Fuchs. Viele Köche verderben in den Augen des Trios zwar nicht den Brei, doch würden sie gerne bald zum gängigen Modell mit einem Küchenmeister zurückkehren. Ein Trainer wird also gesucht.

Die Voraussetzungen für das mitspielende Trainerteam haben sich seit 2009 grundlegend verändert. Das Trio bereitet die Mannschaft nur noch auf eine neue Saison in der drittklassigen 1. Regionalliga vor. Die RRK-Herren tragen noch schwer an der vorvergangenen Horrorsaison, als sie als Bundesligaabsteiger keinen Halt fanden und sogleich in die dritte Liga durchgereicht wurden. In der vergangenen Runde misslang die Rückkehr in die zweite Liga − den Rüsselsheimern fehlte ein Punkt zum Aufstieg. Aus dieser Enttäuschung heraus hat Trainer Gerrit Rothengatter sein Engagement beendet. Der ehrgeizige Coach hatte die Stelle in Rüsselsheim in schwerer Zeit nach dem krachenden Bundesligaabstieg, dem Verlust vieler Leistungsträger und fehlendem Nachwuchs übernommen. Dennoch bleibt dessen Name nun verbunden mit dem Absturz auf dem Feld. Und auch in der Halle musste das einst im deutschen Hockey für seine besonderen Hallenfertigkeiten gefürchtete Team unter Rothengatters Regie den Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

Die Suche nach einem neuen Trainer, da macht sich Fuchs keine Illusionen, werde sich "schwer gestalten". Zwar bezahlen die Rüsselsheimer branchenüblich, doch kann der RRK im Herrenbereich keine Strukturen mehr bieten, auf deren Boden fruchtbare Leistungen im großen Stil gedeihen. Andererseits erscheint es manchem Übungsleiter vielleicht reizvoll, einen Traditionsklub wie den RRK zu übernehmen. Rothengatter, der noch im Urlaub weilt, hat noch einen gültigen Vertrag bis Ende September, doch ist eine Kurzzeit-Rückkehr unwahrscheinlich. Die Spielertrainer legen sich schließlich schon ins Zeug auf dem Kunstrasen am Rüsselsheimer Sommerdamm.

Die Mischung im RRK-Herrenkader scheint zu stimmen: Routiniers führen die Talente, die sich überwiegend in der vergangenen Saison bereits beweisen konnten. Ein massiver Verlust ist der Abgang des zuletzt an einem Bandscheibenvorfall laborierenden Jugend-Nationalspielers Luca Müller. Er wechselt zum Mannheimer HC. Neu sind Rückkehrer Andreas Beißmann vom Kreuznacher HC und der Schweizer Nationalspieler Julius Kaus vom 1. Hanauer THC. Natürlich denkt man an Aufstieg, aber sagen will das niemand. Die Runde beginnt viel versprechend mit einem 4:1-Sieg bei der HG Nürnberg, dann jedoch eine 1:4-Niederlage beim HC Limburg, nur ein 2:2 gegen Aufsteiger TEC Darmstadt, eine 2:3-Niederlage bei Schott Mainz mit Trainer Kai Stieglitz (!) und im letzten Spiel vor der Winterpause ein 3:0-Sieg bei Schlusslicht ASV München. Nach fünf von vierzehn Spielen hat der RRK 7 Punkte und ein Torverhältnis von 12:10, der Klassenverbleib scheint zunächst gesichert, aber nach oben ist der Zug wohl abgefahren.

Die 15 Teilnehmer an der Fahrradtour der RRK-Tennisgruppe nach Kelsterbach (Kurt Maurer, Heidi Seifert, Nicole Hardt, Gerlind Liebig, Mirko Gabler, Silvia Schmidt, Werner Alt, Cornelia Segner, Ursula Alt, Werner Schmidt, Jeannette Wagner, Thomas Späck, Thomas Susenburger, Rainer Seifert, Alfred Segner)

Die Zweiten Herren unter Trainer Burkhard Trautmann spielen die Feldrunde 2013/14 nach dem 2. Platz in der vergangenen Feldrunde erneut in der Oberliga Hessen, liegen vor der Winterpause nach sechs Spielen mit 18 Punkten und einem Torverhältnis von 24:4 auf dem 1. Platz, gehen somit als Oberliga-Spitzenreiter in die Hallenrunde. Die Zweiten Damen mit Teamsprecherin Janine Huver sind nicht ganz so erfolgreich, haben in der Oberliga Hessen nach sechs Spielen 10 Punkte und ein Torverhältnis von 11:3, das ist der zweite Tabellenplatz hinter Eintracht Frankfurt.

