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Pressestimmen zum Start und zum Verlauf der Hallenhockey-Bundesligarunde 2016/2017 der RRK-Damen in der Ersten Bundesliga − Was sind die Ziele? Was ist das Ergebnis?

INTERVIEW

"Spielerisch waren wir auf Augenhöhe"

Von Helmut Popp (aus "Rüsselsheimer Echo" vom 28.01.2017)

Im Sommer übernahm der 28 Jahre alte Lehramtsstudent Norman Hahl den Trainerstab bei den Hockey-Frauen des Rüsselsheimer RK. Mit seiner zuvor gerade erst wieder aufgestiegenen Mannschaft muss er im Feld zur Saison-Halbzeit als Bundesliga-Schlusslicht überwintern. Nur ein Spiel wurde gewonnen. Besser lief es in der Halle, in der um ein Haar der Einzug ins DM-Viertelfinale gelungen wäre. Ein 1:3 gegen den Mannheimer HC machte die Hoffnungen zunichte. Schon im Februar beginnt die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte im Feld. Im Gespräch mit Echo-Mitarbeiter Helmut Popp zieht Norman Hahl eine Zwischenbilanz – und blickt in die nahe Zukunft.

"Es wird sehr schwer." Trainer Norman Hahl über die Aussichten, mit den RRK-Damen in der 1. Feldhockey-Bundesliga zu bleiben.

Herr Hahl, seit gut einem halben Jahr sind Sie nun beim RRK. Wie gefällt es Ihnen als Pfälzer in Rüsselsheim?

NORMAN HAHL: Sehr gut. Ich wurde von den Spielerinnen und dem Verein prima aufgenommen. Konnte mich also auch problemlos einleben. Der RRK ist ja ähnlich strukturiert und traditionsreich wie die TG Frankenthal und der Dürkheimer HC. Für diese beiden Klubs hatte ich zuvor gespielt

Es bereitet Ihnen auch keine Probleme, Studium und Trainertätigkeit bei einem Bundesligisten unter einen Hut zu bringen?

HAHL: Bisher funktioniert alles perfekt. Nachdem ich mein Referendariat an einem Gymnasium in Mainz begonnen habe, bin ich von Frankenthal auch dorthin umgezogen. Von Mainz nach Rüsselsheim ist es ja nicht mehr so weit. Das wird wohl auch künftig für mich zu stemmen sein.

Als Trainer eines Bundesligisten hatten Sie gleichzeitig Ihre Spielerkarriere beendet. Vermissen Sie da jetzt etwas; juckt es manchmal nicht, nochmal selbst den Schläger in die Hand zu nehmen?

HAHL: Ja, das muss ich zugeben. Ich würde schon gerne auch selbst noch ein bisschen Hockey spielen. Dies habe ich gerade jetzt erst wieder in der Hallenrunde gespürt, als ich bei einigen Spielen der RRK-Männer zugeschaut habe. Da ist bei mir schon noch eine gewisse Lust drauf vorhanden. Aber ich habe mich nun mal für den Einstieg ins Trainergeschäft entschieden. Und deshalb ist eine Rückkehr aufs Feld gänzlich ausgeschlossen.

Warum hat es nun zum Abschluss der Hallenrunde im Spiel gegen Meister Mannheim nicht mit dem Einzug ins DM-Viertelfinale geklappt?

HAHL: Ich glaube schon, dass wir die klar favorisierten Mannheimerinnen vor große Probleme gestellt haben. Spielerisch waren wir mit denen auf Augenhöhe. Letztlich konnten sich meine Spielerinnen ihren großen Traum nicht erfüllen, weil sie beim Torabschluss die nötige Konsequenz vermissen ließen. Da machte sich etwas die Nervosität bemerkbar. Auch die Strafecken wurden nicht genutzt. Wobei die Mannheimerinnen diese aber auch blendend verteidigen. Ich habe mal in der Statistik nachgeschaut, die haben in der ganzen Runde nur ein einziges Eckentor zugelassen. Auch wenn es nicht ganz gelangt hat, war ich dennoch mit meiner Mannschaft zufrieden. Gegenüber dem 0:9 im Hinspiel war in allen Bereichen eine Steigerung offenkundig.

Was haben Sie empfunden angesichts der vollbesetzten Tribüne und der tollen Stimmung beim letzten Saisonspiel?

HAHL: Das war natürlich toll. Wir haben uns alle mächtig gefreut, dass es der Mannschaft durch deren starke Leistungen gelungen ist, bei den Leuten hier das Interesse am Hockey wieder zu wecken. Ich persönlich hätte mir allerdings gewünscht, dass wir auch schon in den Spielen zuvor ähnlich stark unterstützt worden wären. Unser Höhenflug und die Chancen auf das Play-off-Spiel hatten sich ja frühzeitig angedeutet. Aber auf jeden Fall macht dies nun Hoffnung im Hinblick auf die nächste Hallenrunde.

Letztlich war es Platz drei mit 18 Punkten in der Südgruppe der Hallen-Bundesliga. Wie beurteilen Sie das Abschneiden Ihrer Mannschaft?

HAHL: Die Platzierung ist okay und wird unserem momentanen Leistungsvermögen gerecht. Der ursprünglich angepeilte Klassenerhalt stand nie in Frage; nach vorne hin konnten wir es etwas spannender gestalten. Mit etwas Glück hätte es fürs Viertelfinale langen können. Knackpunkte, dass es nicht ganz gereicht hat, waren aus meiner Sicht die unglückliche Heimniederlage gegen München sowie der schwache Auftritt in der Partie beim TSV Mannheim.

Nun beginnt die Vorbereitung auf die Fortsetzung der Feldsaison. Sehen Sie da noch eine realistische Chance, dem drohenden Abstieg aus der Bundesliga entgehen zu können?

HAHL: Ja, aber es wird sehr schwer. Solange die Teams im hinteren Drittel weiter so eng beieinander liegen, können wir es noch schaffen. Immerhin ist noch die gesamte Rückrunde zu absolvieren. Wir spielen also noch einmal gegen jeden Konkurrenten. Man muss nun halt abwarten, wie uns im April der Start gelingt. Und aufpassen, dass uns der Berliner HC nicht vorzeitig uneinholbar davonzieht.

Sind schon irgendwelche personellen Veränderungen absehbar?

HAHL: Viktoria Krüger und Lena Jacobi, die ja sowieso nur für die Hallensaison eingesprungen ist, stehen nicht mehr zur Verfügung. Von externen Neuzugängen habe ich noch nichts gehört. Dennoch wird sich der Kader weiter verändern, denn intern kommen nun die Jugendspielerinnen des Jahrgangs 2000 hinzu. Das sind einige. Ich muss dann sehen, wen ich hiervon schon ins Fegefeuer Bundesliga schicken kann. Sicherlich eine spannende Aufgabe. Gleichermaßen für mich wie auch meinen Assistenten Christian Zimmermann und den für die Athletik verantwortlich zeichnenden Dennis Hoerl. In diesem Zusammenhang möchte ich die hervorragende Zusammenarbeit mit den beiden hervorheben. Wir verstehen uns prima, das könnte wirklich nicht besser laufen.

Trauriger Moment: Vicky Krüger, Lena Jacobi (verdeckt) und Spielführerin Eva Frank nach dem 1:3 gegen den Mannheimer HC und dem damit verbundenen Ende der Hallensaison. Ob die beiden Erstgenannten nochmal für den RRK zum Schläger greifen?


"Man soll ja niemals nie sagen"

NACHGEFRAGT ‒ RRK muss fortan aber wieder ohne Lena Jacobi und Vicky Krüger planen

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 25.01.2017)

Die drei ältesten Spielerinnen hatten sich in die Arme genommen, und es flossen Tränen. "Wir hätten gerne mindestens noch ein Spiel mehr gemacht", erzählt Vicky Krüger, "aber nun war es für 'Lensch' und mich ja das letzte Mal".

Eva Frank, 28 Jahre alte Kapitänin des Hockey-Bundesligisten Rüsselsheimer RK und hauptsächlich dafür verantwortlich, dass Krüger (30) und Lena ('Lensch') Jacobi (31) in dieser Hallensaison noch einmal für den Ruderklub zum Schläger gegriffen und damit nach sechs Jahren mal wieder die Tür zum Playoff-Viertelfinale aufgestoßen hatten, kann sich nicht mehr erinnern, welche Worte sie der innigen Umarmung nach der 1:3-Heimniederlage gegen den Mannheimer HC beifügte. "Aber es hat totalen Spaß gemacht, nochmal mit den beiden zusammengespielt zu haben", so Frank. Und: "Wer weiß, vielleicht klopfe ich vor der nächsten Hallenrunde nochmal bei ihnen an, falls sie dann noch in der Gegend sein sollten."

Obwohl Krüger ihr Praktikum beim DFB gerne in eine Festanstellung umwandeln würde und Jacobi bei einer Unternehmensberatung in Frankfurt arbeitet – weitere Einsätze sind nicht geplant. "Im Feld kann ich mir das nicht vorstellen. Aber man soll ja niemals nie sagen. Und wenn wirklich Not am Mann sein sollte, würde ich wohl schon aushelfen. Aber die Frage ist ja, was bringt das, wenn man jetzt vielleicht noch in der Bundesliga bleibt und nächste Saison das gleiche Dilemma von vorne losgeht", sagt Jacobi. Trotz ebenfalls weiterhin unstrittiger Erstligareife möchte sich auch Krüger maximal noch als Aushilfe in besonders prekären oder bedeutsamen Situationen sehen: "Ich hatte eigentlich ja schon im vergangenen Sommer aufgehört."

Stütze für den jungen RRK-Trainer in den Auszeiten

Wie wertvoll das erfahrene Duo in der unglücklich zu Ende gegangenen Hallensaison war, ist auch Norman Hahl absolut bewusst: "Lena und Vicky waren auch für mich eine Stütze in den Auszeiten oder wenn es sonst etwas zu besprechen gab. Schade, dass wir erst gegen Ende mit allen trainieren und unsere optimale Leistung bringen konnten", sagt der 28 Jahre junge RRK-Trainer in Erinnerung an die letztlich entscheidenden Hinrunden-Niederlagen gegen den Münchner SC (2:4) und beim TSV Mannheim (4:6). "Das wäre uns jetzt nicht mehr passiert", so Hahl. Und Eva Frank weiß, "dass unsere jungen Spielerinnen im Training schon zu Lena aufgeblickt haben und das eine zusätzliche Motivation bedeutete".

Nach einem spontanen Treffen am Sonntag in Franks Wohnung in Mainz, bei der das vermeidbare 1:3 am Nachmittag gegen Titelverteidiger MHC in der fast vollbesetzten Sporthalle Dicker Busch noch einmal diskutiert worden sei, dürfte die Hallenrunde bei der Teamsitzung am Dienstagabend im RRK-Bootshaus nur noch am Rande Thema gewesen sein. "Am 7. Februar beginnen wir mit der Vorbereitung auf die Feldrunde – mit dem Ziel, alles zu versuchen, die Liga zu halten", sagt Coach Hahl. Weitere Talente rücken nach und dürften für mehr Breite im Kader des Tabellenletzten sorgen; dazu wird die athletische Stürmerin Celina Hocks Anfang Mai aus den USA zurückerwartet.

