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Geschichte des Rüsselsheimer Ruder-Klubs 08 (RRK)
von 1942 bis heute

2010

Der Mitgliederstand des RRK liegt am 1. Januar 2010 bei 609 (Vorjahr 629) , nachdem er im Jahr 2006 den Höchstwert von 651 erreichte. 345 (369) Hockeyspielern stehen 108 (110) Ruderer, 58 (59) Tennisspieler und 127 (122) passive Mitglieder gegenüber.

Bei den Hockeyspielern stehen die letzten Rundenspiele der Hallenhockey-Bundesligasaison 2009/2010 an. Während die RRK-Herren als Tabellenzweiter bereits die Play-offs erreicht haben und damit im Viertelfinale zum Berliner HC reisen müssen, sind die RRK-Damen in den beiden letzten Spielen noch extrem gefordert. Einer 1:6-Niederlage beim TSV Mannheim folgt ein 5:2-Sieg zu Hause gegen die HG Nürnberg, doch damit hat man als Tabellendritter die Play-offs verpasst. Für das RRK-Damenteam, den neunmaligen nationalen und 15-fachen europäischen Champion, ist damit erstmals seit elf Jahren die Hallensaison vorzeitig beendet. Im letzten Rundenspiel verabschieden die RRK-Damen ihre "Medizinfrau" Hanne Zöller, die die Mannschaft 15 Jahre als Physiotherapeutin sehr engagiert betreut hat. Die RRK-Herren haben im DM-Viertelfinale beim Berliner HC einen "Auftritt vom Allerfeinsten", zeigen eine wirklich starke Leistung, lassen den Berlinern beim 8:2-Sieg keine Chance und haben sich damit für die Endrunde in Berlin qualifiziert.

Bei den aktiven RRK-Ruderer beginnt das Jahr, so wie das Jahr 2009 zu Ende gegangen ist, mit Bootstraining auf dem Main, mit Hantel- und Lauftraining. Trotz seit Tagen extremen Winterwetters mit Schnee und Eis treffen sich am 10. Januar zwei Ruderinnen und acht Ruderer zur traditionellen "Eierfahrt". Ziel ist im Jahr 2010 das Heim des Weisenauer RV unter der Weisenauer Autobahn-Brücke. Damit haben die RRKler mit zwei Gig-Vierern zunächst einmal die 9,3 km vom RRK-Bootshaus bis zur Mainmündung vor sich, dann flussaufwärts auf dem Rhein noch etwa 3 km zum Weisenauer RV, also nicht das "große Ding", um sich im dortigen Bootshaus mit hartgekochten Eiern, Brezeln und Glühwein "verwöhnen" zu lassen.

Die RRK-"Eierfahrer" 2010, zwei Frauen und acht Männer, vor dem Bootshaus des Weisenauer RV beim Wärmen der kalten Hände am offenen Feuer: Udo Hild, Karin Scheelke, Ragnar Otto, Kirsten Pooch, Steffen Zwiener, Maximilian Otto, Oliver Pooch, Christian Kunkel, Martin Kraft und Harald Czerwenski

Dank richtete RRK-Rudertrainer Udo Hild (vorne rechts) auch an Mitglieder befreundeter Vereine, die zum Neujahrsbrunch gekommen waren: (hintere Reihe von links) Paul Bischoff (RG Wiesbaden-Biebrich), Christoph Laudes (FRV), Tobias Bornscheuer (Mühlheimer RV), Andreas Klepper, Martin Kraft, Benjamin Michel (alle RRK), Harald Schad (MRV) sowie (vorn von links) Jannis Protzmann, Marco Hofmann (beide MRV) Christian Kunkel, Harald Czerwenski, Laura Schmidt, Hans-Peter Wagner und Cihan Aydin (alle RRK).

Am 24. Januar ehrt die Ruderabteilung ihre Sieger für die Regattaerfolge des Jahres 2009 im Rahmen ihres "Neujahrs-Ruderbrunch" im Bootshaus. Ausgezeichnet werden durch RRK-Trainer Udo Hild Athleten aller Alterklassen für ihre hervorragenden Leistungen. Nicht nur die Quantität der Siege ist 2009 gestiegen, sondern auch die Qualität. Außer insgesamt 83 Podestplätze waren RRK-Boote auf der Hessenmeisterschaft, der Deutschen Jugend- und der Sprintmeisterschaft sowie auf internationalen Masters-Championaten zehn Mal unter den schnellsten drei Booten, davon gewannen sie sieben Mal Gold. Besonders stolz sind die RRK-Ruderer auf den dritten Platz bei der Deutschen Jugendmeisterschaft im Achter der B-Junioren von Christian Kunkel sowie die Goldmedaille im Doppelvierer der Männer bei der Deutschen Sprintmeisterschaft. Außerdem werden die Fahrtenpreis-Sieger des Jahres 2008 bekannt gegeben und geehrt. Bei den Frauen liegt Laura Schmidt mit 1.483 km vor Silvia Reitz mit 816 km und Sigrid Schäfer mit 716 km. Bei den "Alten Herren" kann Rudi Reitz mit 877 km gewinnen vor Ulrich Vorfalt mit 582 km und Wolfgang Vorfalt mit 579 km. Weiterhin haben Kiyomi Mitschke mit 559 km, Harald Czerwenski mit 512 km und Christine Brossier mit 510 km die Bedingungen erfüllt.

Bevor die RRK-Herren am letzten Januar-Wochenende die Endrunde der Deutschen Hallenhockey-Meisterschaft ausspielen, greifen Lotta Hof für die deutsche und Christian Minar für die österreichische Nationalmannschaft bei den Hallenhockey-Europameisterschaften zum Schläger. Während Lotta Hof mit den deutschen Damen in Duisburg "nur" Bronze holen kann, überraschen die österreichischen Herren mit Christian Minar im niederländischen Almere mit dem Gewinn der Goldmedaille.

Dann, am 30. und 31. Januar, wollen die Hockeyherren des RRK mit Andreas Späck, Frank Trautmann, Christian Domke, Christian Minar, Mirco Fuchs, Jan Petersen, Falk May, Oliver Domke, Julian Wuttke, Thomas Jost, Tobias Wuttke und Thorsten Küffner bei den 49. Deutschen Hallenhockey-Meisterschaften ihre Erfolgsgeschichte in der Halle – nach Blauem Wimpel, Europapokalsieg, Deutscher Vizemeisterschaft, großen Momenten in den vergangenen beiden Hallenspielzeiten – fortschreiben. Wir zitieren Martin Krieger in der "Main-Spitze":

Hockey-Herren des Rüsselsheimer RK verlieren DM-Halbfinale gegen Harvestehude

Berlin sei immer eine Reise wert, heißt es. Seit dem letzten Samstag des Januars 2010 wissen zumindest die Hockeyspieler des Rüsselsheimer RK sowie deren Betreuer und Fans, dass dem nicht so ist. Zumindest nicht absolut.

Passend zur Eiseskälte und extrem glatten Gehwegen in der Hauptstadt rutschte der noch für eine Woche aktuelle Europapokalgewinner bei der nationalen Endrunde in der Max-Schmeling-Halle bereits im Halbfinale übel aus. Beim gänzlich unerwarteten 4:9 (2:4) gegen den Harvestehuder THC waren die zuversichtlich angereisten Hessen von der zehnten Endspiel-Teilnahme weit entfernt. Vom fünften "Indoor"-Titeltriumph ganz zu schweigen.