In den Sommermonaten trifft sich die Tennisgruppe donnerstags zum gemeinsamen Doppelspiel, das den teilnehmenden Tennisspielern immer wieder viel Spaß bringt. Das "Ankleppern" Ende April muss wegen Regens ausfallen. Dagegen ist das "Frühjahrskegeln" der Tennisgruppe Ende Mai im Keglerheim der TuS wetterunabhängig und endet mit einem klaren Sieg der Damen über die Herren. Beste Keglerin und erneut Gewinnerin des Wanderpokals ist Ute Wohlfahrt. Anfangs Juli nehmen sechs RRKler an einem Tennisturnier in Haitz bei Gelnhausen teil und belegen bei vier teilnehmenden Mannschaften den 2. Platz. Ende September sind traditionsgemäß 15 RRK-Tennisfans mit dem Fahrrad unterwegs, um vom Bootshaus mainaufwärts über die Ölhafenbrücke zum TC Kelsterbach und zurück zu radeln. Wie schon das "Ankleppern" fällt auch das "Abkleppern" regnerischem Wetter zum Opfer. Beim "Weihnachtskegeln" im Dezember ist Gerlind "Knocki" Liebig die beste Keglerin des Tages.

Im Jahr 2013 ist der "Kurt Becker Cup", der anfangs November zu Ehren des langjährigen RRK-Jugendleiters zum achten Mal ausgetragen wird, erneut als Hallenhockey-Turnier für A-Mädchen und A-Knaben ausgeschrieben. Jeweils sechs Mannschaften aus Hamburg, Berlin, Bremen, Mannheim, Duisburg und vom RRK kämpfen um den Sieg. Am Ende sichern sich die A-Mädchen des RRK mit 13 Punkten überlegen den Sieg vor dem Club zur Vahr aus Bremen mit 7 Punkten. Dagegen müssen sich die A-Knaben des RRK mit dem letzten Platz begnügen. Es siegt der UHC Hamburg vor dem Mannheimer HC.

Nur eine Woche später wird vom RRK der "Olli-Domke-Cup" zu Ehren des langjährigen Nationalspielers, ein Hallenhockey-Vorbereitungsturnier, zum vierten Mal veranstaltet. Die fünf Teams − neben dem RRK noch der Luzerner SC, die TG Frankenthal sowie Blau-Weiss und Schwarz-Weiß Köln − treten über 2x25 Minuten jeweils gegeneinander an. Und da über den Turniersieg nicht die Punkte, sondern die meisten Treffer entscheiden, ist die Offensive Trumpf. Außerdem muss erstmals im neuen Format mit 5 Spielern einschließlich Torwart gespielt werden. Am Ende ist die TG Frankenthal mit 43 Toren die torhungrigste Mannschaft, 2. Platz für Schwarz-Weiß Köln mit 25 Toren, 3. Platz für Blau-Weiss Köln und den RRK mit 22 Toren sowie 5. Platz für den Luzerner SC mit 20 Toren.

Die bei der RRK-Jubilarenehrung am 16. November 2013 geehrten Anwesenden mit dem RRK-Vorsitzenden: "RRK-Präsident" Prof. Dr. Dietmar Klausen, Gerhard Ruppert (60 Jahre), Udo Schneider (2012: 40 Jahre), Ludwig Kraft (70), Jochen Zimmermann (RRK-Leistungsnadel in Gold), Horst Ackermann (60), Tim Schmuck (25), Werner Alt (50) und Dieter Lang  (50).

Am 16. November 2013 werden unter der Fahne des RRK bei der RRK-Jubilarenehrung die Jubilare des Jahres vom Vorsitzenden, Prof. Dr. Dietmar Klausen, geehrt. Der RRK hat die langjährigen RRK-Mitglieder mit ihren Partnern ins Bootshaus eingeladen, um sie zu ehren sowie ihnen Dank für vielfältiges Engagement und langjährige Treue auszusprechen. Im Jahr 2013 sind zu ehren: Für 25 Jahre Günter Müller, Sascha Rachow und Tim Schmuck, für 40 Jahre Klaus Eberts, für 50 Jahre Werner Alt, Dieter Lang, Harald Ruppert und Bernd Weidmann, für 60 Jahre Horst Ackermann und Gerhard Ruppert sowie außerdem für sage und schreibe 70 Jahre Annemie Cezanne und Ludwig Kraft. Weiterhin erhalten Werner Alt, Dieter Lang und Jochen Zimmermann die DRV-Ehrennadel in Gold und als Höhepunkt wird Jochen Zimmermann für sein jahrelanges Engagement im RRK mit der RRK-Leistungsnadel in Gold ausgezeichnet.