Ob auch Ex-Nationalspielerin Marilena Krauss den Weg aus Hanau zurück an den Sommerdamm findet, ist fraglich. "Ich werde sie auf alle Fälle anrufen", sagt Frank, die davon ausgeht, dass die Hallensaison 2016/17 positiv nachwirkt. "Das hat uns sicherlich vorangebracht und Selbstvertrauen gegeben. Aber es ist noch lange hin, bis es wieder losgeht." Genau gesagt, bis zum 1. April. Dann steht die erste von elf Rückrundenpartien beim Tabellendritten Rot-Weiss Köln auf dem Programm. Höchstwahrscheinlich ohne Vicky Krüger und Lena Jacobi.


KOMMENTAR

Nicht belohnt

Martin Krieger zu den RRK-Hockeydamen (aus "Main-Spitze" vom 23. Januar 2017)

Es wäre die Krönung einer ganz starken zweiten Saisonhälfte gewesen, doch die finale Belohnung ist ausgeblieben: Die RRK-Damen gehören nicht zu jenen acht Teams, die am letzten Januar-Wochenende die Teilnehmer an der Final-Four-Endrunde in Mülheim ermitteln. Das ist bedauerlich, denn nach inzwischen sechsjähriger Abstinenz auf dieser Ebene hätte ein Weiterkommen allen im Ruderklub richtig gut getan. Den älteren Spielerinnen, die sich wieder oder einmal mehr bei ihrem Stammverein reingekniet haben. Zugleich hätten aber auch die jüngeren Kräfte erkennen können, wie gewinnbringend es sein kann, intensiv und beharrlich im Training zu arbeiten. Aber besonders dem jungen Damentrainer Norman Hahl hätte eine Qualifikation im Hinblick auf die Fortsetzung der Bundesliga-Freiluftsaison sehr geholfen. Hier geht es für den RRK als Tabellenletzter weiter, und für viele ist der Weg zurück in die Zweitklassigkeit vorgezeichnet. Und da in dieser Situation vor allem Erfahrung gefragt ist, wäre es enorm wichtig, wenn möglichst viele routinierte Kräfte an Bord blieben. Oder es aber zumindest in der Hallenrunde 2017/18 noch einmal wissen wollen.

Kampf bis zum Umfallen: Eva Frank steht der Frust ins Gesicht geschrieben, alle Bemühungen des RRK reichten nicht.


Alles gegeben, Traum geplatzt

Nur Kleinigkeiten und etwas Nervosität verhinderten den Rüsselsheimer Viertelfinal-Einzug. Trotz des 1:3 gegen Mannheim wurden die Hockey-Frauen im Dicken Busch gefeiert.

Von HELMUT POPP (aus "Rüsselsheimer Echo" vom 23.01.2017)

Nach langer Durststrecke erlebte die Opelstadt gestern mal wieder so ein richtiges Hockeyfest. Gut 350 Zuschauer sorgten für prächtige Stimmung in der Sporthalle Dicker Busch. Den Weg dorthin hatte erstmals seit vielen Jahren sogar das HR-Fernsehen gefunden, um vom Höhenflug der Rüsselsheimer RRK-Damen zu berichten. Das Sahnehäubchen konnte allerdings nicht geliefert werden: Die Rüsselsheimerinnen verloren gegen den Mannheimer HC mit 1:3 (0:1). Der Einzug ins DM-Viertelfinale wurde verpasst, die Saison in der Hallenhockey-Bundesliga Süd mit 18 Punkten auf Platz drei beendet. Im letzten Moment musste man dem Münchner SC (19 Zähler) den Vortritt lassen, der gegen Absteiger HG Nürnberg mit 8:0 wie erwartet gewann.

Schon am Samstag hatte sich die verzwickt anmutende Ausgangslage etwas aufgeklart. Die Münchnerinnen gewannen das Nachholspiel gegen den TSV Mannheim überraschend deutlich mit 6:1. Der Verlierer verabschiedete sich aus dem Rennen um Rang zwei; komplizierte Rechenspiele hatten sich fortan erübrigt. Nun lag München zwei Zähler hinter dem RRK, verfügte aber über die bessere Tordifferenz.

Und damit wussten die Rüsselsheimerinnen auch, dass für sie ein Unentschieden gegen den deutschen Meister Mannheimer HC nicht reichen würde. Es musste ein Sieg her. Und dies gegen einen Konkurrenten, der – zumindest gefühlt – seit ewigen Zeiten unter dem Hallendach nicht mehr verloren hat. Daran änderte sich auch gestern nach 60 kurzweiligen und packenden Minuten nichts. Sicher kullerte auf Seiten der knapp gescheiterten RRK-Spielerinnen nach der Schlusssirene die eine oder andere Träne als verständlicher Ausdruck der Enttäuschung. Die hatte sich aber bald wieder gelegt. Zusammen mit dem Trainerstab empfing man die Ovationen der Anhängerschar – und konnte schon wieder lachen.

Vorzuwerfen hatten sich die Gastgeberinnen nichts. Mit großem Kampfgeist hatten sie sich als Außenseiter dem Ligaprimus entgegengestellt. Alles probiert, wobei jedoch manche vielversprechende Aktion durch eine unübersehbare Portion Nervosität verdaddelt wurde. Trainer Norman Hahl: "Wenn uns irgendwann der Führungstreffer gelungen wäre, hätte sich diese Nervosität mit Sicherheit gelegt."

So aber waren die Schüsse aufs gegnerische Tor oft zu harmlos, ließen Genauigkeit wie auch Schärfe vermissen. MHC-Torfrau Nadine Stelter sah sich kaum vor Probleme gestellt. Auch nicht bei den drei Rüsselsheimer Strafecken in der ersten Hälfte: Eine konnte nach der Hereingabe nicht gestoppt werden, der zweite Versuch von Eva Frank wurde mühelos pariert, und nach der dritten Strafecke verfehlte Franks Schuss weit das Ziel. Zu überhastet auch der Abschluss von Viola Becker in der 11. Minute, und zu ungenau zielte einmal Ann-Paulin Heist nach zuvor energischem Sturmlauf über das gesamte Feld.

Das einzige Tor im ersten Abschnitt fiel deshalb auf der Gegenseite, erzielt von Maxi Pohl (22.). Der Mannheimer HC fackelte bei seinen Gelegenheiten nicht lange. Wie sieben Minuten nach Wiederbeginn Cecile Pieper, auf deren Konto das 2:0 ging. Der RRK kämpfte trotzdem weiter. Jedoch vorerst erfolglos: Mara Bentscheck scheiterte nach einer Kombination mit Eva Frank an Stelter, Frank visierte aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten an, und der Schlenzer von Petra Ankenbrand landete nur auf dem Tornetz. Die Zeit verrann. Sechs Minuten vor dem Ende eine letzte Auszeit von Hahl. Torhüterin Lisa Lahham blieb danach draußen. Stattdessen wurde mit sechs Feldspielerinnen agiert. Was prompt zum Erfolg durch Mara Bentscheck führte. Ehe dieses 1:2 aber neue Flügel verleihen konnte, stand es wenig später 1:3: Ballverlust im Mittelfeld – Emma Förter vollendete unbedrängt ins verlassene RRK-Gehäuse. Dessen Träume waren damit geplatzt. "Schade, aber meine Enttäuschung hält sich in Grenzen", kommentierte Hahl. Weil jede seiner Spielerinnen "heute gegen einen übermächtigen Gegner 100 Prozent gegeben" habe und man letztlich "nur an Kleinigkeiten" gescheitert sei.

RRK: Lisa Lahham; Eva Frank, Mara Bentscheck, Ann-Paulin Heist, Viktoria Krüger, Rebecca Schneider, Viola Becker, Petra Ankenbrand, Lena Jacobi, Lotta Hof, Antonia Wilfer, Charlotte Steiner.


Happy End bleibt verwehrt

Hockeydamen unterliegen Meister Mannheimer HC 1:3 und verpassen Playoffs

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 23.01.2017)

Eine fast volle Sporthalle Dicker Busch, das packendste und niveauvollste Spiel seit sechs Jahren geboten und überraschend sogar von den TV-Kameras des Hessischen Rundfunks eingefangen – aber am Ende flossen doch hier und da ein paar Tränchen der Enttäuschung: Die Hockeydamen des Rüsselsheimer RK haben das sportliche Happy End nicht geschafft und den Sprung ins Playoff-Viertelfinale verpasst. Das Heimspiel gegen den Deutschen Meister Mannheimer HC ging vor rund 350 Zuschauern 1:3 (0:1) verloren, und da parallel dazu der tags zuvor bereits 6:1 siegreich gebliebene Münchner SC auch Bundesliga-Absteiger HG Nürnberg 9:0 an die Wand spielte, blieb für den Ruderklub im Südgruppen-Endklassement eben "nur" der undankbare dritte Platz.

Hinrunden-Niederlagen gegen MSC und TSV wirken nach

Während sich die Enttäuschung beim heimischen Trainer Norman Hahl ("Es geht. Insgeheim musste man ja schon damit rechnen") in Grenzen hielt, saß der Stachel bei Lisa Lahham tiefer: "Natürlich ist die Enttäuschung groß; das war schließlich unser Endspiel heute. Leider haben wir in der Hinrunde daheim gegen München und beim TSV Mannheim unnötig Punkte liegen lassen", sagte die 27 Jahre alte Torhüterin. Kurz zuvor hatte die Studentin der Zahnmedizin ihr zweites Fernsehinterview gegeben, nachdem sie die letzten sechseinhalb Spielminuten zugunsten einer sechsten Feldspielerin von außen betrachtet hatte. "Ich finde, wir haben unsere Nervosität ziemlich schnell abgelegt, uns auch durch deren Führung nicht aus dem Konzept bringen lassen und alles gegeben."

Dass das nimmermüde, bisweilen etwas hektische Anrennen wenige Sekunden nach dem lauthals bejubelten 1:2-Anschlusstreffer durch Mara Bentscheck (54.) mit dem Mannheimer 1:3 ins leere Tor gekontert wurde, maß Lahham entscheidenden Charakter bei: "Das war ein Stellungsfehler von uns, aber wir mussten ja etwas riskieren und auf alle Fälle gewinnen."

Vielleicht hätten die Hessinnen den Erfolgsweg tatsächlich eingeschlagen, wäre ihnen in der sehr starken ersten Halbzeit die Führung gelungen. Die ersten beiden Strafecken missrieten – teils aus Nervosität, teils aus Übereifer – total, bei der dritten zielte Kapitänin Eva Frank weit vorbei. "Die Ecken hätten es heute bringen müssen", sprach denn auch Ex-Trainer Philipp Tangerding eine Schwachstelle an. "Das ist leider unser Hauptmanko, dass wir zu viele Chancen brauchen. Eine Führung hätte uns zweifellos Sicherheit gegeben und Druck genommen", bilanzierte Rüsselsheims aktueller Coach Hahl.

