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RRK-Aktuell

Neuestes aus dem Gesamt-RRK

In memoriam − In memoriam − In memoriam

 

Hans-Joachim "Jochen" Zimmermann

* 26. März 1943 … 13. Januar 2017

Nach einem bis zuletzt von Arbeit erfüllten Leben und sehr langer Treue zum RRK ist Jochen Zimmermann überraschend am 13. Januar 2017 im Alter von 73 Jahren ruhig für immer eingeschlafen.

Den "Mann mit den zwei Herzen", wie er immer von sich sagte, hat nach gelungener, jedoch schwerer Operation nun das seine im Stich gelassen. Er war ein Ruderer der "alten Garde". Er kommt 1959 im Alter von 16 Jahren zum RRK. Er rudert, rudert Rennen in der Jugendklasse, dann auch im Aktivenbereich. 1962 sitzt er im "Maschinenraum" eines U23-Achters, der bei den Deutschen Meisterschaften dieser Altersklasse Bronze holt. Doch schon nach der Regattasaison 1963 in einem erfolgreichen Männerachter verpflichtet er sich für drei Jahre bei der Bundesmarine, lernt auf einem Zerstörer Meere und Häfen der Erde kennen. Dann arbeitet er in seinem erlernten Beruf als Heizungsmonteur, er heiratet. Er bleibt dem Rudern, insbesondere als Wanderruderer, aber auch als Aktiver bei Roseninsel-Regatten verbunden ‒ und er spielt Tennis. Ab dem Jahre 1988 stellt sich der Praktiker "seinem" RRK als Hausverwalter zur Verfügung und engagiert sich in diesem Vorstandsamt viele Jahre, bis zum Jahr 2016. Immer, wenn er gebraucht wird, ist er zur Stelle. Neben dem RRK fühlt sich der Freund des Maritimen auch der Marinekameradschaft Flörsheim eng verbunden, die er einige Jahre als Vorsitzender leitet.

Jochen Zimmermann war mehr als 57 Jahre Mitglied des RRK, davon 28 Jahre als Hausverwalter. Im Jahr 1984 erhält er für 25-jährige RRK-Mitgliedschaft die Ehrennadel in Silber und dann im Jahr 2009 für 50-jährige Vereinstreue die Ehrennadel in Gold. In Anerkennung seines langjährigen ehrenamtlichen Engagements verleiht der RRK ihm 2001 die Leistungsnadel in Silber und 2013 die Leistungsnadel in Gold.

 

2003: Rolf Lange, neuer Hockey-Jugendleiter im RRK

Rolf Lange

* 26. Mai 1962 … 21. November 2016

Tiefe Trauer beim RRK, insbesondere bei den Mitgliedern der Hockey-Abteilung! Nach langer Krankheit ist der Rechtsanwalt und engagierte RRKler Rolf Lange am 21. November 2016 im Alter von erst 54 Jahren gestorben.

1993 beginnen seine beiden fünfjährigen Zwillingssöhne Nicolas und Tristan im RRK mit dem Hockeyspiel. Fünf Jahre später ist sich Rolf Lange sicher, dass die beiden Söhne bei diesem Sport bleiben. Er wird ebenfalls Mitglied des RRK und engagiert sich von Beginn an als Betreuer von Jugendmannschaften, er selbst fängt an Hockey zu spielen und tut das beim von ihm mitorganisierten "Elternhockey". Schon ab 1999 ist er Mitglied des Hockey-Jugendausschusses und von 2003 bis 2008 Jugendleiter für den männlichen Bereich. Ab 2009 betreut er als Team-Manager die Ersten Herren des RRK. Doch als seine Krankheit sich bemerkbar macht, beschränkt er sich fortan auf die Aufgabe des Hallen- und Platzsprechers bei den Heimspielen der beiden RRK-Spitzenmannschaften.

Rolf Lange gehörte dem RRK fast genau achtzehn Jahre an. Er war Mitglied unseres Klubs seit dem 1. Dezember 1998 und er hat sich in der gesamten Zeit seiner Mitgliedschaft in die Arbeit der Hockeyabteilung des RRK immer wieder unterstützend und helfend eingebracht.

 

Ludwig Kraft

* 23. Juni 1930 … 27. Mai 2016

Nach langem, erfülltem Leben und auch sehr langer RRK-Zugehörigkeit ist Ludwig Kraft am 27. Mai 2016 im Alter von fast 86 Jahren verstorben.

Ludwig Kraft tritt am 1. Juli 1943 dem RRK bei. Er will Hockey spielen, spielt bei den "Pimpfen", doch im Krieg ist das nicht so einfach. Nach der Neugründung des RRK 1946 ist er wieder dabei. Ab 1950 spielt er bei den Ersten Herren des RRK. Außerdem widmet er sich seinem Studium zum Elektro-Ingenieur und auch schon früh der Vereinsführung. 1957 wird er 2. Vorsitzender der Hockeyabteilung. Es folgt eine längere Auszeit mit beruflichen und privaten Prioritäten, doch in den 70er Jahren ist er im "RRK-Hockey" wieder dabei, zunächst als Kassenprüfer, dann als Kassenwart, dann als Kassierer, dann als Beisitzer, dann von 1987 bis 1995 wieder als Kassenwart. Immer, wenn jemand gebraucht wird, steht er bereit. So auch 2008 als Kassenprüfer des Gesamt-RRK.

Ludwig Kraft ist dem RRK sein Leben lang, fast 73 Jahre, treu geblieben. Im Jahr 1978 erhält er für 25-jährige RRK-Mitgliedschaft die Ehrennadel in Silber und dann im Jahr 1993 für 50-jährige Vereinstreue die Ehrennadel in Gold. Im Jahr 2003 erfährt er für 60-jährige Mitgliedschaft im RRK eine besondere Ehrung und das gleiche geschieht 2013, als er 70 Jahre dem RRK angehört. In Anerkennung seines ehrenamtlichen Engagements verleiht "sein" RRK ihm 1984 die Leistungsnadel in Silber, 1997 die Leistungsnadel in Gold.

 

Rudi Müller im Jahr 2005 auf Ruder-Wanderfahrt

Rudolf "Rudi" Müller

* 23. Februar 1939 … 7. April 2016

Und wieder hat den RRK ein Ruderer der "alten Garde" verlassen. Rudi Müller ist im Alter von 77 Jahren am 7. April 2016 nach langer schwerer Krankheit für immer eingeschlafen.

Rudi Müller und auch sein Bruder Martin sind von Jugend an RRKler quasi bestimmt durch das Elternhaus. Ihr Vater Hermann war Ruderer bei der RG Undine Rüsselsheim, dann in den 50er Jahren bewirtschaften er und seine Frau Mathilde das Bootshaus. Während Martin sich ganz dem Hockeysport zuwendet, ist Rudi Müller Ruderer mit Leib und Seele. In den Jahren 1956 und 1957 sitzt er in einem erfolgreichen Jugendvierer, dann 1959 in einem erfolgreichen Jungmannachter (U23), der sich jedoch nach der Regattasaison auflöst. Doch für Rudi ist das nicht das Ende seiner "Rennruderei". Er, der Riemenruderer, versucht sich im Einer, allerdings mit mäßigem Erfolg. Zunächst als Ausbilder von Ruderanfängern, dann als Freizeitruderer und später als aktiver Wanderruderer über viele Jahre zusammen mit seinen Kameraden aus RRK und RaB bleibt er dem RRK auch in den folgenden Jahrzehnten nah.

