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Anrudern der RRK-Ruderabteilung
mit gemütlichem Beisammensein am 30. April 2016

 

Einen herrlichen Blick auf Main und Ruderer haben Wolfgang Adrian vom Rüsselsheimer Ruder-Klub und seine Enkelin Klara.

 

 

Mainfest in Rüsselsheim ‒ Maifreude am Main

Rummel, Bummel, Luftballons: Seit Freitag wird in Rüsselsheim das Mainfest gefeiert. Riesig präsentiert sich dort das Riesenrad, Karussells drehen sich rasant und Imbissbuden locken die Besucher. Rudern und Fährfahrten nach Flörsheim runden das Maifeiern gibt’s vielerorts. Rüsselsheim punktet mit seiner Lage am Main, versteckt sich der Wonnemonat doch gleichsam schon im Namen: Die Maifreude am Main wurde am Samstagnachmittag von Sonnenschein gekrönt.

Von CHARLOTTE MARTIN (aus "Rüsselsheimer Echo" vom 02.05.2016)

Hunderte Menschen waren entlang der Uferpromenaden im Grünen unterwegs, wo unterhalb von Festung, Opelvillen und dem Tor zur Innenstadt Frühlingsgefühle aufkamen. Musik erscholl, Wassersport mit dem "Anrudern" des Ruder-Klubs Rüsselsheim sowie der Ruderfreunde aus Flörsheim, Karussells auf dem Rummelplatz, Imbiss vielerlei Art und nicht zuletzt Fährfahrten über den Fluss nach Flörsheim boten eine schöne Mischung.

Tanz unter Deck

Als abends dann Wolken aufzogen und schließlich Regen niederprasselte, ging der Tanz in den Mai mit Hits der 1980er Jahre, die DJ Peter Kolb für all jene auflegte, die auf dem Schiff "Robert Stolz" Richtung Frankfurt schipperten, unter Deck weiter.

Nachmittags aber war es ein durchweg jüngeres, kulturell gemischtes Publikum, das sich an Rummel, Bummel, Luftballons, an Karussellfahrten, Schmausen und Plaudern freute. Staunende Blicke hinauf zum kolossalen Riesenrad, lustige Fahrten auf Kinderkarussells – "Noch mal, noch mal!", rief Michael (4) begeistert – und Jugendliche, die in rasanten Fahrgeschäften Platz nahmen, den "Kick" suchten, bei dem es so herrlich im Bauch kribbelt – all dies war eingebettet in eine jauchzende, plaudernde, musikgeschwängerte Klangkulisse. Der Main indes blieb beim Mainfest teils hinter Karussells und Imbissbuden verborgen.

Dass das Fest, das am Freitag mit dem großen Mainuferlauf aller Altersklassen begonnen hatte, am Vortag noch besser besucht war, erzählten Imbissverkäufer. "Am Sonntag geht’s erfahrungsgemäß wieder rund, und Montag ist Familientag", sagte Süßwarenverkäuferin Verena Biebel.

Besucher Günter Stippler, der still beobachtend bei seinem Schoppen saß, meinte: "Unser Rüsselsheimer Weinfest ist mir lieber. Heute ist kein Winzer da, und der Wein schmeckt nur so lala. Das Mainfest ist nichts für uns Rentner, die Jugend aber hat Spaß dran."

Doch es gab auch idyllische Momente: Wer zur Anlegestelle schlenderte, den lockte die Fahrt auf der "Willy Schneider", wo es, musikalisch umrahmt vom Oldie-Duo "Two and a Box" und anderen Bands gen Flörsheim ging. Leider war diesmal keine der legendären Opel-Nähmaschinen, die vor wenigen Jahren erst die Initialzündung fürs Mainfest gaben, an Bord. Die Anekdote, wonach eine Schneidergesellin im 19. Jahrhundert aus Angst um ihren Arbeitsplatz Adam Opel wütend Steine hinterherwarf, als er eine Nähmaschine aus dem Rüsselsheimer Werk nach Flörsheim brachte, war längst nicht jedem Gast bekannt.

