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RRK-Damen und die Feldhockey-Saison 2015/16 in der 2. Liga − Vorbereitung und Verlauf! Mit Philipp Tangerding als Trainer in die Feldrunde!

 

Riesige Freude bei den Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK: Sie sind zurück in der 1. Bundesliga. Meistertrainer Philipp Tangerding (hinten, blaues Shirt) wird das Team dann nicht mehr betreuen.

Im Hurrastil durch die Saison gestürmt

13 Siege in 14 Spielen, souveräner Zweitliga-Meister, beste Torschützin der Liga: Der Rüsselsheimer RK hatte die Konkurrenz im Griff. Doch kurz vor Saisonschluss gab's die Hiobsbotschaft: Trainer Philipp Tangerding hörte auf.

Aus "Rüsselsheimer Echo" vom 18.06.2016

hpp - Sprichwörtlich ist Berlin natürlich immer noch stets eine Reise wert. So auch für die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK, für die in der Bundeshauptstadt das knapp einjährige Gastspiel in der 2. Feldhockey-Bundesliga Süd endete. Dort fegten die schon lange als Meister feststehenden Rüsselsheimerinnen den Absteiger SC Charlottenburg mit einem standesgemäßen 8:1 vom Platz. Für den RRK der 13. Erfolg im 14. Saisonspiel. Nur eine 2:3-Heimniederlage gegen den Nürnberger HTC hatte drei Wochen zuvor die makellose Endbilanz vermasselt.

Öfter als Marilena Krauss traf keine

Allerdings leicht verschmerzbar. Und nicht mehr als eine Randnotiz. Praktisch im Hurrastil ist der Ruderklub mit dem erst im August 2015 verpflichteten neuen Trainer Philipp Tangerding durch die Saison gestürmt: Bereits nach zehn Spieltagen waren die RRK-Frauen Ende April durch den 3:0-Heimerfolg gegen die Frankfurter Eintracht auch rechnerisch nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen. 39 Punkte, eine beeindruckende Tordifferenz von 70:10 und 16 Zähler Vorsprung zum Tabellenzweiten Feudenheimer HC unterstreichen letztlich die Dominanz. Dazu wurde noch mit Marilena Krauss die beste Torschützin der Liga gestellt. 19 Mal konnte die ehemalige Nationalspielerin das kleine Spielgerät im gegnerischen Kasten versenken. Je 14 Treffer hatten Eva Frank und Rebecca Schneider beigesteuert, die sich damit Rang drei in der Liste der Torjägerinnen teilen.

Doch so ganz ungetrübt ist die Freude über die souverän errungene Meisterschaft nicht geblieben. Kurz vor Saisonschluss hatte der allseits beliebte Trainer für einen unerwarteten Paukenschlag gesorgt: "Nach reiflichen Überlegungen und schweren Herzens" verkündete Philipp Tangerding seinen Abschied. Beruf und das Engagement als Trainer einer Hockey-Bundesligamannschaft seien für ihn nicht unter einen Hut zu bringen. Schon kurz vor Pfingsten hatte er den Vorstand informiert. Als er einige Tage später die Spielerinnen hiervon in Kenntnis setzte, blickte er in entsetzte und verständnislose Gesichter. Stürmerin Marilena Krauss zog es nach eigener Aussage fast den Boden unter den Füßen weg: "Grundsätzlich ist es auch schlecht, wenn man sich praktisch jedes Jahr an einen neuen Trainer gewöhnen muss", sagte sie. Im Übrigen wolle sie sich jetzt sowieso erst mal auf ihren Studienabschluss an der Uni konzentrieren. Und erst danach entscheiden, wie es für sie sportlich weiter geht. Auch Spielführerin Eva Frank ist geschockt: "Ich kann Philipps Argumente zwar verstehen, aber ich hätte trotzdem nie gedacht, dass er aufhört."

Im September startet die 1. Bundesliga

Noch ist völlig ungewiss, wer die Rüsselsheimer Bundesligarückkehrerinnen als Trainer in die neue Saison führen wird. Saisonstart ist im September, nach den olympischen Sommerspielen von Rio de Janeiro. Der Rüsselsheimer RK steht dann vor einer echten sportlichen Herausforderung auf einem wesentlich höheren Leistungsniveau. Überhaupt kein Vergleich zur 2. Liga. Stärkere Gegner und viel mehr Spiele (22 statt 14), dabei oft Doppelbelastungen an einem Wochenende. Da tut eine konsequente und intensive Vorbereitung Not. Zumindest dann, wenn man konkurrenzfähig bleiben und sich die Chancen auf den angestrebten Klassenerhalt von Anfang an bewahren möchte. Und nicht wieder, wie bereits in der katastrophal verlaufenen Abstiegssaison 2014/15, in die Rolle des Punktelieferanten und Kanonenfutters schlüpfen muss.

Der Vorstand um Hockey-Chef Martin Müller ist also gefordert, möglichst bald einen kompetenten Nachfolger auf dem Trainerposten zu präsentieren. Leichter gesagt als getan. Auch Martin Müller wurde nach eigener Aussage von Tangerdings Rückzug kalt erwischt: !Der Trainermarkt im Hockeysport ist nicht allzu dicht besiedelt. Da braucht man schon viel Glück, um solch einen Coup wie im vergangenen Jahr mit Philipp zu landen. Mit dem hat einfach alles gepasst. Einen schon etablierten Trainer wird man kaum zu uns nach Rüsselsheim lotsen können. Vielleicht begeben wir uns also wieder auf die Suche nach einem jungen, ehrgeizigen Nachwuchsmann. Ob wir den dann auch tatsächlich finden, steht auf einem ganz anderen Blatt." Optimismus klingt eigentlich anders.

Beste Bundesliga-Torschützin 2015/16: RRK-Stürmerin Marilena Krauss


Meister verabschiedet sich meisterlich – 8:1

Damenteam des Rüsselsheimer RK landet beim SC Charlottenburg 13. Sieg im 14. Saisonspiel

Aus "Main-Spitze" vom 13. Juni 2016

(kri). Der letzte Auftritt war eines Meisters absolut würdig: Mit einem 8:1 (2:1)-Erfolg bei Absteiger SC Charlottenburg beschlossen die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK ihr kurzes Zweitliga-Intermezzo mit dem 13. Sieg im 14. Saisonspiel glanzvoll. Wäre da nicht die 2:3-Heimniederlage am 21. Mai gegen den Nürnberger HTC sowie der schwerwiegende Ausstieg von Trainer Philipp Tangerding zum 30. Juni gewesen – der Ruderklub könnte von einer perfekten Spielzeit sprechen. So aber gilt es nun zu allererst, möglichst bald einen neuen Übungsleiter zu finden, um im Team erst gar keine Sorge vor der Rückkehr in die Bundesliga aufkommen zu lassen.

Losgelöst davon, dass Tangerding gegenüber den Verantwortlichen in der RRK-Hockeysparte einige Namen zu seiner Nachfolgeregelung ins Spiel gebracht habe, sei beim letzten offiziellen Auftritt keine Abschiedsstimmung spürbar gewesen: "Wir hatten eine super gute Stimmung beim Abendessen; es ist halt einfach eine super coole Truppe", erzählt Tangerding. Diese legte tags darauf in der Hauptstadt auch gut los, führte recht bald 2:0. "Dadurch haben wir uns wohl etwas zu sicher gefühlt und nachgelassen, woraufhin uns der SSC Probleme bereitet hat und auch zu drei Ecken gekommen ist, von denen eine zum Anschlusstreffer führte." Nach dem Kabinengang indes dauerte es keine Minute, bis Kapitänin Eva Frank ihren 13. Rundentreffer anbrachte und bald darauf das 4:1 nachlegte. "Wir haben uns gut gesammelt und das dann ganz souverän nach Hause gebracht", lobte Tangerding. Unter dem Strich stand so der dritthöchste Saisonsieg zu Buche, sowie mit 70:10 Toren und 39 Punkten auch die bessere Bilanz gegenüber Mitaufsteiger Uhlenhorst Mülheim (63:6/36). Dass Marilena Krauss mit 19 Treffern die beste Torschützin der Ersten und Zweiten Bundesliga war, rundete den sportlichen Verlauf der Saison 2015/16 ab.

Rüsselsheimer RK: Lahham (55. N. Ankenbrand); Hof, Krüger, Heist, Wilfer, E. Kanz, Bentscheck, Frank, Becker, Hocks, Buchholz, Steiner, Krauss, Schneider, Körbel, P. Ankenbrand.


Doppelte Abschiedsvorstellung in Berlin

Rüsselsheims Damenteam letztmals unter Trainer Tangerding und letztmals um Zweitliga-Punkte

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 10. Juni 2016)

Berlin sei immer eine Reise wert, heißt es. Und so hätte es eigentlich kein besseres Reiseziel für die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK geben können, um sich als Meister der Zweiten Bundesliga Süd wieder in Richtung Erstklassigkeit zu verabschieden. Doch der abschließende Trip zum Tabellenvorletzten und wahrscheinlichen Absteiger SC Charlottenburg, der am Sonntag um 11.30 Uhr gemeinsam mit den Hessinnen Aufstellung nimmt, findet trotz des positiven sportlichen Ist-Zustandes am Untermain alles andere als unbeschwert statt.

"Dadurch, dass Philipp nicht weitermacht und aktuell ungewiss ist, wer neuer Trainer wird, ist die Aufstiegsfreude schon getrübt", räumt RRK-Spielführerin Eva Frank unumwunden ein. Der 33 Jahre alte Philipp Tangerding, im vergangenen Sommer eigentlich beim Ruderklub angetreten, um länger zu bleiben, hatte an Pfingsten auch für Frank überraschend verkündet, dass er Beruf und Hockey nicht länger stemmen könne: "Ich kann seine Argumente verstehen, aber ich hätte trotzdem nie gedacht, dass er aufhört."

Obwohl Tangerdings Vertrag noch bis Ende des Monats läuft, steht die Fahrt nach Berlin somit gleich doppelt im Zeichen des Abschieds. "So weit ich weiß, sind alle fit und dabei. Wir werden am Samstagabend zusammen essen, aber bestimmt nicht spät ins Bett gehen", sagt Frank. Ergo spricht angesichts des 10:1-Heimsiegs gegen den SCC wenig dafür, dass der vorerst letzte zweitklassige RRK-Auftritt nicht mit dem 13. Saisonsieg endet. Möglichst bald einen geeigneten, bezahlbaren und obendrein verlässlichen Übungsleiter zu finden, dürfte für die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Martin Müller die weitaus größere Herausforderung darstellen.


Traumtor bei Tangerding-Abschied

Beim 3:0-Erfolg gegen Leipzig war RRK-Erfolgstrainer Philipp Tangerding letztmals im Stadion am Sommerdamm an der Seitenlinie zu erleben.

Von HELMUT POPP (aus "Rüsselsheimer Echo" vom 30.05.2016)

Im letzten Saisonheimspiel lieferten die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK noch einmal eine meisterwürdige Vorstellung ab. Eine Woche nach dem 2:3-Ausrutscher gegen Nürnberg fertigte der Bundesliga-Rückkehrer den Tabellendritten ATV Leipzig mit 3:0 (1:0) ab. Die erste Niederlage hatte also keine Spuren hinterlassen.

Mit einem konzentrierten Auftritt wurde am Samstag das Punktekonto in der 2. Liga Süd auf 36 aufgestockt. Vor dem Abschlussspieltag, der die Rüsselsheimerinnen in zwei Wochen zum Abstiegskandidaten SC Charlottenburg führt, liegen sie beeindruckende 14 Zähler vor dem ersten Verfolger Zehlendorfer Wespen.

Also eigentlich alles in bester Ordnung im Frauenlager des RRK, der mit dem neuen Trainer Philipp Tangerding auf Anhieb den Unfall des letztjährigen Abstiegs korrigieren konnte. Wäre da nicht im Laufe der vergangenen Woche eine Nachricht dazwischen geplatzt, die einerseits die aufgekommene Meisterschaftsfreude mächtig verwässerte, und die andererseits keiner, wirklich keiner im Verein ernsthaft auf dem Schirm hatte: Tangerding will nicht mehr weitermachen (lesen Sie dazu auch den Artikel auf der linken Seite).

Beruf und Trainerjob seien nicht mehr unter einen Hut zu bringen. Nach zehn Monaten überaus erfolgreicher Tätigkeit verkündete der 33-Jährige zum 30. Juni seinen Abschied. Und sorgte damit im gesamten Umfeld des Rüsselsheimer RK für ebenso geschockte wie ratlose Gesichter.

Völlig unerwartet mutierte also die Partie gegen Leipzig auch zur Abschiedsvorstellung für Philipp Tangerding. Eine starke Leistung hatte er sich hierfür gewünscht. Und natürlich einen Sieg. Beides wurde ihm von seinen Schützlingen erfüllt, obwohl mit Kapitänin Eva Frank und Stürmerin Celina Hocks zwei der Leistungsträgerinnen nicht zur Verfügung standen. Dafür kamen junge Talente aus der A-Jugend zum Zuge, die sich allesamt nahtlos einfügten. "Das hat noch mal so richtig Spaß gemacht", sagte Tangerding. Es tue ihm "aber verdammt weh, diese tolle, homogene, leistungs- und lernwillige Formation" nun zu verlassen...

Der RRK spielte mit: Lisa Lahham; Viola Becker, Mara Bentscheck, Viktoria Krüger, Ann-Paulin Heist, Lotta Hof, Emma Kanz, Kimberly Körbel, Marilena Krauss, Rebecca Schneider, Isabel Scherer, Charlotte Steiner, Fabienne Werner, Petra Ankenbrand, Clara Buchholz, Maike Pinger.

Hat seinen RRK-Damen um Kimberly Körbel und Viktoria Krüger das letzte Mal am heimischen Sommerdamm Anweisungen gegeben.