Sein beruflicher Werdegang als gelernter Opel-Werkzeugmacher und Gewerkschafter ist eine seltene Erfolgsgeschichte: Technischer Zeichner, Opel-Betriebsrat, 1975 stellv. Opel- sowie stellv. Gesamt-Betriebsratsvorsitzender, 1983 Opel-Aufsichtsratsmitglied, 1993 Opel- sowie Gesamt-Betriebsratsvorsitzender, 1994 Konzern-Betriebsratsvorsitzender und 1997 stellv. Opel-Aufsichtsratsvorsitzender, daneben noch ab 1972 Stadtverordneter in Raunheim und später ehrenamtlicher Erster Stadtrat, dann Ehrenstadtrat. Für seine Verdienste erhält Rudi Müller 2000 das "Bundesverdienstkreuz am Bande" und 2006 die "Wilhelm-Leuschner-Medaille", die höchste Auszeichnung des Landes Hessen.

Rudi Müller gehörte dem RRK mehr als 60 Jahre an. Er war Mitglied des Klubs seit dem 1. Januar 1956 und wurde für seine Vereinstreue 1981 mit der RRK-Ehrennadel in Silber und 2006 auch mit der RRK-Ehrennadel in Gold geehrt.

 

Willi Klein

* 4. Juni 1914 … 4. Februar 2016

Nach einem sehr langen, erfüllten Leben und auch sehr langer RRK-Zugehörigkeit ist das älteste RRK-Mitglied, Willi Klein, am 4. Februar 2016 im Alter von mehr als 101 Jahren plötzlich verstorben.

Willi Klein tritt am 1. Januar 1928 zusammen mit dem Freund Curt Schrod dem Ruderverein Rüsselsheim bei, einem Vorgänger des RRK. Der dritte Freund, Friedebert Armbruster, ist bereits seit 1926 Mitglied des RVR. Ab April 1929 gehen alle Drei zum "Opel" in die Lehre. Willi Klein steuert zunächst, dann spielt er Hockey im RVR, doch das sportliche Engagement ist nicht so sehr seine Sache. Dennoch bleibt er dem Verein treu. Er widmet sich mehr den gesellschaftlichen Dingen, auch seinem Ingenieur-Studium, nach dem Krieg natürlich seinem Beruf bei der Adam Opel AG, dann im Ruhestand der Fliegerei und dem weltweiten Reisen mit seiner Frau Ilse.

Bei den Veranstaltungen des RRK ist er mit seiner Frau bis ins hohe Alter immer wieder präsent. Willi Klein ist dem RRK sein Leben lang, mehr als 88 Jahre, treu geblieben. Im Jahr 1953 erhält er für 25-jährige RRK-Mitgliedschaft die Ehrennadel in Silber und dann im Jahr 1978 für 50-jährige Vereinstreue die Ehrennadel in Gold. Im Jahr 2003 erfährt er für 75-jährige Mitgliedschaft im RRK eine besondere Ehrung und das gleiche geschieht 2008, als er 80 Jahre dem RRK angehört.

 

Martina Hocks  geb. Schmidt

* 19. August 1966 … 12. Dezember 2015

Am 12. Dezember 2015 ist Martina Hocks − eine begeisterte und engagierte "Hockeymutter" − nach langer, schwerer Krankheit, nicht einmal 50 Jahre alt, verstorben.

Nachdem die neunjährige Tochter Celina im Jahr 2005 zum RRK, hier zum Hockeysport, fand, ist Martina Hocks etwa ein Jahr später ebenfalls dem RRK beigetreten. Sie hat sich von Beginn an als Betreuerin von Jugendmannschaften engagiert und später auch die Belegungspläne der Hockeyabteilung des RRK für den Trainingsbetrieb in der Halle und auf dem Feld mitentwickelt. Aber nicht nur beim RRK, sondern auch beim Hessischen Hockey-Verband hat sie mitgearbeitet − bis zuletzt war sie Mitglied im Jugendausschuss des HHV und hat hier die Position der Jugend-Sportwartin ausgefüllt.

Martina Hocks gehörte dem RRK fast zehn Jahre an. Sie war Mitglied unseres Klubs seit dem 1. Oktober 2006 und hat sich in der gesamten Zeit ihrer Mitgliedschaft immer wieder unterstützend und helfend in die Arbeit der Hockeyabteilung eingebracht.

 

Oliver Pooch

* 31. Januar 1959 … 20. November 2015

Nicht ganz plötzlich und auch nicht ganz unerwartet ist Oliver Pooch am 20. November 2015 verstorben. Eine nicht heilbare Krankheit kann er leider nicht besiegen, so dass er viel zu früh, bereits im Alter von 56 Jahren, seine Familie und auch uns verlassen muss.

Oliver Poochs rudersportlicher Weg beginnt in seiner Heimat, in Frankfurt an der Oder, in der ehemaligen DDR, bereits in den 70er Jahren. Er rudert für die BSG Halbleiterwerk Frankfurt, dem heutigen Frankfurter Ruder-Club von 1882. Der kräftige Oliver ist mit seinen Ruderkameraden erfolgreich, doch der Sprung zu den Kaderathleten der DDR gelingt ihm nicht − seine Körpergröße entspricht nicht den Vorstellungen der Entscheider. Nach der Übersiedlung in den Westen, nach Hochheim, treten Oliver und seine Frau Kirsten, auch sie begeisterte Ruderin, am 1. Juni 2004 in den RRK ein. Neben seinem aktiven Rudern engagiert sich Oliver in der Ruderleitung des RRK, er lässt sich im Jahr 2010 zum Bootswart wählen, kümmert sich auch um Bootssteg, Bootshänger sowie Zugmaschine, und füllt dieses Amt, soweit noch möglich, bis 2015 aus.

Ab dem Jahr 2007 sind Kirsten und Oliver Pooch regelmäßig bei der jährlichen Damen/Herren-Ruderwanderfahrt des RRK dabei. Nach der Wanderfahrt 2009 auf der Oder wird diese ab 2010 zur jährlichen Gemeinschafts-Wanderfahrt des RRK mit den Ruderkameraden der Poochs aus der Frankfurter Heimat. Auch im Jahr 2015 bei der Ruderwanderfahrt auf der Elbe ist Oliver noch dabei, es ist ein Abschied von alten und neuen Ruderkameraden.

 

Walter Gißke

* 8. März 1934 … 8. November 2015

Walter Gißke, am 8. März 1934 in Köln geboren, ist am 8. November 2015 im 82sten Lebensjahr in seinem Haus in Wiesbaden-Nordenstadt verstorben. Eine heimtückische Krankheit, von der er erst seit kurzer Zeit wusste, hat ihm keine Chance gelassen.

Er ist seit der Jugendzeit Ruderer, er rudert Rennen für den Kölner RV von 1877, holt mit "seiner" Achtermannschaft 1954 bei der Deutschen Meisterschaft Bronze, wird im  Jahr darauf in Berlin Deutscher Meister und in Gent Dritter der Europameisterschaft. Der studierte Diplom-Ingenieur, Fachrichtung Fernmeldetechnik, heiratet 1961, wie soll es anders sein, eine Rheinländerin, die Düsseldorferin Margret. Beide arbeiten beim Batelle-Institut in Frankfurt, so dass ein berufsbedingter Wohnsitzwechsel nicht ausbleibt. Schließlich wird man in Nordenstadt sesshaft. Neben dem Rudern spielt Walter Gißke Klavier − im Urlaub erkundet das Ehepaar gern Frankreichs Südwesten mit dem Kajütboot.

Walter Gißke gehörte dem RRK wie auch dem Flörsheimer RV an. Er war Mitglied des RRK seit dem 1. Dezember 2003 und bis kurz vor seinem 80-sten Lebensjahr immer wieder mit Altersgenossen im Ruderboot auf dem Main unterwegs.

