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Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim und des Sportbundes Rüsselsheim am 3. März 2017 im "Opel Auditorium"

Von überrascht bis selbstbewusst

SPORTLERWAHL   Bei den Mannschaften entscheidet ein Punkt / Judoka Eduard Trippel mit dem größten Vorsprung

SPORTLERWAHL 2016

Sportlerin des Jahres 1. Gunda Fiona von Bachhaus 70 Punkte, 2. Sonja Krüger 52, 3. Silvia Krüger (alle Fitness-Club Rhein Main) 46.

Sportler des Jahres 1. Eduard Trippel (Judo-Club) 71, 2. Andreas Dindorf (Schützenverein Tell Haßloch) 46, 3. Felix Rühl (TG-Ropeskipping).

Seniorensportler des Jahres 1. Sigrun Engel (TV Königstädten-Leichtathletik) 47, 2. Markus Schick (Fitness-Club) 34, 3. Uwe Bernd (Leichtathletik-Gemeinschaft) 23.

Mannschaft des Jahres 1. TG (United Volleys) 54, 2. RRK (Hockeydamen) 53, 3. TG (Ropeskipper) 29.

Von Daniela Ammar (aus "Main-Spitze" vom 07.03.2017)

Groß war die Überraschung bei den Anwesenden eigentlich nicht, als Gunda Fiona von Bachhaus am Freitag erneut zur Sportlerin des Jahres gekürt wurde. Denn mit dem ersten Platz bei der Weltmeisterschaft im Bankdrücken, der ihr mit Weltrekord (184 kg) sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde sicherte, weil sie als erste Frau das Dreifache ihres Körpergewichts zur Hochstrecke brachte, und dem nationalen Titelgewinn im Classic Kraftdreikampf lag es nahe, dass das zierliche Powerpaket erneut bei der städtischen Wertung "zuschlagen" würde.

Aber: "Eigentlich hätte ich nicht damit gerechnet", sagte von Bachhaus mit Blick auf Vereinskollegin Sonja Stefanie Krüger, die im Vorjahr zwei DM, drei WM- und zwei EM-Titel holte. Obwohl bereits zum sechsten Mal mit dem Titel "Sportlerin des Jahres" ausgezeichnet, sei es für sie immer etwas Besonderes, sagte von Bachhaus, die für die Preisverleihung extra aus ihrer Wahlheimat Norwegen einflog.

"Oh Gott, oh Gott, das war der erste Gedanke, den ich hatte, als mein Name genannt wurde", sagte dagegen die Seniorensportlerin des Jahres Sigrun Engel, Leichtathletin des TV Königstädten. Mit Engel hatte sich hier erstmals eine Frau durchgesetzt, doch nicht allein das ist das Besondere. Vielmehr ist der Titel als Anerkennung eines unglaublichen Comebacks zu bezeichnen, denn mehr als 30 Jahre war sie im Leistungssport nicht mehr präsent, bevor sie mit vier DM-Titeln eine wahre Medaillensammlung anlegte. "Es ist meine erste Ehrung überhaupt", sagte Engel, betonte jedoch auch, dass der Sport und nicht die Auszeichnungen bei ihr im Vordergrund stünde.

"Schöne Nebensache" und "schöne Anerkennung"

Selbstbewusst gab sich der jüngste Ausgezeichnete, Eduard Trippel. Der deutsche U21-Meister des Judo-Clubs nahm am Freitag zum zweiten Mal die Glückwünsche als "Sportler des Jahres" entgegen. "Die Wahrscheinlichkeit war groß", so der 19-Jährige und fügt aber gleich an: "Der Titel Sportler des Jahres ist eine schöne Nebensache. Aber ich trainiere für die Wettkämpfe und nicht für Auszeichnungen wie diese." Christian Dünnes, Mannschaftsführer der "United Volleys" der Turngemeinde von 1862, zeigte sich mit seinen "Jungs" indes überrascht von der Auszeichnung als "Mannschaft des Jahres". Denn: "Wir sind ja noch jung in Rüsselsheim und haben ja eigentlich nur einen Spieler aus der alten TG-Mannschaft im Team." Die Auszeichnung sei eine schöne Anerkennung der Stadt und es sei gut zu sehen, dass sportliche Höchstleistungen anerkannt und wahrgenommen würden, sagte der 32 Jahre alte Teamkapitän.