Während die im Gegensatz zum Unentschieden-Wochenende vor acht Tagen optimal besetzten Gäste zwar ihre einzige Strafecke an den Pfosten ballerten (9.), sich aber sonst schwertaten, die massierte RRK-Deckung zu überwinden oder Lisa Lahham zu prüfen, musste MHC-Keeperin Nadine Stelter viel häufiger eingreifen, wurde allerdings selten vor ernsthafte Probleme gestellt. Ein weiter Ball in den RRK-Schusskreis, den Maxi Pohl mit langem Arm soeben noch zum 0:1 verlängerte (22.) sowie ein überraschender Abschluss vom Schusskreisrand, bei dem Lahham die Sicht versperrt schien (37.) – mehr brachte der Titelverteidiger nicht zustande. "Der MHC-Trainer hat gesagt, dass sie mit dieser Gegenwehr nicht gerechnet hätten und 100 Prozent geben mussten", freute sich Hahl über das Lob seines Kollegen Philipp Stahr.

Ob diese 100 Prozent den Mannheimerinnen im Heimspiel gegen Rot-Weiss Köln reichen werden, um die Endrunde in Mülheim zu erreichen, bleibt abzuwarten.


Noch 60 nervenaufreibende Minuten

Die RRK-Hockeyspielerinnen haben sich einiges vorgenommen: Mit einem Sieg gegen Titelverteidiger Mannheim wollen sie ins DM-Viertelfinale einziehen.

Von Helmut Popp (aus "Rüsselsheimer Echo" vom 21.01.2017)

Nein, feuchte Hände hatte Norman Hahl beim Telefongespräch mit dem Echo nach eigener Aussage noch nicht. Aber in gespannter Erwartung blickt der junge Hockey-Coach dem morgigen Sonntag schon entgegen. Denn dann sieht er sowohl sich als auch – und eigentlich in erster Linie – die von ihm trainierten Frauen des Rüsselsheimer RK "vor einer großen Herausforderung" stehen. Ab 14 Uhr wird in der Sporthalle Dicker Busch zum Halali in der Südgruppe der Hallen-Bundesliga geblasen. Im Vergleich mit dem deutschen Meister Mannheimer HC wollen die Rüsselsheimerinnen ihren zweiten Platz verteidigen. Um so die schon einige Jahre anhaltende Durststrecke beenden und sich erstmals wieder für das Play-off-Viertelfinale zu qualifizieren. Als Belohnung würde dann eine Woche später ein Ausflug an den Rhein winken: Zum Meister der Gruppe West, der wahrscheinlich Düsseldorfer HC, möglicherweise aber auch Rot-Weiss Köln, heißen wird.

Noch 60 Minuten

So weit ist es aber noch lange nicht. Erst müssen die RRK-Spielerinnen noch 60 womöglich nervenaufreibende Hockeyminuten gegen die bereits als erneuter Südmeister fest stehenden Mannheimerinnen überstehen. Und dies eben möglichst mit einem Sieg. Sagt sich so leicht. Wird aber nur schwerlich umzusetzen sein. Immerhin ist der Mannheimer HC in dieser Saison unter dem Hallendach noch ungeschlagen. Wobei die bis dahin nach sieben Siegen völlig weiße Weste aber in der Vorwoche die ersten Flecken erhielt. Ausgerechnet in den Duellen mit den RRK-Konkurrenten Münchner SC (4:4) und TSV Mannheim (1:1) musste sich Titelverteidiger MHC mit zwei Unentschieden begnügen. Der konnte die Punktverluste zwar leicht verschmerzen. Für Rüsselsheim könnte dies aber noch Folgen haben.

Nach dem famos erkämpften 3:2-Sieg in München hat der RRK 18 Zähler auf dem Konto. Der TSV Mannheim deren 14 und München 13. Beide werden am Sonntag vermutlich optimal punkten: Der TSV gegen die Frankfurter Eintracht und der MSC gegen Absteiger HG Nürnberg. Heute treffen die beiden allerdings in einem Nachholspiel aus der ersten Halbserie in München direkt aufeinander. Ein Unentschieden wäre da aus Sicht des RRK das Wunschresultat. Den Rüsselsheimerinnen könnte dann nämlich eine knappe Niederlage gegen den Mannheimer HC zum Weiterkommen reichen, um womöglich durch die bessere Tordifferenz die Nase vorne zu behalten. Es könnte aber auch ganz anders kommen.

Jedenfalls gibt es sehr viele Varianten, wie der extrem spannende Dreikampf um Platz zwei letztlich ausgehen könnte. RRK-Coach Norman Hahl hat den Taschenrechner am Sonntag vorsorglich griffbereit. Auspacken möchte er ihn jedoch nicht. Hahl mag diese komplizierten Rechenspiele nämlich nicht. Und geht auch nicht davon aus, dass sich sein Team eine Niederlage erlauben darf. Also setzt er stattdessen auf die momentan starke Verfassung seiner Mannschaft, die seit dem Jahreswechsel alle vier Bundesligaspiele gewinnen konnte. Der Trainer vertraut auf die beiden Führungsspielerinnen Eva Frank (vierfache Torschützin am letzten Wochenende) und Lena Jacobi, die druckvollen Angriffsaktionen von Petra Ankenbrand und ganz hinten auf die Paraden von Torfrau Lisa Lahham. Ja, er vertraut auf das komplette Kollektiv. "Wir haben keine Verletzungssorgen und können in Bestbesetzung auflaufen."

Und die soll nun dem Mannheimer HC die erste Saisonniederlage beibringen. Wie das klappen soll, nachdem vor wenigen Wochen das Hinspiel sang- und klanglos mit 0:9 verloren wurde? "Meine Mannschaft ist seitdem zusammengewachsen, hat sich weiter entwickelt. Die vielen Fehler, die sie in Mannheim gemacht hat, wird sie diesmal nicht wiederholen", ist Hahl überzeugt. Gemeinsam mit seinem Assistenten Christian Zimmermann ("die Zusammenarbeit mit ihm ist optimal, wir stimmen uns stets ab") hat Norman Hahl seine Spielerinnen auf den sonntäglichen Höhepunkt vorbereitet. Nun hoffen die beiden Übungsleiter "auf ein für uns glückliches Ende nach tollem Spiel in vollbesetzter Halle".

MHC verspricht Vollgas

Die Rüsselsheimer gehen nicht davon aus, dass die Gäste im Schongang und mit angezogener Handbremse agieren werden. Was von MHC-Trainer Philipp Stahr bestätigt wird: "Es ist gut, dass es für den RRK noch um etwas geht. So wird es auch für uns noch mal ein echtes Wettkampfspiel. Mit Blick auf das Viertelfinale gehen wir auf jeden Fall mit stärkster Besetzung ins Spiel und werden Vollgas geben." An vorderster Front stehen dann auch zwei ehemalige Rüsselsheimerinnen aus unterschiedlichen Generationen. Die 30-jährige Lydia Haase (25 Saisontore) und die 17-jährige Camille Nobis (16 Treffer), die noch in der B-Jugend das RRK-Trikot trug, führen die Torschützenliste der Bundesliga Süd an.

Gemeinsam sind wir stark: Die RRK-Hockeydamen um Trainer Norman Hahl haben es selbst auf dem Schläger, nach sechs Jahren das Ende der Hallensaison mal wieder hinauszuzögern.


Saisonsieg sieben und alles wäre klar

Rüsselsheims Hockeydamen können daheim gegen Meister Mannheimer HC das Viertelfinal-Ticket lösen

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 20.01.2017)

Seit die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK sich im K.o.-Modus befinden, läuft es ergebnistechnisch wie geschmiert. Doch obwohl alle vier Rückrundenaufgaben in der Südgruppe der Bundesliga mit optimalen drei Punkten gelöst werden konnten, könnte es sein, dass auch noch der finale Akt an diesem Sonntag ab 14 Uhr in der Sporthalle Dicker Busch in gleicher Weise gestaltet werden muss. Unter Umständen kann auch ein Unentschieden gegen den Mannheimer HC nach sechs Jahren mal wieder den Weg ins Playoff-Viertelfinale ebnen, aber um sich überhaupt keinen Kopf machen zu müssen, wäre wohl schon der siebte Rüsselsheimer Saisonsieg vonnöten.

Genau das indes ist leichter gesagt als getan. Der MHC hat nicht nur in dieser Runde noch nicht verloren, sondern ist saisonübergreifend seit 22 Partien ungeschlagen. Entsprechend kommt der Tabellenführer auch als aktueller Deutscher Meister sowie mit der Empfehlung an den Untermain, dem Ruderklub in der Hinserie beim 9:0 die empfindlichste Niederlage in mittlerweile 30 erstklassigen Jahren beigebracht zu haben. "In der ersten Halbzeit hätten wir durchaus in Führung gehen können, haben aber keine Ecke reingemacht. Nach der Pause kam von uns dann allerdings nichts mehr", erinnert sich Lena Jacobi ungern an das Aufeinandertreffen am späten 4. Advent. "Das war auch für mich etwas Neues, so hoch zu verlieren."

Wenn die 31 Jahre alte Ex-Nationalspielerin dem zweiten hessisch-badischen Kräftemessen dennoch zuversichtlich entgegenblickt, dann hat das weniger damit zu tun, dass der Titelverteidiger zuletzt zweimal über Teilerfolge nicht hinausgekommen ist. "Wir haben uns im Saisonverlauf deutlich verbessert, sind alle fit und freuen uns richtig auf dieses Spiel. Und wir haben kräftig die Werbetrommel gerührt", sagt Jacobi. In den Übungseinheiten sei zunehmend mehr darüber geredet worden, welche Möglichkeiten sich eröffnen könnten. "Aber ich bin überzeugt, dass der MHC alles bei uns auffahren wird und sich für das Viertelfinale einstimmen will", so Jacobi.

Eine Einschätzung, die die Worte des Mannheimer Coachs stützen: "Es ist gut, dass es für den RRK noch um etwas geht. So wird es für uns noch mal ein echtes Wettkampfspiel. Mit Blick auf das Viertelfinale gehen wir auf jeden Fall mit Bestbesetzung ins Spiel und werden Vollgas geben", so Philipp Stahr. Dessen beste Torschützin hat ihr Handwerk übrigens beim RRK gelernt: Die 30-jährige Lydia Haase (25 Saisontreffer) wechselte im Sommer 2007 zum MHC.


Alles selbst auf dem Schläger

Hockeydamen nach 4:3 im Hessenderby und 3:2 in München auf Viertelfinalkurs

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 16.01.2017)

Was nach der Hinrunde fast undenkbar schien, kann am nächsten Sonntag nun doch sagenhafte Realität werden: Die Hockeydamen des Rüsselsheimer RK haben es im Heimspiel gegen den Mannheimer HC selbst auf dem Schläger, den Titelverteidiger ins Playoff-Viertelfinale der deutschen Hallenmeisterschaft zu begleiten. Der Ruderklub, letztmals 2011 über die Hauptrunde in der Südgruppe der Bundesliga hinausgekommen, holte auch am zweiten Wochenende des neuen Jahres optimale sechs Punkte und hat als Tabellenzweiter aktuell vier Zähler Vorsprung auf den TSV Mannheim. Da der TSV noch ein Nachholspiel in München bestreitet, ist freilich noch alles offen. Am besten wäre demnach, die Rüsselsheimer Erfolgsgeschichte würde am Sonntag gegen den aktuellen Champion MHC um das fünfte Kapitel fortgeschrieben.