 

Rolf Sittmann

* 24. März 1925 … 25. Mai 2015

Nach einem langen Leben und auch langer RRK-Zugehörigkeit hat Rolf Sittmann am 25. Mai 2015 den RRK im Alter von etwas mehr als 90 Jahren friedlich verlassen.

Rolf Sittmann tritt in den Wirren des Kriegs im Alter von 16 Jahren am 1. November 1941 dem Ruderverein Rüsselsheim bei, rudert dann im Jahr 1942 für den aus der Fusion der beiden Rüsselsheimer Rudervereine hervorgegangenen Rüsselsheimer RK im Lgw.-Jugend-Vierer und -Achter, gewinnt sogar in Berlin mit seinen Bootskameraden im Vierer die erste Deutsche Meisterschaft für die Rüsselsheimer Ruderer. Der Krieg trennt die Mannschaft.

Im Jahr 1950 wählen die RRK-Mitglieder Rolf Sittmann zum Pressewart, 1953 gehört er dem Presseausschuss an und nach Auflösung der RGM Flörsheim-Rüsselsheim ist er von 1954 bis 1960 Pressewart, zuständig für die "Klub-Nachrichten" − 1960 ist er auch Mitglied des Ruderausschusses. Im Jahr 1961 wird er Zweiter Vorsitzender des RRK, doch schon 1962 zieht er sich aus der Vorstandsarbeit zurück. Seine Prioritäten liegen nun bei der Familie und der beruflichen Entwicklung, die der studierte Dipl.-Kaufmann 1991 als Prokurist der Frankfurter Societät GmbH und Geschäftsführer der gemeinnützigen Leberecht-Stiftung mit dem Gang in den Ruhestand beendet.

Doch bei den Veranstaltungen des RRK ist er mit seiner Frau Erna bis ins hohe Alter immer wieder präsent. Rolf Sittmann ist dem RRK sein Leben lang, mehr als 73 Jahre, treu geblieben. Daher wird ihm bereits im Jahr 1991 von "seinem" RRK für 50-jährige Vereinstreue die Ehrennadel in Gold verliehen.

 

Jonny Brandt

* 10. August 1940 … 6. Mai 2015

In Hamburg verstarb am 6. Mai 2015 nur einige Monate vor seinem 75. Geburtstag das RRK-Mitglied Jonny Brandt.

Jonny Brandt hat nicht gerudert, er hat nicht Hockey gespielt, aber er hat im Tennissport als Hobby einen Ausgleich zum beruflichen Alltag gefunden. Um auch im Rentenalter noch diesem Hobby mit Gleichgesinnten nachgehen zu können, wird er am 1. September 2009 im Alter von schon 69 Jahren Mitglied des RRK.

Er war der erste Geschäftsführer der Rüsselsheimer Werkstätten für Behinderte. "Von 1974 bis 1992 hat er die Weichen für den Aufbau unseres sozialen Unternehmens gestellt und die Werkstätten zu einem Namen in der Region gemacht", heißt es in einem Nachruf von Aufsichtsrat, Vorstand, Betriebsrat und Mitarbeitern.

Jonny Brandt gehörte dem RRK nur einige Jahre an. Er hat durch seine Mitgliedschaft die Arbeit des RRK unterstützt und gefördert.

 

Anneliese Hofferberth  geb. Steinmann

* 8. März 1927 … 27. Januar 2015

Anneliese Hofferberth ist nach einem erfüllten Leben im Alter von fast 88 Jahren friedlich in Rüsselsheim verstorben.

Die junge Anneliese Hofferberth übernimmt mit ihrem Ehemann Kurt im Jahr 1952 als Fünfundzwanzigjährige den Familienbetrieb der Bäckerei Hofferberth, der in Rüsselsheim schon seit 1910 besteht. Drei Kinder werden geboren, die Tochter Margarete ("Gretel") und dann die Zwillinge Georg und Kurt jr. Die beiden Söhne beginnen im Jahr 1968 im RRK zu rudern, schon 1970 steuert Georg seine ersten Achterrennen zum Sieg, Kurt jr. gewinnt 1971 seine ersten Einerrennen. Ebenfalls anfangs der 70er heiratet Gretel einen RRK-Ruderer. Die Verbindungen zum RRK durch die Kinder sind so groß, dass die Eltern Anneliese und Kurt im Jahr 1977 in den RRK eintreten, dem sie beide bis zu ihrem Tod auch treu bleiben.

Anneliese Hofferberth wurde am 1. April 1977 Mitglied des RRK und gehörte damit dem RRK mehr als 37 Jahre an. Im Jahr 2002 wurde sie für ihre 25-jährige Mitgliedschaft mit der RRK-Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.

 

Hans-Georg Blöcher

* 12. Januar 1954 … 25. Juli 2014

Plötzlich und für alle unerwartet verstarb am 25. Juli 2014 nur einige Monate nach seinem 60. Geburtstag Hans-Georg Blöcher.

Obwohl Hans-Georg Blöcher nicht gerudert hat, er hat nicht Hockey und auch nicht Tennis gespielt, wird er am 1. Januar 1994 im Alter von fast 40 Jahren Mitglied des RRK. Sicher hat hier das "RRK-Urgestein", sein Vater Hans Ludwig Blöcher, und auch die Familientradition eine maßgebliche Rolle gespielt − sein Großvater Georg Blöcher, dessen Name ein von der Familie gestiftetes RRK-Boot trägt, war Mitbegründer des im Jahr 1908 gegründeten Rudervereins Rüsselsheim, eines Vorgängers des RRK. In den Jahren der Mitgliedschaft hat Hans-Georg Blöcher sich immer wieder bei Veranstaltungen des RRK gezeigt und hat damit sein Interesse am Klubgeschehen bekundet.

Hans-Georg Blöcher gehörte dem RRK mehr als 20 Jahre an und hat durch seine Mitgliedschaft die Arbeit des RRK unterstützt und gefördert.

 

Annemie Cezanne  geb. Hummel

* 22. Juni 1926 … 16. Juli 2014

"Als die Kraft zu Ende ging, war es kein Sterben, sondern es war Erlösung." Annemie Cezanne ist im Alter von 88 Jahren am 16. Juli 2014 in Rüsselsheim verstorben.

Die junge Annemie Hummel kommt in schwerer Zeit, im Jahr 1943, als Siebzehnjährige zum RRK. Sie spielt Hockey, aber an einen geordneten Spielbetrieb ist nicht zu denken. Doch schon 1945/46 wird wieder eine Spielrunde ausgetragen und der Hockeysport im RRK entwickelt sich rasant. Annemie Hummel spielt im Sturm der 1. Damen, die sich im März 1948 die Hessenmeisterschaft erkämpfen. Mehr als zehn Jahre später kann Annemie Hummel mit den RRK-Damen bei den Hessischen Hallenhockey-Meisterschaften 1959 den 3. Platz belegen, und auch 1964 beim Osterturnier des RRK schwingt sie in der Damenmannschaft noch immer den Hockeystock. Sie engagiert sich nicht groß im Funktionärsbereich, doch wenn sie gebraucht wird, ist sie da. 1982 übernimmt sie das Amt eines Kassierers der Hockeyabteilung und macht das sieben Jahre lang. Und wenn jemand gesucht wird, der weiß, wie man das "traditionelle Heringsessen" im RRK zubereitet, ist sie natürlich auch da.

Annemie Cezanne gehörte dem RRK mehr als 70 Jahre an, bereits im Jahr 1993 wurde sie für ihre 50-jährige Mitgliedschaft mit der RRK-Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. In Anerkennung ihres sportlichen Erfolgs mit den Hockeydamen verlieh ihr der RRK 1948 die Leistungsnadel in Silber.