Ausgezeichnet als Sportler des Jahres 2016: Sigrun Engel (vorne rechts), Gunda Fiona von Bachhaus, Eduard Trippel und die Volleyballmannschaft der United Volley (hinten).

Der sechste Titel für von Bachhaus

"Sportler des Jahres" ‒ Bei Frauen erneut vorne / Eduard Trippel Erster bei Männern, United Volleys bei den Teams

Von Daniela Ammar (aus "Main-Spitze" vom 06.03.2017

Insgesamt 159 Athletinnen und Athleten wurden bei der Sportlerehrung am Freitagabend im Opel-Auditorium geehrt und erhielten Ehrenurkunden, Silberne Lorbeerzweige und den Ehrenbrief der Stadt Rüsselsheim. Sportler des Jahres 2016 wurde Eduard Trippel vom Judo Club Rüsselsheim, Mannschaft des Jahres die United Volleys der TG, Seniorensportlerin des Jahres Sigrun Engel (Leichtathletin des TV Königstädten) und Sportlerin des Jahres Kraftsportlerin Gunda Fiona von Bachhaus, die sich diesen Titel bereits zum sechsten Mal sicherte. Ohne Zweifel sei die Sportlerehrung gesellschaftssportlich ein herausragendes Ereignis, sagte Christian Döring, der gewohnt humorvoll den Abend moderierte.

Trotz der in aller Welt "zusammengeheimsten" Erfolge lag der Fokus jedoch ein Stück weit auf dem heraneilenden Hessentag, der viele sportliche Höhepunkte, wie hessische und deutsche Meisterschaften, bieten wird, wie Oberbürgermeister Patrick Burghardt betonte. "Der Sport wird bei unserem Hessentag eine größere Gewichtung haben, als bei anderen Hessentagen", kündigte das Stadtoberhaupt an. Zudem bedankte sich Burghardt bei den Vereinen. "Denn", so der OB, "der Sport und die Vereine spielen auch hier in Rüsselsheim eine große Rolle bei der Integration von Flüchtlingen, und es gibt wenige Bereiche, wo Integration so einfach gelingt."

An der Tradition des Preises des Stadtverordnetenvorstehers hielt zudem Jens Grode fest. "Gute Dinge soll man einfach fortsetzen", sagte Grode über die Auszeichnung, die an Sportler oder Gruppen vergeben wird, die nicht in das "Schema" passen und die für die Preise geforderten Kriterien erfüllen. Grode verlieh den Preis am Freitag an den 80-jährigen Manfred Zeisler vom RV Opel 1888 Rüsselsheim, der trotz seines Alters immer noch als aktiver Rennradfahrer tätig ist und allein im Vorjahr 6.176 Kilometer geradelt ist. Symbolisch erhielt der 80-Jährige dafür die Skulptur der fünf Opel-Brüder auf dem Quintuplet.

136 Ehrenurkunden und 22 Silberne Lorbeerzweige

Den gelungenen Auftakt an diesem Abend machte der Deutsche Fahrradtrial-Meister Felix Keitel, der für seine Darbietungen auf höchstem Niveau und reichlich Action auf der Bühne beim Publikum und Moderator Döring viel Anerkennung erhielt. Anschließend erhielten die Sportler 136 Ehrenurkunden und 22 Silberne Lorbeerzweige aus den Händen des Stadtverordnetenvorstehers und des Oberbürgermeisters.

Erstmals geehrt wurden in diesem Jahr die "Heras of Ruzilo", die bei den Mainland Games in elf Disziplinen im schottischen Stil antraten und sich dabei den Hessentitel sicherten. Auch die Mannschaften der sogenannten "Kernsportarten", wie Hockey und Volleyball, freuten sich über ihre Auszeichnungen, wobei nicht nur das Hockey-Frauen-Team des RRK und die weibliche B-Jugend viel Applaus erhielten, sondern auch das United Volleys-Team der TG für seinen dritten Platz in der Bundesliga.