Tangerding sagt stolz Servus

RRK-Damen schenken scheidendem Trainer im letzten Heimspiel 3:0 gegen Leipzig / Schwierige Nachfolger-Suche

Von Tobias Goldbrunner (aus "Main-Spitze" vom 30. Mai 2016)

Philipp Tangerding trieb seine Mannschaft lautstark an. Sechs Minuten standen noch auf der Uhr. Die Hockey-Damen des Rüsselsheimer RK führten nur 1:0 gegen den ATV Leipzig. Da drehte der Zweitliga-Meister noch mal auf, kam durch Marilena Krauss und Isabel Scherer noch zum verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg. Und schenkte Tangerding einen gelungenen Abschied. Es war der letzte Auftritt des 33-Jährigen als RRK-Trainer am heimischen Sommerdamm. Denn Tangerding gibt das Amt nach nur einer Saison wieder ab. "Ich kann den Trainerjob und meinen Hauptberuf leider nicht mehr vereinen, da ich jetzt wieder Personalverantwortung übernehme. Ich habe hohe Ansprüche und möchte Dinge zu 100 Prozent richtig machen. Das ginge künftig nicht mehr", bedauerte der Diplom-Medienwirt. Dem Wiesbadener fiel der Schritt schwer: "Ich bin natürlich ein bisschen traurig. Es ist eine tolle Truppe, die mir sehr ans Herz gewachsen ist."

"Waren mega schockiert"

Während Tangerding in einer tieferen Liga oder im Jugendbereich im Hockeysport weitermachen möchte, muss der RRK einen neuen Coach für die Erste Bundesliga finden. Wieder einmal stehen die Rüsselsheimer also ohne Damen-Trainer da. Mit Tangerding geht der vierte Mann innerhalb von vier Jahren. "Das ist natürlich erneut ein harter Schlag für uns. Die Zusammenarbeit zwischen Philipp und dem Team lief hervorragend. Es sind keine monetären Gründe, da hätten wir noch Luft nach oben gehabt", erklärte Abteilungsleiter Martin Müller, der weiß: "Die Suche nach einem neuen Trainer wird extrem schwierig. Der Markt ist rar gesät. Junge, hungrige Leute wie Philipp, die weiter dazulernen wollen, gibt es kaum. Wir brauchen überhaupt erstmal jemand, mit dem wir reden können. Und zwar möglichst schnell. Schließlich wollen wir den Spielerinnen ja auch ein positives Signal geben." Erste Interessenten hätten sich schon gemeldet. "Aber niemand, der für uns in Frage kam", so Müller.

Den 67-Jährigen hatte Tangerding an Pfingsten über seine Entscheidung informiert, seine Spielerinnen am vergangenen Dienstag. "Wir waren mega schockiert. Das ist eine echte Hiobsbotschaft. In der Saison hat alles so gut funktioniert", erklärte Krauß. Lotta Hof, die die in Schottland weilende Kapitänin Eva Frank vertrat, berichtete: "Die Stimmung im Training am Donnerstag war richtig gedrückt. Wir hätten sehr gerne mit Philipp weitergemacht." Sorgen, die Mannschaft könne auseinander brechen, hat Hof keine. "Ich glaube, die meisten wollen bleiben. Es ist ja keine neue Situation für uns", erläuterte die 25-Jährige. Bislang hat nur Celina Hocks angekündigt, dass sie für mehrere Monate in die USA geht. Krauss würde gerne bleiben, erklärt aber: "Ich mache ab Sommer meinen Master. Es kann natürlich sein, dass ich dafür wo ganz anders hinziehen muss."

Tangerding war stolz, dass seine Spielerinnen gegen Leipzig – Rebecca Schneider brachte den RRK mit einem Traumtor von der Grundlinie in Front – "nichts an sich rangelassen haben. Sie haben bewiesen, dass sie eine junge, aufstrebende Truppe sind, die noch viel erreichen kann". In zwei Wochen beim SC Charlottenburg wird Tangerding das letzte Mal an der Seitenlinie stehen. Ganz geht er aber auch dann noch nicht: "Ich habe den Plan für die komplette Vorbereitung gemacht, damit die Mädchen auch ohne Trainer eine zeitlang klarkommen. Und das können sie auch, sie sind alle sehr diszipliniert."

Rüsselsheimer RK: Lahham; Becker, Bentscheck, Krüger, Hof, E. Kanz, Körbel, Krauss, Scherer, Wilfer, Mischlich, Werner, Windgaß, Schneider.


Hiobsbotschaft: Tangerding hört auf

Aus "Rüsselsheimer Echo" vom 28.05.2016

Das erwischt den Rüsselsheimer RK ganz kalt: Philipp Tangerding erklärt seine Tätigkeit beim RRK als Damentrainer für beendet. Das knapp einjährige Engagement endet zum 30. Juni einvernehmlich, meldet Willi Schwanke (RRK). Die nebenberufliche Belastung sei für Tangerding nicht mehr akzeptabel. Die 1. Bundesliga erfordere eine weitere Steigerung in der Intensität und erhöhe das zeitliche Engagement. Nach Tagen der Freude über den Wiederaufstieg folgt für den RRK nun der Dämpfer und die Suche nach einer Nachfolge. hpp


Philipp Tangerding verlässt den RRK

Belastung durch Zeitaufwand wohl zu hoch

Aus "Main-Spitze" vom 28. Mai 2016

(sc). Paukenschlag beim Rüsselsheimer RK: Philipp Tangerding beendet seine Tätigkeit als Trainer der RRK-Damen am 30. Juni. Und das trotz des mehr als souveränen Wiederaufstiegs in die Bundesliga, der bereits seit mehreren Wochen feststeht. Im Saisonverlauf verlor das Team bisher nur ein einziges Spiel und sicherte sich souverän die Zweitliga-Meisterschaft.

"Diese Entscheidung kam auch für uns völlig überraschend", sagte Martin Müller, Hockey-Abteilungsleiter des RRK. In den letzten zwei Spielen der laufenden Runde gegen Leipzig (Sa., 14.30) und in zwei Wochen gegen den SC Charlottenburg wird Tangerding an der Seitenlinie stehen.

Zeitlicher Aufwand zu hoch

Im Anschluss daran gehen der Noch-Trainer und die Rüsselsheimer nach knapp einem Jahr Zusammenarbeit wieder getrennte Wege. Grund für die Entscheidung von Tangerding war wohl vor allem der große Zeitaufwand. "Die Belastung war ihm neben seinem Beruf zu hoch", sagte Mülller, der auch weiß: "Der Aufwand wird in der Bundesliga ja nicht kleiner, sondern steigert sich eher noch einmal."

Nachfolgersuche läuft

Nach der überaus erfolgreichen Saison kommt auf die Steuermänner des RRK nun zusätzliche Arbeit neben dem Hockeyplatz zu. "Es ist ja klar, dass wir recht schnell einen neuen Trainer finden müssen", sagte Müller. Die Freude über die direkte Rückkehr in das Oberhaus hat durch den Abschied des Erfolgstrainers nun erst mal einen kleinen Dämpfer erlitten.


Weiße Weste soll nur einen Fleck haben

RRK-Damen vor letztem Heimspiel

Aus "Main-Spitze" vom 27. Mai 2016

(ulz). Nach der 2:3-Heimniederlage gegen den Nürnberger HTC darf sich der längst feststehende Damenhockey-Zweitliga-Meister Rüsselsheimer RK erneut vor heimischem Publikum beweisen, trifft dabei am Samstag (14.30 Uhr, Sommerdamm) auf den ATV Leipzig. Die Sächsinnen haben sich mit guten Rückrundenleistungen inzwischen auf Tabellenposition drei vorgeschoben, können theoretisch noch Vizemeister werden. Dass der ATV schwer zu bezwingen ist, zeigte er bereits in der Vorrunde gegen den Ruderklub, der sich in Leipzig nur mühevoll mit 3:2 durchsetzte.

Nach dem Verlust der viel beschworenen "weißen Weste" – die Niederlage gegen Nürnberg war unnötig, da sehr viele Torchancen vergeben wurden – ist das Ergebnis gegen Leipzig zwar relativ egal. Dennoch möchte sich das junge RRK-Team unbedingt für den Lapsus rehabilitieren, Strafecken sowie weitere Gelegenheiten besser verwerten und sich von den Fans mit einem Sieg verabschieden. 14 Tage später klingt die zweite Halbserie dann mit dem Gastspiel beim Vorletzten SC Charlottenburg aus.

Marilena Krauss (derzeit mit 17 "Buden" klar führend) kann sich dort wohl die Torjägerinnen-Krone aufsetzen. Denn es ist unwahrscheinlich, dass die vereinsinterne Konkurrenz (Rebecca Schneider/12 und Eva Frank/11) ihr diesen Triumph noch streitig macht. Vielleicht trifft Marilena Krauss ja auch wieder gegen den ATV, wobei der deutsche A-Jugendmeister von 2001, Trainer Philipp Tangerding ("Wir werden wie gewohnt an einer Weiterentwicklung im Hinblick auf die ungleich schwerere Runde in der Bundesliga arbeiten") durchaus auch mit einem 2:0-Arbeitssieg, wie vor drei Wochen gegen den seinerzeitigen Rangdritten Feudenheimer HC, gut leben könnte.


Nicht mit weißer Weste hoch

Nürnberger HTC bricht RRK-Damen ersten Zacken aus der Zweitliga-Krone – 2:3

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 23.05.2016)

Nach elf Siegen hintereinander und dem bereits seit vier Wochen eingetüteten Wiederaufstieg in die Bundesliga ist den Hockeydamen des Rüsselsheimer RK doch noch etwas misslungen: Die Mission „weiße Weste“, die Team und Trainer in der Endphase der Zweiten Bundesliga Süd als neue Zielerfüllung und Motivationshilfe aufgerufen hatten, ist am zwölften Spieltag gescheitert. Der Nürnberger HTC, in der Rückrunde bislang erst einmal siegreich geblieben, brach dem bislang makellosen Meister mit einem 3:2 (1:2)-Erfolg am Sommerdamm den ersten Zacken aus der Krone und dürfte sich des Respekts der gesamten Konkurrenz sicher sein.

Auch wenn dieser Fehltritt kein Beinbruch ist und angesichts einer Vielzahl ausgelassener Torchancen – darunter sechs Strafecken – reichlich unnötig war, so hatte sich ein Dämpfer doch irgendwie abgezeichnet. War schon der 2:0-Erfolg gegen Neuling Feudenheimer HC vor 14 Tagen als Arbeitssieg zu bezeichnen gewesen, hatte Trainer Philipp Tangerding in den Übungseinheiten danach sehr wohl bemerkt, „dass mal so, mal so gearbeitet wird und es keine leichte Aufgabe ist, den Druck künstlich aufrecht zu erhalten.“ Obwohl die Gäste, auf fränkischem Heimatboden dem Ruderklub am ersten Spieltag ungerechtfertigt 1:6 unterlegen, inzwischen sogar personelle Schwächungen erleben mussten, taten sich die Hessinnen gegen den kompakt stehenden und einsatzfreudigen Tabellenvierten schwer, auf normale Betriebstemperatur zu kommen...

Rüsselsheimer RK: Lahham; Becker, Bentscheck, Frank, Krüger, Hof, E. Kanz, Körbel, Krauss, Hocks, Scherer, Tiedtke, Wilfer, Mischlich, Werner, Windgaß.


Nürnberg kommt nach Horizonterweiterung

RRK-Trainer Philipp Tangerding assistiert bei Europacup-Endrunde in Holland / Zwölfter Sieg angepeilt

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 20. Mai 2016)

Wer die eigenen Aufgaben bislang samt und sonders siegreich gelöst und vorzeitig den Wiederaufsteg in die Hockey-Bundesliga in der Tasche hat, der darf sich getrost mal woanders umtun. Philipp Tangerding, Meistertrainer des Rüsselsheimer Damenteams, zog es über Pfingsten nach Holland. "Da ich vergangenes Jahr Co-Trainer des UHC Hamburg war, haben die mich gefragt, ob ich mit zur Europacup-Endrunde komme", berichtet der 33-Jährige. Dass die UHC-Damen im Halbfinale am späteren Titelträger HC den Bosch scheiterten, konnte auch der bislang vom Sieg verwöhnte Tangerding nicht verhindern. "Aber es war eine seht gute Horizonterweiterung. Von allen Spielsystemen und Philosophien kann man etwas lernen."

Das Verlieren wollen Coach und Spielerinnen des RRK am Samstag (15 Uhr) im zwölften Saisonspiel der Zweiten Bundesliga Süd partout nicht lernen. Die Aktion "weiße Weste" soll am Sommerdamm auch der Nürnberger HTC nicht beenden, auch wenn der 6:1-Auftaktsieg in Franken an den Realitäten stark vorbeiging. "Nach zehn Minuten hätte es auch 2:0 für Nürnberg stehen können", sagt Tangerding und erinnert sich "an acht bis zehn Strafecken gegen uns, während wir fast alle unsere Chancen genutzt haben. Aber Nürnberg hat inzwischen ein, zwei starke Leute verloren." Dass die Trainingsintensität nach dem Aufstieg mitunter schwankt, empfindet der Coach als normal. Geplant sind in den verbleibenden drei Partien weitere Bundesliga-Premieren. Ob die kränkelnde Rebecca Schneider bis Samstag fit wird, war unklar.


Auch ruhmlos in Feierlaune

Zweitliga-Meister Rüsselsheimer RK setzt Siegesserie gegen Feudenheim fort

Von Thomas Schulz09.05.2016

In der 2. Feldhockey-Bundesliga Süd bleibt Primus Rüsselsheimer RK das Maß aller Dinge. Eine Woche nach der vorzeitigen Meisterschaft gewann der Bundesliga-Rückkehrer 2:0(2:0) gegen den Feudenheimer HC und gewinnt damit sein elftes Saisonspiel in Folge. Bei tollem Frühsommerwetter zwar deutlich weniger spektakulär als inzwischen gewohnt, letztlich aber trotzdem ungefährdet. "Die Spannung ist uns nach dem vorzeitigen Titelgewinn nicht verloren gegangen – gleichwohl ist es meinem Team heute sehr schwer gefallen, einfach zu spielen. Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert", gab sich Trainer Philipp Tangerding nach dem Abpfiff durchaus selbstkritisch...

Rüsselsheimer RK: Lahham; Becker, Bentscheck, E. Frank, Krüger, Heist, L. Hof, Kanz, Körbel, Krauss, Schneider, Hocks, Scherer, Steiner, Tiedtke, Wilfer.


Zweitliga-Meister Rüsselsheimer RK ruft Aktion "weiße Weste" aus

Aus "Main-Spitze" vom 6. Mai 2016

(kri). Aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben: Ließ sich eine kollektive Meister- und Aufstiegsfete nach dem verwandelten ersten Matchball im Zweitliga-Hessenderby gegen Eintracht Frankfurt nicht umsetzen, wollen sich die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK nicht mehr stoppen lassen. Nach dem Heimspiel am Samstag (15 Uhr, Sommerdamm) gegen den Feudenheimer HC hat Kapitänin Eva Frank – ebenso wie Vicky Krüger vor acht Tagen bei der Hochzeitsfeier der früheren RRK-Akteurin und -Trainerin Lisa Jacobi zu Gast – Team und Betreuerstab in ihre neu bezogene Wohnung nach Mainz eingeladen.