 

Wilfried Seipp

* 1. Februar 1927 … 30. Dezember 2013

Nicht ganz überraschend ist am 30. Dezember 2013 Wilfried Seipp, fast 87 Jahre alt, verstorben. Er war einer der erfolgreichsten Ruderer in der Geschichte des RRK.

Wilfried Seipp kommt schon als 13-Jähriger am 1. Oktober 1940 zum RRK, rudert während der Kriegszeit in der Jugend erfolgreich, wird mehrfach Gebietsmeister und dann 1943 in Wien sogar Deutscher Vizemeister im Jugendachter. Nach dem Krieg, zu Beginn des Jahres 1947, plant Georg von Opel wieder Leistungsrudern beim RRK. "Ich bin der Georg und möchte wieder einen Achter zusammenstellen. Du sollst dabei sein!" Schon 1947, dann 1948, 1949 und 1951 wird Wilfried Seipp gemeinsam mit Rüsselsheimer und Flörsheimer Ruderern, den "Bauernbuben" vom Untermain, Deutscher Meister im Achter. Als Bugmann im Vierer und Achter erreicht er viele weitere große Erfolge, insgesamt in seiner aktiven Zeit bis zum Jahr 1954 80 Regattasiege, einen Länderkampfsieg, einen hervorragenden 2. Platz im "Thames Challenge Cup" in Henley.

Wilfried Seipp, von Beruf Innenarchitekt, war mehr als 73 Jahre Mitglied des RRK, im Jahr 1990 erhielt er für seine langjährige Vereinstreue die RRK-Ehrennadel in Gold. In Anerkennung seiner sportlichen Erfolge wurde ihm 1948 die RRK-Leistungsnadel in Silber verliehen, dann 1981 die RRK-Leistungsnadel in Gold.

 

Erika Anna Elisabeth Göllner  geb. Dehn

* 4. Juni 1927 … 11. November 2013

Erika Göllner, am 4. Juni 1927 in Worms geboren, ist im 87. Lebensjahr am 11. November 2013 in Rüsselsheim verstorben.

Die Freundschaft zu einer Reihe dem RRK eng verbundener Familien hat Ehemann Dr. Hans Göllner im Jahr 1969 RRK-Mitglied werden lassen. Ehefrau Erika ist ihm später gefolgt und wurde zum 1. Juni 1977 ebenfalls Klubmitglied. Beide, Dr. Hans und Erika Göllner, haben ihre Verbundenheit mit dem RRK bis zu ihrem Tode aufrecht erhalten.

Erika Göllner gehörte dem RRK mehr als 36 Jahre an. Für langjährige Vereinstreue, das heißt 25-jährige Mitgliedschaft, erhielt sie bereits im Jahr 2002 die RRK-Ehrennadel in Silber.

 

Karl-Heinz Kaul

* 9. Juli 1930 … 17. August 2013

Am 17. August 2013 ist unser langjähriges Mitglied, Karl-Heinz Kaul, im Alter von 83 Jahren verstorben.

Karl-Heinz Kaul hat nach dem 2. Weltkrieg bei der Adam Opel AG eine kaufmännische Lehre begonnen und ist im Alter von noch 15 Jahren am 1. Juli 1946 dem RRK beigetreten, um zu rudern. Er hat das Rudern bei Philipp Wagner erlernt und hat in den Folgejahren bis 1950 − zunächst beim RRK, dann bei der Rudergemeinschaft − aktiv gerudert.

Anschließend haben andere Dinge sein Leben geprägt, jedoch dem RRK ist Karl-Heinz Kaul immer treu geblieben. Er hat damit dem RRK mehr als 67 Jahre angehört − bereits im Jahr 1996 wurde ihm von "seinem" RRK die RRK-Ehrennadel in Gold verliehen.

 

Heinz Schmitt

* 5. März 1932 … 7. März 2013

Kurz nach seinem 81. Geburtstag ist Heinz Schmitt am 7. März 2013 verstorben.

Heinz Schmitt hat seit seiner Jugend in Frankfurt gerudert. In den 70er Jahren kam er aus beruflichen Gründen nach Rüsselsheim − als Ruderer hat er sich natürlich dem RRK angeschlossen, ist am 1. Juli 1975 in den RRK eingetreten. Er hat mit seinen Altersgenossen gerudert und auch an deren Wanderfahrten teilgenommen. Als im Jahr 1988 in der Generalversammlung des RRK der Posten des Kassierers nicht zu besetzen war und die Frage gestellt wurde − "Ist hier jemand im Raum, der dieses Amt machen würde?" − hat sich überraschend einer gemeldet − "Ich würde es machen!" − es war Heinz Schmitt. Ab diesem Zeitpunkt war Heinz Schmitt Kassierer des RRK. Er hat diesen "undankbaren Job" bis zum Jahr 2004, also 16 Jahre, mit Sorgfalt und großem Engagement ausgefüllt.

Heinz Schmitt gehörte dem RRK fast 38 Jahre an. In Anerkennung seiner ehrenamtlichen Arbeit wurde ihm im Jahr 2001 die RRK-Leistungsnadel in Silber verliehen. Für langjährige Vereinstreue, das heißt 25-jährige Mitgliedschaft, erhielt er im Jahr 2000 die RRK-Ehrennadel in Silber.

 

Michael Quehl

* 28. Juni 1943 … 1. März 2013

Wie wir erst im April 2013 erfahren haben, ist unser langjähriges Mitglied Michael Quehl am 1. März 2013 im Alter von fast 70 Jahren in Frankenthal verstorben. Michael Quehl ist dem RRK im Jahr 1991 beigetreten, er war ein großer Fan unserer Damenmannschaft und hat diese Mannschaft in den 90er Jahren oft begleitet.

Michael Quehl gehörte dem RRK fast 22 Jahre an.

 

Wolf Heinrich Dreisbach

* 2. Januar 1954 … 6. Dezember 2012

Wolf Heinrich "Heino" Dreisbach ist kurz vor Beendigung seines 59. Lebensjahres überraschend am 6. Dezember 2012 verstorben.

Wolf Heinrich Dreisbach kam schon in jungen Jahren, im Jahr 1963, zum RRK. Er hat zunächst Hockey gespielt, dann auch gerudert, ist für den RRK Rennen gefahren. Dass sein Sport auch Rudern sein sollte, war wohl in seiner Familie eine Selbstverständlichkeit. Großvater Heinrich Dreisbach war von 1949 bis 1970 Vorsitzender des Flörsheimer RV, der Vater Karlheinz Dreisbach war Ruderer im Flörsheimer RV und in der Rudergemeinschaft Flörsheim-Rüsselsheim, später dann auch Hockey-Abteilungsleiter und Vergnügungsausschuss-Vorsitzender im RRK. Schon Ende des Jahres 1973 hat "Heino" den RRK wieder verlassen, ist jedoch nach dem frühen Tod des Vaters im Jahr 1977 wieder zum RRK zurückgekehrt und hat bis heute oft mit Frau und Mutter Christl, in früheren Jahren ebenfalls RRK-Mitglied, am geselligen Leben "seines" Klubs teilgenommen.

Wolf Heinrich Dreisbach gehörte dem RRK insgesamt 45 Jahre, mehr als 35 Jahre ununterbrochen an. Für seine 25-jährige Treue zum RRK wurde ihm im Jahr 2002 die RRK-Ehrennadel in Silber verliehen.