Doppel-Weltmeister tritt ab

Für seine sportlichen Erfolge und seine mehr als zwei Jahrzehnte im Vorstand des Fitness-Clubs Rhein-Main andauernde Tätigkeit erhielt Markus Schick den Ehrenbrief der Stadt Rüsselsheim. Mit 14 WM- und 27 DM-Titeln in der Tasche möchte der Rüsselsheimer Athlet nun vom internationalen sportlichen Parkett zurücktreten. "Als Doppel-Weltmeister abtreten – das passt doch", sagte Schick, der weiter als Bundestrainer und Referent im Bankdrücken tätig sein und nun nur noch an nationalen Wettbewerben teilnehmen möchte. Nach rund drei Stunden voller Auszeichnungen und einem gelungenen sportlichen, artistischen und musikalischen Rahmenprogramm ließen die Gäste und Sportler den Abend bei Gesprächen ausklingen.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Trio "Swing and be funky" um den Rüsselsheimer Saxofonisten und Kulturpreisträger Stephan Völker. Ein Höhepunkt der Unterhaltung waren die Showeinlagen des Tigerpalast-Tempo-Jongleurs Claudius Specht und die Artistik der aus Odessa stammenden "Grynchenko Brothers", die mit ihrer "Kopf auf Kopf"-Artistik für Jubel sorgten. Angesagt wurden die Artisten vom Gründer und Direktor des Tigerpalastes Johnny Klinke.

Fähnchen auf der Hessenkarte

Neben ihren Urkunden und Silbernen Lorbeerzweigen erhielten die ausgezeichneten Sportler Freikarten für das Tigerpalast Varieté, das beim Hessentag gastieren wird. Mit kleinen Fähnchen markierten die ausgezeichneten Sportler ihren Geburtsort auf einer großen Hessen-Karte. Rüsselsheim lag klar vorne, doch viele der Sportler wurden auch im Ausland geboren – wie etwa die Sportlerin Gunda Fiona von Bachhaus in den USA.


Feierlichkeit im Opel-Auditorium

Sportlerehrung: Viele Plätze bleiben leer

Wenig los war bei der Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim. Dabei war der Abend kurzweilig. Mann des Abends war übrigens kein Athlet.

Von MATTHIAS HOFFMANN (aus "Rüsselsheimer Echo" vom 06.03.2017

Die Sitze im Opel-Auditorium sind furchtbar bequem. Herunterklappen, hinsetzen, wohlfühlen. Schade bloß, dass bei der Sportlerehrung für das Jahr 2016 der Stadt Rüsselsheim so wenige Menschen Platz genommen hatten. Keine 200 Anwesenden verirrten sich in den weitläufigen Saal auf dem Werksgelände.

Die Daheimgebliebenen verpassten einen Abend, der Spaß machte – bei Sportlerehrungen keine Selbstverständlichkeit. Mann des Abends war allerdings kein Athlet, sondern Christian Döring. Der Moderator lief zur Höchstform auf und zeigte, wie Wortwitz eine dreistündige Veranstaltung auflockern kann.

Begrüßung in Mundart

Döring begrüßte zunächst in breitester Mundart die "ehrenwedde Spoddlerbagaasch", ehe er mächtig Mut bewies. Mit Felix Keitel kam ein Trial-Sportler auf die Bühne, der mit seinem Spezial-Fahrrad allerlei Tricks zeigte. Höhepunkt seiner Einlage: Döring musste sich auf den Boden legen, und Keitel sprang mit seinem Gefährt aus rund einem Meter Höhe punktgenau zwischen die Beine des Moderators. Dessen Kommentar: "Wäre nicht so schlimm gewesen, ich habe schon Kinder."

Später staunte Döring nicht schlecht, als Keitel ein weiteres Mal – nun als Geehrter – auf die Bühne kam. "Eben hattest Du die Brille aber nicht auf", sagte der Moderator ungläubig. Des Sportlers Geheimnis: Kontaktlinsen, während er auf seinem Drahtesel Kunststücke vollführt.

Wiederkehrender Höhepunkt des Abends war eine rund drei Meter hohe Hessen-Karte. Darauf durften viele Geehrte und Gäste mit einem Pin ihren Geburtsort markieren. So auch das Hessentags-Paar Selma Kücükyavuz und Marcel Sedlmayer. Letzterer wurde im norddeutschen Elmshorn geboren, was freilich nicht auf der Karte verzeichnet war. Döring zauberte eine Leiter hervor, bat Sedlmayer zum Anpinnen und sagte: "Alles oberhalb von Kassel ist Hamburg." Den entlegensten Pin hatte Mitchell Tulley zu bieten: Der Spieler von Bundesligist United Volleys wurde im australischen Brisbane geboren.