Dass die Stimmung womöglich unter dem Ausgang des elften Punktspiels leiden könnte, diese Gefahr sieht Philipp Tangerding nicht: "Unsere gute Laune wird das nicht trüben", sagt der RRK-Trainer. Auch wenn die Rückkehr in die höchste Spielklasse in Rekordzeit zementiert ist, denkt beim Ruderklub niemand daran, die Zügel schleifen zu lassen. "Wir haben die Aktion 'weiße Weste‘ ausgerufen", berichtet Tangerding. Konkret – der Primus will auch noch die vier ausstehenden Begegnungen alle gewinnen, aber durchaus auch weiteren Talenten erste Einblicke ins Aktivenleben vermitteln. "Es wird bestimmt auch rotiert", sagt Tangerding.

Was den aktuellen Gegner angeht, erwartet der hiesige Coach mehr Widerstand als zuletzt von der sehr schwachen SGE. Der Neuling, als "Farmteam" vom Mannheimer HC nach oben gebracht, hat analog zum RRK alle drei Rückrundenpartien gewonnen und sich auf Tabellenplatz drei geschoben. "Die sind erfahren, haben eine gute Spielanlage und sind durch Rückkehrerinnen nach Babypause noch stärker geworden", so Tangerding. Der 4:0-Sieg seiner Mannschaft in der Hinrunde in Mannheim indes sei "absolut angemessen gewesen". Und deshalb spricht wenig bis nichts dafür, dass die weiße RRK-Weste am Samstag einen Klecks erhalten und dies die anschließende Fete beeinflussen könnte.


Wiederaufstieg in Rekordzeit

Zehn Siege in zehn Spielen ‒ die Rüsselsheimer Hockeydamen kehren in die Bundesliga zurück

Von Ulrich Fried (aus "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 3. Mai 2016)

Ob es daran lag, dass der letzte Aufstieg so lange zurücklag, dass die meisten Spielerinnen der aktuellen Mannschaft noch gar nicht geboren waren? Nach den Aufstiegen in die Hallen- und Feldhockey-Bundesliga 1987 und einer daraus resultierenden Flut von 33 nationalen wie internationalen Titelgewinnen unter dem legendären Trainer Berti Rauth hatte es fast den Eindruck, als wäre beim Rüsselsheimer Ruder-Klub (RRK) das Gefühl für diesen sportlichen Schritt etwas in Vergessenheit geraten. "Noch zwei Minuten bis zur ersten Liga", hatte der Platzsprecher frohlockt und damit auch dem Unbedarftesten unter den etwa 200 Augenzeugen auf der Anlage am Sommerdamm die Bedeutung des Moments vor Augen geführt. Doch obwohl nach dem problemlosen 3:0-Sieg in einem sehr einseitigen Hessenderby, gegen Eintracht Frankfurt gesungen, getanzt und der aktuelle Übungsleiter "getauft" wurde ‒ von Sektduschen und Meister-T-Shirts keine Spur, und auch die sonst folgende kollektive Riesensause bis in die frühen Morgenstunden kam nicht zustande.

Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben: „Nächsten Samstag habe ich die Mannschaft zu mir nach Hause eingeladen", erzählt Eva Frank. Die 27 Jahre alte RRK-Kapitänin, mit einer weiteren Teamkollegin am Abend nach dem Aufstiegsspiel zu einer Hochzeit eingeladen, hätte vor knapp zehn Monaten nicht gedacht, im zehnten Saisonspiel der Zweiten Bundesliga Süd den ersten Matchball zum Wiederaufstieg verwandeln zu können. Nach 27 erstklassigen Spielzeiten in Serie hatte sich vor einem Jahr eine stark verjüngte Rüsselsheimer Mannschaft mit acht Punkten und 16:70 Toren als nicht klassentauglich erwiesen und war schwer gezeichnet abgestiegen. "Ich denke, das Jahr in der zweiten Liga hat uns allen super gutgetan. Wir haben Selbstvertrauen getankt, die jungen Spielerinnen konnten sich stressfrei entwickeln, und wir haben einen tollen neuen Trainer. So kommen wir gestärkt zurück, und zu was es dann in der Bundesliga reicht, wo es deutlich schwieriger wird und ja auch acht Spiele mehr auf uns zukommen, wird man sehen", sagte eine strahlende Frank.

Dass beim zehnten Sieg im zehnten Spiel gegen eine personell geschwächte und in dieser Verfassung abstiegsbedrohte Eintracht nicht mehr Tore als jene von Marilena Krauss (26. Minute/16. Saisontreffer), Kimberly Körbel (37.) und Rebecca Schneider (56.) gefallen waren, interessierte Philipp Tangerding keine Spur: "Wir wollten die Spannung hochhalten und hier ganz unaufgeregt drei Punkte holen, und genau das ist uns gelungen", sagte der 33 Jahre alte Trainer. Im vergangenen Sommer nach einer Lehrzeit beim Erstliga-Spitzenverein UHC Hamburg zurück ins Rhein-Main-Gebiet gekommen, erwies sich diese Verpflichtung als Glücksgriff für den Ruderklub. "Es hat sich früh abgezeichnet, dass das gut passen würde", erläutert Martin Müller. Der langjährige Abteilungsleiter habe zwar die Hoffnung gehegt, "dass wir um den Wiederaufstieg mitspielen würden, da ja nur eine Spielerin weggebrochen und die erste Liga schon unser Anspruch ist. Aber dass wir so schnell am Ziel sein würden, hätte ich nie gedacht."

Neben der Erfahrung, die die verbliebenen Kräfte aus guten Zeiten wie Frank, Vicky Krüger und Torhüterin Lisa Lahham mitbringen, habe sich aber auch herausgestellt, "dass das Leistungsbewusstsein im weiblichen Sektor bundesweit nicht so ausgeprägt ist. Die zweite Liga Süd ist in dieser Saison schon sehr schwach", so Müller. Da einige Siege des mit einem Durchschnittsalter noch unter 20 Jahren sehr jungen RRK-Meisterkaders dennoch auf wackligen Beinen standen, wollen Trainer und Spielerinrien nicht nachlassen und die ausstehenden vier Partien schon als Einstimmung auf höhere Aufgaben betrachten. "Wir werden weiter konzentriert und mit Spaß an der Weiterentwicklung arbeiten. Die erste Liga wird eine knackige Aufgabe und eine ganz andere Welt als die zweite Liga, wo Fehler längst nicht so schnell bestraft werden", sagt Tangerding, im Hauptberuf Manager eines Internet-Gesundheitsportals. Obwohl eine derartige Konstellation in der Hockey-Bundesliga selten und die Freizeit des Übungsleiters eng bemessen ist, passt die Zusammenarbeit in Rüsselsheim auch von dieser Seite optimal. "Er wollte das so, aber wirtschaftlich ist das für uns auch sehr gut", sagt Müller. Dass der schnellstmögliche Wiederaufstieg nicht nur gut für das Image des Vereins ist, sondern den RRK­Verantwortlichen bei den anstehenden Gesprächen mit dem weiterhin kleinen Kreis treuer Sponsoren hilfreich sein wird, kann als gesichert gelten.


 

Martin Krieger zum Wiederaufstieg der Hockeydamen

Glücksgriff Philipp

Aus "Main-Spitze" vom 02.05.2016

Vor zehn Monaten schwer gezeichnet sowie vor einer ungewissen sportlichen Zukunft ‒ und jetzt dieses Comeback: Die Hockeydamen des Rüsselsheimer RK haben sich in einer Weise in der Bundesliga zurückgemeldet, die ihnen kaum jemand zugetraut hätte. In der Saison 2014/15 mit acht Punkten und 16:70 Toren im Oberhaus schlicht nicht konkurrenzfähig, sprechen zehn Siege in zehn Spielen, 55:6 Treffer sowie zuletzt ein 6:1-Coup beim Tabellenzweiten dafür, dass der Altmeister in der Zweiten Bundesliga Süd nun wirklich nichts verloren hat.

Dass diese Bilanz der Stärke lediglich auf einer neuen Spielerin in der Hinrunde sowie fünf aufstrebenden Talenten nach der Winterpause basiert, belegt vor allem eines: Dem Ruderklub ist mit der Verpflichtung von Trainer Philipp Tangerding ein echter Glücksgriff gelungen. Der 33-Jährige, einst selbst beim RRK am Ball und in der Region verwurzelt, hat es neben gewissenhafter Arbeit vor allem verstanden, dem unter dem Polen Maciej Matuszynski völlig verunsicherten Team wieder den Spaß am Spiel mit Hartplastikball und Krummstock zurückzugeben. Dass Tangerding trotz des feststehenden Aufstiegs bis zum Rundenende und darüber hinaus genauso weitermachen und Verbesserungen erreichen will, lässt zudem hoffen, dass der Ruderklub den leistungsmäßig gewaltigen Sprung in die Bundesliga so bewältigen kann, dass nicht zuletzt dank des wieder vorhandenen Konkurrenzkampfes im Kader in der Saison 2016/17 nicht zwingend der Abstiegskampf droht. Da weitere starke Talente mit den Hufen scharren und es in Hessen zudem keine Konkurrenz mehr gibt, könnte diese Zweitliga-Geschichte für geraume Zeit ein einmaliges RRK-Kapitel bleiben.


Im ICE-Tempo zurück in die Bundesliga: Die RRK-Hockeydamen können nach dem zehnten Sieg im zehnten Saisonspiel den Wiederaufstieg bejubeln. Zum Erfolg trugen bei (von links, oben): Co-Trainer Christian Zimmermann, Betreuerin Linda Namuo-Schneider, Marilena Krauss, Mara Bentscheck, Lisa Lahham, Eva Frank, Lotta Hof, Viktoria Krüger, Antonia Wilfer, Rebecca Schneider, Ann-Paulin Heist, Antonia Tiedtke, Charlotte Steiner, Physiotherapeutin Janine Huver sowie (unten), Selina Windgaß, Emma Kanz, Celina Hocks, Kimberly Körbel, Viola Becker, Lisa Viebrantz, Isabel Scherer und (hinten) Trainer Philipp Tangerding. Es fehlen: Petra Ankenbrand und Clara Buchholz.

Verfrühter Tanz in den Mai

Hockeydamen des Rüsselsheimer RK nach problemlosem 3:0gegen Eintracht Frankfurt wieder erstklassig

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 02.05.2016)

Der mutmaßlich früheste Tanz in den Mai dieses Jahres begann um 15.56 Uhr. "Nie mehr – Zweite Liga, nie mehr, nie mehr", skandierten die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK, die sich nach dem problemlosen 3:0(1:0)-Erfolg gegen die chancenlose und mit dem Ergebnis gut bediente Frankfurter Eintracht hurtig zu einem ausgelassen hüpfenden und singenden Kreis zusammengefunden hatten.

Kurz zuvor hatte der Platzsprecher auch die verspätet Eingetroffenen unter den rund 200 Augenzeugen am Sommerdamm darauf hingewiesen, "dass es noch zwei Minuten bis zur ersten Liga sind". Doch obwohl es nach zuvor neun Siegen eigentlich kaum einen Zweifel daran gab, dass am letzten April-Tag eine der frühesten Aufstiegsentscheidungen auf dieser Ebene ihre Vollendung erleben würde, traf den Trainer des jungen Meisterteams der Zweiten Bundesliga Süd das, was bei solchen Gelegenheiten fast immer passiert, unvorbereitet und mit voller Wucht: Die verbliebene Restmenge aus dem mit Elektrolyten angereicherten Mannschafts-Getränkebottich ergoss sich über Philipp Tangerding.

Pitschnass nahm der 33-Jährige die Dusche, die Kapitänin Eva Frank und Marilena Krauss hinter seinem Rücken heraufbeschworen hatten, ähnlich gelassen hin, wie das Meisterstück: "Erfrischend", fühle sich das an, was durchaus zutraf, da sich der Coach angesichts angenehmer Temperaturen nach der Halbzeitpause des extrem einseitigen Hessenderbys längst seiner Trainingsjacke entledigt hatte. "Wir wollten die Spannung hochhalten und hier ganz unaufgeregt drei Punkte holen, und genau darum ging es", sagte Tangerding.

Erste Liga "knackige Aufgabe"

Dass es für ihn, der in der Saison 2014/15 noch die zweite Garnitur des UHC Hamburg betreut hatte, nach den Treffern durch Marilena Krauss (26.), Kimberly Körbel (37.) und Rebecca Schneider (56.) der bislang größte Erfolg als Cheftrainer war, interessierte Tangerding nur am Rande: "Ich freue mich tierisch für das Team, das sich toll entwickelt und großes Engagement gezeigt hat. Das ist eine echt coole Truppe und es macht Riesenspaß, mit ihnen zu arbeiten. Aber wir müssen noch viel lernen. Die erste Liga wird eine knackige Aufgabe und eine ganz andere Welt als die zweite Liga, wo Fehler längst nicht so schnell bestraft werden wie im Oberhaus."

Spaß haben zweifelsfrei auch jene Spielerinnen wieder, die in der zurückliegenden Spielzeit den extrem bitteren ersten Abstieg nach 28 erstklassigen RRK-Jahren mit sechs nationalen Titelgewinnen erleiden mussten. "Ich denke, das Jahr in der zweiten Liga hat uns allen super gut getan. Wir haben Selbstvertrauen getankt, die jungen Spielerinnen konnten sich stressfrei entwickeln und wir haben einen tollen Trainer. So kommen wir gestärkt zurück, und zu was es dann in der Bundesliga reicht, wo es deutlich schwieriger wird und ja auch acht Spiele mehr auf uns zukommen, wird man sehen", sagte Eva Frank. Und: "Wir sollten die ausstehenden vier Spiele schon als Einstimmung darauf ansehen, und ich möchte auch die jetzt alle noch gewinnen."