Die Mannschaft stand neben sich

Entsprechend groß war der Frust bei allen, die sich drei Wochen nach dem famosen 8:2-Coup im Viertelfinale bei DM-Gastgeber Berliner HC hoffnungsfroh auf den Weg in die einst geteilte Stadt gemacht hatten. Natürlich wurde am späteren Abend viel getrunken, aber auch lange diskutiert und gerätselt, warum eine anerkannt defensivstarke und auch spielerisch gute Mannschaft an diesem Tag fast komplett neben sich stand. "Wir werden analysieren, was die Gründe dafür waren", sagte ein sichtbar mitgenommener und schwer enttäuschter Stephan Decher. Wie fast alle der gut 50 angereisten RRK-Fans – darunter auch wieder Oberbürgermeister Stefan Gieltowski – unter den etwa 2.300 Zuschauern hatte der 40 Jahre alte Trainer Mühe, das Gesehene einzuordnen. "Es ist einfach traurig und ärgerlich, wenn wir als Team nicht einmal in Ansätzen das abrufen, was wir uns vorgenommen hatten."

Die Mannschaften vor dem 2. Halbfinale der Deutschen Hallenhockey-Meisterschaft 2010, Rüsselsheimer RK – Harvestehuder THC

Dass genau dies den Hamburgern, vor fünf Jahren bei der DM-Endrunde in Duisburg schon einmal Endstation im Halbfinale für den RRK, mit zunehmender Spieldauer nahezu optimal gelingen sollte, darauf hatte eingangs der Partie wenig hingedeutet. Die Klasse eines Benjamin Stanzl blitzte zwar auf, doch dass der zum besten Spieler der jüngsten Hallen-EM gewählte Österreicher nach 58 Sekunden sein erstes Tor erzielen konnte, war einzig der ersten groben Nachlässigkeit im Rüsselsheimer Abwehrverbund geschuldet. "Da haben gleich zwei Leute Fehler gemacht", erinnert sich Decher. Unzählige weitere sollten folgen.

Chance zum Wegziehen verpasst

Aber der Reihe nach. Mit dem 1:1 konnte der Vorjahres-Vizemeister im Duell der Bundesliga-Gruppenzweiten Süd und Nord noch gut leben. Schließlich hatte Oliver Domke nach 34 Sekunden mit einem genialen Rückhandtreffer für gute Stimmung bei allen RRK-Sympathisanten gesorgt und noch einmal seine Außergewöhnlichkeit dokumentiert. Nach dem Ausgleich verzogen "Olli. D" (4.) und Tobias Wuttke (5.) zweimal knapp, dann wurde die erste Ecke vom herausragenden Hanseaten Sebastian Feller sensationell von der Linie gekratzt (12.). Dass Oliver Domke hier nicht traf und – nach der verpufften ersten HTHC-Ecke (18.) – bei einem Konter den mitgelaufenen und einschussbereiten Julian Wuttke zu ungenau anspielte, sollte sich rächen. "Wir hatten die Kontrolle und die Chance, auf 3:1 oder gar 4:1 wegzuziehen", erinnert sich Decher.

Kurze Ecke im Halbfinale gegen den RRK

Die Frage, wie die Norddeutschen auf einen deutlicheren Rückstand reagiert oder ob die Rüsselsheimer aus einem höheren Vorsprung möglicherweise Sicherheit gewonnen hätten, stellte sich ab der 20. Minute nicht mehr. Ein berechtigter Siebenmeter – Frank Trautmann hatte die Kugel bei der zweiten Ecke nur noch mit dem Körper abwehren können – sollte die Wende einläuten. Der an der linken Bande sträflich allein gelassene Feller brachte den spürbar stärker werdenden HTHC mit einem Flachschuss erstmals in Führung (25.) und baute diese kurz vor Halbzeitsirene per Strafecke aus. Zuvor hatte Christian Domke erst einen Schuss toll geblockt, dann aber den Schützen reichlich unnötig an der Bande geschubst.

Fahrig und verunsichert

Wer gehofft hatte, dass der Trainer in der Kabine die richtigen Worte finden und die zunehmend fahriger und verunsichert wirkenden Spieler für den zweiten Abschnitt aufrütteln möge, sah sich bald eines Besseren belehrt. Ein weiterer krasser Deckungsfehler mündete keine zwei Minuten nach Wiederbeginn im fünften Gegentreffer, dem die nun vollends ins Rollen kommenden Hamburger bald darauf zwei Traumtore zum 2:7 folgen ließen (37.). Thomas Jost schaffte zwar noch in der gleichen Minute das 3:7, doch da HTHC-Kapitän Christopher Borchard spektakulär für seinen geschlagenen Keeper rettete, kam der RRK nicht näher heran (42.).

Mehr als 15 Minuten Zeit blieben noch, und so setzte Decher alles auf eine Karte. Torwart Andreas Späck eilte vom Feld und machte Platz für einen sechsten Feldspieler. Julian Wuttke bot sich prompt eine Riesenchance (46.), doch auch die anschließende Ecke brachte nichts ein, da sich der Hamburger Schlussmann Marc Duchow dem hohen Niveau seiner Vorderleute anschloss. "Wenn uns hier oder auch bei den vielen Ecken später das 4:7 gelingt, hätte es noch mal spannend werden", haderte Decher.

So aber verriet die Körpersprache der Meisten, dass der rechte Glaube an eine Wende nicht mehr groß ausgeprägt war. Immer wieder rannte der Ruder-Klub verzweifelt gegen sich weit zurückziehende Hamburger an. Allein – es fehlte an spielerischen Mitteln, an Treffsicherheit bei den Ecken, von denen nur die letzte durch Jan Petersen den Weg ins Tor fand (58.) – einfach an allem. Und so stand unter dem Strich eine vollkommen verdiente Niederlage zu Buche, die leicht noch höher hätte ausfallen können. Die individuell starken, mannschaftlich sehr geschlossenen und auch willensstärkeren Hamburger verfehlten einmal das leere Tor (50.) und verschossen einen zweiten Siebenmeter (53.). Die Fahrt nach Berlin hatte sich für sie da aber längst gelohnt.

Doch nicht nur die beiden Spitzenmannschaften des RRK schlagen mit Erfolg nach dem Ball mit dem "Krummstock". Während die Zweiten Damen in der 2. Regionalliga knapp "ausgebremst" nur den zweiten Platz belegen, erreichen die Zweiten Herren in der Oberliga die Meisterschaft und steigen in die 2. Regionalliga auf, die Dritten Herren erreichen in der 3. Verbandsliga den ersten Platz und steigen in die 2. Verbandsliga auf.

Die Zweiten Herren des RRK in der Hallensaison 2009/10, Meister der Oberliga und Aufsteiger in die 2. Regionalliga (hinten: Jonas Hof, Konstantin Foohs, Nicolas Lange, Marcel Nold, Felix Seitz, Sebastian Körber; vorn: Justus Kölln, Marius Wassermeyer, Jan Sachtleben, Kenny Geiß, Moritz Frank, Tristan Lange, Gregor Theis)

Die Dritten Herren des RRK in der Hallensaison 2009/10, Meister der 3. Verbandsliga und Aufsteiger in die 2. Verbandsliga (hinten: Tristan Lange, Sebastian Laux, Christopher Nordkamp, Yannik Ambach, Glenn Eifert; vorn: Karl-Heinz Windgaß, Kai Nissen, Sebastian Hopf, Jan Sachtleben, Alexander Knoll)

Ebenfalls erfolgreiches Hockey spielen die Jugendmannschaften des RRK, denn von acht möglichen Hessenmeisterschaften im Hallenhockey holt sich der RRK drei Titel, einen Vizetitel und zwei 3. Plätze. Hessenmeister werden weibliche A- und B-Jugend sowie A-Knaben, Vizemeister die B-Mädchen und 3. Plätze belegen A-Mädchen sowie männliche B-Jugend.