 

Reinhard Prosch

* 6. März 1951 … 31. Oktober 2012

Kurze Zeit nach dem Übergang vom Erwerbsleben in den Vorruhestand verstarb Reinhard Prosch am 31. Oktober 2012 unerwartet im Alter von 61 Jahren.

Reinhard Prosch hat als Jugendlicher in Hamburg Rennen gerudert, der Beruf führt ihn nach Frankfurt. Er wohnt später in Rüsselsheim als Nachbar von "Polo" Liebig, der ihn animiert, beim RRK wieder mit dem Rudern zu beginnen. Am 1. Oktober 1992 wird er in den RRK aufgenommen, rudert in der Folgezeit hauptsächlich im Einer. Doch andere sportliche Aktivitäten, wie Joggen oder Fliegen, lassen das Rudern schon bald wieder in den Hintergrund treten. Reinhard Prosch ist als Angestellter der "Lufthansa" begeistert von der Fliegerei, er ist Hobbypilot, er ist in der Flugschein-Ausbildung engagiert. In letzter Zeit findet er auch zum Sport seiner Frau, zum Reitsport, um hier gemeinsam diesem Hobby zu frönen.

Dem RRK blieb Reinhard Prosch trotz anderer Prioritäten als Mitglied der Ruderabteilung treu, so dass er unserem Klub 20 Jahre angehörte.

 

Manfred "Polo" Liebig

* 5. September 1946 … 29. Oktober 2012

"Polo" lebt nicht mehr. Die Nachricht von seinem Tod traf uns unerwartet und hat uns erschüttert. Einer der erfolgreichsten Hockeyspieler des RRK, ein tragendes Mitglied unserer Tennisgruppe und ein talentierter Unterhalter − denken wir nur an "Wunschkonzert, deutsch oder englisch?" − hat uns im Alter von erst 66 Jahren verlassen. Wir werden ihn auf Dauer vermissen.

Manfred Liebig ist am 1. Mai 1957, im Alter von zehn Jahren, in den RRK eingetreten. Er spielt Hockey unter den Fittichen von Fritz Schneider, wird in den Jahren 1959, 1960 und 1961 Hessenmeister mit den Knaben, anschließend bis 1965 jedes Jahr Hessenmeister mit der Jugend des RRK. Dann spielt er in der 1. Herrenmannschaft und schon 1968 beginnt die große Zeit der RRK-Herren − mit Manfred Liebig als Libero, als überragendem "letzten Mann", oft als Fels in der Brandung, als sicherem Eckenschützen. Er kann viele große Erfolge erringen, darunter acht Deutsche Meisterschaften auf dem Feld und in der Halle, vier Vizemeisterschaften sowie ein 2. Platz und drei 3. Plätze beim Europapokal. Nur ein Ausnahmekönner wie der Heidelberger "Michi" Peter kann "Polo" den Platz als Libero der Nationalelf "verbauen". Erst im Jahr 1983 wird "Polo" zusammen mit seinem Freund Rainer Seifert aus der 1. Mannschaft des RRK verabschiedet.

Manfred Liebig gehörte dem RRK mehr als 55 Jahre an. In Anerkennung seiner sportlichen Erfolge wurde ihm bereits im Jahr 1968 die RRK-Leistungsnadel in Silber verliehen. Für langjährige Vereinstreue erhielt er im Jahr 1982 die RRK-Ehrennadel in Silber und im Jahr 2007 die RRK-Ehrennadel in Gold.

 

Karl Heinz Lotz

* 24. Oktober 1938 … 7. September 2012

Unerwartet verstarb Karl Heinz Lotz am 7. September 2012 im Alter von fast 74 Jahren.

Karl Lotz kam im Jahr 1956 zum RRK, um als schon 18-jähriger Jugendlicher das Rudern zu erlernen. Zum 1. April 1956 wurde er in den RRK aufgenommen, gewann in diesem Jahr schon fünf Rennen auf Regatten, ruderte weitere zwei Jahre aktiv als Rennruderer mit insgesamt 13 Regattasiegen. Dann war die aktive Ruderlaufbahn für ihn beendet und er kümmerte sich mehr um Beruf und anschließend natürlich um seine Familie. Dem RRK aber blieb er immer treu.

Karl Lotz gehörte dem RRK mehr als 56 Jahre an. Er erhielt im Jahr 1981 die RRK-Ehrennadel in Silber und im Jahr 2006 die RRK-Ehrennadel in Gold.

 

Joachim Erhard-Hollmann

* 13. April 1961 … 29. August 2012

"Achim" lebt nicht mehr. Die Nachricht von seinem Tod haben wir erst im Januar 2013 erhalten. Obwohl wir lange keinen Kontakt zu ihm hatten, sind wir  erschüttert. Einer der erfolgreichsten Ruderer des RRK ist vermutlich durch ein tragisches Geschehen in Kanada ums Leben gekommen.

Achim Erhard kam schon 1973 mit zwölf Jahren zum RRK, um zu rudern. Im Jahr 1975 gewann er sein erstes Ruderrennen, einen Jungenachter. Die Erfolge in den Folgejahren nahmen zu − 1978 Hessenmeister im Jugendachter − 1979 Bronze bei der DM im Jugend-Vierer-ohne − 1981 Bronze beim Deutschen Meisterschaftsrudern (DMR) im Vierer-mit − 1982 Silber bei der Deutschen U23-Meisterschaft (EKR) und Bronze beim DMR im Vierer-mit − 1983 Silber bei den EKR und Bronze beim DMR im Achter, Gold bei den EKR und Silber beim "Match des Seniors" in Candia im Vierer-mit. Insgesamt hat er 71 Regattasiege errungen. Nach 1983 war seine Ruderlaufbahn zu Ende. Er kümmerte sich um Beruf und Familie.

Auch wenn Kontakte zum RRK nur selten zustande kamen, Achim Erhard ist immer RRK-Mitglied geblieben, am Ende waren es fast 40 Jahre. 1998 wurde ihm die RRK-Ehrennadel in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft verliehen.

 

RRK-Ehrenmitglied Thomas Blivier

* 03.05.1938 … 05.04.2012

"Thommy" hat uns verlassen müssen. Nach längerer schwerer Krankheit, die er mit großer Geduld ertrug, hat er nun seinen Frieden gefunden. Sein Engagement, seine Zuverlässigkeit, sein Optimismus und seine Freundschaft werden uns fehlen.

Thomas Bliviers hockeysportlicher Weg begann im Alter von zwölf Jahren in Erfurt bei einer Schul-AG. Der Weg führte über Turbine Erfurt 1957 in den Westen. Zunächst wohnte und spielte er in Stuttgart, schon 1960 wechselte er nach Rüsselsheim zu Opel und zum RRK. Bis 1975 spielte er aktiv beim RRK und wurde mit den Ersten Herren 1968 und 1971 Deutscher Feldhockey-Meister. Noch während seiner aktiven Zeit gab Thomas Blivier sein Können an den Nachwuchs weiter. Über viele Jahre war er Stellvertretender Jugendleiter und als Trainer gelang ihm 1982 mit den RRK-Damen der erstmalige Aufstieg in die Oberliga. Ab 1989 übernahm er als Sportlicher Leiter und Betreuer neben Damentrainer Berti Rauth die Verantwortung für den Damen-Hockeybereich im RRK − eine Erfolgsgeschichte ohne Beispiel.

Thomas Blivier gehörte dem RRK fast 52 Jahre an. Für sein langjähriges engagiertes Wirken im RRK wurde er mit den RRK-Leistungsnadeln in Silber und Gold ausgezeichnet, er hat die Ehrennadel des Deutschen Hockey-Bundes in Gold sowie die Ehrennadeln des Hessischen Hockey-Verbandes in Bronze und Silber erhalten, er war seit 1997 Ehrenmitglied des RRK, ihm wurde 1990 der Ehrenbrief der Stadt Rüsselsheim und 2010 der Sportbundpreis verliehen.