Obwohl sich die vorzeitige Rückkehr ins Oberhaus nach der anhaltenden Siegesserie auch für den glücklichen RRK-Präsidenten Dietmar Klausen abgezeichnet hatte ("Wir hatten es alle erwartet") und nach einer Auszeit Tangerdings bereits mit Krauss‘ 16. Saisontor angesichts schwacher und harmloser Gäste sowie einer guten Defensivleistung des Ruderklubs auf den Weg gebracht worden war – gefeiert wurde zunächst verhalten. Statt Sekt gab es als Erstes eine Kiste Radler, und auch von den sonst obligatorischen Meister-T-Shirts keine Spur. "Geplant war nichts. Wir trinken hier noch ein Bierchen und schauen den Männern zu. Aber für nächste Woche habe ich die Mannschaft zu mir in meine neue Wohnung eingeladen", verriet Frank.

Der "getaufte" RRK-Trainer indes richtete sich trotzdem schon mal auf weitergehende Tänzchen oder so in den Mai ein: "Eigentlich hatte ich einen ruhigen Abend geplant, aber ich glaube, da wird nix draus..."

Rüsselsheimer RK: Lahham; Hof, Krüger, Heist, Bentscheck, Becker, E. Kanz, Wilfer, Frank, Körbel, Krauss, Hocks, Schneider, Tiedtke, Scherer, Steiner.


Der erste Matchball

Damenteam des Rüsselsheimer RK bei Sieg über Eintracht wieder erstklassig

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 29. April 2016)

Trotz Kälte ‒ es ist angerichtet. Und das alles andere als voreilig. Denn wer sich zuletzt beim Tabellenzweiten in überzeugender Manier 6:1 durchsetzt und seine Erfolgsbilanz auf neun Siege in neun Spielen ausbaut, der darf zurecht guter Dinge sein, gleich den ersten von fünf Matchbällen zu verwandeln. Sollte dem am Samstag um kurz vor 16 Uhr am heimischen Sommerdamm tatsächlich so sein, dann hätten die Hockeydamen des Rüsselsheimer RK als einer der schnellsten Meister der Zweiten Bundesliga Süd die Rückfahrkarte in die Erstklassigkeit in der Tasche.

Obwohl die Vorzeichen kaum besser sein könnten, zumal der Gegner Eintracht Frankfurt zu Hause bereits 0:4 unterlegen war und 16 Punkte weniger auf dem Konto hat ‒ beim Ruderklub neigt niemand dazu, das um 14.30 Uhr beginnende Hessenderby auf die leichte Schulter zu nehmen. "Auch wenn überall vom Aufstiegsspiel die Rede ist, werden wir uns wie immer gewissenhaft vorbereiten und die Partie genauso angehen, wie alle davor", sagt Eva Frank. Die 27 Jahre alte Spielführerin hat die schwierige erste Halbzeit aus Frankfurt noch gut in Erinnerung: "Da haben sie anders gespielt, als wir es erwartet hatten." Und sie weiß auch, dass die Eintracht in Abstiegsgefahr schwebt und sich deshalb voll reinhängen muss. Dass das gesamte RRK-Team nicht nur "unfassbar viel gearbeitet hat", sondern im Saisonverlauf auch gereift ist, sei am vergangenen Sonntag bei den Zehlendorfer Wespen deutlich geworden: "Das haben wir sehr erwachsen gelöst", so Franks Kommentar zum vorentscheidenden 6:1-Coup.

Ein Jahr, nachdem der Ruderklub nach einer dornenreichen 28. Bundesligasaison vorzeitig als Absteiger feststand, sind die Perspektiven beim sechsmaligen nationalen Titelträger wieder rosig. "Die jungen Spielerinnen haben sich unglaublich toll entwickelt", sagt Frank. Und da die 16­jährige Clara Buchholz gleich bei ihren ersten Auftritten bei den "Großen" zwei Tore erzielte, hat Trainer Philipp Tangerding personell die Qual der Wahl: Die zuletzt erkrankten Petra Ankenbrand und Lotfa Hof konnten wieder mittrainieren. Und was passiert, wenn am Samstag gewonnen wird? "Das lassen wir auf uns zukommen und entscheiden spontan."


Noch ein Sieg vom Wiederaufstieg entfernt

Damenteam des RRK spielt in Berlin nach 4:0 beim Schlusslicht im Zweitliga-Spitzenspiel gegen Wespen meisterlich auf ‒ 6:1

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 25.04.2016)

Nach Berlin wollen viele unbedingt hin – sportlich motiviert in erster Linie aufgrund des DFB-Pokalendspiels. Der Spielplangestalter der Zweiten Hockey-Bundesliga Süd wollte es so, dass das bislang makellose Damenteam des Rüsselsheimer RK binnen sechs Wochen gleich zweimal die Hauptstadt bereist. Und das seit dem zurückliegenden Wochenende mit besonders guter Laune: Nach den souveränen RRK-Siegen bei Schlusslicht Mariendorfer HC (4:0) und speziell dem 6:1 beim Tabellenzweiten Zehlendorfer Wespen spricht fast alles dafür, dass beim zweiten Ausflug an die Spree am 12. Juni der Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse längst gebongt ist.

Vielleicht kann bereits am nächsten Samstag am Sommerdamm gefeiert werden. Denn sollte bei nunmehr 13 Punkten Vorsprung auch das Hessenderby gegen Eintracht Frankfurt gewonnen worden, wären die Zweitligatage bei dann noch vier ausstehenden Spielen bereits gezählt. "Wir können alle rechnen. Aber wichtiger ist, dass wir den Anspruch hochhalten, gemeinsam weiterhin viel Spaß haben, uns weiter entwickeln und bereit sind, durch konzentriertes Arbeiten noch besser zu werden", so der Kommentar von Rüsselsheims Trainer Philipp Tangerding...

Rüsselsheimer RK: Lahham; Krüger, Windgaß, E. Kanz, Heist, Becker, Bentscheck, Frank, Tiedtke, Krauss, Hocks, Scherer, Körbel, Schneider, Buchholz, Wilfer (Samstag), Kaltbeitzel (Sonntag).


Einfach die Nerven behalten

Sieben Spiele, sieben Siege lautet die makellose Hinrundenbilanz der Hockeydamen des Rüsselsheimer RK. Nun gilt es für die Mannschaft von Trainer Philipp Tangerding, sich auch in der Rückrunde schadlos zu halten, um das erklärte Ziel, den Bundesliga-Wiederaufstieg zu erreichen.

Aus "Rüsselsheimer Echo" vom 23.04.2016

Mit einem Doppelspieltag starten die Rüsselsheimer Hockeyspielerinnen in die Fortsetzung der Feldsaison in der 2. Bundesliga Süd. Heute gastiert der RRK beim Tabellenschlusslicht Mariendorfer HC und am Sonntag beim Tabellenzweiten Zehlendorfer Wespen.

Beide Berliner Teams lauern darauf, den Rüsselsheimerinnen ein Bein zu stellen. Leicht wird es nicht in der hockeybegeisterten Hauptstadt. RRK-Trainer Philipp Tangerding kann außer der erkrankten Petra Ankenbrand aber auf alle seine Spielerinnen setzen, so dass sechs Punkte und der ersehnte positive Rückrundenstart möglich sind.

"Wenn wir vorne bleiben und aufsteigen wollen, dürfen wir keinen Gegner unterschätzen. Wir müssen trotz des großen Polsters von zehn Punkten intensiv weiter arbeiten und Gas geben", mahnt Tangerding. Gegen den heutigen Gegner vom Mariendorfer HC siegte der RRK im Hinspiel klar mit 13:0. Allerdings war der Gegner ersatzgeschwächt und wird es auf dem heimischen Kunstrasen den favorisierten Gästen bestimmt nicht so leicht machen. Die Mannschaft von Trainer Felix Rugor hat die düstere Hinrunde abgehakt und will nun endlich punkten. Ob das ausgerechnet gegen den Tabellenführer, wird sich zeigen, der RRK muss beim Aufsteiger auf jeden Fall konsequent zu Werke gehen.

Noch etwas schwieriger dürfte die Aufgabe für die RRK-Spielerinnen am Sonntag früh sein. Die Zehlendorfer Wespen genießen in Berlin einen hervorragenden Ruf und werden hoch motiviert in das Spiel gehen. Die Mannschaft von Trainer Felix Fischer wird dem RRK einen heißen Tanz bereiten. Das Hinspiel konnten die Rüsselsheimerinnen knapp mit 2:1 für sich entscheiden. Entscheidend war die gute Eckenverwertung, nachdem die Gäste zunächst 1:0 in Front gelegen hatten. Viel Arbeit und viel Fleiß dürfte auch jetzt nach der langen Pause im Feld gefragt sein, um die Wespen im Spitzenspiel Zweiter gegen Erster zu bezwingen.

"Wir müssen die Nerven behalten, im Umfeld hört man oft, der Aufstieg wäre schon klar, das empfinde ich als respektlos gegenüber den Gegnern", sagt Tangerding, der bemüht ist, sein Team wach zu rütteln. Ausruhen könne man sich am Ende der Saison, bis dahin gelte es, in jeder Partie die beste Leistung abzurufen. "Wir wollen unsere Serie auch in Berlin weiter ausbauen", sagt Tangerding. frk

Eines von vier RRK-Talenten, das nach der Hallenrunde den "Kinderschuhen" entwachsen ist und auf die baldige Premiere in der ersten Mannschaft hofft: Meike Pinger.


Behält Krone alle Zacken?

Bislang makelloses Damenteam des Rüsselsheimer RK startet in Berlin in Zweitliga-Rückrunde

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 22. April 2016)

In sechs Monaten kann viel passieren, manchmal allerdings auch binnen zwei Tagen: Wenn sich am Wochenende der Vorhang zur Rückrunde in der Zweiten Hockey-Bundesliga Süd hebt, dann steht das bislang makellose Frauenteam des Rüsselsheimer RK unverändert mit zehn Punkten Vorsprung und einem Torverhältnis von 42:5 als einer der souveränsten Tabellenführer aller Zeiten da. Nach dem 10:1-Heimsieg des Ruderklubs am 11. Oktober gegen SC Charlottenburg versuchen eines gutes halbes Jahr später nun gleich zwei Vereine aus Berlin, den Hessinnen auf dem vorgezeichneten Weg zurück in die erste Klasse den ersten Zacken aus der Krone zu brechen: Am Samstag der Mariendorfer HC, am Sonntag der SV Zehlendorfer Wespen. Nach 20 Grad am Donnerstag allerdings wieder bei mutmaßlich einstelligen Temperaturen...

Während an der RRK-Dominanz aufgrund der Winterpause nicht zu rütteln war, spricht nichts dafür, dass beim direkten Einstieg in die zweite Halbserie Gefahr drohen könnte: "Wir sind klarer Favorit", sagt Philipp Tangerding – wohl wissend, dass der Mariendorfer HC punktlos am Tabellenende steht und am Sommerdamm 0:13 unterging. Aber: "Da hatten die nur eine Auswechselspielerin und nicht ihre erste Garnitur dabei. Auch wenn wir vorne bleiben und aufsteigen wollen, werden wir auch diesen Gegner nicht unterschätzen und trotz des großen Polsters intensiv weiterarbeiten und Gas geben", so Tangerding. Überhaupt gehe es ihm auf die Nerven, "dass alle um einen herum sagen, der Aufstieg wäre schon klar. Das empfinde ich als respektlos den Gegnern gegenüber."

Nur Petra Ankenbrand fehlt

Dass seine Spielerinnen, die bis auf die erkrankte Petra Ankenbrand alle mit in die Hauptstadt fahren, speziell den sonntäglichen Gastgeberinnen mit Respekt begegnen, kann als gesichert gelten. "Die waren gegen uns auf Zack, handlungsschnell und hätten ein Remis holen können", erinnert sich der RRK-Coach an "einen glücklichen 2:1-Heimsieg." Ob die Wespen ihrem Namen abermals Ehre machen, bleibt freilich abzuwarten: Neben drei Argentinierinnen ist mit Lara Kruggel (Berliner HC) auch die Führungsspielerin zwischenzeitlich von Bord gegangen, gleich zehn Neue sind dafür gekommen. "Beim Turnier in Worms habe ich niemand Neues bei denen entdeckt", so Tangerding.

Dass beim Ruderklub der Kader durch drei externe Zugänge und vier Eigengewächse ebenfalls deutlich angewachsen ist, erfreut den RRK-Coach naturgemäß: "Das ist definitiv komfortabel und fördert den Konkurrenzkampf."


Es läuft beim RRK

Die Hockeymannschaften des Rüsselsheimer RK befinden sich derzeit im Aufwind. Zwei neue Trainer haben für frischen Schwung gesorgt.

Von HELMUT POPP (aus "Frankfurter Neue Presse" vom 5. November 2015)

Praktisch im Schweinsgalopp haben die Hockey-Mannschaften an fünf Wochenenden den ersten Teil der Feldsaison 2015/16 abgespult. Die beiden höchstklassigen Teams des Rüsselsheimer RK taten dies ungemein erfolgreich, wechseln nun unisono, nach einer wohlverdienten schöpferischen Pause, als unbesiegte Spitzenreiter in die Halle.

Die Frauen haben in der 2. Feldbundesliga Süd bereits die gesamte Vorrunde hinter sich gebracht, sich dabei einen derart komfortablen Vorsprung erarbeitet, dass sie eigentlich schon jetzt mit den Planungen für die Rückkehr in die Bundesliga beginnen können. Die RRK-Männer absolvierten derweil in der 1. Regionalliga Süd erst vier Partien, die sie aber ebenfalls allesamt gewannen.

Trainer bringen Begeisterung

Die in den vergangenen Jahren arg gebeutelte Hockeysparte des Rüsselsheimer Traditionsvereins befindet sich also momentan im Aufwind. Anscheinend kehren neue Besen tatsächlich gut. Jedenfalls haben sich die im Sommer neu verpflichteten Trainer beim Ruderklub bestens eingelebt und sowohl in den Reihen ihrer Schützlinge als auch bei der Anhängerschar in nur wenigen Wochen frische Begeisterung entfacht.

Zwei junge Trainer halt, voller Tatendrang, mit teilweise anderen Vorstellungen und neuen Ideen. Aber eben auf Anhieb sehr erfolgreich – und deshalb ein Glücksfall für den RRK. Sowohl der für die Frauen verantwortliche Wiesbadener Philipp Tangerding (32) als auch der aus Wales stammende Männercoach Jonathan Elliott (28) machen offensichtlich einen prima Job.