Die folgenden Süddeutschen Hallenhockey-Meisterschaften sollen für die drei Hessenmeister-Mannschaften des RRK nur Durchgangsstation zur DM-Endrunde sein. Doch so kommt es nicht. Keine RRK-Mannschaft kann einen süddeutschen Titel erringen. Während Weibliche A- und B-Jugend sich beide in Mannheim mit dem dritten Platz zufrieden geben müssen, können sie sich jedoch für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Auch die A-Knaben des RRK wollen zur DM-Endrunde, erreichen in Bad Dürkheim jedoch nur den 5. Platz und damit ihr Ziel nicht. Zum Ergebnis der Deutschen Hallenhockey-Meisterschaft berichtet Martin Krieger in der "Main-Spitze":

RRK-Mädels von einem DM-Titel weit entfernt

Was sich auf Südebene angedeutet hatte, fand auf nationalem Terrain seine Bestätigung: Die Nachwuchsteams des Rüsselsheimer RK waren bei den Endrunden um die Hallenhockey-DM von einem Titelgewinn so weit entfernt, wie schon lange nicht mehr. Die weibliche B-Jugend bekam in Böblingen im Halbfinale vom späteren Meister Schwarz-Weiß Neuss die Grenzen aufgezeigt (1:4) und verlor hernach das Spiel um Platz drei unglücklich im Siebenmeterschießen. Die älteren Mädels blieben in Essen in der Vorrunde sieglos und setzten schließlich auch die Partie um Platz fünf gegen Gastgeber HC 2:4 in den Sand.

Hallenhockey-Hessenmeisterschaft 2010 für die weibliche A-Jugend des RRK (hinten: Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Leonie Schell, Vanessa Hartlep, Helena Faust, Marilena Krauss, Charlotte Löhr; davor: Lara May, Hannah Jung, Lotte Kanz, Janine Huver, Christina Schröder; vorn: Melissa Knauth)

Hallenhockey-Hessenmeisterschaft 2010 für die weibliche B-Jugend des RRK (hinten: Hannah Schuhmann, Lotte Kanz, Nathalie Krätsch, Hannah Jung, Melissa Knauth, Lara May; vorn: Anne Schröder, Louisa Willems, Rebecca Schneider, Janine Huver)

Der Kader der B1- und B2-Mädchen des RRK in der Hallensaison 2009/2010 mit Trainerin (hinten: Helena Kaul, Stella Baron, Lara Kaltbeitzel, Lea Vor, Michelle May, Fabienne Werner, Lisa Becker, Carina Wolf, Isabel Scherer, Trainerin Lisa Jacobi; davor: Kijara Sosic, Nathalie Edler, Franziska Kirst, Annika Schwan, Lea Radotic, Juliane Kunz, Emily Schneider, Lisa Müller, Seline Windgaß; vorn: Mara Bambach, Lisa Viebrantz)

Ein starkes Hockeyteam: Die A-Knaben des RRK holen in souveräner Manier den HM-Titel 2010 – sehr zur Freude von Andrea Kleinpaul und Elke Göring-Rapp (Betreuerinnen): Yannick Rapp, Jan Syväri, Phil Bosche, Malte Mörsch, Anton Kleinpaul, Mounir Hajri, Lukas Heckmann, Calvin Schneider, Adrian Wesp, Patrick Schaffarzcyck und Jan Erik Dudel.

Mit einem haitianischen Spezialitätenabend sammeln Jugendliche des RRK am 7. Februar im "Schaab Louis" Spenden für die Menschen auf der vom Erdbeben verwüsteten Karibikinsel. Die jungen Leute kochen und servieren ein Drei-Gänge-Menu, angelehnt an die Küche Haitis. 60 Gäste melden sich für das Menü an und es kommt eine Spendensumme von 1.800 Euro zusammen. Am Aschermittwoch, dem 17. Februar, ist das in diesem Jahr erstmals von der Wirtsfamilie des Bootshauses organisierte, traditionelle "Heringsessen" wieder ein voller Erfolg – viele Mitglieder und Freunde des RRK lassen sich die guten Heringe und die "Gekwellde aus Bauschem" schmecken.

Sportbund-Vorsitzender Jörg-Dieter Häußer verleiht Thomas Blivier den Sportbundpreis 2009

Für den 15. März lädt der Kreis Groß-Gerau 411 Sportler zu seiner Sportlerehrung für Erfolge im Jahr 2009 in die Sporthalle Walldorf ein, davon sind viele vom RRK. Als Mannschaft des Jahres werden diesmal die Hockeyherren des RRK, Europacup-Sieger in der Halle im Jahr 2009, ausgezeichnet. Und einige Tage später, am 19. März, ehrt der Sportbund Rüsselsheim Thomas Blivier mit dem Sportbundpreis 2009 für außerordentliches, langjähriges und innovatives ehrenamtliches Engagement für den Rüsselsheimer Sport. Jörg-Dieter Häußer, Vorsitzender des Sportbundes, in seiner Laudatio: "Thomas 'Thommy' Blivier ist seit 1965 ehrenamtlich für den RRK tätig: zuerst als Trainer für Jugendmannschaften und das Frauenteam und seit 1987 als Betreuer der 1. Damenmannschaft. Er gilt als allseits beliebter Ausgleichsfaktor in der RRK-Hockeyabteilung und hat durch seine Persönlichkeit wesentlich zu den Erfolgen der RRK-Damen beigetragen, ohne sich jemals in den öffentlichen Vordergrund zu drängen."

In diese Zeit fallen auch die Jahres-Hauptversammlungen der Sportabteilungen und des Gesamtklubs. Am 17. März beginnt die Tennisgruppe mit ihrer Hauptversammlung, bei der, da keine Wahlen anstehen, neben dem Bericht über die Aktivitäten des Vorjahres nur die Festlegung von Terminen auf der Tagesordnung stehen.

Es folgt am 19. März die Hauptversammlung der Hockeyabteilung. Sportlich können die Hockeyspieler auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurückblicken. Doch die Finanzsituation ist prekär. Kassenwart Ralf-Peter Rausch konstatiert: "Es ist wohl Konsens, dass wir ein riesiges finanzielles Problem haben." Zwar wolle man den Erfolg der Abteilung auf keinen Fall gefährden, doch sei gerade der Ligabetrieb sehr kostenaufwendig. "Im sportlichen Bereich haben wir wenig Möglichkeiten der Einsparung", meint Rausch deshalb auch, vor allem, wenn man weiter das hohe Niveau halten wolle.

Gratulation für Fritz Schmidt, das 26. Ehrenmitglied im RRK durch RRK-Präsident Prof. Dr. Dietmar Klausen

Eine Woche später treffen sich auch die Mitglieder der Ruderabteilung im Bootshaus, um ihre Hauptversammlung abzuhalten. Neben anstehenden Neuwahlen stehen die Berichte, das Thema der nicht erfolgreichen Nachwuchsarbeit und ein Ausblick auf die im Jahr 2010 geplanten Aktivitäten im Fokus. Die Neuwahlen bringen keine Überraschungen: Abteilungsleiter Martin Kraft, Kassenwartin Elke Schumacher, Schriftführer Michael Schindler, Bootswart Oliver Pooch, Jugendwart Benjamin Michel, Pressearbeit Laura Schmidt, Beisitzer Dominic Schwöbel, Kirsten Pooch und Rudi Reitz.

Bei der am 9. April folgenden RRK-Jahreshauptversammlung bestimmen die Berichte des Vorsitzenden, des Schatzmeisters und der Sportabteilungen sowie die Neuwahlen des Gesamtvorstands hauptsächlich den Ablauf. Aber auch die großen sportlichen Erfolge bei Hockeyspielern wie Ruderern, bestehende Finanzprobleme sowie geplante Sanierungsarbeiten am Bootshaus sind Themen. Bei der Wahl des Gesamtvorstands werden alle seitherigen Vortandsmitglieder bis auf Ursula Alt, die nicht mehr zur Verfügung steht, in ihren Ämtern bestätigt. Auf Antrag des Gesamtvorstands beschließt die Versammlung einstimmig, Fitz Schmidt zum 26. Ehrenmitglied des RRK zu ernennen. 1955 wird er Mitglied des RRK, bereits 1958 spielt er als 15-Jähriger in der Ersten Herrenmannschaft. 1961 wird er in die Deutsche Junioren-Nationalmannschaft berufen. Die Erfolge sind zahlreich: Mit dem RRK gewinnt Fritz Schmidt fünfmal die Deutsche Feldhockey- sowie dreimal die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft und erringt zweite und dritte Europacup-Plätze. Mit der deutschen Nationalmannschaft siegt er unter anderem 1972 bei den Olympischen Spielen in München. Er ist unter anderem Träger des Silbernen Lorbeerblattes der BRD und hat die Paul-Reinberg-Plakette des DHB erhalten. Er war viele Jahre Spielertrainer der Herrenmannschaft des RRK, später dann Sportlicher Leiter und Trainer.