 

Sigrid Marschner-Schäfer  geb. Pflug

* 14. November 1944 … 22. Juni 2011

Sie konnte ihre schwere Krankheit nicht besiegen. Sigrid Marschner-Schäfer, die bereits im Wissen um die Krankheit vor wenigen Monaten nochmals geheiratet hat, musste am 22. Juni 2011 im Alter von erst 66 Jahren, nur kurze Zeit nach dem Eintritt in den beruflichen Ruhestand, die Augen für immer schließen.

Sigrid Marschner-Schäfer kam im Jahr 1996 durch die Freundschaft mit Dr. Wolfgang Mack zum RRK. Durch ihn wurde sie zu einer begeisterten Ruderin, für die die Teilnahme an den jährlichen Damen-Wanderfahrten des RRK eine Selbstverständlichkeit war − noch 2010 auf der Lahn war sie dabei. Aber sie war auch eine leidenschaftliche und gute Tennisspielerin, sie war gern mit dem Fahrrad unterwegs, sie war einfach eine begeisterte Sportlerin und ein liebenswerter Mensch. Leider müssen wir nun auf sie verzichten, die Erinnerung bleibt.

 

Friedebert Armbruster

* 02.06.1914 … 18.11.2010

Am 18. November 2010 ist das an Lebensjahren sowie auch an Mitgliedsjahren älteste Mitglied des RRK, Friedebert Armbruster, im gesegneten Alter von 96 Jahren verstorben.

Friedebert Armbruster trat am 1. Februar 1926 als Elfjähriger dem Ruderverein Rüsselsheim, einem der Vorgänger des RRK, bei. Die Verbindung zum RVR kam durch das Elternhaus zustande, war doch der Vater Friedebert Armbruster sen. vom Ende der 20er bis weit in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts aktiv im Vorstand des RVR und dann des RRK, zunächst als Beisitzer und später viele Jahre als Vorsitzender oder Mitglied des Wirtschaftsausschusses.

Friedebert Armbruster gehörte dem RRK mehr als 84 Jahre an. Für seine langjährige Vereinstreue wurde ihm bereits im Jahr 1976 die RRK-Ehrennadel in Gold verliehen. Im Jahr 2001 wurde im Rahmen der Jubilarenehrung des RRK seine 75-jährige Treue zum RRK gebührend gewürdigt.

 

Jürgen Neumann

* 1. August 1952 … 14. Oktober 2009

Jürgen Neumann lebt nicht mehr. Der noch vor einigen Jahren in Rüsselsheim praktizierende Arzt ist am 14. Oktober 2009 im Alter von erst 57 Jahren in seiner neuen Heimat, auf Mallorca, verstorben.

Jürgen Neumann kommt mit 16 Jahren, am 1. Oktober 1968, zum RRK. Er spielt Hockey, ist Torwart und steigt 1975 mit der "Zweiten" des RRK, für die er viele Jahre das Tor hütet, in die Hallenhockey-Oberliga auf. Er kratzt am Tor der "Ersten", kann sich jedoch wegen der starken Konkurrenz keinen Stammplatz erobern. Ende der achtziger Jahre betreut er für einige Zeit die Damen des RRK als Mannschaftsarzt. Einige Jahre später, schon gezeichnet von schwerer Krankheit, verabschiedet er sich aus Rüsselsheim und lebt fortan auf Mallorca.

Für langjährige Treue zum RRK wurde Jürgen Neumann 1993 die RRK-Ehrennadel in Silber für 25-jährige und 2008 für 40-jährige Mitgliedschaft verliehen.

 

Heinz Ihrig

* 10.02.1922 … 09.12.2008

Am 9. Dezember 2008 ist Heinz Ihrig im Alter von 86 Jahren verstorben, eines der ältesten Mitglieder des RRK.

Heinz Ihrig trat am 1. Juni 1947 dem RRK bei. Obwohl seine sportlichen Aktivitäten und sein Interesse sich weitestgehend dem Fußballspiel widmeten, war er doch ein treuer Anhänger des RRK. Die Verbindung zum RRK kam durch das Elternhaus zustande, war doch der Vater Adam Ihrig in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts aktiver Ruderer, Rudertrainer, dann 2. Vorsitzender und schließlich 1. Vorsitzender des Rudervereins Rüsselsheim, eines Vorgängers des RRK.

Heinz Ihrig gehörte dem RRK mehr als 61 Jahre an. Für seine langjährige Vereinstreue wurde ihm die RRK-Ehrennadel in Gold verliehen.

 

Margot Müller  geb. Kleine

* 14. April 1926 … 15. August 2008

Margot Müller kam schon in den 50er Jahren durch ihren Mann Gerhard mit dem RRK in Verbindung. Zu Beginn der 60er Jahre gehörte sie dann zusammen mit ihm zu dem Personenkreis, der regelmäßig die aktiven Ruderer des RRK zu den Regatten begleitete. Gerhard Müller engagierte sich in dieser Zeit im RRK als 2. Ruderwart und als ständiger Motorbootfahrer des Trainers Dr. Alfred Buch, später auch verantwortungsvoll in anderen Vorstandsämtern. Am 1. Januar 1968 wurde Margot Müller dann ebenfalls Mitglied des RRK.

Margot Müller hatte in den Folgejahren, auch nach dem Tod ihres Mannes, immer ein sehr enges Verhältnis zum RRK, das sie auch in ihrem Testament dokumentierte und das natürlich durch die räumliche Nähe ihres Wohnsitzes zum RRK-Bootshaus gefördert wurde. Sie gehörte dem RRK mehr als 40 Jahre an, so dass ihr vom Vorstand schon 1993 für ihre 25-jährige Vereinstreue die RRK-Ehrennadel in Silber verliehen wurde.

 

Dr. Randolf Renker

* 10.05.1942 … 03.08.2008

Überraschend ist am 3. August 2008 Dr. Randolf Renker verstorben, einer der erfolgreichsten Hockeyspieler des RRK.

Randolf Renker kam schon am 1. Oktober 1951 zum RRK, spielte in der Jugend Hockey bei Fritz Schneider und wurde bereits 1955 Hessenmeister mit den Knaben. Jahre später, ab dem Jahr 1968 und dann in den 70er Jahren, gehörte Dr. Randolf Renker, mittlerweile promovierter Betriebswirt, über mehr als zehn Jahre als Torwart zum Kern der Ersten Hockeyherren, mit denen er viele große Erfolge erringen konnte, darunter vier Deutsche Meisterschaften auf dem Feld und drei Deutsche Meisterschaften in der Halle.

Dr. Randolf Renker war fast 57 Jahre Mitglied des RRK, im Jahr 2001 erhielt er für seine langjährige Vereinstreue die RRK-Ehrennadel in Gold. In Anerkennung seiner sportlichen Erfolge wurde ihm bereits im Jahr 1968 die RRK-Leistungsnadel in Silber verliehen.

 

Werner Böhme

* 3. Juli 1921 Dresden … 29. Januar 2008 Rüsselsheim

Werner Böhme kam im Jahr 1969 zum RRK. Eine nähere Verbindung entstand ab dem Jahre 1974 durch seinen Sohn Thomas, der in der RRK-Jugend Hockey spielte. Werner Böhme engagierte sich in dieser Zeit als ständiger Begleiter und Betreuer von Jugendmannschaften. Durch dieses Engagement für die Jugend wurde man im RRK auf Werner Böhme aufmerksam und als man ihn um eine Mitarbeit im Vorstand bat, war er spontan dazu bereit.