Spielerinnen und Spieler sind begeistert: "Es macht wieder unheimlich viel Spaß. Die Trainer haben uns die Freude am Hockey zurückgebracht", so der Tenor. Die Chemie zwischen Mannschaften und Übungsleitern scheint demnach zu stimmen – eine der Voraussetzungen für die aktuellen Erfolgsserien.

Freilich sind die Männer derzeit noch weit davon entfernt, von der Meisterschaft zu reden. Immerhin sind im nächsten Frühjahr zehn Punktspiele zu absolvieren, wobei es noch den einen oder anderen Stolperstein aus dem Weg zu räumen gilt.

Etwas anders stellt sich die Situation bei den Frauen dar. Sie werden nach dem Abstieg aus dem Oberhaus nach Lage der Dinge wohl nur mal kurz weg gewesen sein. Die Rüsselsheimerinnen haben gegen alle sieben Konkurrenten gespielt und dabei teilweise deutlich gewonnen. Nur beim 2:1 gegen die Zehlendorfer Wespen sowie dem 3:2 in Leipzig haben sie etwas geschludert und sahen sich darum ernsthaft gefordert.

Angesichts der makellosen Bilanz von 21 Punkten hat der Ruderklub gegenüber dem Verfolger aus Zehlendorf ein komfortables Polster von zehn Zählern. Will heißen, dass von den verbleibenden sieben Spielen sogar drei verloren werden könnten, ohne dass hiermit die Tabellenführung flöten gehen würde. Realistisch betrachtet gibt es in der 2. Liga Süd aber keine drei Teams, denen zuzutrauen wäre, gegen die Rüsselsheimerinnen zu gewinnen.

"Wir können uns auf dem Platz eigentlich nur selbst schlagen", gibt auch Philipp Tangerding zu. Bisher sei alles optimal gelaufen. Kollektiv werde eine enorme Aktivität an den Tag gelegt. Das Team stehe defensiv gut, presse vorne gut und spiele die Tore (bisher schon stolze 42) toll heraus. Kurzum, die Siegesserie sei kein Zufall.

Pause redlich verdient

Dennoch wolle er sich ab April 2016, wenn die Feldrunde fortgesetzt wird, keinesfalls auf den errungen Lorbeeren ausruhen. "Wir müssen weiterhin unsere volle Leistung abrufen und wollen immer das bestmögliche Hockey spielen", erklärte Tangerding. Nach dem 10:1-Kantersieg gegen den SC Charlottenburg hat Tangerding seinen Spielerinnen und sich selbst eine Hockeypause verordnet. "Das haben wir uns alle redlich verdient."

Inzwischen hat die Vorbereitung auf die Saison in der Hallen-Bundesliga (Start am 28. November mit einem Heimspiel gegen den TSV Mannheim) für die RRK-Frauen begonnen. Die Zielsetzung unter dem Hallendach? "Da habe ich mir überhaupt noch keine Gedanken drüber gemacht", diktierte Philipp Tangerding kurz nach dem Abpfiff des vergangenen Feldspiels dem ECHO-Berichterstatter in den Notizblock.


Eine ganz und gar makellose Bilanz

Mit einem Kantersieg und blütenweißer Weste beendeten die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK die erste Halbserie in der 2. Bundesliga Süd.

Aus "Frankfurter Neue Presse" vom 12. Oktober 2015

hpp - Die drei Punkte gegen die tapferen Gäste vom SC Charlottenburg waren frühzeitig eingefahren. Dennoch boten die Spielerinnen des Rüsselsheimer RK gestern am Sommerdamm 70 Minuten lang Power-Hockey vom Allerfeinsten, waren am Ende nochmal vom Ehrgeiz gepackt: Zweistellig sollte das Ergebnis werden. 20 Sekunden vor Schluss wurde auch dieses Ziel erreicht. Rebecca Schneider verwertete im Fallen die Vorlage von Eva Frank zum 10:1 (5:0)-Endstand und hatte damit, ebenso wie Marilena Krauss und Celina Hocks, drei Treffer zum nie gefährdeten Kantersieg beigesteuert. Zudem traf Spielführerin Eva Frank einmal vom Siebenmeterpunkt.

Bundesliga-Absteiger Rüsselsheim hat sich in der Vorrunde der 2. Feldhockey-Bundesliga Süd keine Blöße gegeben. 21 Punkte und 42:5 Tore lautet die ebenso makellose wie beeindruckende Zwischenbilanz, ehe nun erst am 23. April nächsten Jahres mit dem Auswärtsauftritt beim abgeschlagenen Schlusslicht Mariendorfer HC der Start in die zweite Saisonhälfte ansteht. Die Rüsselsheimerinnen haben sich bereits ein beträchtliches Polster zu den ersten Verfolgern verschafft und folglich den sofortigen Wiederaufstieg ins Oberhaus fest im Visier.

Sieben Spiele, sieben Siege – das ist alles andere als ein Zufallsprodukt. Es ist vielmehr Bestätigung für die intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit von Mannschaft und Trainer. Sind sie vor wenigen Monaten noch meist mit hängenden Köpfen vom Spielfeld geschlichen, hat der neue Trainer Phillip Tangerding den RRK-Spielerinnen auf Anhieb neue Freude am Hockeysport vermitteln können. "Wir stehen völlig zu Recht souverän an der Spitze. Weil das Kollektiv von Beginn meiner Tätigkeit an hoch motiviert war, und zwar ausnahmslos. Nun belohnt sich die Mannschaft auf dem Spielfeld selbst für ihren großen Einsatzwillen", berichtet Philipp Tangerding...

RRK: Lisa Lahham (ab 49. Lisa Viebrantz); Viola Becker, Mara Bentscheck, Eva Frank, Viktoria Krüger, Ann-Paulin Heist, Celina Hocks, Lotta Hof, Emma Kanz, Kimberly Körbel, Rebecca Schneider, Marilena Krauss, Isabel Scherer, Antonia Wilfer, Fabienne Werner, Franziska Ruhland.


Makelloses Hinrundenende winkt

Hockey-Damenteam des RRK glaubt gegen SC Charlottenburg an siebten Sieg im siebten Spiel

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 9. September 2015)

Der Blick auf die Tabelle der Zweiten Damen-Bundesliga Süd wird allen Anhängern des Rüsselsheimer RK ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Optimale 18 Punkte und 32:4 Tore stehen dort zu Buche, und der erste Verfolger liegt obendrein bereits sieben Zähler zurück. Was soll also am Sonntag, wenn der erste Teil der Freiluftrunde ab 11.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen den Tabellensechsten SC Charlottenburg abgeschlossen wird, schief gehen? Gleichwohl Philipp Tangerding überzeugt ist, "dass wir auch am Sonntag gewinnen können", bleibt der RRK-Trainer am Boden: "All das bisher Geleistete gibt uns keine Garantie dafür, dass es so weitergeht. Wir müssen uns immer wieder aufs Neue über 70 Minuten beweisen", so Tangerding.

Hat mit dem kleinen Hartplastikball in dieser Feldhockeysaison bereits neun Mal die gegnerischen Torhüterinnen überlistet: RRK-Stürmerin Marilena Krauss.

Dass der souveräne Tabellenführer vom Untermain trotz der beeindruckenden Bilanz der Stärke nichts geschenkt bekommt, dies wurde beim knappen 3:2-Erfolg in Leipzig offenkundig. Und da der letzte Gast der Hinrunde, der bereits am Samstag anreist, in der Messestadt tags darauf 4:2 die Oberhand behielt und zudem auch Neuling Feudenheimer HC 1:0 bezwang, ist Vorsicht durchaus angebracht. Beim Spitzenreiter waren zwar einige Akteurinnen angeschlagen, doch Coach Tangerding ging davon aus, dass am Sonntag alles an Bord sein wird.

Positives Gefühl – viele Tore

Auch Marilena Krauss: Die 23 Jahre alte Stürmerin hatte im bisherigen Saisonverlauf den meisten Spaß, führt mit neun Treffern die Liste der Zweitliga-Torjägerinnen vor ihrer Teamkollegin Rebecca Schneider (7) an. "Natürlich ist die individuelle Leistung der Gegenspielerinnen in der zweiten Liga anders als in der ersten, aber mitentscheidend ist sicher auch, dass wir alle mit einem positiven Gefühl und gestärktem Rücken in die Spiele gehen. Der Glaube ist da, man traut sich mehr zu", erklärt die 23-jährige Studentin der Sportwissenschaften. Dass sie in der Torjägerliste ganz vorne steht, tue gut und beflügele sie sehr – nicht zuletzt nach der vorläufigen Ausbootung aus dem Nationalteam. Um nach Rio 2016 noch einmal angreifen zu können, wäre Rüsselsheims Rückkehr in die Eliteliga erste Voraussetzung.


Auf dem Weg in Liga eins

Aus "Frankfurter Neue Presse" vom 5. Oktober 2015

frk - Die Hockeydamen des Rüsselsheimer RK sind weiter auf dem Weg zurück ins Oberhaus. Der souveräne Tabellenführer der Zweiten Liga Süd meisterte auch die Hürde beim ATV Leipzig. In einer engen Partie gewann die Mannschaft von Trainer Philipp Tangerding 3:2 und steht nach sechs Spieltagen klar an der Tabellenspitze.

Die drei Punkte in Sachsen gewannen an Bedeutung, da Verfolger Zehlendorfer Wespen bei der Frankfurter Eintracht nur 2:2 spielte. Dadurch wuchs der Vorsprung für den Primus auf mittlerweile acht Punkte an. Am letzten Spieltag vor der langen Pause im Feld hat der RRK mit dem Tabellenvorletzten SC Charlottenburg in der kommenden Woche einen machbare Aufgabe vor sich. Bei einem Sieg würde der RRK die maximale Punkteausbeute von 21 Zählern aus sieben Spielen erreichen.

Um die perfekte Bilanz geht es RRK-Coach Philipp Tangerding aber nicht in erster Linie. Der Trainer ist bestrebt, dass seine Mannschaft sich weiter entwickelt und Woche für Woche gute Leistungen abruft. In Leipzig gelang das in der Anfangsphase. Die favorisierten Rüsselsheimerinnen übernahmen die Initiative und wurden nach sechs Minuten mit einer Zwei-Tore-Führung belohnt. Danach ließ der RRK den Gastgeber wieder aufkommen. Bis zur Pause glich Leipzig aus und zeigte sich auch nach dem Seitenwechsel gewillt, den Gästen die Punkte streitig zu machen.

ATV-Trainer Konstantin Nowak lobte die Moral seiner Spielerinnen. Leipzig hatte auch die Chance zum 3:2, scheiterte jedoch knapp. Auf der Gegenseite gab es einen schnellen Konter der Rüsselsheimerinnen, den Marilena Krauss in bester Manier zum umjubelten 3:2 abschloss.

In der Schlussphase abgeklärter

In der Schlussphase wirkte der RRK sehr abgeklärt und ließ dem Gegner nicht die Möglichkeit, erneut auszugleichen. Mit dem Schlusspfiff war es geschafft, der RRK siegte auch in Leipzig und ist spätestens jetzt heißester Anwärter auf den Bundesligaaufstieg.

Kader des Rüsselsheimer RK: Lisa Lahham, Viola Becker, Mara Bentscheck, Eva Frank, Viktoria Krüger, Ann-Paulin Heist, Celina Hocks, Lotta Hof, Emma Kanz, Kimberly Körbel, Rebecca Schneider, Petra Ankenbrand, Marilena Krauss, Isabel Scherer, Antonia Wilfer, Fabienne Werner, Selina Windgaß und Lena Mischlich.


"Die lange Fahrt ist nicht zu unterschätzen"

Zweitliga-Primus gastiert beim ATV Leipzig

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 2. Oktober 2015)

Zwei Gegentreffer in fünf Spielen, das kann sich sehen lassen. 15 Punkte genauso. Keine Frage, der bisherige Verlauf der Feldhockeysaison in der Zweiten Damen-Bundesliga Süd ist ganz nach dem Geschmack des Rüsselsheimer RK. Zumal vielen die Erinnerung ans Vorjahr noch sehr präsent sein dürfte. In der fünften erstklassigen Partie hatte der Ruderklub seinerzeit gerade den ersten Punkt geholt, bei 3:14 Toren.

Entsprechend gut ist dieser Tage auch die Stimmung bei Lisa Lahham. Die 26 Jahre alte Torhüterin des RRK hadert zwar noch ein wenig mit dem Gegentor beim 2:1-Heimsieg über die Zehlendorfer Wespen, "aber natürlich ist das ganz angenehm, nicht mehr unter Dauerbeschuss zu stehen". Dafür, dass sich daran am Samstag ab 16 Uhr großartig etwas ändern wird, spricht wenig. Gastgeber ATV Leipzig hat zwar erst drei Mal gespielt, liegt als Tabellenfünfter aber elf Zähler hinter den Hessinnen. "Wir kennen den Gegner nicht, aber die lange Fahrt ist nicht zu unterschätzen. Wir müssen zusehen, dass wir mit dem Kopf nicht noch im Auto sitzen, von Anfang an da sind und in erster Linie auf uns schauen", erklärt die Studentin der Zahnmedizin.

Dass der ATV am ersten Punktspiel-Wochenende in Zehlendorf 1:5 verloren hat, mag Lahham nicht zu hoch hängen: "Wir haben am ersten Spieltag in Nürnberg 6:1 gewonnen, hatten aber Glück, dass die nicht in Führung gehen und wir einfach deutlich effektiver waren." Von daher sei trotz des blendenden Starts und baldigen Hinrundenendes noch nichts erreicht, "und uns wird auch weiterhin nichts zufliegen". Die vielen eigenen Torerfolge des jungen RRK-Teams bereiten ihr jedenfalls großen Spaß, und sie selbst findet es gut, "immer mal wieder etwas zu tun zu haben. So bleibt man am besten im Spiel drin". Ob die Sächsinnen – immerhin 4:2-Bezwinger des Feudenheimer HC – diesen Wunsch erfüllen können?


Der Abstand wird größer

Rüsselsheimer RK baut Tabellenführung mit zwei 4:0-Auswärtssiegen aus

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 28. September 2015)

Allmählich wird es schwierig, die Zurückhaltung noch plausibel zu begründen: Die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK sind in der Südgruppe der Zweiten Bundesliga drauf und dran, eine kesse Solonummer aufs Parkett zu legen. Der Erstliga-Absteiger löste auch die vierte und fünfte Aufgabe optimal und ist den sieben Konkurrenten mit stattlichen 29:2 Toren nun bereits um sechs Punkte enteilt. Dem 4:0-Erfolg im Hessenderby bei der zuvor unbezwungenen Frankfurter Eintracht folgte am letzten September-Sonntag ein Erfolg mit dem gleichen Ergebnis bei Aufsteiger Feudenheimer HC.