Schon im April wird die im Herbst 2009 begonnene Feldhockey-Bundesligarunde mit den Damen und Herren des RRK fortgesetzt. Während Trainer Benedikt Schmidt-Busse mit seiner jungen Mannschaft auf dem 7. Tabellenplatz überwintern musste und sich nun in den verbleibenden neun Spielen der Rückrunde vorsehen muss, nicht noch in Abstiegsnöte zu kommen, ist bei den RRK-Herren um Trainer Stephan Decher auf dem 11. oder vorletzten Platz der Abstieg nicht fern, d.h. die Teilnahme an der Abstiegsrunde der letzten Vier. Die RRK-Damen machen es richtig spannend. Niederlagen und Siege wechseln sich ab, dann folgen drei Niederlagen, so dass die Mannschaft vor dem letzten Doppelspiel-Wochenende auf dem vorletzten Platz steht, es droht die Relegation. Doch mit zwei Siegen ziehen die RRK-Damen noch den Kopf aus der Schlinge und belegen am Ende den 6. Tabellenplatz. Ähnlich spannend entwickelt sich die Lage bei den RRK-Herren. Nach den noch ausstehenden drei Hauptrundenspielen steht der RRK mit nur fünf Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Nürnberger HTC, TG Frankenthal, Rheydter SV und RRK spielen in Hin- und Rückspiel die Abstiegsrunde, wobei zwei Mannschaften am Schluss absteigen müssen. Sieg, Niederlage, zwei Siege, Niederlage und am Schluss ein Sieg – das ist zwar nicht überzeugend, aber es reicht. Hinter dem NHTC wird der RRK Zweiter und bleibt erstklassig, für beide Mannschaften, Damen wie Herren, damit letztendlich ein Happy End. Doch dem Jubel folgt der Schock. RRK-Trainer Stephan Decher bricht seine Zelte am Untermain aus privaten Gründen nach knapp elf Monaten unerwartet wieder ab – "ein herber Verlust für den RRK, sportlich wie menschlich".

Die Zweiten Herren des RRK setzen auf dem Feld in der Zweiten Regionalliga Süd, Gruppe West, nach sechs Spielen mit nur vier Punkten die Runde fort. Es folgt ein Siegeszug mit Unterbrechung, doch am Ende reicht es zum 3. Platz. Dagegen liegen die Zweiten Damen im Herbst nach vier Spielen mit acht Punkten in der Oberliga Hessen auf dem 2. Platz. Die Mannschaft schließt die Hinrunde, auch wegen Problemen eine komplettes Team zu stellen, auf dem 5. Platz ab. Dann in der Rückrunde fehlt zwar eine Torfrau, doch man versucht es mit elf Feldspielerinnen, legt einen "Superlauf" hin und sichert sich noch die Oberliga-Meisterschaft.

"Und jetzt die Hände – zum Himmel": Das zweite RRK-Damenteam feiert im Feldhockey die kaum noch für möglich gehaltene Oberliga-Meisterschaft 2010. Zum Erfolg tragen bei (hinten): Annika Arnold, Simone Schneider, Mareike Thomas, Vanessa Hartlep, Leonie Schell, Maren Pfefferkorn sowie (vorn) Ann-Paulin Heist, Charlotte Löhr, Anna Lippa, Rebecca Passlack und Sybille Friedrich-Breivogel

RRK-Anrudern am 1. Mai 2010: Trainer Udo Hild mit Karin Scheelke und Ruder-Abteilungsleiter Martin Kraft vor dem Taufakt des neuen Kombi-Rennzweiers auf den Namen "Mainblitz"

RRK-Rudertrainer Udo Hild hat über den Winter seinen kleinen Kader an Rennruderern – die Senioren Martin Kraft und Benjamin Michel sowie die Junioren Christian Kunkel, Orvil Keimig und Marion Weber, außerdem einen Mastersruderer, sich selbst –  mit Kraft-, Lauf-, Ergometer- und Wassertraining akribisch auf die Regattasaison 2010 vorbereitet. Bereits Ende März weilen die RRK-Ruderer zu einer Trainingswoche in Erlangen, anschließend startet Udo Hild im Masters-Achter in Fürstenwalde und holt den ersten Sieg des Jahres. Bereits am Wochenende vor dem Anrudern beginnt auch für die anderen RRK-Ruderer die Regattasaison mit der Frühregatta in Mannheim. Doch Martin Kraft und Benjamin Michel können nur zweite Plätze in Zweier und Vierer (Rgm.) verbuchen.

Am 1. Mai kann die RRK-Ruderabteilung ihr traditionelles Anrudern im Rahmen des Rüsselsheimer Mainfestes veranstalten. Es beteiligen sich etwa 25 Ruderer in sieben Booten auf dem Wasser, außerdem die Freunde vom Flörsheimer RV. Der Höhepunkt des Anruderns ist die Bootstaufe des neu erworbenen Renn-Kombizweiers, zu nutzen als Zweier-ohne und Doppelzweier, durch RRK-Trainer Udo Hild. In Anlehnung an den Sieg bei der Deutschen Sprintmeisterschaft 2009 wird der Zweier auf den Namen "Mainblitz" getauft. Im Zusammenhang mit der Taufe wirbt Udo Hild für sein Projekt, eine neue Juniorenmannschaft aufzubauen, wozu noch ein Rennvierer gekauft werden soll.

Anschließend starten Christian Kunkel in Gent in einem Juniorvierer-ohne, allerdings ohne Sieg, dann in Heidelberg Kraft/Michel mit 2 Siegen, Udo Hild mit 2 Siegen und der junge Orvil Keimig mit seinem ersten Sieg auf einer Regatta. Es folgt die Kasseler Regatta mit je zwei Siegen für Kraft/Michel und Orvil Keimig, dann startet Udo Hild in Zagreb mit zwei Siegen. Es folgt die Hummel-Regatta in Hamburg, wo Udo Hild und Karl-Heinz Wagner, der Rennsteuermann des RRK vergangener Tage, sich Im Achter zwei Siege holen.

Offensichtlich ein Talent auf dem Wasser: Orvil Keimig vom RRK (rechts, daneben sein Trainer Udo Hild) gewinnt bei seiner Regatta-Premiere in Heidelberg prompt sein erstes Rennen

Der bei der "Fisa World Rowing Masters 2010" in St. Catherines siegreiche Rgm.-Vierer MDA 60 mit Erwin Haas, Franz Plitzner, Dr. Hans Reinke, Karl-Heinz Wagner vom RRK und Jochen Leudesdorff

Vierbootefeld des Achterrennens der Masters MDA 60 auf der 22. Hamburger Hummelregatta (im vorderen Achter links Udo Hild und rechts Steuermann Karl-Heinz Wagner vom RRK)

Die ersten Höhepunkte des Regattajahres sind Ende Juni für den RRK die Deutschen Juniorenmeisterschaften in Essen sowie das DRV-Masters-Championat in Werder an der Havel. In Essen startet Chistian Kunkel im U19-Juniorvierer-ohne, kann sich mit seinem Rgm.-Vierer jedoch nicht auf einen Medaillenplatz schieben. In Werder dagegen kann Udo Hild zwei Achter- und ein Vierer- sowie Karl-Heinz Wagner drei Achterrennen gewinnen. Auf der Kurzstrecken-Regatta in Offenbach-Bürgel können Udo Hild einen Sieg im Vierer, der Doppelzweier Kraft/Michel einen Sieg im Doppelzweier und die Meistercrew des Vorjahres mit Andreas Klepper, Benjamin Michel, Martin Kraft und Jörg Herzog einen Sieg im Doppelvierer herausrudern. Der Plan des Vierers, eventuell den Titel zu verteidigen, platzt jedoch schnell, denn Andreas Klepper muss aus beruflichen Gründen, da sein Arbeitsplatz nicht im Rhein-Main-Gebiet liegt, passen.