Besonders langen Applaus gab es für zwei Anwesende: Den ehemaligen Kraftsportler Markus Schick, der für 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit den Ehrenbrief der Stadt bekam. Außerdem Manfred Zeisler. Er erhielt einen Ehrenpreis, da er im vergangenen Jahr 6.176 Kilometer geradelt ist. Zeisler ist – man höre und staune – 80 Jahre alt.

Die bei der Sportlerehrung am 3. März 2017 für Leistungen 2016 geehrten Damen des RRK (hinten: Stadtverordnetenvorsteher Jens Grode, Oberbürgermeister Patrick Burghardt, Petra Ankenbrand, Selina Windgaß, Nina Ankenbrand, Sarah Seibel, Charlotte Steiner ‒ verdeckt, Kara Tiedtke, Sonja Petrovic, Teresa Hoff, Lena Mischlich, Franziska Ruhland, Mara Bentscheck, Emma Kanz, Marie Sommer, Viola Becker, Kristin Rapp, Fabienne Werner, Trainer Christian Zimmermann, Rebecca Schneider, Trainer Norman Hahl; vorn: Anna Lippa, Rebecca Passlack, Isabel Scherer, Jessie Steffl, Lucie Kösling, Antomia Wilfer, Ann-Paulin Heist, Eva Frank, Lisa Becker)


Sportlerwahl 2016 ohne Überraschung

Aus "Main-Spitze" vom 4. März 2017

(kri). Es war am ersten Freitag im März gegen 21.30 Uhr, als im "Opel Auditorium" ein seit der Stimmabgabe am 17. Januar vom Sportbund Rüsselsheim gut gehütetes Geheimnis gelüftet wurde – die Wahl der Sportlerin, des Sportlers, der Mannschaft und des Seniorensportlers des Jahres 2016. Und die vier Namen, die verlesen wurden, bargen – anders als im Vorjahr – diesmal keinen Überraschungseffekt.

An Gunda Fiona von Bachhaus vom Fitness-Club Rhein-Main war als Weltmeisterin im Bankdrücken ebenso kein Vorbeikommen, wie an Judoka Eduard Trippel, der als 19-Jähriger den DM-Titel (U21) geholt hatte und bei den Männern Zweiter geworden war, sowie an der viermaligen deutschen Leichtathletik-Seniorenmeisterin Sigrun Engel (TV Königstädten). Am knappsten fiel die Entscheidung bei den Teams aus, wo sich die United Volleys RheinMain als DM-Dritter mit einem Punkt vor den Bundesliga-Aufsteigerinnen der RRK-Hockeysparte durchsetzten.


Sportlerehrung in Rüsselsheim für 2016: Die Geehrten des RRK

Ehrenurkunden erhielten folgende Hockeyspielerinnen ...

Nina Ankenbrand, Stella Baron, Nicole Baumgärtner, Lisa Becker, Rachel Bergmann, Clara Buchholz, Jasmin Chulie, Nathalie Edler, Ann-Paulin Heist, Maxime Helbig Lopez, Teresa Hoff, Lara Kaltbeitzel, Vanessa Keller, Franziska Kirst, Lucie Kösling, Juliane Kunz, Anna Lippa, Lena Mischlich, Rebecca Passlack, Sonja Petrovic, Maike Pinger, Franziska Ruhland, Leonie Schell, Isabel Scherer, Camilla Schön, Sarah Seibel, Kijara Sosic, Jessie Steffl, Charlotte Steiner, Mara Benedetta Teodoro, Kara Tiedtke, Kim Treutner, Lisa Viebrantz, Saskia Welsch, Selina Windgaß, Carina Wolf, Lisa Lahham, Lotta Hof, Viktoria Krüger, Mara Bentscheck, Antonia Wilfer, Emma Kanz, Eva Frank, Kimberly Körbel, Viola Becker, Marilena Krauss, Fabienne Werner, Petra Ankenbrand, Celina Hocks, Rebecca Schneider, Hannah Pehle, Antonia Tiedtke, Kristin Rapp, Marie Sommer, Anna Stumpf, Stella Tegtmeier, Pauline Heinz