Die für den 29. November im Bootshaus geplante Meisterfeier zur Ehrung der im Jahr 2013 erfolgreichen Sportler des RRK wird aus organisatorischen Gründen auf den 11. April 2014 verlegt und soll als kombinierte Feier für die 2013 und auch bis zu diesem Termin 2014 erfolgreichen Sportler sowie für die RRK-Jubilare 2014 in etwas verändertem Rahmen im Adlerpalast veranstaltet werden.

Ende November beginnt für die RRK-Herren in der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga die Saison 2013/14. Zur Situation bei der Herrenmannschaft des RRK und auch zu einer Regeländerung der FIH im Hallenhockey schreibt Stephen Lämmerhirt am 22. November 2013 in der "Main-Spitze":

Kapitän und Spielertrainer Mirco Fuchs

Kein Gedanke an Aufstieg

Rüsselsheimer RK startet in Zweitliga-Saison / Problemzone Offensive

Die Zeiten ändern sich. Manchmal recht rasant. 2009 stürmten die Hockeyherren des Rüsselsheimer RK (RRK) noch in der heimischen Großsporthalle auf den kontinentalen Gipfel, wurden erstmals Europapokalsieger der Landesmeister. Im selben Jahr stand der Ruderklub, der seinen bisher letzten von vier nationalen Hallentiteln 2008 gewonnen hatte, erneut im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Die Hessen unterlagen dort Rot-Weiss Köln 3:5. Und am Samstag? Am Samstag gehen die Rüsselsheimer in ihre zweite Zweitliga-Spielzeit nach dem Abstieg in der Runde 2011/12.

Eine Konstante sind die beiden, die nach dem Rücktritt von Coach Gerrit Rothengatter seit der Feldsaison 2013/14 als Spielertrainer die sportliche Verantwortung übernommen haben. Kapitän Mirco Fuchs und Christian Domke – Marcel Nold hat sich zurückgezogen und widmet sich intensiv seinem Studium – haben sowohl die Triumphe als auch den Abstieg und die verpasste direkte Rückkehr miterlebt. Denn in der zurückliegenden Runde mussten die Rüsselsheimer der TG Frankenthal den Vortritt lassen.

Kein Top-Favorit

"An den Aufstieg zu denken, halte ich für vermessen. Ich denke aber auch nicht, dass wir etwas mit dem Abstieg zu tun haben werden. Unser erstes Ziel ist die Entwicklung der jungen Mannschaft", formuliert Fuchs die RRK-Ambitionen recht bescheiden, obwohl er keine Übermannschaft wie in der Vorsaison sieht. "Dieses Mal wird kein Team so souverän vorneweg marschieren wie die TG Frankenthal", ist sich der Rüsselsheimer Kapitän sicher. Derweil sieht der Gymnasiallehrer sich und seine Mitstreiter für die kommenden Aufgaben gut gewappnet: "Im Fitnessbereich sind wir auf einem Top-Niveau und in der Defensive gut aufgestellt. Die Offensive bleibt wohl unser Problemfeld."

Noch nicht ganz sicher ist sich Fuchs, wie man mit den Regeländerungen umgehen werde. Denn im Zuge der Reduzierung von fünf auf vier Feldspielern wurde eine neue Wechselregel für den Torwart eingeführt, die es der angreifenden Mannschaft ermöglichen soll, ein Überzahlspiel herzustellen. So kann der Keeper auf Höhe der Mittellinie gegen einen fünften Feldspieler aus- und im Verteidigungsfall dort auch wieder eingewechselt werden. "Wir werden diese Möglichkeit als taktische Maßnahme sicher nutzen. In welchem Umfang weiß ich noch nicht. Das hängt auch davon ab, ob wir eine Begegnung mit einem Keeper oder zwei Torhütern planen", steht Fuchs dieser Spielvariante durchaus zurückhaltend gegenüber.