Während Senioren und Junioren nun schon in die Sommerpause gehen, stehen für die Masters noch drei Regatten auf dem Programm. Udo Hild startet auf der "Henley Veterans Regatta" und siegt im Achter und Vierer-mit. Dann gehen Udo Hild und Karl-Heinz Wagner nach München-Oberschleißheim zur "Euro-Masters-Regatta", doch trotz Starts in vier Rennen gelingt kein Sieg. Der Höhepunkt des Jahres für alle Mastersruderer weltweit ist 2010 die "Fisa World Rowing Masters" in St Catherines (Kanada). Auch Udo Hild und Karl-Heinz Wagner wollen dabei sein, melden zu acht Rennen, von denen jedoch wegen schlechter Wetterbedingungen nur sechs ausgetragen werden, und siegen beide in zwei Rennen. Nebenbei errudert Udo Hild in Kanada seinen 150sten Masterssieg für den RRK.

Alle 28 Teilnehmer von RaB und RRK an den Märkischen Seen (hinten: Werner Alt, Jochen Rudloff, Dr. Claus Holzapfel; davor: Wilfried Hoffmann, Wolfgang Orlowski, Dr. Michael Winkels, Gerd Hesse, Ragnar Otto, Uli Claas, Dieter Lang, Peter Riethmüller, Wolfgang Vorfalt, Dr. Bernd Grafflage, Uwe Hurlin, Jochen Zimmermann, Wolfgang Gummersbach, Karl Heinz Ampütte, Jürgen Kleine, Gerhard Ketter, Klaus Schellbach, Eberhard Borschinsky, Werner König, Helmut Gerds; vorn: Jochen Wichelhaus, Rudi Reitz, Ulrich Vorfalt, Dieter Korb, Detlev Welters)

Zwischenzeitlich sind die Ruderkameraden des Ruderklubs am Baldeneysee und des RRK an Fronleichnam wie jedes Jahr auf Ruderwanderfahrt unterwegs. 2010 wird an drei Tagen gerudert auf den Märkischen Seen östlich Berlins von Rüdersdorf über Königs Wusterhausen und Köpenick zurück nach Rüdersdorf. 12 RRKler und 16 RaBler rudern an den drei Tagen insgesamt etwa 77 km. Einige Wochen später, anfangs August, sind die Ruderfrauen des RRK mit männlicher Begleitung zusammen mit Ruderfrauen aus Frankfurt/Oder, auch mit männlicher Begleitung, auf der Lahn von Weilburg bis Bad Ems unterwegs mit vier Gig-Vierern und rudern an drei Tagen etwa 85 km.

Das "Wanderruder-Team" aus Frankfurt/Oder und Rüsselsheim/Main an der Lahn 2010 (linkes Bild: Einfahrt der Wanderruderer in den Schiffstunnel in Weilburg)

Während die Mastersruderer in Kanada weilen, beginnen in der Heimat die Herbstregatten. Limburg macht den Anfang. Während sich auf der Lahn der Zweier mit Kraft/Michel zwei Siege im Doppelzweier und Orvil Keimig einen Sieg im Einer holen, kann die 14-jährige Marion Weber bei ihren Erststarts auf einer Regatta noch nicht "punkten". Und auch im Schiersteiner Hafen siegen Kraft/Michel im Doppelzweier (2), außerdem mit Jörg Herzog vom RRK und Daniel Maßfelder vom Mainzer RV im Doppelvierer (2) und Orvil Keimig erneut im Junior-Einer. Auf dem Main bei Großauheim siegen die RRK-Boote auf der Kurzstrecke dann noch in fünf Rennen: Zwei Siege im Doppelzweier für Kraft/Michel, ein Sieg im Doppelvierer für Maßfelder/Michel/Kraft/Herzog, ein Sieg im Seniorachter mit Michel und Kraft an Bord sowie ein Sieg im Junioreiner für Orvil Keimig.

Dann folgen anfangs Oktober die Hessischen Rudermeisterschaften auf dem Werratalsee bei Eschwege, für alle aktiven RRK-Ruderer ein Höhepunkt des Regattajahres. Der RRK meldet zu vier Rennen, Orvil Keimig zum Lgw.-Junioreiner U17, Martin Kraft und Benjamin Michel zum Senior-Doppelzweier sowie Udo Hild in Rgm. zu zwei Mastersvierern, Vierer-mit und Doppelvierer. In den beiden erstgenannten Rennen hängen die Trauben sehr hoch. Orvil Keimig kann unter 15 Einerruderern den 7. Platz belegen. Auch im Senior-Doppelzweier, zu dem sechs Boote antreten, ist die Goldmedaille schon vor dem Start vergeben, denn die Nationalmannschaftsruderer Michael Wieler und Marcel Hacker von der Frankfurter RG Germania sind nicht zu schlagen. Die folgenden drei Boote gehen innerhalb einer Sekunde durchs Ziel, der RRK allerdings nur auf dem 4. Platz. Dennoch gewinnt der RRK zwei Meisterschaften, denn Udo Hild siegt mit seinen Ruderkameraden von Hellas Offenbach in beiden gemeldeten Masters-Viererrennen.

Taufe eines neuen Rennvierers-mit auf den Namen "Challenger" beim Abrudern 2010

Klubmeisterschaft im Einer 2010 – Orvil Keimig und Sieger Benjamin Michel

Es folgt der letzte Höhepunkt, die Deutschen Sprintmeisterschaften auf der Ruhr in Essen-Kettwig. Da der Plan des Meisterschaftsvierers des Vorjahres, den Titel 2010 zu verteidigen, nicht aufgeht, starten Martin Kraft und Benjamin Michel auf der 350-m-Strecke im Doppelzweier. 24 Boote haben gemeldet, der RRK-Zweier hat in seinem Vorlauf die späteren Gewinner von Gold und Bronze, wird nur Dritter, muss in den Hoffnungslauf, zweiter Platz, Halbfinale nicht erreicht, enttäuscht ausgeschieden. Zum Abschluss der Saison starten Orvil Keimig und Udo Hild noch bei der Fränkischen Bocksbeutel-Regatta in Würzburg über 4 km, wobei Orvil Keimig von acht Skullern seiner Klasse den 4. Platz belegt und Udo Hild im Doppelzweier und Achter siegreich ist.

Einen Tag nach der letzten Regatta findet am 17. Oktober bei recht kühlem, aber trockenem Wetter das traditionelle Abrudern mit Bootstaufe, Klubmeisterschaft im Einer, einem Viererrennen sowie gemütlichem Beisammensein der RRK-Ruderfamilie statt. Nach der Ansprache von Abteilungsleiter Martin Kraft tauft Rüdiger Kirsch einen neuen Rennvierer-mit, der als Doppel- wie Riemenvierer zu benutzen ist, auf den Namen "Challenger". Nach der Jungfernfahrt des Vierers folgt die Klubmeisterschaft im Einer, die von dem erfahrenen Seniorruderer Benjamin Michel vor dem jungen Orvil Keimig gewonnen wird. Ein Rennen im Doppelvierer beschließt die sportlichen Aktivitäten, so dass sich anschließend alle bei heißen Würstchen, Kartoffelsalat, Kuchen, Bier, Cola, Limo und Kaffee an und in der Bootshalle treffen.

Auf den Regatten kann der RRK im Jahr 2010 schließlich 43 Regattasiege nach Hause fahren. Erfolgreichster Ruderer mit 19 Siegen ist der Mastersruderer Udo Hild vor Martin Kraft und Benjamin Michel mit je 16 Siegen.

