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"Der Kapitän geht von Bord!". 

Glenn Eifert verabschiedet sich am 29.09.2002 nach dem Spiel gegen RW München aus der "Ersten"


"Main-Spitze" vom 01.10.2002: Martin Krieger interviewt Glenn Eifert

  
FRAGE: Sie haben beim 2:2 gegen Rot-Weiß München ihr letztes Heimspiel im Bundesliga-Hockeyteam des RRK bestritten. Was tat mehr weh –  der Abschied oder das verpasste Heimrecht im Viertelfinale?
Eifert: Im ersten Moment eher das verpasste Heimrecht. Da ja noch mindestens ein Spiel bevorsteht, hat man es noch nicht richtig realisiert, dass endgültig Schluss ist. Als dann die Leute aber extra wegen mir applaudiert haben, ging mir das doch sehr nahe und war sehr bewegend.
FRAGE: Warum soll nach zwölf Jahren jetzt Schluss sein?
Eifert: In erster Linie ist das eine Alterssache. Dazu möchte ich mich als Fachanwalt weiter spezialisieren und könnte viele Maßnahmen nicht mitmachen. Da ich nie das Riesentalent war, müsste ich einen hohen Aufwand betreiben, um meine Leistung weiter zu bringen.
FRAGE: Legen Sie den Schläger ganz aus der Hand?
Eifert: Dass ich ganz aufhöre, glaube ich nicht. Dazu bin ich einfach zu hockeyverrückt. Bei Turnieren oder in unterklassigen Mannschaften werde ich bestimmt zu sehen sein. Aber ich möchte die Zeit nutzen, anderen Hobbys nachzugehen. Dem Verein bleibe ich auf jeden Fall verbunden; in welcher Funktion, wird sich zeigen.
FRAGE: Wie hoch würden Sie die Wahrscheinlichkeit beziffern, dass Sie und ihre Mitspieler am nächsten Sonntag durch einen Erfolg bei Titelverteidiger Club an der Alster ins DM-Halbfinale einziehen?
Eifert: Das in Prozenten auszudrücken, ist schwierig. Wir sind krasser Außenseiter, keine Frage. Aber ich sehe durchaus Chancen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass in jedem Viertelfinale eine Chance da war. Wenn wir viel Glück haben, ist es ja vielleicht diesmal so weit.
FRAGE: Haben Sie eine Idee, wer neuer Kapitän im RRK-Team werden könnte?
Eifert: Von der Persönlichkeit her, ganz klar Christopher Reitz. Die Frage ist, ob er das beruflich geregelt und seine gesundheitlichen Probleme in den Griff bekommt. Das junge Team braucht auf jeden Fall jemanden, der immer da ist.
FRAGE: RRK-Abteilungsleiter Martin Müller hat Ihnen nach Spielende ein spezielles Präsent überreicht. Würden Sie uns verraten, was es war?
Eifert: Es gab einen so riesigen Fresskorb, dass ich überlegen sollte, noch mal Abschied zu nehmen. Dazu habe ich ein Unikat erhalten, das mir freien Eintritt auf Lebenszeit zu allen Bundesliga-Hockeyspielen inklusive VIP-Bereich garantiert.

Glenn Eifert im letzten Punktspiel der Bundesliga-Feldrunde 2002 gegen RW München
Glenn im Spiel Holger Klein, Glenn Eifert, Fritz Schmidt jr.
Glenn mit "Mädcher" !!! Glenn
Glenn erhält von Hockey-Abteilungsleiter Martin Müller ein Abschiedsgeschenk, einen Fresskorb. Und auch die Mannschaftskameraden aus der "Ersten" haben etwas für ihren Kapitän zum Abschied vorbereitet.