"Heute haben wir richtig gut gespielt, waren sehr umsetzungsstark und hatten viel Struktur drin. Das hat Spaß gemacht, während wir bei der Eintracht anfangs geschwommen haben und erst über unsere Eckenstärke auf die Siegerstraße gekommen sind", fasste Philipp Tangerding das Geschehen zusammen. Aber: "An unserer Zielsetzung ändert das nichts. Wir wollen weiterhin unter den Top-Zwei stehen, wenn es in die Halle geht", übt sich der RRK-Trainer weiter in Zurückhaltung...

Rüsselsheimer RK (an beiden Tagen): Lahham; Krüger, Hof, Wilfer, Bentscheck, E. Kanz, Becker, Frank, Hocks, Krauss, Körbel, P. Ankenbrand, Scherer, Werner, Mischlich (Samstag), Heist (Sonntag).


Überall spitze, aber weiterhin geerdet

Rüsselsheims Hockeydamen im Hessenderby in Frankfurt und bei einem speziellen Neuling

Aus "Main-Spitze" vom 26. September 2015

(kri). Nach drei Spieltagen sind die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK spitze. Und das nicht nur in der Tabelle der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd. Keines der anderen 15 Teams in den beiden Staffeln des Erstliga-Unterbaus hat neun Punkte geholt, geschweige denn 21 Tore erzielt. Damit nicht genug, führen Eva Frank und Marilena Krauss mit jeweils fünf Treffern auch die zweitklassige Torjägerinnenstatistik an.

Dass trotz dieser erfreulichen Zwischenbilanz im RRK-Lager alle weiterhin geerdet sind, dafür hat offenbar der vergangene Sonntag gesorgt. "Ich finde, das Spiel hat uns gutgetan. Dadurch hat man gesehen, dass es so einfach doch nicht läuft und man immer alles investieren muss", sagt Eva Frank. Die 25 Jahre alte Spielführerin fand aber auch lobende Worte für die dank ihres Eckentreffers spät 2:1 besiegten Zehlendorfer Wespen: "Die haben wirklich gut gespielt."

Welcher der beiden Gegner, die am letzten September-Wochenende auf den Ruderklub zukommen, den Tabellenführer mehr fordern wird, bleibt abzuwarten. Am Samstag (15 Uhr) wartet zunächst die noch unbesiegte Frankfurter Eintracht, am Sonntag (15.30 Uhr) dann der noch punktlose Neuling Feudenheimer HC. "Da spielen einige gute Spielerinnen des Mannheimer HC mit", weiß Frank, und auch deren Übungsleiter ist alles andere als unbekannt: Peter Lemmen löste anno 2000 den langjährigen RRK-Coach Berti Rauth als Bundestrainer ab. Des Rätsels Lösung: der FHC wurde eigens gegründet, um dem Unterbau des Mannheimer HC zu einer möglichst hohen Spielklasse zu verhelfen. Zweite Teams können maximal in der Zweiten Regionalliga mitmischen. "Die Spielen auf der gleichen Anlage und in den selben Trikots und werden bestimmt eine ähnliche Einstellung an den Tag legen", glaubt Frank.

Dies wiederum gilt bestimmt auch für die Eintracht, die dem 2:0-Auftaktsieg in Feudenheim zuletzt Unentschieden in Leipzig in Charlottenburg folgen ließ. "Die können einem das Leben schon schwer machen", sagt Frank und erinnert sich an den mühevollen 2:1-Erfolg am Riederwald in der Erstligasaison 2013/14. Während die Frankfurterinnen mit dem früheren RRK-Duo Irene Balek und Lena Schüder, aber ohne die starke Annika Klecha (vormals Wiese/Babypause) antreten, könnte beim Ruderklub sogar die zuletzt wegen Rückenproblemen pausierende Abwehrchefin Vicky Krüger schon wieder Thema werden.


"Noch viel Arbeit vor uns"

RRK-Damenteam nach zwei Heimsiegen Zweitliga-Tabellenführer

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 21. September 2015)

Die Ausbeute ist optimal, aber die Zeit noch längst nicht reif, die sofortige Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse fest ins Auge zu fassen: Nach drei von 14 Spieltagen in der Zweiten Bundesliga, Gruppe Süd, haben die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK zwar Tabellenplatz eins inne, doch längst nicht alles ist deshalb in Butter. Dem 6:1-Auftakterfolg beim Nürnberger HTC, Meisterschaftszweiter der Runde 2014/15, ließ der Ruderklub am Sommerdamm gegen Neuling Mariendorfer HC zwar einen 13:0-Kantersieg folgen, doch gegen die ebenfalls aus Berlin stammenden Zehlendorfer Wespen sprang tags darauf "nur" ein mühsames 2:1 heraus.

Verständlich, dass Philipp Tangerding den Ball weiterhin flach hält: "Das war am Sonntag ein Gegner auf ganz anderem Niveau, und wir haben Zeit gebraucht, uns darauf einzustellen. Nach der Pause waren wir präsenter und mutiger und haben aufgrund der guten Eckenquote verdient gewonnen. Aber wir haben auch ganz klar gesehen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt", sagte der RRK-Trainer...

Rüsselsheimer RK: Lisa Lahham; Viola Becker, Mara Bentscheck, Eva Frank, Viktoria Krüger (nur gegen Mariendorf), Ann-Paulin Heist, Celina Hocks, Lotta Hof, Emma Kanz, Kimberly Körbel, Rebecca Schneider, Petra Ankenbrand, Marilena Krauss, Isabel Scherer, Antonia Wilfer, Fabienne Werner, Selina Windgaß (nur gegen Mariendorf), Lena Mischlich (nur gegen Zehlendorf)


Effizient, erfolgreich und eine Einheit

Das kann sich sehen lassen: Mit einem ungefährdeten 6:1-Auswärtserfolg starten die Rüsselsheimer Hockey-Frauen in die neue Feldsaison.

Aus "Frankfurter Neue Presse" vom 14. September 2015

hpp - Dieser sportliche Samstagsausflug nach Franken hat den Spielerinnen des Bundesligaabsteigers Rüsselsheimer RK Spaß gemacht. Als Gast des letztjährigen Vizemeisters Nürnberger HTC landeten sie zum Saisonauftakt in der zweiten Feldhockey-Bundesliga Süd einen klaren 6:1 (2:0)-Erfolg. Damit verschafften sie ihrem neuen Trainer Philipp Tangerding ein gelungenes Pflichtspieldebüt.

Tangerding durfte sich bestätigt fühlen. Er hat nach der völlig verkorksten Erstligarunde das verunsicherte Team wieder aufgerichtet, seinen Schützlingen neues Selbstvertrauen eingeimpft. Folglich präsentierten sich diese in Nürnberg als spielerisch enorm verbesserte Einheit, die vor allem die erarbeiteten Möglichkeiten effektiv zu nutzen wusste. "Unsere Effizienz beim Torabschluss war wirklich toll und hat mich positiv überrascht", freute sich Tangerding.

Die Damenmannschaft des RRK vor der Punktrunde 2015/16 in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga (hinten: Eva Frank, Franziska Ruhland, Lotta Hof, Viola "Vio" Becker, Fabienne "Fabi" Werner, Rebecca "Becky" Schneider; davor: Trainer Philipp "Phil" Tangerding, Ann-Paulin "Ann" Heist, Antonia Wilfer, Emma Kanz, Mara Bentscheck, Isabel "Isi" Scherer, Celina "Celi" Hocks, Torfrau Nina Ankenbrand, Co-Trainer: Christian Zimmermann; vorn: Teresa "Terri" Hoff, Lena Mischlich, Kimberly "Kimmy" Körbel, Juliane Kunz, Selina Windgaß, Petra "Piet" Ankenbrand, "Physio" Janine Huver; weiter mit dabei: Torfrau Lisa Lahham, Marilena "Mari" Krauss, Viktoria "Vicky" Krüger, Torfrau Lisa Viebrantz, Jasmin Chulie, Managerin Linda Namuo-Schneider)

Wenn es am Ende für ihn überhaupt etwas zu meckern gab, dann allenfalls, dass man im Defensivverhalten zu viele Standardsituation des Gegners zugelassen hat. Immerhin zehn Strafecken bekam der NHTC von den beiden Unparteiischen zugesprochen. Glück, dass die Gastgeberinnen lediglich eine hiervon – in der 50. Minute zu ihrem Ehrentreffer – zwischen die Pfosten setzen konnten. Auf der Gegenseite gab es für den RRK nur drei Ecken, von denen aber immerhin zwei zu Toren führten...

Für den RRK spielten: Lahham; Becker, Bentscheck, Frank, Krüger, Heist, Hocks, Hof, Kanz, Körbel, Schneider, Ankenbrand, Krauss, Scherer, Wilfer, Werner.


"Nicht auf Lorbeeren ausruhen"

RRK-Damen haben unter neuem Trainer wieder Spaß / Zweitligastart in Nürnberg

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 11. September 2015)

Auch wer mehr als 27 Jahre lang unfallfrei mit dem Auto unterwegs war, ist nicht davor gefeit, dass im nächsten Moment doch etwas passiert. So gesehen ist das, was den Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK im vergangenen Juni widerfahren ist, partout nichts Ungewöhnliches. Das Resultat indes, das mit dem letzten Tabellenplatz in der Bundesligasaison 2014/15 verbunden war, geht über die dank des Schadensfreiheitsrabatts abgemilderten Konsequenzen eines ersten Autounfalls hinaus: Der Ruderklub, zwischen 1992 und 2004 sechs Mal Deutscher Meister und drei Mal Europapokalsieger im Freien, ist auf dem Kunstrasen nach 27 Jahren wieder zweitklassig unterwegs. Und am Samstag (16 Uhr) in der Südgruppe des zweigeteilten Erstliga-Unterbaus beim Nürnberger HTC erstmals gefordert.

Verständlich, dass der Wegfall der vertrauten Status‘ neben den Fans vor allem auch langjährige Leistungsträgerinnen bewegt. "Klar ist das vom Papier her ein Rückschritt", erklärt etwa die Kapitänin und Ex-Nationalspielerin Eva Frank, ohne diesem Aspekt aber allzu viel Bedeutung beizumessen. Denn: "Ich bin froh für die neuen Aufgaben und denke, dass uns das allen ganz guttut. Die letzte Saison war doch arg frustrierend." Gerade mal acht Punkte hatte der RRK in 20 Partien gesammelt und etliche "Klatschen" bezogen. Doch inzwischen blicken alle wieder richtig positiv nach vorne: "Wir haben alle wieder Spaß am Hockey und sind zudem deutlich fitter als in der Vorsaison", sagt die 26-jährige Frank.

Tangerding hebt Stimmung

Dass sich die Stimmung trotz des Niedergangs seit rund einem Monat kontinuierlich verbessert hat, dies darf sich in weiten Teilen der neue Trainer ans Revers heften. "Wir sind froh, ihn zu haben und sehr zufrieden mit ihm. Er gibt eine klare Linie vor und bringt viel Erfahrung im Leistungssport mit", sagt Frank über Philipp Tangerding. Der 32-jährige Wiesbadener, der noch nie als Cheftrainer in diesen Sphären fungiert hat und Neuland betritt, gibt das Lob prompt zurück: "Die Mädels ziehen total gut mit, die Trainingsbeteiligung ist hoch und wir haben aus der kurzen Vorbereitung das Beste gemacht. Jetzt kommt es darauf an, sich für die Arbeit zu belohnen", so Tangerding. Dass die von ihm vorgegebenen Systemumstellungen noch eine gewisse Zeit brauchen, um optimal zu greifen, sei klar, "wobei das ohnehin ein immer wiederkehrender Prozess ist". Als wertvoll empfinde er es zudem, dass sich die Spielerinnen alle gut kennen und auch außerhalb des Platzes gut harmonieren.

HEIMSPIELTERMINE

Samstag, 19. September, 15 Uhr gegen Mariendorfer HC (Aufsteiger)

Sonntag, 20. September, 14.30 Uhr gegen SV Zehlendorfer Wespen (Vorsaison: 3.)

Sonntag, 11. Oktober, 11.30 Uhr gegen SC Charlottenburg (6.)

Samstag, 30. April, 14.30 Uhr gegen Eintracht Frankfurt (5.)

Samstag, 7. Mai, 15 Uhr gegen Feudenheimer HC (Aufsteiger)

Samstag 21. Mai, 15 Uhr gegen Nürnberger HTC (2.)

Samstag, 28. Mai, 14.30 Uhr gegen ATV Leipzig (4.)

Obwohl mit Petra Ankenbrand (TSV Mannheim/24) eine torgefährliche Spielerin zu ihrem Heimatverein zurückgekehrt ist und auch die routinierte Viktoria Krüger (29) am Ball bleibt, aber weiterhin einen Job als Juristin im Rhein-Main-Gebiet sucht, hält Tangerding den Ball in puncto Saisonziel bewusst flach. "Ich fände es vermessen, wenn die Rückkehr in die erste Liga das Einzige wäre, was zählt. Das wäre zudem respektlos gegenüber der Konkurrenz", sagt Tangerding – wohl wissend, dass die 2014 aus der Bundesliga abgestiegene Frankfurter Eintracht in Liga zwei Fünfter wurde.

Daher sei es sehr gut für das RRK-Team gewesen, jüngst gegen den Auftaktgegner und Meisterschaftszweiten Nürnberger HTC 4:3 gespielt zu haben. "Wir brauchen Spannung und müssen uns von Anfang an bewusst sein, dass wir in der zweiten Liga sind und uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen dürfen", mahnt der Coach. Frank sieht‘s genauso: "Wir haben gesehen, dass die auch gut spielen können. Aber bis zur Winterpause zu den Top-Zwei wollen wir schon gehören." Na dann...


Der Spaß ist zurück

27 Jahre waren die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK im Feld erstklassig. Mit dem Auswärtsspiel am Samstag beim Nürnberger HTC beginnt nun ein neuer Abschnitt – als Zweitligist.