NACH DÜSSELDORF?

Sollten die RRK-Damen das Viertelfinale erreichen, ginge es am 28./29. Januar zum Westgruppen-Ersten, der wohl Düsseldorfer HC heißen dürfte. Die Rheinländerinnen gehen, bei einer mehr ausgetragenen Partie, mit fünf Zählern Vorsprung auf RW Köln ins letzte Punktpiel.

"Ich denke, wir haben uns jetzt in die beste Ausgangslage gebracht, glaube aber nicht, dass wir uns am letzten Spieltag eine Niederlage erlauben können." Bei aller Freude über den Coup in Bayerns Landeshauptstadt war RRK-Trainer Norman Hahl um Bodenhaftung bemüht. "Aber natürlich war der Jubel bei der Schlusssirene groß und die Halle sonst ganz still. Im Gegensatz zur Hinrunde hatten wir in diesem Duell auf Augenhöhe diesmal das bessere Ende für uns", so Hahl...

Rüsselsheimer RK: Lahham; Heist, Krüger, Wilfer, Hof, Jacobi, Bentscheck, Frank, P. Ankenbrand, Schneider, Becker, Steiner.


Hessenderby soll perfekte Kür folgen

RRK-Hockeydamen möchten Schwung aus Eintracht-Heimspiel mit nach München nehmen

Aus "Main-Spitze" vom 13.01.2017

(kri). Zuerst die Pflicht am Samstag (14.30 Uhr) daheim lösen, dann wohlbehalten am Abend München erreichen und tags darauf (12 Uhr) eine möglichst perfekte Kür nachschieben: Auf diesen Nenner lässt sich das vorletzte Punktspiel-Wochenende in der Hallenhockey-Bundesliga aus Sicht des Rüsselsheimer RK bringen. In der Südgruppe der viergeteilten Eliteliga haben sich die RRK-Damen beim Kampf um die zweite Viertelfinal-Fahrkarte drei Begegnungen vor Toresschluss neben den punktgleichen Teams vom Münchner SC und TSV Mannheim in Stellung gebracht. Da die beiden Rivalen noch ein Nachholspiel bestreiten, weiß auch RRK-Trainer Norman Hahl, "dass wir rechnerisch weiterhin auf uns alleine gestellt sind und wohl alles gewinnen müssen."

Angefangen werden soll damit im Hessenderby gegen die Frankfurter Eintracht. "Da wir die HG Nürnberg zweimal geschlagen haben und die Eintracht sich auf einem ähnlichen Level bewegt, bin ich da schon ziemlich optimistisch", sagt Hahl. Anders als beim nur phasenweise überzeugenden Auftritt am Riederwald (7:4) hofft der 28-jährige Referendar, "dass uns ein richtig gutes Spiel gelingt und wir den Schwung mit nach München nehmen können". Verständlich, denn aufgrund der vermeidbaren und späten 2:4-Heimniederlage gegen den MSC muss der Ruderklub in der bayrischen Landeshauptstadt voll auf Sieg spielen.

Neben Jacobi und Hof auch Kapitänin Frank dabei

Und kann das in diesmal optimaler personeller Besetzung auch tun: Im Gegensatz zum Hinrunden-Wochenende gegen die gleichen Gegner ist diesmal Ex-Nationalspielerin Lena Jacobi und Abwehrstütze Lotta Hof mit dabei. "Vielleicht hätten wir schon zu Hause mehr Druck machen müssen. Diesmal werden wir auf jeden Fall offensiver agieren", so Hahl. Dessen Optimismus ist noch dadurch befördert worden, dass Kapitänin Eva Frank einen längeren Arbeitseinsatz an der Nordsee abgeschlossen hat und am Freitag – trotz Sturmtiefs "Egon" – zurückerwartet wurde. "Natürlich war ich erleichtert, denn sie kann auch ohne Training sehr wertvoll für uns sein", sagt der RRK-Coach.

Analog zur Vorwoche setzt sich der RRK-Tross am Samstag spätestens um 17.30 Uhr in südöstlicher Richtung in Bewegung. Die Einstimmung auf das wohl wegweisende Spiel in der Münchner Sporthalle Allach werde ganz normal ablaufen: "Nach einem Morgenlauf wird gefrühstückt. Danach schauen wir Video und besprechen die Taktik", verrät Hahl. Es versteht sich von selbst, dass er und seine Mädels nichts dagegen hätten, dass ihr sonntäglicher Gastgeber tags zuvor gegen Spitzenreiter Mannheimer HC Federn und Kräfte lässt...


RRK-Frauen fegen den Tabellenzweiten 8:2 aus der Halle

Toller Start ins neue Jahr für die RRK-Frauen. Nach zwei Siegen dürfen sie wieder aufs Play-off-Viertelfinale hoffen.

Aus "Rüsselsheimer Echo" vom 09.01.2017

hpp - Geht da vielleicht doch noch etwas in Richtung DM-Viertelfinale? Im Abschlusstraining hatten sich die Hockey-Frauen des Rüsselsheimer RK eingeschworen. Der zweite Platz in der Hallen-Bundesliga Süd sei keinesfalls abgeschrieben. "Das hat mich ungemein beeindruckt", kommentierte Trainer Norman Hahl die Aussage seiner Schützlinge.

Noch mehr aber, dass den Worten nun am Wochenende auch eindrucksvolle Taten folgten. Mit zwei Siegen wurde das Punktekonto auf zwölf verdoppelt: Am Samstag zu Hause ein imposantes 8:2 gegen den TSV Mannheim, am Sonntag ein 4:1 beim Schlusslicht Nürnberg. Der Klassenerhalt ist somit fix – und Rang zwei bei einem Sieg am nächsten Sonntag in München wieder möglich...

Aufgebot des RRK: Lisa Lahham; Antonia Wilfer, Eva Frank (nur gegen Mannheim), Mara Bentscheck, Lena Jacobi, Ann-Paulin Heist, Viktoria Krüger, Rebecca Schneider, Viola Becker, Petra Ankenbrand, Clara Buchholz (nur in Nürnberg), Lotta Hof.


Gelingt Revanche gegen TSV?

RRK-Hockeydamen nach Mannheim-Heimspiel noch bei HG Nürnberg zu Gast

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 06.01.2017)

Gut, dass der letzte Auftritt 2016 schon fast drei Wochen zurückliegt. Nach dem deprimierenden 0:9 beim Mannheimer HC könnten die Hockeydamen des Rüsselsheimer RK zwar noch etwas bedröppelt unterm Christbaum gesessen haben, doch spätestens mit dem Jahreswechsel sollte das frustrierende Erlebnis zum Hinrundenausklang der Hallenrunde abgeschüttelt worden sein. Schließlich nimmt die Bundesliga am Wochenende wieder Fahrt auf, und obwohl das Team von Trainer Norman Hahl nach zwei Auftakterfolgen zuletzt drei Mal verloren hat, muss in Sachen Playoff-Viertelfinale das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Gelingt am Samstag (14.30 Uhr) in der heimischen Sporthalle Dicker Busch gegen den zweitplatzierten TSV Mannheim die Revanche für das 4:6 und springt tags darauf (11 Uhr) der erwartete Sieg beim Tabellenletzten HG Nürnberg heraus – die (Sport-)Welt sähe schon wieder viel freundlicher aus.

Mit höheren Zielen indes mag sich beim Ruderklub verständlicherweise aktuell niemand beschäftigen. "Die Pause hat uns gutgetan; jetzt schauen wir einfach von Spiel zu Spiel und wollen zuerst mal den TSV schlagen", sagt Eva Frank. Die 27-jährige Kapitänin kann nur am Samstag mithelfen, da sie am Sonntag zu beruflichen Dreharbeiten in den hohen Norden aufbricht. Gleichwohl weiß sie aus hinlänglicher Erfahrung, dass es am Sonntag beim punktlosen Schlusslicht nicht leicht wird. "Deren Halle ist einfach blöd, weil der Boden total weich ist und man den Ball nicht wie gewohnt laufen lassen kann", so Frank.

Beim Trainer hat die Niederlagenserie Spuren hinterlassen: "Ich war schon ziemlich enttäuscht, dass wir beide Spiele in Mannheim verloren haben. Mein erstes Ziel ist es nun, drei Punkte in Nürnberg zu holen, um in Sachen Klassenerhalt 'safe' zu sein“, sagte Norman Hahl. Doch auch personelle Probleme drücken auf die Stimmung: "Maike Pinger und Charlotte Steiner sind krank, Isabel Scherer kommt erst Sonntag aus dem Familienurlaub zurück." Dafür ist Ex-Nationalspielerin Lena Jacobi zweimal am Ball, und es besteht zudem die Möglichkeit, dass die von anhaltenden Fußschmerzen geplagte Lotta Hof einen ersten Versuch in dieser Hallenrunde wagt. "Sie hat am Dienstag mittrainiert, und vielleicht versucht sie es mal in einem Spiel", so Hahl.


Ohne Punkt und beim Meister sogar ohne Tor

Rüsselsheims Hockeydamen nach Advent-Wochenende in Mannheim bitter enttäuscht

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 19. Dezember 2016)

Jetzt wird es eine Kärrnerarbeit, aus dieser Hallensaison noch etwas Besonderes zu machen: Die mit zwei sicheren Siegen gestarteten Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK laufen nach Vollendung der Hinrunde in der Südgruppe der Bundesliga Gefahr, trotz besserer Besetzung erneut über eine Mitläuferrolle nicht hinaus zu kommen. Nach dem vermeidbaren und unglücklichen ersten Misserfolg daheim gegen den Münchner SC (3:5) ging der Ruderklub am letzten Advent-Wochenende in Mannheim nicht nur komplett leer aus und sackte auf den vierten Tabellenplatz ab, sondern bezog beim Meister eine deftige 0:9-Klatsche.

RRK-Coach sieht noch eine Minichance aufs Viertelfinale

"Wir müssen in der Rückrunde nun alle Spiele gewinnen und zudem darauf hoffen, dass München und TSV Mannheim irgendwo Federn lassen. Eine Minichance aufs Viertelfinale ist noch da, aber wir müssen jetzt erst mal wieder von Spiel zu Spiel denken", sagte eine hörbar enttäuschter RRK-Trainer Norman Hahl, der sich in der Quadratestadt eigentlich drei Punkte auf die Fahne geschrieben hatte. Während das Team sich am Freitag noch mal trifft, dürfen Hahl und Co-Trainer Christian Zimmermann am Dienstag beim Rhein-Main-Derby zwischen Eintracht Frankfurt und Mainz 05 schon mal entspannen...