In den Jahren 1976 und 1977 war Werner Böhme 2. Vorsitzender, in den Jahren 1978 bis 1981 übernahm er das Amt des 1. Vorsitzenden im RRK. Danach hatte er in den Jahren 1982 und 1983 noch das Amt eines Beisitzers inne.

Werner Böhme gehörte dem RRK fast 40 Jahre an, schon 1994 erhielt er von "seinem" RRK für langjährige Vereinstreue die RRK-Ehrennadel in Silber überreicht. Werner Böhme hat sich um den RRK verdient gemacht.

 

Hildegard Domke  geb. Marx

* 05.05.1952 … 26.10.2007

Hildegard Domke ist tot. Am 26. Oktober 2007 starb nach langer schwerer Krankheit die Leiterin der Geschäftsstelle der RRK-Hockeyabteilung.

Hildegard Domke kam durch ihre beiden Söhne Oliver und Christian, die seit früher Jugend sehr erfolgreich im RRK Hockey spielen, mit dem RRK in Verbindung, wurde 1991 Mitglied des Klubs und im gleichen Jahr zur Schriftführerin der Hockeyabteilung gewählt. Seit diesem Zeitpunkt hat sie sich engagiert um alles den Hockeysport betreffende Geschäftliche im RRK gekümmert und damit die Außendarstellung des RRK-Hockeys entscheidend mitgeprägt.

In Anerkennung ihres erfolgreichen Wirkens für den RRK hat der Gesamtvorstand des RRK ihr im Jahr 2003 die RRK-Leistungsnadel in Silber verliehen.

 

Gisela Kraft  geb. Jüngling

* 8. November 1926 … 2. Juni 2007

Gisela Kraft, die Ehefrau des ehemaligen, leider zu früh gestorbenen RRK-Vorstandsmitglieds Hans Kraft sowie Mutter der RRK-Mitglieder Hans-Peter und Klaus Kraft, ist am 2. Juni 2007 im Alter von 80 Jahren verstorben.

Am 1. Januar 1968 in den RRK eingetreten war Gisela Kraft fast vierzig Jahre Mitglied des RRK. Im Jahr 1993 wurde ihr für 25-jährige Treue die Silberne Ehrennadel des RRK verliehen.

 

Günther Görke

* 03.11.1930 … 06.09.2006

Am 6. September 2006 ist nach kurzer schwerer Krankheit das langjährige RRK-Mitglied Günther Görke im 76. Lebensjahr verstorben.

Seit dem 1. September 1942 gehörte Günther Görke zur RRK-Familie, somit mehr als 64 Jahre. Er war in den 50er Jahren und zu Beginn der 60er als Linksaußen eine Stütze der Herrenmannschaft des RRK, ein hervorragender Hockeyspieler.

Im Jahr 1992 wurde er von "seinem" RRK für 50jährige Treue mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

 

Michael Bauer

* 12. Dezember 1973 … 24. August 2006

Michael Bauer wollte rudern lernen und diesen herrlichen Sport in der freien Natur mit Gleichgesinnten in seiner Freizeit ausüben. Er war seit dem 1. Juli 2005 Mitglied der Ruderabteilung des RRK. Nach nur etwas mehr als einjähriger Mitgliedschaft ist Michael Bauer am 24. August 2006 in seinem 33sten Lebensjahr verstorben. Leider kann er "unseren" Rudersport nun nicht mehr erleben und wir im RRK können ihn nicht mehr näher kennen lernen.

 

Curt Schrod und "RRK-Präsident" Dr. Dietmar Klausen bei der RRK-Jubilarenehrung 2003

Curt Schrod

* 22.12.1913 … 13.07.2006

Nach kurzer Krankheit, plötzlich und unerwartet, ist am 13. Juli 2006 in seinem Wohnort Königstein das an Lebensjahren älteste RRK-Mitglied, Curt Schrod, im 93. Lebensjahr verstorben.

Curt Schrod hat in seiner Jugend im RRK Hockey gespielt und diesen Sport noch im Alter von 50 Jahren aktiv ausgeübt.

Seit dem 01. Januar 1928 war Curt Schrod Mitglied des RRK und wurde im Jahr 1978 für seine 50-jährige RRK-Mitgliedschaft mit der RRK-Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Im Jahr 2003 wurde im Rahmen der Jubilarenehrung des RRK seine 75-jährige Treue zum RRK gebührend gewürdigt.

 

Werner Leonhardt

* 16.01.1934 … 13.06.2006

Am 13.06.2006 ist nach längerer schwerer Krankheit, aber dennoch plötzlich und unerwartet, das langjährige RRK-Mitglied Werner Leonhardt im 73. Lebensjahr verstorben.

Werner Leonhardt gehörte dem RRK seit dem 01.02.1948 an, somit mehr als 58 Jahre. Er war in den 50er Jahren eine Stütze der Herrenmannschaft des RRK, ein exzellenter Hockeyspieler, der als erster aus dem RRK in eine bundesdeutsche Auswahl, die Junioren-Nationalmannschaft, berufen wurde. Im Jahr 1998 wurde er von "seinem" RRK mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.


Brief von Ingo Leonhardt an den RRK-Vorstand

 

Dr. Wolfgang Mack

"Wir glaubten, er habe es geschafft"

Dr. Wolfgang Mack ("Maggi") ist am 11. März 2006 gestorben

"Alles, was geschieht und uns zustößt, hat einen Sinn, doch ist es oft schwierig, ihn zu erkennen. Auch im Buch des Lebens hat jedes Blatt zwei Seiten. Die eine, obere, schreiben wir Menschen mit unserem Planen, Wünschen und Hoffen, aber die andere füllt die Vorsehung, und was sie anordnet, ist selten unser Ziel gewesen."   Nisami

Im Jahr 2003 schwer erkrankt, hatte sich Dr. Wolfgang Mack in der Folgezeit so erholt, dass wir glaubten, er habe seine Krankheit überwunden, er habe es geschafft. Doch dem war nicht so, die Krankheit überraschte ihn und uns. Am Abend seines 63. Geburtstages war er, schon im Wissen wie es um ihn stand, noch mit uns zusammen im RRK-Bootshaus. Einige Tage später war sein Leiden zu Ende.

Der RRK verlor einen Mann, dessen Wirken als Vorstandsmitglied und geschätzter Ratgeber unvergessen bleibt und respektvolle Anerkennung verdient. Er war ein verlässlicher Freund mit hohem Ansehen und zurückhaltendem Auftreten, er war ein begeisterter Ruderer. "Maggi" wird uns sehr fehlen.

 

Hans Petry

* 03.05.1936 … 12.02.2006

Nach 50-jähriger Mitgliedschaft im RRK ist im Februar 2006 nach langer Krankheit unser treues Mitglied Hans Petry im Alter von knapp 70 Jahren verstorben. Leider konnte er die Verleihung der RRK-Ehrennadel in Gold, die im Jahr 2006 anstand, nicht mehr erleben.

 

"Eine Ahnung wird Wirklichkeit"

Gerald Lindermeir ist am 9. Januar 2006 verstorben

Nach nur kurzer Mitgliedschaft im RRK ist am 9. Januar 2006 Gerald Lindermeir im 49sten Lebensjahr nach einer schwierigen Operation verstorben. Gerald Lindermeir hatte noch vieles vor, auch für den RRK, für den er Sponsoren und Werbeträger gewinnen und pflegen wollte. Leider kann er und auch der RRK das nicht mehr erleben.