Wie in den letzten vier Jahren wird auch 2010 ein RRK-Golfmasters mit zwei Turnieren für alle golfspielenden RRKler ausgetragen. Beim ersten Turnier am 17. Mai treffen sich 20 Spieler zu einer 18-Loch-Runde auf dem Meisterschaftsplatz "Nessie" im Golfpark Bachgrund. Sieger der Bruttowertung wird Konstantin Foohs, in der Nettowertung bis Hcp 22,0 siegt Moritz Frank vor Gregor Theis und Justus Kölln und ab Hcp 22,1 Manfred Liebig vor Walter Leichtweiß und Jürgen Knoll. Die Entscheidung, wer das 5. RRK-Golfmasters 2010 gewinnt und damit den Wanderpreis für ein Jahr mit nach Hause nehmen kann, entscheidet sich beim zweiten Turnier am 6. September. Vierzehn "golfverliebte" RRKler spielen im Golfpark Bachgrund bei schönem, aber stürmischem Spätsommerwetter eine 18-Loch-Runde. Sieger der Bruttowertung wird Fritz Schmidt, in der Nettowertung bis Hcp 23,0 siegt Moritz Frank vor Walter Leichtweiß und Gregor Theis und ab Hcp 23,1 Heinz Sauer vor Jürgen Knoll und Wilfried Hoffmann. Außerdem werden in der Nettowertung die ersten drei der Gesamtwertung aus beiden Turnieren geehrt, der erste Moritz Frank als "RRK-Golfmasters-Sieger 2010" erhält den 2006 gestifteten Wanderpreis bei der fünften Austragung zum ersten Mal. Er siegt mit 72 Punkten vor Walter Leichtweiß mit 69 und Jürgen Knoll mit 67 Punkten.

Die Teilnehmer des ersten Turniers beim "5. RRK-Golfmasters" am 17. Mai 2010 (hinten: Wilfried Hoffmann, Thomas Blivier, Sebastian Weyer, Justus Kölln, Benedikt Foohs, Karl-Heinz Nuffer, Fritz Schmidt, Jürgen Knoll, Rainer Seifert, Konstantin Foohs, Wolfgang Knoll, Walter Leichtweiß, Klaus Köppen, Wolfgang Beck; vorn: Thomas Susenburger, Gregor Theis, Annette Susenburger, Manfred Liebig, Moritz Frank)

Moritz Frank (hier mit Fritz Schmidt) war schon nach dem 1. Turnier des "5. RRK-Golfmasters" in Front. Er hat seine Leistung auch im 2. Turnier bestätigt und wird "RRK-Golfmasters-Sieger 2010" !!

Da für die RRK-Hockeyspieler die neue Feldhockey-Saison 2010/11 in der Ersten Bundesliga schon im September beginnt, sind bereits im August die Vorbereitungen angelaufen. Den RRK-Herren sagen viele eine noch dornenreichere Bundesligasaison voraus als im vergangenen Jahr. Sind doch neben dem langjährigen Torgaranten Oliver Domke mit Torwart Andreas Späck, Julian Wuttke, Justus Kölln und Timo Lehner spielstarke und erfahrenen Kräfte von Bord gegangen. Jan Petersen wird vor der Hallenrunde den RRK in Richtung Wien verlassen und Christian Domke plagt sich mit einer hartnäckigen Verletzung. Dazu hat Stephan Decher den Trainerstuhl geräumt. An seine Stelle tritt der seitherige Co-Trainer Markus Hippchen. Aus seinem Wohnort Bad Kreuznach bringt er fünf junge talentierte Spieler mit an den Untermain – den Jugend-Nationalspieler Sebastian Behr, Nicholas Bachtadse, Andreas Beißmann sowie seine Söhne Maurice und Marcel Hippchen. Außerdem stößt der Torwart Bastian Reisch vom Western Wildcats HC in Schottland zum RRK-Kader. Erstes Ziel für den neuen Coach Markus Hippchen ist natürlich der Klassenerhalt. Doch auch der Gedanke ist da, vielleicht den achten Platz unter den zwölf Teams erreichen zu können, eine tolle Sache, aber wohl leicht vermessen. Die Saison beginnt fast niederschmetternd mit zwei hohen Niederlagen. Ohne Punkt mit 1:13 Toren steht der RRK am Tabellenende. Es folgt ein Sieg, dann erneut zwei Niederlagen, wieder ein Sieg und im letzten Spiel vor der Winterpause eine "0:11-Klatsche" beim UHC Hamburg. Nach sieben von elf Spielen steht der RRK mit 6 Punkten auf dem 10. Platz der Tabelle nur einen Punkt vom 8. Platz entfernt. Die ausstehenden vier Spiele im Frühjahr werden entscheiden.

Bei den RRK-Damen ist der Modus der Punktrunde nun dem bei den Männern angepasst. Nach einer einfachen Punktrunde der zwölf Mannschaften folgt das Play-off-Viertelfinale und die Abstiegsrunde der letzten Vier. Charlotte van Bodegom und Lena Jacobi haben den RRK verlassen, während Helena Faust nach einem Studienaufenthalt in Frankreich während der Spielrunde an den Main zurückkehren wird. Die Mannschaft erfährt eine weitere Verjüngungskur – Durchschnittsalter nun 21 Jahre, indem Spielerinnen aus der A-Jugend in der Bundesliga ihre Chance erhalten. Für Trainer Benedikt Schmidt-Busse ist das Ziel klar ausgemacht, man will unter die ersten Acht kommen, um dann in den Play-offs zu sehen, was zu holen ist. Mit dem Saisonauftakt kann Benedikt Schmidt-Busse zufrieden sein – nach vier Spielen, drei Siege und ein Unentschieden. Die RRK-Damen stehen an der Spitze der Tabelle. Dann ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Vor der Winterpause liegt der RRK nach sieben von elf Spielen mit 14 Punkten auf dem 4. Platz der Tabelle. Keine schlechte Ausgangsposition für das Erreichen der Play-offs.

Die Ersten Herren des RRK in der Feldsaison 2010/2011 (hinten: Thomas Jost, Jonas Hof, Maurice Hippchen, Jan Petersen, Lorenz Klee, Nicholas Bachtadse; davor: Abteilungsleiter Martin Müller, Heiko Dennert – Mitglied des Vorstandes der Kreissparkasse Gross Gerau, Niklas Isselhard, Thorsten Küffner, Konstantin Foohs, Tobias Wuttke, Marcel Nold, Felix Seitz, Christian Domke, Trainer Markus Hippchen; vorn: Marcel Hippchen, Falk May, Andreas Beißmann, Kenny Geiß, Bastian Reisch, Moritz Frank, Mirco Fuchs, Nicolas Lange, Sebastian Behr; weiter mit dabei: Christian Minar, Frank Trautmann, "Physio" Diana Czerwonka, Team-Manager Rolf Lange)

Die Ersten Damen des RRK in der Feldsaison 2010/2011 (hinten: Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Hannah Pehle, Eva Frank, Hannah Jung, Lena Schüder, Rebecca Schneider; davor: Co-Trainer Christian Zimmermann, Lotta Hof, Maike Cartsburg, Nathalie Krätsch, Lotte Kanz, Lara May, Irene Balek, Cora Eilhardt, Team-Managerin Konstanze Wortmann; vorn: Lisa Faust, Christina Schröder, Sonja Thüner, Lisa Lahham, Louisa Willems, Nina Günther; weiter mit dabei: Marilena Krauss, Viktoria Krüger, Ann-Paulin Heist, Vera Battenberg, Team-Manager Thomas Blivier, Team-Managerin Anja Tillmanns, "Physio" Andrea Bialucha)

Die Zweiten Herren mit Coach Burkhard Trautmann liegen nach fünf Spielen in der Zweiten Feldhockey-Regionalliga Süd auf dem 4. Platz, die Zweiten Damen haben permanent Personalprobleme und belegen in der Oberliga Hessen nach sieben Spielen den 5. Platz.