Teams noch in Findungsphase

Forscher fallen da schon seine Vorstellungen für den Doppel-Heimspieltag zum Auftakt aus, an dem sich Bundesliga-Absteiger Stuttgarter Kickers und der Tabellenfünfte der Vorsaison, Limburger HC, in der Sporthalle Dicker Busch vorstellen. "Ich möchte schon mit sechs Punkten aus dem Wochenende herauskommen", sagt Fuchs, obgleich der verletzte Frank Trautmann ausfällt und Felix Seitz am Sonntag fehlt. Aber alle Teams seien ja noch in der Findungsphase.

RRK-Kader; Tor: Valentin Jeblik, Marc Papenburg; Abwehr: Christian Domke, Julius Kaus, Nicholas Bachtadse, Mirco Fuchs (Kapitän), Konstantin Foohs, Frank Trautmann, Jan Eric Dudel; Sturm: Moritz Frank, Lukas Heckmann, Niklas Isselhard, Nico Lange, Andreas Beißmann, Felix Seitz, Lorenz Klee.

Die Hallensaison beginnt für die RRK-Herren hoffnungsvoll, drei Spiele, drei Siege − zu Hause 6:5 gegen Stuttgarter Kickers und 5:4 gegen Limburger HC sowie 7:5 bei der HG Nürnberg. Es folgt das Spitzenspiel beim HC Ludwigsburg, das die "RRK-Männer" klar mit 5:12 verlieren. Durch einen 8:7-Sieg beim Dürkheimer HC scheint im "Aufstiegsduell" wieder alles möglich, doch der dazu notwendige Sieg über Tabellenführer HC Ludwigsburg gelingt nicht, durch eine 6:9-Niederlage am 3. Advent hat sich bereits vor der Weihnachtspause das Thema Erstklassigkeit aus RRK-Sicht erledigt.

Für die RRK-Damen dagegen beginnen die Hallenspiele in der Ersten Bundesliga erst Mitte Dezember, da die deutsche Damen-Nationalmannschaft mit Eva Frank vom RRK anfangs Dezember noch am World-League-Finalturnier im argentinischen Tucumán teilnimmt. Martin Krieger beschreibt am 13. Dezember 2013 in der "Main-Spitze" die Situation bei den RRK-Damen vor dem ersten Punktspiel:

Das RRK-Damenteam mit Fan am 15. Dezember 2013 (hinten: Torfrau Lisa Lahham, Hannah Pehle, Rebecca Schneider, Fan Daniela Strauch, Laura Stein, Eva-Maria Frank, Lotta Hof; vorn: Ann-Paulin Heist, Klára Kyndlová, Mara Bentscheck, Celina Hocks)

"Wir sind die große Wundertüte"

Einmal mehr stark verjüngtes Frauenteam des Rüsselsheimer RK denkt nicht ans Hallen-Viertelfinale

Das hat es seit zehn Jahren nicht mehr gegeben. In der Hallensaison 2003/04 sorgten letztmals drei Frauenteams für ein hessisches Übergewicht in der Südgruppe der Hockey-Bundesliga. Wenn sich am dritten Advent-Wochenende der Vorhang zur neuen Runde hebt, dann hat sich zum Rüsselsheimer RK und der Frankfurter Eintracht wieder der SC Frankfurt 1880 gesellt. Komplettiert wird die Staffel durch das Mannheim-Duo TSV und HC sowie den Münchner SC.

Während nicht wenige glauben, dass es Aufsteiger SC 80 ähnlich wie vor zehn Jahren schwer haben wird, an den fünf Spielwochenenden bis 19. Januar das Klassenziel zu erreichen, hat sich für den Ruderklub gegenüber dieser Periode vieles verändert. Seinerzeit Südgruppenmeister und DM-Triumphator 2004 ist der neunmalige deutsche und 15-fache europäische Champion vom Untermain seit zwei Spielzeiten nicht mehr dabei, wenn die Hallensaison in ihre entscheidende Phase tritt. Und nach Lage der Dinge wird sich daran auch aktuell nichts ändern: "Die Vorbereitung hat zwar gezeigt, dass unserem jungen Team an einem guten Tag eine Menge zuzutrauen ist. Aber es wäre doch etwas vermessen, vom Viertelfinale zu reden. Für uns geht es zuerst einmal darum, nicht abzusteigen. An Weihnachten weiß man mehr", sagt Florian Westermann.