Aus "Frankfurter Neue Presse" vom 11. September 2015

hpp - Elf Wochen nach dem bitteren Abstieg aus der Feldhockey-Bundesliga sind die Tränen längst getrocknet. Es herrscht sogar wieder Zuversicht im Frauenlager des Rüsselsheimer RK: "Unter unserem neuen Trainer Philipp Tangerding haben jetzt einfach wieder alle Spaß am Hockey", schildert Spielführerin Eva Frank die Gemütslage unmittelbar vor dem Start in die neue Saison.

Zweikampf: Kimberly Körbel (links) langt auch in Liga zwei für den RRK wieder hin, hier gegen Anne Schröder (Alster Hamburg), Ex-RRKlerin und Nationalspielerin, dahinter Mara Bentscheck.

Am Samstag wird es wieder ernst für die Rüsselsheimerinnen. Dann geben sie ab 16 Uhr als Gast des Nürnberger HTC erstmals ihre Visitenkarte in der Zweiten Bundesliga Süd ab.

Mit welchen Ambitionen der Absteiger die neue Runde angehen wird, bleibt vorerst ein Geheimnis. Klar, dass in der Zweitklassigkeit auf jeden Fall mehr Erfolgserlebnisse gefeiert werden sollen als zuletzt in der Feldsaison 2014/15: Zwei Siegen und zwei Unentschieden standen da auf der Negativseite gleich 16 Niederlagen – zum Teil sogar richtige Klatschen von 0:4, 0:5 oder 0:7 – gegenüber. Das sollte gegen die nicht mehr erstklassige Konkurrenz relativ leicht zu toppen sein. Doch ob die sofortige Rückkehr in die Bundesliga realistisch und überhaupt erstrebenswert ist, lässt sich erst nach den ersten Auftritten beurteilen.

"Erst dann wird sich zeigen, wohin unser Weg führen kann", sagt Trainer Philipp Tangerding. Als Nachfolger des glücklosen Polen Maciej Matuszynski übernahm der 32-Jährige Ende Juli das Kommando am Sommerdamm. Trotz des Bundesligaabstiegs hat keine der Leistungsträgerinnen den Verein verlassen. Als Neuzugang kam Petra Ankenbrand vom Erstligisten TSV Mannheim hinzu; zudem rückten Lena Mischlich und Franziska Ruhland aus der zweiten Mannschaft auf.

Wurde in den ersten Einheiten vornehmlich an Kondition und Athletik gearbeitet, so rückten in den letzten Wochen das Training mit dem Stock sowie das mannschaftliche Zusammenspiel in den Mittelpunkt. "Die Mannschaft hat prima mitgezogen und ausnahmslos Ehrgeiz sowie Leistungsbereitschaft unter Beweis gestellt", lautet das optimistisch stimmende Fazit von Philipp Tangerding.

Die Generalprobe am vergangenen Wochenende beim Bonner THV bestätigte die Einschätzung des Coaches: Beide Vergleiche gegen den Nordzweitligisten dominierten die RRK-Frauen und landeten hohe Siege. Richtig mitgezählt hat hierbei jedoch niemand. "Wir hatten sehr viele Tore geschossen; am ersten Tag keinen und am zweiten Tag zwei späte Gegentreffer kassiert", lautete die Antwort auf die Frage nach den exakten Resultaten.

Am Samstag in Nürnberg wird mit Sicherheit besser aufgepasst, wer die eigenen Tore erzielt und wie viele es dann am Ende der ersten 70 Saisonminuten genau sind. Vor einigen Wochen, beim Vorbereitungsturnier in München, hatte der Ruderklub schon einmal mit dem Auftaktgegner Nürnberger HTC Bekanntschaft gemacht.

Damals behielten die Rüsselsheimerinnen knapp mit 4:3 die Oberhand. Ein Ergebnis, mit dem Tangerding auch diesmal sicher wieder einverstanden wäre. Denn: "Mit jedem Sieg verschaffen sich meine Spielerinnen das nötige Selbstvertrauen, um eine möglichst erfolgreiche Runde spielen zu können."


Einige Herausforderungen dabei

RRK-Teams bereiten sich bei Turnieren in Bad Dürkheim und München vor

Von Stephen Lämmerhirt (aus "Main-Spitze" vom 28. August 2015)

Die Feldsaison 2015/16 wirft ihre Schatten voraus. Das Damenteam des Rüsselsheimer RK (RRK) gibt nach dem Erstliga-Abstieg sein Debüt in der Zweiten Hockey-Bundesliga Süd am 12. September beim Nürnberger HTC. Für die in der Regionalliga Süd angesiedelten Herren des Ruderklubs wird’s dann am 26. September beim Kreuznacher HC ernst. Daher tritt die Vorbereitung so langsam in die heiße Phase. An diesem Wochenende feilen die Damen um ihren neuen Trainer Philipp Tangerding beim Turnier des Münchner SC an ihrer Form, während die Männer beim Wettbewerb des Ligarivalen Dürkheimer HC zu Gast sind.

In der Pfalz treffen die Schützlinge von Coach Jonathan Elliot am Samstag auf die Zweitligisten Stuttgarter Kickers (14.30 Uhr) und Club zur Vahr Bremen (19 Uhr). Tags darauf treffen die Rüsselsheimer auf den österreichischen Erstligisten Post SV Wien (12 Uhr) und den Hanauer THC (14 Uhr). Den hessischen Rivalen, der in der zurückliegenden Spielzeit aus der Regionalliga Süd abgestiegen war, hatten die Mannen um Kapitän Mirco Fuchs erst am vergangenen Dienstag in einem Testspiel mit 4:3 Toren besiegt. Das Teilnehmerfeld vervollständigen der Gastgeber und Regionalligist Rot-Weiß München.

Weitgehend in Bestbesetzung reisen die Rüsselsheimer Damen in die bayerische Landeshauptstadt. Dort bekommen sie es zweimal mit dem Münchner SC zu tun (Samstag, 18 Uhr und Sonntag, 11 Uhr). Die Gastgeberinnen stellen eine echte Herausforderung dar, haben sie doch in der zurückliegenden Spielzeit das Finale um die Deutsche Meisterschaft erreicht, dieses allerdings 0:4 gegen den UHC Hamburg verloren. Daneben treffen die Hessinnen auf ihren künftigen Ligarivalen Nürnberger HTC (Samstag, 15 Uhr), in der vergangenen Runde als Zweiter der Südgruppe hinter TuS Lichterfelde ins Ziel gekommen.

Bleibt dem Rüsselsheimer RK doch erhalten: Marilena Krauss‘ (rechts) Wechselabsichten nach dem Bundesliga-Abstieg haben sich in Wohlgefallen aufgelöst.


Herbstmeister das erste Ziel

RRK-Damen blicken dank positiver Personalentwicklungen positiv nach vorne

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" vom 11. August 2015)

Christian Zimmermann freut sich auf seinen Urlaub. "Ich war zwölf Jahre nicht mehr daheim. Vielleicht bekomme ich dort etwas mehr Abstand", sagt der 47 Jahre alte Hockeytrainer des Rüsselsheimer RK mit polnischen Wurzeln. Zwar liegt der Abstieg des RRK-Damenteams nach 27 Bundesligajahren mittlerweile mehr als sechs Wochen zurück, "aber ich habe das noch immer nicht verdaut. Wenn ich auf den Platz fahre, kommt alles wieder hoch", sagt Zimmermann, bereits rechte Hand unter den Cheftrainern Benedikt Schmidt-Busse (bis Oktober 2012), danach unter Florian Westermann (bis Frühjahr 2014) und zuletzt bei seinem Landsmann Maciej Matuszynski. "Ihn werde ich in Polen auch mal besuchen", sagt Zimmermann – gleichwohl er mit dessen Teamführung und der nicht angegangenen Sprachproblematik nicht konform geht: "Das hätte unbedingt anders laufen müssen."

Findet Vicky Krüger einen Job?

Schwingt in diesem speziellen Fall durchaus eine Portion Enttäuschung mit, so sieht das trotz des Niedergangs sportlich anders aus. "Die Stimmung ist wieder gut. Wir können optimistisch nach vorne schauen", sagt Zimmermann. Der Grund für die wieder gewachsene Zuversicht mag im ersten Moment verblüffen, entbehrt aber nicht handfester Argumente – denn: "Im Moment gehen wir davon aus, dass alle Spielerinnen mit uns die neue Saison angehen, die auch die alte beendet haben", erklärt Zimmermann. Was bedeute würde, dass die im Raum stehenden Wechselabsichten der Nationalspielerinnen Marilena Krauss (23) und Viktoria Krüger (29/Österreich) vom Tisch sind. "Bei Vicky hat sich Abteilungsleiter Martin Müller darum bemüht, im Rhein-Main-Gebiet eine Jobmöglichkeit als Juristin aufzutun", so Zimmermann. "Mein Pass ist noch beim RRK, aber mit dem Job hat es bislang nicht geklappt. Es laufen aber noch Bewerbungen", so Krüger.

Nicht minder groß ist die Freude auch beim gerade urlaubenden neuen Chefcoach Philipp Tangerding (32) über einen lange herbeigesehnten Zugang im Sturm: Petra Ankenbrand, 2009 frustriert vom RRK weggegangen, ist zu ihrem Stammverein zurückgekehrt. "Ich habe zwei Jahre um sie gekämpft. Das ist eine unheimlich große Verstärkung für unseren Angriff", sagt Zimmermann – wohl wissend, dass die bald 24-Jährige mit ihren Treffern maßgeblich an vier deutschen Jugendmeisterschaften beteiligt war. Und in den vergangenen drei Jahren hatte dann auch Erstligist TSV Mannheim viel Freude an der torgefährlichen Hessin.

Extrem hartes Athletiktraining

Obwohl sich die Mainzerin Marie Harzer für die Leichtathletik entschieden und sich eine Rückkehr der Tschechin Klara Kyndlova von Eintracht Frankfurt zerschlagen hat, lässt der Kader das neue RRK-Trainerduo durchaus ehrgeizig nach vorne blicken: "Unser erstes Ziel ist es, als Herbstmeister in die Halle zu gehen. Das ist mutig, aber realistisch", sagt Zimmermann. Zwar kenne man die meisten Zweitligateams nicht, "aber die werden sich körperlich voll reinhängen und uns unbedingt schlagen wollen. Darauf müssen wir uns einstellen – nicht nur mental". Da verwundert es nicht, dass die Spielerinnen seit drei Wochen ein Athletiktraining "genießen", das Zimmermann als "extrem hart" bezeichnet. Das erste Punktspiel in der Zweiten Bundesliga Süd steigt am 12. September beim Nürnberger HTC.


Einmal gut überlegt, einmal gleich überzeugt

Philipp Tangerding und Jonathan Elliott setzen als neue RRK-Trainer auf Fitness und Empathie

Von Martin Krieger (aus "Main-Spitze" und "Rüsselsheimer Echo" vom 10. August 2015)

Die Hockeysparte des Rüsselsheimer RK hat zum 1. August zwei neue Trainer verpflichtet. Philipp Tangerding (32) zeichnet für das zweitklassig gewordene Damenteam, der Brite Jonathan Elliott (28) für die Regionalliga-Männermannschaft verantwortlich.

Warum haben Sie sich für ein Engagement beim RRK entschieden?

Philipp Tangerding: Es ist der Verein, mit dem ich selbst in der Jugend große Erfolge gefeiert habe, und der Verein, der viele Talente ausbildet und anzieht. Der Abstieg aus Liga eins bedeutet zudem einen Einschnitt, der die Chance birgt, neue Wege zu gehen.

Jonathan Elliott: Ich wollte meinen nächsten Job frühzeitig organisiert haben, da ich zuletzt in Valencia sehr wenig Vorlaufzeit hatte. Nach dem Kontakt durch den RRK ging alles recht schnell.

Wann werden Sie das erste Training abhalten, und für welchen Trainertyp stehen Sie?

Elliott: Ich werde am 15. August ankommen und gleich loslegen. Ich würde mich als emphatischen Trainer sehen, der die Stärken einer Mannschaft gut herausfinden kann und dann gewisse Strukturveränderungen vornimmt.

Tangerding: Erste Einheiten sind bereits absolviert. Als Trainer lebe ich die „Passion Hockey“ und verlange gleiches Herzblut von meinen Spielerinnen, die im Idealfall selbstständig denken und daher die Voraussetzung schaffen, auf dem Feld situativ richtig zu handeln. Grundlage dafür ist absolute körperliche Fitness.

Haben Sie einen Vertrag für ein Jahr abgeschlossen oder planen Sie länger zu bleiben?

Tangerding: Der Vertrag ist nicht befristet, da ich gerade erst aus Hamburg in die Region zurückgekehrt bin.

Elliott: Da muss man sehen, was am besten für den Verein, aber auch für mich ist. Ich hoffe auf eine gute Partnerschaft, bin aber realistisch genug zu wissen, dass es manchmal nicht funktioniert.

Das RRK-Damenteam hat in der Vergangenheit 15 deutsche und 18 internationale Titel abgeräumt, die Männer waren neun Mal Deutscher Meister und einmal Europapokalgewinner. Hat das für Sie eine Rolle gespielt beziehungsweise empfinden Sie diese Erfolgsbilanz eher als Belastung?

Tangerding: Das spielt für mich keine Rolle. Für Erfolge der Vergangenheit kann man sich nichts kaufen. Im Gegenteil: Jeder Gegner wird gegen den RRK besonders motiviert sein.

Elliott: Für mich war es wichtig, mich über die Vereinshistorie zu informieren. Ich empfinde es als große Chance, ein junges Team voran- und eventuell in die Bundesliga zu bringen.

Herr Tangerding, Ihren neuen Trainerkollegen Jonathan Elliott haben RRK-Spieler im Internet ausfindig gemacht. Wie lief der Erstkontakt zu Ihnen ab, und mussten Sie lange überlegen, um sich zu entscheiden?

Tangerding: Da ich aus der Region komme und zuvor als Verbandstrainer in Hessen gearbeitet habe, musste das Internet keine Hilfestellung leisten. Die analogen persönlichen Kontakte haben ausgereicht. Überlegen muss man sich solch eine zeitlich intensive Aufgabe immer gut, wenn man sie, wie ich, nebenberuflich stemmt. Aber meine Lust auf Hockey sowie signalisierte tatkräftige Unterstützung im Umfeld des RRK-Damenteams waren ausschlaggebend.

Und wie viel Zeit haben Sie gebraucht, Herr Elliott?

Elliot: Ich wollte unbedingt zunächst Rüsselsheim, die Spieler, andere Klubmitglieder und das gesamte Umfeld kennenlernen. Zurück in England war mir bereits klar, dass ich zum RRK gehen wollte.