Vom 15. bis 24. September findet in Kapstadt der "Grand Masters Hockey World Cup 2010" statt. Hockey-Abteilungsleiter Martin Müller spielt mit der deutschen Ü60-Nationalmannschaft des DHB und am Ende des Turniers reicht es nach einem 4:3-Sieg über Neuseeland zur Bronzemedaille.

Die A-Mädchen des RRK sind Hessenmeister im Feldhockey 2010 (hinten: Trainerin Violeta Smirnova, Lea Radotic, Mara Teodoro, Lea Vor, Jutta Pehle, Viola Becker, Celina Hocks, Carina Wolf, Mara Bentscheck, Trainerin Lisa Jacobi, Co-Trainerin Rebecca Schneider; davor: Nathalie Edler, Lara Kaltbeitzel, Lisa Müller, Teresa Hoff, Michelle May, Fabienne Werner, Lena Schmitt; vorn: Lisa Viebrantz, Kim Treutner)

Die A-Knaben des RRK sind Hessischer Meister im Feldhockey 2010 (hinten: Henry Koller, Kevin Bey, Georg Zoepffel, Moritz Huth (verdeckt), Yaron Drischler, Malte Mörsch, Yannick Rapp, Julian Burghardt, Linus Heinz, Adrian Mitter, Jan Erik Dudel, Betreuerin Elke Göring-Rapp, Betreuerin Andrea Kleinpaul; vorn: Trainer Volker Schädel mit Sohn Nils, Torwart Anton Kleinpaul, Calvin Schneider, Mounir Hajri, Cedrik Untergasser, David Schmitt)

Die weibliche B-Jugend des RRK ist Hessenmeister im Feldhockey 2010 (hinten: Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Camilla Schön, Mara Bentscheck, Franziska Ruhland, Larissa Fuß, Lena Mischlich, Antonia Wilfer, Nina Cleve, Emma Kanz; vorn: Alisa Kleß, Kimberly Körbel, Janine Huver, Emma Seng, Clara von Nathusius, Anne Schröder, Laura Stein)

Großer Auflauf nach dem Gewinn der Hessenmeisterschaft: Der Erfolg der B-Knaben des RRK sorgt für ein proppenvolles Hockeytor (hinten: Trainer Volker Schädel, Co-Trainer Anton Kleinpaul sowie die Betreuer Dennis Schwarz, Thomas Pabst, Frank Brogl und Alexander Knöss; davor: Cedric Pabst, Fabian Schramek, Hendrik Schmidke, Marcus Schäfer (verdeckt), Daniel Drews, Simon Geilich, Dominik Miczka und Leon Gaber; davor: Alexander Hupf, Maximilian Zoepffel, Finley Schwarz, Kevin Knöss, Tim Meierhöfer und Niklas Schmitt; vorn: die Torwarte Jonas Brogl und Marvin Untergasser)

Erneut hervorragende Leistungen zeigt der RRK-Hockeynachwuchs bei den Feldhockey-Hessenmeisterschaften. Weibliche A- und B-Jugend, A-Mädchen sowie A- und B-Knaben werden Hessischer Meister, die männliche A- und B-Jugend hessischer Vizemeister sowie die B-Mädchen holen Bronze. Die männliche B-Jugend scheitert in der Vorrunde, männliche A-Jugend und weibliche B-Jugend verzichten, so dass der RRK sich mit drei Mannschaften an den DM-Zwischenrunden beteiligt – mit der weiblicher A-Jugend, mit den A-Mädchen und mit den A-Knaben – und versucht die Endrunden um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen. Das gelingt nur der weiblichen A-Jugend am heimischen Sommerdamm durch klare Siege über die HG Nürnberg und den Club Raffelberg Duisburg. Die A-Mädchen müssen sich ebenfalls am Sommerdamm schon im Halbfinale der TuS Obermenzing beugen und die A-Knaben unterliegen im Finale in Frankenthal dem Düsseldorfer HC klar 0:3.

Die weibliche A-Jugend des RRK ist Hessenmeister im Feldhockey 2010, hat sich in der Zwischenrunde für die Endrunde zur Deutschen Feldhockey-Meisterschaft 2010 qualifiziert und erreicht dort ohne die in der Bundesliga benötigten Spielerinnen den dritten Platz!! Hier die Mannschaft nach der Zwischenrunde am Rüsselsheimer Sommerdamm im roten Trikot (hinten: Lara May, Rebecca Schneider, Maike Cartsburg, Nathalie Krätsch, Vanessa Hartlep, Hannah Jung, Marilena Krauss, Antonia Wilfer, Emma Kanz; davor: Anne Schröder, Lotte Kanz, Christina Schröder, Louisa Willems, Kimberly Körbel, Laura Stein; vorn: Torfrau Emma Seng im modischen Pink)

Die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft der weiblichen A-Jugend wird Ende Oktober bei den Zehlendorfer Wespen in Berlin ausgetragen. Der RRK spielt mit Melissa Knauth, Emma Seng; Emma und Lotte Kanz, Laura Stein, Antonia Wilfer, Clara von Nathusius, Anne und Christina Schröder, Maike Cartsburg, Hannah Jung, Rebecca Schneider, Janine Huver, Kimberly Körbel und Alisa Kleß. Martin Krieger berichtet für die "Main-Spitze":

Stark dezimiert reicht's für Bronze

Weibliche A-Jugend des RRK kann bei der DM-Endrunde in Berlin ihr wahres Gesicht nicht zeigen

Das Spiel ist aus: Dritter Platz bei der DM für den RRK

Hat der Deutsche Hockey-Bund (DHB) kein Interesse mehr daran, dass am Ende der Feldsaison beim ältesten weiblichen Nachwuchs wirklich das beste Team den blauen Meisterwimpel in Empfang nimmt? Und wird man für gute Jugendarbeit letztlich sogar bestraft? Diese Fragen könnten sich alle diejenigen stellen, die mit dem Rüsselsheimer RK sympathisieren. Analog zum Vorjahr, als der spätere Meister UHC Hamburg auf sämtliche Jugendspielerinnen zurückgreifen konnte, während dem RRK durch das Bundesliga-Programm weitgehend die Hände gebunden waren, sahen sich die Hessinnen auch bei der 42. DM-Endrunde der weiblichen A-Jugend in Berlin wiederum einer massiven Benachteiligung ausgesetzt. Fünf der sechs besten Akteurinnen fehlten im Halbfinale gegen TuS Lichterfelde, da parallel dazu das Bundesligaspiel beim Mannheimer HC anstand.

Dass das derart dezimierte und zwangsläufig stark verjüngte junge Team des Ruder-Klubs nur 1:2 (1:0) unterlag, verdient alleine schon Respekt. Schließlich hatte der in der ersten Klasse ansässige "TuSLi" seine Partie gegen UHC Hamburg (!) auf den 31. Oktober verlegt, während der MHC sich diesem Wunsch widersetzte. Kimberly Körbel hatte den RRK sogar in Führung gebracht (27.), der dann aber ohne die fehlende Spezialistin Marilena Krauss aus vier Strafecken nichts machte und so drei Minuten vor Schluss aus dem Rennen war.

Trotz der herben Enttäuschung ließ sich das Team des nachgereisten Cheftrainers Benedikt Schmidt-Busse tags darauf nicht hängen und sicherte sich dank einer famosen Einzelleistung der starken Anne Schröder (50.) gegen die ebenfalls personell geschwächte Vertretung von Schwarz-Weiß Neuss wenigstens noch Bronze. Für die Chronisten der gastgebenden Zehlendorfer Wespen, die das Finale nach Verlängerung 3:2 (2:2) gewannen und den ersten DM-Titel überhaupt feierten, "sollte das Niveau dieses Spiels nicht für eine DM-Endrunde bestimmt sein".