Rüsselsheimer RK: Lisa Lahham (TW), Viktoria Krüger (1), Antonia Wilfer, Ann-Paulin Heist, Mara Bentscheck (1), Clara Buchholz, Lena Jacobi, Eva Frank, Viola Becker, Rebecca Schneider (1), Petra Ankenbrand (1), Isabel Scherer (Samstag) und Charlotte Steiner (Sonntag)


Der Meister lässt extrem spät bitten

Rüsselsheim Hockeydamen am Sonntag erst um 19.30 Uhr beim Mannheimer HC / Sieg beim TSV auf Agenda

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 16.12.2016)

Nach anfänglich harscher Ablehnung findet Eva Frank die ungewöhnliche Anstoßzeit inzwischen "ganz cool. Fast ein bisschen Flutlichtatmosphäre, obwohl es ja schon um 16.30 Uhr dunkel wird", erklärt die 27 Jahre alte Kapitänin des Rüsselsheimer RK mit einem Augenzwinkern. An einem Sonntag um 19.30 Uhr, mit dem am 4. Advent das letzte Punktspiel-Wochenende 2016 in der Hockey-Bundesliga mit der Partie bei Titelverteidiger Mannheimer HC abgeschlossen wird, sei sie jedenfalls in ihrer langen Laufbahn noch nie aufgelaufen. Völlig normal angesetzt ist das samstägliche (17 Uhr) RRK-Gastspiel beim TSV Mannheim.

Dass besondere Gründe vorliegen müssen, warum der Meister zu einem derart späten Anstoßtermin bitten lässt, liegt auf der Hand. "Es gab eine Doppelbelegung mit einem Jugendturnier in unserer Halle, und vorziehen wollte Rüsselsheim nicht. Aber das ist auch für uns alles andere als ein günstiger Termin", sagte Nadina Kanler, MHC-Stürmerin und in der Geschäftsstelle tätig. "Eigentlich war 16 Uhr geplant, aber der MHC hat das dem DHB falsch gemeldet und wollte früh morgens spielen. Das haben wir abgelehnt, weil die Regenerationszeit dann zu kurz ist. Und dann blieb nur noch der späte Termin übrig", erklärt RRK-Trainer Norman Hahl.

Wie auch immer – das Wochenende hat es für den Ruderklub in sich. Denn wenn das Team im Rennen um den zweiten Playoff-Platz hinter Topfavorit Mannheimer HC bleiben will, "müssen wir drei Punkte holen, um dranzubleiben", sagt Hahl. Dass der 28-Jährige den Fokus in dieser Richtung eher auf den TSV Mannheim richtet, ist naheliegend. Besagter TSV wurde beim Vorbereitungsturnier 4:2 bezwungen, obwohl da drei wertvolle Stammkräfte fehlten, und mühte sich zudem zu einem 5:3-Erfolg beim Tabellenletzten HG Nürnberg.

Eine davon ist Petra Ankenbrand, für die diese Begegnung nach vier Jahren im TSV-Trikot noch immer etwas Besonderes ist: "Die wissen halt genau, wie ich spiele", sagt die 25-jährige Stürmerin. Dass sie lieber in der Halle als draußen mit Krummstock und Hartplastikball hantiere, wurde jüngst beim arg unglücklichen 2:4 gegen den Münchner SC sichtbar – auch wenn sie mit vielen ihrer Torschüsse haderte.

Da Coach Hahl schwer davon ausgeht, "dass am Ende die Tore zählen", wäre es gut, wenn sich Petra Ankenbrand und alle anderen für das anstehende Wochenende ein paar Treffer aufgespart hätte. Wobei es am Sonntag zu später Stunde eher darum gehen dürfte, Gegentore zu vermeiden. Nach respektablen ersten 30 Minuten gingen Eintracht Frankfurt (1:3/1:12) und TSV Mannheim (4:5/5:12) gegen den Titelverteidiger ziemlich unter, der auch den Münchner SC 8:3 abservierte.

"Alle Teams haben bislang versucht, mitzuspielen. Ich bin mal gespannt, wie es bei denen läuft, wenn man etwas tiefer steht", sinniert Hahl über die beste Taktik gegen das stark besetzte Team um die Ex-Rüsselsheimerin Lydia Haase (12 Tore). Sicher ist, dass Ex-Nationalspielerin Lena Jacobi ab jetzt immer zur Verfügung steht; dazu hat Stürmerin Isabel Scherer ihre Erkältung überwunden und könnte in den Kader zurückkehren.


Späte Tore besiegeln erste Niederlage

Trotz energischer Gegenwehr verloren die RRK-Frauen am Sonntag gegen München. Dafür entschieden sie am Vortag das Hessenderby für sich.

Von HELMUT POPP (aus "Rüsselsheimer Echo" vom 12.12.2016)

Samstag in Frankfurt konnten die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK noch mit 7:4 gewinnen. Doch gestern setzte es zu Hause gegen den Münchner SC mit 2:4 die erste Niederlage in der Hallen-Bundesliga-Süd. Rückkehrerin Lena Jacobi fehlte aus beruflichen Gründen in beiden Spielen. Mit sechs Punkten ist der RRK Tabellenzweiter...

Aufgebot des RRK: Lisa Lahham; Antonia Wilfer, Eva Frank, Mara Bentscheck, Ann-Paulin Heist, Viktoria Krüger, Rebecca Schneider, Charlotte Steiner, Viola Becker, Petra Ankenbrand, Clara Buchholz (nur in Frankfurt), Selina Windgaß (nur gegen München).


Vorgezogene Bescherung?

RRK-Hockeydamen bei der Eintracht und gegen Münchner SC auf Punktejagd

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 09.12.2016)

Ginge es nach den Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK, dann könnte die Hallensaison durchaus jetzt schon zu Ende sein. Zumindest die Punktrunde in der Südgruppe der Bundesliga. Denn dort rangiert der RRK nach dem ersten Spieltag direkt hinter Titelverteidiger Mannheimer HC auf Rang zwei und hätte somit nach sechs Jahren mal wieder den Vorstoß ins Viertelfinale geschafft.

Ob im RRK-Lager in dieser Richtung über den 9:3-Auftakterfolg gegen Neuling HG Nürnberg hinaus möglicherweise intensiver nachgedacht werden darf, darüber könnte das dritte Advent-Wochenende Erhellendes zu Tage fördern. Am Samstag (15 Uhr) gastiert der Ruderklub bei der Frankfurter Eintracht, tags darauf (12.30 Uhr) geht‘s in der heimischen Sporthalle Dicker Busch gegen den Münchner SC. "Mit vier Punkten hätten wir weiterhin alles selbst in der Hand, sechs Punkte wären eine vorgezogene Bescherung, und bei null Punkten wäre die Saison für uns fast schon gelaufen", macht Trainer Norman Hahl deutlich, was Sache ist.

Da der 28-jährige Pfälzer grundsätzlich positiv gestimmt sei, hält er die letzte Option für wenig wahrscheinlich. Allerdings weiß auch er, dass sein Vorgänger Philipp Tangerdings vor Jahresfrist in Frankfurt eine unliebsame Überraschung erlebte: Nach 15 Minuten 0:4 in Rückstand geraten, stand am Ende eine 4:5-Pleite im Hessenderby zu Buche. "Und diese Punkte haben am Ende gefehlt", so Hahl – wohl wissend, dass der am letzten Spieltag 3:1 bezwungene Münchner SC im Endklassement drei Zähler vor dem RRK lag. "Da die Mädels darüber reden, sollten sie gewarnt sein. Wir müssen geduldig bleiben – auch wenn sich das Spiel wieder zäh entwickeln sollte", sagt Hahl.

Während er vom Trainer des Mannheimer HC noch ein Videoband vom 12:1-Coup in Frankfurt erwarte, muss die Vorbereitung auf den Münchner SC ohne allerneuste Eindrücke ablaufen. Das MSC-Auftaktspiel gegen TSV Mannheim ist auf Ende Januar verlegt worden. Bei Turnieren in Nürnberg und Mannheim ist der RRK aber zweimal auf die Münchnerinnen getroffen, hat zunächst 1:10, dann 3:4 verloren. "Da waren wir nicht komplett", sagt Hahl, was freilich auch für das aktuelle Wochenende gelten wird: Ex-Nationalspielerin Lena Jacobi kann gar nicht, Eva Frank am Samstag bestenfalls auf den letzten Drücker dazustoßen. Dafür ist die Schulterverletzung bei Stammkeeperin Lisa Lahham so abgeklungen, dass einem Mitwirken nichts im Wege steht.


"Da ist noch Luft nach oben"

Rüsselsheims Hockeydamen haben Neuling HG Nürnberg beim Saisonstart im Griff – 9:3

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 05.12.2016)

Der Trainer war zufrieden, die Spielführerin ebenfalls. Verständlich, denn mit einem ungefährdeten 9:3(4:1)-Erfolg gegen HG Nürnberg hatte sich die Hallenrunde für die Hockeydamen des Rüsselsheimer RK überaus angenehm angelassen. "Aber da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben", sagte RRK-Coach Norman Hahl – wohl wissend, dass der Bundesliga-Aufsteiger aus Franken in seinen Mitteln doch ziemlich limitiert war und der mühelose Auftakt schwerlich als echter Gradmesser für das wahre Leistungsvermögen des Ruderklubs taugt. "Aber neun Tore sind ganz ordentlich, wobei wir noch einige gute Chancen haben liegen gelassen", befand Hahl. Und für Kapitänin Eva Frank "waren drei Gegentreffer gegen diesen Gegner fast ein bisschen viel. Wir können sicherlich noch besser verteidigen".

Dass vor gut 150 Zuschauern in der Sporthalle Dicker Busch nicht alle Rädchen in der heimsicher Defensive optimal ineinandergriffen, dafür gab es freilich Gründe. Ex-Nationalspielerin Lotta Hof musste aufgrund einer entzündeten Ferse bis auf Weiteres passen, Torhüterin Lisa Lahham war aufgrund anhaltender Beschwerden in der rechten Schulter geschont worden. Deren Vertreterin Nina Ankenbrand freute sich zwar darüber, zum vierten Mal in der Bundesliga zwischen den Pfosten gestanden zu haben, ärgerte sich aber über den dritten Gegentreffer aus spitzem Winkel: "Da muss ich eigentlich nur die rechte Schulter hochziehen", sagte die 30-Jährige.

Dass deren jüngere Schwester Petra durch eine starke Bronchitis vom Mitwirken abgehalten worden war, macht deutlich, dass der RRK-Saisonstart längst nicht in optimaler Besetzung stattgefunden hatte. Und da obendrein zu erwarten steht, dass Rückkehrerin und Ex-Nationalspielerin Lena Jacobi – im Ersatztrikot von Eva Frank mit der Nummer 51 aufgelaufen und Torschützin zum 2:1 (12.) – mit zunehmender Praxis noch mehr Impulse wird setzen können, dürfen Team, Betreuer und Fans den kommenden Wochen entsprechend positiv entgegensehen...

