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Hallenhockeyturnier des RRK

02./03. November 2002

RRK-Herren enttäuschen nur in einer Partie - Trainer Stieglitz beim Bauschheimer Vorbereitungsturnier mit Ergebnissen und Leistungen zufrieden
RRK-Damen gewinnen Turnier trotz 0:5 am Schluss

Rüsselsheimer Echo vom 05./6. November 2002

Gerade mal etwas mehr als einen Monat ist es her, da war für die beiden Bundesligamannschaften des RRK die Hockey-Feldrunde abrupt beendet. Im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft scheiterten die Frauen zu Hause mit 0:1 gegen Club an der Alster Hamburg, die Männer gar mit 1:9 ebenfalls beim Club an der Alster Hamburg. Doch das ist Vergangenheit, längst haben sich die Blicke wieder nach vorne gerichtet. Die Hallensaison steht vor der Tür, weshalb die Rüsselsheimer am Wochenende einige Bundesliga-Konkurrenten zu einem Freundschaftsturnier in die Bauschheimer Sporthalle eingeladen hatten.

Zumindest für die Männer ein willkommener Vorbereitungstest drei Wochen vor dem Rundenstart. Sechs Teams kämpften am Samstag und Sonntag um den Turniersieg, wobei sich am Ende Bundesligaaufsteiger Kickers Stuttgart durch ein knappes 6:5 im Finale gegen den Veranstalter durchsetzen konnte.
 

Für die Frauen dagegen stellte der Vergleich nicht mehr als etwas Beschäftigungstherapie dar. Wegen der Mitte November im australischen Perth stattfindenden Feld-Weltmeisterschaft, für die mit Denise Klecker und Silke Müller auch zwei Spielerinnen des RRK nominiert sind, ist der Bundesligaauftakt erst für den 12. Januar terminiert. Die Organisatoren des RRK hatten deshalb große Probleme, überhaupt ein Teilnehmerfeld für die Frauen zusammen zu bekommen. Letztlich kam wenigstens ein Dreier-Turnier zustande.

Die sechs Männermannschaften ebenfalls im System „jeder gegen jeden“ spielen zu lassen, hätte den zeitlichen Rahmen der Zwei-Tages-Veranstaltung gesprengt. Jede Mannschaft hatte deshalb drei Partien zu absolvieren (Spielzeit 50 Minuten). In diesen insgesamt neun Spielen wurden die Teilnehmer für das Finale ermittelt, wobei allerdings tüchtig der Rechenschieber zu Hilfe genommen werden musste. Mit den Stuttgarter Kickers, dem RRK , RW München und SW Neuss hatten nämlich gleich vier Teams vier Punkte zu Buche stehen. Das Torverhältnis entschied, dass Stuttgart und der RRK ins Endspiel einzogen.
 

Die Rüsselsheimer, bei denen erstmals Neuzugang Alexander von Scheven (SW Köln) mitwirkte, hatten am Samstag gegen Neuss knapp mit 6:5 und gegen Klipper Hamburg deutlich mit 11:2 die Oberhand behalten. Am nächsten Morgen machte ihnen allerdings anscheinend die nächtliche Hockey-Fete im Rüsselsheimer Festungskeller noch etwas zu schaffen, denn gegen den bis dahin punktlosen Großflottbeker THGC verloren sie mit 5:9.

Obwohl Nationalspieler Oliver Domke im Finale pausierte, zeigten sich die Gastgeber am Nachmittag wieder hellwach. Gegen den hoch eingeschätzten Aufsteiger Kickers Stuttgart (mit den beiden Ex-Rüsselsheimern Björn und Nikolas Emmerling) wurde vom Gastgeber bis zur Pause durch zwei Treffer von Nico Hosang ein 2:2 gehalten.

Ein 2:4 nach dem Wechsel konnte von Frank Trautmann und Mirko Fuchs noch egalisiert werden, doch nach dem 4:6 gelang lediglich noch der Anschluss durch einen verwandelten Siebenmeter von Christian Domke. Trainer Kai Stieglitz zeigte sich trotzdem zufrieden: „Unsere Leistung war okay; Fehler werden wir bis zum Rundenbeginn noch ausmerzen.“

Bei den Frauen fanden sich lediglich zwei Bundesliga-Klubs bereit, am Wochenende am Frauen-Hallenturnier des RRK teilzunehmen.

Der RTHC Leverkusen stand in der Pflicht, denn an dessen Hallenturnier beteiligen sich die Rüsselsheimerinnen schon traditionsgemäß. „Mit Engelszungen haben wir dann noch auf die Frankfurter Eintracht eingeredet, damit wir wenigstens drei Mannschaften jeweils zwei Mal gegeneinander spielen lassen konnten“, erklärte RRK-Betreuer Thomas Blivier. Er äußerte allerdings Verständnis für die Haltung der übrigen Bundesligisten, die so lange vor dem Rundenstart die weite Anreise sowie die Übernachtungskosten scheuten.

Auch ohne ihre beiden WM-Teilnehmerinnen sowie die ehemalige Nationalspielerin Tanja Dickenscheid, die ihre Karriere allmählich beenden und nur noch im Notfall aushelfen will, wurden die Rüsselsheimer Frauen am Wochenende ihrer Favoritenrolle gerecht. Nachdem sie gegen Eintracht Frankfurt mit 6:4 sowie gegen Leverkusen (4:2 und 6:2) gewonnen und dabei zudem überzeugt hatten, konnte sich der RRK zum Abschluss gegen die Frankfurterinnen sogar eine 0:5-Niederlage erlauben.