RRK-Coach Schmidt-Busse, der die Verantwortung für die leidige Situation allein beim Verband sieht, gewann der Endrunde trotzdem etwas Positives ab: "Unsere vielen B-Jugendlichen haben hier jede Menge Erfahrungen gesammelt und sind beim nächsten Mal bereits routinierter." An Routine indes mangelt es dem DHB keinesfalls ...

Ehrung der weiblichen A-Jugend für Erfolge 2010 bei der RRK-Meisterschaftsfeier, einen 3. Platz bei der Deutschen Feldhockey-Meisterschaft sowie die Hessenmeisterschaft in der Halle und auf dem Feld, hier Antonia Wilfer, Trainer Benedikt Schmidt-Busse, Emma Seng, Franziska Ruhland, Emma Kanz, Anne Schröder (verdeckt), Camilla Schön, Marilena Krauss, Kimberly Körbel, Rebecca Schneider, Louisa Willems, Laura Stein (verdeckt), Lena Mischlich und Janine Huver

Traditionsgemäß ehrt der RRK im November seine während des Jahres erfolgreichen Sportler, so auch am 12. November 2010. Bei dieser Meisterschaftsfeier, die von "RRK-Vize" Horst Ackermann zusammen mit den Abteilungsleitern Martin Kraft und Martin Müller sowie Schriftführerin Elke Schumacher abgewickelt wird, stehen zwei Masters-Ruderern, Udo Hild und Karl-Heinz Wagner, viele, viele Hockeyspieler und -spielerinnen, insbesondere jugendliche, gegenüber. Zwar gibt es 2010 keine Deutsche Meisterschaft zu feiern, doch zwei dritte Plätze bei der Deutschen Meisterschaft, zwei dritte Plätze bei den Süddeutschen Hallen-Meisterschaften, drei Ligameisterschaften und viele Hessenmeisterschaften sind ja ebenfalls ganz schön.

Einen Tag vor dieser Meisterschaftsfeier vergibt das Land Hessen in der Rotunde des Biebricher Schlosses die Sportplakette des Landes Hessen, die höchste hessische Sportauszeichnung für Spitzensportler und Ehrenamtliche im Sport. Einzige Mannschaft unter den Spitzensportlern und Ehrenamtlichen ist die Erste Herren-Hockeymannschaft des RRK mit Andreas Beißmann, Nicholas Bachtadse, Sebastian Behr, Christian Domke, Konstantin Foohs, Moritz Frank, Mirco Fuchs, Kenny Geiß, Marcel Hippchen, Maurice Hippchen, Jonas Hof, Niklas Isselhard, Thomas Jost, Lorenz Klee, Thorsten Küffner, Nicolas Lange, Falk May, Christian Minar, Marcel Nold, Jan Petersen, Bastian Reisch, Felix Seitz, Andreas Späck, Frank Trautmann und Tobias Wuttke. Und auch die langjährige Hockey-Jugendleiterin für den weiblichen Bereich im RRK, Birgit Jacobi, gehört zu den insgesamt sechs für ehrenamtliches Engagement Ausgezeichneten.

Die RRK-Hockeyherren mit Staatssekretär Werner Koch (Mitte), dem Trampolinturner Markus Kubicka (weißes Hemd) sowie Birgit Jacobi (rechts) nach der Verleihung der Sportplakette des Landes Hessen im Biebricher Schloss

Die ebenfalls üblicherweise im November stattfindende RRK-Jubilarenehrung fällt 2010 aus, da nur relativ wenige Jubilare zur Ehrung anstehen (25 Jahre: Holger Choitz, Ralf Becker, Georg Gagel, Michael Gagel und Monika Körbel; 40 Jahre: Volker Sachtleben, Stefan Jung, Berti Rauth und Karl-Heinz Schwarzer; 50 Jahre: Dr. Dietmar Klausen und Thomas Blivier; 70 Jahre: Ingrid Weidmann und Wilfried Seipp) sowie zusätzlich zu dem angesetzten Termin noch einige verhindert sind, so dass man beschließt, die Jubilare des Jahres 2010 im kommenden Jahr mit denen des Jahres 2011 zu ehren.

Am 13. November richtet der RRK erstmals seit Jahren wieder ein Hallenhockey-Vorbereitungsturnier aus, den "Olli-Domke-Cup" zu Ehren des langjährigen Nationalspielers und RRK-Torjägers. Das Herrenturnier ist hervorragend besetzt. Mit dem RRK, Rot-Weiss Köln und dem Mannheimer HC sind die Deutschen Hallenmeister der Jahre 2008, 2009 und 2010 zugegen, ergänzt um den Rekordmeister HTC Uhlenhorst Mülheim, den aktuellen Spitzenreiter der Feldhockey-Bundesliga. Das Turnier soll dem "torhungrigsten" Team den Sieg bescheren, so dass Mannheim mit 24 geschossenen Toren vor Mülheim mit 20, Köln mit 18 und dem RRK mit 11 sich den Sieg holt.

Im Jahr 2010 ist der "Kurt Becker Cup", der zu Ehren des langjährigen RRK-Jugendleiters zum fünften Mal ausgetragen wird, erstmals als Hallenhockey-Turnier und außerdem für A-Mädchen und A-Knaben ausgeschrieben. Fünf Mädchenmannschaften aus Hamburg, Berlin, München, Krefeld und Schwabach sowie auch fünf Knabenmannschaften aus Hamburg (2), Stuttgart, Düsseldorf und Darmstadt wollen den beiden RRK-Teams den Sieg streitig machen. Am Ende sichern sich die RRK-Knaben mit fünf Siegen unangefochten den Turniersieg, die A-Mädchen müssen bei vier Siegen und einer Niederlage nur dem frisch gekürten Feldmeister 2010 des UHC Hamburg den Vortritt lassen.

Die Hallenhockeysaison 2010/2011 in den Bundesligen beginnt für die RRK-Herren und auch die RRK-Damen in der zweiten Hälfte des November. Beide RRK-Trainer, der Herrentrainer Markus Hippchen und auch der Damentrainer Benedikt Schmidt-Busse, wollen in der Hallenhockey-Bundesliga, wenn auch vielleicht nur insgeheim, das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft erreichen. Nach acht von zehn Spieltagen schreibt die "Main-Spitze" vor Weihnachten auf ihrer ersten Seite: "Chance für Damen – Aus für Männer". Für die RRK-Herren ist die Lage geklärt. Mannheimer HC und Nürnberger HTC sind uneinholbar enteilt, der RRK liegt mit 12 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz, das angestrebte Viertelfinale um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft, wo er in den vergangenen Jahren Stammgast war, ist in den beiden ausstehenden Spielen im neuen Jahr nicht mehr erreichbar. Dagegen ist für die RRK-Damen noch alles offen. Münchner SC, RRK und TSV Mannheim liegen eng beieinander auf den ersten drei Plätzen, die Chance auf den 1. Platz ist gegeben, aber es besteht auch Sorge um den 2. Platz. Die beiden letzten Spiele im neuen Jahr werden die Entscheidung bringen, wobei zwei Siege gegen Mannheimer HC und TSV Mannheim die "Poleposition" und Heimspiel im Viertelfinale bedeuten würden, dagegen würde eine Niederlage im letzten Spiel gegen den TSV wahrscheinlich das vorzeitige Aus markieren.

Am 18. November 2010 stirbt das an Lebensjahren sowie auch an Mitgliedsjahren älteste Mitglied des RRK, Friedebert Armbruster, im gesegneten Alter von 96 Jahren. Friedebert Armbruster trat am 1. Februar 1926 als Elfjähriger dem Ruderverein Rüsselsheim, einem der Vorgänger des RRK, bei. Er gehörte damit dem RRK mehr als 84 Jahre an. Für seine langjährige Vereinstreue wurde ihm bereits im Jahr 1976 die RRK-Ehrennadel in Gold verliehen.

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