Rüsselsheimer RK: Nina Ankenbrand; Viola Becker, Eva Frank, Mara Bentscheck, Ann-Paulin Heist, Viktoria Krüger, Rebecca Schneider, Isabel Scherer, Antonia Wilfer, Lena Jacobi und Charlotte Steiner.

Wechselt den Nationaldress gegen das RRK-Trikot: Lena Jacobi


Überraschung: Lena Jacobi ist zurück

Mit Ex-Nationalspielerin Lena Jacobi als prominente Rückkehrerin wollen die Rüsselsheimer Hockey-Frauen beim heutigen Hallenauftakt gegen Nürnberg gewinnen.

Von HELMUT POPP (aus "Rüsselsheimer Echo" vom 03.12.2016)

Am Samstag geht es wieder los: Im Hockey wird unter dem Dach um Bundesligapunkte gekämpft. In der Süd-Gruppe starten die Frauen des Rüsselsheimer RK dabei mit einem Heimspiel. Gegner ist um 15 Uhr in der Sporthalle Dicker Busch das Team des Wiederaufsteigers HG Nürnberg. Für die Rüsselsheimerinnen also zum Auftakt der relativ kurzen Hallensaison eine machbare Aufgabe. Bis zum 22. Januar sind in der Gruppenphase fünf Heim- und fünf Auswärtsspiele zu absolvieren. Danach ziehen die beiden Erstplatzierten ins Play-off-Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft ein, der Letzte muss den Weg in die 1. Regionalliga Süd antreten.

Klar, dass der RRK mit diesem Abstieg nichts zu tun haben will. Es wurmt die Spielerinnen genug, bereits im Feld zur Saison-Halbzeit auf dem letzten Rang der Bundesliga überwintern zu müssen. Allerdings sind Feld- und Hallenhockey zwei völlig verschiedene Sportarten. Unter dem Dach werden die Karten neu gemischt. Und da kann Rüsselsheims Trainer Norman Hahl nach den Eindrücken der Vorbereitung zumindest "ein kleines Maß an Zuversicht" versprühen. Von den fünf Konkurrenten im Süden werden vermutlich der Münchner SC sowie der Mannheimer HC für den RRK eine Nummer zu groß sein. Doch mit den restlichen drei – Eintracht Frankfurt, TSV Mannheim und eben Startgegner Nürnberg – darf man sich mindestens auf Augenhöhe wähnen. An einem guten Tag sollten diese Gegner für den RRK allesamt schlagbar sein. Also werden auch gegen die HG Nürnberg drei Punkte angestrebt. Die Franken kommen zwar als Neuling, verfügen jedoch aus der Vergangenheit über Bundesligaerfahrung. Jedoch wurde diese Erfahrung vornehmlich als Fahrstuhlmannschaft gesammelt: In einem Jahr auf-, prompt im nächsten dann wieder abgestiegen.

Hahl: "Für uns eine tolle Verstärkung"

Erst vor zwei Wochen, beim "Hallen-Cup des Südens", trafen Rüsselsheim und Nürnberg schon zweimal aufeinander. Beide Partien endeten zugunsten des RRK (2:1 und 6:3). Noch nicht im Rüsselsheimer Aufgebot stand da eine frühere Nationalspielerin, die mittlerweile für die bevorstehende Hallenrunde die Rückkehr zu ihrem ehemaligen Verein verkündet hat: Die 31-jährige Lena Jacobi (72 Länderspiele) wird sich vorübergehend noch mal das Trikot des RRK überstreifen. Aus beruflichen Gründen war sie vor kurzem von Berlin nach Frankfurt gezogen. Hockey wollte sie zwar nicht mehr spielen, hat sich aber nun von ihren früheren Rüsselsheimer Kolleginnen "anbaggern lassen". Voraussichtlich steht Jacobi nur in sechs der zehn Saisonspielen zur Verfügung, aber immerhin. "Für uns auf jeden Fall eine tolle Verstärkung. Lena ist technisch auf einem hervorragenden Niveau", freut sich Trainer Norman Hahl.

Gemeinsam mit Torhüterin Lisa Lahham, Eva Frank und Viktoria Krüger sorgt Lena Jacobi für die nötige Erfahrung in der ansonsten jungen Rüsselsheimer Mannschaft. Sie taugt auf jeden Fall als Leitfigur. Und hilft, zwei schmerzliche Ausfälle zu kompensieren. Stürmerin Marilena Krauss ist zu ihrem Heimatverein Hanauer THC gewechselt, Emma Kanz will aus Studiengründen in der Halle pausieren. Lena Jacobi freut sich auf ihr Comeback: "Es ist schön, noch mal für den Verein zu spielen, bei dem ich aufgewachsen bin." Ein über die bevorstehende Hallenrunde hinausgehendes Engagement schließt die Unternehmensberaterin allerdings ausdrücklich aus: "Für die Feldrunde stehe ich auf keinen Fall mehr zur Verfügung. Die paar Spiele in der Halle sind zum Abschluss gerade noch okay. Alles andere wäre mir dann aber zu viel."


Lena Jacobi lässt den RRK hoffen

Rückkehrerin soll Rüsselsheimer Hallenhockey beflügeln

Aus "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 2. Dezember 2016

west. Bei den Damen des Rüsselsheimer RK sind in den vergangenen Jahren viele talentierte Spielerinnen an die Bundesliga herangeführt und von anderen Klubs abgeworben worden. Eine der vielen verlorenen Töchter des Klubs zieht es nun nach acht Jahren wieder nach Hause. Lena Jacobi kehrt nach 72 Länderspielen und unter anderem zwei Hallen-Europameistertiteln zurück und gilt als Hoffnung für die am Wochenende beginnende Hallenrunde. Die Rückkehrerin soll für Erfolgserlebnisse sorgen, die für den Tabellenletzten der Feldrunde sehr selten waren.

In der Bundesliga sind aus hessischer Sicht nur die Damen des RRK und der Frankfurter Eintracht vertreten, bei den Herren sind der SC Frankfurt 1880, der RRK und der Limburger HC zweitklassig unterwegs. Lena Jacobi ist für RRK­Coach Norman Hahl nach den ersten Eindrücken der Vorbereitung schon eine "sehr große Verstärkung" auf der zentralen Mittelposition. Der Trainer erhofft sich durch sie auch eine Entlastung von Eva Frank. Die Kapitänin wird in dem jungen Team nicht mehr den Großteil der Verantwortung allein schultern müssen, sondern könne "befreiter aufspielen", sagt Hahl. Dem ersten Heimspiel gegen die HG Nürnberg an diesem Samstag (15 Uhr) misst der Coach "richtungweisende Bedeutung zu".

In der sechs Teams umfassenden Süd-Gruppe der Bundesliga werden der Mannheimer HC und der Münchner SC oben erwartet, für die restlichen vier Mannschaften geht es vorrangig darum, den einen Abstiegsrang zu vermeiden...


Fast nur positive Vorzeichen

Personell aufgewertete RRK-Hockeydamen wollen gut starten und dann weitersehen

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 02.12.2016)

Das Spiel mit der Bande und unter dem schützenden Hallendach hat den Hockeydamen des Rüsselsheimer RK seit dem Aufstieg in die Bundesliga anno 1987 schon immer besonders gelegen. 15 Europacup-Triumphe und neun deutsche Meisterschaften sprechen für sich. Und auch wenn es seit fast sechs Jahren nicht mehr zum Einzug ins Play-off-Viertelfinale gereicht hat, so ist zumindest der Erstliga-Status – anders als unter freiem Himmel – bislang nicht wirklich in Gefahr geraten.

Wenn sich an diesem Samstag (15 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger HG Nürnberg der Vorhang zur Bundesliga-Punktrunde hebt, dann dürfte sich daran mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts ändern. "Gerade das letzte Turnier beim TSV Mannheim hat mich doch sehr positiv gestimmt. Und die Stimmung im Team ist auch deutlich besser geworden," sagt Norman Hahl.

Dies, so der 28 Jahre alte RRK-Trainer, liege vor allem daran, "dass die Mädels einfach wissen, dass es im Gegensatz zum Feld nicht nur gegen den Abstieg geht." Die Auftaktpartien gegen Nürnberg und bei Eintracht Frankfurt betrachtet er als Möglichkeit, "uns frühzeitig fast aller Sorgen zu entledigen und um uns dann eventuell Gedanken über andere Ziele machen zu können. Unser erstes Ziel ist es aber, mit dem Abstieg so schnell wie möglich nichts zu tun zu haben."

Nachdem sie früher lieber draußen dem Hartplastikball hinterhergerannt ist, "weil mir das anfangs in der Halle zu taktisch war", mag Eva Frank mittlerweile die Indoor-Variante lieber. "Und ich gehe auch stark davon aus, dass wir in der Halle mehr Spiele gewinnen als draußen", sagt die 27 Jahre alte Kapitänin – wohl wissend, dass sie nach bislang einem "Dreier" mit ihren Teamkolleginnen in der Feld-Bundesliga als Tabellenletzter überwintert.

ALLE SPIELE DER RRK-DAMEN ‒ H = Heimspiel (Sporthalle Dicker Busch)

Dezember

3. HG Nürnberg (15.00/H/Aufsteiger)
10. Eintracht Frankfurt (15.00/A/Vorsaison: 5.)
11. Münchner SC (12.30/H/2.)
17. TSV Mannheim (17.00/A/4.)
18. Mannheimer HC (19.30/A/1.)

Januar

7. TSV Mannheim (14.30/H)
8. HG Nürnberg (11.00/A)
14. Eintr. Frankfurt (14.30/H)
15. Münchner SC (12.00/A)
22. Mannheimer HC (14.00/H)

Dass das Auftaktspiel gegen Nürnberg "schon unangenehm werden kann", wie Frank meint, ficht den Rüsselsheimer Übungsleiter nicht an: "Für uns zählt hier nur der Sieg, egal wie", erklärt Hahl. Und der Pfälzer ist guter Dinge, dass am Samstag optimal gepunktet wird: "Unser neues System hat offensiv wie defensiv wirklich gut funktioniert. Und wenn wir uns ganz zurückziehen, wird es sehr schwer, ein Tor gegen uns zu erzielen." Titelverteidiger Mannheimer HC sieht er im Süden zwar ganz vorne, "aber mit TSV Mannheim sind wir absolut auf Augenhöhe und auch der Münchner SC ist für uns nicht unschlagbar".

Sollte im Laufe der Saison tatsächlich irgendwann die Chance bestehen, nach längerer Zeit mal wieder um das Play-off-Viertelfinale mitspielen zu können, dann wird dies ursächlich auf der spürbar besseren personellen Ausgangslage basieren. Viktoria Krüger (30) und Ex-Nationalspielerin Lena Jacobi (31) bringen neben spielerischer Klasse vor allem jene Erfahrung mit, die dem jungen RRK-Team noch abgeht. Zwar sind Lotta Hof (Ferse) wie Lisa Lahham (Schulter) angeschlagen und Petra Ankenbrand (Bronchitis) erkrankt, "aber mit Lena war beim Turnier in Mannheim gleich ein ganz anderes Tempo drin. Und es war schön, zu sehen, dass sie noch an die alten Strukturen anknüpfen konnte", berichtet Eva Frank. Und da die 70-malige Nationalspielerin Jacobi mit Franks zweitem Schläger gut zurechtgekommen ist, sei es keine Frage, "dass sie den weiterhin benutzen darf".


