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MAIN-SPITZE-TALK   Drei Generationen von RRK-Athleten stellen sich beim Hessentag im Vereinsdorf vor

Hier ist Hockey Herzenssache

MAIN-SPITZE-TALK   Drei Generationen von RRK-Athleten stellen sich im Vereinsdorf vor

Aus "Main-Spitze" vom 16.06.2017

(dom). Spätestens als 1968 der erste deutsche Meistertitel erkämpft wurde, ist Rüsselsheim nicht mehr nur eine Autostadt, sondern auch eine Hockey-Hochburg. Das ist vor allem Verdienst der Aktiven vom Rüsselsheimer Ruder-Klub (RRK), die mit viel Engagement, eiserner Disziplin und ungebrochenem Siegeswillen dafür gesorgt haben, dass die Sammlung an Medaillen, Pokalen und Wimpeln im Klubheim enorme Ausmaße angenommen hat. Als Beweis für die konstante Arbeit im Verein waren beim Main-Spitze-Talk am Donnerstag gleich drei Generationen von Hockey-Assen auf der Bühne versammelt. Moderator Stefan Schröder, Chefredakteur des Wiesbadener Kurier, begrüßte nicht nur Peter Kraus und Fritz Schmidt, zwei Rüsselsheimer Mitglieder der siegreichen Olympia-Mannschaft von 1972. Auch Bianca Heinz, die 1992 in Barcelona als Hockey-Torfrau Silber gewann und ihre Tochter Pauline, mittlerweile im U16-Nationalteam aktiv, stellten sich dem Hessentagspublikum vor.

Rüsselsheimer Teams punkten mit Zusammenhalt

"Was den RRK ausmacht, ist das Herz, das da drinsteckt", antwortet Bianca Heinz auf die Frage, worin sich der Rüsselsheimer Verein von den Edelclubs aus Hamburg, Köln und anderswo unterscheidet. Während in den dortigen Kadern viel Bewegung sei, Talente von hier nach da nach dort wechselten, lege man in Rüsselsheim neben der sportlichen Leistung vor allem auch auf den Zusammenhalt innerhalb der Teams großen Wert. Nicht selten blieben Jugendmannschaften bis ins Aktiven-Alter weitgehend zusammen und könnten mit ihrem gewachsenen Teamgeist auch den mit Stars besetzten Kadern Paroli bieten. Tochter Pauline, von ihren Mannschaftskolleginnen aus dem Publikum lautstark unterstützt, konnte dem nur zustimmen: "Das ist mit das Beste am Hockey: Ich stehe mit Freunden auf dem Feld."

Aus einer ganz anderen Hockey-Epoche berichteten die beiden Altmeister, Fritz Schmidt und Peter Kraus. Kraus, der mit zwei gehaltenen Siebenmetern gegen Hockey-Großmacht Pakistan Deutschland 1972 die erste olympische Goldmedaille sicherte, stand in seinen aktiven Jahren noch ohne Helm und Mundschutz im Kasten. Die Reparaturen an der sonstigen Ausrüstung habe er als gelernter Polsterer bei Opel teilweise selbst erledigt. Wie man Beruf und Leistungssport in Einklang bringt, war auch bei den Erzählungen von Bäckermeister Fritz Schmidt bestimmendes Thema. Er sei, um sich für die Höhenluft in der Olympiastadt Mexiko 1968 fit zu machen, nachts um 12 Uhr zur Arbeit gerannt, habe dann bis um sieben Uhr morgens in der Backstube gestanden und sei danach noch einmal zehn bis zwölf Kilometer durch den Wald gelaufen. "Und am frühen Abend stand noch Mannschaftstraining auf dem Programm", erzählte der langjährige RRK-Spielertrainer.

Peter Kraus

Fritz Schmidt

Bianca Heinz-Weiß

Pauline Heinz