Pause im Grünen

Behaglichkeit war Trumpf. "Ein Steak beim Wirt im Bootshaus, dann wieder zurück", so Bernd Gonsior fröhlich. Mit Tochter Amelie (1) blickte er vom Bootsdeck rundum – hier das überragende Riesenrad, dort der Main, auf dem Ruderer kraftvoll ihre Paddel ins Wasser tauchten.

Denn die Ruderer vom Rüsselsheimer Klub 08 feierten das "Anrudern", wobei auch Freunde vom Ruderverein Flörsheim Boote zu Wasser ließen. "Allzeit gute Fahrt, gut Wasser unterm Kiel" hieß es, als Helmut Mayer und drei weitere Flörsheimer im Vierer ablegten. "Zehn Minuten, dann sind wir daheim." Vom Steg sahen ihnen Wolfgang Adrian, die kleine Enkelin Klara auf dem Arm, und Horst Ackermann, Abteilungsleiter der Rüsselsheimer Ruderer, hinterher.

Durch die Grünanlage am Main zurückspazierend, legten Rummelbummler gern eine Pause ein. Viele Radler waren dabei, so auch Kirsten Lechleuter und Dieter Albus aus Flörsheim, die ein Eis schleckten. Drei Damen saßen auf einer Bank: "Schön ist’s in den Mainwiesen", so Hanni Haase, die meinte, dass das Mainfest einlade, abseits des Vergnügungsparks das Flair am Fluss wiederzuentdecken. Dann machte sich auch dieses Trio auf, Speis’ und Trank auf dem Festplatz zu genießen. "Mal gucken, was so los ist."


Hier können die Wellen auslaufen

RRK-Aktive starten in die neue Saison

Aus "Main-Spitze" vom 02.05.2016

(cl). Des Flusses und der Liebe Wellen haben Vierer und Achter beim Anrudern auf dem Main am RRK-Bootshaus umspült. Denn zugleich mit dem alljährlichen symbolischen Zu-Wasser-Lassen der schnittigen Gefährte am Ende der dunklen Jahreszeit feierte nebenan eine Hockey-Klubkameradin Hochzeit.

Für den Chef der 100 Mitglieder starken Ruder-Abteilung, Horst Ackermann, ist das "ein gutes Zeichen. Glück dort, Glück bei uns". Anrudern aber ist nicht etwa gleichbedeutend mit der Wiederaufnahme des Ruderbetriebes. Gerudert wird das ganze Jahr über, wenngleich natürlich eingeschränkt.

Was ist demnach der Unterschied zwischen dem Rudern im Winter und dem im Sommer? "Im Winter", erläutert der RRK-Altvordere, "fährt man warm eingepackt und rackert sich nicht so ab; denn wenn man geschwitzt hat, wird man schnell krank", sagt das Argusauge, das über mehr als 30 Boote wacht.

Anekdötchen vom Anrudern? "Klar, jeder Einer fällt mal um. Wir im Vorstand kriegen natürlich nicht alles mit. Da schämen die sich ja, und gleich heißt es: Du warst in diesem Jahr Bademeister. Da braucht ja nur eine blöde Welle zu kommen." Und wer hätte gedacht? "Wir haben eine Fahrtordnung, abgestimmt mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt, damit man den Frachtern nicht in die Quere kommt."

Bier vom Fass, Kuchen, Kaffee, Sekt, Räkeln in der Sonne, Ruder-Spritztour zu den Flörsheimern, Abstecher zur Schleuse, Hinausschauen auf den glitzernd vorbeieilenden Fluss, Fachgesimpel und "Weißt Du noch, damals? Jeder musste mit einem Einer anfangen. Da bekommt man das beste Gefühl für ein Boot."

Apropos blöde Welle: Man ist stolz auf den Fluss und das Spiel seiner Wellen. Die Rüsselsheimer Wellen finden, so hört man von Horst Ackermann, sogar Gefallen bei den Frankfurter Ruderern, die deshalb zum Trainieren herkommen. "Unser Wasser ist besser, weil die Wellen auslaufen können. In Frankfurt", erläutert der Ruder-Chef, "ist das Ufer betoniert. Das erzeugt Wellen auf allen Seiten." Die Frankfurter wissen, was sie zwischen An- und Abrudern an den RRKlern haben.