Interview mit Hockeyspielerin Lena Jacobi

zu ihrer Rückkehr zum Bundesligisten Rüsselsheimer RK

Das Interview führte Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 30.11.2016)

Nach rund sieben Jahren in Hamburg und Berlin hat der Job die gebürtige Mainzerin Lena Jacobi vor einigen Monaten wieder ins Rhein-Main-Gebiet zurückkehren lassen. Ein Glücksfall für den Hockey-Bundesligisten Rüsselsheimer RK, der die Erfahrung der 31-Jährigen aus vielen Bundesliga-Spielzeiten sowie 70 Länderspielen in der an diesem Samstag (15 Uhr, gegen HG Nürnberg) anrollenden Hallensaison gut gebrauchen kann.

Frau Jacobi, wie kam es dazu, dass Sie in dieser Hallensaison noch einmal für ihren Heimatverein RRK zum Schläger greifen?

Nach der letzten Hallenrunde sollte eigentlich Schluss sein, weil ich nach vier Jahren Job und Bundesliga gemerkt habe, dass das keine so gute Kombination ist. Da ich in die Unternehmensberatung wollte, bin ich beruflich nach Frankfurt gezogen. Das haben die RRK-Mädels, mit denen ich noch zusammengespielt habe und auch befreundet bin – allen voran Eva Frank und Vicky Krüger – natürlich mitgekriegt und ein bisschen gebaggert. Und es ist ja auch eine schöne Sache, noch mal für den Verein zu spielen, bei dem ich aufgewachsen bin.

Vergangenen Sonntag sind Sie beim Turnier des TSV Mannheim erstmals wieder im RRK-Trikot aufgelaufen und haben beim 4:3 gegen Uhlenhorst Mülheim gleich das Siegtor erzielt. Wie war‘s insgesamt?

Eigentlich besser, als ich das für möglich gehalten hatte. Schließlich hatte ich den Schläger längere Zeit gar nicht mehr, beziehungsweise nur zum Spaß mal in der Hand gehabt. Ich war echt überrascht, wie gut es auch ohne Training ging, wobei das für mich schon eine unangenehme Situation ist, praktisch nicht mittrainieren zu können, weil ich beruflich oft im Ausland bin. Zum Glück kann ich mich einigermaßen fit halten.

Beim Club an der Alster Hamburg und beim Berliner HC haben Sie Vereine aus Großstädten kennen gelernt. Wo sehen Sie die größten Unterschiede zum RRK?

Der BHC ist zwar ein bisschen größer, aber sonst ziemlich ähnlich. Da kriegen die Spieler auch kein Geld. Alster ist schon ein ganz anderer Klub, bei dem monetär mehr möglich ist. In Hamburg hat Hockey aber auch einen ganz anderen Stellenwert, und durch die vielen Derbys sind vergleichsweise viele Zuschauer da. Ich kann sagen, dass ich mich überall wohlgefühlt habe.

Sie sind zweimal Hallen-Europameisterin geworden. Ist das Thema Nationalteam abgehakt?

Vollkommen abgehakt. Ich bin im Frühjahr 2015 zurückgetreten, weil ich gemerkt habe, dass die Energie für Job und Hockey auf diesem Niveau einfach nicht reicht. Und deshalb habe ich auch die Überlegungen, ob ich bis Olympia 2016 weitermachen soll, nicht mehr weiterverfolgt. Auch hier gibt es noch Kontakte, und ich war ja auch in Rio vor Ort und habe mit den Mädels die Bronzemedaille gefeiert.

Gibt es auch vor der Xten-Hallensaison noch persönliche oder kollektive Ziele?

Ich freue mich, wenn es mit den Mädels gut läuft. Und wenn ich auf dem Platz stehe, will ich auch gewinnen und so gut wie möglich abschneiden. An die deutsche Meisterschaft denke ich nicht, hätte aber auch nichts dagegen.

Der RRK überwintert als Tabellenletzter der sportlich höherwertigen Feld-Bundesliga. Haben Sie vor, auch dort mitzuhelfen oder Ihre Laufbahn hier vielleicht komplett ausklingen zu lassen?

Für die Feldrunde stehe ich auf keinen Fall zur Verfügung; das wird mir einfach zu viel. Die Halle liegt mir grundsätzlich mehr, und deshalb ist das als Abschluss noch mal okay. Ich denke aber auch, der RRK hat nichts davon, wenn eine Unterstützung ohne Nachhaltigkeit bleibt. Dazu ist es durchaus möglich, dass ich wieder nach Berlin zurückgehe.


Zuversicht wächst

RRK-Damenteam beim Turnier des TSV Mannheim nach drei Siegen Zweiter / Jacobi-Comeback

Aus "Main-Spitze" vom 29.11.2016

 (kri). Die Hockeydamen des Rüsselsheimer RK können dem Beginn der Bundesliga-Hallensaison am kommenden Wochenende ein stückweit zuversichtlicher entgegenblicken. Das Team von Trainer Norman Hahl, gleichwohl längst nicht optimal besetzt, schloss das letzte Vorbereitungsturnier beim TSV Mannheim überraschend auf dem zweiten Platz hinter dem Deutschen Meister Mannheimer HC ab.

"Das war insgesamt ein positives Wochenende mit überraschend guten Spielen von uns", erstattete Hahl denn auch zufrieden Bericht. Vor allem die knappe 3:4-Niederlage gegen den Münchner SC (vor acht Tagen noch 10:1-Sieger!) und der 4:3-Erfolg gegen Uhlenhorst Mülheim hatten dem 28-jährigen RRK-Übungsleiter gefallen: "Gegen München waren wir auch ohne Lena Jacobi, die erst am Sonntag dabei war, auf Augenhöhe, und Mülheim will ja zur Endrunde."

Große Erfolge, aber auch Enttäuschungen: Lena Jacobi nach dem verlorenen Finale der Hallen-WM 2015 in Leipzig. In dieser Hallenrunde greift die 30-Jährige wieder für ihren Heimatverein RRK zum Schläger.

Los ging‘s für den Ruderklub mit dem 4:2 gegen Gastgeber TSV, dem die "unnötige" Niederlage gegen den MSC folgte. Tags darauf, und nach acht Jahren erstmals wieder durch Rückkehrerin Jacobi (30) verstärkt, folgte der knappe Sieg gegen Mülheim und zum Abschluss ein 5:1 gegen Hessenrivale Eintracht Frankfurt. "Da hat Eva Frank alleine vier Tore geschossen", lobte Hahl die Kapitänin und Haupttorschützin. Angetan war der Coach aber vor allem von Ex-Nationalspielerin Jacobi: "Man konnte auch ohne Training sofort erkennen, dass sie es kann und technisch auf einem hervorragenden Niveau ist."


"Verlorene Tochter" ist zurück

Lena Jacobi greift beim Turnier des TSV Mannheim wieder für den RRK zum Schläger

Aus "Main-Spitze" vom 25.11.2016

(kri). Läuft alles nach Plan, dann wird eine der vielen "verlorenen Töchter" nach Stationen in Hamburg und Berlin an diesem Samstag beim Turnier des TSV Mannheim erstmals nach rund acht Jahren wieder für den Rüsselsheimer RK zum Hockeyschläger greifen: Lena Jacobi (30), die 72 Mal das Nationaltrikot getragen hat und unter anderem zweimal Hallen-Europameisterin geworden ist, hat ihren Lebensmittelpunkt wieder ins Rhein-Main-Gebiet verlegt. "Eine tolle Verstärkung", freut sich RRK-Trainer Norman Hahl, weiß aber, dass die beruflich stark eingespannte Jacobi nicht immer dabei sein wird. "Geplant sind sechs der zehn Bundesligaspiele", sagt Hahl.

Die Rückkehr kommt zur rechten Zeit. Denn neben den Abgängen vor der Feldrunde haben sich vor dem Beginn der Hallensaison am 3. Dezember weitere Löcher aufgetan: Marilena Krauss ist zu ihrem Stammverein Hanauer THC gewechselt, Emma Kanz legt eine studienbedingte Pause ein und Lotta Hof droht aufgrund hartnäckiger Fersenschmerzen auszufallen. "Es ist jedenfalls nicht besser geworden", berichtet Hahl.

So oder so weiß der 28 Jahre alte Übungsleiter des Ruderklubs genau, dass nicht mehr viel Zeit bis zum Punktrundenstart bleibt. Und es entsprechend gilt, das Turnier in Mannheim für den letzten Feinschliff zu nutzen. "Wir werden versuchen, unsere beiden Taktiken fein zu justieren", so Hahl, der aber erst am Sonntag auf die A-Jugendlichen zurückgreifen kann. Analog zum Turnier in Nürnberg warten am Wochenende erneut drei Gegner auf den RRK: Neben Gastgeber TSV auch Mannheimer HC und Uhlenhorst Mülheim. Am Sonntag folgt dann noch ein Platzierungsspiel.


Spezieller Schulterschluss

Beide RRK-Teams beim "Hallen-Cup des Südens" in Nürnberg auf Rang drei

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 22.11.2016)

Gemeinsamer Turnierbesuch, im selben Hotel genächtigt und jeweils nach Siegen gegen den gleichen Gegner auf Platz drei geendet: Die beiden Hockey-Topteams des Rüsselsheimer RK haben beim "Hallen-Cup des Südens" einen speziellen Schulterschluss hinbekommen. Am vorletzten Wochenende, bevor es für die Damen in der Ersten und für die Männer in der Zweiten Bundesliga ernst wird, probten beide Kollektive des Ruderklubs in der Franken-Metropole den Ernstfall. Und bekamen von der starken Konkurrenz zum Teil deutlich vor Augen geführt, wo es aktuell noch klemmt.

Unter dem Strich indes kehrten beide RRK-Vertretungen mit einem positiven Gefühl an den Untermain zurück. Nach zum Teil heftigen Niederlagen kam hier und da der Schlussakkord nicht schräg daher. Die von Norman Hahl trainierten Rüsselsheimer Damen hielten Erstliga-Rückkehrer HGN 6:2, die Schützlinge von Männercoach Jonathan Elliott die Heimmannschaft 3:2 nieder. "Schön war, dass wir das letzte Spiel so deutlich gewonnen haben", sagte Hahl. Und auch Teamsprecher Niklas Isselhard konnte so den "positiven Abschluss" hervorheben und obendrein attestieren, "der Runde nun mit einem besseren Gefühl entgegenzusehen".

