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Geschichte des Rudervereins Rüsselsheim (RVR)
von 1908 bis 1942

1912

Der Ende des Jahres 1911 bestellte und bei der Bootswerft Leux in Frankfurt in den Wintermonaten gebaute neue Rennvierer mit Stm. wird im Frühjahr 1912 geliefert (Einzelheiten: Durchschnittsgewicht der Ruderer 70 kg, feste Dollen, Ruder mit hohlem Schaft und einer Blattbreite von 16,5 cm). Der von Kommerzienrat Carl von Opel gestiftete Rennvierer wird am 5. Mai 1912 auf den Namen "Georg Friedrich" getauft.

Unter der Trainingsleitung von Adam Ruppel gelingt am 15. Juni 1912 der Mannschaft Hugo Zimmer, Richard Jungbluth, Jean Epple, Heinrich Hummel, Stm. Georg Kirschenstein auf der Mainzer Regatta der erste Sieg für den RVR in einem offenen Rennen. Wir zitieren zu diesem denkwürdigen Ereignis die "Main-Spitze":

"Der rührigen Mannschaft des Rudervereins Rüsselsheim – Zimmer, Jungbluth, Epple, Hummel (Schlag), Kirschenstein (Steuer) –, welche sich am verflossenen Samstag und Sonntag an der großen Mainzer Regatta im Vierer-Rennen beteiligte, war es vergönnt, trotz scharfer Konkurrenz gegen Rudersportverein Teutonia Frankfurt, Nassovia Höchst, Ruderverein Limburg und Frankfurter Rudergesellschaft Oberrad siegreich mit dem 1. Preis nach Hause zu kehren.

Im zweiten Rennen "Junior-Vierer" erlitt die Mannschaft beim Starten eine kleine Havarie, doch konnte trotzdem noch die Mannschaft den so sehr gefürchteten Ludwigshafener Ruderverein überholen und zweites Boot gegen Kasteler Rudergesellschaft werden.

Der siegreichen Mannschaft wünschen wir für die bevorstehende Frankfurter Regatta besten Erfolg und ein kräftiges dreifaches Hipp Hipp Hurra ! - Der Preis nebst Ehrenzeichen ist in dem Schaufenster der Firma Mayer & Goetz für einige Tage ausgestellt."

Auf der sich anschließenden Frankfurter Regatta kann dieser Erfolg nicht wiederholt werden.

Der erste Sieg des Rudervereins Rüsselsheim wird auf der Mainzer Regatta am 15. Juni 1912 im Fünf-Boote-Feld errungen

Die auf der Mainzer Regatta siegreiche Mannschaft mit Trainer: Trainer Adam Ruppel, Richard Jungbluth, Heinrich Hummel, Stm. Georg Kirschenstein, Hugo Zimmer und Jean Epple

Am 4. Juli 1912 erfolgt die Eintragung des RVR in das Vereinsregister beim Amtsgericht Groß-Gerau, Bd.T.No18, S. 61.

Im Herbst kann beim Dauerrudern über 24 km in Frankfurt in einer Zeit von 81 Minuten, 34 Sekunden im Vierer der zweite Platz errudert werden.

Die zweite "Interne Regatta" des RVR am 22. September 1912 auf dem Main zwischen Flörsheim und Rüsselsheim (Ziel am Landungsplatz) ist ein voller Erfolg. Unter Teilnahme von 169 Ruderern in 35 Booten aus Frankfurt, Offenbach, Mainz, Höchst, Griesheim und Kastel werden vier Vorrennen und fünf Hauptrennen ausgetragen. Höhepunkt der Regatta soll der "Opel-Jubiläums-Gastvierer" werden, zu dem acht Vereine gemeldet haben. Zum Verlauf dieser Regatta-Veranstaltung zitieren wir die "Main-Spitze":

"Die am verflossenen Sonntag vom Ruderverein Rüsselsheim veranstaltete "Interne Regatta" nahm unter zahlreicher Beteiligung auswärtiger Vereine, sowie vieler auswärtiger und hiesiger Sportsfreunde bei günstiger Witterung einen recht schönen Verlauf. Nach Begrüßung des auswärtigen Vereine im Vereinslokal "Zur Mainlust" fand Startverlosung statt, und pünktlich um 2 Uhr konnte mit der Regatta begonnen werden. Die spannenden, teilweise geschlossenen Rennen wurden fast durchweg von erstklassigen Mannschaften der beteiligten Vereine bestritten und wer Sieger werden wollte, musste sich auf einen kräftigen Endspurt einlassen. Das Resultat der einzelnen Rennen war folgendes:

I. Vierer
1. Ruderverein Rüsselsheim (Zimmer, Jungbluth, Epple, Hummel, Stm. Brünesholz)
2. Ruder-Club Nassovia Höchst
3. Mainzer Ruder-Gesellschaft
4. Frankfurter Rudergesellschaft Sachsenhausen

II. Vereins-Zweier
1. Mannschaft Linker, Hummel, Stm. Linz
2. Mannschaft Zimmer, Jungbluth, Stm. Brünesholz
3. Mannschaft Epple, Bastian, Stm. Schlieben

III. Opel-Jubiläums-Gastvierer

1. Vorrennen
1. Frankfurter Rudergesellschaft Germania
2. Frankfurter Ruder-Gesellschaft Oberrad
3. Frankfurter Ruder-Verein
4. Ruder-Club Nassovia Höchst

2. Vorrennen
1. Mainzer Ruder-Verein
2. Offenbacher Rudergesellschaft Undine
3. Frankfurter Rudergesellschaft Sachsenhausen
4. Kasteler Ruder-Gesellschaft

Entscheidungs-Rennen
1. Mainzer Ruder-Verein
2. Offenbacher Rudergesellschaft Undine
3. Frankfurter Rudergesellschaft Germania
4. Frankfurter Ruder-Gesellschaft Oberrad

 

IV. Vereins-Vierer
1. Mannschaft Zimmer, Lehmann, Epple, Hummel, Stm. Brünesholz
2. Mannschaft Grass, Hahn, Dörrstein, Jungbluth, Stm. Linz
3. Mannschaft Linker, Diehl, Aßmuß, Bastian, Stm. Schlieben

V. Gast-Vierer

 

1. Vorrennen
1. Mainzer Ruder-Verein
2. Frankfurter Ruder-Club Griesheim
3. Offenbacher Rudergesellschaft Undine
4. Frankfurter Rudergesellschaft Sachsenhausen

2. Vorrennen
1. Mainzer Ruder-Gesellschaft
2. Frankfurter Ruder-Verein
3. Ruder-Club Nassovia Höchst
 

Entscheidungs-Rennen
1. Mainzer Ruder-Gesellschaft
2. Frankfurter Ruder-Club Griesheim
3. Frankfurter Ruder-Verein
4. Mainzer Ruder-Verein

 

Abends um 7 Uhr fand alsdann die Verteilung der wertvollen Erinnerungsgaben statt; ein geselliges Zusammensein mit Tanz vereinigte die Sportsfreunde bis in später Stunde und es mag wohl fast jeder mit dem Gefühl nach Hause gewandert sein, ein sportlich interessantes, zum Schluss humorvolles, gemütliches Fest hier in Rüsselsheim gefeiert zu haben."

 

Anzeige in der "Main-Spitze" am 21. September 1912 anlässlich der zweiten "Internen Regatta" des Rudervereins Rüsselsheim

 

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