Jede Menge Ausfälle

Obwohl Rüsselsheims Übungsleiter mit der kurzen Aufwärmphase mit zwei Turnierteilnahmen und zwei Testspielsiegen über besagten SC 80 Frankfurt (5:1/8:2) "trotz schwieriger Bedingungen durchaus zufrieden war", weiß er genau, was oder wer seinem Team alles fehlt. "Wir haben mit Sicherheit wieder den jüngsten Kader", betont Westermann. Durch die Ausfälle der länger verletzten Vera Battenberg (Trümmerbruch in der Hand) und Viktoria Krüger (Muskelfaserriss im Oberschenkel) ist die erst am Dienstag mit dem Nationalteam vom Weltliga-Turnier in Argentinien zurückgekehrte Kapitänin Eva Frank nun die Älteste und Routinierteste – mit 24. Gegenüber der Saison 2012/13 fehlen zudem Marilena Krauss, Lotte Kanz, Anne Schröder sowie Lara May. Helena Faust darf nach Einsätzen in England nicht mitspielen und Kimberly Körbel hat beschlossen, in der Halle kürzer zu treten.

Verständlich, dass der heimische Trainer nicht so genau weiß, was ihn in seiner zweiten Hallenrunde beim RRK erwartet. "Wir sind so etwas wie die große Wundertüte. Gerade die jungen Mädels haben gezeigt, was sie können. Aber natürlich muss man abwarten, wie das aussieht, wenn Stress hinzukommt und es um Punkte geht", so Westermann. Die Umstellung auf die international verordnete neue Spielform mit nur noch fünf Akteurinnen sei dabei weniger ein Problem: "Wir nehmen die Torhüterin nicht so oft vom Feld, haben uns dafür aber in der Defensive eine gewisse Sicherheit gegen fünf Feldspielerinnen angeeignet."

Zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele stehen für die RRK-Damen vor der Weihnachtspause auf dem Programm. Es beginnt mit einer 3:7-Niederlage beim TSV Mannheim, dann zu Hause ein 5:4-Erfolg über Eintracht Frankfurt, ein 7:6-Sieg bei Aufsteiger SC Frankfurt 1880 und zum Ende leider trotz starker Leistung eine 3:4-Niederlage zu Hause gegen den Mannheimer HC. Die Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft unter dem Hallendach ist kein Thema für den RRK. "Im Januar die Rückspiele gegen Frankfurt noch gewinnen und damit die beiden Hessenrivalen auf Distanz halten", lautet die Zielsetzung von Florian Westermann.

17.10.2013: Wie man sieht, tut sich etwas: Der Wintergarten nimmt allmählich Gestalt an

18.12.2013: Fertiger Wintergarten, nun steht nur noch Innenausbau an

Der im Jahr 2010 durch Beschluss des RRK-Gesamtvorstands berufene Bauausschuss, der sich mit anstehenden baulichen Aufgaben im und am Bootshaus beschäftigen soll, hat 2013 insbesondere den Umbau  zur Umgestaltung der früheren Kegelbahnen zu einem Kraft- und Fitnessbereich vorangetrieben, nachdem seit November 2012 die Förderungszusagen von Land Hessen, Kreis Groß-Gerau und LSBH vorlagen.

Im Jahr 2013 verliert der RRK fünf Mitglieder durch den Tod. Im März verstirbt Michael Quehl im Alter von fast 70 Jahren, der 22 Jahre als Fan und RRK-Mitglied die RRK-Damenmannschaft begleitet hat. Einige Tage später verlässt der 81-jährige Heinz Schmitt den RRK, 38 Jahre Mitglied des Klubs, davon 16 Jahre RRK-Kassierer, Träger der RRK-Leistungsnadel in Silber und der RRK-Ehrennadel in Silber. Im August ist es dann im Alter von 83 Jahren Karl-Heinz Kaul, der dem RRK mehr als 67 Jahre treu war und bereits 1996 mit der RRK-Ehrennadel in Gold ausgezeichnet wurde. Dann im November verstirbt im 87sten Lebensjahr Erika Göllner, seit 1977 RRK-Mitglied und 2002 mit der RRK-Ehrennadel in Silber geehrt. Und zum Jahresende verlässt noch einer der erfolgreichsten Ruderer in der Geschichte des RRK, Wilfried Seipp, fast 87 Jahre alt, "seinen" RRK − mehr als 73 Jahre RRK-Mitglied, vierfacher Deutscher Meister im Achter in den Jahren 1947 bis 1951, 80 Regattasiege, Träger der RRK-Ehrennadel in Gold sowie auch der RRK-Leistungsnadeln in Silber und Gold.

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