Das Damenturnier ließ sich sich aus hessischer Sicht gut an. Der RRK bezwang die Gastgeberinnen 2:1, musste fortan aber ohne die stark erkältete Kapitänin Eva Frank auskommen. Dies schlug sich prompt in einer 1:10-Packung gegen den Münchner SC nieder. "Die waren in allen Belangen einen Schritt weiter als wir", räumte Hahl unumwunden ein. Dies sei tags darauf trotz des 2:4 gegen TSV Mannheim nicht der Fall gewesen. "Ein Spiel auf Augenhöhe, das leider unter ein paar Fehlentscheidungen der Schiedsrichter litt", so Hahl zum 2:4. Auch ohne Lotta Hof (Fersenverletzung) und Stammkeeperin Lisa Lahham (Schulterblessur) stand dann zum Abschluss das sichere 6:2 gegen die HGN zu Buche, bei dem sich erneut Petra Ankenbrand als Haupttorschützin hervortat.

Zwar erstmals wieder mit den länger verletzten Phil Bosche und Alexander Hupf, aber dafür gänzlich ohne Routiniers nach Nürnberg gefahren, hatten die RRK-Männer zunächst einen sehr schweren Stand. Speziell gegen die Erstligisten Münchner SC (2:9) und den konterstarken Nürnberger HTC (2:14), aber auch vom 2:7 (0:5) gegen die gleichklassigen Hausherren. "Von der ersten Halbzeit war unser Trainer gar nicht erbaut", so Isselhard. Obwohl der Kader am Sonntag durch Punktspiele der Reserven auf acht Feldspieler ausgedünnt war und die Kräfte im vierten Spiel über 50 Minuten schwanden, verdient der 3:2-Sieg über die HGN Respekt. "Mega gut gegen den Ball" hätten er und seine Teamkollegen da gearbeitet und sich den Mut machenden Erfolg durch Tore von Nils Büttner (2) und Isselhard selbst verdient.


Meilenstein in Nürnberg

Beide RRK-Topteams treffen beim "Hallen-Cup des Südens" auf starke Gegner

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 18.11.2016)

"Ladys first" heißt es am Samstag auch bei den beiden besten Hockeyteams des Rüsselsheimer RK. Und angesichts etlicher Baustellen-Kilometer auf der viel befahrenen A3 Richtung Süden könnte es ein kleiner Vorteil sein, dass die RRK-Damen beim Hallen-Vorbereitungsturnier der HG Nürnberg bereits um 11.35 Uhr bereitstehen müssen, während die Männer des Ruderklubs gut zwei Stunden später erstmals ran müssen.

So oder so – für beide Kollektive ist der "Hallen-Cup des Südens" ein Meilenstein bei der Einstimmung auf die in 14 Tagen anrollende Punktrunde. Sechs der acht Mannschaften mischen in dieser Hallensaison in der Ersten Bundesliga mit, was entsprechend niveauvolle Vergleiche verspricht. Nach dem Sieg beim bereits ordentlich besetzten Turnier in Bad Dürkheim ist Rüsselsheims Damentrainer Norman Hahl guter Dinge, dass es für sein Team auch am Wochenende gut laufen kann. Vicky Krüger und Kapitänin Eva Frank sind erstmals mit an Bord, was dank deren großer Erfahrung in den jeweils 50-minütigen Partien gegen die Gastgeberinnen, TSV Mannheim und Münchner SC sicherlich hilfreich sein wird.

"Im Tor bin ich mal gespannt, wie‘s läuft", sagt Hahl, nachdem Stammkeeperin Lisa Lahham ihre verletzte Schulter schont und durch Nina Ankenbrand vertreten wird. Ansonsten ist alles an Bord, wobei Isabel Scherer erst am Sonntag dazustößt, wenn das Turnier mit Platzierungsspielen ausklingt.

Gänzlich ohne Routiniers muss dagegen Männercoach Jonathan Elliott in der "Bratwurst-Hochburg" auskommen. Mirco Fuchs, Christian Minar und Jan Petersen – auch Frank Trautmann ist wieder ins Training eingestiegen – geben der Familie den Vorrang. "Das ist schon ein ganz wichtiges Turnier für uns", sagt denn auch Teamsprecher Niklas Isselhard – wohl wissend, dass die Konkurrenz sehr stark einzuschätzen ist. Nur die HGN gehört wie der Ruderklub der Zweiten Liga an, Auftaktgegner Münchner SC und die sonntäglichen Frühsportler vom Nürnberger HTC (9 Uhr) sind erstklassig unterwegs. "Wir werden bestimmt noch das eine oder andere ausprobieren", so Isselhard.

Trainer Norman Hahl ist mit dem Vorbereitungsauftakt in der Halle zufrieden.


Weiße Weste für Frauen und Männer

Das lässt hoffen: Mit zwei Turniersiegen in Bad Dürkheim begann für die Rüsselsheimer Hockeymannschaften die Hallenvorbereitung.

Aus "Rüsselsheimer Echo" vom 16.11.2016

Die Hockeymannschaften des Rüsselsheimer RK sind seit Anfang November unter das Dach gewechselt und bereiten sich auf die anstehende Hallensaison vor. Erstmals um Punkte wird am 3. Dezember gekämpft. Los geht es dann mit Heimspielen in der Sporthalle Dicker Busch. Jeweils gegen die HG Nürnberg. Die Bundesliga-Frauen spielen um 15 Uhr und danach, 17.15 Uhr, die Männer in der 2. Liga Süd.

Bis dahin wird allerdings unter der Anleitung der Trainer Norman Hahl (Frauen) und Jonathan Elliott (Männer) in den Übungseinheiten noch viel Schweiß fließen. Denn, eine gute konditionelle Verfassung ist bei dieser flotten und laufintensiven Sportart Voraussetzung für eine erfolgreiche Runde. Zudem gilt es, nach den Spielen auf dem Feld, erst mal wieder die völlig konträren Abläufe in der Halle zu verinnerlichen.

Eine erfolgreiche Runde heißt für beide Teams in erster Linie, den Klassenerhalt möglichst ungefährdet zu sichern. Mehr scheint derzeit noch nicht drin zu sein. Nicht für die junge Frauenmannschaft des RRK, die wohl erst wieder in ein paar Jahren einen der beiden ersten Plätze in der Bundesliga Süd – und damit den Einzug ins Play-off-Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft – ins Visier nehmen kann. Und wahrscheinlich auch nicht für die Rüsselsheimer Männer. Die haben sich in der Vergangenheit stets vergeblich um die Rückkehr ins Oberhaus bemüht. Zunächst wiederholt knapp am Wiederaufstieg gescheitert, drohte in den vergangenen Jahren phasenweise sogar ein weiterer Abstieg.

Sieg trotz fehlendem Trio

Mittlerweile haben beide RRK-Teams zum Vorbereitungsauftakt schon die ersten Gehversuche unter Wettkampfbedingungen erfolgreich bestanden. Beim Hallenturnier in Bad Dürkheim hatten die Rüsselsheimer am Ende die Nase vorne. Fünf ihrer vier Spiele gewannen die Frauen: 4:1 gegen den Dürkheimer HC, 5:4 gegen DHC Hannover, 4:1 gegen Crefelder HTC und 2:1 gegen Blau-Weiß Köln. Nur gegen den Marienthaler HC musste sich der RRK mit einem 2:2 begnügen. Trainer Norman Hahl sprach von "einem unsererseits hervorragend verlaufenen Wettkampf". Der verspricht einiges, zumal mit Eva Frank, Viktoria Krüger und Rebecca Schneider drei der erfahrenen Spielerinnen fehlten.

Die RRK-Männer blieben in der Pfalz ebenfalls unbesiegt. Sie setzten sich in der Vorrunde gegen den Feudenheimer HC (5:4) und den Düsseldorfer SC (5:1) durch. Das 4:4 gegen DHC Hannover reichte zum Gruppensieg. Im Halbfinale folgte ein 4:2 gegen den Hanauer THC, ehe im Finale Gastgeber und Ligakonkurrent Dürkheim mit 5:2 abgefertigt wurde. hpp


RRK-Männer beim Dürkheimer Fassturnier ebenso siegreich wie Frauen

Hajri ragt mit acht Toren heraus / Lob für Talente

Von Thomas Schulz (aus "Main-Spitze" vom 08.11.2016)

Beim ersten Dürkheimer Fassturnier setzten sich beide Hockeyteams des Rüsselsheimer RK durch und gewannen jeweils ein ausrangiertes Barrique-Weinfass – ohne Inhalt. Was die RRK-Bundesligadamen anbelangt, fand Coach Norman Hahl nur lobende Worte für sein Ensemble: "Dafür, dass wir erst zwei Tage zuvor das erste Hallentraining absolviert hatten, lief der gesamte Wettkampf wirklich hervorragend, zumal die erfahrenen Spielerinnen wie Eva Frank, Viktoria Krüger oder Rebecca Schneider überhaupt nicht dabei waren."

Der RRK kassierte in den fünf Partien keine Niederlagen. Hahl: "Die Jungen haben das wirklich gut gemacht. Wir sind verdientermaßen Turniersieger geworden. Es war ein super Wettbewerb, um nach der Feldrunde in die Hallenabläufe reinzukommen." Nun gehe es weiter mit den Übungseinheiten, am kommenden Wochenende ist frei, ehe acht Tage später ein weiteres Vorbereitungsturnier in Nürnberg auf dem Programm steht.

Dass der RRK ausgerechnet gegen den Hamburger Regionalligisten Marienthaler HC nur 2:2 spielte, tat nichts zur Sache, denn gegen den Dürkheimer HC (4:1), Regionalligist DHC Hannover (5:4) sowie die Bundesligisten Crefelder HTC (4:1) und Blau-Weiß Köln (2:1) konnte jeweils gewonnen werden – entsprechend mühelos damit auch das komplette Turnier. Am Ende rangierten die Opelstädterinnen mit 13 Punkten deutlich vor dem Ausrichter Dürkheim (10), der in der Oberliga angesiedelt ist und überraschend Bundesligist Crefelder HTC 4:3 bezwang.

Auch beim Gesamtauftritt der Rüsselsheimer Hockeyherren an der Weinstraße gab es nichts zu meckern. Die RRK-Sechs spielte gegen Nord-Zweitligist DHC Hannover 4:4, schlug den in der 2. Regionalliga Südwest angesiedelten Feudenheimer HC 5:4 und gewann unerwartet deutlich 5:1 gegen West-Zweitligist Düsseldorfer SC, womit der Staffelsieg in der Gruppe B perfekt war. Im Halbfinale gewann die Crew von Trainer Jonathan Elliott dann 4:2 gegen Regionalligist Hanauer THC und setzte sich im Endspiel klar mit 5:2 gegen den ebenfalls in der Zweiten Bundesliga Süd agierenden Gastgeber Dürkheimer HC durch.

"Der Finalsieg fiel etwas zu hoch für uns aus. Ansonsten war unser Coach natürlich sehr zufrieden, wobei im Angriff Mounir Hajri mit acht Toren herausragte", sagte Mannschaftssprecher Niklas Isselhard. "Wichtig war aber auch die Defensivarbeit. Während am Samstag Routiniers wie Mirco Fuchs oder Frank Trautmann eingesetzt wurden, durften am Sonntag vier junge Spieler zeigen, was sie in der Abwehr drauf haben. Insofern kann man in dieser frühen Phase der Hallenvorbereitung nur ein positives Fazit ziehen."