 

Nach erfülltem Leben

Dr. Lothar Hüthwohl am 9. März 2005 gestorben

Nach einem erfüllten Leben ist am 9. März 2005 der Rüsselsheimer Arzt Dr. Lothar Hüthwohl im 93. Lebensjahr verstorben.

Dr. Hüthwohl gehörte dem RRK seit dem 1. Dezember 1949 an. Er stand damit mehr als 55 Jahre treu zu "seinem" RRK, der ihn im Jahr 1999 mit der RRK-Ehrennadel in Gold auszeichnete.

Dr. Lothar Hüthwohl mit seiner Frau Ernestine bei der RRK-Jubilarenehrung im Jahr 1999

 

Die erste Deutsche Meisterschaft im Rüsselsheimer Rudersport gewinnen in Berlin 1942 im Leichgewichts-Jugendvierer m. Stm. Walter Gentzsch, Eugen Schäfer, Stm. Felix Esser vom Frankfurter Ruderverein 1865, Philipp Roth und Rolf Sittmann

Erste Deutsche Rudermeisterschaft für den RRK

Dr. Walter Gentzsch am 16. Januar 2005 im 80. Lebensjahr verstorben

Am 16. Januar 2005 ist der Rüsselsheimer Zahnarzt Dr. Ernst Walter Gentzsch kurz vor Vollendung seines 80. Lebensjahres verstorben.

Dr. Gentzsch trat schon dem Ruderverein Rüsselsheim am 1. November 1941 im Alter von 16 Jahren bei, ruderte dann im Jahr 1942 für den aus der Fusion der beiden Rüsselsheimer Rudervereine hervorgegangenen RRK und gewann mit seinen Bootskameraden in diesem Jahr die erste Deutsche Meisterschaft für den RRK.

Bereits im Jahr 1991 erhielt Dr. Walter Gentzsch von "seinem" RRK für seine langjährige Vereinstreue die Ehrennadel in Gold überreicht.

 

Eine treibende Kraft

Kurt Becker am 4. Januar 2005 im Alter von 68 Jahren gestorben

Hätte seine damals achtjährige Tochter Britta 1981 nicht Gefallen gerade an dieser Sportart gefunden, der Papa wäre wohl nie zum Hockey und zum Rüsselsheimer Ruder-Klub gekommen. Doch so wuchs der Vater zu einer treibenden Kraft der RRK-Nachwuchsarbeit in den vergangenen 20 Jahren. Am 4. Januar 2005 ist Kurt Becker nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 68 Jahren gestorben.

Hatte der gelernte Werkzeugmacher, der 40 Jahre lang in Diensten der Firma Opel stand, zunächst verschiedene Mädchenteams betreut, übernahm Kurt Becker schließlich im März 1988 das Jugendleiteramt. Unter seiner Verantwortung, die bis ins Jahr 2003 währte, errang der Hockey-Nachwuchs des Vereins ungezählte regionale und deutsche Meisterschaften, wurde dem RRK zwei Mal das "Grüne Band für vorbildliche Nachwuchsarbeit" verliehen. Daneben packte Kurt Becker bei der Organisation der zahlreichen DM-Endrunden und Europacup-Turniere stets mit an.

Auch bedeutete sein Ausscheiden als Jugendleiter keineswegs das Ausscheiden aus dem gestaltenden Vereinsleben. Bis zuletzt war Kurt Becker stellvertretender Hockey-Abteilungsleiter und im Hauptvorstand des Vereins mit Organisationsfragen betraut. Darüber hinaus war er das Verbindungsglied zwischen Verein und dem Hessischen Hockey-Verband. Dort war er seit 1991 Mitglied sowohl im Spiel-, als auch im Jugendausschuss. Der HHV-Vorsitzende, Hans-Jürgen Pabst, würdigt seine besonnene und ausgleichende Art, die die Zusammenarbeit mit Kurt Becker äußerst angenehm gemacht habe - und sein Engagement. "Er ist als Vater mit Hockey in Berührung gekommen und hat die Nachwuchsarbeit für sich als Leidenschaft entdeckt", so der 74-jährige.

Kurt Becker

 

Akzente gesetzt, die nachwirken werden

Der frühere Oberbürgermeister von Rüsselsheim, Dr. Karl-Heinz Storsberg, ist am 3. November 2004 im Alter von 78 Jahren verstorben

Nach längerer schwerer Krankheit ist am 3. November 2004 der ehemalige Oberbürgermeister Dr. Karl-Heinz Storsberg im Alter von 78 Jahren verstorben. Über 15 Jahre - von April 1966 bis Ende September 1981 - hatte der Sozialdemokrat an der Spitze der Stadtverwaltung gestanden.

RRK-Vorsitzender Günter Schmitt und Rüsselsheims Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Storsberg bei der Einweihung des neuen RRK-Bootshauses am 4. November 1967

Sowohl während seiner Amtszeit als auch auch nach seinem freiwilligen Rückzug aus dem Rathaus setzte Dr. Karl-Heinz Storsberg Akzente, die nachwirken.

Am 1. April 1966 trat Dr. Karl-Heinz Storsberg die Nachfolge des im Jahr zuvor verstorbenen Dr. Walter Köbel an. Für viele überraschend, hatte sich der Jurist aus Nordrhein-Westfalen im Auswahlverfahren der SPD gegen höher eingeschätzte Konkurrenten durchgesetzt und war später von allen Parteien der Stadtverordnetenversammlung zum Bürgermeister gewählt worden. Ein Glücksfall für Rüsselsheim, wie sich später zeigen sollte.

Storsberg kam in Zeiten gut gefüllter Kassen nach Rüsselsheim. In der immer noch wachsenden Stadt wurden beispielsweise im Dicken Busch, wo er selbst heimisch wurde, weitere Wohnungen, Schulen, Sporthallen und Kindergärten gebaut. Dr. Karl-Heinz Storsberg setzte sich mit ganzem Herzen für die Stadt ein, die er, wie viele andere Neubürger auch, lieben lernte.

Doch der Horizont des Stadtoberhaupts, das 1979 zum Oberbürgermeister aufstieg, endete nicht an den Stadtgrenzen. Im Gegenteil: Aufgrund seines großen Engagements für ein friedliches Europa sprachen Kritiker und Freunde in der Stadt bald von "Dr. Straßburg". Aufbauend auf der Jumelage mit dem französischen Evreux, war Dr. Karl-Heinz Storsberg, der acht Jahre lang im Präsidium des Rates der Gemeinden Europas saß, maßgeblich für die Städtepartnerschaften Rüsselsheims mit Rugby in England und dem finnischen Varkaus verantwortlich.

Nach zwei verlorenen Kommunalwahlen und angesichts neuer Mehrheitsverhältnisse warf Dr. Storsberg drei Jahre vor Ende seiner Wahlperiode das Handtuch. Ein Schritt, den er später als "tiefen Schnitt in die eigene Seele" beschrieb. Die neue Freiheit setzte aber auch neue Kräfte frei. Mit 56 Jahren kehrte er in seinen alten Beruf als Rechtsanwalt zurück. Doch nicht nur dort wollte er es noch einmal wissen. Kraft seines Amtes als "gewesener OB" zog er durch die Lande und sammelte Gelder für die neuen Aufgaben, die er sich gestellt hatte: Für den "Inselhof" beispielsweise, für die Bürgerstiftung Festung und den Grünen Kreis.

In den RRK trat Dr. Karl-Heinz Storsberg am 1. November 1972 ein und blieb dem RRK 32 Jahre bis zu seinem Tod treu. Für diese Treue wurde er im Jahr 1997 mit der RRK-Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.