"Mit guten Auftritten wollen wir für neue Begeisterung sorgen"

Aus "Frankfurter Neue Presse" vom 8. August 2015

Unmittelbar nach der Ankunft an seinem Urlaubsort in den Alpen stand Philipp Tangerding, der neue Trainer der Rüsselsheimer Hockey-Frauen, ECHO-Mitarbeiter Helmut Popp am Telefon zu einem Gespräch zur Verfügung. Der 32-jährige A-Lizenzinhaber, hauptberuflich als Diplom-Medienwirt für eine Digitalagentur tätig, geht seine neue Aufgabe voller Tatendrang und Zuversicht an.

ECHO: Herr Tangerding, was reizt Sie an der Aufgabe als Trainer der Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK?

PHILIPP TANGERDING: Nach dem Abstieg aus der Feld-Bundesliga erachte ich es als gewisse Ehre, bei diesem renommierten Club mit seinen vielen nationalen und internationalen Titeln in maßgeblicher Position den Neuanfang mitgestalten zu können. Dabei müssen allerdings diese historischen Erfolge des RRK aus den Köpfen gestrichen werden. Hierfür können wir uns nämlich aktuell nichts mehr kaufen. Ich freue mich darauf, aus dem vorhandenen Kader mit gestandenen Bundesligaspielerinnen und jungen Nachwuchstalenten ein neues schlagkräftiges Team aufbauen zu können.

ECHO: Haben Sie in der vergangenen Saison den Werdegang der RRK-Frauen verfolgt und demzufolge eine Erklärung für den bitteren Abstieg?

TANGERDING: Aus der Ferne habe ich die vielen negativen Resultate natürlich mitbekommen. Ansonsten war ich jedoch vollauf mit meiner Arbeit beim UHC Hamburg beschäftigt. Ich habe kein einziges RRK-Spiel gesehen und kann mir deshalb auch kein Urteil erlauben.

Zur Sache gehen wird es für Celina Hocks (rechts) und den Rüsselsheimer RK wieder im September − dann allerdings in der 2. Bundesliga.

ECHO: Konnten Sie sich bereits einen Überblick verschaffen, welche Spielerinnen dem RRK in der zweiten Liga zur Verfügung stehen?

TANGERDING: Als einziger Neuzugang steht Petra Ankenbrand vom Bundesligisten TSV Mannheim fest. Die Stürmerin, deren Schwester Nina ja als Ersatztorfrau ebenfalls unserem Kader angehört, wird uns vorne sicherlich verstärken. Abgänge sind mir nicht bekannt. Kapitänin Eva Frank bleibt weiter bei der Stange. Auch Ex-Nationalspielerin Marilena Krauss, deren Wechsel zu einem anderen Verein ja bereits als sehr wahrscheinlich verkündet wurde, trägt weiter das RRK-Trikot.

ECHO: Bis zum Saisonstart verbleiben noch gut sechs Wochen. Wo werden die Schwerpunkte in der Vorbereitung liegen?

TANGERDING: Vor meinem Urlaub haben wir schon zwei Wochen intensiv trainiert. Vornehmlich wurde hierbei an der Kondition sowie im athletischen Bereich gearbeitet. In der heißen Phase wird dann nach meiner Rückkehr das Stocktraining in den Mittelpunkt rücken. Einhergehend mit dem klassischen Trainingsalltag: Dreimal wöchentlich in der Gruppe, zudem auch noch individuell am Wochenende. Außerdem sind vor dem Punktspielstart einige Testbegegnungen geplant.

ECHO: Beschreiben Sie bitte Ihre sportlichen Ambitionen. Wird der sofortige Wiederaufstieg angestrebt oder erscheint eher eine Konsolidierung in der Zweitklassigkeit sinnvoll?

TANGERDING: Die Frage nach unserer Zielsetzung vermag ich momentan noch nicht seriös zu beantworten. Erst nach den ersten Saisonspielen wird sich zeigen, wohin unser Weg führen könnte. Voraussetzung für eine erfolgreiche Runde ist auf jeden Fall die körperliche Fitness jeder einzelnen Spielerin. Auch das Verständnis untereinander und das mannschaftliche Zusammenspiel müssen stimmen. Das nötige Selbstvertrauen kommt im Erfolgsfall praktisch von alleine.

ECHO: Der Niedergang der Rüsselsheimer Hockey-Männer liegt schon einige Jahre zurück. Mittlerweile sind diese im Feld in der drittklassigen Regionalliga Süd gelandet. Sehen Sie im Frauenbereich auf längere Sicht die gleiche Gefahr?

TANGERDING: Auch dies kann ich noch nicht beantworten. Ich hoffe aber natürlich nicht. Grundsätzlich hat sich das Umfeld im Hockeysport in den letzten Jahren enorm verändert. Mit der Unterstützung durch zahlungskräftige Sponsoren wurden vielerorts professionelle Strukturen eingeführt. Eine Tatsache, die den Rüsselsheimer RK etwas ins Hintertreffen geraten ließ. Wir müssen nun hier halt hart arbeiten. Mit guten Auftritten wollen wir für neue Begeisterung sorgen. Auch hiermit lässt sich ein Umfeld schaffen, das weiterhin Spitzensport im Stadion am Sommerdamm ermöglicht.


"Gewaltiges Entwicklungspotenzial"

Aus "Frankfurter Neue Presse" vom 8. August 2015

hpp - Die erste Enttäuschung nach dem Abstieg aus der Bundesliga ist längst überwunden: Frischen Mutes und mit Philipp Tangerding als neuem Trainer haben die Hockey-Frauen des Rüsselsheimer RK mit der Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison begonnen.

Das ein ganzes Jahr anhaltende "Missverständnis" mit dem Polen Maciej Matuszynski auf dem Posten des Cheftrainers ist zwar noch nicht ganz vergessen, gehört aber für die Hockeyspielerinnen des Rüsselsheimer RK der Vergangenheit an. Ab sofort wird am Sommerdamm wieder nur noch deutsch gesprochen, nachdem der Wiesbadener Philipp Tangerding dort das Zepter übernommen hat. Assistent Christian Zimmermann muss nicht mehr als Dolmetscher fungieren, kann sich stattdessen fortan wieder voll und ganz dem sportlichen Geschehen widmen.

Abteilungsleiter Martin Müller konnte sich in den zurückliegenden Wochen das eine oder andere Problem vom Hals schaffen. Nicht nur die Trainerfrage für das Frauenteam wurde diesmal nach Matuszynskis Rücktritt relativ zügig gelöst. Wie bereits berichtet, beendete die Verpflichtung des Briten Jonathan Elliott (28) auch die zweijährige Vakanz bei den Männern. Der in dieser Zeit als Spielertrainer eingesprungene Mannschaftskapitän Mirco Fuchs kann sich künftig wieder auf seine Rolle auf dem Feld konzentrieren.

Entsprechend entspannt blickt Martin Müller der Mitte September startenden Saison entgegen. Keinesfalls will er Vorschusslorbeeren verteilen ("man muss abwarten, wie sich die Sache entwickelt und ob letztlich die Chemie stimmt"), hat aber ansonsten für den neuen Frauencoach Philipp Tangerding nur Lob parat. Als Spieler hatte dieser in der Vergangenheit lange das Rüsselsheimer Trikot getragen. Sporadisch auch in der Bundesliga, hauptsächlich aber in der zweiten Mannschaft. Nach dem Weggang vom RRK und dem Beginn der Trainerlaufbahn sei der Kontakt zu Tangerding nie abgebrochen. Er war zunächst für den Nachwuchs des Wiesbadener THC zuständig, betreute zudem auf Landesebene die weibliche Jugendauswahl. Zuletzt trainierte er die A-Jugend sowie die zweite Mannschaft des deutschen Meisters UHC Hamburg. "Philipp kann junge Talente fördern. Er hat sich im Laufe der Zeit ein fundiertes Wissen angeeignet und verfügt mit Sicherheit über ein gewaltiges Entwicklungspotenzial", sagt Müller.

Als im Frühsommer bekannt wurde, dass Tangerding sein Engagement im hohen Norden beenden und ins Rhein-Main-Gebiet zurückkehren wolle, wurden die ersten Gespräche geführt. Man ist sich schnell einig geworden. Offiziell hat das Engagement am 1. August begonnen, doch schon im Juli konnte die Mannschaft ihren neuen Chef in den ersten Trainingseinheiten beschnuppern. Derzeit macht Philipp Tangerding Urlaub in den Alpen, wo er sich ausgiebig seinem Hobby Bergwandern widmet. Danach startet die heiße Phase der Vorbereitung.

"Willkommen zurück": Der neue Damentrainer Philipp Tangerding hat selbst etliche Male das RRK-Trikot getragen.


Tangerding wird RRK-Cheftrainer

Aus "Main-Spitze" vom 20. Juli 2015

(kri). Das Geben und Nehmen zwischen dem Wiesbadener THC und dem Rüsselsheimer Ruder-Klub (RRK) wird ab 1. August in bislang ungewohnter Form neu belebt: Mit Philipp Tangerding übernimmt ein ehemaliger WTHC-Jugend- und Herren-Coach als neuer Cheftrainer das Rüsselsheimer Damenteam, das vor vier Wochen nach 27 Jahren aus der Hockey-Bundesliga absteigen musste. Der 32 Jahre alte Tangerding war vor einem Jahr von Wiesbaden zum UHC Hamburg gewechselt und hatte dort das zweite Damenteam des aktuellen Deutschen Meisters betreut. Beim RRK, aus dessen Reihen die einstigen WTHC-Trainer Gerrit Rothengatter, Christian Kösling oder Christian Domke stammten, wird Tangerding mit Nina Ankenbrand auch eine langjährige Wiesbadener Torhüterin antreffen.


Zwei Neue auf den Trainerbänken

Philipp Tangerding coacht die Frauen des RRK, Jonathan Elliott die Männer

Aus "Rüsselsheimer Echo" vom 20. Juli 2015

(wei). Die Hockeyteams des Rüsselsheimer RK gehen mit neuen Trainern in die nächste Saison: Philipp Tangerding übernimmt ab August das Coaching der kürzlich in die Zweite Liga abgestiegenen Frauen, Jonathan Elliott aus Cardiff/Wales das Traineramt bei den Männern.

Der gebürtige Wiesbadener und ehemalige RRK-Jugend- und Aktiven-Spieler Philipp Tangerding (Jahrgang 1983) war zuletzt in Hamburg beim UHC für das zweite Frauenteam sowie die weibliche A-Jugend zuständig und assistierte beim aktuellen Deutschen Meister. Vor dieser Zeit arbeitete der A-Lizenz-Inhaber unter anderem beim hessischen Hockey-Verband als Verbandstrainer im Jugendbereich. Er folgt auf den Polen Maciej Matuszynski, der nach einem Jahr aus familiären Gründen das Traineramt zur Verfügung stellte.

Die trainerlose Zeit der Rüsselsheimer Männer beendet Jonathan Elliott aus Cardiff/Wales. Der bisherige Spielertrainer Mirco Fuchs konzentriert sich künftig ganz auf das Spiel und auf seine mittlerweile vergrößerte Familie.

Jonathan Elliott (Jahrgang 1987) war zuletzt Herrencoach in Valencia/Spanien. Neben diversen Co-Trainer-Stationen in England und internationalen Assistenzen in Holland und Schweden organisierte er auch Hockey-Camps in England und Holland.


Ein bekanntes Gesicht und ein Brite aus Wales

Tangerding und Elliott neue RRK-Trainer

Aus "Main-Spitze" vom 20. Juli 2015

(kri). Nach dem bitteren Abstieg nach 27 erstklassigen Hockeyjahren legen die Verantwortlichen des Rüsselsheimer Ruder-Klubs (RRK) die Konsolidierung in bekannte Hände: Philipp Tangerding heißt der neue Trainer des RRK-Damenteams, der ab 1. August damit gleich im doppelten Sinne zurück in seine Heimat kommt. Der 32-jährige Diplom-Medienwirt ist gebürtiger Mainzer, kam in der Jugendzeit vom Wiesbadener THC an den Untermain und gehörte einst zum erweiterten Kreis des ersten Rüsselsheimer Männerteams. Erste Sponsoren als Trainer verdiente er sich dann beim hessischen Landesverband und beim WTHC, von wo aus er im Sommer 2014 zum UHC Hamburg ging und dort hauptsächlich für das zweite Damenteam und die weibliche A-Jugend verantwortlich zeichnete. Philipp Tangerding, dessen ältere Schwester Caroline 1998 mit der A-Jugend des Ruderklubs deutscher Feldmeister wurde, ist im Besitz der A-Lizenz.

Während diese Verpflichtung durchaus als Überraschung durchgehen kann, war die Vollzugsmeldung beim Rüsselsheimer Männerteam zum 1. August eigentlich nur noch Formsache. Wie bereits mehrfach an dieser Stelle prognostiziert, beendet der 1987 geborene Brite Jonathan Elliott die trainerlose Zeit nach fast zwei Jahren. Den Kontakt zu Elliott, der Erfahrungen als Assistenzcoach in England, Holland und Schweden mitbringt und zuletzt als Herrencoach in Valencia tätig war, hatten die RRK-Spieler via Internet selbst geknüpft. Der aus Cardiff (Wales) stammende Elliott hatte sich bei der Jobsuche der Homepage des Deutschen Hockey-Bundes bedient.


Neue Hockeytrainer für Rüsselsheimer RK

Aus "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 20. Juli 2015

gioe. FRANKFURT. Die Damen- und die Herren-Hockeymannschaft des Rüsselsheimer RK bekommen neue Trainer. Bei den Damen, die in der vergangenen Saison von der Ersten in die Zweite Bundesliga abgestiegen sind, wird Philipp Tangerding das Training leiten. Zuletzt war der Wiesbadener als Übungsleiter für die zweite Damenmannschaft des UHC Hamburg zuständig. Tangerding war selbst Spieler des RRK. Das Training der Herrenmannschaft wird der Waliser Jonathan Elliott übernehmen. Er wird im August aus Valencia nach Rüsselsheim kommen. Damit kann sich der bisherige Spielertrainer Mirco Fuchs ausschließlich auf sein Spiel konzentrieren. Elliott bringt internationale Erfahrung mit. Neben seiner Station in Valencia war er als Assistenztrainer in England, Schweden und den Niederlanden tätig.